DGK e.V. -Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk), Jahrgang 45, Ausgabe 3 - 2004 - Themen: Arthrose, Seniorenapotheke, Lunge, Malaria-Bekämpfung, Mundgeruch, Alarmanlage, Hygiene, Rauchgas, Kinderspielplatz, Allergie-Karriere, Diabetes, Tag der Rückeng
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Deutsches Grünes Kreuz, Arthrose, Seniorenapotheke, Lunge, Malaria-Bekämpfung, Mundgeruch, Alarmanlage, Hygiene, Rauchgas, Kinderspielplatz, Allergie-Karriere, Diabetes, Tag der Rückengesundheit
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Deutsche Gesundheits-Korrespondenz
dgk, Jg. 45, 3 - 2004

Arthrose - Gelenkschäden vorbeugen
Regelmäßige und angemessene Bewegung
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(dgk) Mehr als 200 Knochen unseres Skeletts sind durch Gelenke miteinander verbunden. Erst diese Verbindungsstellen machen unseren Körper beweglich. Um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen, sind die Gelenkflächen mit Knorpel überzogen. Diese Gelenkknorpel wirken wie Stoßdämpfer, die Erschütterungen und harte Bewegungen abschwächen.

Bei größeren Gelenken vermindert eine spezielle Gelenkflüssigkeit die Reibung an den Knorpelflächen. Diese "Schmiere" - auch Synovia genannt - erhöht einerseits die Beweglichkeit; andererseits versorgt sie den Knorpel mit Nährstoffen. Gebildet wird die Synovia in der Gelenkkapsel, die das Gelenk umschließt. Diese Kapsel sichert das Gelenk gegen falsche Bewegungen und wird (oft) durch Bänder verstärkt.

Bei Arthrose kann jede dieser Strukturen in Mitleidenschaft gezogen sein und das Gelenk - meist schmerzhaft - verändern. Wer sich beispielsweise nur selten oder unregelmäßig bewegt, riskiert, dass sich die Bänder verkürzen und die Gelenkkapsel schrumpft. Bewegungseinschränkungen sind die Folge. Auch der Knorpel leidet unter Bewegungsmangel: Denn nur bei Belastung und Beanspruchung können die Nährstoffe der Gelenkflüssigkeit in den Knorpel eindringen - durch die Bewegung werden sie gleichsam in den Knorpel "hineingeknetet".

Ebenso schädlich wie mangelnde Bewegung sind Überlastungen. Wer ein Leben lang Leistungssport treibt oder körperlich schwer arbeitet, verschleißt auf Dauer seine Gelenke. Falsche Bewegungsabläufe und Fehlbelastungen sowie (Sport-) Unfälle sind weitere Ursachen für Arthrosen. Hinzu kommen angeborene Stellungsfehler, zum Beispiel X- oder O-Beine, sowie fehlerhafte Gelenkformen. Auch Übergewicht belastet die Gelenke und fördert eine stärkere Abnutzung.

Massive Bewegungseinschränkungen sind Folgen der Erkrankung. Aufgrund von Entzündungsprozessen verdicken und verformen sich häufig die Gelenke, was zusätzlich zu starken Schmerzen führt. Wer Arthrose-Schäden verringern oder ganz vermeiden will, muss aktiv werden: Ohne Sport, regelmäßige Gymnastik oder Ergotherapie geht es nicht.

Natürlich müssen Arthrosen auch medikamentös behandelt werden, denn nur wer schmerzfrei ist, kann die eigene Mobilität gezielt fördern. Doch Vorsicht! Nicht immer sind die verfügbaren Mittel ausreichend wirksam. So werden beispielsweise Vitamin- E-Präparate angeboten, obwohl "keine qualifizierten klinischen Studien vor(liegen), die eine Empfehlung zur Therapie der Arthrose rechtfertigen würden". Darauf macht die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft aufmerksam1. Ähnliches gilt für Präparate mit Teufelskrallen- und Brennnesselextrakt.
Schmerzmittel aus der Gruppe der so genannten NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika) sind zwar nachweislich wirksam, müssen in vielen Fällen aber aufgrund von Nebenwirkungen abgesetzt werden.

