DGK e.V. -Deutsche Gesundheits-Korrespondenz April 2008
Gesundheitsinformationen zu:
Virusinfektionen in der Schwangerschaft, Röteln und Windpocken, Effiziente Zahnpflege, Leber in Gefahr: Zahl der Erkrankten steigt rapide an, Obst und Gemüse sind gar nicht so empfindlich, Psychoonkologie: Bei Krebs braucht auch die Seele Hilfe, Pferdesalbe half Triathlet wieder auf die Beine, Nachhaltiges Waschen: Gut für Umwelt, Gesundheit und Geldbeutel, Vor Sonne schützen – aber wie? DGK-Podcasts jetzt online, Reinbeißer des Monats: Mangold, Initiative Lobby für das Kinde: Sensible Babyhaut braucht sanfte Pflege
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Deutsche Gesundheits-Korrespondenz
dgk, Jg. 49, 4 - 2008

VIRUSINFEKTIONEN IN DER SCHWANGERSCHAFT

Röteln und Windpocken
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Impfungen schützen vor Virusinfektionen, die in der Schwangerschaft das Ungeborne schädigen können. Foto: stockbyte

(dgk) Röteln und Windpocken haben einiges gemeinsam: Es sind Virusinfektionen, beide können das ungeborene Kind schädigen, wenn eine Mutter in der Schwangerschaft daran erkrankt, und gegen beide Krankheiten kann man impfen. Allerdings geht das nicht mehr während der Schwangerschaft: Impfungen mit Lebendimpfstoffen verbieten sich dann, denn sie enthalten abgeschwächte, aber noch vermehrungsfähige Impfviren. An den Schutz vor diesen Virus-Erkrankungen muss man deshalb rechtzeitig vorher denken.

Röteln sind an sich eine harmlose, in vielen Fällen sogar unbemerkt verlaufende Virusinfektion, die durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Gefährlich sind die Röteln aber, wenn sich eine Schwangere infiziert, vor allem in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten. Bis zu 85 Prozent der Kinder werden dann geschädigt: Herzfehlbildungen, Trübung der Augenlinsen (grauer Star), Taubheit, Hirnleistungsstörungen und verzögerte Entwicklung sind die Folgen.
Sechs bis acht Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter haben keinen Schutz gegen Röteln. Junge Mädchen und Frauen sollten deshalb beim Gynäkologen durch eine Blutuntersuchung klären lassen, ob sie sicher vor Röteln geschützt sind. Ist der Antikörperspiegel zu niedrig, wird geimpft – am besten mit MMR-Impfstoff, der gleichzeitig auch vor Masern und Mumps schützt. Eine Schwangerschaft sollte danach für drei Monate verhütet werden. Wird dieser „Sicherheitsabstand“ aber unbeabsichtigt nicht eingehalten, ist das dennoch kein Grund zur Panik. Sogar wenn versehentlich in der Frühschwangerschaft geimpft wurde, weil eine Frau noch nichts von ihrer Schwangerschaft wusste, ist niemals eine Schädigung des Kindes durch den Impfstoff beobachtet worden.

Windpocken werden von den hochansteckenden Varizella-Zoster-Viren verursacht. Sie gehören zu der Gruppe der Herpesviren, die charakteristischerweise nach einer Infektion lebenslang im Körper, in Nervenschaltstellen, bleiben. Bei der Gürtelrose (Herpes zoster) werden die Viren erneut aktiv. Grund ist ein Nachlassen der Abwehrkräfte, deshalb erkranken an Zoster oft ältere Menschen oder Patienten mit Störungen der Immunabwehr.

Windpocken sind am häufigsten bei Kindern bis zu sechs Jahren. Die Ansteckung erfolgt  wie bei den Röteln über Tröpfcheninfektion oder über direkten Hautkontakt zu einem Erkrankten. Kinder im ersten Lebensjahr, Jugendliche und Erwachsene haben ein erhöhtes Risiko, schwer zu erkranken. Komplikationen sind vor allem Lungen- oder Hirnhautentzündung, selten auch eine Gehirnentzündung. Was viele nicht wissen: Bedrohlich sind Windpocken bei werdenden Müttern vor allem in den ersten 20 Schwangerschaftswochen. Wie bei Röteln können auch hier Fehlbildungen beim Kind die Folge sein: Hautdefekte, Fehlbildungen an Armen oder Beinen und Entwicklungsstörungen. Erkrankt eine Mutter vier Tage vor bis zwei Tage nach der Geburt ihres Kindes, kann es beim Neugeborenen zu einer schwerstverlaufenden Varizelleninfektion kommen, an der ein Drittel der kleinen Patienten stirbt. Hier müssen sofort nach der Geburt Immunglobuline (Antiserum) und Virustatika gegeben werden. Deshalb gilt wie bei den Röteln: Lassen Sie sich vor der Schwangerschaft testen und gegebenenfalls impfen! Übrigens: Erkrankt die werdende Mutter an Gürtelrose (Herpes zoster), besteht – im Gegensatz zu der Erstinfektion – keine Gefahr für das Kind.

