DGK e.V. -Deutsche Gesundheits Korrespondenz dgk, Jg. 46, 3 - 2005 - Themen: Brustkrebs, Mammographie, Früherkennung, Mammographie-Screening, Frauen, Zähne, Zahn, Implantate, Mundhygiene, Zahnpflege, Augen, Sehen, Kontaktlinse, Sehhilfe, Beratung, Kopfschmerze
Gesundheitsinformationen zu:
Deutsches Grünes Kreuz, Brustkrebs, Mammographie, Früherkennung, Mammographie-Screening, Frauen, Zähne, Zahn, Implantate, Mundhygiene, Zahnpflege, Augen, Sehen, Kontaktlinse, Sehhilfe, Kopfschmerzen, Spannungskopfschmerzen, Diabetes, Sicherheit am Steuer, Sorgfaltspflicht, Unterzuckerung, Haare, Haarausfall, Männer, Laptops, Fruchtbarkeit, Antikörper, Nieren, Nierentransplantation, Eierfärben, Ostereier, Infowoche. Allergie, „Allergie-Karriere verhindern“, Aktionstag, "Sicherer Spielplatz", Malaria-Spendenaktion, Diabetes, Diabetesforschungsprojekt, Deutsche Diabetes-Zentrum, DDZ
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Deutsche Gesundheits-Korrespondenz
dgk, Jg. 46, 3 - 2005

Das Mammographie-Screening kommt
„Rasterfahndung“ nach dem Brustkrebs
(3.819 Zeichen)

(dgk) Brustkrebs ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung der Frau. Jährlich erkranken etwa 51.000 Frauen, etwa 19.000 sterben daran. Auf der Liste der krebsbedingten Todesursachen in Deutschland rangiert das Mammakarzinom bei Frauen damit an erster Stelle. Besonders häufig ist Brustkrebs bei Frauen, die 50 Jahre und älter sind.

Was die wenigsten wissen: Seit Beginn des vergangenen Jahres haben alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren Anspruch auf ein nach Qualitätskriterien der EU organisiertes, von den Krankenkassen bezahltes Mammographie-Screnning. Bei dem Programm handelt es sich um eine Röntgenuntersuchung der Brust (Mammographie), die hohen Qualitätsanforderungen an Geräte, Personal und Ärzte unterliegt. Regelmäßige Fortbildungen der Ärzte (Gynäkologen und Radiologen), eine Doppelbefundung der Mammographien durch zwei verschiedene Ärzte, im Verdachtsfall auch durch einen dritten Arzt und eine regelmäßige Kontrolle der technischen Geräte sind Pflicht. Ärzte, die am Programm teilnehmen, müssen mindestens 2.000 Mammographien pro Jahr auswerten.

Ziel dieses Mammographie-Screenings ist es, Brustkrebs möglichst früh zu erkennen. Dadurch werden die Heilungschancen erheblich verbessert und die Sterblichkeit deutlich verringert. Das Screening wird – außer in den Modell-Regionen Wiesbaden, Weser-Ems und Bremen – bislang nur in Bayern annähernd flächendeckend angeboten. Zurzeit nehmen in Bayern etwa 30 Prozent der anspruchsberechtigten Frauen diese Möglichkeit der Früherkennung wahr – Tendenz steigend.
Zur Teilnahme an diesem Früherkennungs-Programm, das bis Ende 2005 auch bundesweit eingeführt sein soll, werden die Frauen persönlich auf der Grundlage von Angaben der Meldebehörden eingeladen. Mit der Einladung erhalten sie ein Merkblatt, das genau über Ziele, Hintergründe und Vorgehensweise informiert. Die Mammographie ist freiwillig und kostenlos.

In den Niederlanden, in Schweden, USA und Großbritannien, in denen bereits ein Mammographie-Screening durchgeführt wird, ist die Brustkrebssterblichkeit in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Experten schätzen, dass eine qualitätsgesicherte Mammographie auch in Deutschland die Sterblichkeit an Brustkrebs um bis zu 30 Prozent senken könnte.

Durch das alle zwei Jahre wiederholte Mammographie-Screening können bereits Tumore in der Brust entdeckt werden, die nur ein bis zwei Millimeter groß sind. Bei regelmäßigen oder gelegentlichen Selbstuntersuchungen werden Tumore hingegen erst festgestellt, wenn sie bereits 10 bis 20 Millimeter umfassen. Ohne Mammographie und ohne Selbstuntersuchung sind Tumoren im Schnitt 40 Millimeter groß, wenn sie entdeckt werden. Ideal ist daher die Kombination von regelmäßiger Selbstuntersuchung und Mammographie alle zwei Jahre.

Was erwartet Sie beim Mammographie-Screening?

Alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren haben einen Anspruch auf die Teilnahme am Mammographie-Screening. Sie erhalten dazu Einladungen mit näheren Informationen, unter anderem wann und wo sie die Untersuchung machen lassen können. Vor Ort nimmt sie eine Röntgenassistentin in Empfang und befragt sie über eventuelle Beschwerden oder Brust-Erkrankungen. Umgekehrt steht sie den Frauen für Fragen zur Verfügung. Sie erklärt dann den weiteren Ablauf. Der gesamte Besuch dauert etwa eine halbe Stunde.