Ein Ausweg aus diesem Dilemma stellen moderne Arzneimittel dar, wie die so genannten COX-2-Hemmer. Sie bekämpfen ähnlich wirkungsvoll Schmerz- und Entzündungsprozesse wie NSAR, schonen aber den empfindlichen Magen-Darm- Trakt. Das belegen große klinische Studien, wie zum Beispiel die VIGOR-Studie an mehr als 8.000 Patienten. Doch wie immer gilt: Vorbeugen ist besser als heilen. Ein wichtiges Mittel, um Gelenkschäden zu vermeiden, stellt daher eine aktive Lebensführung dar mit regelmäßiger und angemessener Bewegung.


Arthrose & Arthritis Die Broschüre "Arthrose & Arthritis" vom Deutschen Grünen Kreuz ist kostenlos. Sie erhalten den Ratgeber gegen Zusendung eines mit € 1,44 frankierten DIN-A5 Rückumschlages an:

Deutsches Grünes Kreuz
Stichwort: Arthrose
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Email: arthrose(à)kilian.de

Quelle:
1 Arzneiverordnung in der Praxis. Therapieempfehlungen der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft, 2. Auflage 2001, S.16


Die 'Seniorenapotheke'
Tipps für eine sachgerechte Aufbewahrung von Medikamenten
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(dgk) Aktiv und mobil auch im Alter: Jeder wünscht sich das und dank der Möglichkeiten der modernen Medizin gelingt es Ärzten auch häufig, diesen Wunsch zu erfüllen. Meistens sind jedoch Medikamente nötig, um die Gesundheit aufrechtzuerhalten. Richtig angewendet sind viele von ihnen gut verträglich und ermöglichen so eine freie und unbehinderte Alltagsgestaltung. Bei einigen Medikamenten muss jedoch auf eine sachgerechte Aufbewahrung geachtet werden, um die Wirksamkeit nicht zu beeinträchtigen und Missbrauch zu verhindern.

Hier einige Tipps:

  • Für fast alle Medikamente gilt: Der Aufbewahrungsort sollte kühl, trocken und frostfrei sein.
  • Für Kinder sollten Tabletten und Co. unerreichbar sein. Ein verschließbares Arzneimittel-Schränkchen ist sicherer als der Nachttisch.
  • Müssen mehrere Präparate pro Tag eingenommen werden, leistet eine Medikamentenbox gute Dienste. Die Kästchen sind in jeder Apotheke erhältlich und lassen sich auch für mehrer Tage füllen. Auf Reisen oder bei Besuchen in Haushalten mit Kindern, gehört die Box nicht in die Handtasche, sondern besser in ein Beautycase mit Schloss.
  • Insulinpflichtige Diabetiker müssen ihr Medikament nicht extra kühlen, wenn es innerhalb von vier Wochen verbraucht wird. Soll es länger gelagert werden, gehört es in den Kühlschrank. Die optimale Lagertemperatur liegt dann zwischen 2 und 8 Grad Celsius. Um es vor Feuchtigkeit und Missbrauch durch Kinder zu schützen, empfiehlt sich auch für den Kühlschrank eine Medikamentenbox. Frost, UV-Licht und Temperaturen über 40 Grad Celsius beeinträchtigen die Wirksamkeit von Insulin erheblich. Finden sich milchige Ablagerungen in dem Präparat, darf es nicht mehr benutzt werden. Denken Sie auch daran, Ihr Insulin auf Flugreisen im Handgepäck mitzuführen.
  • Schmerzpflaster, die das Opioid Fentanyl gegen starke chronische Schmerzen enthalten, müssen nur alle drei Tage gewechselt werden. Dabei ist es sinnvoll, die Termine genau in einem Kalender zu notieren. Das Pflaster wird am besten zwischen 15 und 25 Grad Celsius gelagert. Benutze Pflaster können mit dem Hausmüll entsorgt werden, nicht benutzte sollten in der Apotheke abgegeben werden.
  • Notfallsprays für Herzkranke Menschen oder Asthmatiker müssen immer erreichbar sein. Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt, ob es notwendig ist, eine zusätzliche Packung bei Menschen zu deponieren, die Sie häufig besuchen. Notieren Sie Ihre individuelle Dosierung auf der Packung, damit im Notfall auch fremde Helfer schnell reagieren können. Auch diese Medikamente gehören bei Flugreisen unbedingt ins Handgepäck.