Weitere Informationen unter www.dgk.de


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Effiziente Zahnpflege senkt Karies- und Parodontitisrisiko deutlich
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Die regelmäßige und gründliche Entfernung des bakteriellen Zahnbelags ist wichtig, um Karies und Parodontitis wirkungsvoll vorzubeugen. Foto: Oral-B

(dgk) Mit sorgfältiger Zahn- und Mundhygiene kann man Karies und entzündlichen Erkrankungen des Zahnhalteapparates wie Parodontitis wirkungsvoll vorbeugen.
„Auslöser für diese Erkrankungen sind bakterielle Zahnbeläge. Allein eine effiziente Mundhygiene kann das Karies- und Parodontitisrisiko bereits deutlich senken. Besteht schon eine Parodontitis, ist eine optimale Mundhygiene die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung“, erklärt Professor Joachim Klimek, Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltungskunde und Präventive Zahnheilkunde der Universität Gießen. Ebenso wichtig sind die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt, am besten zweimal im Jahr, sowie professionelle Zahnreinigungen je nach individuellem Erkrankungsrisiko.

Die regelmäßige und gründliche Entfernung des bakteriellen Zahnbelags (Plaque), insbesondere in den Zahnzwischenräumen und im Übergangsbereich von Zähnen und Zahnfleisch, ist also Voraussetzung, um Karies und Parodontitis entgegenzuwirken.

Für eine effiziente Zahnpflege und Mundhygiene sollte man einige grundsätzlich Regeln beachten:

  • zweimal täglich jeweils mindestens zwei Minuten lang die Zähne gründlich reinigen
  • immer vertikal mit der Zahnbürste vom Zahnfleisch weg in Richtung Kauflächen wischen und darauf achten, keinen zu starken Druck auf die Zähne auszuüben auszuüben – kleine, rüttelnde Bewegungen helfen, den Zahnbelag zu lösen
  • immer nach einem festen Schema putzen: zum Beispiel Kauflächen, Außenflächen, Innenflächen
  • einmal täglich Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürstchen säubern
  • eine fluoridhaltige Zahncreme verwenden
  • Zahnbürste oder Bürstenkopf bei elektrischen Zahnbürsten spätestens alle drei Monate wechseln

Seit einigen Jahren werden elektrische Zahnbürsten als Alternative zu Handzahnbürsten zunehmend beliebter. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die meisten modernen elektrischen Zahnbürsten insbesondere an Problemstellen gegenüber herkömmlichen Handzahnbürsten bessere Putzergebisse erzielen. „Die Gründe dafür liegen in der Schwierigkeit, gerade schwer zugängliche Stellen mit Handzahnbürsten korrekt zu reinigen“, so Klimek. Zudem erleichtern elektrische Zahnbürsten die Zahnpflege, weil sie die richtigen Putzbewegungen am Zahn automatisch ausführen. Einige Modelle verfügen zusätzlich über eine automatische Zeit- und Andruckkontrolle. Diese Funktionen helfen, die empfohlene Putzzeit einzuhalten und Schä-den an Zähnen und Zahnfleisch durch zu starken Putzdruck zu vermeiden. Elektrische Zahnbürsten sind auch eine wirkungsvolle Hilfe insbesondere für Menschen, die manuell eingeschränkt sind, wie etwa ältere Menschen. Elektrische Zahnbürstenbürsten sind auch eine wirkungsvolle Hilfe für Menschen, die in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkt sind.

Basis für gesunde Zähne und Zahnfleisch sind neben einer sorgfältigen Zahn- und Mundhygiene zu Hause die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt. Abhängig vom Karies- und Parodontitisrisiko sind professionelle Zahnreinigungen sinnvoll, bei denen der Zahnarzt oder seine Prophylaxe-Fachkraft alle bakteriellen Beläge von den Zahnoberflächen entfernen. Zudem geben der Zahnarzt und sein Team individuelle Tipps zur richtigen Putztechnik sowie zu Art und Anwendung geeigneter Prophylaxe-Hilfsmittel.

Weitere Informationen auf www.rundum-zahngesund.de


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ERNÄHRUNG – FORSCHUNG – GESUNDHEIT

Leber in Gefahr: Zahl der Erkrankten steigt rapide an
Übergewicht ist häufiger als Alkoholmissbrauch Ursache einer Fettleber
(3.298 Zeichen)

Mäßiger Alkoholgenuss ist für gesunde Menschen nicht schädlich. Wer aber eine kranke Leber hat, muss auf Alkohol verzichten.Foto: MEV

(dgk) Jeder fünfte Erwachsene hat eine Fettleber – oft ohne es zu ahnen. Das hat die aktuelle Bevölkerungsstudie Study of Health in Pomerania (SHIP) der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald erbracht. Die Auslöser sind hausgemacht: Übergewicht, falsche Ernährung und übermäßiger Alkoholkonsum.

Die Bedeutung der Leber wird oft unterschätzt. Sie ist ein Multifunktionsorgan: Als „Stoffwechsel-Motor“ ist sie unter anderem zuständig für den Aufbau, Umbau oder Abbau von Nährstoffen, Gallensalzen, Körper-Eiweiß und Hormonen. Sie ist die Entgiftungszentrale des Körpers. Sie spielt eine wichtige Rolle für die Abwehrkraft und die Blutgerinnung. Die Leber ist lebenswichtig – deshalb sind die Ergebnisse der Studie unbedingt ernst zu nehmen.

