DGK e.V. -Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk), Jahrgang 45, Ausgabe 7/8 - 2004 Themen: Kopfschmerzen, Kopfschmerzberatungswoche, Sonne, Osteoporose, Verstopfung, Reise, Medikamente, Wetter, Darminfektionen, Grillen, Grillfest, Schnupfen, Dauers
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Deutsche Gesundheits-Korrespondenz
dgk, Jg. 45, 7/8 - 2004

Kopfschmerzen sicher und wirksam bekämpfen
Beratung kommt vor Behandlung
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(dgk) Gegen Kopfschmerzen helfen oft schon Entspannung, Wärme oder ein Spaziergang im Freien. Bleibt dies ohne Erfolg, darf bei gelegentlichen Kopfschmerzen auch mal zur Tablette gegriffen werden wie dies Millionen Deutsche pro Jahr tun. Wichtig ist allerdings darauf zu achten, ein wirksames Mittel, in ausreichender Dosierung, zum richtigen Zeitpunkt zu wählen. Wie das funktioniert, darüber informieren Apotheker unter dem Motto „Kopf-Schmerz-Frei“ vom 30. August bis 4. September 2004 während einer bundesweiten Aktionswoche. Initiiert wurde die Beratungswoche vom Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz e. V. (DGK) in Zusammenarbeit mit der MigräneLiga Deutschland e.V. und der Zeitschrift „Ratgeber aus Ihrer Apotheke“.

Ursachen für einen Brummschädel gibt es viele. Bluthochdruck, Medikamente oder Stress können Kopfschmerzen auslösen. „Zunächst sollte versucht werden, den Auslöser zu beseitigen. Bei der Suche nach der Ursache kann der Apotheker beratend zur Seite stehen“, sagt Irene von Majewski, Apothekerin beim DGK in Marburg. Sind Stress, Termindruck oder ungünstige Wetterlagen die Gründe, können schon einfache Selbsthilfemaßnahmen wirken. Dazu zählen beispielsweise die progressive Muskelentspannung nach Jacobson, ein warmes Körnerkissen im Nacken oder einfach Ruhe. Das ist jedoch nicht in jeder Situation möglich und nicht immer lassen sich damit die Kopfschmerzen beseitigen. „Bevor die Betroffenen nichts tun und leiden, sollten sie zu einer Tablette greifen“, rät Dr. med. Jan-Peter Jansen, Schmerztherapeut bei der Stiftung Kopfschmerz in Berlin. Wer unnötig leide, könne sich erst recht nicht entspannen. Außerdem sei es wichtig, die Schmerzentwicklung frühzeitig zu stoppen, sonst würde sie nur schlimmer und man müsse mehr Schmerzmittel zur Bekämpfung einsetzen, ergänzt der Mediziner.

Zur Behandlung sind nach Angaben der Stiftung Kopfschmerz Kombinationspräparate mit Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol und Koffein geeignet. Aber auch die Einzelsubstanzen ASS, Paracetamol oder Ibuprofen seien wirksam. „Kombinationspräparate erleben derzeit eine Renaissance, weil ihre Wirkung in zahlreichen Studien gut belegt werden konnte“, so Dr. Jansen. Durch die Kombination verschiedener Wirkstoffe ist es möglich, die Einzelsubstanzen in einer Tablette geringer zu dosieren. Trotzdem wirken sie sicher und schnell.

„In der Apotheke erleben wir häufig eine gewisse Skepsis gegenüber Schmerztabletten. Die Patienten fangen dann an, die Medikamente zu halbieren. Dahinter steckt die Hoffnung, sich so weniger Nebenwirkungen einzuhandeln“, beobachtet Dr. Martin Fischer, Arzt und Apotheker aus Essen. Dass die Betroffenen damit auch die Wirkung halbieren, wird übersehen. Oft müsse dann nachdosiert werden und im Endeffekt nähmen die Patienten mehr Wirkstoff zu sich, als wenn gleich richtig dosiert würde, so Fischer. Er rät: „Wenn eine Tablette, dann gleich eine oder zwei, je nach Intensität der Schmerzen.“ Kopfschmerztabletten sollten allerdings höchstens an zehn Tagen im Monat eingenommen werden. Ein häufigerer Gebrauch würde selbst zu Kopfschmerzen führen, gibt die MigräneLiga Deutschland zu bedenken. Wer öfter unter Kopfschmerzen leide, sollte lieber vom Arzt klären lassen, ob ein ernsthafter Grund dahinter steckt.

  • Welche Apotheke an der Beratungswoche teilnimmt und Informationen bereit hält, erfahren Interessierte ab 2. August 2004 unter der Telefonnummer 0 64 21 / 293 – 125 oder unter www.forum-schmerz.de im Internet.
    • Am 1. September 2004 erreichen Patienten von 16 bis 18 Uhr die kostenlose Schmerz-Hotline unter 0 800 / 01 12 115.


Für Redaktionen: Eine Pressemappe zur Kopfschmerzwoche kann angefordert werden: Margot Boucsein, Telefon 0 64 21 / 2 93 – 1 25 oder per E-Mail: schmerz(à)kilian.de.


Sonnenlicht für starke Knochen und weniger Stürze
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(dgk) Sonnenschein tut nicht nur der Seele gut, sondern auch den Knochen. Denn nur bei ausreichendem Aufenthalt im Freien bildet unser Körper in der Haut Vitamin D. Es sorgt dafür, dass Kalzium aus dem Darm ins Blut aufgenommen und in die Knochen eingebaut werden kann. Neue Studien belegen, dass unter Behandlung mit Vitamin D auch die Sturzhäufigkeit deutlich verringert wird.

