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Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz
dgk, Jg. 51, 3 - 2010

Spielplätze – Orte für sorgloses Toben?
Sicherheitsmängel erkennen / Aktionstag "Sicherer Spielplatz" am 25. März
(2.631 Zeichen)

Spielplatz
Foto: DGK

(dgk) Kinderspielplätze leisten einen wichtigen Beitrag für die Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten von Kindern. Dies gilt ganz besonders für dichtbesiedelte Wohnbereiche in Stadtgebieten. Der Kinderspielplatz ist einerseits eine wichtige Ergänzung zum Kinderspielzimmer in der elterlichen Wohnung und andererseits zu Freizeitangeboten von Sportvereinen oder anderen soziokulturellen Institutionen.


Da spielende Kinder drohende Gefahren nicht immer erkennen und die Folgen ihres Tuns oft nicht voraussehen können, ist die dauerhafte Einhaltung von Sicherheitsstandards erforderlich. Abnutzung, Witterung, Materialermüdung und Vandalismus hinterlassen ihre Spuren an Spielgeräten. Regelmäßige Prüf- und Wartungsarbeiten sind ein wichtiger Beitrag zur Unfallvermeidung. Nach Einschätzung des TÜV Rheinland weisen in Deutschland allerdings acht von zehn Spielplätzen Sicherheitsmängel auf.

An die Gestaltung von Spielplätzen sind vielfältige Ansprüche gestellt. Zu attraktiven Spielanreizen, die körperliche und geistige Fähigkeiten der Benutzer anregen und fördern, gehört auch das Ausprobieren der eigenen Grenzen beim sportlich-spielerischen Drehen, Hüpfen, Schaukeln oder Schwingen. Allerdings sollte für diese „Grenzerfahrungen“ ein sicherer Rahmen gewährleistet sein. Sicherheit auf Kinderspielplätzen bedeutet, unter Berücksichtigung aller technischen und gestalterischen Möglichkeiten, Gefahrenpotenziale so gering wie möglich zu halten und gleichzeitig vielfältige Spielanreize und ein gewisses Maß an Abenteuer zu schaffen. „Ein Spielplatz ist allerdings nicht deshalb für Kinder attraktiv und zeichnet sich durch einen hohen Spielwert aus, weil der Sicherheitszustand in einer abenteuerlichen Verfassung ist“, so Klaus Afflerbach, Unfallexperte beim Deutschen Grünen Kreuz (DGK).

Um zu Beginn der diesjährigen Spielplatzsaison die Aufmerksamkeit auf notwendige Sicherheitskriterien für Spielplätze und Spielgeräte zu richten, regt das Forum Unfallprävention im Deutschen Grünen Kreuz zu Aktionen vor Ort an. So zum Beispiel zu Spielplatzfesten, bei denen Eltern und Kinder nicht nur gemeinsam spielen, sondern auch den Blick auf notwendige Sicherheitsvorkehrungen und sichere Verhaltensweisen beim Spielen richten.

  • Anlässlich des bundesweiten Aktionstages „Sicherer Spielplatz“ (25. März) stellt das Forum Unfallprävention im DGK unter dem Titel „Spielplatz-Check“ eine Übersicht zu Sicherheitskriterien für Spielgeräte zur Verfügung, mit der gravierende gerätetechnische Mängel identifiziert werden können.

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Impfungen und Schwangerschaft – schließt sich das nicht aus?
(2.345 Zeichen)

(dgk) Ja und nein, könnte die Antwort auf diese Frage lauten. Denn bei Impfungen in der Schwangerschaft muss man ganz genau hinschauen: Inaktivierte Impfstoffe, oft auch als Totimpfstoffe bezeichnet, dürfen verabreicht werden, wenn ein dringender Grund besteht. Dagegen sind Impfstoffe mit abgeschwächten, aber noch vermehrungsfähigen Erregern, die sogenannten Lebendimpfstoffe, fast ausnahmslos kontraindiziert.

Totimpfstoffe
Die meisten Impfstoffe, die heute angewendet werden, sind Totimpfstoffe, z. B. die Impfungen gegen

  • Tetanus (Wundstarrkrampf)
  • Diphtherie
  • Keuchhusten
  • Kinderlähmung
  • Influenza (Virusgrippe)
  • Pneumokokken
  • Meningokokken
  • Hepatitis A
  • Hepatitis B
  • Tollwut


Besteht aufgrund eines erhöhten Infektionsrisikos ein Anlass für eine dieser Impfungen, können diese im Allgemeinen problemlos gegeben werden, möglichst jedoch nicht im ersten Schwangerschaftsdrittel. Ausnahmen sind alle Impfungen, die zum Schutz der Mutter dringend erforderlich sind, z. B. eine Tetanus-Impfung nach einer Verletzung. Diese Impfungen müssen natürlich auch in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten verabreicht werden. Die Anwendung dieser Impfstoffe kann als sicher gelten, denn es ist kein Fall bekannt, in dem ein Ungeborenes Schaden genommen hätte.

Lebendimpfstoffe
Andere Impfungen sind jedoch verboten, nämlich die Lebendimpfungen gegen Masern, Mumps und Röteln sowie gegen Windpocken. Hierbei spielen ebenfalls eher theoretische Erwägungen eine Rolle: Da die Impfkeime begrenzt vermehrungsfähig sind, fürchtet man, dass sie – so wie die Wildviren – aufs Kind übergehen könnten. Allerdings wurde noch niemals eine Schädigung des Kindes beobachtet, auch wenn versehentlich in einer noch nicht bekannten Frühschwangerschaft geimpft wurde. Die Gelbfieberimpfung, ebenfalls eine Lebendimpfung, kann im Notfall während der Schwangerschaft gegeben werden. Dies betrifft aber nur Frauen, die eine nicht aufschiebbare Reise in ein Gelbfiebergebiet in Südamerika oder Zentralafrika planen.