Eine Fettleber galt lange Zeit als harmlos, weil viele Patienten beschwerdefrei sind. Doch die Gefahr des Fortschreitens der Erkrankung mit einer ernsten Schädigung des Organs ist hoch. Aus der Fettleber wird häufig eine Fettleberentzündung, daraus kann sich eine lebensbedrohende Leberzirrhose entwickeln. Menschen mit einer Fettleber haben ein erhöhtes Risiko für Diabetes und Herzinfarkt; die Sterblichkeit ist bei einer Fettleberentzündung deutlich erhöht.

Doch wieso nehmen diese Erkrankungen so zu? In früheren Jahren ging die Fettleber häufig auf hohen Alkoholkonsum zurück. Heutzutage sind vor allem das Überangebot an Nahrung und die damit einhergehenden Zivilisationskrankheiten Übergewicht, Adipositas, Typ-2-Diabetes und Fettstoffwechselstörungen die Ursachen der Lebererkrankung. Der Anstieg der Patientenzahlen mit Fettleber spiegelt also direkt „an der Leber“ das Gewichtsproblem wider. Denn wenn der Körper durch zu viel Nahrung mit Fetten und anderen energiereichen Nährstoffen überflutet wird, muss dieser Überschuss irgendwo hin. Ein großer Teil landet als Depotfett auf den Hüften und am Bauch. Ein anderer Teil wird in den Leberzellen eingelagert. Enthalten mehr als die Hälfte der Leberzellen solches Speicherfett, handelt es sich definitionsgemäß um eine Fettleber.

Müdigkeit, Übelkeit, Oberbauchbeschwerden, Gliederschmerzen oder Blähungen sind erste Warnzeichen für die Erkrankung und sollten deshalb ernst genommen werden. Sollte der Arzt dann tatsächlich eine Fettleber oder Fettleberentzündung feststellen, so kann der Patient selbst seine Situation verbessern – durch eine Änderung des Lebensstils. Eine Verringerung des Körpergewichts ist bei Übergewichtigen das oberste Gebot.

Wichtig: Die Gewichtsabnahme muss behutsam vonstatten gehen – mehr als 10 bis 20 Prozent des Körpergewichts im Jahr sollten es nicht sein. Ein zu rascher Abbau der Speicherfette bedeutet einen zu hohen Anstieg von Fetten im Blut – was wiederum die Leberverfettung und die entzündlichen Prozesse befördern würde. Drastische Methoden wie Hungerkuren oder Nulldiä-ten sind damit ausgeschlossen. Stattdessen sollten die Patienten eine abwechslungsreiche, vollwertige Kost zu sich nehmen mit einer Kalorienzufuhr, die etwas unter dem täglichen Bedarf liegt. Alkohol ist tabu. Bei Diabetes-Patienten sollte der Blutzuckerspiegel optimal eingestellt sein.

Und außerdem: Sport! Die Betroffenen sollten täglich oder mindestens drei Mal pro Woche eine halbe Stunde lang joggen, stramm laufen, schwimmen oder Rad fahren. Studien belegen, dass sich die Entzündungs- und Leberwerte durch stetiges, leichtes Abnehmen und körperliche Aktivität verbessern. Die Fettleber bildet sich parallel zur Gewichtsabnahme zurück.

Die gute Nachricht: Ein Lebensstil mit gesunder Ernährung und körperlicher Aktivität beugt vielen Erkrankungen vor, hält auch die Leber fit oder verhilft ihr wieder zur Besserung. Das Frühjahr mit seinem großen Angebot an frischem Salat und Gemüse und der Möglichkeit, draußen aktiv zu werden, ist die ideale Zeit, um gute Vorsätze in die Tat umzusetzen.

Quellen:
Bördlein, I.: NASH wird häufiger - wie Adipositas und Diabetes. Ärzte Zeitung (26) Nr. 43 vom 07.03.2007, S. 12, www.aerztezeitung.de/

Dancygier, H.: Pathogenese und Therapie der nichtalkoholischen Fettlebererkrankungen: Von der Fettleber zur Zirrhose. Deutsches Ärzteblatt (103) Nr. 19 vom 12.05.2006, Seiten A-1301 / B-1106 / C-1066, www.aerzteblatt.de/

Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald: Risiko „Fettleber“ das erste Mal wissenschaftlich untersucht. idw-Pressemitteilung vom 09.01.2008, idw-online.de/


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AUS WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG

Obst und Gemüse sind gar nicht so empfindlich

Antioxidative Eigenschaften bleiben bei Lagerung stabil
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Blaue Weintrauben gehören zu den Früchten mit besonders hohem Gehalt an Antioxidantien. Foto: Imagesource

(dgk) Endlich mal eine gute Nachricht aus der Ernährungsforschung: Obst und Gemüse sind auch nach der Lagerung noch gesund! Zumindest, wenn man allein die antioxidativen Fähigkeiten dieser Lebensmittel betrachtet. Antioxidantien sind Stoffe, die – laienhaft ausgedrückt – wie ein Rostschutz wirken. Sie schützen unsere Zellen vor Schäden, die zu Erkrankungen und vorzeitiger Alterung führen können.

