DGK e.V. -Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk), Jahrgang 45, Ausgabe 4 - 2004 - Themen: Ostereierfarben, Alzheimer-Demenz, VERLAG im KILIAN, Hauptsache gesund, Kopfschmerzen, Unfallrisiko, Kosmetika, Haltbarkeit, Down-Sportlerfestival, Nachhaltiges
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Deutsches Grünes Kreuz, Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz, Ausgabe 4 - 2004,Themen: Ostereierfarben, Alzheimer-Demenz, VERLAG im KILIAN, Hauptsache gesund, Kopfschmerzen, Unfallrisiko, Kosmetika, Haltbarkeit, Down-Sportlerfestival, Nachhaltiges Waschen, Allergie-Karriere, Personennotrufsysteme, Hörtestwoche, Kaffee, Diabetes, Palliativmedizin
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Deutsche Gesundheits-Korrespondenz
dgk, Jg. 45, 4 - 2004

Alzheimer-Demenz:
Auch auf Verhaltensänderungen achten!
Aufklärungskampagne zur Früherkennung ab 18. Mai 2004
(2.943 Zeichen)

(dgk) Gedächtnisverlust und Orientierungsschwierigkeiten gelten gemeinhin als typische Anzeichen für eine Alzheimer-Demenz. Bei fast allen Demenz-Patienten verändert sich aber im Verlauf der Erkrankung auch das Verhalten und die Persönlichkeit in auffälliger Weise. International wird das Phänomen der Verhaltensstörungen als BPSD (Behavioral and Psychological Symptoms in Dementia) bezeichnet. Obwohl Verhaltensauffälligkeiten den Erkrankten, seine Angehörigen und auch die Ärzte ganz besonders belasten, fand dieses Problem in Deutschland bislang wenig Beachtung. Demenz-Experten fordern jetzt ein Umdenken.

Ein gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus, Unruhe, Misstrauen, Aggressivität - die Liste der BPSD-Verhaltensstörungen ist lang, und praktisch immer stellen die Veränderungen eine enorme Herausforderung für die Angehörigen dar. Misstrauen und Gereiztheit erschweren tagsüber das familiäre Zusammenleben. Nachts machen dann vor allem die Unruhe des Betroffenen, das stundenlange Umherwandern und Schreien jegliche Erholung zunichte. Übermüdete und überforderte Angehörige sehen dann häufig in einer Einweisung des Erkrankten in ein Heim den letzten Ausweg.

"Verhaltensstörungen bei Demenz-Patienten dürfen keinesfalls als natürliche Begleiterscheinung des Alterns abgetan werden, sie sind ein schwerwiegendes medizinisches Problem, das einer effektiven Therapie bedarf", mahnt deshalb Professor Alexander Kurz vom Alzheimer-Zentrum in München. Unterstützt wird er in dieser Auffassung von dem Düsseldorfer Gerontopsychiater Martin Haupt: "Verhaltensstörungen müssen früh erkannt und ohne Zeitverzug behandelt werden, wobei auf eine wirksame, aber zugleich schonende und gut verträgliche Therapie geachtet werden sollte".

Wenig sinnvoll sei es, den Demenz-Patienten mit Sedativa oder Hypnotika ruhig zu stellen, sagen die Experten. Dies mache sie nur extrem sturzanfällig und erhöhe so das Risiko schwerer Knochenbrüche. Wesentlich besser geeignet sei der Wirkstoff Risperidon, der auch als einziger in Deutschland für die Behandlung der demenzbedingten Verhaltensstörungen zugelassen ist. In einer Untersuchung an 6.200 Demenz-Patienten, die vier Wochen lang dieses Medikament erhielten, habe sich das Schlafverhalten und die Unruhe deutlich gebessert. Auch krankhaftes Misstrauen und Aggressionen hätten erheblich nachgelassen. Tagsüber seien die Patienten wacher und könnten viele alltägliche Aufgaben wieder selbst erledigen.

Ein besonderer Vorteil der Risperidon-Therapie liege darin, so Alzheimer-Forscher Kurz, dass die Pflegepersonen deutlich entlastet würden. Sie fänden wieder mehr Zeit für sich selbst, ihr Wohlbefinden nähme zu und ihre Lebensqualität steige. Der Tagesablauf eines Demenzkranken sollte gut durchstrukturiert sein, denn dies könne die medikamentöse Therapie zusätzlich unterstützen. Die Patienten bräuchten außerdem genügend Licht, um einen normalen Schlaf-Wach-Rhythmus aufrecht zu erhalten. Wohnräume sollten also gut ausgeleuchtet sein. Auch tägliche Spaziergänge an der frischen Luft hätten einen günstigen Einfluss auf das Schlafverhalten.


Infomobil zur Aufklärungskampagne zur Früherkennung der Alzheimer-Demenz Das Deutsche Grüne Kreuz startet am 18. Mai 2004 eine große Aufklärungskampagne zur Früherkennung der Alzheimer-Demenz und besucht mit einem Infobus 21 Städte im gesamten Bundesgebiet.


Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es im Internet unter www.altern-in-wuerde.de .


