DGK e.V. -Sondermeldung März 2004 - Tag der Rückengesundheit am 15. März 2004
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Deutsches Grünes Kreuz, Rückenschmerzen, Tag der Rückengesundheit am 15. März 2004
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Sondermeldung März 2004
Tag der Rückengesundheit am 15. März 2004

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Gemeinsam gegen Rückenschmerzen

(dgk) Unter dem Motto “Beraten, behandeln, bewegen – Schmerzen im Visier” ruft das Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz e. V. (DGK) am 15. März die Bevölkerung zum dritten Mal auf, sich aktiv für einen gesunden Rücken zu engagieren.

Wie schön wäre es, wenn jeder sagen könnte: “Ich habe keine Rückenschmerzen”. Doch leider gibt es in Deutschland kaum jemanden, der das von sich behaupten kann. Nach einer Untersuchung der Universität Lübeck litten mehr als 80 Prozent der Erwachsenen schon einmal in ihrem Leben an Rückenproblemen. Immerhin 36 Prozent der Erwachsenen haben laut Gesundheitsstatistik jetzt, in dieser Woche, Rückenschmerzen.

Doch kein Grund zur Panik. “Kaum jemand weiß, dass mehr als 80 Prozent der Kreuzschmerzen gewöhnlich harmlos sind. Selbst wenn es sehr weh tut”, mahnt Dr. Dietmar Krause vom Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz e. V. (DGK). Wichtig ist deshalb, Risikofaktoren für gefährliche Verläufe zu kennen, denn in diesen Fällen besteht sofort Handlungsbedarf. “Wer abwartet, riskiert, dass die Schmerzen chronisch werden”, warnt Krause. Wenn das passiere, helfe nur eine Schmerztherapie mit Medikamenten, Krankengymnastik und dem Lernen von Schmerzbewältigungsstrategien.

Dabei sollten Ärzte und Patienten nicht zu zögerlich sein. “Die Medikamente müssen immer entsprechend der Schmerzstärke eingesetzt werden”, rät Dr. Jan-Peter Jansen vom Schmerzzentrum Berlin. Das bedeutet: Leichte Schmerzen mit einfachen Mitteln, starke Schmerzen mit Opioiden behandeln. Die Sorge, dass Opioide mit der Zeit ihre Wirkung verlieren oder psychisch abhängig machen, ist unbegründet. Voraussetzung ist allerdings die regelmäßige Einnahme der Schmerzmittel nach einem festen Zeitplan. “Lang wirkende Retardpräparate, die ihren Wirkstoff langsam und kontrolliert abgeben, sind deshalb erste Wahl bei Dauerschmerzen”, so Jansen. “Insbesondere die Entwicklung von Schmerzpflastern hat unsere Therapieoptionen deutlich erweitert. Sie haben mit drei Tagen die längste Wirkdauer und stellen eine echte Alternative zu Tabletten dar”, betont Jansen.

Aufklärung über die tatsächlichen Gefahren bei Rückenschmerzen und die Wirkung von Schmerzmitteln ist absolut notwendig. “Mit der diesjährigen Aufklärungskampagne wollen wir die Bevölkerung über Warnhinweise für komplizierte Krankheitsverläufe beraten, über eine effektive Schmerzbehandlung aufklären und hilfreiche Tipps zur Vorbeugung durch Bewegung geben”, fasst Inge Kokot, Projektleiterin beim Forum Schmerz, die mit dem Motto verbundenen Ziele zusammen.

Am Tag der Rückengesundheit, den das Forum Schmerz zum dritten Mal organisiert, beteiligen sich mehr als 900 Partner im gesamten Bundesgebiet. Gesundheitsämter, Apotheken, Krankenkassen, Sanitätsabteilungen der Bundeswehr und Betriebe informieren Betroffene und Interessierte mit Vorträgen, Infoständen und Angeboten zur Rückengymnastik. Außerdem nehmen von der Aktion Gesunder Rücken zertifizierte Fachgeschäfte teil, die besondere Beratungskompetenz im Bereich des rückenfreundlichen Alltags besitzen. Die Adressen der Aktionspartner sind unter www.forum-schmerz.de zu finden oder unter der Rufnummer 0 64 21 / 293 – 1 25 zu erfragen.

 

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