Eine Forschergruppe an der Universität Lüttich untersuchte verschiedene Obst- und Gemü-sesorten (unter anderem Trauben, Äpfel, Zitronen, Bananen, Paprika, Brokkoli und Knoblauch) zunächst auf ihren Gehalt an antioxidativ wirkenden Bestandteilen. Danach lagerten sie die Früchte, bis sie verdarben. Während der Zeit wurde mehrmals der Gehalt an Antioxidantien gemessen.

Das Ergebnis: Der Gehalt an Antioxidantien bleibt konstant. In einigen Fällen wurde nach kurzer Lagerung sogar ein Anstieg gemessen. Als Faustregel kann übrigens gelten: Wenn die Frucht noch lecker aussieht, ist sie auch noch gesund – unabhängig von der Dauer ihrer Lagerung. Grundsätzlich verderben Obst und Gemüse schon rein äußerlich, bevor es zu einem wesentlichen Verlust der antioxidativen Eigenschaften kommt.
 
Quelle:
Journal of Agricultural and Food Chemistry, Oktober 2007: „Evolution of Antioxidant Capacity during Storage of Selected Fruits and Vegetables“, Autoren: Claire Kevers, M. Falkowski, J. Tabart, J.-O. Defraigne, J. Pincemail, Abstract: http://pubs.acs.org/



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Psychoonkologie: Bei Krebs braucht auch die Seele Hilfe
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(dgk/RaIA) Ein bösartiger Tumor bringt nicht nur den Körper völlig aus dem Lot, auch die seelische Balance wird schwer erschüttert. Wie die Zeitschrift „Ratgeber aus Ihrer Apotheke“ in der Ausgabe 4/2008 mitteilt, leidet jeder dritte Tumorpatient an psychischen Begleiterkrankungen wie Angststörungen, Depressionen oder Suchterkrankungen. Jeder Vierte benötigt eine Therapie.

Krebserkrankungen gehen oft mit seelischen Störungen einher, die behandelt werden sollten.  Foto stockbyte






Die Diagnose „Krebs” trifft die meisten wie aus heiterem Himmel und bringt eine tiefgreifende Verunsicherung mit sich. Als wenn einem der Boden unter den Füßen weggezogen würde, scheinen plötzlich alles Alltägliche und Vertraute, Lebensinhalt und Lebensziel in Frage gestellt. Ängste und Sorgen verfolgen Krebspatienten oft Tag und Nacht während der ohnehin extrem belastenden Behandlung.

Bei jedem Dritten erkrankt schließlich auch die Seele: Sie wird mit dem durch die Lebenskrise hervorgerufenen Dauerstress nicht mehr allein fertig. Doch nicht einmal die Hälfte dieser psychischen Begleiterkrankungen wird bei Krebspatienten erkannt. Insbesondere junge Krebspatienten, Frauen und Tumorkranke mit kleinen Kindern haben ein hohes Risiko, eine seelische Störung in Folge ihrer Tumorerkrankung zu entwickeln, fanden Wissenschaftler des Universitätsklinikums Leipzig heraus.

In einem Kooperationsprojekt untersuchen Wissenschaftler der Universitäten Mainz und Leipzig, inwieweit eine Kurzzeit-Psychotherapie mit 25 Behandlungsstunden den Patientinnen helfen kann. Während Frauen auf eine Krebsdiagnose eher mit Angsterkrankungen und Depressionen reagieren, neigen Männer und Patienten im fortgeschrittenen Tumorstadium stärker zu Suchterkrankungen. Die seelischen Nöte nehmen im Verlauf der Erkrankung tendenziell eher zu, haben die Forscher beobachtet. Wenn solche Belastungen nicht angemessen bearbeitet werden können, wirken sie sich negativ auf den Behandlungsverlauf aus.
 
Mit einem speziellen Fragebogen (HADS-D =  Hospital Anxiety Depression Scale-Deutschland) konnten die Leipziger Forscher sehr viel zuverlässiger als bisher das Ausmaß psychischer Begleiterkrankungen bei Studienteilnehmern diagnostizieren und Hilfsangebote unterbreiten. Künftig sollte auch im regulären Klinikalltag die seelische Verfassung von Krebspatienten gleich zu Beginn der Behandlung diagnostiziert werden, fordert Prof. Reinhold Schwarz von der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Am besten geschieht das in einem persönlichen Gespräch mit einem Mitarbeiter des psychoonkologischen Dienstes an der Klinik. Noch hat zwar nicht jede Klinik einen solchen Dienst eingerichtet. Doch mit Hilfe des HADS-D-Fragebogen könnten Ärzte den Hilfebedarf ihrer Patienten besser erkennen.