Familienforschung zur Alzheimer-Krankheit
Studienteilnehmer gesucht
(1.457 Zeichen)

(dgk) Am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München werden mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des amerikanischen National Institute of Health (NIH) zwei Forschungsprojekte zur Genetik der Alzheimer-Krankheit durchgeführt. Ziel dieser wissenschaftlichen Vorhaben ist es, Erbfaktoren zu identifizieren, die zur Entstehung dieser häufigen Krankheit beitragen. Durch ein erweitertes Verständnis der Krankheitsursachen hofft die Forschergruppe, die Entwicklung von neuen Behandlungsmöglichkeiten voran zu bringen.

In den Forschungsprojekten werden von Patienten und ihren Verwandten medizinische Daten und Angaben über Erkrankungen in der Familie erhoben und Blutproben zur Analyse der Erbinformation abgenommen. Teilweise werden auch Untersuchungen des Kopfes mit der Kernspintomografie durchgeführt.

Bitte helfen Sie mit, die Ursachen der Alzheimer-Krankheit zu erforschen!

"Für diese Forschungsprojekte werden dringend weitere Studienteilnehmer gesucht. Sollte in Ihrer Familie jemand von der Alzheimer-Krankheit betroffen sein und mindestens ein lebendes Geschwister haben (ob gesund oder gleichfalls erkrankt), werden Sie herzlich gebeten, mit der Forschergruppe Kontakt aufzunehmen," so die Projektleiter Prof. Dr. Alexander Kurz und Dr. Matthias Riemenschneider. Eine besonders hohe wissenschaftliche Bedeutung haben Familien, in denen mehrere Personen von der Alzheimer-Krankheit betroffen sind.

Nähere Informationen erhalten Sie bei den Studienpsychologinnen
Barbara Cramer und Astrid Klimbacher
unter der Telefonnummer 0 89 / 41 40 - 66 80 sowie
Petra Belcredi unter der Telefonnummer 0 89 / 31 87 - 36 39.


HAUPTSACHE GESUND
Deutschlands beliebtestes TV-Gesundheitsmagazin jetzt als Buch auch in Apotheken erhältlich
(1.653 Zeichen)

(dgk) Woche für Woche, immer donnerstags ab 21 Uhr, heißt es bundesweit für 1,3 Millionen Fernsehzuschauer HAUPTSACHE GESUND (im Internet unter www.mdr.de/hauptsache-gesund).Seit sechs Jahren sendet der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) aus Leipzig Deutschlands beliebtestes TV-Gesundheitsmagazin - von Anfang an mit der Moderatorin Dr. med. Franziska Rubin. Jede Ausgabe des Live-Magazins ist einem bestimmten Krankheitsbild gewidmet. Das unterscheidet HAUPTSACHE GESUND von anderen Gesundheitssendungen und macht einen Großteil seines Erfolgs aus. Denn das jeweils einzige Thema kann in den 45 Minuten Sendezeit umfassend behandelt werden.

Jetzt können Sie HAUPTSACHE GESUND auch täglich zu sich nach Hause holen, denn nun als Buch. Auf 256 Seiten vermitteln die Ärztin Dr. med. Franziska Rubin und die Medizinpublizistin Karin Schutt alles Wissenswerte über die zwölf häufigsten Volkskrankheiten: Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs, Stoffwechselprobleme, Schmerzen, Atemwegserkrankungen, Allergien, Depression, Osteoporose und Rheuma, Alterskrankheiten, Schwerhörigkeit und Sehprobleme, Magen-Darm- Erkrankungen sowie Infektionskrankheiten. Die Leser erfahren, wie diese Volkskrankheiten entstehen und wie sie sich vermeiden oder bekämpfen lassen - mit Hilfe der Schulmedizin und der Naturheilkunde.

Wie in der Fernsehsendung liegt besonderes Gewicht auf den Ratschlägen des Apothekers Friedemann Schmidt - unter anderem in der Rubrik "Doktor Natur". Außerdem steuert Ster-nekoch Detlev Schlegel schmackhaft-gesunde Rezepte zum Nachkochen bei. Und die Darsteller der ARD-Krankenhausserie "In aller Freundschaft" geben Tipps, wie sie sich fit halten.

HAUPTSACHE GESUND Der Ratgeber "HAUPTSACHE GESUND.
Volkskrankheiten - wie Medizin und Natur helfen und heilen" erscheint in Kooperation von Rowohlt Taschenbuch Verlag und VERLAG im KILIAN; kostet 14,90 Euro und wird auch in Apotheken erhältlich sein (ISBN: 3 499 61930 X).



Auf dem Laufenden hält HAUPTSACHE GESUND seine Zuschauer ab sofort auch mit einem Newsletter, der zwölfmal im Jahr im VERLAG im KILIAN erscheint. Jede Ausgabe enthält auf 24 Seiten Hintergrundinformationen, Rezepte, Hausmittel, Literaturhinweise und nützliche Adressen zu den Themen, die das erfolgreichste Gesundheitsmagazin im deutschen Fernsehen innerhalb eines Monats behandelt. Ein Jahresabonnement (zwölf Hefte) kostet 60 Euro.