DER GESUNDHEITSTIPP
Wie fit ist Ihre Lunge?
Bronchitis, Asthma, Krebs - besonders Raucher sind gefährdet
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(dgk) Atemwegserkrankungen verursachen jeden zehnten Todesfall in Deutschland - Tendenz steigend. Fachärzte empfehlen einen Lungenfunktionstest für alle Menschen über 40 Jahre.

Die Bedeutung der Lunge wird oft unterschätzt, schreibt der Ratgeber aus Ihrer Apotheke. Viele Menschen betrachten Husten oder Atembeschwerden als harmlos. Doch die Bronchien brauchen Schutz: Auf Grund ihres ständigen Kontaktes mit der Außenwelt sind die Atemwege besonderen Gefahren ausgesetzt. Als Angreifer wirken dabei nicht nur Viren und Bak-terien, sondern auch Rauch, Staub, Pollen oder Tierhaare.

Experten schätzen, dass beispielsweise etwa jeder zehnte Erwachsene in Deutschland unter einer chronischen Bronchitis leidet. Verdacht besteht immer dann, wenn ein Mensch mindestens drei Monate lang andauernd husten muss und dabei klaren Schleim auswirft. Nahezu 90 Prozent aller Patienten sind Raucher. Die Schadstoffe im Zigarettenqualm aktivieren weiße Blutkörperchen zu einer Abwehrreaktion, in deren Verlauf ständig Entzündungszellen ins Bronchialsystem strömen. Der dauernde Kampf gegen die Gifte führt schließlich zum Abbau von Lungengewebe und zunehmender Atemnot.

Eine noch schlimmere Folge des Rauchens ist der Lungenkrebs. Beim heimtückischen Adenokarzinom bestehen nur geringe Heilungschancen.
Aber auch Nichtraucher können unter Atemwegserkrankungen leiden. Die häufigste ist Asthma. Mittlerweile sind mehr als vier Millionen Deutsche betroffen. Als Hauptursache für diese Entwicklung gilt die stetige Zunahme allergischer Reaktionen.

Atemwegserkrankungen werden oft erst spät diagnostiziert und bleiben deshalb lange unbehandelt. Damit steigt jedoch die Gefahr, dass irreparable Schäden entstehen. Lungenfachärzte empfehlen deshalb allen Menschen über 40 Jahre, ihre Lungenfunktion regelmäßig überprüfen zu lassen. Dieser Rat gilt auch für Nichtraucher.

  • Mehr zum Thema Atemswegserkrankungen und Therapiemöglichkeiten lesen Sie im nächsten Ratgeber aus Ihrer Apotheke, Ausgabe 4 A/2004; erscheint am 1. April 2004.


AUS WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG
Mit Grapefruit nicht nur Fett weg
Forscher: Die Zitrusfrüchte fördern den Zuckerstoffwechsel und schützen vor Diabetes
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(dgk) Grapefruits können beim Abnehmen helfen und möglicherweise sogar Diabetes vorbeugen. Denn: Die bitter-sauren Früchte kurbeln den Zuckerstoffwechsel an, vermuten amerikanische Mediziner. In einer vorerst klinischen Pilotstudie mit 100 übergewichtigen Patienten fanden die Wissenschaftler um Ken Fujioka der Scripps- Klinik in San Diego heraus, dass Probanden besser abnehmen, wenn sie regelmäßig Grapefruits essen. Vor jeder Mahlzeit aßen die Probanden eine halbe Grapefruit oder tranken ein Glas Grapefruitsaft, und nahmen in zwölf Wochen durchschnittlich 1,5 Kilogramm ab. Manche verloren sogar bis zu 4,5 Kilogramm an Gewicht. Teilnehmer ohne die fruchtige Vorspeise nahmen dagegen im Schnitt nur knapp 0,3 Kilogramm ab.

Die Teilnehmer aus der Grapefruit-Gruppe hatten nach den Mahlzeiten außerdem weniger Insulin und weniger Glukose im Blut. Das lege nahe, dass der Zuckerstoffwechsel nach dem Konsum der Zitrusfrüchte effizienter funktioniere, was den Gewichtsverlust unterstütze, sagen die Mediziner. Je effektiver Zucker verarbeitet werden, desto weniger speichert der Körper davon in Form von Fett. Geringe Insulinwerte nach einer Mahlzeit weisen auf einen effizienten Zuckerstoffwechsel hin. Außerdem reduziert ein niedrigerer Insulinspiegel das Risiko für Diabetes und Schlaganfälle. Die Forscher wollen nun mit einer größeren Studie untersuchen, wie die Zitrusfrüchte, die niedrigeren Insulinwerte und der Gewichtsverlust genau Zusammenhängen und ob Grapefruits tatsächlich zur unterstützenden Diabetesvorbeugung und -behandlung eingesetzt werden könnten.


