DGK e.V. -Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk), Jahrgang 45, Ausgabe 5 - 2004 - Themen:malaria, Schulaktion 2004, trockenes Auge, kamille, Allergie, Bienen und Wespen, Opioide, Schmerzpflaster, Blasenentzündung, Lebensmittel, Mindesthaltbarkeit, B
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Deutsche Gesundheits-Korrespondenz
dgk, Jg. 45, 6 - 2004

Kampf den tödlichen Stichen
Malaria-Schulaktion des Deutschen Grünen Kreuzes e. V.
(4.402 Zeichen)

(dgk) Malaria gehört nach wie vor zu den häufigsten und gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt. Experten haben ausgerechnet, dass in der Geschichte der Menschheit mehr Menschen an Malaria starben als an jeder anderen Krankheit. Vor allem in Afrika wütet die Krankheit, die durch Stiche der Anopheles- Mücke übertragen wird. Weltweit erkranken laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) jährlich 300 bis 500 Millionen Menschen, bis zu mehr als zwei Millionen sterben pro Jahr. Der Großteil davon sind Kinder unter fünf Jahren, die in Afrika südlich der Sahara leben.

Es gibt insgesamt vier verschiedene Malariaerreger, die unterschiedliche Formen der Erkrankung hervorrufen. Die gefährlichste Form ist die Malaria tropica, die unbehandelt in etwa 30 Prozent der Fälle zum Tode führen kann. Malaria tertiana ist nur in seltenen Fällen tödlich, führt aber zu erheblichen Beeinträchtigungen des allgemeinen Gesundheitszustands. Als eine vergleichsweise milde Form der Malaria gilt die Malaria quartana.

Die Übertragung der Malaria erfolgt über einen Stich der Anophelesmücke. Wenn es Nacht wird, erwacht bei den Moskito-Weibchen der Blutdurst. Sie benötigen die proteinreiche Flüssigkeit für die Entwicklung ihrer Eier, während sich Männchen nur an harmlosen Pflanzensäften laben. Die Mücken fallen meist über Schlafende her, zapfen bis vier Mikroliter Blut ab. Mit ihrem Doppelrüssel träufeln sie gleichzeitig Speichel in die Ader, was ihre Mahlzeit flüssig hält. So wird auch der Malaria-Erreger verbreitet, den die Mücke in sich trägt, sobald sie einmal einen Kranken gestochen hat. Der Plasmodium genannte Erreger schadet den Insekten selber nicht, bei Menschen löst er jedoch heftiges Fieber aus, an dem viele erkranken und sterben - vor allem Kinder und schwangere Frauen, die in beengten und unhygieni-schen Verhältnissen und in der Nähe stehender Gewässer leben.

Gegen Malaria gibt es noch keine Impfung. Deshalb ist es wichtig, sich in den entsprechenden Gebieten vor Mückenstichen zu schützen. Malaria ist heilbar, wenn sie rechtzeitig erkannt und behandelt wird.

Für Urlauber ist ein ausreichender Mückenschutz, die Prophylaxe mit Medikamenten oder Behandlung immer möglich, für die vielen Kindern in Afrika jedoch nicht. Insektizide wirken nicht mehr gegen die Malaria übertragenden Stechmücken, neue Präparate sind für die Betroffenen unerschwinglich. Erschwerend kommt hinzu, dass der Erreger, der einzellige Parasit Plasmodium, zunehmend gegen konventionelle, kostengünstige Medikamente resistent ist.

Forschungslabors in aller Welt basteln daher seit einigen Jahren an einer neuen Waffe gegen die tödliche Tropenkrankheit: gentechnisch veränderten Moskitos. Doch ihr Einsatz könnte unabsehbare Folgen für die Umwelt und die menschliche Gesundheit haben. Und selbst wenn es gelänge, eine gesamte natürliche Anopheles-Spezies durch eine künstliche zu ersetzen - und zwar ohne unerwünschte Nebenwirkungen auszulösen -, wäre für die menschliche Gesundheit nicht viel gewonnen. Schließlich gibt es mehr als 2.000 Moskito-Arten, von denen etwa 100 Malaria übertragen und etliche noch weitere Krankheiten obendrein. Dabei gibt es Alternativen, die billiger, ungefährlicher und Erfolg versprechender sind: Moskitonetze - am besten mit wirksamen Insektiziden imprägniert - , die dämmerungs- und nachtaktiven Blutsauger abhalten könnten.

Doch bei den am meisten betroffenen Kindern in Afrika mangelt es schon daran: Dort gibt es viel zu wenig dieser Schutz bringenden Netze.

Die WHO hat daher bereits 2000 die erfolgreiche Initiative "Roll back Malaria" gestartet (www.rbm.who.int). Das Deutsche Grüne Kreuz e.V. (DGK) unterstützt in Deutschland die Aktion und hat deshalb eine bundesweite Schulkampagne initiiert.
Ziel der Aktion: Möglichst viele afrikanische Kinder bekommen ein imprägniertes Moskitonetz. Etwa drei Euro kostet ein solcher "Schutzschirm für die Nacht". Mit kreativen Ideen sollen Schüler Alt und Jung davon überzeugen, Geld für das Projekt zu spenden. Die Schulaktion (Kinder sammeln für Kinder) soll im Herbst 2004 starten: Nicht nur Kinder, auch deren Eltern, Verwandte und Bekannte, Medien und die Bevölkerung sollen für die Probleme der Kinder auf dem afrikanischen Kontinent sensibilisiert werden. Das kann etwa durch Theateraufführungen, Infostände in Fußgängerzonen oder auf dem Schulhof geschehen. Artikel in Schülerzeitungen, Broschüren, Poster mit Spendenaufrufen oder Aktionen auf dem Sportplatz sind weitere Möglichkeiten. Das DGK wird Informationsmaterial über Malaria vorbereiten und zur Verfügung stellen.