Weitere Informationen erhalten Sie unter Telefon 0 64 21 / 29 33 23.


Kopfschmerzen erhöhen das Unfallrisiko
Wirksame Behandlung ist notwendig
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(dgk) Starke Kopfschmerzen beeinträchtigen das Leistungsvermögen. Aufmerksamkeit und Konzentration lassen nach. "Mit der verringerten Aufmerksamkeit erhöht sich das Unfallrisiko, zumindest in Situationen, die eine besondere Konzentration erfordern", sagt Klaus Afflerbach, Leiter des Forum Unfallprävention in Marburg.


Nicht nur im beruflichen Alltag von Berufskraftfahrern, Bauarbeitern oder Elektrikern ist nachlassende Aufmerksamkeit unfallträchtig. Auch im Straßenverkehr oder im Haushalt beeinträchtigen Kopfschmerzen die nötige Sorgfalt im Umgang mit gefährlichen Geräten. "Wir erleben täglich viele Unfälle, die mit Stresssituationen einerseits und kurzen Momenten der Unachtsamkeit einhergehen.", warnt Afflerbach weiter. Wer bei dröhnendem Kopf mit scharfen Messern, heißen Töpfen oder auch Rasenmähern hantiert, läuft Gefahr folgenreiche Fehler zu machen. Schnell hat man sich in den Finger geschnitten, die Hand verbrannt oder es passiert gar Schlimmeres.

Kopfschmerzen erhöhen das Unfallrisiko Foto: DGK



Ursache von Kopfschmerzen ist meist körperlicher oder seelischer Stress. Wenn die Kinder aus der Schule kommen und das Essen noch nicht fertig ist. Wenn der Garten im Frühjahr hergerichtet werden soll, aber gleichzeitig Schulaufgaben zu beaufsichtigen sind und der Einkauf noch aussteht. Aber auch familiärer Beziehungsstress können Auslöser für Kopfschmerzen sein.

Ist der Brummschädel erst mal da, muss der Risikofaktor Kopfschmerz so schnell wie möglich ausgeschaltet werden. Zur sicheren Bekämpfung greifen Betroffene am besten zu einer wirksamen Tablette, weil es für sanfte Methoden zu spät ist. Bei der Wahl des richtigen Mittels können Geplagte sich auf die Empfehlungen der medizinischen Fachgesellschaft verlassen. Danach sind Kombinationspräparate mit Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol und Koffein die erste Wahl in der rezeptfreien Selbstbehandlung.

Zur Vorbeugung raten die Experten vom Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz e. V. den oft "hausgemachten" Stress zu verringern. "Je mehr Stressfaktoren gleichzeitig auftauchen, desto größer ist die Gefahr für Kopfschmerzen", gibt Dr. Dietmar Krause zu bedenken. Stellen Sie keine unerfüllbaren Ansprüche an sich selbst, erstellen Sie einen machbaren Tagesplan, versuchen Sie Aufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen. Wer Stressbewältigungs-Strategien erlernt, ist besser vor unfallträchtigen Kopfschmerzen geschützt.

Weitere Infos wie Broschüren, Kopfschmerztagebücher oder Entspannungsübungen gibt es im Internet unter www.forum-schmerz.de oder gegen frankierten DIN A5-Rückumschlag beim Forum Schmerz, Postfach 1207, 35002 Marburg.


Mindestens haltbar bis...
Kosmetika halten sich nicht immer unbegrenzt
(1.450 Zeichen)

(dgk) Sonnenschutzmittel bewahren die Haut auch noch in dem Jahr, nachdem sie angebrochen wurden, zuverlässig vor UV-Schäden, da die Lichtschutzfilter auch nach dem Öffnen recht lange stabil bleiben. Produkte, die am Strand jedoch starker Sonneneinstrahlung oder großer Hitze ausgesetzt waren, sollten besser innerhalb einer Saison aufgebraucht werden. Angebrochene Sonnenschutzmittel, die nicht überhitzt waren, sollten nach dem Urlaub kühl und dunkel - am besten im Kühlschrank - gelagert werden.

Andere Cremes, Shampoos, Lippenstifte & Co. sind ungeöffnet mindestens 30 Monate lang haltbar. So verlangt es das Gesetz. Wird dieser Zeitraum unterschritten, was beispielsweise bei Produkten zur Babypflege der Fall sein kann, muss auf der Verpackung ein Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben sein.
Werden Cremetöpfe oder Mascara-Kartuschen einmal geöffnet, sind die Schönheitselixiere oft nur noch begrenzt haltbar. Wie lange, hängt ganz entscheidend von ihren Inhaltsstoffen, aber auch von der hygienischen Anwendung und sachgerechten Lagerung in den eigenen vier Wänden ab.

Um den Umgang mit Kosmetika noch leichter zu machen, wird in Zukunft auf allen Produkten, die länger als 30 Monate haltbar sind, eine Frist angegeben: Sie sagt aus, wie lange das Produkt nach dem Öffnen bei sachgemäßem Gebrauch haltbar ist. Diese Regelung wird nach Angaben des Industrieverbandes Körperpflege- und Waschmittel e.V. voraussichtlich im Frühjahr 2005 in Kraft treten.

