DGK e.V. -Deutsche Gesundheits Korrespondenz (dgk), Jg. 46, 4 - 2006 - Themen: Volkskrankheit, Osteoporose, Osteologiekongress; DOP, DGK, Blase,Therapie, Blasenschwäche, Harninkontinenz, Inkontinenz, Zahn, Frontzahnverlust, Unfall, Zähne, Organspende-Ausweis, Vogelg
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Deutsches Grünes Kreuz, Volkskrankheit, Osteoporose, Osteologiekongress; DOP, DGK, Blase,Therapie, Blasenschwäche, Harninkontinenz, Inkontinenz, Zahn, Frontzahnverlust, Unfall, Zähne, Organspende-Ausweis, Vogelgrippe, Geflügel, medikamente, Arzneimittel, Zäpfchen, Pillen, Säften, schlank, Diät, Spendenaktion, Malaria, Moskitonetze, Kinder in Afrika, Kartoffeln, Diabetesrisiko, 4. Nationale Aktionswoche gegen Grünen Star und Makuladegeneration, Glaukom, Apotheken-Beratungswoche Zecken & Borreliose, Zecken, Borreliose, Hörtour 2006, Hören-Mobil, Gehör, Nachhaltiges Waschen im Haushalt, Sicherheit, Frühjahrsputz, Rückenschmerzen, DDZ, Typ 2 Diabetes, KORA-Survey 2000
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Deutsche Gesundheits-Korrespondenz
dgk, Jg. 47, 4 - 2006

Neue Strategien gegen Volkskrankheit Osteoporose
Osteologiekongress wurde erstmals von Medizin und Patientenvertretung gemeinsam eröffnet
(2.811 Zeichen)

(dgk) Ein Novum brachte der diesjährige Osteologiekongress, der vom 8. bis 11. März 2006 in Köln stattfand. Mit der Vorsitzenden des Dachverbandes deutschsprachiger Osteoporose Selbsthilfeverbände (DOP) Karin Mertel eröffnete erstmals ein Vertreter einer Patientenvereinigung zusammen mit dem Kongresspräsidenten, Professor Klaus M. Peters, eine Medizinertagung auf dem Gebiet der Osteologie. Die symbolträchtige Geste spiegelt die wachsende Bedeutung wider, die den Selbsthilfevereinigungen beim Kampf gegen die dramatisch wachsende Volkskrankheit Osteoporose beigemessen wird.

Die 1. Vorsitzende des DOP Karin Mertel Die 1. Vorsitzende des DOP Karin Mertel
Foto: DOP

Neben der Unterstützung ihrer Mitglieder ist das Ziel des DOP und seiner Selbsthilfevereinigungen gerade die Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung und damit bei Menschen, denen häufig gar nicht bewusst ist, dass sie bereits zu den Betroffenen gehören. Die wenigsten wissen, dass jede vierte Frau über 50 Jahren bereits Wirbelkörperfrakturen aufweist, dass diese Brüche meist nicht oder zu spät bemerkt werden und schließlich zu irreparablen Haltungsdeformitäten, Dauerschmerzen und weiteren Spätfolgen führen. Und dass Einbrüche der Wirbelsäule in ärztlichen Routineuntersuchungen in etwa 34 Prozent der Fälle überhaupt nicht erkannt werden. Im europäischen Vergleich bildet Deutschland leider das Schlusslicht, was die Behandlung von Osteoporose betrifft. Nur etwa 7 Prozent der Betroffenen erhalten statistisch tatsächlich eine angemessene Therapie. Männer sind zwar weniger häufig betroffen, dafür wird bei ihnen noch seltener eine richtige und rechtzeitige Diagnose gestellt.

Dass diese dramatischen Zahlen nicht hingenommen werden müssen, demonstrierte den Konferenzteilnehmern der Grazer Professor Kurt Weber am Beispiel Österreich. Mit Hilfe eines landesweiten Aktionsprogramms schafften es unsere Nachbarn, die Häufigkeit, mit der eine bestehende Osteoporose (nach bereits erfolgtem Oberschenkelhalsbruch) richtig diagnostiziert wurde, allein seit 2000 um mehr als 300 Prozent zu verbessern. Noch lange kein Optimum, so Prof. Weber, aber ein wesentlicher Anfang.

Dass auch bei uns Handlungsbedarf besteht, zeigt allein schon ein Blick auf die ökonomischen Konsequenzen. Nach Berechnungen, die Dr. Kurt Lippuner aus Bern vorstellte, wer-den sich die Kosten allein für Krankenhausaufenthalte durch Osteoporose bedingte Brüche schon in den nächsten 10 bis 14 Jahren um 30 Prozent erhöhen – und das, obwohl Osteoporose bei Krankenhausaufenthalten bereits jetzt zu den Spitzenkostenverursachern zählt und das Gesundheitssystem keine finanziellen Reserven hat. Dabei sind die eigentlichen Folgen für die Betroffenen, etwa durch zunehmend sichtbare Deformationen, bei solchen Kostenrechnungen überhaupt nicht berücksichtigt.

Umfassende Information sowohl bei Ärzten wie potentiell Betroffenen und ein Bewusstsein für die immer noch zu wenig beachtete Krankheit Osteoporose schaffen, waren denn auch die am häufigsten zu hörenden Mahnungen und das Fazit der Kölner Konferenz. Wer jedenfalls immer noch glaubt, um Osteoporose müssten sich nur ein paar wenige alte Frauen Gedanken machen, könnte das bitter bereuen. Das muss aber nicht sein. Informieren Sie sich lieber rechtzeitig, etwa direkt bei der DOP www.osteoporose-dop.org oder den Gesundheitsseiten des DGK www.dgk.de.


Tröpfchenweise: Die Angst vor dem Malheur...
Moderne Therapiemethoden gegen Blasenschwäche
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AG Beckenboden Blase(dgk) Trotz moderner Therapiemethoden ist es immer noch ein Tabuthema: Probleme mit der Blase und dem Beckenboden. Dabei ist das vermeintlich „peinliche“ Übel weit verbreitet. Immerhin eine von sieben Frauen leidet weltweit unter den Symptomen der Belastungsinkontinenz, dem unwillkürlichen Harnverlust beim Husten, Niesen, Lachen oder bei körperlicher Anstrengung. Noch mehr Menschen haben eine überaktive Blase. Sie müssen sehr oft zum Wasserlassen und schaffen es nicht rechtzeitig bis zur Toilette, wenn der Harndrang überfallartig auftritt. Rund vier bis sechs Millionen Menschen sind in Deutschland von Harninkontinenz betroffen. Doch die Dunkelziffer dürfte mindestens doppelt so hoch sein.