Die mitwirkenden Schulen können eine Klassenreise zur WHO nach Genf gewinnen.

Weitere Informationen gibt es in Kürze auf www.dgk.de oder bei:
Deutsches Grünes Kreuz e.V.
Stichwort Malaria 2004
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Telefon: 0 64 21 / 2 93 - 1 20
Fax: 0 64 21 / 2 93 - 7 20
Ansprechpartnerin: Anke Rabenau,
E-mail: anke.rabenau(à)kilian.de

Ab sofort kann jedermann für das Projekt "Kinder für Kinder gegen Malaria" spenden. Das DGK hat folgendes Sonderkonto eingerichtet:

Deutsches Grünes Kreuz e.V.
Stichwort: Malaria
Commerzbank Kassel
BLZ: 520 400 21
Konto-Nr.: 28 80 2 35 00


Wie Sand im Getriebe
Naturmedizinische Hilfe bei trockenem Auge
(2.315 Zeichen)

(dgk) Bei jedem Lidschlag kratzen kleine Sandkörner über das Auge, so fühlt es sich an: das trockene Auge oder Sicca-Syndrom. Das Empfinden eines Fremdkörpers auf der Hornhaut, das ständige Brennen und Jucken sind typisch für dieses heutzutage sehr häufige Augenleiden. Etwa jeder fünfte Patient klagt beim Augenarzt darüber, ältere Menschen öfter als junge. Als Ursache vermutet man Umweltbelastungen wie Klimaanlagen in Büro und Auto, trockene Raumluft oder auch manche Medikamente.

Ein ausreichendes und gleichmäßiges Befeuchten der Augen ist für das einwandfreie Sehen unerlässlich. Das trockene Auge ist in den meisten Fällen zwar nicht gefährlich, aber extrem unangenehm und belastend. Deshalb suchen die Betroffenen dringend nach rascher Abhilfe. Am häufigsten werden Tränenersatzflüssigkeiten verwendet, die mehrmals am Tag in die Augen getropft werden müssen. Hier sollte man die verschiedenen, auf dem Markt befindlichen Präparate ausprobieren oder sich am besten in der Apotheke beraten lassen.

Neuerdings gibt es dort nun auch eine naturmedizinisch-homöopathische Benetzungslösung, die dem Auge wieder zum Gleichgewicht verhelfen soll. Darin enthalten sind Einzelmittel aus Sonnenhut (Echinacea) und Augentrost (Euphrasia) sowie Aluminium und Phosphor. Sonnenhut soll die Widerstandskraft steigern, Augentrost beruhigt das gereizte Auge, Aluminium hilft bei "trübem Sehgefühl" am Abend, und Phosphor hat sich bei empfindlichen Augen und Augenbrennen bewährt. Ein besonderer Vorteil: Dieses neue Benetzungsmittel kann auch während des Tragens von Kontaktlinsen angewendet werden.

Nebenwirkungen sind bei solchen "Tränenersatzflüssigkeiten" nicht bekannt, wenn man sie vorschriftsmäßig einsetzt. Abzuraten ist hingegen von Mitteln gegen so genannte "rote Augen". Sie wirken zwar abschwellend und lindernd, verstärken aber letztlich das Austrocknen der Hornhaut und können auf Dauer das Gewebe ernsthaft schädigen.

Die natürliche Tränenflüssigkeit ist ein mehrschichtiges, recht kompliziertes Gemisch, das von verschiedenen Drüsen rund um das Auge produziert wird. Die äußerste Schicht ist fetthaltig und verhindert die rasche Verdunstung. Die mittlere Schicht des Tränenfilms ist wässrig, wird von den eigentlichen Tränendrüsen gebildet und reinigt die Augenoberfläche von Fremdkörpern. Darunter liegt eine Schleimschicht, ohne die die anderen Schichten nicht auf dem Auge haften bleiben könnten. Durch den Lidschlag alle fünf bis zehn Sekunden wird die Tränenflüssigkeit gleichmäßig über die Horn- und Bindehaut verteilt. Neben dem Reinigungseffekt ist die Tränenflüssigkeit auch für die Ernährung und Sauerstoffversorgung von Hornhaut und Bindehaut zuständig.


Sauer ist nicht immer lustig - Zähne leiden durch häufigen direkten Kontakt mit Säure
(2.378 Zeichen)

(dgk) Mit steigenden Temperaturen steigt auch der Konsum von Erfrischungsgetränken, Säften und Sportgetränken. Sekt, Wein, Cocktails und fruchtsafthaltige Mixgetränke fehlen auf keiner Gartenparty. Dazu werden gerne erfrischende Früchte wie Kiwi, Rhabarber, Johannisbeeren, knackige Äpfel, Zitronen, Limonen, Ananas und Salate mit Essig-Öl-Sauce und Sauerkonserven verzehrt.

Erfrischend, vitaminreich, leicht - und gut für die schlanke Linie dazu! Aber ein Zuviel an säurehaltigen Nahrungsmitteln und Getränken bringt den Mikrokosmos der Mundhöhle aus dem Gleichgewicht und kann zu so genannten Erosionen führen, einem langsam voranschreitenden Verlust an Zahnsubstanz durch den direkten und häufigen Kontakt mit Säuren.

