DGK e.V. -Deutsche Gesundheits Korrespondenz dgk, Jg. 46, 11 - 2005 - Themen: Johanniskraut, Neurodermitis, Hautpflege, niedriger Blutdruck, verstopfter Darm, Verstopfung, Arzneimittel, Obstipation, Bewegung, Vitamin D, Kalzium, Osteoporose, Knochen, Zahn, Mun
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Deutsches Grünes Kreuz, IJohanniskraut, Neurodermitis, Hautpflege, niedriger Blutdruck, verstopfter Darm, Verstopfung, Arzneimittel, Obstipation, Bewegung, Vitamin D, Kalzium, Osteoporose, Knochen, Zahn, Mundhygiene, Zahnreinigung, Zahngesundheit, Hantaviren, Infektionen, Rötelmaus, Werbung, Medikamente, Wundermitteln, Warzen, Vitalstoffe, Diabetiker, Diabetes, Medizinische Qualität, Unfallgefahr, Herbstlaub, Falschparker, Behindertenparkplätze, DDZ, Insulin zum Inhalieren
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Deutsche Gesundheits-Korrespondenz
dgk, Jg. 46, 11 - 2005

Johanniskraut hilft bei Neurodermitis
Neue Broschüre zur Hautpflege bei Neurodermitis
(2.700 Zeichen)

(dgk) Auffälligstes Kennzeichen einer Neurodermitis ist eine extrem trockene, schuppige und juckende Haut, wobei rötlich entzündete und wunde Hautveränderungen auftreten können. Die größten Probleme verursacht der höllische Juckreiz. Er führt oft zu unbeherrschbaren Kratzanfällen. In die aufgerissene, manchmal blutende Haut können zudem Bakterien eindringen, so dass eine ernsthafte Infektionsgefahr entsteht. Auch deshalb ist bei Neurodermitispatienten auf ausreichenden Impfschutz zu achten.

Die Neurodermitis zählt inzwischen zu den häufigsten Hauterkrankungen überhaupt. Epidemiologische Studien sprechen von 2,5 Prozent der Bevölkerung in den Industriestaaten. Kinder trifft es dabei am häufigsten, etwa 12 Prozent der Vorschulkinder sollen schon erkrankt sein. Insgesamt geht man von circa drei Millionen Neurodermitiskranken in Deutschland aus – mit steigender Tendenz.

Bei der Neurodermitis verändert sich die Haut. Abwehrzellen des Immunsystems werden aktiv und schütten Botenstoffe wie Histamin und Zytokine aus. Dadurch kommt eine Entzündungsreaktion in Gang, die sich an der Hautoberfläche als Austrocknung mit rauen Stellen, Knötchen, Rötungen und Juckreiz bemerkbar macht. Der Fettsäureschutzmantel der Haut bricht zusammen, und sie wird empfindlicher gegenüber äußeren Reizen. Um dies zu verhindern, muss die Barrierefunktion der Haut mit Hilfe von Cremes oder Lotionen wieder stabilisiert werden.

Ein neuer Hoffnungsträger für Neurodermitispatienten ist das Johanniskraut. In Studien erwies sich vor allem das Hyperforin, einer der Hauptinhaltsstoffe des Johanniskrauts, für die Pflege der Haut von Neurodermitikern als entscheidend. Hyperforin bremst offenbar die Überreaktion des Immunsystems und hemmt das Wachstum bestimmter Bakterien, die in der Haut immer wieder Infektionen auslösen. Gleichzeitig hat Hyperforin einen antientzündlichen Effekt.

Aufgrund dieser Erkenntnisse entwickelten Wissenschaftler der Universitätshautklinik in Freiburg ein innovatives Hautpflegekonzept auf Johanniskrautbasis, das für die trockene und empfindliche Haut besonders bei Neurodermitis geeignet ist. Geprüft wurde die Creme (Bedan) an der Freiburger Klinik an 21 Patienten mit leichter bis mittelschwerer Neurodermitis. Sie wurden halbseitig damit eingecremt, auf die andere Körperhälfte wurde eine Vergleichscreme ohne Wirkstoff aufgetragen. Nach vierwöchiger Pflege waren die entzündeten Hautstellen bei 75 Prozent der Testpersonen abgeheilt, bei zwei Dritteln wurde der Juckreiz deutlich gemildert. Da die untersuchte Creme frei von Konservierungs- und Duftstoffen ist, zeichnete sie sich durch eine sehr gute Verträglichkeit aus. Das johanniskrauthaltige Hautpflegekonzept kann eine sinnvolle und gut verträgliche Ergänzung zur medikamentösen Neurodermitis-Therapie sein.