Für Impfungen in der Schwangerschaft gilt demnach der Leitsatz: So viel wie nötig und so wenig wie möglich. Was gerne vergessen wird: Ein guter Schutz der werdenden Mutter ist es auch, wenn alle engeren Kontaktpersonen ausreichend geimpft sind. Durch die sogenannte Herdenimmunität sind dann auch die Schwangere und ihr Kind indirekt vor schweren Infektionen gefeit.

Impfungen vor der Schwangerschaft checken:
Tetanus, Diphtherie und Poliomyelitis: Grundimmunisierung vorhanden? Tetanus und Diphtherie-Impfungen müssen danach alle 10 Jahre aufgefrischt werden, jeder Erwachsene sollte neben der Grundimmunisierung zumindest eine Auffrischimpfung gegen Kinderlähmung haben.
Keuchhusten (Pertussis): Mit der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung soll auch gegen Keuchhusten geimpft werden (Kombinationsimpfstoff). Die Mutter gibt dem Kind gegen Keuchhusten keinen Nestschutz mit, und gerade für Säuglinge ist die Krankheit gefährlich. Daher den Schutz am besten vor der Schwangerschaft erneuern. Und auch die Umgebung sollte geimpft sein: Vater, Geschwister, Großeltern und alle anderen Kontaktpersonen. Denn gar nicht selten stecken Eltern und Großeltern das Neugeborene an.
Röteln: Zum Schutz den Ungeborenen sollte jede Frau ihren Röteln-Titer vor der Schwangerschaft bestimmen lassen. Fehlt der Schutz, wird gegen Röteln und gleichzeitig auch gegen Mumps und Masern geimpft.
Windpocken (Varizellen): Auch Windpocken können das ungeborene Kind schädigen. Unbedingt einen Test machen und ggf. impfen lassen!

Impfungen vor der Schwangerschaft checken:

Tetanus, Diphtherie und Poliomyelitis: Grundimmunisierung vorhanden? Tetanus und Diphtherie-Impfungen müssen danach alle 10 Jahre aufgefrischt werden, jeder Erwachsene sollte neben der Grundimmunisierung zumindest eine Auffrischimpfung gegen Kinderlähmung haben.

Keuchhusten (Pertussis): Mit der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung soll auch gegen Keuchhusten geimpft werden (Kombinationsimpfstoff). Die Mutter gibt dem Kind gegen Keuchhusten keinen Nestschutz mit, und gerade für Säuglinge ist die Krankheit gefährlich. Daher den Schutz am besten vor der Schwangerschaft erneuern. Und auch die Umgebung sollte geimpft sein: Vater, Geschwister, Großeltern und alle anderen Kontaktpersonen. Denn gar nicht selten stecken Eltern und Großeltern das Neugeborene an.

Röteln: Zum Schutz den Ungeborenen sollte jede Frau ihren Röteln-Titer vor der Schwangerschaft bestimmen lassen. Fehlt der Schutz, wird gegen Röteln und gleichzeitig auch gegen Mumps und Masern geimpft.

Windpocken (Varizellen): Auch Windpocken können das ungeborene Kind schädigen. Unbedingt einen Test machen und ggf. impfen lassen!


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Schon gehört?
Neue Untersuchungen und Publikationen zum Thema Hören
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Neugeborenes
Foto: Melissa Schalke - Fotolia.com

(dgk) Schon im Mutterleib, etwa ab der 22. Woche nach der Befruchtung, beginnen wir zu hören. Fortan begleitet das Gehör den Menschen durchs Leben. Die Forschung bringt immer wieder Faszinierendes über den differenziertesten unserer Sinne an den Tag.

Frühgeborene mögen Mozart.
So haben Forscher der Universität Tel Aviv 2009 herausgefunden, dass Frühchen mit Musik von Mozart aufgepäppelt werden können. Man spielte den Babys täglich eine halbe Stunde lang Mozart vor. Ergebnis: Die Kinder entspannten sich deutlich, verbrauchten weniger Energie und nahmen schneller zu. Klassische Musik anderer Komponisten blieb wirkungslos. Mozarts Melodien beruhigen aufgrund ihrer Struktur, die mit vielen Wiederholungen versehen ist, die Säuglinge, sodass sie mehr Energie zum Wachsen und Gedeihen haben, vermuten die Wissenschaftler.

Neugeborene brauchen Hörtests.
Doch nicht alle Neugeborenen hören gut: Etwa ein bis zwei von 1.000 Babys kommen mit einem Hörverlust zur Welt. Bleibt er unbehandelt, leiden die sprachliche sowie die soziale und emotionale Entwicklung. US-amerikanische Wissenschaftler zeigten jetzt in ersten Langzeituntersuchungen, dass eine frühe Diagnose und Behandlung die Sprachentwicklung positiv beeinflusst; das betrifft insbesondere das Sprach-verständnis. Bei Kindern, die bereits im Babyalter als schwerhörig diagnostiziert und entsprechend versorgt wurden, ist das Sprachverständnis im Alter von acht Jahren deutlich besser als bei Kindern, bei denen die Hörminderung erst später festgestellt wurde.

Jugendliche hören nicht auf Warnungen.
Bleibende Hörschäden können im weiteren Leben aber auch von zu viel Lärm verursacht werden: von lauten Knallen, zu lautem Spielzeug, vom Arbeiten in geräuschvoller Umgebung. Deshalb sollte man zu hohe Geräuschpegel meiden bzw. Gehörschutz verwenden. Leider sind Jugendliche in der Hinsicht sehr leichtsinnig: Auch wenn ihnen bekannt ist, dass sie den Hörsinn mit zu lauter Musik schädigen können – die Musik auf ihren MP-3-Playern hören sie trotzdem viel zu laut, so das Ergebnis einer aktuellen amerikanischen Untersuchung.