Aus Scham greifen viele zu Damenbinden, Papiertaschentüchern oder ähnlichen „Hilfsmitteln“, damit die Hose trocken bleibt. Die Angst vor einem Malheur bringt es mit sich, dass Betroffene kaum noch aus dem Haus gehen, Beziehungen abbrechen und sich freiwillig in soziale Isolation begeben.

Blasenschwäche ist kein unabwendbares Schicksal Foto: Imagesource

Doch Blasenschwäche ist kein unabwendbares Schicksal, sondern kann und muss ursächlich behandelt werden. Je nach Art und Ursache der Harninkontinenz ist es möglich, die Krankheit durch Beckenbodentraining, durch Medikamente und/oder eine Operation zu lindern oder sogar vollständig zu heilen.

Voraussetzung ist, dass sich der Patient seinem Arzt anvertraut. Gerade in diesem Punkt gibt es einen zentralen geschlechtsspezifischen Unterschied: Während die Beschwerden bei Männern, beispielsweise als Folge einer Prostata-Operation, abrupt auftreten und von den Betroffenen aktiv angesprochen werden, entwickeln sich die Blasenbeschwerden bei Frauen schleichend meist über Jahre hinweg. Der Arztbesuch wird dadurch leider häufig 'auf die lange Bank' geschoben. Doch ohne individuelle Diagnostik ist Hilfe nicht möglich: Welche Therapieform die geeignete ist, muss je nach Diagnose individuell entschieden werden. Da die Inkontinenz ein sehr individuell anzugehendes Problem ist, das bei jeder Patientin andere Ursachen haben kann und damit auch angepasste und vielfältige Heilungsansätze erfordert, ist ein umfangreiches Wissen über Behandlungsmöglichkeiten eine Voraussetzung für die Heilung.

Bei den Medikamenten werden in erster Linie so genannte Anticholinergika eingesetzt, welche die überaktive Blasenwandmuskulatur erschlaffen lassen. So spielt sie nicht mehr verrückt. Angebotene Medikamente enthalten meist einen von vier Wirkstoffen: Propiverin, Tolterodin, Trospiumchlorid oder Oxybutynin. Propiverin ist als einziger Wirkstoff auch für die Behandlung von Kindern zugelassen. Er wirkt zudem zweifach: Er lässt die glatte Muskulatur in der Harnblase erschlaffen und macht sie weniger ansprechbar für jene Nervenimpulse, die die Entleerung der Harnblase vorbereiten. Um das zu erreichen, hemmt der Wirkstoff den Teil des vegetativen Nervensystems - den Parasympatikus. Dieser Teil des Nervensystems steuert viele innere Prozesse, die wir nicht bewusst wahrnehmen - etwa die Verdauung oder die Entleerung der Harnblase.

Nebenwirkungen können bei medikamentöser Behandlung beispielsweise ein trockener Mund, Verstopfung, Konzentrationsstörungen, Schwindel oder eine langsamere Umstellung der Augen beim Nah- und Fernsehen sein (Autofahrer aufgepasst!). Kombiniert wird die Pharmakotherapie sinnvollerweise mit Verhaltens- und physiotherapeutischen Methoden: Toiletten- und Beckenbodentraining. Gezieltes und regelmäßiges Beckenbodentraining ist nicht nur zur Vorbeugung wichtig. Es gilt zudem als das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) definierte Mittel der Wahl für alle Frauen und Männer mit bereits vorhandener Belastungsinkontinenz oder vorhandenem Syndrom der überaktiven Blase. Als vielversprechend hat sich auch die Elektrostimulation bei gleichzeitiger Arzneigabe erweisen. Dabei wird die Wirkung der Medikamente durch eine leichte elektrische Stimulation der Blasenmuskeln wirkungsvoll ergänzt.
Die Belastungsinkontinenz kann bei Versagen der konservativen Behandlung auch operiert werden. Dabei steht heutzutage eine minimalinvasive schonende Methode zur Verfügung, bei der unter die Harnröhre spannungsfrei eine Schlinge gelegt wird.

Mehr Informationen über Beckenboden, Formen der weiblichen Harninkontinenz, Diagnose- und Therapiemöglichkeiten gibt es bei der Arbeitsgemeinschaft (AG) Beckenboden der Sektion Frauengesundheit im Deutschen Grünen Kreuz e. V. (DGK) online unter www.ag-beckenboden.de.


Frontzahnverlust nach Unfall: Richtiges Verhalten kann Zähne retten
Zahnrettungsbox zur Aufbewahrung
(3.472 Zeichen)

(dgk) Es ist ein Alptraum für viele Menschen: Der Verlust von Frontzähnen durch einen Unfall. Neben den medizinischen Folgen bedeutet dies eine erhebliche Beeinträchtigung der Ästhetik.

Vor allem für Kinder und Jugendliche haben unfallbedingte Zahnverluste weitreichende Folgen: Sinnvolle Zahnersatzbehandlungen wie Implantate oder Brücken sind erst mit Abschluss der Wachstumsphase möglich. Provisorische Prothesen müssen jahrelang getragen werden. Es kommt zu einem dramatischen Knochen- und Zahnfleischverlust. Die späteren Behandlungen sind dann sehr aufwändig und teuer, denn die Gewebsverluste müssen ausgeglichen werden. Zudem wird die Ausformung des Kiefers behindert, Aussehen und Sprache leiden.

Ausgeschlagene Zähne können grundsätzlich wieder zurückgepflanzt werden. Voraussetzung ist das richtige Verhalten: Ein ausgeschlagener Zahn hat nur eine begrenzte Überlebenszeit. Nach dem Unfall müssen Zahn oder Bruchstücke davon möglichst sofort in ein zellverträgliches Medium gelegt werden, zum Beispiel in die so genannte Zahnrettungsbox. Sie ist in Apotheken erhältlich. Anschließend sofort einen Zahnarzt aufsuchen! Im Medium der Zahnrettungsbox können die Zellen im Zahnhaltegewebe des Zahns 24 bis 48 Stunden bei Zimmertemperatur überleben. Sterben diese Zellen ab, ist eine erfolgreiche Rückverpflanzung nicht mehr möglich. Dies passiert, wenn der Zahn mehr als 20 bis 30 Minuten trocken ist. Alternativ kann der Zahn auch eine begrenzte Zeit in Sterilmilch (H-Milch), eingewickelt in Kunststoff-Folie (z. B. Gefrierbeutel) oder in einer isotonen Kochsalzlösung vom Arzt oder Apotheker gelagert werden. Innerhalb von 30 Minuten sollte der Zahn jedoch in das Nährmedium der Zahnrettungsbox umgelagert werden.

