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Dezember 2001
Chronische Schmerzen werden unzureichend behandelt (2049 Zeichen)
Deutsche Mediziner zögern bei der Verordnung von Opioiden
(dgk) Akute Schmerzen sind überlebenswichtige Alarmsignale unseres Körpers. Dauern sie jedoch länger an, verlieren sie die Warnfunktion. Gleichzeitig verändern sie die Struktur von Nervenzellen. Nur eine frühzeitige, effektive Schmerztherapie kann verhindern, dass sich die Schmerzen zu einer eigenständigen Krankheit entwickeln. Darauf weist das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) in Marburg hin.
Doch die Schmerztherapie ist immer noch ein Stiefkind der Medizin. Allein in Deutschland leiden rund 7,5 Millionen Menschen an Dauerschmerzen. Viele von ihnen werden nicht ausreichend behandelt, obwohl wirksame Schmerzmittel zur Verfügung stehen. Der Grund: Ärzte scheuen noch immer die Verordnung starker Medikamente wie Opioide. Dabei sind Opioide höchst wirksame Substanzen, die körpereigene Mechanismen nachahmen. Der Körper bildet kurzfristig zum Schutz vor Schmerzen selbst opioidähnliche Stoffe, die Endorphine.
Opioide wirken schmerzlindernd, indem sie über die Blockierung von Signalempfängern im Gehirn und Rückenmark die Fortleitung des Schmerzes hemmen und so dessen Wahrnehmung verringern. Sie können auch über einen langen Zeitraum eingenommen werden, ohne wirkungslos zu werden oder Organschäden zu verursachen. "Höhere Dosierungen sind nur notwendig, wenn die schmerzauslösende Grunderkrankung fort-schreitet, der Schmerz also zunimmt", erklärt Dr. Wolfgang Sohn vom wissenschaftlichen Beirat des DGK. Wegen dieser Eigenschaften werden Opioide von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die Behandlung starker und stärkster Schmerzen empfohlen. "Bei chronischen Schmerzen sollte vor allem auf eine lange Wirkdauer der Medikamente geachtet werden, denn es macht keinen Sinn, bei andauernden Beschwerden täglich mehrmals Schmerzmittel einzunehmen", rät Dr. Sohn.
Ausführliche Informationen enthält die Broschüre "Keine Angst vor Schmerzen", die mit einem adressierten und mit 1,50 DM / € 0,77 frankierten DIN-A5-Rückumschlag kostenlos angefordert werden kann beim Deutschen Grünen Kreuz, Stichwort: Schmerzen, Postfach 1207, 35002 Marburg.
Mit modernen Methoden den Schmerz beherrschen (2550 Zeichen)
Krebsleiden durch Schmerztherapie lindern
(dgk) Über 300.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland an Krebs. Für viele Menschen ist diese Diagnose unmittelbar mit dem Gedanken an ein nahendes Ende und unerträgliche Schmerzen verknüpft. Leiden, die scheinbar nicht zu beeinflussen und damit Bestandteil eines Tumors sind. Tatsächlich, rund 70 Prozent aller Krebspatienten sind zu irgendeinem Zeitpunkt ihrer Erkrankung von starken und stärksten Schmerzen betroffen.
Nach Einschätzung des Deutschen Grünen Kreuzes (DGK) könnte allerdings in den meisten Fällen durch geeignete schmerztherapeutische Maßnahmen geholfen werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat hierzu schon vor Jahren eine Empfehlung erarbeitet, ab welcher Schmerzintensität welche Schmerzmittel eingesetzt werden sollten. So sind bei schweren und schwersten Schmerzen Morphin und andere opioidhaltige Medikamente vorgesehen, die direkt an den Schaltstellen der Schmerzwahrnehmung im Gehirn angreifen und ganz ähnlich wie die körpereigenen Schmerzhemmstoffe (Endorphine) wirken. "Opioide eignen sich besonders für die Langzeitbehandlung sehr gut, weil sie weder Nieren, Leber, Magen, noch das Blutbild schädigen", beschreibt Dr. Jan-Peter Jansen, Schmerztherapeut aus Berlin, die Vorteile.
Doch allzu häufig stehen die Patienten diesen Opioiden ablehnend gegenüber. Zum einen fürchten die Betroffenen, dass sie davon psychisch abhängig werden könnten. Zum anderen setzt sich bei ihnen der Eindruck fest, der Arzt habe sie bereits aufgegeben, wenn er solche Mittel verordnet. Doch beide Sorgen sind unbegründet. Im Gegenteil: Werden Opioide eingesetzt, können die Schmerzen wirksam gelindert werden und die Lebensqualität bleibt trotz einer bedrohlichen Erkrankung weitgehend erhalten.