Wie erkennt man, ob die eigenen Zähne bereits betroffen sind? Leichte Erosionen bleiben meist unbemerkt, da sie weder mit Schmerzen noch mit einer optischen Veränderung des Zahnes einher gehen. Wenn die Erosion weiter fortgeschritten, also schon das Zahnbein angegriffen ist, kann es zu Heiß-/Kaltempfindlichkeiten und Verfärbungen kommen, schließlich sehen Zahn- und Kauflächen zerklüftet, wie abgeschmolzen, aus und müssen im Extremfall überkront werden.

Um bei hohem Säurekonsum ausgedehnten Zahnsubstanzschäden erst gar keine Chance zu geben, sollte man seinen Zahnarzt fragen, ob Erosionen vorliegen. Falls ja, kann man die Säureeinwirkung zunächst reduzieren, indem man säurehaltige Getränke und Nahrungsmittel nicht in großen Mengen und zu jeder Tageszeit konsumiert. Oder - wenn man auf den erfrischenden Sauergeschmack nicht verzichten möchte - indem man gezielt auf kalziumreiche saure Produkte umsteigt, wie Joghurt, Buttermilch, Quark und den Salat mit Joghurtdressings verfeinert.

Neben der bewussten vollwertigen Ernährung und viel klarem Wasser als Durstlöscher ist die regelmäßige Anwendung einer fluoridhaltigen Mundspülung und eines Fluoridgels ein wirksames Mittel bei Erosionen.

Erosionen können aber auch innere Ursachen, wie Magen-Darm-Erkrankungen oder Essstörungen, haben. Warnhinweise sind Sodbrennen, häufiges Aufstoßen und Erbrechen. Vielfältig wie die Ursachen der Zahnerosionen sind die Therapiemaßnahmen, die mit dem Zahnarzt individuell abgestimmt werden sollten.

Eine aktuelle Studie zum Thema Erosion und Essstörungen läuft derzeit an der Zahnklinik der Justus-Liebig-Universität Gießen.
Interessierte wenden sich bitte direkt an die Zahnklinik in Gießen:
Telefon 0 64 1 / 99 46 173 oder
www.uniklinikum-giessen.de/erhaltung/erosionen.html

Neues und Wissenswertes rund um Ihre Zahngesundheit finden Sie in Kürze unter www.rundum-zahngesund.de, der Homepage der neuen Sektion Zahngesundheit im Deutschen Grünen Kreuz e. V.

Ansprechpartnerin: Sigrid Fehl, Telefon 0 64 21 / 2 93 - 152


Die Heilkraft der Kamille
(1.286 Zeichen)

(dgk) Kühmelle, Apfelkraut, Mutterkraut und Mägdeblum oder einfach nur Kamille. Von Mai bis September findet man die krautig wachsende Heilpflanze in voller Blüte auf Feldern, Wiesen und Wegrändern in fast ganz Europa. Die echte Kamille (Matricaria chamomilla) wächst bis zu einem halben Meter hoch in aufrechten, verzweigten Stängeln, die in den kleinen weiß-gelben Blütenköpfchen enden. Eindeutiges Erkennungsmerkmal ist ihr ausgeprägter, aromatischer Kamillenduft.

Innerlich zum Beispiel als Tee angewandt, wirkt Kamille entzündungshemmend und krampflösend: bei Erkältungen und Magen-Darm-Erkrankungen wie Magenschleimhautentzündung, Verdauungsbeschwerden und Blähungen. Äußerliche Anwendungen als Badezusatz sowie Mundspray oder -spülung wirken wundheilend und antibakteriell. Die moderne Arzneipflanzenforschung hat diese Wirkungen inzwischen wissenschaftlich nachgewiesen: Die Hauptinhaltsstoffe sind ätherische Öle, die unter anderem die Substanzen Matricin bzw. Chamazulen und alpha-Bisabolol enthalten. Das ätherische Öl besitzt sowohl entzündungshemmende und krampflösende Wirkung sowie bakterien- und pilzabtötende Eigenschaften. Außerdem enthalten die Kamillenblüten Flavonoide und Schleimstoffe, die nach neueren Erkenntnissen ebenfalls krampflösende und entzündungshemmende Wirkung zeigen.

Mehr über die Heilkraft der Kamille und ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten lesen Sie im Ratgeber aus Ihrer Apotheke / Ausgabe 7 A/2004 (1. Juli 2004).


Opioidhaltige Pflaster: Bewährte Therapie mit neuer Technologie
(1.180 Zeichen)

(dgk) Bei starken, chronischen Schmerzen sind Opioide laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Therapie der Wahl. In den vergangenen Jahren haben sich wegen der langen Wirkdauer und patientenfreundlichen Anwendungsform opioidhaltige Schmerzpflaster durchgesetzt. Im letzten Monat wurde nun eine zweite Generation eingeführt. Statt als Reservoirpflaster ist der am häufigsten eingesetzten Wirkstoff Fentanyl jetzt mit neuer Technologie als Matrixpflaster erhältlich. Das bedeutet, der Wirkstoff ist dabei in die Klebeschicht eingebettet. Das Schmerzpflaster ist deutlich dünner, kleiner, hautfreundlicher und haftet besser. Dadurch bestehen kaum Einschränkungen bei den Alltagsaktivitäten.