Kann der Körper nicht genügend Vitamin D bereitstellen, wird im Gegenzug weniger Kalzium aus der Nahrung aufgenommen. Die Folge ist ein Kalziummangel, der auf Kosten unserer Knochen geht. Regelmäßige Sonnenbäder oder Spaziergänge wirken sich also positiv auch auf den Kalziumhaushalt unseres Körpers aus. Übrigens: Das für die Bildung von Vitamin D notwendige ultraviolette Licht dringt nicht durch Fensterscheiben, auch künstliche Beleuchtung trägt nicht zur Vitamin-D-Bildung bei.

Doch Sonnenbäder allein reichen nicht aus, um sich vor Osteoporose zu schützen. Die tückische Knochenerkrankung entwickelt sich langsam und bleibt oft über lange Zeit unbemerkt. Häufig erfolgt eine Diagnose erst beim Auftreten schwerwiegender Symptome: Heftigste Schmerzen, die aufgrund des Einbrechens der Wirbelkörper auftreten, sowie eine schmerzhafte Verkrampfung der Muskulatur, die versucht, die geschädigte Wirbelsäule zu unterstützen.

Steht die Diagnose “Osteoporose” fest, sollte die Behandlung so bald wie möglich einsetzen. Der Arzt erstellt einen Therapieplan, der individuell auf das jeweilige Krankheitsbild abgestimmt ist. Die Behandlung wird aber nur von Erfolg gekrönt sein, wenn der Patient selbst mitarbeitet. Es liegt in der Verantwortung jedes einzelnen, durch eine gesunde Lebensweise, Aufenthalte in der Sonne, körperliche Aktivitäten und eine entsprechende Ernährung die erforderliche Grundversorgung mit Kalzium und Vitamin D sicherzustellen.

Deutschland ist übrigens – zumindest was die Behandlung von Osteoporose angeht – ein Entwicklungsland. Schätzungen zufolge erhalten nur 30 Prozent der Patienten eine ausreichende Therapie. Dabei stehen in Deutschland mit den so genannten Bisphosphonaten sehr moderne und effektive Arzneimittel zur Verfügung. Sie bremsen die Aktivität der Zellen, die den Knochen abbauen und fördern somit den Aufbau von neuer, natürlicher Knochensubstanz. Eine groß angelegte Studie, die in insgesamt 34 Ländern durchgeführt wurde, belegt für den Wirkstoff Alendronat eine schnelle Zunahme der Knochensubstanz. Zudem konnte innerhalb eines Jahres das Risiko schmerzhafter Wirbelbrüche um mehr als die Hälfte reduziert werden. Auch lebensbedrohliche Oberschenkelhalsfrakturen treten unter der Therapie wesentlich seltener auf.

    • Weitere Informationen zum Thema enthält die Broschüre vom Deutschen Grünen Kreuz e. V. Der Ratgeber kann gegen Zusendung eines mit € 1,44 frankierten DIN-A5-Rückumschlages angefordert werden bei:

      Deutsches Grünes Kreuz e. V.
      Stichwort Osteoporose
      Postfach 12 07
      35002 Marburg

 

    • Eine telefonische Osteoporose-Beratung ist jeweils freitags möglich von 16 bis 20 Uhr unter der Rufnummer 0 64 21 / 2 93 – 1 94.

 


Verstopfung auf Reisen
In die Reiseapotheke gehören Abführmittel
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(dgk) Drei von vier Deutschen über 14 Jahren fahren mindestens einmal im Jahr in Urlaub. Zwei Drittel aller Reisen gehen ins Ausland. Mehr als drei Millionen Menschen reisten 2003 sogar weit in die Ferne. Für viele ist das die Erfüllung eines Traumes. Doch für jeden dritten Auslandsreisenden haben die Ferien Folgen: Magen- und Darmprobleme, Erkältungen und Sonnenbrände stehen ganz oben auf der Liste typischer Urlaubserkrankungen. Die Reiseapotheke ist meist unzureichend bestückt.

Besonders an Verstopfung denken die wenigsten. Vor allem in den ersten Urlaubstagen müssen Reisende mit Problemen beim Stuhlgang rechnen. Der Körper braucht Zeit, um sich auf den Klimawechsel einzustellen. Auch starkes Schwitzen und ungewohntes Essen tragen zur Darmträgheit bei.

Außerdem hat die Zeitverschiebung einen großen Einfluss auf den Magen-Darm-Trakt. Die meisten Menschen gehen regelmäßig zu einer bestimmten Tageszeit zur Toilette. Viele erledigen das große Geschäft nach dem Frühstück. Bei Reisen in den Westen, zum Beispiel in die USA, ist es zur gewohnten Frühstückszeit aber noch tiefste Nacht. Der übliche Zeitpunkt für den Stuhlgang wird also um einige Stunden verschlafen. Völlegefühl und Verstopfung können bei empfindlichen Personen die Folge sein.

Im März 2004 befragte das Meinungsforschungsinstitut Emnid 522 Frauen: Immerhin gab jede Zehnte an, auf eine ungewohnte Umgebung mit Verstopfung zu reagieren. In der Regel bessern sich die Symptome nach ein paar Tagen wieder. Allerdings sollten Betroffene nicht lange abwarten, bis von selbst eine Besserung eintritt. Verstopfung ist nicht nur belastend, sondern kann weit reichende Folgen haben. In die Reiseapotheke gehört deshalb auch ein Mittel gegen Verstopfung.