Implantate für Erwachsene

Bei Erwachsenen sind nach Zahnverlust auch endgültige Zahnersatzbehandlungen wie Implantate oder Brücken möglich. Dabei bieten Implantate neben ästhetischen vor allem medizinische Vorteile. Nach einem Zahnverlust setzt an der betroffenen Stelle ein Knochenabbau ein. Implantate (künstliche Zahnwurzeln) verhindern dies, weil sie wie natürliche Zahnwurzeln Funktionsreize auf den Knochen übertragen. Um den Knochenabbau zu verhindern, sollten Implantate so früh wie möglich eingesetzt werden.

Gehen Zähne im Wachstumsalter verloren, ist es in bestimmten Fällen und Altersgruppen möglich, kleine Backenzähne oder Milcheckzähne an die Stelle eines Schneidezahns zu verpflanzen. Die unterschiedliche Kronenform lässt sich durch den Aufbau mit zahnärztlichen Kunststoffen relativ einfach angleichen. Der Vorteil: Bereits im Wachstumsalter kann eine endgültige Behandlung erfolgen. In bestimmten Situationen kann die durch Zahnverlust ent-standene Lücke auch kieferorthopädisch geschlossen werden.

Nach einem Zahnunfall sind im ersten Jahr regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt erforderlich. Denn Schäden oder Komplikationen treten häufig erst verzögert auf. Sie können am Zahnhartgewebe, an Blutgefäßen oder am angrenzenden Knochen entstehen. Solche Schäden müssen früh behandelt werden, um einen Zahnverlust zu verhindern. Auch eine sorgfältige Zahn- und Mundhygiene ist von zentraler Bedeutung, da leicht Entzündungen am Zahnfleisch entstehen, die schnell in die Tiefe vordringen und den Erhalt des Zahns bedrohen.

Durch das richtige Verhalten nach einem Unfall kann ein Zahn in den meisten Fällen gerettet werden. Noch besser ist jedoch das Verhindern von Unfällen bzw. Verletzungen. Dies ist beispielsweise durch Helme mit Gesichtsschutz oder durch einen vom Zahnarzt speziell angepassten Mundschutz möglich, der sich vor allem bei verschiedenen Kontaktsportarten empfiehlt. Auch Trend-Sportarten wie Inline-Skating oder Skateboardfahren bergen ein erhöhtes Unfallrisiko für Frontzahnverletzungen.

Weitere Informationen finden Sie auf www.rundum-zahngesund.de, der Homepage der Sektion Zahngesundheit im Deutschen Grünen Kreuz e. V.

Trendsportarten wie Inline-Skating bergen ein erhöhtes Risiko für FrontzahnverletzungenTrendsportarten wie Inline-Skating bergen ein erhöhtes Risiko für Frontzahnverletzungen.
Foto: MEV


Lieber nehmen als geben?
Organspende-Ausweis rettet Leben
(2.421 Zeichen)

(dgk) Fast 12.000 Menschen warten in Deutschland auf ein Spenderorgan – oft vergeblich. Dabei stehen zwei Drittel der Bevölkerung der Organentnahme positiv gegenüber.

Dennoch gibt es nach wie vor zu wenige Spender, um den Bedarf an gesunden Herzen, Nieren und Lungen zu decken. Vor allem in Deutschland ist die Zurückhaltung groß: Hierzulande kommen auf eine Million Einwohner nur 13 Organspender, das bedeutet den fünftletzten Platz in Europa. Zwar wären nach jüngsten Umfragen bis zu 80 Prozent der Bundesbürger bereit, sich nach ihrem Tode Organe entnehmen zu lassen, aber maximal 15 bis 20 Prozent besitzen einen Spenderausweis, in dem sie ihre Bereitschaft schriftlich dokumentiert haben.

Organspenden haben zwar im Vergleich zu 2004 (1.081) einen neuen Höchststand erreicht, erklärten Vertreter des Bundesverbandes der Organtransplantierten e. V. (BDO) anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Verbandes im März in Berlin. 2005 hätten 1.220 Deutsche nach dem Tod ihre Organe gespendet. Das reiche jedoch längst nicht aus, um den Bedarf zu decken. Insgesamt hätten im vergangenen Jahr 3.778 Organe für Transplantationen zur Verfügung gestanden (2004: 3.508). Die durchgeführten Transplantationen stiegen auf 3.909 (2004: 3.632) an. „Das ist eine erfreuliche Entwicklung, auch im Sinne der 12.000 Patienten, die auf ein Organ warten“, sagte Prof. Dr. Günter Kirste, vom Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO).

In Deutschland muss man einer Organspende zu Lebzeiten ausdrücklich zugestimmt haben, oder die Hinterbliebenen müssen ihre Einwilligung geben. Oft überlassen mögliche Organspender ihren Angehörigen die Entscheidung, ob Organe entnommen werden dürfen oder nicht. Klarheit schafft ein Organspendeausweis. Darauf kann jeder dokumentieren, ob er einer Spende von Organen und Gewebe uneingeschränkt zustimmt, nur bestimmte Organe und Gewebe spenden will oder eine Organentnahme generell ablehnt. Die Entscheidung kann jederzeit wieder rückgängig gemacht werden. Folgende Organe können gespendet werden: Herz, Lunge, Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Darm, Teile der Haut und die Hornhaut (Cornea).

Ein Organspendeausweis kostet weder Geld noch Mühe oder lange Wege, denn den Ausweis gibt es gratis in der Apotheke, beim Arzt oder zum Ausdrucken im Internet. Eine Untersuchung vor dem Ausfüllen des Passes ist nicht erforderlich, der Gesundheitszustand der Organe wird erst dann untersucht, wenn diese für eine Transplantation benötigt werden.

Ab welchem Alter kann ich meine Organe spenden? Bin ich nicht schon zu alt für eine Organspende, oder wer entscheidet, wer meine Organe bekommt? Diese und andere Fragen beantworten Experten am Stand des Arbeitskreises Organspende auf der Oberhessenschau in Marburg vom 7. bis 9. April am Stand des Landkreises Marburg-Biedenkopf / FB Gesundheit, Halle 1.

(Der Organspendeausweis kann heruntergeladen werden auf den Seiten der "Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO)" unter http://www.dso.de/pdf/ausweis.pdf.)


Umgang mit Geflügelprodukten in Zeiten der Vogelgrippe
Vorsorgliche Maßnahmen bei der Zubereitung von Lebensmitteln
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(dgk) Ob eine Ansteckung mit dem Vogelgrippevirus durch den Verzehr roher Geflügelprodukte möglich wäre, ist bisher nicht geklärt. Sicher ist: Das Virus ist ausgesprochen hitzeempfindlich. Deshalb gelten gut durcherhitzte Lebensmittel als unbedenklich.

Auch in Gegenden, in denen die Vogelgrippe seit Jahren auftritt, wurde bislang kein Fall beschrieben, in dem der Erreger über Lebensmittel auf den Menschen übertragen wurde. Dennoch sind die bisher vorliegenden Kenntnisse zu gering, um eine Übertragung über Nahrungsmittel sicher auszuschließen.