Neue Impulse zur Malaria-Bekämpfung
Moskitos 'riechen' den Schweiß
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(dgk) Moskitos können bereits aus 100 Meter Entfernung ihr potenzielles Opfer erkennen. Wie sie das schaffen, haben US-Forscher jetzt aufgeklärt.

Mit mehr als 300 Millionen Erkrankten und über einer Million Todesopfern jährlich ist Malaria die mit Abstand gefährlichste Tropenkrankheit. Forscher suchen daher weltweit nach Möglichkeiten, Infektionen durch ihre Überträger - vor allem die Anopheles-Mücke - zu verhindern. Einen möglichen neuen Ansatz haben nun US- Wissenschaftler von der Yale University im US-Bundesstaat Connecticut gefunden: Sie identifizierten einen Rezeptor bei den Moskitos, der vermutlich für die Erkennung ihrer menschlichen Opfer notwendig ist: Das Protein spricht demnach auf einen Bestandteil im Schweiß an.

John R. Carlson und seine Kollegen haben die Hypothese, dass Moskitos den Schweiß ihrer Opfer "riechen", durch ein Experiment bewiesen. So identifizierten sie nicht nur die Spur des anlockenden Stoffes namens 4-Methylphenol, sondern auch den passenden Rezeptor in den Nervenzellen der Stechmücke. Die Forscher tauften diesen AgOr1. Ein zweiter Rezeptor namens AgOr2 reagiert auf einen anderen Bestandteil des Schweißes namens 2-Methylphenol. Für die Identifizierung des Stoffes war von großer Bedeutung, dass die Rezeptoren nur bei den weiblichen Mücken gefunden wurden, da nur diese menschliches Blut saugen.

Die Forscher hoffen, neue Impulse für die Malaria-Bekämpfung und einen möglichen Schritt zur Entwicklung neuer Medikamente geliefert zu haben; insbesondere hoch wirksame Repellentien und Insektenfallen könnten damit entwickelt werden.

Die Ergebnisse des Forscherteams wurden im Fachmagazin "Nature" veröffentlicht.


WIE FUNKTIONIERT'S? - DEN KÖRPER VERSTEHEN
Wie entsteht Mundgeruch?
Beleidigung für empfindliche Nasen, aber auch Alarmsignal
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(dgk) "Hast Du Probleme mit dem Magen? Mit dieser vorsichtigen Frage versuchen Freunde und Bekannte häufig auf schlechten Atem hinzuweisen. Es klingt höflicher als: "Du riechst aus dem Mund". Aber Magenprobleme sind nur selten für Mundgeruch verantwortlich. Mundgeruch ist meist harmlos, kann aber für die Umwelt sehr störend sein. Zu unterscheiden ist zwischen einem Mundgeruch aufgrund des Genusses stark riechender Speisen oder Genussmittel, wie Zwiebeln, Knoblauch Kaffee oder Zigaretten, und einem "anrüchigen" Übel, hinter dem ernsthafte Krankheiten stecken können.

Die Ursachen des chronischen Mundgeruchs sind vielfältiger Natur. In etwa 90 Prozent der Fälle liegt die Ursache für die so genannte Halitose im Mund oder Rachenraum. Das Gegenüber riecht gasförmige Zersetzungs- und Verdauungsprodukte von Bakterien. Etwa 300 Arten tummeln sich auf den Zähnen, zwischen den Zungenpapillen oder in den Wangentaschen. Vor allem flüchtige Schwefelverbindungen und Fettsäuren geben dem Atem eine unangenehme Note (z. B. Schwefelwasserstoff - Geruch nach faulen Eiern, Dimethylsulfid, Propionsäure - Geruch von Erbrochenem, Buttersäure - Geruch nach ranziger Butter, Schweißgeruch). Sie werden meist von Fäulnisbakterien abgegeben, die ohne Sauerstoff leben.