Bei Verstopfung auf Reisen sind Mittel gefragt, die zuverlässig und schnell wirken. Die US-Amerikanische Gastroenterologische Gesellschaft (AGA) empfiehlt als Mittel der ersten Wahl bei verschiedenen Formen der Verstopfungen Wirkstoff Bisacodyl (z.B. in Dulcolax, Vinco, Tirgon). Betroffene sollten aber auch auf Ballaststoffe in der Nahrung und eine ausreichende Trinkmenge achten. Bei Zeitverschiebungen hilft auch ein Toilettentraining: Um den Darm an die „neue“ Zeit zu gewöhnen, ist ein regelmäßiger Toilettengang, am besten zur selben Zeit wie zu Hause, zu empfehlen.

    • Weitere Informationen zum Thema Verstopfung enthält das Faltblatt „Verstopfung auf Reisen“, das Interessierte ebenso wie die ausführliche Broschüre mit dem Titel „Verstopfung – Was tun?“, mit einem adressierten und mit 1,44 € frankierten DIN-A5-Rückumschlag kostenlos anfordern können bei:

      Deutsches Grünes Kreuz e. V.
      Stichwort Verstopfung
      Postfach 1207
      35002 Marburg



Senioren am Strand Foto: photo Alto



Ältere haben oft zu viel Homocystein im Blut
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(dgk) Die Substanz Homocystein gilt unter Experten inzwischen als neuer und dem Cholesterin mindestens gleichwertiger Risikofaktor für Herzkreislauferkrankungen. Zu viel Homocystein verletze nachweislich die Wände der Blutgefäße, lasse das Blut schneller verklumpen, fördere die Arterienverkalkung und damit auch die Gefahr für Herzinfarkt und Schlaganfall. Der Homocysteinspiegel im Blut steigt mit dem Lebensalter. Bei den über 50-Jährigen findet man in der Hälfte der Fälle zu hohe Werte.

Homocystein entsteht im Körper auf ganz natürliche Weise bei bestimmten Stoffwechselvorgängen. Da es ein starkes Zellgift ist, wird es normalerweise rasch wieder unschädlich gemacht. Maßgeblich beteiligt an diesem Abbauprozess sind die Vitamine Folsäure, B12 und B6. Ausgerechnet von der wichtigen Folsäure nehmen die Deutschen allerdings viel zu wenig zu sich. Der Grund: Obst und Gemüse stehen hierzulande viel zu selten auf dem Speiseplan; pro Tag sollten es etwa 700 Gramm sein, lauten die Empfehlungen für eine ausreichende Folsäureversorgung. Der Durchschnittsbürger bringt es gerade einmal auf etwa 230 bis 260 Gramm.

Bei älteren Menschen gibt es aber noch ein zusätzliches Problem, erläuterte der Bonner Ernährungsforscher Professor Klaus Pietrzik beim diesjährigen Deutschen Ärztekongress in Berlin. 30 bis 50 Prozent der über 60-Jährigen litten unter Gastritis, also einer Entzündung der Magenschleimhaut, mit Magenschmerzen und Übelkeit bis zu Magenblutungen. Ein oft übersehener Nebeneffekt der Gastritis sei, so Pietrzik, dass der Betroffene nicht mehr genügend Vitamin B12 aufnehmen kann. Denn das funktioniere nur in einem gesunden Magen optimal. Neben der Folsäure mangele es Älteren also oft auch an Vitamin B12 – eine weitere Erklärung für die höheren Homocysteinwerte bei Senioren.

Neben seinen schädigenden Auswirkungen auf das Herzkreislaufsystem gerät Homocystein in letzter Zeit auch vermehrt unter Verdacht, die Entwicklung von Demenzerkrankungen wie zum Beispiel Alzheimer zu fördern. Es scheint daher mehr als sinnvoll, spätestens ab einem Lebensalter von 50 Jahren besser über seinen persönlichen Homocysteinwert Bescheid zu wissen.

Im Rahmen der individuellen Gesundheitsvorsorge sollte man seinen Arzt gezielt auf die Homocystein-Bestimmung ansprechen. Eine einfache Blutuntersuchung schafft dann Klarheit. Sollte der gemessene Wert tatsächlich weit über der Grenze von 10 Mikromol pro Liter liegen, und kommen möglicherweise noch andere persönliche Risikofaktoren für Herzkreislaufkrankheiten hinzu, wird der Arzt versuchen, den Homocysteinspiegel schnell durch eine Intensivtherapie mit Spritzen zu senken, die Folsäure, Vitamin B12 und Vitamin B6 kombiniert enthalten. In weniger dramatischen Fällen ist meist eine Behandlung mit entsprechenden Vitamin-Tabletten ausreichend.


Einfluss des Wetters auf Medikamente
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(dgk) Arzneimittel sind eine Ware besonderer Art. Wird mit ihnen nicht behutsam umgegangen, ist unsere Gesundheit schnell gefährdet. Licht, Temperatur und Feuchtigkeit können Wirksamkeit und Qualität so beeinträchtigen, dass das Medikament einem Plazebo gleich kommen oder schlimmstenfalls sogar schaden kann.

Für den auf der Verpackung mit dem Verfallsdatum angegebenem Zeitraum garantiert der Hersteller für einen sicheren Gebrauch des Arzneimittels. Unter anderem zu diesem Zweck werden dem Arzneistoff bei der Fertigung verschiedene Hilfsstoffe zugefügt. Auch werden zu seinem Schutz besondere Behältnisse wie beispielsweise spezielles Glas verwendet. Für die Lagerung in der Apotheke gibt es ebenfalls Vorschriften.