In Deutschland sind bis Redaktionsschluss keine Infektionen mit Vogelgrippe bei Nutztierbeständen aufgetreten. Für den Fall, dass es zu Erkrankungen in deutschen Geflügelbeständen kommt, haben das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) vorsorglich die folgenden Empfehlungen herausgegeben. Sie fußen darauf, dass das Vogelgrippevirus nicht sehr stabil ist. Das gilt sowohl für das Händewaschen mit Wasser und Spülmittel als auch für hohe Temperaturen. Kochen und Braten töten das Virus sicher ab – Kühlen oder Gefrieren hingegen nicht! Für den Umgang mit Geflügelprodukten in Zeiten der Vogelgrippe gelten daher die selben Hygieneregeln, die auch zur Verhütung von Salmonellen- oder Campylobacter-Infektionen wirksam sind.

Maßnahmen für die Lagerung und Zubereitung von Geflügelprodukten zuhause:

    • Rohe Geflügelprodukte getrennt von anderen Lebensmitteln lagern und zubereiten. Beispielsweise sollen unterschiedliche Behältnisse und Gerätschaften für Geflügelerzeugnisse verwendet werden. Gegartes Geflügel gehört nicht in ungereinigte, bereits für die Lagerung der rohen Produkte genutzte Gefäße.
    • Gerätschaften und Oberflächen, zum Beispiel Küchentisch oder Spüle, die mit rohen Geflügelprodukten in Kontakt waren, gründlich mit heißem Wasser und Spülmittel reinigen.
    • Verpackungsmaterialien und Auftauwasser sofort entsorgen, das Spülbecken mit heißem Wasser und Spülmittel säubern.
    • Nach dem Kontakt mit rohen Geflügelprodukten sollen die Hände gründlich mit warmem Wasser und Seife gereinigt werden.
    • Um Lebensmittelinfektionen vorzubeugen, müssen Geflügelspeisen vollständig gegart, das heißt an allen Stellen gleichmäßig erhitzt werden:
      • Eier sollten gekocht werden, bis Eigelb und Eiweiß fest sind („hart“ gekochte Eier). Je nach Größe der Eier dauert das mindestens sechs Minuten; die Eier sollten nicht kalt abgeschreckt werden. Rühr- und Spiegelei sollen keine flüssigen Anteile mehr enthalten.
      • Geflügelfleisch und Geflügelfleischprodukte auf 70° Celsius Kerntemperatur erhitzen. Diese ist erreicht, wenn das Fleisch keine rote bzw. rosa Farbe mehr hat und kein roter Fleischsaft mehr austritt.
      • Keine Speisen mit rohen Geflügelprodukten herstellen (Beispiel: Tiramisu oder andere Nachspeisen).

Bei Besuchen in Ländern, in denen die Vogelgrippe bereits in Nutztierbeständen aufgetreten ist, sind diese Empfehlungen besonders zu beachten.
Außerdem wichtig zu wissen: Unverarbeitete, im Handel befindliche Geflügelprodukte haben eine Herkunftsbezeichnung. Importe von Geflügelfleisch aus von Vogelgrippe betroffenen Ländern sind verboten.

Hotline des Bundesministeriums zur Vogelgrippe
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat eine Hotline für Fragen zur Vogelgrippe geschaltet. Die Rufnummer ist aus dem Festnetz der Telekom einheitlich für 12 Cent pro Minute zu erreichen.
Hotline, täglich von 9 bis 17 Uhr: 0 18 05 / 768 555


Damit Arzneimittel richtig wirken
Zum sachgemäßen Umgang mit Zäpfchen, Pillen und Säften
(2.163 Zeichen)

(dgk) Moderne Arzneimittel, die vom Arzt verordnet oder auf eigene Faust in der Apotheke gekauft werden, sind sichere und wirksame Helfer von höchster Qualität. Sie können Beschwerden zuverlässig lindern, Krankheiten heilen oder der Vitalität wieder auf die Sprünge helfen. Voraussetzung: Die Medizin gelangt zur richtigen Zeit und in richtiger Menge in den richtigen Körper.

    • Grundsätzlich sollte jeder nur die Medikamente einnehmen, die ihm vom Arzt persönlich verordnet wurden oder die er gegen bestimmte Beschwerden in der Apotheke gekauft hat. Die Pillen von Opa können für andere Familienmitglieder gefährliche Folgen haben.
    • Vor der Einnahme ist ein Blick in die Packungsbeilage unerlässlich. Ist das Medikament für das entsprechende Anwendungsgebiet tatsächlich geeignet? Welche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder Nebenwirkungen sind möglich? Im Zweifel gilt: Ihr Apotheker berät Sie gern!
    • Die vom Arzt verordnete oder in der Packungsbeilage angegebene Dosierung ist Pflicht! Wer beispielsweise gleich die doppelte Menge einnimmt, damit die Beschwerden schneller verschwinden mögen, riskiert gefährliche Überdosierungen und Nebenwirkungen. Auf der anderen Seite gilt ebenfalls: Zu geringe Mengen des Wirkstoffs gefährden den Behandlungserfolg.
    • Vor dem Essen, zu den Mahlzeiten, nach dem Frühstück, alle acht Stunden, drei Tage oder länger: Wie lange, wann und in welchen Abständen Arzneimittel eingenommen werden müssen, sollte unbedingt genau beachtet werden. Lesen Sie den Beipackzettel oder fragen Sie Ihren Arzt und Apotheker! Auch, wenn sich der Patient nach zwei Tagen schon besser fühlt, darf ein verordnetes Medikament nicht einfach abgesetzt werden. Bei Antibiotika beispielsweise kann es gefährliche Folgen haben, wenn sie zu kurz eingenommen werden: Die Keime werden resistent!
    • Kapseln, Tabletten und Dragees müssen mit einer ausreichenden Menge an Flüssigkeit eingenommen werden. Optimal sind etwa 200 Milliliter Leitungs- oder stilles Mineralwasser. Gut gehen selbst größere Pillen mit folgender Technik „runter“: Tablette bei aufrechter Körperhaltung auf die Zunge legen, einen großen Schluck Wasser nehmen und den Kopf leicht nach vorne in Richtung Brustbein beugen (nicht in den Nacken legen!). Weil die Medizin nun auf dem Wasser schwimmt, bewegt sie sich automatisch in Richtung Rachen. Nicht vergessen: Ordentlich nachtrinken, damit das Arzneimittel auch zügig in den Magen gelangt.


Mehr über dieses Thema lesen Sie im Ratgeber aus Ihrer Apotheke / Ausgabe 4B/2006 (15. April B)


Schlank werden, schlank bleiben
Diäten auf dem Prüfstand
(4.128 Zeichen)

(dgk) Blitzdiäten und Hungerkuren bringen nichts. Wer Pfunde verlieren und sein Gewicht halten will, muss anders essen lernen.