Broschüre zum Thema Neurodermitis mit speziellen Tipps zur Hautpflege Eine informative Broschüre zum Thema Neurodermitis mit speziellen Tipps zur Hautpflege kann man gegen Einsendung eines mit 1,44 Euro frankierten und mit der eigenen Anschrift versehenen DIN A5-Rückumschlags bestellen bei
Deutsches Grünes Kreuz
Stichwort: Neurodermitis
Schuhmarkt 4
35037 Marburg


Niedriger Blutdruck – verstopfter Darm
Was hilft bei Arzneimitteln, die Obstipation auslösen?
(2.991 Zeichen)

(dgk) Viele Arzneimittel haben nicht nur eine einzige Wirkung im Körper. Sie greifen an mehreren Punkten an und haben daher Nebenwirkungen. Manchmal sind diese zusätzlichen Wirkungen sogar erwünscht. Ein Beispiel hierfür sind Antihistaminika, die meist bei Allergien eingesetzt werden. Sie wirken aber auch bei Übelkeit oder Schlafstörungen. Manchmal handelt es sich aber auch um Nebenwirkungen, die nicht erwünscht sind. Verstopfung ist so eine Nebenwirkung, die bei einer ganzen Fülle von Arzneimitteln auftritt.

„Für manche Patienten wird der Teufel mit dem Beelzebub vertrieben“, meint hierzu Dr. Corinna Kolac, Ernährungswissenschaftlerin beim Deutschen Grünen Kreuz e. V., Marburg. Sind Magenbeschwerden zum Beispiel durch säurebindende Antacida im Griff, kann die Nebenwirkung „Verstopfung“ so massiv sein, dass manche Patienten ihre Arzneimittel lieber absetzen möchten. Auch bestimmte Schmerzmittel (z. B. Opioide), Arzneimittel gegen Depression oder erhöhten Blutdruck und noch viele andere können schwere Verstopfung auslösen.

Was kann Abhilfe schaffen? Dr. Beatrix Sommer, Fachapothekerin für klinische Pharmazie aus Krefeld, sucht für ihre Patienten zunächst nach Arzneimittelalternativen, die genauso wirksam sind, wie das alte Präparat, aber seltener oder gar keine Verstopfung auslösen. „Gerade bei blutdrucksenkenden Mitteln gelingt es durch eine Umstellung oft, die Beschwerden durch Verstopfung in den Griff zu bekommen“, entwarnt die Arzneimittelexpertin. Auch bei Eisenpräparaten kann ein Wechsel des Medikamentes hilfreich sein. Bei opioidhaltigen Schmerzmitteln gibt es heute alternative Darreichungsformen (Pflaster), die seltener Verstopfung auslösen. „Manchmal hilft aber auch nur die Gabe von abführenden Laxantien“, weiß Sommer.

„Vielen Patienten ist es unangenehm, ihren Arzt auf die Nebenwirkung Verstopfung anzusprechen“, meint Kolac. Sie nehmen die Verstopfung einfach so hin, weil sie das vom Arzt verordnete Arzneimittel dringend benötigen. Die Ärzte denken bei der Verordnung nicht sofort an die Nebenwirkungen, weil sie verständlicherweise die Hauptwirkung im Vordergrund sehen. Außerdem reagieren die Patienten sehr unterschiedlich auf die Arzneimittel. „Bei Medikamenten, bei denen es sehr häufig zu Verstopfung kommt, könnte ein Warnhinweis auf der Verpackung sehr hilfreich sein“, fordert die Ernährungsexpertin Kolac.

„Sehr angebracht ist die Erstattungsfähigkeit von Laxantien bei der Einnahme opioidhaltiger Schmerzmittel“, so Kolac weiter. Hiermit zeigt der Gesetzgeber die Dringlichkeit der Behandlung der Verstopfung an. Bleibt noch die Frage, welche Laxantien am besten geeignet sind. „Bei einer durch Arzneimittel verursachten Verstopfung bleiben Ballaststoffe meist wirkungslos“, meint Kolac. Die amerikanische Zulassungsbehörde für Arzneimittel FDA (Food and Drug Administration) bewertet den Wirkstoff Bisacodyl als sicher und wirksam. Bisacodyl wird deshalb auch von der Amerikanischen Gastroenterologischen Gesell-schaft (AGA) als Mittel der ersten Wahl empfohlen.

Niedriger Blutdruck – verstopfter Darm Weitere Informationen zum Thema Verstopfung enthält die Broschüre „Verstopfung – Was tun?“, die Interessierte ebenso wie zwei Faltblätter, einen Selbsttest und eine Liste mit Arzneimitteln, die Verstopfung auslösen können, mit einem adressierten und mit 1,44 € frankierten DIN-A5-Rückumschlag kostenlos anfordern können bei: Deutsches Grünes Kreuz e.V., Stichwort: Verstopfung, Postfach 1207, 35002 Marburg.


Bewegung, Vitamin D und Kalzium beugen Osteoporose vor
„Knochenfreundliche“ Lebensweise schützt
(2.960 Zeichen)

(dgk) Steigende Erkrankungszahlen bei Osteoporose: Momentan leiden ungefähr sechs Millionen Menschen in Deutschland an Knochenschwund. Experten schätzen, dass sich die Zahl der Osteoporosepatienten in den nächsten 20 Jahren mehr als verdoppeln wird. Osteoporose wird trotzdem immer noch verharmlost – obwohl an den Folgen einer durch den Knochenschwund verursachten Hüftfraktur fast genauso viele Menschen wie an einem Schlaganfall sterben.