Großeltern hören auf Enkel. Werden Menschen älter, so lässt ihr Hörvermögen häufig nach. Betroffene warten meist zu lange, bevor sie ihr Gehör testen und ggf. ein Hörgerät nutzen. Was führt dazu, dass sie sich ihrem Problem schließlich doch stellen? Die Enkel sind’s! Eine neue Untersuchung hat ergeben, dass ältere Menschen vor allem dann zum Hörtest gehen, wenn sie Schwierigkeiten bekommen, ihre Enkel zu verstehen. Zudem spre-chen ältere Enkelkinder die Hörminderung der Großeltern direkt an und veranlassen nicht selten sogar den Hörtest-Termin.
                                                                                 Foto unten: dinostock - Fotolia.com

ZeitschriftenstapelAmbitioniertes Zeitschriften-Projekt gestartet.
Schwerhörigkeit ist eine unsichtbare Beeinträchtigung, von der immer mehr Menschen, Schätzungen zufolge 15 bis 20 Millionen Menschen in Deutschland, betroffen sind. „Dennoch besteht ein großes Informationsdefizit bezüglich der Schwerhörigkeit generell und hinsichtlich Hörsystemen, Cochlea-Implantaten & Co. im Einzelnen – sowohl bei den Betroffenen als auch der Umwelt“, weiß Björn Kerzmann, Herausgeber und Chefredakteur der neuen Publikumszeitschrift Spektrum Hören, die an zahlreichen Bahnhofskiosken erhältlich ist. (Informationen, welche Kioske das Magazin führen: Opens external link in new windowwww.spektrum-hoeren.de.) Kerzmann will mit der Zeitschrift übers Hören und die Schwerhörigkeit informieren – inklusive Verbrauchertipps, Erfahrungsberichten, verständlichen Informationen zu neuesten wissenschaftlichen und technischen Erkenntnissen, Promi-Talk und Lifestyle-Unterhaltung. So soll das Thema stärker in die öffentliche Aufmerksamkeit gelangen und Betroffenen zu mehr Lebensqualität verhelfen.  

Denn die Möglichkeiten hierzu werden unzureichend wahrgenommen. „Nur 15 Prozent der Alters-Schwerhörigen nutzen ein Hörgerät“, so die Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Und ist bei einem Säugling eine Hörstörung diagnostiziert, nehmen Eltern fatalerweise eine weitere Diagnostik und gegebenenfalls eine Versorgung häufig nicht in Anspruch – in der Regel, weil sie über die Folgen nicht genügend informiert sind.

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Große Probleme durch kleine Steinchen
Wie Speichelsteine entstehen und behandelt werden können
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(RaIA/dgk) Sie sitzen in den Gängen der Speicheldrüsen und bereiten beim Essen mitunter heftige Schmerzen: Speichelsteine sind tückisch, lassen sich aber meist gut entfernen, wie die Zeitschrift Ratgeber aus Ihrer Apotheke in ihrer Ausgabe 3B/2010 (erscheint am 15. März) schreibt.

Dass Nieren- oder Gallensteine heftige Beschwerden hervorrufen können, wissen die meisten Menschen. Doch von Speichelsteinen haben viele noch nie etwas gehört. Dabei können uns die kleinen Gebilde in den großen Kopfspeicheldrüsen den Appetit regelrecht verderben. Denn sobald dem Menschen beim Essen „das Wasser im Mund zusammenläuft“, bereiten die kleinen Steinchen große Probleme: Weil sie die Ausführungsgänge der betroffenen Speicheldrüsen verschließen, kann der Speichel nicht mehr ordnungsgemäß abfließen. Folge: Die verstopfte Drüse schwillt schmerzhaft an, das Schlucken, Kauen und sogar das Öffnen des Mundes bereiten Beschwerden. Außerdem bildet der gestaute Speichel einen idealen Nährboden für Krankheitserreger. So kommt es in Folge der Steine häufig zu bakteriellen Entzündungen der Speicheldrüsen.

Mundtrockenheit begünstigt Steinbildung
Warum sich bei einigen Menschen Speichelsteine bilden und bei anderen nicht, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Bekannt ist jedoch, dass Mundtrockenheit die Steinbildung begünstigen kann. Wer dauerhaft zu wenig trinkt, riskiert, dass der Speichel eindickt, wodurch die Steine entstehen können. Aber auch Stoffwechselstörungen wie Diabetes, die die Zusammensetzung des Speichels beeinflussen, sowie bestimmte Medikamente, die als Nebenwirkung den Speichelfluss reduzieren, können Ursache des Leidens sein. Dazu zählen unter anderem entwässernde Arzneimittel, Antidepressiva oder auch bestimmte Herztabletten.

In etwa 80 Prozent aller Fälle sitzen die Steine in der Unterkieferspeicheldrüse, seltener in der Ohr- oder Unterzungenspeicheldrüse. Bei einigen Patienten sind die Steine nur wenige Millimeter groß, bei manchen aber auch über einen Zentimeter lang. Sie bestehen aus den gleichen Substanzen wie der Speichel – vor allem den Salzen Kalziumphosphat und Kalziumkarbonat.
Dass der Patient unter Speichelsteinen leidet, wird der Arzt oft schon nach einem eingehenden Vorgespräch vermuten. Um die Diagnose zu sichern, kann der Mediziner eine Ultraschall-Untersuchung durchführen. Sie bietet auch die Möglichkeit, andere Ursachen der Beschwerden auszuschließen.

Herauslocken, zertrümmern oder einfangen
Um die störenden Gebilde wieder aus den Speicheldrüsen zu entfernen, reicht im Idealfall schon sanftes Herausmassieren oder das Lutschen und Kauen von Saurem: Zitronensaft oder saure Bonbons regen die Speichelproduktion an, wodurch so manches kleinere Steinchen wieder von selbst ausgeschwemmt werden kann. Führen diese Maßnahmen nicht zum Erfolg, ist es möglich, die Speichelsteine mittels Ultraschall-Stoßwellen zu zertrümmern (Stoßwellenlithotripsie).