Schmerzpflaster eignen sich besonders zur Therapie bei chronischen Schmerzen, deren Intensität relativ konstant ist. Der Wirkstoff wird gleichmäßig über die Haut ins Blut abgegeben. Der Magen-Darm-Trakt wird dabei umgangen und weniger belastet. Die Wirkdauer beträgt drei Tage. Dadurch sind die Betroffenen unabhängiger und müssen nicht dauernd an ihre Medikamente denken. Bei wechselnden Schmerzstärken ist zusätzlich zur Grundversorgung mit einem Pflaster die Gabe von kurzwirksamen Opioiden notwendig. Vor allem Patienten, die aufgrund der Erkrankung wie Tumore im Gesichtsbereich keine Tabletten schlucken können, profitieren von einem Schmerzpflaster.


Der zweite Stich sitzt!
Bienen & Wespen: Vorsicht, Gefahr!
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(dgk) Etwa vier Millionen Bundesbürger reagieren allergisch auf Insektengift. Für sie kann jeder Stich einer Wespe, Hornisse oder Biene lebensbedrohlich werden.

Die häufigsten Anzeichen sind Juckreiz und Rötungen, Hautausschlag, Atemnot, Zittern, Schwindel, Schwellungen, Übelkeit und Erbrechen, berichtet der Ratgeber aus Ihrer Apotheke (Ausgabe 6 B/2004). Am anaphylaktischen Schock sterben jedes Jahr 20 Bundesbürger. Und: Die allergische Reaktion kann sich von Stich zu Stich verschlimmern. Die allergische Reaktion tritt nie beim ersten Kontakt auf, denn da erfolgt zunächst die Sensibilisierung. Frühestens beim zweiten Mal zeigen sich solche Symptome.

Wer auffällige Reaktionen nach einem Bienen- oder Wespenstich bemerkt, muss sich also in Acht nehmen. Betroffene sollten so bald wie möglich einen Allergologen aufsuchen. Experten empfehlen dringend eine "Impfung": Diese spezifische Immuntherapie oder Desensibilisierung kann den Patienten wieder unempfindlich machen. Bei Insektengiftallergikern beträgt die Erfolgsquote der Immuntherapie über 90 Prozent.

Mehr zu diesem Thema und wertvolle Tipps zur Vermeidung von Insektenstichen lesen Sie im Ratgeber aus Ihrer Apotheke / Ausgabe 6 B/2004 (15. Juni 2004).

Aktuelles zur Allergieprävention finden Sie zudem auf der Internetseite des Aktionsbündnisses Allergieprävention (abap), einer Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung, unter www.allergiepraevention.de.


WIE FUNKTIONIERT'S? - DEN KÖRPER VERSTEHEN

Leichte Kleidung - schwere Folgen
Stark 'in Mode': Blasenentzündungen im Frühsommer
(3.431 Zeichen)

(dgk) Bauchfrei ist nicht nur im Sommer in. Der meist weibliche, freiliegende Bauchnabel fördert allerdings nicht nur das Interesse der Betrachter, sondern auch das Entstehen einer unangenehmen Blasenentzündung.

Frauen sind von Blasenentzündungen (Zystitis) doppelt so häufig betroffen wie Männer. Die schmerzhafte Infektion wird meist durch Bakterien verursacht, die durch die Harnröhre zur Blase hinaufsteigen. Eindeutige Zeichen sind vermehrter Harndrang und schmerzhaftes Brennen beim Wasserlassen. Gelegentlich findet sich auch Blut im Urin.

Der modische Trend geht zum ultrakurzen und körperbetonten Kleidungsstück. Das kann zwar hübsch aussehen, aber leider einen wichtigen Zweck der Kleidung nur schwer erfüllen: Den Körper warm zu halten. Eine Unterkühlung der Unterleibsregion kann durchaus eine Blasenentzündung begünstigen. Mindestens 50 Prozent aller Frauen machen einmal im Leben mit dieser unangenehmen Erkrankung Bekanntschaft. Der Grund ist anatomisch: Frauen haben eine wesentlich kürzere Harnröhre als Männer, was den Bakterien den Aufstieg in die Blase erleichtert. Außerdem ist der Eingang der Harnröhre vor allem für Bakterien des Analbereichs leichter zu erreichen als bei Männern. Neben nicht ausreichend wärmender Kleidung, also einer anhaltenden Unterkühlung des Unterleibs, kommen zu lang getragene nasse Badesachen oder auch eine übertriebene Hygiene mit den falschen Seifen als Auslöser in Betracht.

Einmal an einer Zystitis erkrankt, kann das Geschehen schnell chronisch und somit zu einer dauernden Belastung werden. Chronische Infektionen belasten den Körper und fördern somit die Anfälligkeit für weitere Erkrankungen. Auch eine zu kurze Behandlung der akuten Entzündung trägt häufig zur Entwicklung einer chronischen Infektion bei.

Der Besuch auf der Toilette wird zur stetigen Qual, zumal die Entzündung auch noch ver-stärkten Harndrang zur Folge hat. Dazu gesellt sich das unangenehme Gefühl, scheinbar gegen einen Widerstand Wasser lassen zu müssen. Besonders kritisch wird es, sollten die Bakterien ihren Aufstieg fortsetzen und die Nieren befallen. Eine Nierenbeckenentzündung ist eine äußerst schmerzhafte und bedrohliche Angelegenheit.

Besonders für Frauen gelten folgende Hygieneregeln: Nach dem Stuhlgang sollte die Reinigung mit Toilettenpapier immer von vorne nach hinten erfolgen, damit die Bakterien nicht in die Nähe des Harnröhreneingangs gebracht werden. Aus demselben Grund sollten Frauen auf die Nutzung eines Bidets verzichten. Zu häufiges Waschen mit scharfen Reinigungsmitteln und Intimsprays kann das Gleichgewicht der Schleimhaut stören und deshalb zu einer vermehrten Ansiedlung von Bakterien führen.