Manche Ursachen, beispielsweise eine durch erbliche Belastung ausgelöste Osteoporose, lassen sich nicht beeinflussen. Andere Faktoren wie Fehlernährung und Bewegungs- oder Vitamin-D-Mangel liegen hingegen in der Hand jedes Einzelnen. Das Knochengewebe unterliegt einem lebenslangen Stoffwechsel. Werden die Knochen durch viel Bewegung gefordert, bauen sie mehr Knochenmasse auf als ab, sie werden stabiler. Knochen sind also nicht, wie häufig vermutet, starre, unveränderbare Gebilde!

Wer sich trainiert, trainiert also auch seine Knochen, denn durch regelmäßige Bewegung erhalten die Knochen genügend Reize, um ihren Stoffwechsel anzukurbeln und können sich so kräftigen. Wandern, Gymnastik, leichtes Krafttraining oder Nordic Walking – kurzum: Sport tut gut. Dabei muss es aber nicht in Stress ausarten. „Mäßig, aber regelmäßig“ kann man bereits einiges für die Gesunderhaltung tun – nicht ohne Grund lautete das Motto des Weltosteoporosetages am 20. Oktober daher auch „Bewegung – move it or lose it“.

Auch eine „knochenfreundliche“ Ernährung ist wichtig. Der Mineralstoff Kalzium ist dabei einer der wichtigsten Bausteine. Bekannt ist, dass Milch ein wichtiger Kalziumspender ist. Ein Liter enthält 1.000 bis 1.200 Milligramm und könnte so den Tagesbedarf eines Erwachsenen decken. Auch Milchprodukte wie Joghurt und Käse sowie grünes Gemüse (Grünkohl, Fenchel, Brokkoli und Lauch) oder kalziumreiches Mineralwasser sorgen für einen ausreichenden Kalziumspiegel.

Ganz besonders wichtig ist zudem eine ausgewogene Zufuhr an Vitamin D, denn dies verbessert die Kalziumaufnahme im Körper und spielt damit eine bedeutende Rolle in der Vorbeugung und Therapie der Osteoporose. Bei ausreichendem Aufenthalt in der Sonne kann unser Körper in der Haut das Vitamin D zwar selbst bilden – in den sonnenarmen Wintermonaten sollte es aber zusätzlich eingenommen werden, um einem Mangel dieses für uns und unsere Knochen so wichtigen Vitamins vorzubeugen. Die Fähigkeit, Vitamin D selbst im Körper über die Haut zu bilden, nimmt mit zunehmendem Alter ab.

Doch auch wer an Osteoporose erkrankt ist, steht der Krankheit nicht machtlos gegenüber. Auch hier gilt: Regelmäßige Bewegung ist das A und O. Ebenso eine wirksame Therapie, beispielsweise mit den zur Therapie in den aktuellen wissenschaftlichen Leitlinien als Mittel der ersten Wahl ausdrücklich empfohlenen wöchentlich einzunehmenden Bisphosphonaten in Verbindung mit Vitamin D und kalziumreicher Ernährung.

Broschüre Osteoporose Haben Sie Fragen zur Osteoporose? Möchten Sie weiter-gehende Auskünfte zu diesem Thema? Sie können sich gerne an das Expertentelefon „Osteoporose“ des Deutschen Grünen Kreuzes e. V. wenden. Das Telefon ist jeden Freitag in der Zeit von 16 bis 20 Uhr unter der Rufnummer 0 64 21 / 29 31 94 geschaltet.
Eine kostenlose Broschüre zum Thema „Osteoporose“ können Sie gegen Einsendung eines adressierten und mit € 1,44 frankierten DIN-A5-Rückumschlags anfordern bei: Deutsches Grünes Kreuz e. V., Stichwort Osteoporose, Postfach 12 07, 35002 Marburg.


Regelmäßige professionelle Zahnreinigung
Voraussetzung für lebenslange Zahngesundheit
(3.403 Zeichen)

(dgk) Eine regelmäßige und sorgfältige Zahn- und Mundhygiene zu Hause ist die Basis für gesunde Zähne. Diese sollten zweimal am Tag mit einer fluoridhaltigen Zahnpaste (Fluoridgehalt 1.000 bis 1.500 ppm) geputzt werden. Für die Reinigung der Zwischenräume empfehlen sich Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürstchen einmal täglich. Doch dies allein reicht nicht aus. „Zu einer effektiven Karies- und Parodontitis-Prophylaxe gehört auch eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung“, sagt Dr. Lutz Laurisch, Prophylaxepraxis Korschenbroich, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Sektion Zahngesundheit im Deutschen Grünen Kreuz e. V.

Die Zahnbürste kann zwar einen Großteil des bakteriellen Belags (Plaque, Biofilm) auf den Zahnoberflächen entfernen, aber eben nicht alles. Die dicken Borsten reichen beispielsweise nicht für die Reinigung der mikroskopisch kleinen Vertiefungen an den Kauflächen aus, den so genannten Fissuren. Auch Beläge in den Zahnzwischenräumen und am Zahnfleischrand werden bei der häuslichen Mundhygiene trotz Zahnseide nicht vollständig entfernt. In diesen Nischen können sich Bakterien ungestört an die Zahnoberflächen anlagern. Durch die Mine-ralstoffe im Speichel verkalken die bakteriellen Beläge: Zahnstein entsteht. Und der kann durch das Zähneputzen nicht mehr entfernt werden. Hier ist die Hilfe des Zahnarztes nötig, der die Zähne vollständig und schonend reinigen kann.