Was bedeutet Psychoonkologie?
Der Begriff Onkologie bezeichnet alle Fachrichtungen, die sich mit Krebs befassen. Die psychosoziale Onkologie spezialisiert sich auf die seelischen Auswirkungen einer Krebserkrankung sowohl bei den Erkrankten wie auch bei ihrem Umfeld. In der Psychoonkologie arbeiten Ärzte eng mit Psychologen, Therapeuten, Pflegern und Sozialarbeitern zusammen. Neben der Psychotherapie kommen dabei auch andere Behandlungsformen wie Entspannungsmethoden, künstlerische Therapien und Gesang oder Sportprogramme ergänzend zu den Gesprächen zum Einsatz. Sie sollen den Betroffenen helfen, die Belastungen der Tumorerkrankung besser zu bewältigen und ihre Lebensqualität wieder zu erhö-hen. Untersuchungen belegen die positiven Auswirkungen. Beratungs- und Betreuungsangebote gibt es in Akutkliniken und Rehabilitationseinrichtungen. Betroffene und ihre Angehörigen finden außerdem bei den örtlichen Krebsberatungsstellen sachkundige Ansprechpartner.

Quelle:
Ratgeber aus Ihrer Apotheke, Ausgabe 4/2008, erscheint am 15.04.08


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Im Kino: Wie Andreas Niedrig vom Junkie zum Ironman wurde
Mit Pferdesalbe kam der schwer verletzte Triathlet wieder auf die Beine
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Die Schauspieler Max Riemelt (links) und Uwe Ochsenknecht (rechts) spielen Hauptrollen im Film über das ungewöhnliche Leben von Andreas Niedrig (Mitte). Foto: Dr. Jacoby Vital GmbH & Co KG

(dgk) Max Riemelt, Jasmin Schwiers, Axel Stein und Uwe Ochsenknecht: Diese Starbesetzung soll ab 24. April 2008 viele Zuschauer in die Kinos locken. „Lauf um dein Leben – Vom Junkie zum Ironman“ heißt die Verfilmung der ungewöhnlichen Lebensgeschichte des Triathleten Andreas Niedrig aus Oer-Erkenschwick. Wie er nach einer Achillessehnen-Verletzung wieder auf die Beine kam, kann Vorbild für viele Schmerzpatienten sein. „Gib niemals auf“ – das ist das Motto des 40-jährigen Ausnahmesportlers.

Als Jugendlicher geriet Andreas Niedrig „in die falschen Kreise“, wurde drogenabhängig und war kurz davor, alles zu verlieren: seine Frau, seine kleine Tochter, sein Leben. Doch mit Unterstützung seiner Familie schaffte Niedrig eine Therapie. Ein Waldlauf mit seinem Vater war das Schlüsselerlebnis und der Start einer unvergleichlichen Karriere als Schwimmer, Radfahrer und Läufer. Acht Stunden und drei Minuten ist seine Bestleistung, die er im Jahr 1999 erzielte. Siebter beim Ironman auf Hawaii und immer wieder unter den ersten drei beim Ironman Europe in Roth. Das kann sich sehen lassen.

Doch im Jahr 2003 wurde seine Karriere plötzlich durch eine zunächst harmlos erscheinende Reizung der Achillessehne gestoppt. Aus der Reizung wurde mehr. Ursache war ein entzündeter Schleimbeutel hinter der Achillessehne. Gewöhnlich kann so etwas leicht operiert werden. Doch bei Andreas Niedrig hatten auch wiederholte operative Eingriffe nicht den gewünschten Erfolg. Die Schmerzen breiteten sich im ganzen Fuß aus und machten das Gehen ohne Krücken unmöglich – an Laufen gar nicht zu denken! Schließlich musste die Sehne wieder neu aufgebaut werden. Zwei Jahre lang litt Niedrig an unerträglichen Schmerzen, die ihn wieder ganz nach unten zogen. Fast sah es so aus, als würde er nie wieder laufen können.

In dieser Zeit entdeckte Andreas Niedrig die Pferdesalbe, ein Gel aus pflanzlichen Zutaten, das im Pferdesport bei beanspruchten Muskeln, Sehnen und Gelenken eingesetzt wird. Die original Pferdesalbe aus der Apotheke hat einen 2-Phasen-Effekt: Zunächst kühlt das enthaltene Menthol wohltuend. Anschließend kommt es zu einer angenehmen Erwärmung des Gewebes. Kühlen wirkt schmerzlindernd, während Erwärmung die Durchblutung verbessert. Stoffwechselprodukte werden dann besser abtransportiert.
Die schwere Verletzung ist überwunden, in diesem Jahr will der Ausnahme-Athlet wieder an einem Triathlon teilnehmen. Die Pferdesalbe kommt dabei sowohl vor dem Training als auch nach der Belastung immer zum Einsatz.


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Nachhaltiges Waschen: Gut für Umwelt, Gesundheit und Geldbeutel
Bundesweiter Aktionstag am 10. Mai gibt wertvolle (Ab-)Wasch-Tipps  
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Auch auf dem „stillen Örtchen” kann man Wasser sparen und damit die Umwelt und den eigenen Geldbeutel zugleich schonen.