Die Untersuchung selbst dauert nur wenige Minuten. Dabei wir jede Brust zwischen zwei Plexiglasplatten gelegt und kurz zusammengedrückt. Dies kann unangenehm, manchmal auch schmerzhaft sein. Dieser Druck ist aber notwendig, weil nur so gut beurteilbare Bilder mit der geringst möglichen Strahlenbelastung erzielt werden können.
Von jeder Brust werden zwei Röntgenaufnahmen angefertigt. Die Aufnahmen werden immer von mindestens zwei besonders erfahrenen und geschulten Ärzten unabhängig voneinander beurteilt; jedes Röntgenbild wird also doppelt befundet. In Zweifelsfällen wird ein weiterer Spezialist hinzugezogen.

Jede Frau erhält das Untersuchungsergebnis innerhalb von ein bis zwei Wochen per Brief. Bei etwa 95 Prozent aller Frauen zeigt die Mammographie keinen Hinweis auf Brustkrebs. Diesen Frauen wird schriftlich mitgeteilt, dass sie in zwei Jahren wieder zur Mammographie eingeladen werden. Weniger als fünf Prozent der teilnehmenden Frauen haben auffällige Befunde, die weiter abgeklärt werden müssen. Bei neun von zehn dieser Frauen wird sich herausstellen, dass kein Brustkrebs vorliegt.

Ablauf des Mammographie-Screening-Programmes

Grafik: DGK


Implantate: frühzeitig und gut planen!
Sorgfältige Mundhygiene und Zahnpflege für langen Erhalt
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(dgk) Fast eine halbe Million Zahn-Implantate wurden im vergangenen Jahr in Deutschland eingesetzt. Immer mehr Menschen legen beim Zahnersatz Wert auf Ästhetik und Funktionalität, was eng verbunden ist mit Lebensqualität und Wohlbefinden. Doch in vielen Zahnarztpraxen ist das Implantat als Alternative zum herkömmlichen Zahnersatz trotz seiner medizinischen und ästhetischen Vorteile noch keine Selbstverständlichkeit. Und das, obschon seit dem 1. Januar 2005 die Gesetzlichen Krankenkassen durch das befundorientierte Festzuschuss-System auch Zuschüsse für Implantatversorgungen leisten.

Die Implantologie erlangt jedoch in der zahnärztlichen Praxis eine immer größere Bedeutung und hat sich längst zum eigenständigen Fachgebiet entwickelt. „Viele Zahnärzte absolvieren mittlerweile entsprechende Kurse und erlangen eine weitergehende Spezialisierung auf diesem Gebiet. Dies zeigt, dass die Implantologie künftig aus der zahnärztlichen Praxis nicht mehr wegzudenken ist“, sagt Prof. Dr. Thomas Attin, Geschäftsführender Leiter des Zentrums für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Göttingen und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Sektion Zahngesundheit im Deutschen Grünen Kreuz e.V.

Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, die chirurgisch in den Kieferknochen eingepflanzt werden. Sie tragen anschließend den eigentlichen Zahnersatz (Krone, Brücke, Prothese). Implantate können nicht nur einzelne Zähne ersetzen, sondern auch als sichere Verankerung für Teil- und Vollprothesen dienen, sind sehr langlebig und kommen den natürlichen Zähnen in Funktion und Aussehen am nächsten. Zudem bleiben die Nachbarzähne unversehrt, weil sie nicht als Pfeiler für Brücken beschliffen werden müssen. Implantate verhindern außerdem fast völlig die Rückbildung des Kieferknochens, weil sie den natürlichen Druck auf den Knochen aufrecht erhalten.

Sind ein oder mehrere Zähne verloren gegangen, sollte man frühzeitig über einen geeigneten Zahnersatz nachdenken. Für den Einsatz von Implantaten muss ein ausreichendes Knochenvolumen vorhanden sein. Aber selbst bei geringer Knochensubstanz gibt es heutzutage gute Möglichkeiten, den Knochen künstlich so aufzubauen, dass er für den Einsatz von Implantaten geeignet ist. Des Weiteren haben sich die Werkstoffe soweit verbessert, dass Abstoßungsreaktionen weitgehend vermieden werden können und sich die Einheilungsphase je nach Material erheblich verkürzt.

Voraussetzung für eine Implantation und den langen Erhalt der Implantate ist eine sorgfältige Mundhygiene und Zahnpflege. Es dürfen keine Entzündungen, Zahnfleischerkrankungen oder Karies vorhanden sein. Außerdem müssen die restlichen Zähne saniert sein. Besonders in der Einheilungsphase müssen Entzündungen vermieden und bakterielle Zahnbeläge gründlich entfernt werden. Alle sechs bis zwölf Monate muss eine zahnärztliche Kontrolle erfolgen.

Zu Problemen kann es bei Menschen mit einer ungünstigen Lebensweise (Rauchen, Alkohol) oder mit Krankheiten wie Diabetes kommen. Sie müssen besonders sorgfältig auf ihre Mund- und Zahnhygiene achten.
Wichtig während der Einheilungsphase ist eine Ernährung mit „weichen“, reizarmen Lebensmitteln, die das Implantat nicht übermäßig belasten. Hier sind unbedingt die zahnärztlichen Empfehlungen zu beachten.

Eine Implantation muss sehr sorgfältig gemeinsam mit dem Zahnarzt, Kiefer- oder Oralchirurgen geplant werden. Die Planungsphase sollte ausführliche Beratungsgespräche, klinische Untersuchungen aber auch die Aufklärung über Alternativen beinhalten. Darüber hinaus sollte im Vorfeld eine detaillierte Kostenplanung stattfinden.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.rundum-zahngesund.de, der Homepage der Sektion Zahngesundheit im Deutschen Grünen Kreuz e.V.