Eine professionelle Zahnreinigung leistet jedoch mehr als nur die Entfernung von Zahnstein. Der Zahnarzt säubert die Zahnoberflächen sorgfältig von allen bakteriellen Belägen. Dies schützt nicht nur Zähne und Zahnfleisch, sondern beugt auch der Entstehung einer Parodontitis vor. Diese Entzündung des Zahnbetts führt unbehandelt zu Gewebeschäden, dem Abbau des Kieferknochens und oft zum Zahnverlust. Die Folgen der Parodontitis können sich sogar vom Mundraum in den ganzen Körper ausdehnen. Sie gilt beispielsweise als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ferner erhält der Patient entsprechende Informationen und Tipps für die Optimierung der häuslichen Zahn- und Mundhygiene. Zum Abschluss werden die vollständig gereinigten Zahnoberflächen mit einem Fluoridlack versehen.

Bei einer professionellen Zahnreinigung werden nach Entfernung des Zahnsteins die Plaque und Verfärbungen der Zähne, die etwa durch den Genuss von Tee und Kaffee oder durch Rauchen entstehen können, entfernt. Am Ende werden die Zahnoberflächen poliert. Diese Glättung erschwert es den Bakterien, sich wieder an den Zähnen festzusetzen. Überdies erhalten nach einer professionellen Zahnreinigung die Zähne wieder ihre natürliche Farbe zurück.

„Wie oft eine professionelle Zahnreinigung nötig ist, hängt unter anderem vom persönlichen Karies- und Parodontitisrisiko ab, von der Neigung zur Bildung von Zahnstein, dem Zuckerkonsum und von der Gründlichkeit bei der häuslichen Mundhygiene“, erklärt Laurisch. Fehlstellungen der Zähne, aber auch vorhandener Zahnersatz erschweren oft die Mundhygiene zu Hause. In einem solchen Fall ist eine intensivere Betreuung in der Praxis nötig. „Treffen diese Risikofaktoren nicht zu, ist eine professionelle Zahnreinigung ein- bis zweimal im Jahr zu empfehlen, bei erhöhtem Kariesrisiko oder Parodontitis allerdings häufiger“, sagt der Prophylaxe-Experte.

Die Kosten für eine professionelle Zahnreinigung muss der Patient selbst tragen. Noch über-nehmen die Krankenkassen diese Leistung nicht. Sie gilt als individuelle Gesundheitsvorsorge. „Die Investition lohnt sich jedoch: Regelmäßige professionelle Zahnreinigungen sind die Voraussetzungen zu einer lebenslangen Zahngesundheit“, sagt Dr. Laurisch. Außerdem sparen die Patienten auf Dauer Kosten ein, wenn sie mit der Profi-Pflege ihre Zähne erhalten und Zahnersatz später nicht nötig wird.

Weitere Informationen finden Sie unter www.rundum-zahngesund.de, der Homepage der Sektion Zahngesundheit im Deutschen Grünen Kreuz e.V.

Eine professionelle Zahnreinigung hält Zähne und Zahnfleisch gesund Eine professionelle Zahnreinigung hält Zähne und Zahnfleisch gesund und gibt den Zähnen wieder ihre natürliche Farbe zurück.
Foto: imagesource


Hantaviren: Anstieg von Infektionen in Deutschland, Belgien und Frankreich
Hauptüberträger ist die Rötelmaus
(2.960 Zeichen)

(dgk) Hanta-Viren kommen weltweit vor. Ein vermehrtes Auftreten von Hantavirus-Erkrankungen seit dem Frühjahr 2005 wurde in sowohl in Belgien und Deutschland als auch in Frankreich festgestellt. In Belgien wurden in dem Zeitraum vom 1. Januar 2005 bis 15. Juni 2005 120 Fälle und in Frankreich 115 Fälle gemeldet. In Deutschland wurden bis zum 10. August 2005 sogar 283 Fälle diagnostiziert, meldete das Robert Koch-Institut (RKI).

Eine ungewöhnliche Häufung von Erkrankungen durch „Hantaviren“ wurde in den vergangenen Wochen aus verschiedenen Landkreisen und Städten gemeldet, darunter aus dem Landkreis Osnabrück (Stadt Bissendorf), Köln (im Stadtwald) und zuletzt in Bottrop. Betroffen sind vor allem die Länder Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Bayern und Hessen. Als bisher bekannte Endemiegebiete gelten insbesondere die Schwäbische Alb, Unterfranken und die Eifel.

Möglicher Grund ist eine starke Vermehrung von Mäusen im Frühjahr. Die Nager dienen als Reservoir für das Virus und können es über Exkremente verbreiten. Die Infektion beginnt abrupt mit hohem Fieber und kann zu akutem Nierenversagen führen (Hämorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom [HFRS] und Hantavirales pulmonales Syndrom [HPS]).

Die Viren werden von infizierten Mäusen über Speichel, Urin und Kot ausgeschieden. Als Hauptüberträger kommen in Mitteleuropa Rötelmaus, Brandmaus und Wanderratte vor. Der Mensch infiziert sich über den Kontakt mit den Ausscheidungen dieser Nager. Er atmet die Erreger ein oder nimmt sie über die kontaminierten Hände auf.