Mehr als 70 Prozent der Gründe für chronischen Mundgeruch liegen in der Mundhöhle selbst. Zahnfleischentzündungen, schlechte Füllungs- und Kronenränder, große Karieslöcher oder ein ungepflegtes Gebiss, Speisereste, aber auch Mundtrockenheit können "schlechte Luft" verbreiten.
Auch der Nasen-Rachenraum spielt bei der Entstehung des Mundgeruchs eine wichtige Rolle. Hier kommen chronische Mandelentzündungen oder bösartige, geschwürige Tumore in Betracht.
Ferner können Geruchsmoleküle im Darm in die Blutbahn aufgenommen und dann über die Lungen abgeatmet werden. Dies geschieht vor allem dann, wenn die Bakterienbesiedlung der Darmschleimhaut durch Antibiotika oder Bestrahlung geschädigt wurde und dadurch die Schleimhaut für alle möglichen Moleküle, die normalerweise nicht durch die Darmschleimhaut gelangen, durchlässig wird.

Neuere Untersuchungen zeigen auch das gemeinsame Auftreten von Mundgeruch und Helicobacter pylori. Dieses Bakterium ist seit einigen Jahren als der Hauptverursacher von Magengeschwüren bekannt. Riecht es aus dem Mund wie faulige Eier, kann eine chronische Lungenentzündung vorliegen. Nach Aceton riechender Atem weist auf einen Diabetes (Zuckerkrankheit) hin, ein fischartiger Geruch kann mit einer defekten Niere in Zusammenhang stehen. Wenn die Nieren nicht mehr ausreichend arbeiten, kann dies auch dazu führen, dass Stoffe, die eigentlich in den Harn gelangen sollten, ins Blut abgegeben werden. Und von dort über die Lungen in die Atemluft: Der Betroffene riecht nach Urin. Ebenso riechen Menschen, die extrem fasten, magersüchtig sind oder strenge Diät halten, häufig nach Ketonkörpern (urinartig). Ketonkörper entstehen bei Fettsäureabbau.

Was Sie tun können:

  • Der morgendliche üble Atem verflüchtigt sich oft schon mit dem Zähneputzen oder dem ersten Schluck Tee oder Kaffee. Auch ein Glas Wasser wirkt meist schon Wunder.
  • Mundwasser, Pastillen oder zuckerfreie Kaugummis (z. B. mit Pfefferminz oder Cardamom) überdecken den Geruch und fördern die Speichelbildung, dadurch werden die Geruchsstoffe "weggespült". Achtung: Diese können den unangenehmen Geruch zwar kurzzeitig überdecken, sie bekämpfen jedoch nicht die Ursache des Mundgeruchs.
  • Präparate mit Chlorophyll oder Aktivsauerstoff (z. B. Wasserstoffperoxyd) wirken gegen Mundgeruch, indem sie die Geruchsstoffe binden.
  • Gute Mundhygiene ist unabdingbar. Unter anderem ist die Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürsten wichtig.
  • Desodorierende Mundsprays oder desinfizierende Lösungen können helfen.


Die Ursache eines über Wochen anhaltenden Mundgeruchs, der allmählich oder auch plötzlich aufgetreten ist, sollte unverzüglich vom Arzt abgeklärt werden.


MELDUNGEN
Früher Alarmanlage - heute Gefahrenmeldesystem
Haussicherheit mit Ausbaumodulen
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(dgk) Viele Wohnungseigentümer und Hausbesitzer wiegen sich hinsichtlich drohender Gefahren wie Brand oder Einbruch in Sicherheit. Während die einen in feuerfesten Baumaterialien, stabilen Türverriegelungen und -schlössern ihre Beruhigung finden, vertrauen andere auf aufmerksame Nachbarn, die im Fall des Falles für schnelle Hilfe sorgen würden.

Wirksame Schutzvorkehrungen und funktionierende Nachbarschaftshilfe sind ohne Zweifel wichtige Bestandteile der Gefahrenabwehr. Dennoch bleibt bei derartigen Maßnahmen eine Sicherheitslücke bestehen, denn die zuverlässige Schutzwirkung rund um die Uhr und die jederzeit erforderliche Alarmierung schon beim Auftreten erster Warnsignale ist kaum gewährleistet. Auch der hilfsbereiteste Nachbarn schläft mal tiefer oder ist mal nicht zuhause, er würde also weder Brandrauch, Flammen oder das einbrecherische Aufhebeln von Türen und Fenstern registrieren.