Möglich ist es auch, Speichelsteine unter örtlicher Betäubung mit einem Endoskop und einem speziellen Fangkorb zu beseitigen. Bei großen Steinen muss der Mediziner jedoch häufig einen Schnitt entlang des Drüsengangs machen, um die Gebilde zu entfernen. Beruhigend zu wissen: Nur noch in Ausnahmefällen, beispielsweise, wenn die Steine sehr tief sitzen oder die betroffene Drüse stark entzündet ist, muss die komplette Speicheldrüse operativ entfernt werden.

Tipps zum Vorbeugen
Das hilft, um Speichelsteinen und Speicheldrüsenentzündungen vorzubeugen:

  • Viel trinken, um den Speichel dünnflüssig zu halten. Geeignet sind Mineralwasser, aber auch ungesüßte Kräuter- und Früchtetees.
  • Auf eine gute Mundhygiene achten, die schädlichen Keimen in der Mundhöhle kaum eine Chance lässt.  
  • Zwischendurch zuckerfreie saure Bonbons lutschen oder zuckerfreie Zahnpflegekaugummis kauen.

Quelle: Ratgeber aus Ihrer Apotheke/ Ausgabe 3B/2010 (15. März)

 

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Keine Angst vor Hormonersatz
Testosteronmangel wird zu selten erkannt
(2.247 Zeichen)

(dgk) Androgene Hormone, allen voran das Testosteron, gehören zu den wichtigsten Steuersubstanzen in unserem Organismus. Der Begriff „männliche“ Hormone ist ein wenig irreführend, denn für Männer und Frauen sind sie gleichermaßen wichtig: Androgene stabilisieren Masse und Kraft der Muskulatur, verhindern Knochenverlust und Brüche, wirken Fettablagerungen entgegen und beschleunigen die Erholung nach Verletzung und Krankheit. Das Sexualleben wird wesentlich von ihnen mitbestimmt, und auf der psychischen Ebene fördern sie Aktivität und Tatendrang. Die Mengenverteilung aber ist bei Frauen und Männern unterschiedlich.

Der männliche Organismus ist zur optimalen Funktionsfähigkeit auf eine höhere Verfügbarkeit vor allem von Testosteron angewiesen. Ein Hormonmangel macht sich beim Mann entsprechend deutlich bemerkbar. Allerdings gehört das Nachlassen der Potenz nicht zu den Frühsymptomen. Potenzschwierigkeiten treten erst bei bereits deutlich fortgeschrittenem Hormonmangel auf. Die ersten Symptome für einen Mangel an Testosteron beim Mann sind Muskelabbau, nachlassende Kraft und Fettzunahme am Bauch. Hinzu kommen ein vermindertes Wohlbefinden, Motivations- und Konzentrationsschwierigkeiten, Depressionen und Gedächtnisprobleme.

Diese typischen Testosteronmangelsymptome werden bei älteren Patienten allzu oft als „normale“ Alterserscheinungen interpretiert. Bei genauer Untersuchung findet sich tatsächlich bei etwa jedem fünften Mann über 50 Jahre eine deutliche Unterfunktion der Keimdrüsen. Andrologen beklagen, dass selbst eine extreme Hodenunterfunktion, der „Hypogonadismus“, zu selten diagnostiziert wird. Nach Schätzungen amerikanischer Andrologen erhalten nur fünf Prozent der betroffenen Männer eine Hormonsubstitution.
     
Das optimale Hormonniveau liegt bei etwa 650 bis 750 ng/dl morgendlichem Gesamttestosteron. Bei Werten unter 400 bis 450 ng/dl ist eine Substitution in den meisten Fällen sinnvoll. Entscheidender als die Blutwerte, die nicht immer aussagekräftig sind, ist die Befindlichkeit des Patienten. Bei Symptomen, die auf einen funktionellen Testosteronmangel hinweisen, wird der erfahrene Androloge zunächst eine mehrmonatige Substitution verordnen. Zeigt die Therapie positive Wirkungen, kann sie fortgeführt werden.

Quelle:
Rüdiger Schmitt und Simone Homm: Handbuch Anti-Aging & Prävention, Marburg 2008

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Schaufensterkrankheit: Schattendasein einer Volkskrankheit
Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) wird zu selten erkannt
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(dgk) 4,5 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK), besser bekannt als Schaufensterkrankheit. Jeder Fünfte vom Hausarzt untersuchte Patient über 65 Jahre hat eine PAVK im beginnenden oder fortgeschrittenen Stadium – ohne davon zu wissen. Früherkennung ist bei dieser noch viel zu un-bekannten Volkskrankheit besonders wichtig, denn eine rechtzeitige Behandlung schützt vor den gravierenden Folgen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Amputation.

PAVK-LogoAus diesem Grund hat die Deutsche Gesellschaft für Angiologie im Februar 2010 eine Informationskampagne unter dem Motto „Verschlusssache PAVK“ ins Leben gerufen. Auf der gleichnamigen Internetseite (Opens external link in new windowwww.verschlusssache-pavk.de) stehen umfangreiche Informationen zu Diagnose und Behandlung bereit.

Die typischen Symptome der PAVK haben ihr im Volksmund den Namen „Schaufensterkrankheit“ eingebracht. Wadenschmerzen zwingen die Betroffenen dazu, beim Gehen Pausen einzulegen. Damit das plötzliche Stehenbleiben kein Aufsehen erregt, schauen sich die Patienten die Auslagen der Schaufenster an. Die Ursache der Schmerzen sind Durchblutungsstörungen, unter anderem durch Rauchen hervorgerufen. Daher kennen viele die Krankheit auch unter dem Namen „Raucherbein“.