„Ideal-Diät“, „Genuss-Diät“ oder „Fett-weg-Plan“: Anleitungen zum Abnehmen gibt es wie Sand am Meer. Kaum eine Chance, da den Überblick zu behalten, doch lässt sich trotzdem die Spreu vom Weizen trennen. Es gibt nämlich nicht bloß Diätfehler, sondern auch falsche Diäten. Der Ratgeber aus Ihrer Apotheke stellt fünf Diät-Typen auf den Prüfstand:

    • FdH (“Friss die Hälfte”) oder 1.000-Kalorien-Diäten programmieren den Körper auf Hungersnot. Er fährt seinen Energiebedarf herunter und verbrennt dann kein Fett, sondern Eiweiß, das heißt Muskeln. Daran gewöhnt, mit wenig Kalorien auszukommen, kommt ihm das Ende der Diät, wenn wieder mehr als 1.000 Kalorien gegessen werden, wie Völlerei vor. Bis sich der Stoffwechsel umgestellt hat, wandelt der Körper die Kaloriendreingabe in Fett um – und man wiegt dann womöglich mehr als vor der Diät. So erklärt sich der berüchtigte „Jojo-Effekt”. Wertung: abzuraten!

 

    • Low-Fat-Diäten erlauben nur Lebensmittel mit einem Fettgehalt unter 30 Prozent. Ein Gramm Fett hat nämlich doppelt so viele Kalorien wie ein Gramm Koh-lenhydrate. Favorisiert werden entsprechend Vollkornprodukte, Obst und Gemüse, so dass an Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen kein Mangel herrscht. Das Problem: Nicht nur zu viel, auch zu wenig Fett ist ungesund. Riskiert wird ein Mangel an den lebenswichtigen fettlöslichen Vitaminen A und E. Deswegen sollte man strikt nur Fette tierischer Herkunft einsparen, nicht aber pflanzliche, z. B. Oliven- und Rapsöl. Wertung: eingeschränkt zu empfehlen!

 

    • Low-Carb-Diäten reduzieren Kohlenhydrate (engl. „carbon“). Fett und Eiweiß machen den Großteil der Ernährung aus. Die Atkins-Diät etwa propagiert Rind, Schwein, Fisch, Eier, Käse und schnallt den Gürtel enger bei Brot, Reis, Nudeln und Kartoffeln. Die Theorie dahinter ist strittig: Fett zu verdauen, verbrauche jede Menge Kalorien; außerdem zapfe der Körper seine Fettreserven an, wenn Kohlehydrate als Energielieferanten ausfielen. Kritiker widersprechen, sie glauben, dass die fett- und eiweißreiche Kost nur eher satt macht, man deshalb weniger isst – und dadurch eventuell abnimmt. Der Preis ist hoch, unter anderem drohen Vitaminmangel und zu hohe Blutfettwerte.
      Bei der South-Beach- und der Glyx-Diät (LOGI-Methode) stehen Pflanzenöle und tierisches Eiweiß im Mittelpunkt; tierische Fette sind deutlich reduziert. In den Diätplan integriert werden auch Gemüse, Vollkornbrot und Obst, das heißt Kohlenhydrate mit niedrigem glykämischem Index („Glyx“; die Abkürzung „LOGI“ steht für „Low Glycemic Index“). Das bedeutet: Der Körper braucht länger, die Kohlenhydrate in Glukose umzuwandeln, so dass sie nur langsam ins Blut gehen.
      Nahrungsmittel mit hohem glykämischem Index hingegen, zum Beispiel Weißmehl und Zucker, katapultieren binnen kurzem den Blutzuckerspiegel hoch und heizen damit die Insulinproduktion an. Viel Insulin aber fördert Heißhungerattacken und hemmt den Abbau von Körperfett – Effekte, die den Zielen einer Diät zuwiderlaufen. Ernährungsmediziner monieren hier die ungesund hohe Eiweißaufnahme und einen noch zu geringen Ballaststoffanteil. Wertung: abzuraten (Atkins-Diät) bzw. eingeschränkt zu empfehlen (South-Beach-Diät, Glyx-Diät)!

 

    • Beim Konzept „Ausgewogene Mischkost“ soll Ernährungstraining die Weichen nachhaltig auf kalorienarme, trotzdem sättigende und abwechslungsreiche Mischkost umstellen. Favorisiert werden Gemüse, Obst und Vollkornprodukte. Gesättigte Fette tierischer Herkunft und Kohlenhydrate mit hohem glykämischem Index gilt es zu meiden. Es gibt aber keine Verbote, Wahlfreiheit wird groß geschrieben – bei mindestens 1.200 Kalorien täglich. „Nicht weniger, sondern anders essen“ heißt die Devise. Erlernt werden soll ein Essverhalten, dass nach der Diät mühelos beibehalten werden kann, damit der Jojo-Effekt ausbleibt. Wertung: uneingeschränkt zu empfehlen!

 

    • Formula-Diäten sind trinkfertige oder mit Wasser anzurührende Instant-Mahlzeiten. Sie können stark übergewichtigen Personen den Einstieg in eine Diät erleichtern und sie unterstützen, sich ausgewogen zu ernähren, damit sie nach der Diät nicht wieder zunehmen. Die Zusammensetzung der Drinks ist durch die Diätverordnung geregelt. Damit ist garantiert, dass alle essentiellen Nährstoffe enthalten sind und allein an Kalorien gespart wird. Anfangs ersetzt man alle Mahlzeiten durch die Diätprodukte. Später darf man reguläre Speisen wieder einführen, muss aber weiterhin das Limit von 1.200 Kalorien pro Tag einhalten. Formula-Diäten versprechen vor allem anfangs eine rasche Gewichtsabnahme. Wertung: vor allem für den Einstieg zu empfehlen!


Mehr über dieses Thema lesen Sie im nächsten Ratgeber aus Ihrer Apotheke/Ausgabe 4 B/2006 (April B).


Spendenaktion: Moskitonetze retten Leben
Fast 100.000 EURO für Kinder in Afrika
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(dgk) Die Malaria ist die häufigste Tropenkrankheit, die nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jährlich bis zu zwei Millionen Menschenleben fordert und an der weltweit etwa 400 Millionen Menschen erkranken. Betroffen sind vor allem Kinder. Fast jedes dritte Kind in Afrika erlebt nicht seinen fünften Geburtstag.

Übertragen wird der Erreger durch die Anopheles-Mücke, die vor allem in Tümpeln, Pfützen und anderen Gewässern brütet. Malaria bringt bereits Ungeborene in Gefahr: Erkrankte Schwangere sind anfällig für Blutarmut, ihre Kinder kommen häufig mit Untergewicht zur Welt. Denn Malaria entzieht dem Körper lebenswichtige Nährstoffe.