Durch die technische Weiterentwicklung von Alarm- und Brandmeldeanlagen für den privaten Haushalt, sind neuartige Gefahrenmeldesysteme möglich geworden, die auf das vielschichtige Gefahrenpotenzial rund ums Haus mit entsprechenden Detektoreinheiten reagieren, so zum Beispiel mit Rauchmeldern oder Infrarot- Bewegungsmeldern. Diese Meldemodule leiten im Notfall das Alarmsignal an eine Zentraleinheit weiter, die wiederum den Alarmruf an eine programmierte Telefonrufnummer sendet. Als Empfänger dieser ausgesendeten Alarmsignale kommen Mobiltelefone, Festnetzanschlüsse und eingerichtete Notruf-Zentralen in Frage, bei denen für schnelle Hilfe gesorgt wird.

Die Kombination von elektronischer Sicherheitstechnik und Telekommunikationstechnik bietet Hausbesitzern vielfältigen Nutzen. So kann ein Gefahrenmeldesystem vor Feuer, Gas, Wasser, Einbruch und Überfall schützen. Gleichzeitig ermöglicht es den Personennotruf und die Zugangskontrolle für das geschützte Gebäude. Zusatzfunktionen wie zum Beispiel Ansteuerung der Außenbeleuchtung oder des Garagentores lassen sich ohne übermäßigen Aufwand realisieren.

Wer sich über grundsätzliche Maßnahmen der Risikominderung informieren möchte, kann bei der Aktion "HausSicherheit mit System" kostenfrei eine Schutzkarte anfordern. Adresse: HausSicherheit mit System, Postfach 1827, 73408 Aalen. Bei Einzelanforderungen bitte einen rückadressierten und mit 1,44 EUR frankierten Umschlag (Format: DIN-A5) einsenden.


'...vor allem sauber soll es sein!'
Hygiene im Haushalt - Wäsche-Waschen gehört dazu
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(dgk) Sauberkeit hat für viele Menschen einen hohen Stellenwert. Viele tägliche Haushaltsarbeiten dienen hygienischen Mindestanforderungen. Hygiene ist ein zentraler Baustein zur Gesunderhaltung des Menschen.
Hinter dem wissenschaftlichen Begriff der Hygiene verbirgt sich eigentlich etwas ganz Alltägliches, nämlich die Notwendigkeit zur sorgsamen Reinhaltung einerseits und regelmäßigen Reinigung andererseits. Ziel von Hygienemaßnahmen ist es vor allem, das Bilden und Vermehren von gesundheitsschädlichen Keimen und Mikroorganismen zu unterbinden. In jedem Haushalt gibt es Mikroorganismen, also Bakterien, Pilze oder Viren. Auch auf der Haut und in den inneren Organen des Menschen finden sich viele Mikroorganismen. Das ist völlig normal und sogar erwünscht, denn ohne sie gäbe es kein Leben.

Unter bestimmten Bedingungen jedoch können Mikroorganismen sich sehr rasch vermehren und damit zum Gesundheitsrisiko werden. Optimale Bedingungen zur Vermehrung finden Mikroorganismen bei Feuchtigkeit und Temperaturen zwischen 10 und 40 Grad Celsius. Diese Aspekte sollten bei üblichen Hygiene-Maßnahmen im Haushalt berücksichtigt werden, also beim Zubereiten und Lagern von Lebensmitteln, bei der Abfallentsorgung, Reinigung der Wohnräume, hier insbesondere von Küche, Toilette und Bad, Körperpflege und beim Wäsche-Waschen.

Durch die sachgerechte Reinigung von Textilien wird die Vermehrung schädlicher Mikroorganismen vermieden und somit die Ausbreitung von Krankheiten verhindert. Die meisten Keime werden bei 60 Grad Celsius abgetötet. Moderne Vollwaschmittel verfügen über ein Bleichsystem, das sogar schon bei einer Wassertemperatur von 40 Grad Celsius die Bakterienzahl vermindert. Damit lässt sich unter normalen Bedingungen, wenn zum Beispiel niemand im Haushalt unter einer ansteckenden Pilzerkrankung leidet, ein gutes Waschergebnis und eine zufriedenstellende hygienische Reinheit erreichen. Früher war dafür ein Kochwaschgang erforderlich.
Optimale Wäschehygiene lässt sich heutzutage mit einfachen Mitteln sicherstellen.