 Ein schönes Lachen bis ins hohe Alter Ein schönes Lachen bis ins hohe Alter. Durch Implantate lassen sich nahezu ideale Zahnersatzkonstruktionen verwirklichen.
Foto: DGK


Von der Glasschale bis zur Kontaktlinse
Die Geschichte der Sehhilfen ist schon alt
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(dgk) Kontaktlinsen sind als Sehhilfe mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Was kaum einer weiß: „Erfunden“ wurden sie bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts.

Immer mehr Menschen benötigen eine Sehhilfe auch schon in jungen Jahren. Die Vorteile von Kontaktlinsen sind groß. Niemand sieht einem gleich die Sehschwäche an, das Sehfeld ist nicht durch einen Brillenrahmen begrenzt und man kann Dinge in jede Richtung mit gleicher Schärfe sehen.

Schon Leonardo da Vinci (1452 – 1519) versuchte den Zustand nachzuahmen, den man beim Sehen unter Wasser erlebt. Dafür legte er im 16. Jahrhundert wassergefüllte Glasschalen auf das Auge. Vielleicht waren diese Glasschalen die ersten Urahnen unserer heutigen Kontaktlinsen. Zumindest entdeckte er damit das Prinzip der Tränenflüssigkeitslinse.

Als erster stellte wohl der Wiesbadener Glasbläser Friedrich Adolf Müller (1838 - 1879) aus mundgeblasenen Glaskugeln Corneal- und Skleralschalen her. Einer seiner Nachkommen, August Müller aus Mönchengladbach, soll bereits 1890 die eigene Kurzsichtigkeit von -14,0 Dioptrien mit einer gläsernen Corneosclerallinse korrigiert haben. Er promovierte 1889 mit der Doktorarbeit „Brillengläser und Hornhautlinsen“, in der er exakt die Wirkungsweise von Kontaktlinsen beschrieb.

Gute Sehleistungen waren damals noch nicht zu erreichen, da weder die genaue Berechnung noch die exakte Herstellung von Glaslinsen möglich waren. Die Nachkommen von Müller stellen noch heute in der gleichnamigen Firma in Wiesbaden künstliche Augen her. In ihrer Haussammlung gibt es Raritäten wie eine ägyptische, 4.500 Jahre alte Augenprothese aus Elfenbein oder künstliche Augen aus emailliertem Silber und die Augenprothese eines Dressurpferdes.

Als einer der Erfinder der modernen Kontaktlinse kann man den 1852 in Marburg geborenen Augenarzt Dr. Adolf Eugen Fick betrachten. Er ging von der Vorstellung aus, Unregelmäßigkeiten der Hornhaut durch Kontaktgläser und eine den Zwischenraum ausfüllende Flüssigkeit zu korrigieren. Zunächst fertigte er von Kaninchenaugen Gipsabdrücke an, nach deren Form er Gläser blasen ließ. Da sie den Tieren „wie angegossen“ passten, ließ er weitere Größen herstellen und setzte sich selbst eine derartige Linse ein. Diese vertrug er mehr als zwei Stunden. An 17 Patienten erprobte er die Methode erfolgreich, bevor er 1888 seine Arbeit „Eine Contactbrille“ veröffentlichte. Einer seiner Patienten brachte ihn außerdem auf den Gedanken, dass man diese Linsen auch aus kosmetischen Gründen tragen könnte.

Ebenfalls 1888 experimentierte der Augenarzt Eugene Kalt, geboren 1861 im Elsass, Augenarzt in Paris, mit kleinen gläsernen Schälchen, die auf der Hornhaut schwammen. Diese Glasschälchen besaßen zunächst keinerlei optischen Schliff. Später verwendete Eugene Kalt dann geschliffene Gläser mit einer Brechkraft zwischen 1 und 2 Dioptrien. Dies ist das Prinzip der heutigen Kontaktlinsen, die allerdings nicht mehr aus Glas bestehen.

Erst 1912 begann die Firma Carl Zeiss Jena mit der Herstellung reproduzierbarer geschliffener „Haftgläser“. Ab etwa 1928 stellte man nach Augenabgüssen geformte Sklerallinsen aus Plexiglas, Polymethylmethacrylat (PMMA), her. Ein Durchbruch: Plexiglas ist bruchsicher, einfacher zu bearbeiten und problemloser zu behandeln als Glas. Aus diesem Material entstanden optisch erstklassige Kontaktlinsen – mit dem Nachteil, dass sie weder sauerstoffdurchlässig noch wasserfreundlich (hydrophil) waren. Es lag somit nahe, nach einem weichen, wasseraufnahmefähigen, gasdurchlässigen und dadurch verträglicheren Material zu suchen.
Ab Mitte der 50er-Jahre wurde mit Hydroxyaethylmetacrylat (HEMA) experimentiert, und 1971 kamen die HEMA-Linsen in Amerika und Deutschland auf den Markt.

Heute sind Markenkontaktlinsen hochkomfortabel und ausgesprochen hilfreich Foto: PhotoDisc

Heutzutage sind alle erhältlichen Markenkontaktlinsen hochkomfortabel und ausgesprochen hilfreich. Auch in Zukunft werden die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in der Kontakt-linsenoptik weitergehen.