Gelangt das Medikament nun zum Endverbraucher, muss auch dieser bestimmte Aufbewahrungshinweise beachten. Ist nichts anderes vermerkt, sollten Arzneimittel vor Licht und Feuchtigkeit geschützt bei 18 bis 20 Grad Celsius aufbewahrt werden und möglichst nicht im Badezimmer. In Folie eingesiegelte Arzneiformen sollten nicht vorher herausgedrückt oder sogar geteilt gelagert werden. Am besten lässt man sie in ihrer Originalverpackung, mit Karton und Beipackzettel, und entnimmt sie erst unmittelbar vor dem Gebrauch. Röhrchen von Brausetabletten, Deckel von Tropfflaschen und Säften oder Gläser von Instanttees müssen sofort wieder dicht verschlossen werden. Brausetabletten könnten zerfließen, alkoholische Flüssigkeiten verdunsten und Instanttees steinhart werden. Eine Lagerung im Kühlschrank ist nur dann empfehlenswert, wenn dieses ausdrücklich angegeben ist. Ständige Temperaturschwankungen können sich sogar nachteilig auswirken.

Für den Transport oder die Aufbewahrung am Urlaubsort vertragen manche Arzneimittel schon einmal eine vorrübergehende Abweichung von diesen Empfehlungen. Die maximale Aufbrauchfrist kann dadurch aber, vor allem bei wiederholter Überschreitung, verkürzt sein. Ratsam ist es daher, nur bedarfsgerechte Mengen mit sich zu führen, die alsbald verbraucht werden.

Ein Problem ist es dabei, dass eine Veränderung des Arzneimittels meist sensorisch nicht feststellbar ist. Zeichen für einen Verderb können beispielsweise sein: eine Verflüssigung der Arzneiform zum Beispiel bei Zäpfchen und bestimmten Gelen, das „Deckeln“ von Dragees, ein ranziger Geruch bei Fetten und Ölen oder das Ausflocken von Festbestandteilen bei Flüssigkeiten.

Und das kann passieren bei

    • UV-Licht: Photoinstabile Wirkstoffe und auch Grundlagen wie ungesättigte Fette oder Öle zersetzen sich (werden ranzig).

 

    • Wärme: Ätherische Öle (Parfüm, Kamillentee, Pfefferminzöl) verdunsten. Bei alkoholhaltigen Arzneimittel verdunstet der Alkohol. Bei Medikamenten wie Insulin, die im Kühlschrank lagern, sollte dieser nicht mehr als 8 Grad Celsius (°C) haben. Im Gebrauch befindliche Medikamente sollten möglichst bei Raumtemperatur bleiben. Im Sommer gehören Medikamente im Auto weder ins Handschuhfach noch auf die Hutablage.

 

    • Frost: Medikamente nie ins Gefrierfach legen, denn das Gefrieren kann den Arzneistoff zerstören und unwirksam machen. Manche Gelgrundlagen verflüssigen sich irreversibel.

 

    • Feuchtigkeit: Brausetablettenröhrchen und Drageedöschen sind stets dicht zu verschließen. Loser Tee sollte möglichst nicht längerfristig in der Tüte, sondern in einem geschlossenem Glas oder einer Dose gehalten werden, Schimmelbildung droht. Aspirin-Acetylsalicylsäure zersetzt sich bei Feuchtigkeit, was durch Wärme noch beschleunigt wird. Erkennbar ist dieser Prozess am strengen Essiggeruch.


Fazit: Beachten Sie besondere Lagerungsvorschriften auf der Arzneimittelumhüllung bzw. Beipackzettel oder fragen Sie in der Apotheke nach. Für die Reiseapotheke sind in Apotheken spezielle wärmeisolierte Täschchen erhältlich.


Gesundes Grillfest
Schutz vor Darminfektionen: Auf rohe tierische Produkte verzichten
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(dgk) Sommerabende im Garten oder auf der Terrasse und der Duft von Gegrilltem haben Tradition. Allerorts gibt es schöne Feste, doch leider auch manchmal mit weniger schönem Ausgang: Jährlich erleiden etwa 200.000 Menschen eine infektiöse Darmerkrankung, teilt die Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik GmbH (B•A•D) mit. Etwa ein Drittel von ihnen zieht sich die Salmonellenvergiftung oder eine andere bakterielle Krankheit beim Essen im privaten Bereich zu. Bei der Vermeidung einer Erkrankung spielen vor allem die Auswahl der Speisen, ihre Lagerung und ihre Zubereitung eine wichtige Rolle.

Ein besonders hohes Gefahrenpotenzial haben rohe tierische Lebensmittel, wie Tartar, Mett oder Sushi. Diese haben beim sommerlichen Fest im Freien nichts zu suchen. Vorsicht ist auch bei Mayonnaisen, Cremes oder Puddings geboten. Soll auf das Dessert, zum Beispiel ein Tiramisu, dennoch nicht verzichtet werden, muss die Süßspeise kühl bei sieben Grad gelagert werden, und darf erst unmittelbar vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank genommen werden.

Produkte wie Käse, Salami oder quarkhaltige Speisen, die mit ihren Milchsäurebakterien einen natürlichen Schutz vor Krankheitserregern bieten, sind dagegen empfehlenswert. Salate, die mit Essig und Öl angemacht sind, sind außerdem gesünder als Salate mit einem Mayonnaisen-Dressing – und nicht so anfällig für Krankheitserreger.

Krankheiten auslösende Bakterien halten sich übrigens auch auf Küchenutensilien. Wird bei-spielsweise auf ein und demselben Brett Geflügelfleisch und Salat bearbeitet, muss das Brett vor der Salatzubereitung gründlich gereinigt werden. Sonst können Bakterien vom rohen Fleisch auf den Salat übertragen werden. Gründliches Händewaschen nach der Fleisch- oder Geflügelportionierung ist ebenfalls sehr wichtig.

Auch beim Griff in die Tiefkühltruhe müssen einige Spielregeln beachtet werden. Die Produkte müssen aus der Verpackung genommen, in ein Lochsieb in einer Schüssel gelegt und im Kühlschrank aufgetaut werden, lautet die Empfehlung der Experten. Der Fleischsaft muss getrennt entsorgt und der Abfluss mit heißem Wasser gründlich nachgespült werden.