Die einfachste und wirkungsvollste Vorbeugung ist ein Moskitonetz. Kinder, die unter einem Netz schlafen, sind vor Mückenstichen geschützt, und damit vor Malaria. Ohne sofortige ärztliche Hilfe kann ein Kind mit akuter Malaria innerhalb von 24 Stunden sterben. Um ein Kind zu schützen, sind drei Euro schon genug. So viel kostet ein mit Insektiziden imprägniertes Moskitonetz.

Malaria-SpendenaktionDas Deutsche Grüne Kreuz e. V. (DGK) rief daher 2004 mit der Aktion „Kinder für Kinder gegen Malaria“ zu einer Spendenkampagne in Schulen auf. Schulklassen veranstalteten Basare, Theaterabende, Sportaktionen, Infostände und spendeten den Erlös. Im Dezember 2005 griff auch die Frauenzeitschrift BRIGITTE die Spendenaktion auf. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen: Weit über 90.000 Euro kamen bis heute zusammen, und täglich gehen weitere Spenden ein. Allen Unterstützern ein herzliches Dankeschön!

Der Spendenerlös geht direkt und ohne Abzüge an „Roll back Malaria“, die Malaria zurückdrängen, die 2000 initiierte Aktion der WHO, des Kinderhilfswerks UNICEF, des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (United Nations Development Programme, UNDP) und der Weltbank. Das Spendenkonto bleibt weiterhin bestehen.

Spendenkonto
Deutsches Grünes Kreuz e.V. , Stichwort: Malaria, Commerzbank Kassel, BLZ: 520 400 21, Konto-Nr.: 28 80 2 35 00


AUS WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG

Kartoffelliebhaber haben erhöhtes Diabetesrisiko
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(dgk) Auf der Suche nach Lebensmitteln, die eine Diabetes-Erkrankung vom Typ 2 begünstigen können, haben US-amerikanische Forscher die Kartoffel „ausgegraben“.

Eine Langzeitstudie an etwa 85.000 Frauen zwischen 34 und 59 Jahre ergab, dass Kartoffelesserinnen ein erhöhtes Diabetesrisiko aufweisen. Besonders betroffen waren Frauen mit Übergewicht, die ohnehin ein erhöhtes Risiko haben. Die Forscher der Harvard University vermuten, dass ein hoher Kartoffelkonsum für solche Frauen ein Problem darstellt. Viele Inhaltsstoffe der Kartoffel seien zwar gesund, schreiben die Wissenschafter um Thomas Halton im „American Journal of Clinical Nutrition“. Dennoch besitze sie einen hohen glykämischen Index (GI).

Bei 4.496 Probanden wurde im Laufe der Studie ein Diabetes Typ 2 („Alterszucker“) diagnostiziert. Es zeigte sich, dass jenes Fünftel der Teilnehmerinnen, das am meisten Kartoffeln und Kartoffelprodukte zu sich nahm, ein um 14 Prozent höheres Diabetes-Risiko hatte als das Fünftel mit dem niedrigsten Konsum. Vergleicht man den höchsten mit dem niedrigsten Konsum an Pommes frites, lag die Risiko-Erhöhung bereits bei 21 Prozent. Teilnehmerinnen, die dazu tendierten, Kartoffeln anstelle von Vollkorn-Produkten zu essen, hatten im Vergleich zu Probandinnen, die genau umgekehrt handelten, ein um 18 Prozent höheres Risiko. Die wenig überraschende Empfehlung der Harvard-Forscher: weniger Kartoffeln und weißes Mehl, dafür mehr Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte.

Dass der Verzehr von Roggenbrot und Nudeln anstelle von Weißmehlprodukten und Kartoffeln gesünder ist, zeigte bereits eine 2005 im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlichte Studie aus Finnland. Das Forscherteam um David Laaksonen untersuchte insgesamt 72 übergewichtige Männer und Frauen, die bereits an dem Metabolischen Syndrom litten, ob sich eine veränderte Auswahl an Kohlenhydraten positiv auf die Sensibilität der Insulinrezeptoren und die zu geringe Insulinsekretion auswirkte.

Die Probanden wurden in zwei Gruppen eingeteilt, die jeweils ein bestimmtes 12-Wochen-Ernährungsprogramm erhielten. Dabei waren die Hauptkohlenhydratlieferanten in der einen Gruppe Roggenbrot und Nudeln, in der anderen Weizen, Haferbrot und Kartoffeln. Während sich das Körpergewicht in keiner der beiden Gruppen signifikant veränderte, zeigten sich Unterschiede in der Insulinsekretion. Die Ausschüttung dieses „Blutzuckersenkers“ in der „Roggenbrot-Nudel-Gruppe“ war sechs Mal so hoch verglichen mit der „Weizen-Hafer-Kartoffel-Gruppe“. Roggenbrot und Nudeln besitzen einen niedrigeren glykämischen Index (Glyx) und lassen den Blutzuckergehalt im Blutserum langsamer und weniger stark ansteigen als die Weißmehlerzeugnisse Weizen, Hafer sowie Kartoffeln.

Quellen:
Laaksonen, David E et al.: Dietary carbohydrate modification enhances insulin secretion in persons with the metabolic syndrome. American Journal of Clinical Nutrition (Am J Clin Nutr) 2005;82:1218-27.
Thomas L Halton, Walter C Willett, Simin Liu, JoAnn E Manson, Meir J Stampfer, and Frank B. Hu: Potato and french fry consumption and risk of type 2 diabetes in women. American Journal of Clinical Nutrition (Am J Clin Nutr) 2006 83: 284-290


MELDUNGEN

4. Nationale Aktionswoche gegen Grünen Star und Makuladegeneration
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4. Nationale Aktionswoche gegen Grünen Star und Makuladegeneration

(dgk) Schätzungsweise ein bis zwei Millionen Bundesbürger leben unerkannt mit einem zu hohen Augeninnendruck. Anders als beim hohen Blutdruck wissen nur wenige um die Gefahren, die von einem Überdruck im Inneren des Auges ausgehen. Etwa eine Million Bundesbürger sind schon am Glaukom erkrankt, mindestens eine weitere Million Menschen leben mit einem noch nicht entdeckten, aber gefährlich hohen Augeninnendruck, der auf Dauer unbehandelt das Augenlicht kosten kann.



„Glaukom: Früherkennung rettet Augenlicht“ so lautet das Motto der 4. Nationalen Aktionswoche gegen den Grünen Star (Glaukom), mit der das Deutsche Grüne Kreuz e.V., die Patientenvereinigung Initiative Auge e.V. und der Bundesverband der Augendiagnostikcenter e.V. (BADC) die Bevölkerung vom 8. bis 13. Mai 2006 zur Früherkennung der Augenkrankheit Grüner Star aufrufen. Ergänzend zur Glaukom-Aufklärung soll während der diesjährigen Aktionswoche auch über die Risiken der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) informiert werden, eine chronisch fortschreitende Netzhauterkrankung.