Quellen:
Fick, Eugen A.: Eine Contactbrille. In: Archiv für Augenheilkunde, Band 18, Wiesbaden 1888; Helen Ann Augst, Im Blickpunkt: Kontaktlinsen, München: Humboldt-Taschenbuchverlag 1994


Kopf unter Hochspannung
Die zehn wichtigsten Regeln zur Behandlung von Spannungskopfschmerzen
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(dgk) Kopfschmerzen können jeden treffen. Mehr als die Hälfte aller Deutschen leidet zumindest gelegentlich darunter. Eine echte Volkskrankheit also, die Frauen und Männer gleichermaßen angeht. Die dumpfen, drückenden Schmerzen können in jedem Lebensalter auftreten. Auch viele Kinder haben damit zu tun. Auslöser sind häufig Muskelverspannungen aufgrund falscher Körperhaltung. Aber auch Stress, schlecht belüftete Räume und das Wetter spielen eine Rolle.

Bei gelegentlichen, leichten bis mittelstarken Beschwerden behandeln sich die meisten Patienten selbst. „Es spricht nichts dagegen. Allerdings müssen einige Regeln beachtet werden“, meint dazu Dr. Dietmar Krause vom Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz, Marburg.

Regel 1: „Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) empfiehlt als ein Mittel der ersten Wahl Kombinationspräparate mit den Wirkstoffen Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol und Koffein“, weiß Krause. Durch die Kombination dieser Wirkstoffe kommt es zu einer gegenseitigen Verstärkung der vorteilhaften Effekte, erläutert der Schmerzexperte die Empfehlung der DMKG. „Kombinationspräparate verfügen daher über ein breiteres Wirkprofil und einen schnelleren Wirkungseintritt als Monopräparate mit nur einem Wirkstoff wie Ibuprofen oder nur ASS“, stellt Krause fest.

Regel 2: Wichtig ist auch, die Tabletten immer mit reichlich Wasser einzunehmen. Dadurch wird das Medikament zügig durch die Speiseröhre gespült und gelangt schnell in den Magen-Darm-Trakt.

Regel 3: Die Dosierung ist entscheidend: „So viel wie nötig, so wenig wie möglich“, rät Dr. Jan-Peter Jansen vom Schmerzzentrum Berlin. Meist sind ein bis zwei Tabletten am Tag ausreichend, um den Schmerz zu beseitigen.

Regel 4: „Nehmen Sie aber höchstens an zehn Tagen im Monat und maximal drei Tage hintereinander freiverkäufliche Schmerztabletten ein“, warnt Jansen. Sind die Schmerzen dann nicht verschwunden, empfiehlt der Experte einen Arztbesuch.

Regel 5: Medizinischer Rat ist auch dann notwendig, wenn die Beschwerden häufig auftreten, nicht eingeordnet werden können oder wenn plötzlich bisher unbekannte, schwere Schmerzen auftreten.

Regel 6: Schließlich kann es zwischen rezeptfreien Kopfschmerzmitteln und anderen Medikamenten zu Wechselwirkungen kommen. Patienten, die dauerhaft Arzneimittel einnehmen müssen, sollten daher unbedingt ihren Arzt oder einen Apotheker befragen, bevor sie Schmerzmittel anwenden.

Regel 7: Die siebte Regel besagt: „Nehmen Sie nie mehrere Schmerzmittel gleichzeitig“. Auch dies kann zu unberechenbaren Wechselwirkungen führen, rät Jansen.

Regel 8: „Greifen Sie nicht gleich zur Tablette.“ Es gibt zahlreiche nichtmedikamentöse Verfahren, mit denen Kopfschmerzen gelindert werden, empfiehlt das Forum Schmerz. Entspannungsmethoden, wie die progressive Muskelentspannung nach Jacobson ist bei Kopfschmerzen sehr erfolgreich. Aber auch Akupunktur, Akupressur und bewährte Hausmittel, wie Wasseranwendungen, heiße Rolle oder Kaffee mit Zitrone machen Sinn, so die Experten.

Regel 9: „Beugen Sie vor.“ Spaziergänge an der frischen Luft und Ausdauersportarten können hier genauso erfolgreich eingesetzt werden wie Entspannungsübungen. Auch an Verhaltensänderungen ist zu denken. Wer den Auslöser seiner Beschwerden kennt, sollte ihn meiden.

Regel 10: Wann immer Betroffene Zweifel haben, z.B. ob sie ein bestimmtes Arzneimittel einnehmen dürfen oder nicht, gilt Regel zehn: „Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“.

Kopfschmerzen – Anleitung zur Selbsthilfe

Weitere Informationen zum Thema Kopfschmerzen bietet die Broschüre „Kopfschmerzen – Anleitung zur Selbsthilfe“, die Sie gegen Einsendung eines mit 1,44 Euro frankierten DIN A5-Rückumschlages unter dem Stichwort: Kopfschmerzen beim Deutschen Grünen Kreuz, Postfach 12 07, 35002 Marburg, anfordern können oder im Internet unter www.forum.schmerz.de .


Diabetes: Mehr Sicherheit am Steuer
Sorgfaltspflicht: Unterzuckerung vermeiden
(1.842 Zeichen)

(dgk) Diabetes kann unter Umständen die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen: Beim Autofahren gilt es vor allem, eine Unterzuckerung zu vermeiden, meldet der Ratgeber aus Ihrer Apotheke.