(dgk) Eigentlich wissen wir es ja alle: Wer beim Waschen und Abwaschen im Haushalt ein wenig Vernunft walten lässt, tut Gutes nicht nur für die Umwelt, sondern auch für sich selbst. So sollte man auf Wasser- und Stromverbrauch achten sowie Wasch- und Spülmittel entsprechend der Dosieranleitungen einsetzen, um einen wertvollen Beitrag für Umwelt, private Haushaltskasse und Gesundheit zu leisten. Dennoch missachten viele Privathaushalte grundlegende Prinzipien der modernen Wäschepflege und des komfortablen Geschirrspülens.
Der Deutsche Hausfrauen-Bund und der LandFrauenverband nehmen daher den diesjährigen „Bundesweiten Aktionstag – Nachhaltiges (Ab-)Waschen“ am 10. Mai zum Anlass, über neue Erkenntnisse im Umgang mit Wäsche und Geschirr zu informieren.

Wissenschaftliche Forschungen, technische Weiterentwicklungen und innovative Produkte wie zum Beispiel neuartige Wasch- und Spülmittel ermöglichen es heute, dass man bei der Reini-gung von Wäsche und Geschirr den Verbrauch von Strom und Wasser deutlich reduzieren kann. Am bundesweiten Aktionstag wird gezeigt, wie damit die Verbraucher einen nachhaltigen Beitrag zur Schonung der Umwelt leisten und dabei sogar noch Geld sparen können.

Mitarbeiter und Studierende des Fachbereichs Haushaltstechnik an der Universität Bonn geben dazu praktische Hilfestellung: Für Verbraucher, die wissen wollen, ob sich der Kauf einer neuen Waschmaschine lohnt oder ob das Spülen von Hand preiswerter ist als der Einsatz einer Spül-maschine, wurden Computerprogramme entwickelt, anhand derer man die eigenen Spül- oder Waschkosten individuell berechnen kann. Diese beiden „Rechen-Assistenten“ sind im Internet unter www.aktionstag-nachhaltiges-waschen.de zu finden.


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MELDUNGEN

Vor Sonne schützen – aber wie?

Neues Informations-Portal im Internet geplant
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(dgk) Das Thema Sonnenschutz ist heute aktueller denn je: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigen, dass ein Übermaß an ultravioletter Strahlung – nicht nur UV-B, sondern auch UV-A – die Haut nachhaltig schädigt. Intensive Sonnenbestrahlung kann zu gesundheitlichen Gefährdungen wie Hautalterung und Hautkrebs führen. Nicht nur in der Urlaubszeit, sondern auch in alltäglichen Situationen wie beim Besuch von Straßencafés und Freibädern oder bei sportlichen Aktivitäten sollte diese Erkenntnis beherzigt werden. Viele Verbraucher gehen jedoch immer noch zu leichtfertig mit den Gefahren der Sonne um. Man kann sich auf vielerlei Weise schützen.

Um über den vernünftigen Umgang mit der Sonne zu informieren, haben sich unterschiedliche Institutionen, so zum Beispiel der Deutsche Kinderschutzbund, das Deutsche Grüne Kreuz e. V. und die Verbraucher-Initiative e. V., entschieden, gemeinsam einen „Tag des Sonnenschutzes“ (21. Juni) zu initiieren. Das Motto lautet „Sonnenschutz? Sonnenklar!“.
Alle Interessierten sind aufgerufen, sich mit eigenen Aktionen am Infotag zum Sonnenschutz zu beteiligen. Die individuelle Ausgestaltung ist freigestellt. Die Organisatoren des Infotags stellen kostenlos umfangreiches Basis-Informationsmaterial zur Verfügung, das über die Website angefordert werden kann. Alle geplanten Aktionen sollten dem Koordinationsbüro frühzeitig gemeldet werden, sodass diese auf dem Internetportal www.sonnenschutz-sonnenklar.de veröffentlicht werden können.

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Gesundheitstipps zum Hören: DGK-Podcasts jetzt online
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(dgk) Jetzt gibt’s was auf die Ohren: Fakten, Interviews, Tipps und Wissenswertes zum Hören, attraktiv aufbereitet, bietet das Deutsche Grüne Kreuz e. V. (DGK) seit kurzem mit seinen aktuellen Podcasts zu Gesundheitsthemen. Mit den jederzeit abrufbaren Hördateien beschreitet das DGK neue Wege und ergänzt sein umfangreiches Angebot auf seinen Internetseiten.
Der neue Audio-Service des DGK informiert über interessante medizinische Themen wie zum Beispiel Infektionen mit dem Cytomegalie-Virus (CMV), Rückenschmerzen vorbeugen, Vergiftungsschutz für Kinder oder darüber, worauf Tagesmütter bei der Betreuung ihrer „Zöglinge“ achten sollten.
Die Podcasts können direkt angehört oder auf den eigenen Computer heruntergeladen werden. Hören Sie doch mal rein!

Zu finden sind die Gesundheits-Podcasts www.dgk.de/podcast


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DER REINBEISSER DES MONATS APRIL

Mangold

In Vergessenheit geraten und doch wiederentdeckt
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Eine feine Vorspeise: Mangoldröllchen mit asiatischer Füllung sind schnell zubereitet. Foto: Miele

(dgk) Wie der Mangold zu seinem Namen kam, lässt sich nur schwer feststellen. In der Schweiz ist er als „Krautstiel“ bekannt. Das erklärt schon mehr: Sowohl die großen grünen Blätter als auch die weißen, gelben oder roten Stiele sind für den Verzehr geeignet. Aber klingt Mangold nicht viel schöner als Krautstiel? In jedem Fall ist das Gemüse sehr aromatisch, lecker und überaus gesund. Und außerdem eine Augenweide.