Doch nicht nur Raucher gehören zu den Risikogruppen für eine PAVK. Familiäre Vorbelastung, zu wenig Bewegung und ungünstige Ernährung (daraus resultierend schlechte Blutfett- und Blutzuckerwerte) können ebenso dazu führen, dass sich die Blutgefäße verengen. Ein ständig erhöhter Blutdruck bedeutet für die Arterien eine mechanische Belastung, der sie langfristig nicht gewachsen sind. Bluthochdruck (Hypertonie) gilt heutzutage als einer der größten Risikofaktoren für Atherosklerose (Arteriosklerose) und damit auch für die PAVK. Das Alter spielt ebenfalls eine Rolle, denn im Laufe eines langen Lebens verlieren Adern ihre Elastizität. Zusätzlich verengen sie sich durch Ablagerungen. Man nennt dies auch „Verkalkung“.

Während der allmählichen Arterienverkalkung lagern sich Fett-, Eiweißbestandteile und Bindegewebe, sogenannte Plaques, an der Gefäßwand ab und schränken den Blutfluss ein. Die Plaques können leicht aufbrechen. Wenn das passiert, lagern sich Blutplättchen an der aufgebrochenen Stelle an, und ein Blutgerinnsel (Thrombus) entsteht. Verstopft dieses Gerinnsel die Arterie oder wird mit dem Blutstrom fortgerissen und blockiert ein anderes Gefäß, dann kommt es zu einer bedrohlichen Situation: Herzinfarkt, Schlaganfall oder ein akuter Gefäßverschluss im Bein. 

Zur Vorbeugung empfohlen sind neben einer absoluten Nikotinabstinenz die regelmäßige Kontrolle von Blutdruck, Blutfettwerten und Blutzucker sowie bei Verdacht die Untersuchung der Gefäße mittels Doppler-Sonographie.

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Rückenschmerzen müssen vielseitig behandelt werden
9. Tag der Rückengesundheit am 15. März 2010: Aktionspartner klären auf
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9. Tag der Rückengesundheit(dgk) Der 9. Tag der Rückengesundheit am 15. März steht in diesem Jahr unter dem Motto „Der Rücken beginnt im Kopf“ und soll zu einem veränderten Umgang mit Rückenschmerzen führen. Organisiert wird der Gesundheitstag vom Deutschen Grünen Kreuz (DGK) in Marburg mit Unterstützung des Bundesverbandes der deutschen Rückenschulen (BdR) und der Aktion Gesunder Rücken (AGR).

Mehr als 30 Prozent der Erwachsenen in Deutschland leiden unter akuten Rückenschmerzen, mehr als die Hälfte hatte zumindest im vergangenen Jahr Beschwerden, und mehr als 80 Prozent der Bevölkerung kennen Probleme mit dem Rücken aus eigener Erfahrung. Wer bereits einmal Rückenschmerzen hatte, wird wieder welche bekommen. „Da Rückenschmerzen ein weit verbreitetes und vor allem wiederkehrendes Phänomen sind, müssen sich Betroffene damit auseinandersetzen und nicht davor weglaufen“, sagt Dr. Dietmar Krause vom DGK, der Organisator des Gesundheitstages.

Die Ursachen sind vielfältig. Oft lösen ungewohnte oder einseitige muskuläre Belastungen die Rückenbeschwerden aus. Aber auch Stress, Zukunftsängste, Sorgen um die Familie und andere psychische Herausforderungen können für Rückenschmerzen verantwortlich sein. „Meist sind es mehrere Gründe, die den Rücken belasten. Eine erfolgreiche Vorbeugung oder Therapie muss deshalb entsprechend umfassend sein. Das Konzept der Neuen Rückenschule verfolgt deshalb den bio-psychosozialen Ansatz“, erklärt Ulrich Kuhnt, Vorstandsmitglied des BdR in Hannover. Wichtige Elemente der Neuen Rückenschule sind das Hinführen zu regelmäßiger körperlicher Aktivität im Alltag sowie das Erlernen von Stressbewältigungsstrategien. Außerdem wird vermittelt, wie das persönliche Umfeld rückenfreundlich zu gestalten ist.

„Wenn der Rücken schmerzt, sollte dies kein Angstgefühl auslösen, sondern ein Signal sein, sich mehr um seine körperliche und seelische Gesundheit zu kümmern“, fordert Dr. med. Jan-Peter Jansen, Ärztlicher Leiter des Schmerzzentrums Berlin. „Wie ein Schnupfen, so sind auch Rückenschmerzen nichts ungewöhnliches. Über 90 Prozent der Beschwerden sind muskulär bedingt und verschwinden nach ein paar Tagen wieder“, so der Schmerzexperte.

Gegen akute Schmerzen helfen meist Entlastungslagerungen, kurzzeitige Ruhe und Wärme. Starke, druckempfindliche Muskelverhärtungen lassen sich durch eine Triggerpunktbehandlung therapieren. Die aus der Krankengymnastik bekannte Methode können Betroffene mit Hilfe des Myo-Trigger-Boards auch zu Hause selbst anwenden.

  • Zum Tag der Rückengesundheit am 15. März halten zahlreiche Aktionspartner umfangreiches Info-Material für Interessierte bereit. Wer mitmacht, erfahren Sie unter Opens external link in new windowwww.forum-schmerz.de im Internet.

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AUS WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG

Boswellia – Weihrauch hilft bei chronischen Entzündungen
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(dgk) Gold, Myrrhe und Weihrauch - die Gaben der Heiligen drei Könige aus dem Morgenland. Wer denkt bei solch kostbaren Geschenken schon an die Gesundheit?
Bereits um Christi Geburt galt Weihrauch, das natürliche Harz des Weihrauchstrauches (pharmazeutisch Olibanum), als therapeutisch wirksam. Schon vor 7.000 Jahren wurde den orientalischen Göttern Weihrauch geopfert. Ägypter verwendeten Weihrauch zur Mumifizierung herausragender und vermögender Personen, als aromatisches und entzündungshemmendes Räuchermittel und vor allem auch zu desinfizierenden Zwecken. Heutzutage wird es vor allem gegen chronische Arthritis und chronische Bronchitis genutzt. Seine Wirkung: schmerzlindernd, entzündungshemmend, beruhigend.  