Die Erkrankung an sich führt nicht automatisch zum Entzug der Fahrerlaubnis. Auch schreibt kein Gesetz vor, dass die zuständigen Verkehrsbehörden über die Diagnose zu informieren sind. Es besteht jedoch eine Sorgfaltspflicht. Diabetiker müssen stets Vorsorge treffen, dass sie andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährden. Das bedeutet vor allem: Sie müssen eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) vermeiden.

Zu einer solchen kann es kommen, wenn der Patient Tabletten einnimmt, die zur erhöhten Freisetzung von Insulin aus der Bauchspeicheldrüse führen. Am größten ist das Risiko jedoch bei Diabetikern, die Insulin spritzen.

Erste Symptome einer Unterzuckerung sind Herzklopfen, Zittrigkeit, Blässe, Schwitzen, Kopfschmerzen, Unruhe oder auch Angstgefühle. Nimmt ein Diabetiker in dieser Situation nicht rechtzeitig Traubenzucker oder Fruchtsaft ein, droht eine schwere Hypoglykämie mit Konzentrationsproblemen, Sehstörungen, Verhaltensänderungen, Schwindel, Lähmungserscheinungen, Krampfanfällen oder gar Bewusstlosigkeit.

Am Steuer kann dies nicht nur für den Betroffenen selbst tödliche Folgen haben. Daher sollten gefährdete Diabetiker vor der Abfahrt sicherstellen, dass sie uneingeschränkt verkehrstüchtig sind. Eine Blutzuckermessung gibt Aufschluss: Liegt der Wert unter 90 Milligramm pro Deziliter (mg/dl), müssen sie schnell wirkende Kohlenhydrate einnehmen. Losfahren erst, wenn der Zuckerspiegel gestiegen ist.

Tipp: Halten Sie im Auto immer einen Vorrat an Traubenzucker, Limonade oder Cola, Keksen und Obst griffbereit. Stoppen Sie bei längeren Strecken alle zwei Stunden und messen Sie den Blutzucker. Denken Sie daran: Für Diabetiker ist es wichtig, die Nährstoffzunahme auf mehrere kleine Mahlzeiten am Tag zu verteilen. Vermeiden Sie Nachtfahrten – und bedenken Sie, dass das Unterzuckerungsrisiko durch Alkoholgenuss erheblich zunimmt.

Mehr darüber lesen im Ratgeber aus Ihrer Apotheke/Ausgabe 4 A/2005
(1. April 2005).


WIE FUNKTIONIERT’S? – DEN KÖRPER VERSTEHEN :

Warum fallen Haare aus?
Kahlschlag auf dem Kopf
(2.858 Zeichen)

(dgk) Ein paar Haare im Kamm deuten noch nicht auf einen Haarausfall hin. Bis zu 100 Haare am Tag verliert der Mensch normalerweise. Alte Haare sterben ab und fallen aus, neue Haare wachsen nach – ein Vorgang, der sich ständig wiederholt. Jeder dritte Mann und jede zehnte Frau sind aber von Haarausfall betroffen.

Die häufigsten Arten des Haarausfalls sind hormonell-erblicher Haarausfall (androgenetische Alopezie), kreisrunder Haarausfall (Alopezia areata) und diffuser Haarausfall.

Der hormonell-erbliche Haarausfall ist mit 95 Prozent die häufigste Form und betrifft hauptsächlich Männer. Ausgelöst durch eine Empfindlichkeit in den Haarwurzeln gegen das männliche Geschlechtshormon Testosteron, zeigt sich der erbliche Haarausfall zunächst meist in Form von Geheimratsecken. Später lichtet sich auch das Haar am Hinterkopf. Bei Frauen ist erblicher Haarausfall eher selten. Ihr Haar dünnt in diesem Fall entlang des Scheitels extrem aus.

Da Haarausfall bei Männern in der Gesellschaft als normal akzeptiert wird, zahlen die Krankenkassen die erforderlichen Arzneien gegen Haarausfall nicht. Frauen leiden an Haarausfall in der Regel wesentlich stärker.

Seltener tritt der so genannte kreisrunde Haarausfall (Alopezia areata) auf, dessen Ursachen bislang nicht 100-prozentig geklärt sind. Als Ursachen werden häufig Störungen des Immunsystems, eine Schilddrüsenerkrankung, Allergien, Diabetes oder eine psychische Erkrankung, die das Haarwachstum zum Stillstand bringen, angenommen.
In diesem Fall bilden sich plötzlich verschiedene kahle Stellen am Kopf oder auch an anderen Körperstellen. Die Haare können aber auch vollständig ausfallen. Bei den meisten Patienten stellt sich innerhalb eines Jahres das Wachstum wieder ein. Dauert der Haarausfall länger an, kann es sein, dass die Haare nicht wieder nachwachsen.

Die dritte Form stellt der diffuse Haarausfall dar, dessen Ursachen vielfältig sind. Auslöser für das Ausdünnen der Kopfbehaarung können psychischer Stress, hormonelle Störungen, Mangelerscheinungen durch Fehlernährung oder nach Fastenkuren, Hormonumstellungen nach der Geburt, dem Absetzen der Pille oder in den Wechseljahren, Infektionen, Schilddrüsenfunktionsstörungen oder die Einnahme von Medikamenten sein. Prinzipiell kann es sich beim diffusen Haarausfall auch um eine Alterserscheinung handeln.
Dabei ist der Haarausfall nicht auf einen bestimmten Teil des Kopfes beschränkt, sondern das Haar dünnt insgesamt aus. Die Behandlung des diffusen Haarausfalls ist abhängig von der Ursache. Bei Schilddrüsenfunktionsstörungen und Infektionen therapiert man die Grunderkrankung. Bei Hormonmangel in den Wechseljahren gibt es beispielweise Haartinkturen gegen den Östrogenabfall.