Der "Ratgeber aus Ihrer Apotheke" hat Wissenswertes rund um die Haltbarkeit geöffneter Tuben und Tiegel für Sie zusammengestellt. Mehr dazu Thema lesen Sie in der Ausgabe 4B/2004, die ab dem 15. April 2004 in Ihrer Apotheke ausliegt.


2. Deutsches Down-Sportlerfestival
(999 Zeichen)

(dgk) Am 8. Mai 2004 lädt die HEXAL Foundation ab 11 Uhr Kinder und Jugendliche mit Down-Syndrom zum 2. Deutschen Down-Sportlerfestival ins Sport- und Freizeitzentrum nach Frankfurt-Kalbach ein. Alle Kinder mit Down-Syndrom, die Lust auf Wettlauf, Weitsprung, Judo, Tischtennis oder Elfmeterschießen haben, können dort ohne Leistungsdruck miteinander antreten. Kleine Athleten bis sechs Jahre versuchen sich im "Mini-Triathlon": Kistenspringen, Sackhüpfen und Hütchenlauf. Daneben gibt es für Geschwisterkinder und pausierende Sportler ein breites Angebot an Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten. Sie können beispielsweise ins "Bällebad" eintauchen, sich schminken lassen oder in der "Stoffdusche" verstecken spielen. Im Vordergrund steht der Spaß an der Bewegung. Und wer mitmacht, hat schon gewonnen. Denn ein Festabend im Frankfurter Römer mit Siegerehrung für alle Sportler bildet den krönenden Abschluss des Sportfestes.

Anmeldeformulare und weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite www.down-info.de.
Fragen beantwortet Katrin Heienbrock unter der Telefonnummer 0 61 72 / 966 - 122 oder per Mail an katrin.heienbrock(à)medandmore.de.


Aus der Klinik nach Hause und dann...
Personennotrufsysteme für den Notfall nach der OP
(1.245 Zeichen)

(dgk) Vor dem Hintergrund notwendiger Einsparungen im Gesundheitsbereich werden Operationen, bei denen es medizinisch vertretbar ist, zunehmend ambulant durchgeführt. Der Patient ist also schon recht bald nach dem operativen Eingriff wieder in seinem vertrauten Lebensumfeld. Dieser Trend zur Reduktion von Liege- oder Pflegetagen in Kliniken deutet sich auch bei stationären Operationen an. Falls sich während der Genesung unvorhersehbare Komplikationen einstellen, ist die medizinische Versorgung durch Haus- oder Notarzt gewährleistet.
Für zusätzliche Absicherung im Notfall sorgen Personennotrufsysteme. Hilfsbedürftige Personen können mit dieser Übertragungstechnik auch dann, wenn sie nicht mehr in der Lage sind, das Telefon zu erreichen oder zu nutzen, einen Hilferuf an Verwandte, Freunde oder Nachbarn senden. Die Alarmierten können dann unmittelbar notwendige Hilfsmaßnahmen einleiten. Wenn es die räumliche Entfernung erlaubt, können diese erst mal selbst nach dem Hilfsbedürftigen schauen und dann immer noch entscheiden, ob ärztlicher Einsatz erforderlich ist.

Personennotrufeinheiten können als Baustein in Gefahrenmeldeanlagen integriert werden. Derartige Haussicherungssysteme bieten Schutz und Alarmierung bei Brand, Einbruch oder sogar undichten Gas- oder Wasserleitungen.

Weitere Informationen stellt die Aktion "HausSicherheit mit System" im Internet unter www.haussicherungssysteme.de zur Verfügung.


Gewinne dürfen nicht verordnet werden
(1.263 Zeichen)

(dgk) Die Kassen sind leer und die Einschränkungen im Gesundheitswesen schwerwiegend. Da liegt es nahe, dass manche Ärzte über zusätzliche Einnahmequellen nachdenken. Doch nicht alle Einnahmen lassen sich mit dem ärztlichen Berufsrecht vereinbaren, wie der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, betont. So äußert er sich sehr kritisch zu einer neuen Geschäftsidee bei der Versorgung mit Hörgeräten.

In dem kritisierten Fall sind Hals-Nasen-Ohrenärzte an einer Aktiengesellschaft beteiligt, die Hörgeräte abgibt. "Problematisch ist bei diesem Konzept, dass die entstehenden Gewinne aus der Hörgeräteabgabe in der AG verbleiben und als Dividende an die Ärzte ausgeschüttet werden. (...) Der Arzt kann durch jede Verordnung, die er in eigenem finanziellen Interesse an diese AG vornimmt, die Ausschüttung erhöhen. Es besteht somit ein direkter Zusammenhang zwischen Verordnung und Annahme von Vorteilen." Die Ärzte würden demnach durch die Verordnung persönliche Gewinne einfahren. Und genau das ist in der ärztlichen Berufsordnung ausdrücklich verboten. "Deshalb", so Prof. Hoppe, "ist das Konzept aus Sicht der Bundesärztekammer als berufsrechtswidrig zu bewerten." Die HNO- Ärzte sollten also beim bisher üblichen Weg bleiben und - frei von finanziellen Interessen - die Verordnung für Hör-geräte ausstellen. Mit diesem Rezept kann der Patient dann zu einem Hörakustiker seiner Wahl gehen, der die Hörgeräte- Anpassung fachkundig übernimmt.