In der modernen Schmerztherapie werden vor allem retardierte Medikamente eingesetzt, die ihren Wirkstoff nur sehr langsam abgeben. Die Schmerzmittel wirken also über einen langen Zeitraum. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Patient durch die seltenere Einnahme nicht mehr so oft an seine Grunderkrankung erinnert wird. So haben Untersuchungen an der Universitätsklinik Köln ergeben, dass zum Beispiel Schmerzpflaster, die den Wirkstoff Fentanyl über die Haut abgeben, die Lebensqualität der Patienten deutlich steigern können. Sie wirken drei Tage lang. Und genauso lange werden damit die Schmerzen gelindert oder sogar ausgeschaltet. "Eine effektive Schmerztherapie bildet die Grundlage dafür, dass sich Patienten neben dem Krebsleiden auch wieder mit anderen wichtigen Dingen des Lebens beschäftigen können", folgert Jansen.
Morphin: Stark und sicher (2336 Zeichen)
(dgk) Nach wie vor hängt dem Morphin der Mythos eines Medikamentes vor dem nahen Tod an. Es gilt als Mittel der letzten Wahl. Aber auch eine diffuse Angst vor möglicherweise gefährlichen Nebenwirkungen oder gar vor Abhängigkeit schreckt viele Patienten und Ärzte von der Anwendung ab. Aus diesen Gründen werden Morphin und seine chemischen Verwandten, die Opioide, in Deutschland zu selten zur Schmerzbekämpfung eingesetzt. Der deutsche Morphinverbrauch ist zum Beispiel zehn Mal geringer als in Dänemark. Wenn die Patienten dennoch diese starken Schmerzmittel erhalten, dann meist zu spät, unterdosiert oder nur für einen kurzen Zeitraum.
Die Tatsache, dass Morphine auch von Drogenabhängigen eingenommen werden, hat jahrzehntelang den Blick dafür verschleiert, dass sie wirksame und sichere Substanzen sind. Die Gefahr, bei einer Schmerzbehandlung "süchtig" zu werden, ist sehr gering. Von Sucht kann nur gesprochen werden, wenn es zum unkontrollierten, zwanghaften Einsatz einer Droge kommt, obwohl der Anwender sich im Klaren darüber ist, dass er sich damit Schaden zufügt. Dies kommt beim medikamentösen Gebrauch von Opioiden unter Aufsicht eines erfahrenen Arztes praktisch nicht vor. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verwendet in ihren Empfehlungen zur Schmerztherapie den Begriff Sucht nicht. Mediziner unterscheiden vielmehr zwischen körperlicher und psychischer Abhängigkeit. Letzteres ist bei sachgerechter Anwendung weitgehend ausgeschlossen und eine körperliche Gewöhnung tritt bei fast allen Medikamenten auf, die über einen langen Zeitraum genommen werden. Wird das Medikament nach der Behandlung langsam abgesetzt, verschwindet auch die körperliche Gewöhnung.
Die Unbedenklichkeit gegenüber starken Opioiden im medizinischen Einsatz ist durch die besonderen Darreichungsformen und Therapievorschriften begründet. Bei kontinuierlicher Einnahme in regelmäßigen festen Zeitabständen entstehen nämlich keine "Schmerzlöcher", in denen der Patient nach einem weiteren Medikament verlangt. Da Opioide bei retardierten Präparaten ihre Wirkung außerdem nicht schubartig entfalten, kommt es auch nicht zu Rauschzuständen. Für das Aufsparen von Opioiden als letzte Therapiemöglichkeit gibt es also keinen vernünftigen Grund. Dadurch wird den Patienten lediglich das Recht auf eine adäquate Schmerzlinderung genommen.
Wenn der Schmerz zermürbt (1560 Zeichen)
Musik als Ausweg aus dem Teufelskreis
(dgk) Schmerz ist nicht nur eine körperlich quälende und ganz persönliche Empfindung. Auf Dauer macht Schmerz ängstlich, er zermürbt die Betroffenen, frustriert und entmutigt sie. Die ständige Angst vor neuen Schmerzschüben führt in einen Teufelskreis, der das Leiden zunehmend verschlimmert. Patienten mit chronischen Schmerzen leiden aber auch unter der unzureichenden sozialen Akzeptanz, denn Menschen ohne körperlich sichtbaren Beweis ihrer Beschwerden sehen sich oft als Simulanten hingestellt. Depressionen sind eine häufige Folge dieser sozialen Ausgrenzung, einfach weil der psychische Akku leer ist.