Mangelerscheinungen lassen sich generell durch eine gesunde Mischkost ausgleichen. Ein zu niedriger Eisenspiegel, wie er oft bei Frauen vorkommt, macht sich am Haar besonders bemerkbar. Gegebenenfalls muss man den Mangel mit Eisenpräparaten ausgleichen. Aufschluss darüber gibt eine Blutanalyse. Um sich von Stress und Hormonschwankungen zu erholen, braucht der Körper einfach nur Zeit und Ruhe. Sind Medikamente die Ursache des Haarausfalls, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen, ob Sie auf andere Präparate ausweichen können.

 Medikamente können eine Ursache für Haarausfall sein Medikamente können eine Ursache für Haarausfall sein.
Foto: MEV


AUS WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG

Laptops gegen die Fruchtbarkeit
Zum Arbeiten den Tisch benutzen
(1.744 Zeichen)

(dgk) Wenn man mit Laptops das macht, was der Name bedeutet, tut man sich als junger Mann keinen Gefallen: Eine amerikanische Studie ergab, dass Männer, die Laptops bevorzugt auf dem Schoß benutzen, eine verminderte Spermienproduktion aufweisen.

Die Arbeit am Laptop kann einer neuen US-Studie zufolge die Fruchtbarkeit von jungen Männern gefährden. Wenn sie oft und über längere Zeit mit einem tragbaren Computer auf dem Schoß tippen, schadet dies der Spermienproduktion, wie die Wissenschaftler um Yefim Sheynkin der State University von New York in dem Fachjournal „Human Reproduction“ berichten. Ursachen seien einerseits die von den Laptops ausgestrahlte Wärme, andererseits die Art zu sitzen.

Bei den 29 Versuchspersonen im Alter zwischen 21 und 35 Jahren, die für die Untersuchung lediglich eine Stunde allerdings in unterschiedlichen Sitzpositionen am Laptop arbeiten mussten, erhöhte sich die Temperatur der Hoden links um 2,6 Grad Celsius und rechts um 2,8 Grad Celsius. Diese Zahl möge auf den ersten Blick niedrig erscheinen, sei aber schlecht für die Produktion und Entwicklung von Spermien, sagte der Leiter des Forscherteams, Yefim Sheynkin. Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass eine Erwärmung der Hoden um 1 bis 2,9 Grad einen negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben kann.

Außer der Hitze birgt diese Arbeitsmethode allerdings noch ein weiteres Problem, und das ist die Körperhaltung. Wer auf seinem Schoß einen Text schreiben, oder nur etwas lesen möchte, der presst seine Oberschenkel zusammen. Dabei werden, um dem Laptop Halt zu geben, die Hoden zwischen die Beine gequetscht. Diese Art der Reibung erhöht natürlich wiederum die Hodentemperatur.

Abschließend erklären die Mediziner, dass es zwar noch nicht klar sei, welche Temperaturen über welchen Zeitraum tatsächlich die Fruchtbarkeit angreifen. Allerdings wären die Studienergebnisse so eindeutig und logisch nachvollziehbar, dass jedem jungen Mann geraten werden sollte, das Laptop nur für kurze Zeit oder besser gar nicht auf dem Schoß zu platzieren.

Zum Arbeiten den Tisch benutzen Foto: MEV


Quelle:
Yefim Sheynkin, Michael Jung, Peter Yoo, David Schulsinger and Eugene Komaroff: Increase in scrotal tem-perature in laptop computer users. Human Reproduction, 2004; 0: 6161, doi:10.1093/humrep/deh616


Antikörper gegen fremde Nieren
Neue Erkenntnisse zur Abstoßung von Nierentransplantaten
(1.637 Zeichen)

(dgk) Die gefürchtete Komplikation einer Nierentransplantation: Der Körper wehrt sich gegen das eingesetzte Fremdorgan. Das führt, wenn nichts dagegen unternommen wird, zur Zerstörung des neuen Organs.

Berliner Forscher haben nun die Ursache für einen Teil der Abstoßungen von transplantierten Nieren gefunden. Mehr als zehn Prozent kommen durch zirkulierende Antikörper-vermittelte, so genannte „humorale“ Abstoßung zustande. Etwa die Hälfte dieser Patienten bildet dabei Antikörper gegen Gewebeantigene des Organs, Strukturen, die das Immunsystem als fremd erkennt. Aber für die andere Hälfte war die Ursache der Transplantatabstoßung bislang unbekannt. Diese Patienten bilden offenbar Antikörper gegen einen Schlüsselrezeptor (Angiotensin II Rezeptor), die in der Lage sind, den Rezeptor anzuschalten. Der Rezeptor spielt normalerweise eine wichtige Rolle bei der Regulation von Gefäßen und des Salzhaushalts. Bei Überstimulierung können entzündliche Schädigungen der Gefäße und schwerer Bluthochdruck die Folge sein und zum Versagen des Transplantats führen.

Die 18 Forscher der Charité Universitätsmedizin Berlin, Campus Mitte, der Franz-Volhard Klinik (FVK), Helios Klinikum-Berlin und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch um Prof. Duska Dragun haben herausgefunden: Mit Medikamenten, die den Rezeptor blockieren, könne man die Organschädigung nachweislich verhindern. Eine weitere Möglichkeit sei, die entsprechenden Antikörper aus dem Blutplasma zu filtern, so die Forscher. Durch diese Methoden könnte jedes zehnte transplantierte Organ gerettet werden.