Wie die meisten Gemüse stammt auch der Mangold aus dem Mittelmeerraum. Seit dem 13. Jahrhundert ist er auch in Deutschland heimisch. Die großen dunkelgrünen krausen oder glatten Blätter sind Gänsefußgewächse, zu denen auch die Rote Bete oder die Zuckerrübe gehö-ren. Mangold hat aber nicht viel mit diesen beiden Verwandten gemeinsam. Er wird in deutschen Küchen wie Spinat verarbeitet.

Viele Jahre lang war Mangold in Vergessenheit geraten, gewinnt aber inzwischen immer mehr Liebhaber. Zwar machen die Blätter etwas Arbeit, weil sie etwas unhandlich und manchmal sandig sind. Aber schließlich entlohnt das Gemüse mit einem herrlich aromatischen, etwas herben Geschmack, ungeahnter Vielseitigkeit und reichlich Vitaminen und Mineralstoffen. So ist der Gehalt an Kalium und Kalzium enorm. Auch zur Versorgung mit Eisen trägt Mangold in hohem Maße bei. Außerdem ist Mangold eine gute Vitamin-A- und Vitamin-C-Quelle.

Mangold ist der neue Star am „Gemüsehimmel“. Wegen seiner großen Blätter eignet er sich hervorragend zum Füllen oder als Wickel. Dabei verträgt sich das Gemüse mit Fleischfüllungen genauso gut wie mit Farcen auf Getreidebasis. Die Stiele benötigen übrigens eine etwas längere Garzeit als die Blätter. Bei der Zubereitung von Mangold als Beilage sollte das berücksichtigt werden.
 
Mangold kann hervorragend in Dampfgargeräten zubereitet werden. Das erhält die Vitamine und Mineralstoffe. Wie das geht, zeigt folgendes Rezept, welches auch im Internet bei www.miele-reinbeisser.de oder unter www.dgk.de abrufbar ist.

Mangoldröllchen mit asiatischer Füllung

Zutaten (für 4 Portionen als Vorspeise)
8 Mangoldblätter
400 g Hackfleisch
2 EL Sojasoße
1 TL geraspelte Ingwerwurzel
Salz, Pfeffer
6 getrocknete Shiitake-Pilze
60 g Glasnudeln

Zubereitung
Mangoldblätter putzen und im Dampfgarer bei 100 Grad zwei Minuten lang blanchieren; anschließend unter kaltem Wasser abschrecken und trocken tupfen.
Pilze einweichen. Hackfleisch mit Sojasoße und der geraspelten Ingwerwurzel vermengen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Pilze fein hacken, mit den Glasnudeln zu der Hackfleischmasse geben und vermengen.
Die Masse auf den blanchierten Blättern verteilen, fest aufrollen und im Dampfgarer zehn Minuten bei 100 Grad garen. Zu den Mangoldröllchen passen gut süß-saure oder scharfe Dips.


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Die INITIATIVE „LOBBY FÜR DAS KIND“ informiert     

Sensible Babyhaut braucht sanfte Pflege
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Fettreiche Cremes schützen Babys Gesichtshaut vor Kälte. Foto: fotolia

(dgk) Die Haut von Säuglingen ist viel dünner als die Haut von Erwachsenen. Sie besitzt eine noch nicht sehr widerstandsfähige Hornschicht und reagiert wesentlich empfindlicher auf Umwelteinflüsse. Außerdem fehlt ihr ein stabiler Schutzmantel zur Abwehr von Krankheitserregern, weil die Talgdrüsen noch nicht voll funktionsfähig sind. Babyhaut ist fettarm und sehr wasserreich; viele Babys haben deshalb eine empfindliche, trockene und bedingt durch den hohen Wassergehalt sehr straffe Haut. Der Mangel an Fett macht sie anfällig für Hefepilze, die unter feuchtwarmen Windeln sehr gut gedeihen können.

Puder, Lotion, Creme – für jede Haut und jedes Wetter die richtige Pflege
Weil Wasser die Haut austrocknet, sollten dem Badewasser pflegende, pH-neutrale und rückfettende Badezusätze beigefügt werden. Nach dem Baden trocknet man die Haut des Säuglings am besten nicht durch Reiben, sondern durch sanftes Abtupfen mit einem Handtuch ab. Dabei dürfen Hautfalten, Achselhöhlen und Kniekehlen nicht vergessen werden, weil dort das Wasser nach dem Baden stehen bleiben und die Haut zusätzlich aufweichen könnte.

Neigt das Baby an Körperstellen, an denen Haut auf Haut liegt wie beispielsweise Achselhöhlen, Kniekehlen oder Leistenbeugen, zu Rötungen oder sogar Entzündungen, sollte bevorzugt Puder verwendet werden. Die Rötungen entstehen, weil sich an diesen Körperstellen Feuchtigkeit staut, die die Haut abgibt. Dadurch weicht die Haut auf und wird durch das Strampeln gereizt. Puder bindet die Feuchtigkeit und bildet eine weiche Gleitschicht.