Hantavirusinfektionen treten bevorzugt bei Personen auf, die sich viel im Freien aufhalten, zum Beispiel Soldaten oder Arbeiter in Land- und Forstwirtschaft. Aber auch Camper sind gefährdet. Urlauber in ländlichen Regionen, bei Ferien auf Bauernhöfen oder Ähnlichem sollten sich bei Freilandaufenthalten von Nagetieren fernhalten und eine sorgfältige Lebensmittelhygiene einhalten.

Da die Infektion vor allem über Staub erfolgt, der getrocknete Exkremente der Nager enthält und beispielweise auch beim Reinigen von Scheunen oder Dachböden aufgewirbelt werden kann, ist auch dabei Vorsicht geboten. Staubige Räume, in denen sich Mäuse aufgehalten haben, sollten darum möglichst feucht geputzt werden, dabei am besten eine Staubschutzmaske tragen.

Der überwiegende Teil aller Infektionen bleibt von den Betroffenen unbemerkt, das heißt, dass die Krankheit asymptomatisch verläuft und die Infektion die Betroffenen nicht beeinträchtigt. Wegen des geringen Bekanntheitsgrades von Hantavirusinfektionen unter Ärzten in Europa werden die Erkrankungen sogar mit Blinddarm- und mit Leberentzündung verwech-selt oder als „Nierenversagen unklarer Herkunft“ oder schwere Grippe verkannt.

Hintergrund:
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Hantaviren, ähnlich anderen gefährlichen Keimen wie den Aids-, Ebola- und Marburg-Viren, als zunehmende gesundheitliche Bedrohung eingestuft. Als Hantaviren wird eine Gruppe von Viren bezeichnet, die erstmals während des Krieges in den 50er-Jahren am Fluss Hanta in Korea identifiziert wurden und bei mehr als 3.000 Soldaten zu Erkrankungen führten. Zur Zeit sind in China und Korea jährlich bis zu 150.000 Menschen Opfer von Infektionen mit diesen Viren, deren Subtypen – benannt nach dem Ort der ersten Beobachtung (Hanta, Puumala, Seoul, Dobrava, Sin Nombre oder Tula) inzwischen auch in Südosteuropa und in Deutschland anzutreffen sind.

Quellen:
www.rki.de/hantavirus/Merkblatt.html
siehe dazu auch Epidemiologisches Bulletin 10 / 2005:
www.rki.de/EpidBull/Archiv/2005/10_05.pdf/10_05
www.nlga.niedersachsen.de/infekt/hantavirus.htm
www.fit-for-travel.de
www.aerztezeitung.de
www.dgk.de


Schwarze Schafe in der Werbung
Finger weg von vermeintlichen Wundermitteln
(3.497 Zeichen)

(dgk) “Landesuntersuchungsamt warnt vor chinesischen Schlankheitskapseln: Chinesische Schlankheitsmittel, die zurzeit im Internet und in privaten Kreisen angeboten und verkauft werden, können die Gesundheit gefährden und sind nicht verkehrsfähig. Das ergab die Prüfung einer Verbraucherbeschwerde und weiterer Proben im Landesuntersuchungsamt (LUA)“, so lautete eine Meldung des Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz Anfang August 2005.

Sie versprechen sensationelle Erfolge und Wunder: „Medikamente“, die gegen Übergewicht, Impotenz, Haarausfall oder Ähnliches helfen sollen. „Vorher-Nachher-Bilder“ belegen den Effekt, Originalzitate von schwärmenden, hoch zufriedenen Patienten oder „berühmten Wissenschaftlern“, meist ausländischen Apothekern, Professoren oder Ärzten, sollen die Wirksamkeit garantieren.

Doch Vorsicht! Wenn das Mittel vermeintliche Erfolge in großformatigen Anzeigen mit solchen Belegen präsentiert, ist es auf keinen Fall ein Arzneimittel, die Empfehlungen oft frei erfunden. Wenn deutsche Ärzte für ein Produkt werben, kann der Konsument davon ausgehen, dass dies schlicht ausgedacht ist. Ärzte dürften laut Gesetz nicht für Medikamente werben.

Dass es sich um ein minderwertiges Produkt handelt, kann der Verbraucher auch daran erkennen, dass auf der Packung Sätze wie „...zur Nahrungsergänzung“ oder „...zur unterstützenden Behandlung im Rahmen einer Diät“ zu lesen sind. Die versprochenen Sensationswirkungen aus Anzeige, Broschüre oder Internet sind auf der Packung nicht angegeben. In Sicherheit kann sich der Käufer selbst dann nicht wiegen, wenn die Schachtel den Aufdruck „Nur in der Apotheke“ enthält.

Eine exotische Herkunft, universelle Wirksamkeit, hohe Preise – dies alles sind Merkmale, die auf Quacksalberei hindeuten.