Quelle:
New England Journal of Medicine (N Engl J Med ) 2005 , Vol. 352, No. 6, pp. 558-69

Weitere Informationen:
Dr. Dragun at the Department of Nephrology and Transplantation, Charité University Hospital, Campus Mitte, Schumannstr. 20-21, 10117 Berlin, E-Mail: duska.dragun.@charite.de


MELDUNGEN

Bunte Ostereier: natürlich gefärbt
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(dgk) Alle Jahre wieder stellt sich die selbe Frage: selber färben oder kaufen? Die teilweise fertig grellbunt gefärbten Ostereier im Supermarkt sind natürlich verlockend, sind aber meist mit künstlichen Ostereierfarben bemalt. Diese sind zwar alle lebensmittelrechtlich zugelassen, enthalten aber oft Azofarbstoffe, die als schwache Allergene bekannt sind. Das sind zum Beispiel E 151 (Brilliantschwarz), E 122 (Azorubin), E127 (Erythrosin), E 102 (Tartrazin). Durch geplatzte Schalen oder poröse Stellen können diese Stoffe ins Ei gelangen und bei entsprechend empfindlichen Personen eine allergische Reaktion auslösen.

Die familienfreundliche und gesunde Alternative ist das Selberfärben mit pflanzlichen Zutaten. Durch das Abkochen von Blättern, Früchten oder Wurzelteilen kann man eine schöne Farbpalette erzielen. Ein Sud aus Zwiebeln, Rotkohl oder Heidelbeeren macht sehr warme bräunliche bis bläuliche Farbtöne. Der Saft der Roten Beete für rote Eier, Spinat für grüne, Kümmel, Kamille oder Safran für gelbe, Holundersaft für lilafarbene: All das sind unbedenkliche Alternativen zu künstlichen Farbstoffen. Ein Lindgrün gelingt ganz einfach mit MateTee und ein schönes Violett mit getrockneten Heidelbeeren. Die Eier werden in einem filtrierten Sud aus den Pflanzenbestandteilen hartgekocht oder darin fünf Minuten bis eine Stunde eingelegt, je nachdem, wie intensiv der Farbton werden soll. Pflanzenfarben werden noch leuchtender, wenn man dem Farbbad einen Schuss Essig beigibt.

Bunte Ostereier: natürlich gefärbt Foto: MEV

Vorsicht: Auch der natürliche Farbstoff Kurkumin, der gerne zum Färben der Eier verwendet wird, kann in Einzelfällen Hautrötungen, Nesselsucht, einen Neurodermitisschub oder Asthmaanfälle hervorrufen. Kurkumin oder E100 ist ein pflanzlicher, gelber Farbstoff. Er wird aus der Gelbwurzel gewonnen. Kurkumin wird verwendet, um zum Beispiel Kartoffelflocken zu färben und diesen ein frisches Aussehen zu geben. Außerdem kann es in Currypulver, Senf, Suppen, Soßen, Konfitüren, Süßwaren, Wurst oder alkoholfreien Getränken mit Aromen enthalten sein.


„Allergie-Karriere verhindern“
Deutsches Grünes Kreuz e. V. ruft im April zur
Früherkennung von Allergien auf
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(dgk) Pünktlich zur Heuschnupfen-Saison ruft das Deut-sche Grüne Kreuz e. V. (DGK) die Bevölkerung mit einer bundesweiten Informationswoche zur Früherkennung von Allergien auf. Im Aktionszeitraum vom 4. bis 9. April 2005 halten Gesundheitsämter sowie zahlreiche Apotheken und Kindergärten Informationsbroschüren bereit, die erläutern, was man über die modernen Möglichkeiten der Allergie-Früherkennung wissen sollte, welche Therapien sinnvoll sind, und welche Hilfsmittel es für Allergie-Geplagte gibt, mit denen sie ihre Beschwerden verringern können.

Weitere Informationen über die Aktion finden Sie auf www.dgk.de unter Veranstaltungen. Dort stehen auch das Aktionsplakat und Broschüren zum Download bereit.


Aktionstag „Sicherer Spielplatz"
Bundesministerin Renate Schmidt übernimmt Schirmherrschaft
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(dgk) Die Bundesregierung strebt im Rahmen des Nationalen Aktionsplans „Für ein kindergerechtes Deutschland 2005-2010“ auch die Reduzierung der Unfälle von Kindern im Haus- und Freizeitbereich ebenso wie im Straßenverkehr an. Zur Realisierung dieser Ziele sind unter anderem folgende Maßnahmen von der Bundesregierung vorgesehen:

    • flächendeckende Information von Eltern, Kindern und Jugendlichen über alterstypische Unfallgefahren,
    • kindergerechte Vermittlung zum Umgang mit riskanten Situationen,
    • notwendige Vereinbarungen mit der Industrie über technische Unfallschutzmaßnahmen und Prüfplaketten.


