DGK e.V. -Sondermeldung Mai 2004 - Wie Sand im Getriebe
Gesundheitsinformationen zu:
Deutsches Grünes Kreuz, trockenes Auge, Wie Sand im Getriebe, Sicca-Syndrom, Naturmedizin, Naturheilkunde
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Sondermeldung Mai 2004
Wie Sand im Getriebe

Naturmedizinische Hilfe bei trockenem Auge

(dgk) Bei jedem Lidschlag kratzen kleine Sandkörner über das Auge, so fühlt es sich an: das trockene Auge oder Sicca-Syndrom. Der Eindruck eines Fremdkörpers auf der Hornhaut, das ständige Brennen und Jucken sind typisch für dieses heutzutage sehr häufige Augenleiden. Etwa jeder fünfte Patient klagt beim Augenarzt darüber, ältere Menschen öfter als junge. Als Ursache vermutet man Umweltbelastungen wie Klimaanlagen in Büro und Auto, trockene Raumluft oder auch manche Medikamente.

Eine ausreichende und gleichmäßige Befeuchtung der Augen ist für das einwandfreie Sehen unerlässlich. Das trockene Auge ist in den meisten Fällen zwar nicht gefährlich, aber extrem unangenehm und belastend. Deshalb suchen die Betroffenen dringend nach rascher Abhilfe. Am häufigsten werden Tränenersatzflüssigkeiten verwendet, die mehrmals am Tag in die Augen getropft werden müssen. Hier sollte man die verschiedenen, auf dem Markt befindlichen Präparate ausprobieren oder sich am besten in der Apotheke beraten lassen.

Neuerdings gibt es dort nun auch eine naturmedizinisch-homöopathische Benetzungslösung, die dem Auge wieder zum Gleichgewicht verhelfen soll. Darin enthalten sind Einzelmittel aus Sonnenhut (Echinacea) und Augentrost (Euphrasia) sowie Aluminium und Phosphor. Sonnenhut soll die Widerstandskraft steigern, Augentrost beruhigt das gereizte Auge, Aluminium hilft bei “trübem Sehgefühl” am Abend und Phosphor hat sich bei empfindlichen Augen und Augenbrennen bewährt. Ein besonderer Vorteil: Dieses neue Benetzungsmittel kann auch während des Tragens von Kontaktlinsen angewendet werden.

Nebenwirkungen sind bei solchen” Tränenersatzflüssigkeiten” nicht bekannt, wenn man sie vorschriftsmäßig einsetzt. Abzuraten ist hingegen von Mitteln gegen so genannte “rote Augen”. Sie wirken zwar abschwellend und lindernd, verstärken aber letztlich das Austrocknen der Hornhaut und können auf Dauer das Gewebe ernsthaft schädigen.

Der natürliche Tränenfilm ist ein mehrschichtiges, recht kompliziertes Gemisch, das von verschiedenen Drüsen rund um das Auge produziert wird. Die äußerste Schicht ist fetthaltig und verhindert die rasche Verdunstung. Die mittlere Schicht ist wässrig, wird von den eigentlichen Tränendrüsen gebildet und reinigt die Augenoberfläche von Fremdkörpern. Darunter liegt eine Schleimschicht, ohne die die anderen Schichten nicht auf dem Auge haften bleiben könnten. Durch den Lidschlag alle fünf bis zehn Sekunden wird die Tränenflüssigkeit gleichmäßig über die Horn- und Bindehaut verteilt. Neben dem Reinigungseffekt ist die Tränenflüssigkeit auch für die Ernährung und Sauerstoffversorgung von Hornhaut und Bindehaut zuständig.

Für Rückfragen oder weitergehende Informationen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Dr. Ingolf Dürr beim Deutschen Grünen Kreuz e. V. jederzeit gerne zur Verfügung:
Telefon: 0 64 21 / 2 93 – 1 74; E-mail: ingolf.duerr(à)kilian.de.

 

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