Im Aktionszeitraum können sich Ratsuchende und Interessierte bei Augenärzten, Augendiagnostikcentern sowie zahlreichen Gesundheitsämtern und Apotheken über die Krankheitsbilder Glaukom und AMD, die Vorsorgeuntersuchungen und die Behandlungsmöglichkeiten des Grünen Stars und der AMD informieren. Tage der offenen Tür und Vortragsveranstaltungen in vielen Augendiagnostikcentern und Augenklinken ergänzen das Informationsprogramm.

Nähere Informationen gibt es beim Organisationsbüro im Deutschen Grünen Kreuz, Schuhmarkt 4, 35037 Marburg; Tel.: 0 64 21 / 293 - 150, Fax: 0 64 21 / 293 - 750, E-Mail: ingolf.duerr(à)kilian.de.


Apotheken-Beratungswoche Zecken & Borreliose
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(dgk) Etwa jede fünfte Zecke in Deutschland ist mit Borreliose-Erregern infiziert. Viele wissen zwar, dass Zecken die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen, unterschätzen aber das Risiko, sich mit Borrelien zu infizieren. Borreliose kommt überall dort vor, wo es Zecken gibt, also in ganz Deutschland. Eine Infektion kann zu starken chronischen Gelenkbeschwerden und neurologischen Veränderungen führen. Während man sich gegen FSME impfen lassen kann, steht ein solcher Schutz gegen Borreliose nicht zur Verfügung.

Rechtzeitig zu Beginn der Zeckensaison im Frühjahr starten das Deutsche Grüne Kreuz e.V. und Autan zusammen mit Apotheken im gesamten Bundesgebiet die Kampagne „Zecken & Borreliose – die unterschätzte Gefahr“. Zahlreiche Apotheker werden vom 24. bis zum 29. April über wirkungsvolle Zeckenschutzmittel, Instrumente zur richtigen Entfernung von Zecken und mögliche Hinweise auf eine Borrelieninfektion (z.B. „Wanderröte“) aufklären.


Sind Ihre Ohren fit?
Gehör checken lassen und gewinnen beim Hören-Mobil
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Sind Ihre Ohren fit?(dgk) Hand aufs Herz: Ist Ihr Gehör so gut, dass Sie das „Gras wachsen hören“? Oder gehören Sie eher zu denjenigen, die den Fernseher immer ein wenig zu laut aufdrehen? Wenn Sie wissen wollen, ob mit Ihrem Gehör alles in Ordnung ist, dann kommen Sie zum Hören-Mobil und lassen Sie sich in die Ohren schauen. Auch in diesem Jahr wird der umgebaute 7,5-Tonner quer durch Deutschland fahren. Neben den kostenlosen Screening-Hörtests gibt es wieder die beiden Testgeräte zur Lautstärkemessung von MP3-Playern sowie „Lieblingsmusik“. Natürlich werden die Besucher des Hören-Mobils wie im vergangenen Jahr mit dem Hörquiz belohnt und können tolle Preise gewinnen.

Als Kooperationspartner sind mit an Bord:
das Deutsche Grüne Kreuz für Gesundheit e. V.
der Deutsche Berufsverband der HNO-Ärzte
das Forum Besser Hören.

Organisiert wird die Hörtour von der Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH). Die „Hörtour 2006“ findet vom 10. Juli bis zum 17. August 2006 statt. Nähere Informationen finden Sie unter: www.hoertour.de.


Nachhaltiges Handeln im Haushalt – es lohnt sich
Bundesweite Aktion mit Verbrauchertipps zum Waschen und Abwaschen
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(dgk) Wer beim Wäschewaschen und Geschirrspülen vernünftig handelt, also auf Wasser- und Stromverbrauch achtet sowie Wasch- und Spülmittel nur entsprechend der Dosieranleitungen einsetzt, leistet einen wertvollen Beitrag für Umwelt, private Haushaltskasse und Gesundheit. Diese Erkenntnis ist keine wirkliche Überraschung für den Verbraucher, dennoch finden grundlegende Prinzipien der modernen Wäschepflege und des komfortablen Geschirrspülens nicht in allen Privathaushalten Beachtung.

Deshalb nehmen Mitglieder des Deutschen Hausfrauen-Bundes und des LandFrauenverbandes den diesjährigen „Bundesweiten Aktionstag – Nachhaltiges (Ab-)Waschen“ zum Anlass, über neue Erkenntnisse im Umgang mit Wäsche und Geschirr zu informieren. Professor Dr. Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), hat für den diesjährigen bundesweiten „Aktionstag – Nachhaltiges Waschen und Abwaschen“ am 10. Mai 2006 die Schirmherrschaft übernommen.

Durch technische Weiterentwicklungen, wissenschaftliche Forschung und innovative Produkte, wie zum Beispiel neuartige Wasch- und Spülmittel, ist es tatsächlich möglich geworden, bei der Reinigung von Wäsche und Geschirr den Verbrauch von Strom und Wasser zu reduzieren. So können Verbraucher die Haushaltskasse schonen.

Tipp: Wissenschaftler unterstützen Ihre Entscheidung
Mitarbeiter und Studierende des Fachbereichs Haushaltstechnik an der Universität Bonn geben praktische Hilfestellung. Für Verbraucher, die wissen wollen, ob sich der Kauf einer neuen Waschmaschine lohnt oder ob nicht das Spülen von Hand preiswerter ist als der Einsatz einer Spülmaschine, wurden Rechenprogramme entwickelt, die individuelle Berechnungen der Spül- oder der Waschkosten vornehmen.

Diese beiden „Rechen-Assistenten“ sind im Internet unter www.aktionstag-nachhaltiges-waschen.de zu finden

Weitere Informationen erhalten Interessierte beim Koordinationsbüro des Aktionstages im Deutschen Grünen Kreuz e.V. (Tel.: 0 64 21 / 293 - 132).


Auf Sicherheit setzen
Abbildungen klären über sicheren Umgang mit Wasch- und Reinigungsmitteln auf
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(dgk) Beim sorgsamen Umgang mit Wasch- und Reinigungsmitteln bestehen eigentlich keine Gefahren. Die sachgerechte Anwendung dieser Produkte ist eine wichtige Voraussetzung, um mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen und negative Auswirkungen für die Umwelt zu vermeiden.

Zukünftig wird der Verbraucher auf den Verpackungen von Wasch- und Reinigungsmitteln leichtverständliche Abbildungen finden, die Hinweise für den sicheren Umgang mit dem jeweiligen Produkt geben.