MELDUNGEN

'Sie waschen den ganzen Tag...'
Ressourcenverbrauch beim Wäschewaschen zeigt positiven Trend
(1.423 Zeichen)

(dgk) In deutschen Haushalten wird durchschnittlich etwa 260 Mal im Jahr Wäsche gewaschen, also etwa fünf Mal in der Woche. Dabei werden insgesamt mehr als 600.000 Tonnen Waschmittel, rund 8 Milliarden Kilowattstunden Strom und etwa 330 Millionen Kubikmeter Wasser verbraucht, wie Wissenschaftler der Sektion Haushaltstechnik an der Universität Bonn errechnet haben.

Die Verbrauchsbilanz beim Wäschewaschen zeigt allerdings eine positive Entwicklung. Die Deutschen haben in den vergangenen Jahren ihr Verhalten beim Wäschewaschen kontinuierlich im Hinblick auf die Nachhaltigkeit verbessert. Gespart - im Sinne der Umwelt und des Geldbeutels - wird zum Beispiel beim Einstellen der Waschtemperatur. Waren es vor 30 Jahren noch durchschnittlich deutlich über 60 Grad Celsius (°C), bei der eine Waschmaschinenfüllung gewaschen wurde, so beträgt heute die Durchschnittstemperatur aller Maschinenladungen bereits unter 50 °C. Die verbrauchte Energie konnte seit den 70er-Jahren etwa halbiert werden.

Um diesen positiven Trend zu unterstützen, wurde für den 10. Mai 2004 der "Bundesweite Aktionstag - Nachhaltiges Waschen" vom Deutschen Hausfrauen- Bund e.V. (DHB), dem Deutschen Land-Frauenverband e.V. (dlv), dem Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e.V. (IKW) und dem Deutschen Grünen Kreuz e.V. (DGK) initiiert. Die Schirmherrschaft hat Bundesminister Jürgen Trittin übernommen.

Im Zentrum dieses Aktionstages steht die Verbraucherberatung über Möglichkeiten des umweltschonenden Waschens, das gleichzeitig auch die Haushaltskasse entlastet. Weitere Informationen im Internet unter www.aktionstag-nachaltiges-waschen.de.


Allergie-Karriere verhindern
Bundesweite Informationswoche vom 15. bis 23. April 2004
(571 Zeichen)

(dgk) Allergien entwickelten sich immer mehr zu einer Volkskrankheit, 20 Prozent der er-wachsene Bundesbürger seien davon betroffen. Noch bedenklicher allerdings stelle sich die Situation bei Kindern dar, warnt das Deutsche Grüne Kreuz e.V. Mit einer bundesweiten Informationswoche vom 15. bis 23. April 2004 ruft die Gesundheitsorganisation aus Marburg die Bevölkerung zur Früherkennung von Allergien auf. Im Aktionszeitraum halten zahlreiche Gesundheitsämter und Apotheken Informationsmaterialien bereit, die erläutern, was man über die modernen Möglichkeiten der Allergie-Früherkennung wissen sollte.

Nähere Informationen finden Sie unter www.dgk.de


HÖRtest-Woche vom 10. bis 16. Mai 2004
(1.796 Zeichen)

(dgk) Vom 10. bis 16. Mai werden viele Menschen ganz Ohr sein. Denn dann findet sie statt: die Deutsche HÖRtest-Woche. Bundesweit werden kostenlose Hörtests angeboten. In vielen Rathäusern, Firmen, Schulen, Vereinen und Fußgängerzonen können die Menschen die Gelegenheit nutzen und ihr Gehör überprüfen lassen. Nur so kann man herausfinden, ob man seinen eigenen Ohren noch trauen kann. Mitmachen sollte jeder, denn unerkannte Hörminderungen gibt es in jedem Lebensalter. Die große Hörtestaktion wurde von der Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) gemeinsam mit dem Deutschen Grünen Kreuz ins Leben gerufen. Die Tests werden jeweils von ortsansässigen Hörakustikern durchgeführt, die der FGH angehören.

Etwa 14 Millionen Menschen in Deutschland haben eine Hörminderung, aber sie nehmen sie oft nicht wahr. Kommunikationsprobleme, Unsicherheit und schließlich Depressionen sind mögliche Folgen. Soweit sollte man es nicht kommen lassen. Mit Hilfe eines Hörtests lässt sich klären, ob man noch "ganz Ohr" ist. Wenn dem nicht so ist, zeigt eine Untersuchung beim Hals-Nasen-Ohrenarzt, woran es liegt und was man tun kann.