Diese erforderlichen Schritte zur Unfallprävention finden beim „Tag des sicheren Spielplatzes“ (25. März), der vom Deutschen Grünen Kreuz e.V. in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Kunststoff-Recycling (DKR) initiiert wird, weitgehend Berücksichtigung. Mit diesem bundesweiten Aktionstag möchten die Initiatoren die Aufmerksamkeit auf notwendige Sicherheitskriterien für Spielplätze und Spielgeräte richten und zu Aktionen vor Ort anregen. So zum Beispiel zu Spielplatzfesten, bei denen Eltern und Kinder nicht nur gemeinsam spielen, sondern auch den Blick auf notwendige Sicherheitsvorkehrungen und sichere Verhaltensweisen beim Spielen richten. Bundesministerin Renate Schmidt hat die Schirmherrschaft für diesen Aktionstag übernommen.

Quelle: Nationaler Aktionsplan. Für ein kindergerechtes Deutschland 2005-2010, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Januar 2005


"Kinder für Kinder gegen Malaria"
Spendenaktion des Deutschen Grünen Kreuzes e.V.
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(dgk) Noch bis zum 25. April 2005 läuft die große Spenden- und Schulaktion des Deutschen Grünen Kreuzes e. V. (DGK) „Kinder für Kinder gegen Malaria“, bei der Spenden für die von Ma-laria bedrohten Kinder in Afrika gesammelt werden. Nur 3 Euro genügen, um ein Moskitonetz zu kaufen – der beste Schutz gegen die dämmerungs- und nachtaktiven Mücken.

Spendenkonto:
Deutsches Grünes Kreuz e.V. Stichwort: Malaria
Commerzbank Kassel BLZ: 520 400 21
Konto-Nr.: 28 80 2 35 00



Hinweis für die Redaktionen:
Das DGK bietet Ihnen Poster und Flyer, die Sie kostenlos anfordern können unter der Telefonnummer 0 64 21 / 293 - 120 oder
per E-Mail an: anke.rabenau(à)kilian.de

Weitere Informationen gibt es unter www.dgk.de.


NEUES AUS DEM DEUTSCHEN DIABETES-ZENTRUM (DDZ)

Neues Diabetesforschungsprojekt am Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ) in Düsseldorf
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(dgk/DDZ) Im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS) übernimmt das Deutsche Diabetes-Zentrum (DDZ) der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf unter der Leitung von Prof. Dr. med. Werner Scherbaum die Koordinierung der deutschlandweiten Aktivitäten in den Bereichen Früherkennung und Versorgung bei Diabetes mellitus. Dazu wird es unter anderem die neuen Formen der Diabetiker-Versorgung in Deutschland und die dazugehörigen Projekte der Versorgungsforschung bewerten.

Gleichzeitig wird das DDZ auch Maßnahmen vorschlagen, die zur weiteren Optimierung der Versorgung beitragen. Grundlage für die Vergabe dieses Auftrags war ein Vorschlag des DDZ für ein Nationales Diabetes-Forschungsprogramm. Die Laufzeit des Programms ist bis zum Jahr 2008 veranschlagt.

Von Diabetes sind gegenwärtig in Deutschland etwa sechs Millionen Menschen betroffen, hinzu kommen noch schätzungsweise zwei bis drei Millionen Menschen, bei denen der Diabetes noch nicht diagnostiziert wurde. Mit dieser Erkrankung verbunden sind schwerwiegende Begleit- und Folgeerkrankungen. Durch eine Verbesserung der Früherkennung und Versorgung kann für die Betroffenen ein entscheidender Gewinn an Lebensqualität erreicht werden. Bereits jetzt zielen die so genannten Disease Management Programme (DMP) der Krankenkassen für den Diabetes mellitus Typ 2 darauf ab. Auch ihre Effektivität wird im Rahmen des Projektes am DDZ überprüft.

Eine wichtige Rolle bei der Durchführung des Großprojekts spielen die neuen Medien. Betroffene und Interessierte können sich via Internet aktuell informieren. Ebenso stehen ihnen dort strukturierte, interaktive Schulungsangebote zur Verfügung. Dafür wurde in den letzten Jahren am Deutschen Diabetes-Zentrum DDZ das Nationale Fachinformationssystem www.diabetes-deutschland.de aufgebaut, welches Bürger, Patienten und Fachleute mit qualitätsgesicherten Informationen über das Internet tagesaktuell versorgt. Monatlich besuchen 25.000 User diese Web-Seiten.

Beste Voraussetzungen für die Umsetzung des Projektauftrages ermöglicht die enge Verbin-dung des DDZ mit der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Rheumatologie des Universitätsklinikums Düsseldorf sowie mit der Arbeitsgruppe für Medizinische Lern- und Informationssysteme des Klinikums unter der Leitung von Dr.-Ing. Thomas Baehring. Darüber hinaus wird das Projektteam durch einen deutschlandweit besetzten Expertenfachbeirat unterstützt und kooperiert mit dem Gesundheitsministerium Nordrhein-Westfalen und den Gesetzlichen Krankenkassen.

Dr.-Ing. Thomas Baehring, Arbeitsgruppe für Medizinische Lern- und Informationssysteme des Universitätsklinikums Düsseldorf, E-Mail: baehring(à)uni-duesseldorf.de


Informationen finden Sie im Internet unter www.diabetes-deutschland.de

Für Rückfragen zu dieser Presseinformation wenden Sie sich bitte an:
Prof. Dr. med. Werner A. Scherbaum
Deutsches Diabetes-Zentrum / Deutsche Diabetes-Klinik
Leibniz-Institut an der Heinrich-Heine-Universität
Auf’m Hennekamp 65, 40225 Düsseldorf

Telefon: 02 11 / 33 82 – 2 00, Fax: 02 11 / 33 69 103


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