Keime des Analbereichs können auch nach dem Geschlechtsverkehr in die Harnröhre gelangen. Das geschieht besonders leicht, wenn zunächst Analverkehr stattgefunden hat und danach, ohne Reinigung des Penis eine Penetration der Scheide erfolgt. Die Gefahr, durch den Geschlechtsverkehr eine Zystitis zu bekommen, verringert sich wesentlich, wenn die Frau danach zur Toilette geht. Dies gilt auch nach dem Besuch eines Schwimmbades oder der Sauna.

Das hilft

    • ausreichende Flüssigkeitszufuhr (2,5 bis 3 Liter pro Tag)
    • gesunde Kost und Vitamin C-reiche Ernährung
    • witterungsangepasste Kleidung
    • bei Neigung zu Blasenentzündung: Kur mit Blasen- und Nierentee



Haben Sie sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen einen Infekt zugezogen, halten Sie sich warm. Eine Wärmflasche auf dem Bauch und warme Socken an den Füßen lindern nicht nur die Schmerzen, sondern helfen auch dem Immunsystem auf die Sprünge.

Trinken Sie viel: Am besten geeignet sind stille Mineralwässer und Kräutertees, die Goldrutenkraut, Bärentraubenblätter oder Ackerschachtelhalm enthalten. Ruhen Sie sich aus und gehen Sie möglichst häufig zur Toilette. Der Harndrang sollte nie unterdrückt werden. Je häufiger die Blase entleert wird, umso weniger Bakterien können sich ansiedeln.

Bei Fieber, starken Schmerzen oder Blut im Urin unbedingt den Arzt aufsuchen.


MELDUNGEN

Mindestens haltbar bis...
Gesundheitsrisiken durch abgelaufene Lebensmittel?
(1.519 Zeichen)

(dgk) Jeder zweite Deutsche meint die genaue Bedeutung des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) zu kennen. Diese Hälfte der Verbraucher hält das MHD für das Verfallsdatum, berichtet die Gesundheitszeitschrift "Apotheken Umschau". Mit dem MHD aber läuft nur die Gewähr des Herstellers für Eigenschaften wie Geruch, Geschmack, Aussehen, Konsistenz, Nährwert oder Vitamingehalt ab.
Die Waren dürfen auch noch nach Überschreiten des MHD verkauft werden. Bei leicht verderblichen Waren wie etwa Hackfleisch, Geschnetzeltem, Bratwurst und Fisch muss dagegen auf der Packung gedruckt sein: "Zu verbrauchen bis...". Dies einzuhalten ist für den Kunden aktiver Gesundheitsschutz.

Beim MHD dagegen kann man jedoch getrost erst einmal probieren - was sich übrigens im-mer empfiehlt: Auch vor Erreichen des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) sollten Verbrau-cher bei Lebensmitteln in Fertigpackungen auf einwandfreie Qualität achten und die Ware schon möglichst einige Zeit vor Verstreichen der Frist verbrauchen. Durch falschen Transport oder Lagerung kann ein Lebensmittel auch vor Erreichen des MHD verderben.

Bei Lebensmitteln, deren Mindesthaltbarkeit mehr als drei Monate beträgt, kann die Angabe des Tages entfallen, bei Produkten mit einer Mindesthaltbarkeit von mindestens 18 Monaten müssen weder Tag noch Monat angegeben werden. Überhaupt nicht erforderlich ist laut Ge-setz die Angabe eines Mindesthaltbarkeitsdatums bei unbearbeitetem frischem Obst und Gemüse, Getränken mit einem Alkoholgehalt von mehr als zehn Prozent, Speiseeis in Porti- onspackungen, frischen Backwaren, Speisesalz mit Ausnahme von jodiertem Salz, Zucker in fester Form, bestimmten Zuckerwaren, Kaugummi, Wein- und schaumweinähnlichen Ge-tränken sowie daraus hergestellten alkoholhaltigen Getränken.


Einmalige Sonderaktion: Kostenloser Sicherheits-Check
Risiken rund ums Haus werden von Sicherheitsfachleuten überprüft
(1.296 Zeichen)

(dgk) Nachrichten über Wohnungsbrände, Einbrüche, Gasexplosionen oder Wasserschäden verdeutlichen, welche Risiken für Leben und Sachwerte in der heimischen Wohnung bestehen. Allein durch Wohnungsbrände sterben in Deutschland jährlich etwa 800 Menschen und 60.000 erleiden Brandverletzungen, wie der Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) mitteilt. Etwa alle drei Minuten wird in Deutschland ein Einbruch verübt. Einfamilienhäuser und Wohnungen sind dabei die beliebtesten Ziele von Einbrechern.

Die AKTION "HausSicherheit mit System", die vom Deutschen Grünen Kreuz e.V. (DGK), dem Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks und der Initiative "Brandschutz ist Lebensschutz" getragen wird, bietet ab sofort einen einmaligen und kostenlosen Sicherheits-Check-vor-Ort an. Geschulte Sicherheitsfachbetriebe mit zertifizierter und geprüfter Beratungsqualifikation können von Hausbesitzern und Wohnungsinhabern für diesen Sicherheits-Check angefordert werden. Die Fachleute richten ihre Aufmerksamkeit vor allem auf bestehende Sicherheitslücken und geben Tipps zur optimalen Risikominderung rund ums Haus. Dabei wird völlige Diskretion zugesichert.