Ohne Hörtest fallen Hörminderungen oft erst sehr spät auf. Wem ist schon bewusst, wann er zuletzt Vögel zwitschern oder Grillen zirpen hörte? Wer macht sich schon klar, dass er sich - stärker als früher - auf einen Gesprächspartner konzentrieren muss, um ihn wirklich zu verstehen? Sicherlich die wenigsten. Meist sind es die Angehörigen, die die Betroffenen darauf hinweisen. Wenn der Fernseher sehr laut eingestellt wird, vieles doppelt und dreifach gesagt werden muss und dennoch Missverständnisse an der Tagesordnung sind, leiden die Familienangehörigen mit. Sie sind es, die dann einen Hörtest vorschlagen. Doch bis dahin sind viele Monate oder sogar Jahre vergangen, in denen man das Leben nicht in seiner ganzen Fülle wahrnehmen konnte.

Kontakt:
Presse- und Informationsstelle der Fördergemeinschaft Gutes Hören,
Schuhmarkt 4, 35037 Marburg,
Tel: 0 64 21 / 29 36 - 0, Fax: 0 64 21 / 29 36 - 60,
E-mail: hoertest-woche(à)kilian.de

Nähere Informationen finden Sie unter www.hoertestwoche.de


2. Nationale Aktionswoche gegen den Grünen Star
Glaukom: Augen unter Druck
(916 Zeichen)

2. Nationale Aktionswoche gegen den Grünen Star (dgk) Wie hoch ist das persönliche Risiko, am Augenleiden Grüner Star zu erkranken? Die 2. Nationale Aktionswoche gegen den Grünen Star (Glaukom) vom 10. bis 14. Mai 2004 will aufklären und zur Vorsorge motivieren.
"Glaukom: Risiken früh erkennen - optimal behandeln" so lautet das Motto, mit dem das Deutsche Grüne Kreuz e.V. (DGK), die Patientenvereinigung Initiative Glaukom e.V., der Berufsverband der Augen-Diagnostic-Centren (BADC) und der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. die Bevölkerung zur Früherkennung der Augenkrankheit Grüner Star aufrufen.

Im Aktionszeitraum können sich Ratsuchende und Interessierte bei Augenärzten sowie zahlreichen Gesundheitsämtern und Apotheken über das Krankheitsbild, die Vorsorgeuntersuchungen und die Behandlungsmöglichkeiten des Grünen Stars informieren.

Näheres zur Aktionswoche Glaukom 2004 erhalten Sie unter www.dgk.de oder beim Organisationsbüro im Deutschen Grünen Kreuz.
Ansprechpartner Dr. Ingolf Dürr
Tel.: 0 64 21 / 293 - 174; Fax: 0 64 21 / 293 - 774
E-Mail: ingolf.duerr(à)kilian.de


Nicht das Gelbe vom Ei...
Manche Ostereierfarben sind gefährlich für Allergiker
(1.258 Zeichen)

(dgk) Wer freut sich an Ostern nicht auf ein einladend bunt gefärbtes Ei? Oft aber kommen Zweifel auf, ob die Lebensmittelfarbe auf der Eierschale auch wirklich unschädlich ist:, denn häufig ist auch das Ei unter der Schale leicht gefärbt. Die Farbe dringt durch kleine Risse ein und wird mitgegessen. Ist das wirklich ungefährlich?

Bevor man sein Ei genießt, sollte man sich in jedem Fall über die verwendeten Farbstoffe informieren. Die sind grundsätzlich als E-Nummern und manchmal mit Namen auf den Verpackungen angegeben. Nicht jeder Mensch verträgt aber alle erlaubten Farbstoffe. Oftmals werden künstliche Substanzen zum Färben der Eier eingesetzt, die bei empfindlichen Menschen allergieähnliche Reaktionen auslösen können. Tatsache ist, dass man bei bestimmten Farben vorsichtig sein muss.

Verbraucherinitiativen haben zwei Farbstoffe als gesundheitlich bedenklich eingestuft: Azorubin, "getarnt" als E 122 für rote Eier und Brillantschwarz (E 151) für blaue Eier. Diese Farben sind für Allergiker nicht ungefährlich und können Hautrötungen, Juckreiz oder im schlimmsten Fall sogar einen Neurodermitis-Schub oder einen Asthma-Anfall auslösen. Nur zwei Farben gelten als unbedenklich: E 140 (Chlorophyllin) für grüne Eier und E 160b (Bixin, Norbixin) für orangefarbene Eier.

Noch ein Tipp: Gekochte Eier halten sich im Kühlschrank etwa zwei Wochen lang. Wenn Sie die Eier über längere Zeit bei Zimmertemperatur aufbewahrt haben, raten Experten vom Verzehr ab


NACHRICHTEN AUS DEM
DEUTSCHEN DIABETES-FORSCHUNGSINSTITUT (DDFI)

Verringert Kaffeekonsum das Diabetesrisiko tatsächlich?
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(dgk/DDFI) Jeder zweite Amerikaner ist Kaffeetrinker. Pro Tag trinkt er im Durchschnitt zwei Tassen und kommt dabei auf etwa 210 Milligramm Koffein. In Deutschland liegen die Zahlen noch höher. Sind Kaffeetrinker Gesundheitsbanausen?