Jeder Mensch verfügt jedoch über verschiedene Möglichkeiten, diesem Teufelskreis etwas entgegenzusetzen: eine Pause machen, ein gutes Essen genießen oder die Beschäftigung mit einem Haustier. Dass diese psychischen Tricks der Ablenkung wirklich funktionieren und Schmerzen lindern, konnten jetzt Wissenschaftler des Schmerzzentrums der Universität Heidelberg in einer Studie belegen. Nach einem genauen Therapieplan haben 120 Schmerzpatienten Instrumente wie Gong oder Xylophon gespielt. Bei zwei Drittel der Betroffenen lösten sich seelische Verspannungen. Alltagsängste und Schmerzen ließen ebenfalls nach. Insbesondere bei chronischen Schmerzzuständen ohne erkennbare organische Ursache ist Musiktherapie nach Angaben der Forscher sehr wirksam. Die Verfahren der psychologischen Schmerztherapie helfen damit auch den Gebrauch von Schmerzmittel zu verringern. Völlige Schmerzfreiheit ist dadurch in den meisten Fällen jedoch nicht zu erwarten.
Die Haut als Transportweg für Medikamente (2037 Zeichen)
Pflaster gegen chronische Schmerzen
(dgk) Pflaster können nicht nur zur Versorgung kleiner Wunden eingesetzt werden. Seit einiger Zeit nutzen Mediziner Pflastersysteme auch für andere therapeutische Zwecke. Heutzutage gibt es Hormonpflaster gegen die Beschwerden der Wechseljahre oder Nikotinpflaster, die helfen sollen, sich das Rauchen abzugewöhnen. Aber auch starke Schmerzmittel werden inzwischen mit Hilfe von Pflastern verabreicht. In allen Fällen gelangen die Wirkstoffe aus dem Pflaster über die Haut in den Körper.
"Der medizinische Vorteil liegt in der Umgehung des Magen-Darm-Traktes, der oft bereits durch andere Medikamente belastet ist. Dies führt zu einer meist günstigeren Nebenwirkungsrate", erläutert Dr. Martin Gessler, Schmerztherapeut aus München. Ein weiterer Pluspunkt ist die lange Wirkdauer von Pflastern. Mit Hilfe eines Reservoirs kann viel Substanz gespeichert werden, die dann langsam an den Körper abgegeben wird. Hormonpflaster erfüllen so bis zu sieben Tagen ihre medizinische Aufgabe. Mit Schmerzpflastern können chronische Beschwerden immerhin noch drei Tage lang ausgeschaltet werden. Sie sind damit die am längsten wirksamen Schmerzmittel.
Das ist ein unschätzbarer Wert für Schmerzpatienten. Bei einer langen Wirkdauer können Betroffene wieder ungehindert am sozialen Leben teilnehmen. So muss zum Beispiel der Besuch einer Feierlichkeit nicht wegen unerträglicher Beschwerden abgebrochen oder der Konzertbesuch auf die Wirkdauer des Schmerzmittels abgestimmt werden. In Untersuchungen zum Schmerzpflastergebrauch nannten Patienten einige Gründe für die Bevorzugung dieser Darreichungsform: Bessere Schmerzminderung, größerer Komfort bei der Anwendung, mehr Lebensqualität und weniger Verstopfungen - übrigens die häufigste Nebenwirkung bei Opiatgabe. "Schmerzpflaster sind besonders vorteilhaft für Patienten, die unter chronischen Beschwerden leiden, ein stabiles Schmerzniveau aufweisen und aufgrund von Schluckproblemen oder aus anderen Gründen keine Tabletten einnehmen können", beschreibt Dr. Gessler die Anwendungsgebiete.
Oft vergessen, aber notwendig - Schmerztherapie bei Osteoporose (2522 Zeichen)
(dgk). Brüche an Handgelenk, Wirbelsäule und Hüfte sind die häufigsten Folgen von Osteoporose. Etwa sechs Millionen Menschen in Deutschland leiden daran. Die fehlende Stabilität der Knochen verändert die Körperstatur. Es entwickelt sich der typische Witwenbuckel. Dieser Rundrücken führt bei den Betroffenen zu starken chronischen Schmerzen, die meist nur ungenügend behandelt werden. Darauf weist das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) in Marburg hin.
