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Vier Pfoten auf großer Fahrt
Foto: Fly Dragonfly-Fotolia

(Juli 2015) Wer sein vierbeiniges Familienmitglied mit in den Sommerurlaub nehmen möchte, sollte einiges bedenken. So dürfen Tierhalter bei Reisen innerhalb der EU keinesfalls den erforderlichen EU-Heimtierausweis für Hunde, Katzen und Frettchen vergessen. Sie sollten prüfen, ob die allgemeinen und länderspezifischen Schutzimpfungen noch gültig sind und fehlende Impfungen rechtzeitig nachholen.

Damit es kein böses Erwachen gibt, sollten zudem vorab Informationen über die Einreisebestimmungen des Urlaubslandes und länderspezifische Vorschriften für bestimmte Hunderassen eingeholt werden. So gibt es beispielsweise Länder, in denen einige Hunderassen Maulkorb tragen oder Hundehalter eine Bandwurmbehandlung ihres Lieblings nachweisen müssen.

Auf Flugreisen besser verzichten

Auch die Anreise muss bedacht werden. Die Tierschutzorganisation PeTA rät generell davor ab, Tieren Flüge zuzumuten, wenn das Tier nicht in der Passagierkabine mitreisen kann – und das dürfen nur kleine Hunde oder Katzen. Als "klein" gelten sie, je nach Fluggesellschaft, mit einem Gewicht von 5 bis 8 kg. Reisen im Frachtraum können für Vierbeiner eine erhebliche Belastung sein. Laut PeTA könne es dort zu starkem Temperaturabfall kommen, und manchmal würde die Ladung mit Pestiziden begast. Die lauten Geräusche und die Trennung vom "Rudel" bedeuten für Tiere eine erhebliche nervliche Belastung.

Reiseproviant für Vierbeiner?

Besser verträglich ist eine Anreise mit dem Auto. Für die Fahrt sollten Tierhalter neben den eigenen Pausensnacks auch Wasser für den Vierbeiner sowie ein Trinkschälchen mitnehmen. Futter hingegen gehört nicht in den Reiseproviant, denn Hunde und Katzen sollten während der Fahrt und etwa 2 Stunden vorher nichts fressen. Auch ihnen kann auf Autoreisen übel werden, vor allem, wenn der Magen voll ist. Übrigens: Als Fleischfresser, die ihr Futter in der Natur auch nicht ständig verfügbar haben, können sie diese „Fastenkur“ problemlos aushalten.

 

Vor Überhitzung schützen

Fahrten bei hohen Temperaturen beanspruchen die Anpassungsfähigkeit von Tieren stark. Das gilt nicht nur für lange Strecken oder in südlichen Ländern. Auch kurze Autofahrten hierzulande können im Sommer zu einer erheblichen Belastung führen. Am besten ist es daher, in den kühleren Morgen- oder Abendstunden zu fahren oder aber in der Nacht. Falls sich eine Fahrt während der heißen Tageszeit nicht vermeiden lässt, muss man vorsorgen: Sonnenblenden an den Fenstern des Wagens und ausreichend Wasser sollten selbstverständlich sein.
Ein Tier darf im Sommer niemals allein im Auto gelassen werden, denn es kann innerhalb kürzester Zeit zu einem Backofen werden – auch, wenn das Fahrzeug im Schatten steht  oder das Fenster geöffnet ist.

Deshalb sind Katze und Hund so hitzeempfindlich
Im Gegensatz zu Menschen können Hund und Katzen ihre überschüssige Wärme nicht durch Schwitzen abgeben, denn sie besitzen Schweißdrüsen nur an den Pfoten und am Nasenspiegel.
Diese Besonderheit macht sie stark hitzeempfindlich. Die Wärmeregulierung findet bei Hun-den hauptsächlich über das Hecheln statt. Katzen lecken ihr Fell ab, um so für Verdunstungskühle zu sorgen. Um diesen Verdunstungsverlust auszugleichen, ist es wichtig, den Tieren bei Wärme immer ausreichend frisches Wasser zur Verfügung zu stellen.

Sicherheit im Auto

Katzen sollten grundsätzlich in Transportboxen mitfahren. Erstens ist es schwer, sie zuverlässig aus dem Fahrerraum wegzuhalten, und zweitens können Katzen zu wahren Fluchtkünstlern werden, sobald Fenster oder Türen geöffnet werden. Hunde fahren entweder ebenfalls in einer Box mit, oder sie werden auf dem Rücksitz mit einem im Fachhandel erhältlichen "Gurt" angeleint. Doch Vorsicht: Das Anleinen darf nicht am Halsband erfolgen, denn sonst droht schon bei einem stärkeren Bremsmanöver eine Verletzung am Hals. Für das Benutzen von Gurten sollte man dem Hund daher ein Brustgeschirr anlegen.

Tierisches Reisegepäck

Natürlich muss auch für „Mikesch“ oder „Trixi“ der Koffer gepackt werden. Das gewohnte Futter für die Dauer der gesamten Reise samt Fress- und Wassernapf gehören hinein, ebenso wie Kotbeutel oder Katzenklo, Bürste oder Kamm, Spielzeug, Handtuch, Leine und Körbchen oder Decke. Nicht vergessen werden dürfen gegebenenfalls Medikamente.

Damit der Vierbeiner nicht verloren geht

In den ersten Tagen vor Ort ist es ratsam, das Tier anzuleinen, damit es nicht ausbüxen und in fremder Umgebung verlorengehen kann. Denn die unbekannte Umgebung lenkt manche Hunde so sehr ab, dass sie nicht mehr auf die Kommandos ihrer Halter reagieren.
Natürlich sollten Hunde und Katzen eine Identifizierungsmarke am Halsband tragen. Daneben empfiehlt sich, einige Marken mitzunehmen, die jeweils den vorübergehenden Aufenthaltsort angeben wie z. B. die Adresse des Campingplatzes oder des Hotels. Auf diesen Marken sollte auch eine Handynummer angegeben werden, unter der die Halter erreichbar sind.

Überhitzung bei Tieren erkennen und richtig handeln
Symptome von Überhitzung bei Hunden sind u. a. starkes Hecheln, eine schnelle flache At-mung, tiefrote Zunge und Erschöpfung. Bei Katzen zeigt sich u. a. Unruhe, Atemnot, Hecheln und schließlich Apathie. Bei den ersten Anzeichen einer eintretenden Überhitzung müssen sofort Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Dazu gehört: das Tier in einen kühlen Aufenthaltsbereich bringen, Wasser anbieten sowie feuchte Tücher auflegen und die Pfoten mit Wasser benetzen.

 Quellen:

  1. PETA Deutschland e. V.: Wie Sie im Sommer sicher mit Ihren Tieren reisen; www.peta.de
  2. Tasso e. V.: Reisen mit Tieren; www.tasso.net
  3. Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Tiere auf Reisen vor Hitze schützen; www.bmel.de
 

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