Nach den Ergebnissen der Wissenschaft ist dies nicht so: Nachdem schon 2002 eine Studie in der Fachzeitschrift "The Lancet" auf ein verringertes Diabetesrisiko durch Kaffeekonsum hingewiesen hat, gibt es nun eine Analyse, die diese Erkenntnisse zu bestätigen scheint.

Studienaufbau

Analysiert wurden die Daten aus zwei großen Kohortenstudien. In der Health Professionals Follow-up Study (HPFS) wurden seit 1986 mehr als 50.000 männliche Ärzte, Zahnärzte, Pharmakologen und Tierärzte im Alter von 40 bis 75 zu ihrer persönlichen Krankengeschichte und Lebensführung befragt.
An der Nurses`Health Study (NHS) nahmen seit 1976 etwa 120.000 Krankenschwestern im Alter von 30 bis 55 Jahren teil. Sie wurden ebenfalls zu Krankengeschichte und Lebensführung befragt. Die Studien waren fortlaufend angelegt und die Daten wurden zwischen 1976 und 1998 (NHS) sowie zwischen 1986 und 1998 (HPFS) alle zwei Jahre aktualisiert, um neu auftretende Erkrankungen identifizieren zu können.

Resultate:

Die Studie kam zu folgenden Ergebnissen: Menschen, die viel Kaffee trinken, sind häufig auch Raucher und konsumieren Alkohol. Kaffeetrinker nehmen außerdem größere Mengen an ungesättigten Fettsäuren und Magnesium zu sich als Nicht- Kaffeetrinker. Sie sind weniger körperlich aktiv, essen weniger Ballaststoffe, nehmen wenig Zucker zu sich und trinken wenig Tee. Nach Ansicht der Forscher aber verringern sie durch den Kaffeekonsum das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Diese Beobachtung sei unabhängig davon, ob die Kaffeetrinker sportlich aktiv sind, rauchen oder wie sich ihre Ernährung zusammensetzt. Auch Geschlecht, Alter und eine genetische Veranlagung zum Diabetes beeinflussen diese Beobachtung nicht. Je mehr Kaffee, desto mehr Schutz, so das Fazit der Analyse. Auch koffeinhaltige Kaltgetränke oder entkoffeinierte Kaffees, die immer noch einen geringen Anteil an Koffein enthalten, hätten in hohen Dosierungen einen zumindest geringen Schutzeffekt. In Tee hingegensei die Konzentration des mit dem Koffein chemisch identischen Teein zu niedrig, um das Risiko von Typ 2 Diabetes zu senken.

Kommentar

Schützt Koffein nun wirklich gegen Typ 2 Diabetes oder ist diese Studie ein Beispiel für geschickt aufgearbeitete Daten und deren ebenso geschickte Darstellung? Letzteres ist nach Ansicht des Deutschen Diabetes-Forschungsinstitut (DDFI) der Fall.
Die hohen Fallzahlen sprechen zunächst für fundierte Ergebnisse. Die Daten der Studienteilnehmer hat man aus groß angelegten Studien entnommen, die ihresgleichen in der Literatur suchen. Die Studien werden allerdings als quasi identisch nur mit unterschiedlichen Kollektiven (Männern und Frauen) dargestellt, bemängelt das DDFI. Wie ähnlich sich die Fragebögen und wie vergleichbar die daraus gewonnenen Daten wirklich waren, wird nicht erklärt. Ob es außerdem zulässig sei, die beiden unterschiedlichen Studien miteinander zu vergleichen, und dies dann wiederum als prospektive Kohortenstudie zu bezeichnen, obwohl man nicht eine Zahl selber erhoben hat, stellt das DDFI ebenfalls in Frage. "Die statistischen Berechnungen wurden wohl gemerkt von den Autoren selbst erhoben. Die Wahl der Endpunkte (Diabetes, Tod des Studienteilnehmers oder Ende des Beobachtungszeitraumes) lässt ebenfalls zu wünschen übrig." Bei einem Personenkollektiv im Alter zwischen 30 und 55 (NHS) bzw. 40 und 75 Jahren (HPFS) könne man sich vorstellen, dass bei den meisten das Ende des Beobachtungszeitraumes zuerst eintrat. "Wie will man dann ausschließen, dass sich ein Diabetes im späteren Leben nach der Studie entwickelt?", fragt das DDFi. Auf die Darstellung dieser Verläufe habe man im Übrigen einfach ganz verzichtet.
Die Diskussion der Ergebnisse falle zudem recht knapp aus, so dass man die Erklärungsnot der Autoren für den angeblichen Schutzeffekt des Koffein vor Diabetes deutlich sehen könne. Auf der Ebene biochemischer Stoffwechselvorgänge gäbe es lediglich ein paar spärliche vorsichtige Erklärungsversuche.