Weihrauch ist ein knappes Gut

Weihrauch ist nicht gleich Weihrauch. Man unterscheidet hauptsächlich zwischen dem indischen Weihrauch Boswellia serrata und der arabischen Varietät Boswellia sacra. Diese und ähnliche Baumarten wachsen in Trockengebieten um das Horn von Afrika. Somalia liefert Boswellia carteri; Äthiopien, Eritrea und der Sudan Boswellia papyrifera.
Die Bäume, die das begehrte Harz liefern, gedeihen nur in wenigen Regionen der Erde. Sie liegen zwischen karger Wüstenlandschaft und regenbringenden Bergen. Um das Olibanum zu gewinnen, wird die Rinde der Bäume angeritzt. Der austretende Pflanzensaft erstarrt an der Luft und bildet rot-gelbliche oder bräunliche Körner. Bei normaler Temperatur sind diese Körner fast geruchlos, erst beim Räuchern bzw. Verbrennen entsteht der bekannte, aromatische Duft von Weihrauch.
Die erste Ernte ergibt meist minderwertiges, dunkles Harz. Erst das zweite oder dritte Anritzen des Baums liefert einen Saft in guter Qualität, der in fast klaren „Tränen“ auskristallisiert.

Von Ayurveda zur modernen Medizin

Das Harz des indischen Weihrauchbaumes (Boswellia serrata) gilt seit mehr als 3.000 Jahren in der traditionellen indischen Naturheilkunde des Ayurveda als wichtiges Heilmittel.

Die Harzkörner enthalten neben ätherischen Ölen und Gerbstoffen auch 5 bis 8 Prozent Boswellia-Säuren. Diese Substanzen sind in der Lage in unserem Körper Entzündungsreaktionen stoppen.

Bei Entzündungsgeschehen ist ein bestimmtes Enzym, die 5-Lipoxygenase, beteiligt. Dieses Enzym veranlasst Abwehrzellen des Immunsystems so genannte Leukotriene zu bilden. Diese Stoffe sind lokal am Entzündungsherd aktiv und die Ursache dafür, wenn aus einer einfachen Entzündung ein chronischer Prozess wird. Boswellia-Säuren hemmen die Tätigkeit des Enzyms 5-Lipoxygenase und unterbinden damit die Produktion der entzündungsförderlichen Leukotriene. Belegt ist ihre stark entzündungshemmende Wirkung vor allem bei chronischen Entzündungen wie Rheuma und Polyarthritis.  

Die moderne Weihrauchforschung bestätigt die traditionellen Einsatzmöglichkeiten des Harzes bei rheumatischer Arthritis, Osteoarthritis oder chronischen Gelenkentzündungen. Klinische Pilotstudien belegen die Wirksamkeit auch bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und aktivem Morbus Crohn, sowie bei Asthma bronchiale und Schuppenflechte (Psoriasis). Weiterhin dokumentieren drei unabhängige Untersuchungen, wie Weihrauchpräparate das Volumen intrakranialer peritumoraler Ödeme reduzieren. Boswelliasäuren der verschiedenen Weihraucharten zeigen Perspektiven für das Harz auf, die mit weiteren klinischen Studien vermutlich noch ausgeweitet werden.

Gut zu wissen: Weihrauch in Pulverform wird hauptsächlich in Weihrauchtabletten oder Weihrauchkapseln verarbeitet. Dadurch ist die Qualität von außen nicht erkennbar. Weihrauchgranen, das sind 1 bis 3 mm kleine Stücke, werden oft sehr preisgünstig angeboten, da sie Beimengungen von Holz enthalten können. Weihraucherbsen bzw. „Weihrauchmännchen“sind begehrt. Bei einer Größe zwischen 3 und 4 cm, heller Farbe und deutlicher Tropfenform kann man davon ausgehen, dass die „Männchen“ von hoher Qualität sind.
Die Dosierung von Weihrauch ist schwierig. Für Erwachsene, die an chronischen Beschwerden mit entzündlicher Aktivität leiden, liegt der empfohlene Dosisbereich eingangs bei 3 x 800 mg Trockenextrakt täglich, langfristig gelten 3 x 400 mg Trockenextrakt als ausreichend. Das einzige bekannte Risiko scheint zu sein, dass bei anhaltend hoher Dosierung von über 1.400 mg/d der Magen gereizt reagieren kann. Das gilt insbesondre, wenn ein Weihrauch-Präparat auf einen hohen Anteil an Boswellia-Säuren „standardisiert“ ist, und die Tagesdosis nicht auf drei Teilmengen verteilt wird. Optimal ist eine mittlere Konzentration von 40 - 50 Prozent Boswelliasäuren.

Wenn Sie Boswellia benötigen, lassen Sie sich von Fachleuten beraten und prüfen Sie Inhalt, Dosierung, Konzentration und Preis.