Wenn das Baby trockene Haut hat, sollten Arme, Beine und Rumpf mit einer leichten Baby-Lotion nachgefettet werden, die Fett-, Feuchtigkeits- und Pflegesubstanzen enthält. Bei leicht fettiger Haut reicht Puder. Lotion sollte dann nur zwei- bis dreimal pro Woche aufgetragen werden. Gesicht und Hände können mehrmals pro Tag leicht eingecremt werden, besonders wenn es zu einem Spaziergang an die frische Luft geht, die die Haut austrocknet.

Gut geeignet sind allergenarme, dermatologisch getestete Pflegeprodukte mit besonders schonenden, natürlichen und die Hautfunktionen unterstützenden Wirkstoffen. Essenzielle Fettsäuren aus pflanzlichen Ölen können die Entwicklung des Schutzmechanismus der Haut unterstützen und zugesetzte hautähnliche Lipide die Haut kräftigen. Cremes ohne Wasseranteile sind gut geeignet für den Aufenthalt im Freien in der kalten Jahreszeit. Wasser leitet nämlich Kälte schneller, und die Haut würde bei Verwendung von wasserhaltigen Lotionen oder Cremes leichter auskühlen. Cremes, die mit Kamille und Panthenol angereichert sind, halten die Kälte ab, lassen die Haut aber trotzdem atmen. Zusätze mit Kamille wirken außerdem reizlindernd und entzündungshemmend. Bienenwachs macht die Haut weich und geschmeidig, Lindenblütenextrakte beruhigen, Rosmarin regt die Durchblutung an. Ringelblumenextrakt hilft bei angegriffener empfindlicher Haut und kann Entzündungen vorbeugen.

Zu viel Pflege vermeiden – Windelzone besonders schützen
Um Irritationen der Haut vorzubeugen, sollten nicht zu viele verschiedene Produkte verwendet werden. Die Anwendung von Pflegemitteln sollte nicht übertrieben werden, damit die Hautpflege nicht zur Belastung für die Haut wird. Puder und Lotion sollten niemals an ein und derselben Stelle gleichzeitig benutzt werden, denn so entstehen Klümpchen, die die Haut reizen und wund werden lassen.

Babys Popo ist besonders anfällig für Rötungen und Entzündungen, weil moderne Windeln eine nahezu luftdicht verschlossene Kammer bilden, in der es zu Wärme- und Feuchtigkeitsstau kommen kann. Hält die Durchfeuchtung einige Zeit an, wird die schützende Hornhautschicht im Windelbereich aufgeweicht. Die Haut wird durchlässiger für Reizstoffe und verletzlich durch Reibungen am Windelhöschen. Durch Urin und Kot wird die Haut zusätzlich belastet. Der beste Schutz ist Trockenheit und frische Luft. Ausreichend große Windeln sorgen für eine bessere Luftzufuhr und weniger Reibung. Die Windeln sollten regelmäßig auf Feuchtigkeit kontrolliert und fünf- bis achtmal pro Tag gewechselt werden. Besonders hautschonend ist die Reinigung mit parfümfreiem Öl.

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Hinweis für Redaktionen:

Die Initiative LOBBY FÜR DAS KIND hat sich die Information von (werdenden) Eltern über die Ge-sundheit ihres Kindes im Mutterleib und in der ersten Lebensphase zum Ziel gesetzt. In den letzten Monaten haben wir Sie mit Themen rund um eine gesunde Schwangerschaft und Geburt versorgt. Im zweiten Teil der Kampagne informieren wir Sie in den nächsten Monaten über das gesunde Wachsen und Gedeihen des Kindes in der ersten Lebensphase.  
Die Initiatoren dieser Kampagne sind die Initiative des Kinderzentrums München, die Klinik für
Geburtsmedizin der Charité Berlin, die Stiftung für das behinderte Kind und das Deutsche Grüne
Kreuz e. V. (DGK). Helfen Sie uns mit Ihrer Veröffentlichung, alle Eltern zu erreichen.
Internet: www.lobby-fuer-das-kind.de, E-Mail: lobby.kind(à)kilian.de


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SERVICE

Bildmaterial
Die abgebildeten Fotos können von Redaktionen kostenlos per E-Mail angefordert werden unter: presseservice(à)kilian.de

Ansprechpartner
Bei Fragen, Anregungen oder Wünschen können Sie sich gerne wenden an:

Gerolf Nittner
Telefon: 0 64 21 / 2 93 - 178,
E-Mail: gerolf.nittner(à)kilian.de

Andrea Ulrich
Telefon: 0 64 21 / 2 93 - 155,
E-Mail: andrea.ulrich(à)kilian.de


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V. i. S. d. P.

Herausgeber:
DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e.V.

Redaktion:
Gerolf Nittner (verantw.)
Dr. rer. physiol. Ute Arndt
Dr. med. Sigrid Ley-Köllstadt
Andrea Ulrich

Abdruck honorarfrei

Beleg erbeten an:
Deutsches Grünes Kreuz
im Kilian
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