So erkennen Sie Schwindelprodukte

    • Das Mittel bewirkt Wunder, natürlich, schnell und nebenwirkungsfrei. Das Mittel verspricht zum Beispiel problemlos und ohne eigene Aktivität abnehmen zu können. Sie können angeblich nach wie vor alles essen, was Sie wollen. Das Mittel soll Heilung bringen, wenn die Situation nach schulmedizinischen Kriterien ausweglos ist, bei einer Vielzahl unterschiedlicher Erkrankungen wirksam sein oder „garantiert“ zum Erfolg führen.
    • Vorher-Nachher-Geschichten mit entsprechenden Fotos.
    • Erfahrungsberichte und Dankesschreiben von „zufriedenen Kunden“.
    • Empfehlungen von Ärzten oder Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland sind frei erfunden. Sie dürfen in Deutschland Medikamente nicht bewerben.
    • Die versprochenen Sensationswirkungen aus Anzeigen, Broschüren oder dem Internet sind auf der Packung nicht angegeben. Aussagen wie „zur unterstützenden Behandlung einer Diät“ und „zur Nahrungsergänzung“ sagen noch nichts über die Wirksamkeit eines Produktes.
    • Verschwörungstheorien, wie „Apotheker werden Ihnen von unserem Produkt abraten, denn sonst bleiben Sie gesund und das schadet dem Apothekergeldbeutel“, sind unsinnig. Denn wenn das Produkt wirklich gut wäre, würde es der Apotheker verkaufen.
    • Versand über Telefonhotlines oder Postfachfirmen, oft aus dem nahen Ausland wie Österreich und den Niederlanden. Manchmal trägt das Produkt aber auch den Aufdruck „nur in der Apotheke“ und ist auch tatsächlich nur über diesen Vertriebsweg zu bekommen. Dies besagt aber nichts über die Qualität des Produktes. Doch in letzter Zeit häuft sich der Direktvertrieb über „Homeparties“.

Merke: Echte Arzneimittel tragen eine Zulassungsnummer (Zul. Nr.), Medizinprodukte ein CE-Zeichen. Eine Pharmazentralnummer (PZN) ist nur eine Bestellnummer.
Bevor Sie irgendwo im Versandhandel ein Wundermittel gegen Ihre Erkrankung kaufen wollen, sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt darüber. Die meisten gehandelten Wundermittel schaden nicht unbedingt, sie sind aber einfach zu teuer für simple Alltagszutaten wie Traubenzucker, Hefe oder diverse Wurzeln und/oder Kräuter. Bedenken Sie immer: Wenn es so toll ist und immer wirkt, warum nehmen es dann nicht alle? Warum gibt es dann noch die Krankheit? Ein echtes Wundermittel würde Ihr Arzt kennen.


Warzen: lästig und langlebig
(1.834 Zeichen)

(dgk) Sie sind ebenso bekannt wie unbeliebt: Gewöhnliche Warzen, auch Verrucae vulgaris genannt, hat fast jeder schon mal gehabt. Dabei handelt es sich um zwar ungefährliche, aber oft als hässlich empfundene Hautwucherungen. Häufig treten sie an Händen und Füßen auf. Was viele nicht wissen: Sie werden durch Viren hervorgerufen, die durch kleinste Hautverletzungen ins Gewebe eindringen. Nur wenige Warzen bilden sich innerhalb von sechs Monaten spontan zurück. Ein Behandlung wird also meist notwendig. Ein bekanntes Hausmittel: Urin, mit Hilfe eines Wattestäbchens aufgetupft, hat schon manche Warze zum Verschwinden gebracht. Wer das nicht mag, kann sich in der Apotheke verschiedene Tinkturen oder Pflaster besorgen.

Die üblichen Mittel enthalten Säuren wie Salicylsäure oder Milchsäure, die aufgepinselt oder -geklebt werden und die Warzen wegätzen. Anwender müssen darauf achten, dass beim Auftragen die gesunde Haut nicht verletzt wird. Die Mittel wirken nicht gegen die Viren selbst, deshalb kann es bis zu zwei Monate dauern, bis die ganze Warze und mit ihr die Viren verschwunden sind. In der Homöopathie werden Verdünnungen aus Thuja-Extrakt eingesetzt. Diese Lösungen werden entweder eingenommen oder aufgetragen. Einfacher geht es mit einem kleinen Gerät aus der Apotheke, das flüssigen Stickstoff enthält und die Warze einfach wegeist: Sie fällt nach ungefähr zehn Tagen ab.

Tipps:

    • Von einer „Badezimmer-Chirurgie“ mit Nagelschere ist abzuraten. Dies kann zu Neuinfektionen benachbarter Hautpartien führen.
    • Kneippsche Wechselbäder können eine Warzenbehandlung an den Füßen unterstützen, da sie die Durchblutung der Füße und damit auch die körpereigene Abwehr verbessern: Füße drei bis fünf Mal in einer Schüssel mit warmen und anschließend jeweils für 15 bis 20 Sekunden in kaltem Wasser baden.
    • Bei der Benutzung öffentlicher Schwimmbäder, Saunaanlagen oder auch öffentlicher Duschen – beispielsweise im Fitness-Studio – immer Badeschuhe tragen, um einer Infektion vorzubeugen.
    • Hautrisse und Pilzinfektionen an den Füßen können eine Warzeninfektion begünstigen. Eine gute Fußpflege kann daher auch Warzen vorbeugen.