Tipp: Der „Chef“ am Grill ist übrigens gut beraten, wenn er den Teller mit Würstchen, Fleisch und Geflügel so lange mit einem Tuch bedeckt lässt, bis er das Grillgut tatsächlich auf den Rost legt. Das ist immer dann besonders wichtig, wenn sich unter die Gäste der Grillparty auch Haustiere mischen.


Johanniskraut: Hautschäden bei Sonnenbestrahlung unwahrscheinlich
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(dgk) Wer häufig lustlos ist, schlecht schläft oder über Konzentrationsstörungen klagt, leidet möglicherweise unter einer depressiven Verstimmung. Nach einer Emnid-Umfrage ist etwa jeder Vierte in Deutschland davon betroffen. Halten depressive Zustände über einen längeren Zeitraum an oder verlaufen sie schwer, sollte professionelle Hilfe gesucht werden. Bei leichten bis mittelschweren Verstimmungen ist das aber nicht immer nötig. Sie lassen sich auch mit natürlichen Methoden wirksam lindern.

Wer seine Stimmung aufhellen will, sollte viel Zeit im Freien – am besten bei Sonnenschein – verbringen. Helles Licht ist ein wichtiger Impulsgeber für unseren Körper und hat damit großen Einfluss auf unser Wohlbefinden.

Unter den pflanzlichen Arzneimitteln kann Johanniskraut (Hypericum perforatum) auf eine lange Tradition zurückblicken. Seit dem frühen 19. Jahrhundert ist seine antidepressive Wirkung bekannt, die auch wissenschaftlich überprüft ist.

Bislang wurde davor gewarnt, sich unter der Behandlung mit Johanniskraut der Sonne auszusetzen. So enthalten Beipackzettel zu Johanniskraut-Präparaten den Hinweis, dass es durch Photosensibilisierung zu sonnenbrandähnlichen Effekten kommen kann. Der Grund: Bei weißen und hellhäutigen Weidetieren, die Johanniskraut-haltiges Heu fraßen, kam es zu verbrennungsähnlichen Hauterscheinungen.

Neuere Forschungsergebnisse belegen jetzt aber, dass derartige Reaktionen beim Menschen erst bei sehr hohen Dosen zu erwarten sind. Um Verbrennungen zu provozieren, müsste Johanniskraut in einer 30 Mal höheren Dosis eingenommen werden als in der Therapie üblich. Johanniskraut und Sonne können also bedenkenlos „kombiniert“ werden.


MELDUNGEN

HAUPTSACHE GESUND jeden Monat zum Nachlesen
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(dgk) Woche für Woche 1,3 Millionen Zuschauer bundesweit: HAUPTSACHE GESUND, jeden Donnerstag ab 21 Uhr im MDR Fernsehen, ist das beliebteste Gesundheitsmagazin im deutschen Fernsehen. Der Kontakt zum Publikum ist der Moderatorin Dr. med. Franziska Rubin und ihrem Team besonders wichtig. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 100.000 Anfragen beantwortet.

Nun bietet die Redaktion einen weiteren Service: das monatliche Journal zur Sendung. Die Abonnenten können auf 24 Seiten alle Informationen zu den Themen eines Monats nachlesen. Geboten werden medizinisches Basiswissen, Therapien der Naturmedizin oder fremder Medizinsysteme, Hausmittel sowie sport- und physiotherapeutische Tipps für den Alltag. Gesunde Ernährung mit Rezeptvorschlägen, Lebensmittelkunde und Zubereitungstipps sowie Ratschläge zu Rechten und Pflichten von Ärzten und Patienten komplettieren das umfangreiche Angebot. Wer sich darüber hinaus weiter informieren will, wird fündig in den Literatur-hinweisen sowie in einem Adressenteil.

HAUPTSACHE GESUND jeden Monat zum NachlesenDas HAUPTSACHE GESUND-Journal erscheint im VERLAG im KILIAN und kostet pro Heft fünf Euro einschließlich Versandkosten. Bestellungen werden unter der Telefonnummer 0 64 21 / 2 93 – 1 23 entgegen genommen.

Hinweis für Redaktionen: Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an den VERLAG im KILIAN, Telefon 0 64 21 / 2 93 – 1 22.



Kleidung und Gesundheit
Vorsicht, Gift im Gewebe!
(1.550 Zeichen)

(dgk) Kleider machen Leute – und manchmal krank. Moderne Textilien sollen bunt, pflegeleicht und knitterfrei sein. Ohne Chemie geht das nicht: Hautreizungen sind häufig die Folge.

Ob Jeans oder Fleece, Top oder Slip, ob Baumwolle, Leinen, Seide oder Polyester, Viskose oder Elastan: Heutzutage werden nahezu alle Kleidungsstücke chemisch behandelt. Darauf macht der Ratgeber aus Ihrer Apotheke aufmerksam. Damit die Fasern schöne, strahlende und haltbare Farben haben, nicht einlaufen, knittern oder filzen, angenehm riechen sowie Bakterien oder Schimmelpilze abweisen, helfen Hersteller mit Chemikalien nach. Hautreizende oder gesundheitsschädliche Substanzen finden sich dabei nicht nur in Synthetics, sondern auch in Hemden und Hosen aus Naturfasern.

Bei einem Jeans-Check im vergangenen Jahr fand das Magazin „Ökotest“ beispielsweise in jeder zweiten Hose den problematischen Farbbaustein Anilin. Dieser steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Außerdem stellten die Öko-Tester fest, dass sich bei einigen Jeans Hosen Nickel aus den Nieten löst. Das Metall kann schon in geringsten Mengen allergische Kontaktekzeme verursachen.