Hier nur zwei Beispiele:

Außer Reichweite von Kindern aufbewahrenNach Anwendung Raum lüften

Ein Aufkleber mit allen Abbildungen kann unter dem Stichwort „Sicherheits-Piktogramme“ kostenfrei gegen Einsendung eines rückadressierten und mit 0,55 EUR frankierten Standard-Briefumschlags angefordert werden.



Bezugsadressen:
Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel, Karlstr. 21, 60329 Frankfurt
Deutsches Grünes Kreuz e.V., Forum Unfallprävention, Schuhmarkt 4, 35037 Marburg


Frühjahrsputz verursacht Rückenschmerzen
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(dgk) Im Frühjahr steigt das Bedürfnis, Haus und Hof auf Hochglanz zu polieren. Doch aufgepasst: Intensive Putzarbeit führt häufig zu Rückenschmerzen.

„Im Winter bewegen wir uns weniger. Die Rückenmuskulatur ist nicht ausreichend trainiert. Wer jetzt wie wild loslegt und alles an einem Tag erledigen will, wacht am nächsten Tag mit Muskelkater und Rückenschmerzen auf“, beschreibt Dr. Dietmar Krause, Leiter des Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz e. V. (DGK) den Zusammenhang von Frühjahrsputz und Rückenschmerzen. Ein weiterer Grund: Im Eifer des „Gefechtes“ denken Putzwütige nicht an die richtige Körperhaltung. „Gerade beim Staubsaugen, Bügeln oder Abwasch wird meist mit einem Rundrücken gearbeitet“, so Krause. Dabei wird die Rückenmuskulatur überdehnt, sie verspannt und beginnt zu schmerzen. „Eine fitte Muskulatur hält länger durch und kann die Körperhaltung besser stabilisieren. „Frühjahrsputzer“ sollten deshalb den Rücken schon bei der Arbeit trainieren“, fordert der Rückenschullehrer.

Fit und beweglich bei der HausarbeitTipps zum richtigen Bücken, zur rückenfreundlichen Gestaltung des Haushaltes und ein Fitnessprogramm für den Frühjahrsputz können Interessierte jetzt beim DGK anfordern. Das kostenlose Faltblatt „Fit und beweglich bei der Hausarbeit“ kann gegen frankierten DIN-A-lang-Rückumschlag (0,55 Euro) beim DGK, Stichwort: Frühjahrsputz, Postfach 12 07, 35002 Marburg bestellt werden. Ein kostenloser Download steht im Internet unter www.forum-schmerz.de bereit.


NEUES AUS DEM DEUTSCHEN DIABETES ZENTRUM (DDZ)

Versorgungsqualität und Komplikationen bei Typ 2 Diabetes im KORA-Survey 2000
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(dgk/DDZ) Im Gegensatz zum Typ 1 Diabetes in Deutschland liegen aktuelle Daten zur medizinischen Versorgungssituation für den Typ 2 Diabetes aus repräsentativen Patientenstichproben nicht vor. Auf der Basis des KORA Survey 2000 (eine repräsentative Bevölkerungsstichprobe im Alter zwischen 25 und 74 Jahre in der Region Augsburg) wurde die Qualität der Versorgung von Personen mit Typ 2 Diabetes analysiert. Der Zusammenhang mit poten-ziellen Einflussfaktoren wie Diabetesdauer sowie sozialer Lage der Probanden wurde untersucht.

57 Prozent der Patienten zeigten dabei unbehandelt oder unter Pharmakotherapie einen erhöhten Blutdruck. Bei 43 Prozent der Patienten lagen unbefriedigende Cholesterin-Werte vor. Nur 63 Prozent der Patienten berichteten, dass im letzten Jahr Augenuntersuchungen durchgeführt wurden, und nur von 38 Prozent der Patienten wurden Fußkontrollen in den letzten 12 Monaten angegeben. Etwas weniger als die Hälfte hatte jemals an einer Diabetikerschulung teilgenommen. Erstaunlicherweise kannten 69 Prozent der Patienten den Begriff HbA1c nicht. Dies betraf besonders Patienten, die keine Diabetesschulung bekommen hatten und solche mit niedrigem Sozialstatus. Das Ausmaß der bereits eingetretenen Spätschäden war relevant: 13 Prozent der Patienten gaben eine vom Arzt diagnostizierte Retinopathie an, 5 Prozent ein Fußulcus und 19 Prozent eine Eiweißausscheidung im Urin. 2 Patienten (1 Prozent) waren blind, ein Patient wurde dialysiert (0,7 Prozent), und bei 5 Prozent war eine Amputation erfolgt. 6 Prozent der Patienten zeigten mindestens eins der Endstadien diabetischer Spätschäden. Der mittlere HbA1c-Wert war mit 7,2 Prozent erstaunlich gut; er lag aber signifikant höher bei Patienten mit einer Diabetesdauer von über zehn Jahren.

Die Studie bestätigt frühere Daten, dass die Behandlung von Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen bei Patienten mit Typ 2 Diabetes in Deutschland in hohem Maße unbefriedigend ist. Ärztliche Vorsorgeuntersuchungen auf diabetische Spätkomplikationen erfolgten ebenfalls nur unzureichend. Auffällig war der hohe Anteil von Probanden, die den Begriff „HbA1c“ nicht kannten, insbesondere bei sozial benachteiligten Patienten. Der Anteil von Patienten mit schweren Spätschäden war relevant. Die Blutzuckereinstellung, gemessen am HbA1c, war jedoch im Mittel besser als in früheren Studien an selektierten Patientenkollektiven.

PD Dr. med. Dr. P.H. Andrea Icks, Institut für Biometrie und Epidemiologie, Deutsches Diabetes-Zentrum an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Leibniz-Zentrum für Diabetes-Forschung

Quelle:
A. Icks, W. Rathmann, B. Haastert, A. Mielck, R. Holle, H. Löwel, G. Giani, C. Meisinger für die KORA-Studiengruppe. Versorgungsqualität und Ausmaß von Komplikationen an einer bevölkerungsbezogenen Stichprobe von Typ-2-Diabetespatienten. Der KORA-Survey 2000. DMW 2006;131:73-78
www.thieme-connect.de/ejournals/abstract/dmw/doi/10.1055/s-2006-924927

Informationen finden Sie im Internet unter www.diabetes-deutschland.de


Für Rückfragen zu dieser Presseinformation wenden Sie sich bitte an:
Prof. Dr. med. Werner A. Scherbaum
Deutsches Diabetes-Zentrum / Deutsche Diabetes-Klinik
Leibniz-Institut an der Heinrich-Heine-Universität
Auf’m Hennekamp 65, 40225 Düsseldorf

Telefon: 02 11 / 33 82 – 2 00, Fax: 02 11 / 33 69 103



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