Vitalstoffe: Diabetiker brauchen mehr
(2.120 Zeichen)

(dgk) Diagnose Diabetes: In den vergangenen 15 Jahren stieg in Deutschland die Zahl der Menschen mit Typ-2-Diabetes („Alterszucker“) um rund 50 Prozent. Geht diese dramatische Entwicklung weiter, wird im Jahr 2030 jeder fünfte Bundesbürger unter der chronischen Stoffwechselerkrankung leiden, schreibt der Ratgeber aus Ihrer Apotheke.

Vielen Zuckerpatienten fehlen wertvolle Vitamine und Mineralien – das zeigten wissenschaftliche Studien. Eine Unterversorgung mit Vitalstoffen erhöht jedoch das Risiko für ernste Folgeschäden. Im Vergleich zu gesunden Menschen haben Zuckerpatienten ein etwa fünffach erhöhtes Infarktrisiko. Jeder zweite Dialysepatient ist ein Diabetiker, und Jahr für Jahr müssen Chirurgen rund 30.000 Mal zum Messer greifen, um einen diabetischen Fuß zu amputieren.

Bei vielen Diabetikern besteht beispielsweise ein ausgeprägter Vitamin-C-Mangel. Eine schlechte Versorgung mit dem wichtigen Vitalstoff begünstigt das Entstehen der diabetischen Nerven- und Nierenerkrankung und beeinträchtigt das Sehvermögen. Freie Radikale sind an der Entwicklung von diabetischen Spätschäden in nicht unerheblichem Maße beteiligt. Sie verursachen oxidativen Stress, der vor allem Herz und Kreislauf stark belastet. Diabetiker sollten daher stets auf eine ausreichende Versorgung mit den Vitaminen C und E achten: Diese Antioxidanzien sind in der Lage, freie Radikale zu neutralisieren. Alle B-Vitamine spielen besonders eine Rolle bei der Vorbeugung von Nervenschäden, können aber auch das Gefäßrisiko verringern. Vielen Diabetikern fehlt Zink; ein Mangel begünstigt Hautpilzinfektionen, Infekte und Wundheilungsstörungen. Durch ein Chromdefizit können Blutzuckerspiegel und Cholesterinwerte ansteigen.

Um sich optimal mit schützenden Vitalstoffen zu versorgen, ist für Zuckerpatienten eine möglichst vollwertige Ernährung überaus wichtig. Im Mittelpunkt stehen dabei ballaststoffreiche Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Kartoffeln, Gemüse, Obst, Salat und Hülsenfrüchte. Ballaststoffe sind unverdauliche Kohlenhydrate, die den Blutzuckeranstieg nach dem Essen bremsen. Außerdem wirken sie sättigend, fördern die Verdauung und senken die Blutfettwerte. Darüber hinaus liefern Früchte, Wurzeln, Knollen und Blattgemüse reichlich Vitamine, Mineralien, Spurenelemente wie Chrom, Zink und Selen und gesunde Pflanzenstoffe.

Mehr über dieses Thema lesen Sie im Ratgeber aus Ihrer Apotheke/Ausgabe 12 A/2005 (1. Dezember)


MELDUNGEN

Medizinische Qualität sichern oder verhindern?
(797 Zeichen)

(dgk) Das „Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen“ (IQWiG) wurde mit dem Modernisierungsgesetz der Gesetzlichen Krankenversicherungen im Jahr 2004 gegründet. Als unabhängiges wissenschaftliches Institut soll es den Nutzen medizinischer Leistungen für den Patienten untersuchen. Neue und alte Arzneimittel stehen auf dem Prüfstand: Was ist therapeutisch und diagnostisch möglich und sinnvoll?

Im Dezember zieht das Institut eine Zwischenbilanz. Bringt die Arbeit tatsächlich einen Innovationsschub oder führt sie eher zu Leistungseinschränkungen? Diese und andere Fragen können mit Prof. Dr. med. Peter T. Sawicki, Institutsleiter des IQWiG, und anderen Referenten auf der Konferenz diskutiert werden. Sie findet am 7. und 8. Dezember in Köln statt. Anmelden können sich Interessierte beim Euroforum Deutschland GmbH, Prinzenallee 3, 40549 Düsseldorf oder im Internet unter www.euroforum.de.


Herbstlaub: Vorsicht Schmierseifeneffekt auf Straßen und Gehwegen!
(1.208 Zeichen)

(dgk) Herbst und Winter sind die unfallträchtigsten Jahreszeiten. Statt strahlendem Sonnenschein und in prächtigen Farben leuchtendem Herbstlaub drohen erst einmal Nebel und Regen, und der wiederum lässt das Laub der Bäume zur Gefahr für den motorisierten Verkehr werden. Herbstlaub kann die Straßen in regelrechte Rutschbahnen verwandeln, warnen die Mediziner der B·A·D Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik GmbH, einem führenden Anbieter im Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz. Bereits in trockenem Zustand sind die Auswirkungen des herabgefallenen Laubes nicht zu unterschätzen. Gefahr droht schon, wenn nur Teile des Asphalts mit Laub bedeckt sind. Kommt Nässe oder gar Schnee hinzu, bilden die Blätter einen glitschigen Teppich, auf dem es schier unmöglich ist, ein Fahrzeug zum Stillstand zu bekommen. Der Schmierseifeneffekt ist vor allem für Motorradfahrer gefährlich.