Wenn die Kleidung juckt, liegt das nicht am Waschmittel oder Weichspüler – sondern fast immer an der Farbe. Viele Farben in Kleidungsstücken wirken als starke Allergene. Betroffen von der Allergie sind dann häufig Hautregionen, wo die Kleidung eng anliegt oder ihr Träger stark schwitzt. In seltenen Fällen kommt es sogar zu so genannten irritativ-toxischen Hautreizungen, Entzündungen durch Giftstoffe. Auch Formaldehyd und Glyoxal, fast immer in pflegeleichter, bügelfreier Kleidung zu finden, gelten als starke Allergie-Auslöser.

Mehr über dieses Thema und Tipps für den Kleiderkauf finden Sie im Ratgeber aus Ihrer Apotheke, Ausgabe 7 B/2004 (15. Juli 2004).


Dauerschnupfen oder Allergie?
(995 Zeichen)

(dgk) Ist der Schnupfen erkältungs- oder allergiebedingt? Nur mit der richtigen Diagnose kann auch erfolgreich behandelt werden.

Achten Sie zunächst darauf, wie lange die Beschwerden anhalten: Beim Heuschnupfen treten die Symptome wie aus heiterem Himmel innerhalb von Minuten auf; typisch sind kurze, aber ständig wiederkehrende Allergieschübe. Beim Erkältungsschnupfen bauen sie sich dagegen über mehrere Stunden hinweg auf und dauern sieben bis zehn Tage.

Während der „normale Schnupfen“ meist mit eher zähem Nasensekret und weiteren Erkältungssymptomen wie Halsschmerz, Husten und erhöhter Temperatur einhergeht, ist der allergische Schnupfen oft mit juckender Nase, brennenden Augen und Niesanfällen verbunden. Die Temperatur ist normal, das Nasensekret wässrig-klar und dünn.

Sollten Sie unsicher sein, schildern Sie die Beschwerden Ihrem Arzt oder Apotheker. Leiden Sie an Heuschnupfen, lassen sich die Symptome mit Antihistaminika zum Einnehmen, in Form von Augentropfen oder Nasensprays lindern. Sie sollten aber auf alle Fälle mit einem Arzt die Möglichkeit einer Immuntherapie (Hypersensibilisierung, Desensibilisierung) erörtern.


Stichwort Migräne – Neue Broschüre hilft Betroffenen
(1.208 Zeichen)

(dgk) Etwa zehn Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Migräne. Trotz der enormen Belastungen, die mit dieser Krankheit verbunden sind, befindet sich nicht einmal die Hälfte der Betroffenen in ärztlicher Behandlung. Entweder aus Unkenntnis über die moder-nen Therapiemöglichkeiten oder weil sie die Hoffnung auf Hilfe aufgegeben haben, scheuen viele vor diesem ersten Schritt zurück. Dabei stehen Ärzten aufgrund der Entwicklungen der vergangenen Jahre heutzutage wirksame Behandlungsstrategien zur Verfügung.

Das Forum Schmerz im DEUTSCHEN GRÜNEN KREUZ e. V. (DGK) möchte einen Beitrag zur besseren Aufklärung von Betroffenen leisten und hat deshalb die Broschüre „Migräne“ herausgegeben. Sie beschreibt nicht nur Entstehen, Ursachen und Symptome von Migräne, sondern stellt auch die aktuellen Behandlungsmöglichkeiten und prophylaktische Maßnahmen ausführlich dar. Betroffene erhalten eine Anleitung zur aktiven Vorbeugung durch Sport, Entspannung und verhaltentherapeutische Methoden. Mit den Informationen soll das Arzt-Patienten-Gespräch unterstützt werden, denn je genauer der Betroffene seine Beschwerden kennt und beschreiben kann, desto leichter kann der Arzt die richtige Behandlung einleiten.

Stichwort Migräne – Neue Broschüre hilft Betroffenen

    Die Broschüre kann gegen einen mit 1,44 € frankierten DIN-A5 Rückumschlag bestellt werden bei:

 

    Deutsches Grünes Kreuz e. V.
    Stichwort Migräne
    Postfach 1207
    35002 Marburg.

 


Chronische Schmerzen: Info-Broschüren neu aufgelegt
(824 Zeichen)

(dgk) In Deutschland leiden etwa acht Millionen Menschen an chronischen Schmerzen. Zu den häufigsten Ursachen zählen Rücken-, Nervenschmerzen oder Schmerzen durch Osteoporose. Leider sind die Betroffenen oft nicht über die Möglichkeiten der modernen Schmerztherapie bei diesen Krankheitsbildern informiert. Das Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz e. V. (DGK) gibt deshalb seit sechs Jahren verschiedene Broschüren mit Tipps und Hilfe für eine effektive Schmerztherapie heraus. Jetzt wurden alle Broschüren überarbeitet, aktualisiert und teilweise in neuem, modernen Erscheinungsbild gedruckt.

Die Broschüren können gegen einen adressierten und mit 1,44 € frankierten DIN-A5-Umschlag angefordert werden beim

    Forum Schmerz
    Stichwort (Titel)
    Postfach 12 07
    35002 Marburg.

Folgende Titel stehen zur Verfügung: Starke Schmerzen bewältigen, Aktiv gegen Rückenschmerzen, Schmerztherapie bei Osteoporose, Nervenschmerzen – Ursachen und Behandlung.


