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Große Telefonaktion zur Palliativmedizin
Lebenswertes Sterben Kostenlose Beratung am 20. April 2004 von 16 bis 18 Uhr (dgk) Hunderttausende leiden an Krankheiten, bei denen keine Heilung mehr zu erwarten ist. Pro Jahr sterben etwa 220.000 in Deutschland an den Folgen einer Tumorerkrankung. Sie leiden, ebenso wie Patienten mit Aids, in ihrer letzten Lebensphase häufig an unerträglichen Schmerzen und Ängsten. Für sie stellt sich irgendwann die Frage: Wie will ich sterben? Viele Schwerstkranke und ihre Angehörigen fühlen sich in dieser Zeit unzureichend betreut. Die moderne Palliativmedizin hat das Ziel, körperliche und seelische Beschwerden in der letzten Lebensphase so gut wie möglich zu lindern und den Patienten trotz ihrer Erkrankung eine neue Lebensqualität ohne Vereinsamung geben. Die Palliativmedizin ist keine neue medizinische Disziplin. 'Pallium' kommt aus dem Lateinischen und bedeutet 'Mantel'. Ein schützender Mantel wird um einen unheilbar kranken Patienten gelegt, seine Beschwerden werden gelindert, wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist. Ein selbstbestimmtes, möglichst beschwerdefreies und bewusstes Leben bis zum Tod wird angestrebt. Die Säulen dieses ganzheitlichen Betreuungskonzeptes sind: Schmerztherapie, Symptomkontrolle, Erhaltung der persönlichen Autonomie, Respektierung des Patientenwillens sowie optimale Pflege und Betreuung insbesondere im letzten Lebensabschnitt. Was der Patient möchte, kann zum Beispiel in einer Patientenverfügung festgelegt werden. Leider ist die palliativmedizinische Versorgung in Deutschland ein Stiefkind. Während im stationären Bereich weniger als zehn Betten pro eine Million Einwohner zur Verfügung stehen, fehlen im ambulanten Bereich entsprechende Versorgungsangebote bislang völlig, obwohl sie sich in mehreren Modellprojekten in Deutschland als effektiv erwiesen haben, um die Lebensqualität von Tumorpatienten zu verbessern und in vielen europäischen Ländern bereits eingeführt werden. Die Bürde der Betreuung soll bei uns weiter der Hausarzt tragen, doch dieser hat neben seiner aufwändigen Praxistätigkeit kaum Zeit für eine adäquate Sterbebegleitung.
Am 20. April 2004 von 16 bis 18 Uhr haben Sie
unter der kostenlosen Rufnummer 0 800 / 01 12 115
die Gelegenheit, brennende Fragen mit Experten zu besprechen:
Woher bekomme ich eine Patientenverfügung?
Wo bekomme ich Hilfe?
Wer sichert die ambulante Versorgung?
Wer trägt die Kosten?
Am Telefon beraten Sie:
- Dr. med. Wolf Diemer, Facharzt für Anästhesiologie, Schmerztherapie am Universitätsklinikum Greifswald (AöR)
- Dr. med. Eberhard A. Lux, Leiter des Schmerztherapeutischen Zentrums am St. Marien-Hospital Lünen
- Professor Dr. med. Christof Müller-Busch, Leiter der Schmerztherapie und Palliativmedizin am Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe, Berlin-Spandau
- Dr. med. Jan Bek, Facharzt für Innere Medizin und Schmerztherapeut, Berlin
Hinweis an Redaktionen:
Wir führen diese Telefonaktion gerne in Kooperation mit Ihnen durch. Auf Wunsch senden wir Ihnen Fotos der Experten und einen Nachbericht. Wenden Sie sich bitte rechtzeitig an Dr. Dietmar Krause,
Tel. 0 64 21 / 2 93 – 1 24 oder dietmar.krause(à)kilian.de