Schlussfolgerung

Bei näherer Betrachtung der Verarbeitung und Interpretation der Daten verlieren die Ergebnisse deutlich an Brisanz. Insbesondere weil man sich der negativen Konsequenzen hohen Kaffeekonsums auf das Herz-Kreislaufsystem allzu bewusst ist, scheint es nicht sinnvoll, hohen Kaffeekonsum zur Prävention von Typ 2 Diabetes zu empfehlen, so das DDFI.

(Dr. med. Anja Neufang-Sahr, Prof. Dr. med. Werner A. Scherbaum, Deutsches Diabetes Forschungsinstitut Düsseldorf)

Quelle:
Salazar-Martinez, E; Willet WC; Ascherio A; Manson JE; Leitzmann MF; Stampfer MJ; Hu FB; Coffee Consumption and risk for Type 2 Diabetes mellitus, Annals of Internal Medicine, 6 January, 2004; Volume 140, No. 1, pp1-9

Informationen finden Sie im Internet unter
www.diabetes-deutschland.de


Für Rückfragen zu dieser Presseinformation wenden Sie sich bitte an:

    • Prof. Dr. med. Werner A. Scherbaum
    • Deutsches Diabetes-Forschungsinstitut an der
    • Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
    • Auf'm Hennekamp 65, 40225 Düsseldorf
    • Telefon: 02 11 / 33 82 - 2 00, Fax: 02 11 / 33 69 103


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Redaktion:
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SONDERMELDUNG

Große Telefonaktion zur Palliativmedizin - Lebenswertes Sterben
Kostenlose Beratung am 20. April 2004 von 16 bis 18 Uhr

(dgk) Hunderttausende leiden an Krankheiten, bei denen keine Heilung mehr zu erwarten ist. Pro Jahr sterben etwa 220.000 in Deutschland an den Folgen einer Tumorerkrankung. Sie leiden, ebenso wie Patienten mit Aids, in ihrer letzten Lebensphase häufig an unerträglichen Schmerzen und Ängsten. Für sie stellt sich irgendwann die Frage: Wie will ich sterben?

Viele Schwerstkranke und ihre Angehörigen fühlen sich in dieser Zeit unzureichend betreut. Die moderne Palliativmedizin hat das Ziel, körperliche und seelische Beschwerden in der letzten Lebensphase so gut wie möglich zu lindern und den Patienten trotz ihrer Erkrankung eine neue Lebensqualität ohne Vereinsamung geben. Die Palliativmedizin ist keine neue medizinische Disziplin. 'Pallium' kommt aus dem Lateinischen und bedeutet 'Mantel'. Ein schützender Mantel wird um einen unheilbar kranken Patienten gelegt, seine Beschwerden werden gelindert, wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist. Ein selbstbestimmtes, möglichst beschwerdefreies und bewusstes Leben bis zum Tod wird angestrebt. Die Säulen dieses ganzheitlichen Betreuungskonzeptes sind: Schmerztherapie, Symptomkontrolle, Erhaltung der persönlichen Autonomie, Respektierung des Patientenwillens sowie optimale Pflege und Betreuung insbesondere im letzten Lebensabschnitt. Was der Patient möchte, kann zum Beispiel in einer Patientenverfügung festgelegt werden.

Leider ist die palliativmedizinische Versorgung in Deutschland ein Stiefkind. Während im stationären Bereich weniger als zehn Betten pro eine Million Einwohner zur Verfügung stehen, fehlen im ambulanten Bereich entsprechende Versorgungsangebote bislang völlig, obwohl sie sich in mehreren Modellprojekten in Deutschland als effektiv erwiesen haben, um die Lebensqualität von Tumorpatienten zu verbessern und in vielen europäischen Ländern bereits eingeführt werden. Die Bürde der Betreuung soll bei uns weiter der Hausarzt tragen, doch dieser hat neben seiner aufwändigen Praxistätigkeit kaum Zeit für eine adäquate Sterbebegleitung.

Am 20. April 2004 von 16 bis 18 Uhr haben Sie unter der kostenlosen
Rufnummer 0 800 / 01 12 115 die Gelegenheit, brennende Fragen mit Experten zu besprechen: Woher bekomme ich eine Patientenverfügung? Wo bekomme ich Hilfe? Wer sichert die ambulante Versorgung? Wer trägt die Kosten?

Am Telefon beraten Sie:
Dr. med. Wolf Diemer, Facharzt für Anästhesiologie, Schmerztherapie am Universitätsklinikum Greifswald (AöR)
Dr. med. Eberhard A. Lux, Leiter des Schmerztherapeutischen Zentrums am St. Marien-Hospital Lünen
Professor Dr. med. Christof Müller-Busch, Leiter der Schmerztherapie und Palliativmedizin am Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe, Berlin-Spandau
Dr. med. Jan Bek, Facharzt für Innere Medizin und Schmerztherapeut, Berlin

Hinweis an Redaktionen:
Wir führen diese Telefonaktion gerne in Kooperation mit Ihnen durch. Auf Wunsch senden wir Ihnen Fotos der Experten und einen Nachbericht. Wenden Sie sich bitte rechtzeitig an Dr. Dietmar Krause,
Tel. 0 64 21 / 2 93 - 1 24 oder dietmar.krause(à)kilian.de

 

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