Quellen und weiterführende Literatur:
Opens external link in new windowhttp://www.boswellia.org/
Phytopharmaka und Phytotherapie 2004. Gemeinsame Tagung der Deutschen Gesellschaft für klinische Pharmakologie und Therapie, der Gesellschaft für Phytotherapie und der Gesellschaft für Arzneipflanzenforschung. Berlin, 26.-28.2.2004. Abstract-Band Seite 86
H. Alaei et al.: Effects of the abstract of oliban on learning and memory, The journal of Qazvin University of Medical Science & Health Science, 1999
Gupta, I., et al., Effects of Boswellia serrata gum resin in patients with ulcerative colitis. Eur. J. Exp. Med. 2 (1997) 1-7
Gupta, I., et al., Effects of Boswellia serrata gum resin in patients with bronchial asthma: results of a double-blind, placebo-controlled, 6-week clinical study. Eur. J. Exp. Med. 3 (1998) 511-514.
Gerhardt H., Seifert F., Buvari P., Vogelsang H., Repges R. (2001). Therapie des aktiven Morbus Crohn mit dem Boswellia-serrata-Extrakt H 15. Z. Gastroenterol. 39:11-7.
Warnke et al.: Die Rolle von Boswellia-Säuren in der Therapie maligner Gliome: Methodische Mängel. Deutsches Ärzteblatt 1998; 95:A-220
Böker, D. K., Winking, M., Die Rolle von Boswellia-Säuren in der Therapie maligner Gliome. Dt Ärztebl 94 (1997) A1197-A1199.
Janßen, G., et al., Boswellic acids in the palliative therapy of children with progressive or relapsed brain tumors. Klin Pädiatr 212 (2000) 189-195.
Weller, M., Chemotherapy for malignant glioma. Nervenheilkunde 3 (2000) 116-120.
Ta Chang Lin u. a., Environmental Exposure to Polycyclic Aromatic Hydrocarbons and Total Suspended Particulates in a Taiwanese Temple, in: Bulletin of Environmental Contamination and Toxicology, Band 67.2001, S. 332-338
Moussaieff A, Rimmerman N, Bregman T, Straiker A, Felder CC, Shoham S, Kashman Y, Huang SM, Lee H, Shohami E, Mackie K, Caterina MJ, Walker JM, Fride E, Mechoulam R: Incensole acetate, an incense component, elicits psychoactivity by activating TRPV3 channels in the brain. FASEB J. 20. Mai 2008. PMID 18492727
Safayhi H: Wie der Haschisch in den Weihrauch kam. Pharmazeutische Zeitung 2001; 10 (Opens external link in new windowhttp://www.pharmazeutische-zeitung.de/)
Opens external link in new windowhttp://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/pharmazeutische_biologie/studi-seminare/iso88591qweihrauchundboswelliase4uren3_1_.pdf

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Schniefnasen haben Konjunktur: Spülungen helfen und beugen vor
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(dgk) Dieser Winter ist zäh – draußen ist's kalt, und drinnen belastet trockene Heizungsluft die Schleimhäute. Und jetzt im März nähert sich der Frühling, und es kommt die Zeit des Pollenflugs. Das ist für viele Zeitgenossen und deren Atemwege eine besondere Belastung. Haben Sie auch die Nase voll? Ein probates Mittel, um die Schleimhäute zu befeuchten und auch gründlich zu reinigen, sind Nasenspülungen.

Selbst Viren und Bakterien lassen sich mit dem warmen Nass wirkungsvoll austreiben. Der Trick: Mit Hilfe einer speziellen Kanne wird warmes Salzwasser langsam durch die Nase geleitet. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Nasenspülungen tatsächlich zur Gesunderhaltung der Atemwege und Förderung des Wohlbefindens beitragen und zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungen oder bestimmter Allergien, zum Beispiel durch Pollen oder Hausstaubmilben verursacht, geeignet sind.

Wie effektiv diese Methode ist, zeigte beispielsweise eine umfangreiche Studie von Professor Dr. Thomas Schmidt mit 1.600 Versicherten der Gmündener Ersatzkasse. 80 Prozent der Teilnehmer, die unter häufigen Erkältungen litten, gaben an, dass die täglichen Spülungen ihre Beschwerden gezielt verbessert haben.

Nasenspülungen haben eine lange Tradition. Im Yoga-System gehören sie seit Jahrhunderten zur täglichen Hygiene. So dient eine Nasenspülung bei regelmäßiger Anwendung zur Gesunderhaltung der Atemwege und Förderung des Wohlbefindens, zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungen, Grippe, Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung), Pollen-, Hausstaub- und Schimmelpilzallergie, indem sie zur Befeuchtung und zur Reinigung der Nase bei Verschleimung, Staub- und Schadstoffbelastung beiträgt. Denn ist die natürliche Reinigungsfunktion des Flüssigkeitsstromes auf der Nasenschleimhaut durch Trockenheit, Verschmutzung oder Schleim beeinträchtigt, so können Pathogene – zum Beispiel Viren – leichter in die Zellen der Nasenschleimhaut eindringen und diese infizieren. Die Nasenspülung kann da gezielt Abhilfe schaffen. Bei täglicher Anwendung spült man am besten die Nase morgens und abends je einmal – beispielsweise vor oder nach dem Zähneputzen. Als Spüllösung werden typischerweise isotone Salzlösungen verwendet.

Quellen und Studien:
Opens external link in new windowhttp://www.nasespuelen.de/
Nasenduschen, Opens external link in new windowhttp://www.nasendusche.info/images/Studie-Nasenspk_Buch.pdf
Tägliches Nasespülen reduziert Atemwegsbeschwerden – eine randomisierte Crossover-Studie, Schmidt TH, Bitzer EM , Dörning H , Lüpsen H , Schwartz FW , Robra BP Gesundheitswesen 2004
Schmidt T, Schwartz FW, Bitzer EM, Dörning H, Grobe T, Lorenz Ch. Die GEK-Nasendusche. For-schungsergebnisse zu ihrer physiologischen Wirkung und zur gesundheitsökonomischen Bewertung.  GEK-Edition. Schriftenreihe zur Gesundheitsanalyse Band 27. Sankt Augustin: Asgard-Verlag Hippe, 2003, 66, Opens external link in new windowhttps://www.gek.de/x-medien/dateien/magazine/Studie-Nasenspk_Buch.pdf
Slapak I., ea.a: Efficacy of Isotonic Nasal Wash (Seawater) in the Treatment and Prevention of Rhinitis in Children. In: Arch Otolaryngol Head Neck Surg. 2008;134(1):67-74; Opens external link in new windowhttp://archotol.ama-assn.org/cgi/content/short/134/1/67, Deutsche Kurzfassung in: Ärztliche Praxis: Effektivität des Haus-mittels belegt, 23. Jan. 2008
Garavello W; Di Berardino F; Romagnoli M; Sambataro G; Gaini RM: Nasal rinsing with hypertonic solution: an adjunctive treatment for pediatric seasonal allergic rhinoconjunctivitis. International archives of allergy and immunology 2005, 137 (4): 310-4, Opens external link in new windowhttp://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15970639

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MELDUNGEN

Menorrhagie und Frühgeburt  - neue Frauenforen im DGK-Web
(1.164 Zeichen)

(dgk) Neben anderen Foren zur Frauengesundheit bietet das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) nun unter Opens external link in new windowhttp://forum.dgk.de/ auch die Möglichkeit des interaktiven Austauschs zu den Themen Menorrhagie und Frühgeburt.