Chronische Schmerzen sollten jedoch unbedingt rechtzeitig und ausreichend behandelt werden, sonst kann sich ein Schmerzgedächtnis entwickeln. "Durch die andauernden Schmerzreize verändern die Nervenzellen ihre Struktur derart, dass schließlich auch ohne einen konkreten Anlass Schmerzen empfunden werden", erläutert Dr. Jan-Peter Jansen, Schmerztherapeut und wissenschaftlicher Beirat des DGK, diesen Vorgang. Die Auswahl des richtigen Medikamentes sollte sich nach der Intensität der Schmerzen richten. Dabei kann, laut Jansen, das Stufenschema der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Arzt und Patient eine wichtige Orientierungshilfe sein. In der Stufe I werden danach vor allem nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) eingesetzt. Sie wirken schmerzlindernd, fiebersenkend und teilweise entzündungshemmend. Bei sehr starken Schmerzen muss die Stufenleiter der WHO aber nicht strikt eingehalten werden. "Zur Vermeidung eines Schmerzgedächtnisses kann der frühzeitige Einsatz stark wirksamer opioidhaltiger Schmerzmittel wie Morphin oder Fentanyl aus der Stufe III notwendig sein", so Jansen. "Wichtig ist in jedem Fall die effektive Schmerzlinderung." Denn werden die Schmerzen ausreichend gelindert, können die Patienten mit Hilfe von Krankengymnastik sehr schnell wieder aktiviert werden. "Patienten, die sich selbst versorgen, fühlen sich wohler, die Lebensqualität steigt, und sie sind auch stärker motiviert, die Osteoporose-Therapie konsequent durchzuführen", beschreibt Jansen den Nutzen der Schmerzbehandlung. Außerdem wird durch körperliche Aktivität einem weiteren Knochenmasseverlust vorgebeugt.
Leider kennen noch zu wenig Patienten die Möglichkeiten der modernen Schmerzbehandlung. Aus diesem Grund hat das DGK alle wichtigen Informationen zur Schmerztherapie bei Osteoporose in einer neuen, kostenlosen Informationsbroschüre zusammengefasst. Um das Info-Heft zu erhalten, senden Sie bitte einen adressierten und mit 1,50 DM / € 0,77 frankierten DIN-A5-Rückumschlag an: Deutsches Grünes Kreuz, Stichwort: Osteoporoseschmerz, Postfach 1207, 35002 Marburg.
Chronische Schmerzen ohne Ende (1740 Zeichen)
Wenn nichts hilft, bleibt der Weg zum Schmerztherapeuten
(dgk) Nach Einschätzung von Fachleuten leiden in Deutschland rund 33,5 Millionen Menschen an Rückenschmerzen. Rund vier Millionen von ihnen werden sogar täglich von Schmerzen gepeinigt, oft mit fatalen Folgen. Denn: Im Durchschnitt haben diese Patienten eine über zehnjährige Leidensgeschichte hinter sich und wurden dabei von mindestens acht verschiedenen Fachärzten behandelt. Doch am Ende hat ihnen niemand wirklich geholfen. Mit dem Kommentar "Tut uns leid, da kann man nichts machen." werden sie sich selbst überlassen.
Ein unhaltbarer Zustand, der nicht sein müsste, beklagt das Deutsche Grüne Kreuz (DGK). "Es gibt speziell geschulte Ärzte, so genannte Schmerztherapeuten, die in den meisten Fällen helfen können", weiß Dr. Dietmar Krause, Projektleiter Schmerztherapie beim DGK. Haus- oder Fachärzte, die nicht mehr weiter wissen, sollten bei erfahrenen Kollegen Rat suchen. Den Patienten mit seinem Schmerz allein zu lassen, ist nach Ansicht von Krause der schlechteste Weg. Betroffene, die eine spezielle Schmerztherapie suchen, können sich an das DGK, die Deutsche Schmerzhilfe oder die Deutsche Schmerzliga wenden. Dort erhalten sie Adressen von Schmerztherapeuten oder Schmerzambulanzen von Kliniken in ihrer Nähe. "Leider gibt es noch zu wenige Spezialisten und die Patienten müssen oft lange auf einen Termin warten, aber immer noch besser als nichts tun", macht Krause Betroffenen Mut.
Eine Kurzinformation zu den Möglichkeiten der Schmerztherapie sowie wichtige Adressen, Telefonnummern und Beratungsstellen enthält das Faltblatt "SchmerzInfo", das beim Deutschen Grünen Kreuz, Stichwort: SchmerzInfo, Postfach 1207, 35002 Marburg gegen einen mit 1,10 DM / € 0,56 frankierten Standardbriefumschlag angefordert werden kann.
Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz (2077 Zeichen)
Wissenschaftlicher Beirat gewährleistet inhaltliche Qualität der Kampagne
(dgk) Chronische Schmerzen schränken die Lebensqualität der Betroffenen so stark ein, dass ein normales Alltagsleben kaum möglich ist. Doch chronischer Schmerz ist kein unabänderliches Schicksal, dem man sich fügen muss. Durch eine geeignete Therapie könnten die Schmerzen fast immer genommen oder zumindest erträglich gemacht werden. Im Vergleich zu den europäischen Nachbarstaaten kann die schmerztherapeutische Versorgung vieler Patienten nur als unbefriedigend bezeichnet werden. Diese Situation begründet für das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) den dringenden Handlungsbedarf für eine umfassende und auf Jahre angelegte Aufklärungskampagne, die verschiedene Zielgruppen berücksichtigt.
Um für diese Aktivitäten einen höheren Wiedererkennungswert in der Öffentlichkeit zu schaffen und gleichzeitig eine Kooperationsplattform für andere Institutionen zu etablieren, wurde jetzt das Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz gegründet. Ziel des Forums ist die Verbesserung der Arzt-Patienten-Kommunikation und die Aufklärung der Bevölkerung über die Möglichkeiten der Schmerztherapie. Zur wissenschaftlichen Absicherung der Informationskampagne wurde am 6. Oktober 2001 ein wissenschaftlicher Beirat berufen. Mitglieder sind drei renommierte und erfahrene Schmerztherapeuten aus der Praxis:
- Dr. Wolfgang Sohn, Arzt für Allgemeinmedizin, Psychotherapie und Schmerztherapie sowie Beiratsmitglied der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes
- Dr. Jan-Peter Jansen, Facharzt für Anästhesie, Leiter der Stiftung Kopfschmerz i. G. und Mitbegründer der Deutschen Schmerzakademie e. V.
- Dr. Martin Gessler, Facharzt für Neurologie, Algesiologe STK/DGfA und Mitglied der Schmerzkommissionen der Kassenärztlichen Vereinigungen Bayern und Hessen
Das Koordinationsbüro des Forum Schmerz wird von Dr. Dietmar Krause geleitet. Hier erhalten Sie aktuelle Informationen zur Schmerztherapie, Hintergrundmaterial oder Kontakt mit den Beiratsmitgliedern. Sie erreichen das Forum Schmerz im DGK unter:
Telefonnummer: 06421/293-124
E-Mail: dietmar.krause(à)kilian.de
Service-Informationen
Info-Broschüren
Die Broschüren "Keine Angst vor Schmerzen" (Stichwort: Schmerzen) und "Schmerztherapie bei Osteoporose" (Stichwort: Osteoporoseschmerz) können gegen Einsendung eines mit 1,50 DM / € 0,77 frankierten und adressierten Rückumschlages (DIN A5) angefordert werden.
Faltblatt "SchmerzInfo"
Dieses Faltblatt (Stichwort: SchmerzInfo) kann gegen Einsendung eines mit 1,10 DM / € 0,56 frankierten Standardbriefumschlages angefordert werden.
Anforderungsanschrift:
Deutsches Grünes Kreuz e. V.
Stichwort: Schmerzen/Osteoporoseschmerz/SchmerzInfo
Postfach 1207
35002 Marburg
Grafiken und Bildmaterial
Grafiken können von Redaktionen in schwarz-weiß, Fotos sowie Buch- und Broschüren-Cover in schwarz-weiß oder farbig kostenlos per E-Mail angefordert werden unter: dietmar.krause(à)kilian.de
Interviewpartner
Für ein persönliches Gespräch vermitteln wir Redakteuren gerne die kompetenten Schmerzexperten unseres wissenschaftlichen Beirates. Zur Kontaktaufnahme wenden Sie sich bitte an Dr. Dietmar Krause.
Ansprechpartner
Bei Fragen, Anregungen oder Wünschen können Sie sich gerne wenden an:
Dr. Dietmar Krause, Telefon: 06421/293-124, Telefax: 06421/293-170, E-Mail: dietmar.krause(à)kilian.de
Buchtipps:
Dr. med. Jan-Peter Jansen
Schmerzfrei - Aktive Hilfe bei chronischen Schmerzen
24,90 DM/ab 01.01.2002 € 13,- , VERLAG im KILIAN, 2001, ISBN 3-932091-76-0
Dr. Dietmar Krause, Helga Freyer-Krause
Was für den Rücken gut ist
9,90 DM/ab 01.01.2002 € 5,- , VERLAG im KILIAN, 2001, ISBN 3-932091-81-7
Rezensionsexemplare können angefordert werden bei:
VERLAG im KILIAN, Frau Sandra Geisel, Schuhmarkt 4, 35037 Marburg, Telefon: 06421/293-322, Fax: 06421/163894, E-Mail: sandra.hueter(à)kilian.de