Gegen Einsendung eines mit 0,55 € frankierten und rückadressierten Standard- Briefumschlags mit dem Stichwort "Sicherheits-Check" an die "Aktion HausSicherheit mit System", Postfach 1827, 73408 Aalen kann eine Postkarte für den einmalig kostenlosen Vor-Ort-Sicherheits-Check angefordert werden.


Mehr Lebensfreude mit einem Haustier
Buchtipp: Der goldige Muck
(1.419 Zeichen)

(dgk) Oft ist das größte Glück älterer Menschen ein eigenes Tier. Egal, ob Wellensittich, Hund oder Katze, immer ist einer da, der vertraut ist, der zuhört, tröstet, aufmuntert und aktiv hält, ein treuer Weggefährte, an dessen Seite das Leben einen Sinn hat. Tiere vermitteln Lebensfreude. Etwa 1,5 Millionen Menschen über 60 Jahre wissen das und halten einen Hund, weitere 1,8 Millionen besitzen eine Katze. Daneben gibt es unzählige Seniorenhaushalte, in denen Vögel, Fische, Kaninchen und andere Kleintiere ein Zuhause haben. Diese Haustiere tragen - nicht zuletzt, weil sie artgerecht versorgt werden müssen - zur stressfreien Aktivierung und Strukturierung des Tagesablaufes der Senioren bei. Ein Haustier liefert Gesprächsstoff, schafft Kontakte und weckt das gemeinsame Interesse. Seit mehr als 20 Jahren werden die positiven Effekte des Zusammenlebens von Mensch und Tier erforscht; speziell die Auswirkungen auf die körperliche, psychische und soziale Befindlichkeit. Die zahlreichen Studien belegen: Die Beschäftigung mit einem Haustier hält Geist und Körper auch im Alter noch viele Jahre rege.

Ein schönes Beispiel dieser glücklichen und gesunden "Zweisamkeit" im Alter zeigt die Neuerscheinung aus dem VERLAG im KILIAN, "Der goldige Muck". Bei gemeinsamen Spaziergängen mit ihrem Golden Retriever Muck hat die Ärztin Ute Quast ihre Geschichten ausgesponnen: Beobachtungen und Gedanken über Hunde, das Leben und die Welt in ihrer Vielfalt, aber eben auch das Älterwerden. In Briefen an seine Verwandten und Freunde kommt Muck selbst zu Wort. Dieses Stilmittel erleichtert es der Autorin, bestimmte Situationen etwas hintergründig zu beschreiben.

Der goldige MuckDr. Ute Quast
Der goldige Muck
184 Seiten
Format 13,2 x 21 cm / Hardcover
€ 16,90
ISBN 3-932091-89-2


AUS WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG

Speiseröhrenkrebs durch Softdrinks?
(1.929 Zeichen)

(dgk) Die stetige Zunahme bestimmter Arten von Speiseröhrenkrebs könnte mit dem hohen Konsum von so genannten Softdrinks, gesüßten und kohlensäurehaltigen Getränke wie Limonaden und Säften, in Zusammenhang stehen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Forscherteams um Mohandas Mallath vom Tata Memorial Hospital in Indien. Die Forschungsergebnisse beziehen sich auf Daten des US- amerikanischen Landwirtschaftsministeriums aus den Jahren 1946 bis 2000. Über die Ergebnisse der Studie, die in New Orleans bei der Digestive Disease Week vorgestellt wurde, wurden im Wissenschaftsmagazin "New Scientist" veröffentlicht.

Demnach hat sich der Konsum von kohlensäurehaltigen Softdrinks in den vergangenen 50 Jahren verfünffacht. Im gleichen Zeitraum stiegen die Fälle von Speiseröhrenkrebs um das Sechsfache. Nicht nur in den USA konnte eine derartige Entwicklung festgestellt werden. Auch in anderen Ländern, in denen viele Softdrinks getrunken werden, etwa in Großbritannien oder Australien, haben die Krebszahlen zugenommen. In Ländern mit geringem Softdrink-Konsum wie Japan oder China wurde dagegen kein Zuwachs an Speisröhrenkrebs festgestellt.

Der Zusammenhang könne durch den höheren Säuregrad in Magen und Speiseröhre erklärt werden, so der Mediziner Mallath. Der Inhalt einer Limonadendose bedeute für die Schleimhäute eine zusätzliche Stunde bei einem pH-Wert unter 4 - vor allem durch häufigeres Aufstoßen. Dies könne zu einem veränderten Aufbau der Schleimhäute führen und so das Risiko für das Adenokarzinom stark erhöhen. Für andere Krebsarten der Speiseröhre sind bereits Alkohol- und Tabakkonsum als wichtige Risikofaktoren bekannt.

Mallath und Kollegen warnen jedoch vor voreiligen Schlüssen: Menschen, die viele Softdrinks zu sich nehmen, tendierten generell dazu, sich ungesund zu ernähren und sich so einem höheren Krebsrisiko auszusetzen.

Allerdings erhärten auch andere Studien den Verdacht der indischen Ernährungswissenschaftler: So gibt es Belege dafür, dass sich der Magen nach dem Konsum von Softdrinks besonders stark ausdehnt und auch der pH-Wert der Speiseröhre deutlich absinkt. Der Verzehr großer Mengen dieser Getränke über einen längeren Zeitraum könne in der Tat zu einem Problem werden, meint Mallath.