Menorrhagie ist eine Menstruationsstörung, bei der die Monatsblutung sehr stark und langanhaltend (sieben bis acht Tage) ist. Mehr als 80 ml Blut gehen bei einem Zyklus verloren. Wer an einer Menorrhagie leidet, ist nicht nur in den täglichen Aktivitäten beeinträchtigt. Viele Frauen empfinden die Menstruationsstörung als extreme Einschränkung ihrer Lebensqualität. Da der Blutverlust sehr hoch ist, kann es zudem zu gesundheitlichen Problemen kommen.

Als Frühgeburten werden Kinder bezeichnet, die vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt kamen sowie deren Geburtsgewicht weniger als 2.500 Gramm beträgt. Mehr als 60.000 Kinder kommen laut WHO jährlich in Deutschland früher als geplant zur Welt. Durch die heutigen sehr guten Behandlungsmöglichkeiten überleben erheblich mehr Frühgeborene als früher. Doch hat sich die Rate der Frühgeburten bisher nicht verringert. Daher ist es wichtig, das Risiko für eine Frühgeburt rechtzeitig zu erkennen.

Link zu den Foren: Opens external link in new windowhttp://forum.dgk.de/dgk-frauengesundheit-f7/

Weitere Informationen finden Sie auch im Forum Frauengesundheit unter www.forum-frauengesundheit.de


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Tagesmütter sorgen für Schutz vor Vergiftungen
Deutsches Grünes Kreuz bietet kostenloses Infopaket für Tagesmütter
(1.838 Zeichen)

(dgk) Vergiftungsgefahren im Haushalt bestehen primär durch Medikamente und chemische Substanzen wie Spülmittel, Allzweckreiniger, Entkalker, Verdünnungsmittel sowie Tabakwaren. Dies wird durch die regelmäßigen Berichte der Giftinformationszentralen immer wieder belegt. Ein erhöhtes Vergiftungsrisiko besteht für Kleinkinder.

Tagesmütter, also von den jeweiligen Jugendämtern für die Tagesbetreuung von Kindern zertifizierte Personen, tragen eine hohe pädagogische Verantwortung für die frühe Förderung von Kindern. Ihnen obliegt aber zusätzlich auch die große Aufgabe der Unfallvermeidung. Kinder, die von einer zertifizierten Tagespflegeperson betreut werden, sind zwar bei der gesetzlichen Unfallversicherung versichert, dennoch sollten Unfallrisiken so weit wie möglich von vorneherein ausgeschlossen sein. Das Vergiftungspotenzial von Putzmitteln und Haushaltschemikalien kann auf ein Minimum reduziert werden, wenn sie vom Hersteller mit dem Bitterstoff Bitrex® versetzt werden. Dieser sorgt aufgrund seines extrem bitteren Geschmacks dafür, dass Kinder das potenziell gefährliche Reinigungsmittel in der Regel sofort wieder ausspucken.

  • Anlässlich des bundesweiten Informationstages „Vergiftungsschutz für Kinder im Haushalt“ am 20. März 2010 bietet das Forum Unfallprävention im Deutschen Grünen Kreuz exklusiv allen zertifizierten Tagesmüttern ein Info-Paket zum Vergiftungsschutz von Kindern an. Dieses Paket enthält Informationen zum sicheren Umgang mit Reinigungsmitteln im Haushalt, gibt eine Übersicht zu Sofortmaßnahmen beim Verdacht auf Vergiftung und liefert die Übersicht aller Rufnummern der Giftinfozentralen. Tagesmütter können dieses kostenfreie Info-Paket unter dem Stichwort „Tagesmütter sorgen für Schutz vor Vergiftungen“ beim Deutschen Grünen Kreuz, Forum Unfallprävention, Schuhmarkt 4, 35037 Marburg anfordern.



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BUCHTIPP

Neuerscheinung: Der Weg zum „Babyfreundlichen Krankenhaus“ – Praxisleitfaden
(964 Zeichen)

(dgk) Viele engagierte Krankenhäuser unterstützen die Ziele der WHO/UNICEF-Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus“ inhaltlich und befürworten die Förderung der Eltern-Kind-Bindung sowie des Stillens. „Seit Jahren beobachten wir jedoch, dass sie bei der praktischen Umsetzung der Qualitätskriterien vor einer großen Herausforderung stehen“, so Dr. Michael Abou-Dakn, erster Vorsitzender der WHO/UNICEF-Initiative. Der neue Praxisleitfaden „Der Weg zum Babyfreundlichen Krankenhaus“ schafft hier Abhilfe.

Der Leitfaden, der im VERLAG im KILIAN in Marburg erschienen ist, beschreibt detailliert und praxisbezogen, wie eine Klinik, die eine Anerkennung als Babyfreundlich„Babyfreundliches Krankenhaus“ anstrebt, vorgehen sollte. „Er beinhaltet detaillierte und praxisorientierte Anleitungen, wie die Initiative in der Krankenhausroutine verankert werden kann. Ich bin sehr zuversichtlich, dass dies viele Krankenhäuser ermutigen wird, sich der Initiative anzuschließen“, so Abou-Dakn.


Der Weg zum Babyfreundlichen Krankenhaus – Praxisleitfaden. Hrsg. WHO/UNICEF-Initiative, VERLAG im KILIAN, Marburg 2009, ISBN 978-3-941770-01-0.) Buchhandelspreis: 49,- Euro. Er ist auch im Online-Shop des Verlages erhältlich unter Opens external link in new windowwww.kilian.de


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