Aber auch auf Schusters Rappen ist es nicht minder gefährlich: Fußgänger auf Gehwegen können sich bei einem Sturz schmerzhafte Prellungen oder gar Knochenbrüche zuziehen. Zudem verdecken die Blätter manchmal auch Unebenheiten auf dem Boden, über die man stolpern kann. In Warenhäusern, Geschäften oder auch zu Hause besteht bei gefliesten Böden zusätzliche Rutschgefahr durch hängen gebliebene Blätter an den Schuhsohlen. Mit festem Schuhwerk und besonderer Vorsicht ist eine sichere Bodenhaftung wahrscheinlicher.


Mit Cartoon gegen Falschparker auf Behindertenparkplätzen
(692 Zeichen)

Erwischt_komprimiert(dgk) Die neuen Falschparker-Kärtchen vom Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. sind ab sofort erhältlich.

Im Rahmen der BSK-Kampagne für mehr Rücksicht im Straßenverkehr richten sich die neuen Kärtchen an alle Verkehrsteilnehmer, die ihr Fahrzeug verbotenerweise auf Behindertenparkplätzen abstellen. Taz-Karrikaturist TOM ist es gelungen, mit einem witzigen aber eindeutigen Cartoon auf das Thema Falschparker aufmerksam zu machen. Der BSK hat mit diesen Kärtchen in kürzester Zeit schon die zweite Kampagne ins Rollen gebracht: Mit großem Erfolg läuft bereits seit einem Jahr die Aktion gegen das leidige „Gehwegparken“. Beide Kärtchen sind kostenlos gegen Einsendung eines frankierten (95 Cent) und adressierten Briefumschlages beim BSK e.V. Postfach 20, 74238 Krautheim, erhältlich.


NEUES AUS DEM DEUTSCHEN DIABETES-ZENTRUM (DDZ)

Insulin zum Inhalieren kommt immer mehr in Sichtweite
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(dgk/DDZ) Das unabhängige Beratergremium der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) hat sich Anfang September dafür ausgesprochen, das inhalierbare Insulin-Präparat Exubera zuzulassen. Diese Empfehlung gilt für Erwachsene mit Typ 1 oder Typ 2 Diabetes. Dies stellt einen weiteren großen Schritt auf dem Weg zur möglichen Zulassung dar. Auch wenn die Zulassungsbehörde FDA dem Rat der Expertenkommission nicht folgen muss, tut sie dies meistens. Bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMEA wurde die Zulassung im März vergangenen Jahres beantragt.

Entwickelt wurde das Insulin zum Inhalieren in einer Kooperation der Pharmafirmen Pfizer und Aventis (jetzt: Sanofi-Synthelabo) gemeinsam mit der Biotechnologiefirma Nektar Therapeutics, welche das Inhalationsgerät entwickelt hat. Exubera ist ein Trockenpulver, das in einem taschenlampengroßen Inhalator mit Hilfe von Druckluft mikrofein zerstäubt wird. Die Pulverwolke gelangt in ein Reservoir des Geräts und kann dann inhaliert werden. Beim Einatmen gelangt das Insulin bis in die kleinsten Lungenbläschen und wird dort resorbiert. Damit im Blut genug ankommt, braucht es allerdings die zehnfache Menge an Insulin.

Lange Zeit stand besonders im Blickfeld der Sicherheitsstudien, dass sich die langjährige Anwendung nicht nachteilig auf die Lungen auswirkt. Die großen Studien haben aber in fünfjähriger Untersuchung keine wesentlichen Beeinträchtigungen der Lungenfunktion ergeben. Infrage kommen wird das Präparat jedoch wohl nur für Patienten mit gesunder Lungenfunktion und Nichtraucher.

Der Einsatz des inhalativen Insulins bedeutet allerdings nicht automatisch den vollständigen Abschied vom Spritzen. Viele Patienten mit Diabetes spritzen ein lang wirksames Insulin als Basis und ein kurzwirksames vor dem Essen. Das inhalative Insulin könnte die Bolus-Injektionen zu den Mahlzeiten ersetzen, da es ähnlich wirkt wie die rasch wirksamen Insulinanaloga. Weil das Spritzen für Patienten mit Typ-2-Diabetes eine enorme Hürde darstellt, wäre inhalatives Insulin ein möglicher Weg zu einer besseren Stoffwechseleinstellung für viele Betroffene. Besonders auch in Anbetracht der zunehmenden Zahl an Diabetikeserkrankungen. „Die einfache Verabreichung von Insulin ohne Spritze könnte den rechtzeitigen Einstieg in die Insulintherapie erleichtern“, beurteilt Professor Werner A. Scherbaum, Ärztlicher Direktor der Deutschen Diabetes-Klinik am Deutschen Diabetes-Zentrum, die Möglichkeiten des inhalativen Insulins.

Quelle: News der American Diabetes Association, 9. September 2005

Kirsten Lindloff, Deutsche Diabetes-Klinik des Deutschen Diabetes-Zentrums an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Leibniz-Zentrum für Diabetes-Forschung

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Prof. Dr. med. Werner A. Scherbaum
Deutsches Diabetes-Zentrum / Deutsche Diabetes-Klinik
Leibniz-Institut an der Heinrich-Heine-Universität
Auf’m Hennekamp 65, 40225 Düsseldorf

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