TERMINE

Centrum Gesunde Haut: Alles Gute für die Haut
(1.604 Zeichen)

(dgk) Für die Themen Haut und Hautgesundheit engagiert sich das Deutsche Grüne Kreuz e.V. seit Jahren erfolgreich, um beispielweise die Menschen über Erkrankungsrisiken bei zu intensivem Sonnenbaden, Grenzen der Selbstschutzmechanismen der Haut und einen effektiven Sonnenschutz zu informieren.

Zur Hautgesundheit gehört - neben einer gesunden Lebensweise - natürlich auch die individuelle Pflege der Haut. Erfolgt diese hauttypgerecht, ist ein wichtiger Mosaikstein für die allgemeine Gesundheitsprävention gelegt. Nur wer seinen Hauttyp kennt, kann seine Haut optimal pflegen. Aufklärung über Funktion und Aufbau der Haut sowie die Kenntnis über die einzelnen Hauttypen und ihre Pflegebedürfnisse sind somit von großer Bedeutung.

Im erstmals 2003 in verschiedenen Städten Deutschlands stationierten Centrum Gesunde Haut (CGH) haben Besucher auch in diesem Jahr die Möglichkeit, kostenlos ihren Hauttyp analysieren und sich individuell von Hautärzten und Apothekern beraten zu lassen.

Tourplan "Centrum Gesunde Haut" 2004

Hamburg: 8.6. bis 10.6.04
Ort: Glockengießerwall / Hauptbahnhof
Zeit: 10.00 bis 18.00 Uhr

Berlin: 15.6. bis 17.6.04
Ort: Rathausmarkt / Rotes Rathaus
Zeit: 10.00 bis 18.00 Uhr

Leipzig: 22.6. bis 24.6.04
Ort: Augustusplatz / Grimmaische Straße
Zeit: 10.00 bis 18.00 Uhr

München: 29.6. bis 1.7.04
Ort: Technische Universität / Innenhof / Audimax
Zeit: 10.00 bis 18.00 Uhr

Frankfurt: 6.7. bis 8.7.04
Ort: Merianplatz / Bornheim
Zeit: 10.00 bis 18.00 Uhr

Unsere kostenlose Hotline steht Ihnen in der Zeit vom 1. Juni bis 8. Juli 2004 jeweils dienstags und donnerstags von 14.00 bis 18.00 Uhr unter der Telefonnummer 0 800 / 01 12 117 zur Verfügung.

Weitere Informationen und eine Pressemappe zum Downloaden finden Sie im Internet unter www.dgk.de.

Kontakt:
Deutsches Grünes Kreuz e. V.
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Anprechpartnerin: Cemila Tas
Telefon: 0 64 21 / 2 93 - 1 56
Fax: 0 64 21 / 2 93 - 7 56
E-mail: cemile.tas(à)kilian.de


Wieder auf Tour: Das Infomobil Schmerz
(1.847 Zeichen)

(dgk) In Deutschland werden etwa acht Millionen Menschen von chronischen Schmerzen gequält. Mit einer individuellen Schmerztherapie könnte vielen von ihnen geholfen werden. Unter dem Motto "Beratung - Unterstützung - Information" macht deshalb das Infomobil Schmerz vom 22. Juni bis zum 17. Juli 2004 in 20 Städten Deutschlands Station. Das Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz e. V. (DGK) veranstaltet die Infomobil Tour Schmerz zum vierten Mal.

Von 9 bis 17 Uhr findet Beratung rund um das Thema chronische Schmerzen statt. An Bord des Infomobils können sich Betroffene und Interessierte mit Schmerztherapeuten aus der Region unterhalten. Vor dem Infomobil gibt es Material zu verschiedenen Krankheiten, die chronische Schmerzen verursachen können. Eine kleine Bibliothek liefert Anschauliches, Interessantes und Neues zum Thema, und bei einem Gewinnspiel werden attraktive Preise verlost. Die DGK-HörBar bietet CDs zur Entspannung und Unterhaltung.

Tourplan Infomobiltour Schmerz 2004

22. Juni Görlitz Postplatz
23. Juni Dresden Altmarkt Westseite
24. Juni Chemnitz Neumarkt
25. Juni Zwickau Georgenplatz / Höhe Rossmann Drogerie

28. Juni Bad Hersfeld Linggplatz
29. Juni Kassel Friedrichsplatz/Randstraße
30. Juni Göttingen Marktplatz
01. Juli Salzgitter Lebenstedt In den Blumentriften/Am Monument
02. Juli Hannover Steintorplatz

05. Juli Wilhelmshaven Börsenplatz
06. Juli Oldenburg Lefferseck
07. Juli Osnabrück Theatervorplatz evtl. Georgstraße
08. Juli Münster Vorplatz Stadthaus
09. Juli Gütersloh Vorplatz Martin-Luther-Kirche

12. Juli Aschaffenburg Fußgängerzone Goldbacher Straße
13. Juli Schwäbisch Gmünd Johannisplatz
14. Juli Reutlingen Marktplatz
15. Juli Villingen-Schwenningen Stadtkasse / Obere Straße
16. Juli Offenburg Fußgängerzone Lindenplatz
17. Juli Marburg Gerhard-Jahn Platz, Kunsthalle


Hinweis an die Redaktionen:
Wenn Sie weitere Informationen zum Infomobil benötigen, wenden Sie sich bitte an:
Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz e. V.
Ansprechpartnerin: Inge Kokot
Telefon: 0 64 21 / 2 93 - 1 38
Fax: 0 64 21 / 2 93 - 7 38
E-Mail: inge.kokot(à)kilian.de

Gerne schicken wir Ihnen die Pressemappe oder vermitteln ein Experteninterview.