Rundum Zahngesund
Neue Webseite der Sektion Zahngesundheit
im Deutschen Grünen Kreuz e.V.
(895 Zeichen)

Rundum Zahngesund(dgk) Die Zahnheilkunde hat in den vergangenen 20 Jahren eine grundlegend präventive Ausrichtung erfahren. Für jedes Lebensalter existieren spezifische Prophylaxeangebote, die helfen, die Zahngesundheit ein Leben lang zu unterstützen und zu erhalten. Aufklärung und Motivation zu optimaler Mundhygiene und zahngesundem Ernährungsverhalten spielen dabei eine wesentliche Rolle.

Die neue Internetseite der Sektion Zahngesundheit im Deutschen Grünen Kreuz e.V. www.rundum-zahngesund.de informiert über Wissenswertes rund um die Zahngesundheit in jedem Alter, Prophylaxe, Zahnästhetik sowie Neuigkeiten aus Forschung und Praxis.

Hier finden Interessierte Informationen über Aufbau und Aufgaben des menschlichen Gebisses, Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Zähne, Möglichkeiten der Gebissregulierung und -sanierung sowie optimales Prophylaxeverhalten von Zahnreinigung bis Ernährung. Aktuelle Forschungsergebnisse, Beiträge von Fachleuten, Pressetexte sowie Fachinformationen für den Verbraucher runden das Angebot ab.


TERMINE

Wieder auf Tour: Das Infomobil Schmerz
(1.188 Zeichen)

(dgk) In Deutschland werden etwa acht Millionen Menschen von chronischen Schmerzen gequält. Mit einer individuellen Schmerztherapie könnte vielen von ihnen geholfen werden. Unter dem Motto „Beratung – Unterstützung – Information“ macht deshalb das Infomobil Schmerz seit 22. Juni 2004 in 20 Städten Deutschlands Station. Das Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz e. V. (DGK) veranstaltet die Infomobil Tour Schmerz, die am 17. Juli in Marburg endet, bereits zum vierten Mal.

Von 9 bis 17 Uhr findet Beratung rund um das Thema chronische Schmerzen statt. An Bord des Infomobils können sich Betroffene und Interessierte mit Schmerztherapeuten aus der Region unterhalten. Vor dem Infomobil gibt es Material zu verschiedenen Krankheiten, die chronische Schmerzen verursachen können. Eine kleine Bibliothek liefert Anschauliches, Interessantes und Neues zum Thema, und bei einem Gewinnspiel werden attraktive Preise verlost. Die DGK-HörBar bietet CDs zur Entspannung und Unterhaltung.

    Hinweis an die Redaktionen:
    Wenn Sie weitere Informationen zum Infomobil benötigen, wenden Sie sich bitte an:
    Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz e. V.
    Ansprechpartnerin: Inge Kokot
    Telefon: 0 64 21 / 2 93 - 1 38
    Fax: 0 64 21 / 2 93 - 7 38
    E-Mail: inge.kokot(à)kilian.de

Gerne schicken wir Ihnen die Pressemappe oder vermitteln ein Experteninterview.

Die aktuellen Termindaten finden Sie im Internet unter
www.forum-schmerz.de oder www.dgk.de unter Veranstaltungen.


Hörtour 2004 – Erlebnis Hören unterwegs
Das Hören-Mobil der Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) gastiert in 25 deutschen Städten
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(dgk) Bereits zum vierten Mal ist der zur mobilen Hörtestkabine umgebaute Truck in diesem Jahr bundesweit unterwegs. Er tourt im Spätsommer sechs Wochen lang durch ganz Deutschland. Der Startschuss fällt am 17. August in Berlin; der letzte Veranstaltungstag findet am 24. September in Nürnberg statt. Kooperationspartner sind auch in diesem Jahr das Deutsche Grüne Kreuz e. V. (DGK), der Deutsche Berufsverband der HNO-Ärzte und das Forum Besser Hören.

An Bord des Hören-Mobils führen örtliche Aktionspartner (Hörgeräteakustiker) kostenlose Hörtests durch und stehen als Ansprechpartner für alle Fragen rund ums Hören zur Verfügung. Erstmalig können sich die Besucher mit Hilfe eines so genannten Video-Otoskops in die Ohren schauen lassen und ihren Gehörgang sowie ihr Trommelfell auf einem Monitor betrachten. Interessierte erwartet am Hören-Mobil außerdem ein Hörquiz mit Verlosung von attraktiven Preisen. Wer seinen eigenen Walk- oder Diskman mitbringt, kann mit Hilfe eines Testgerätes messen lassen, mit welcher Lautstärke die Musik aus den Kopfhörern kommt. Den Besuchern werden im und um das Hören-Mobil viele weitere informative und unterhaltsame Aktionen geboten.

Hoertour 2004 Den genauen Tourplan und weitere Informationen zur FGH-Hörtour 2004 gibt es im Internet unter www.hoertour.de, www.dgk.de unter Veranstaltungen oder bei der

    Pressestelle
    Fördergemeinschaft Gutes Hören
    Schuhmarkt 4
    35037 Marburg
    Tel: 0 64 21 / 2 93 60

 


NACHRICHTEN AUS DEM DEUTSCHEN DIABETES-FORSCHUNGSINSTITUT (DDFI)

Deutsche Diabetes-Gesellschaft präsentiert neue und aktualisierte Leitlinien
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(dgk/DDFI) Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) stellte auf ihrer Jahrestagung „Zukunft der Diabetologie gemeinsam gestalten“ vom 19. bis 22. Mai in Hannover drei neue sowie Aktualisierungen einiger älterer evidenzbasierter Diabetes-Leitlinien vor. Evidenzbasierte Leitlinien sind anhand von wissenschaftlichen Studien entwickelt und werden regelmäßig aktualisiert.

In den Diabetes-Leitlinien werden inhaltlich einheitliche Kernaussagen für die Epidemiologie, Klassifikation, Prophylaxe, Diagnostik, Therapie, Verlaufskontrolle und Langzeitbetreuung des Diabetes mellitus und seiner Begleit- und Folgeerkrankungen dargestellt.