NACHRICHTEN AUS DEM DEUTSCHEN DIABETES-FORSCHUNGSINSTITUT (DDFI)

Entzündungsmarker und das Risiko der Entwicklung eines Typ 2 Diabetes
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(dgk/DDFI) In der Vergangenheit beschäftigten sich viele Studien mit der Frage der verstärkten Inflammation, also der Entzündung im Körper und deren Einfluss auf die Entstehung von Krankheiten. Es mehren sich nun zunehmend Daten, die zeigen, dass die Inflammation das ursächliche Bindeglied für die Entstehung der beiden Erkrankungen Atherosklerose und Typ 2 Diabetes darstellen könnte.

In der bekannten Fachzeitschrift "Diabetes" sind im März 2004 die Ergebnisse einer großen Studie erschienen, die sich mit dieser Frage unter Verwendung von verschiedenen Markern beschäftigt hat. Marker sind unter anderem im Blut vorkommende Substanzen, die auf einen Krankheitszustand hindeuten - in diesem Fall die Entzündung.

In dieser Studie hat man Blutproben aus den Jahren 1989 bis 1990 von Krankenschwestern aus der 1976 mit mehr als 120.000 Teilnehmerinnen durchgeführten Nurses Health Study nochmals ausgewertet. Zu Studienbeginn hatten 32.826 Krankenschwestern weder Diabetes noch Herz-Kreislauf- Erkrankungen oder Krebs und konnten in diese neue Analyse einbezogen werden.

Während der Beobachtungszeit bis zum Jahre 2000 traten 737 neue Diabetes- Erkrankungen auf. Die demographischen Daten dieser Gruppe mit neu aufgetretenen Diabetes-Erkrankungen wurden mit einer Kontrollgruppe verglichen, die aus allen Teilnehmern ohne Diabetes, aber mit ähnlichem Alter, Body-Mass-Index oder aus ähnlicher Volksgruppe zusammengestellt wurde.

Ergebnisse
Wie zu erwarten, lag der Body-Mass-Index (BMI) bei Diabetikerinnen (30,3 kg/m2) höher als bei Nichtdiabetikerinnen (26,2 kg/m2). Die körperliche Aktivität war in der Diabetikerinnen-Gruppe niedriger, der Bauchumfang größer. Diabetikerinnen nahmen weniger Alkohol zu sich als die Nicht-Diabetikerinnen, und ein aus verschiedenen Ernährungsparametern errechneter Diät-Score war niedriger als in der Kontrollgruppe.

Nach statistischer Anpassung an verschiedene Einflussparameter des Lebensstils und den Body-Mass-Index waren die drei Entzündungsmarker TNF-alpha-Rezeptor2, C-reaktives Protein (CRP), Interleukin (IL)-6 Vorhersagefaktoren für die Entstehung eines Typ 2 Diabetes, denn je höher die Werte anfangs waren, umso höher war das Risiko, im Laufe der Studie an Diabetes zu erkranken.

Bei erhöhtem CRP war auch das Risiko, an einem Diabetes zu erkranken, entsprechend höher. Bei erhöhtem TNF-Alpha-Rezeptor2 stieg das Risiko für Typ 2 Diabetes um etwa 60 Prozent. Bei erhöhtem IL-6 erhöhte sich das Risiko um etwa 200 Prozent, bei erhöhtem CRP um etwa 400 Prozent. Wenn man alle drei Marker in die Analyse mit einbezieht, ist das Risiko für Typ 2 Diabetes bei erhöhtem CRP somit um das Vierfache erhöht. Das bedeutet, dass sich vor allem CRP als bedeutsamer Vorhersagefaktor für das Risiko der Entstehung eines Typ 2 Diabetes herausgestellt hat, während die übrigen zwei Marker weniger bedeutsam sind.

Schließlich wurde noch unterschieden, ob Aspirin eingenommen wurde oder nicht, wobei eine Aspirineinnahme von als mehr als einmal pro Woche als regelmäßig galt. Das Risiko für die Entwicklung eines Typ 2 Diabetes lag in der Gruppe ohne Aspirin wesentlich höher als in der Gruppe mit regelmäßiger Einnahme. Dies weist nach Ansicht von Prof. Dr. med. Dan Ziegler vom Deutsche Diabetes-Forschungsinstitut (DDFI) darauf hin, dass eine Behandlung mit Aspirin das Risiko für einen Typ 2 Diabetes abschwächt.

Kommentar
Aus den vorliegenden Daten ist zu schließen, dass die Entzündung eine wichtige Rolle bei der Entstehung des Typ 2 Diabetes spielt. Wenn man die beiden untersuchten Zytokine und das CRP nebeneinander stellt, zeigt das CRP offenbar einen höheren Einfluss auf die Ent-tehung des Typ 2 Diabetes. CRP ist offenbar nicht nur ein Marker für das Risiko eines Typ 2 Diabetes, sondern möglicherweise ursächlich an dessen Entstehung beteiligt.

(Prof. Dr. med. Dan Ziegler,
Deutsches Diabetes-Forschungsinstitut Düsseldorf)

Quelle: Hu FB, Meigs JB, Li TY, Rifai N, Manson JE: Inflammatory markers and risk of developing type 2 diabetes in women. Diabetes. 2004;53(3):693-700.


Informationen finden Sie im Internet unter
www.diabetes-deutschland.de

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Prof. Dr. med. Werner A. Scherbaum
Deutsches Diabetes-Forschungsinstitut an der
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