Durch Expertengruppen wurden die folgenden Leitlinien neu erstellt und als Sonderheft der Zeitschrift "Diabetes und Stoffwechsel" veröffentlicht:

    • „Diagnostik, Therapie, Verlaufskontrolle und Prävention des diabetischen Fußsyndroms“ (Sprecher der Expertengruppe: Dr. med. Stephan Morbach)
    • „Diagnostik, Therapie und Verlaufskontrolle des Diabetes mellitus im Alter“ (Sprecher: Dr. med. Claus Hader)
    • „Diagnostik, Therapie und Verlaufskontrolle des Diabetes mellitus im Kindes- und Jugendalter“ (Prof. Dr. med. Thomas Danne)


Zur Sicherung und Verbesserung der Versorgungsqualität in der Diabetologie wurden außerdem bereits vorliegende evidenzbasierte Leitlinien aktualisiert. Diese umfassen die Themen Epidemiologie und Verlauf des Diabetes mellitus in Deutschland, diabetische Neuropathien sowie die diabetische Nephropathie.
Darüber hinaus werden die Praxis-Leitlinien „Diabetisches Fußsyndrom“ sowie Psychosoziales und Diabetes“ vorgelegt. Diese bieten als Zusammenfassung der Expertenversion eine Handlungsanleitung für behandelnde Ärzte. Alle Leitlinien der DDG sind für jeweils zwei Jahre gültig.

Sie finden die Leitlinien der DDG unter der Internetadresse:
www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de

Neben den oben genannten wissenschaftlichen Diabetes-Leitlinien stellt das leitlinienbasierte Fachinformationssystem www.diabetes-deutschland.de laiengerechte Informationen für Patienten und interessierte Bürger bereit.
Die Verantwortlichkeit für die Leitlinienerstellung liegt bei der Deutschen Diabetes-Gesellschaft, vertreten durch ihren derzeitigen Präsidenten Prof. Dr. med. W. Kiess. Für die Realisierung des Gesamtprozesses hat die DDG eine Leitlinienkommission unter dem Vorsitz von Prof. Dr. med. W. A. Scherbaum, Düsseldorf, eingerichtet.

(Dipl. Soz.-Wiss. Ingrid Bollmann, Prof. Dr. med. Werner A. Scherbaum, Deutsches Diabetes-Forschungsinstitut Düsseldorf)

Für Rückfragen zu dieser Presseinformation wenden Sie sich bitte an:

Prof. Dr. med. Werner A. Scherbaum
Deutsches Diabetes-Forschungsinstitut an der
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Auf'm Hennekamp 65, 40225 Düsseldorf
Telefon: 02 11 / 33 82 - 2 00, Fax: 02 11 / 33 69 103


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SONDERMELDUNG

Initiative Glaukom e.V.

Grüner Star macht Angst
Kostenlose Glaukom-Beratungs-Hotline 0 800 / 01 12 118 wird ausgeweitet

(dgk) Wegen der enormen Nachfrage wird das telefonische Glaukom-Beratungsangebot der Initiative Glaukom e. V. und des Deutschen Grünen Kreuzes e. V. erweitert. Ab dem 21. Juli findet die Beratung wöchentlich statt.

    Die Glaukom-Hotline ist dann jeden Mittwoch
    zwischen 14.00 und 16.00 Uhr unter der kostenlosen
    Rufnummer 0 800 / 01 12 118 zu erreichen.


„Mit der Verdopplung unserer Beratungstermine reagieren wir auf den enormen Informationsbedarf der Bevölkerung und Glaukom-Patienten zum Thema Grüner Star“, so Gerhard Bleile, Sprecher des Glaukom-Selbsthilfeverbands. Mit nur zwei Beratungstagen im Monat sei der Ansturm nicht mehr zu bewältigen gewesen. Vielfach handele es sich um individuelle Schicksale, die nicht einfach in wenigen Minuten abgehandelt werden könnten.

Unwissenheit, Verunsicherung und Ängste spielten bei vielen der Ratsuchenden eine große Rolle, berichtet Anita Künnecke, Augenärztin in München und Beraterin an der Glaukom-Hotline. Werde ich nun blind? Solche Gedanken belasteten die Betroffenen, wenn sie vom Augenarzt die Diagnose Glaukom erhalten. „Meist sitzt der Schock so tief, dass wichtige Fragen nicht gleich beim Augenarzt gestellt werden. Erst später fällt einem ein, was man eigentlich noch hätte wissen wollen“, so Dr. Künnecke. Hierbei könne die Beratungs-Hotline eine wichtige Hilfe sein.

Es werden aber auch ganz allgemeine Fragen gestellt, beispielsweise, wodurch man ein Glaukom früh erkennen kann, welche Rolle die Vererbung spielt, welche Untersuchungen der Augenarzt durchführt, ob neue Diagnoseverfahren sinnvoll sind oder es neue und wirksamere Medikamente und Methoden zur Behandlung des Grünen Stars gibt. „Auch dazu geben unsere Berater Auskunft“, erklärt Bleile. Mit der Glaukom-Hotline erfülle die Initiative Glaukom e.V. ihre selbst gestellte Aufgabe, die Bevölkerung so umfassend wie möglich über das Risiko Glaukom zu informieren und auf die Chancen der Früherkennung aufmerksam zu machen.

Für Rückfragen oder weitergehende Informationen zum Glaukom steht Ihnen Dr. Ingolf Dürr beim Deutschen Grünen Kreuz e. V. jederzeit gerne zur Verfügung: Telefon: 0 64 21 / 2 93 – 1 74; E-mail: ingolf.duerr(à)kilian.de.

 

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