  • Benutzte Textilien und insbesondere feuchte Schmutzwäsche stets schnell und gründlich trocknen lassen.
  • Gewaschene Wäsche möglichst sofort trocknen und nicht in der Waschmaschine liegen lassen.


Anlässlich des bundesweiten Aktionstages - Nachhaltiges Waschen, der unter der Schirmherrschaft von Umweltminister Trittin am 10. Mai stattfindet, geben Mitglieder vom Deutschen Hausfrauenbund (DHB) und vom LandFrauenverband (dlv) praktische Tipps zur Wäschepflege. Dabei werden vor allem Einsparmöglichkeiten für die Umwelt und die Haushaltskasse berücksichtigt.

Weitere Informationen auch unter
www.aktionstag-nachhaltiges-waschen.de sowie beim Deutschen Grünen Kreuz unter www.dgk.de, beim Hausfrauenbund unter www.hausfrauenbund.de oder beim LandFrauenverband unter www.dlv-online.de .


Rauchgas - tödliche Gefahr
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Bandschutz-Logo (dgk) Bei Wohnungsbränden geht von den entstehenden Rauchgasen eine besondere Gefahr für die Bewohner aus, denn schon nach kurzer Zeit können die Giftstoffe in der Raumluft zur Bewusstlosigkeit und damit zum Erstickungstod führen.

Deshalb ist es im Brandfall ratsam, Türen und Fenster zu schließen und sich nah über dem Boden zu bewegen. Falls die brennende Wohnung nicht mehr verlassen werden kann, sollten die Türen zum Brandherd mit feuchten Tüchern abgedichtet werden.
Eigenhändige Löschversuche mit Wasser oder einem Feuerlöscher sind nur bei kleineren Brandherden, also in der Entstehungsphase eines Feuers empfehlenswert. Im Zweifelsfall sollte sofort die Feuerwehr mit der Notrufnummer 112 alarmiert werden.

Wirkungsvoller Schutz vor Brandgefahren ist durch Vorsorge möglich. Dazu gehört der vorsorgliche Umgang mit Feuergefahren, die sowohl beim Kochen und Handwerken, aber auch bei Kerzenschein und Kaminfeuer gegeben sind. Durch die Installation von Rauchmeldern, die auf Rauchgas mit Alarm reagieren, kann schon bei ersten Anzeichen eines Wohnungsbrandes für frühzeitige Warnung und Hilfe gesorgt werden.

Weitere Informationen bei der Aktion Brandschutz ist Lebensschutz. Hier kann kostenfrei eine Brandschutz-Karte angefordert werden. Adresse: Aktion Brandschutz ist Lebensschutz, Postfach 1827, 73408 Aalen. Bei Einzelanforderungen bitte einen rückadressierten und mit 1,44 EUR frankierten Umschlag (Format: DIN-A5) einsenden.


Sicherer Kinderspielplatz
Bundesweiter Aktionstag am 25. März 2004
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(dgk) Um vor dem Beginn der diesjährigen Spielplatz-Saison die Aufmerksamkeit auf notwendige Sicherheitskriterien für Spielplätze und Spielgeräte zu richten, hat das Forum Unfallprävention im Deutschen Grünen Kreuz e.V. (DGK) für den 25. März 2004 einen bundesweiten Aktionstag "Sicherer Kinderspielplatz" initiiert.

Dieser Tag kann vor Ort zu vielfältigen Aktionen genutzt werden. So zum Beispiel zu Spielplatzfesten, bei denen Eltern und Kinder nicht nur gemeinsam spielen, sondern auch den Blick auf notwendige Sicherheitsvorkehrungen und sichere Verhaltensweisen beim Spielen richten. Dieser Aktionstag gibt zudem Gelegenheit, Patenschaften für vorhandene Spielgeräte zu übernehmen, wie das in einigen Orten schon der Fall ist. Spielplatz-Paten kümmern sich regelmäßig auf ehrenamtlicher Basis um den einwandfreien Zustand von Spieleinrichtungen und sorgen bei den zuständigen Ämtern für die Beseitigung auftretender Sicherheitsmängel. Damit leisten sie einen wertvollen Beitrag für sorgloses und möglichst unfallfreies Kinderspiel.

Für Eltern, Großeltern und Spielplatzpaten stellt das Deutsche Grüne Kreuz e.V. eine "Sicherheits-Checkliste-Spielplatz" zur Verfügung, die kostenfrei gegen Einsendung eines rückfrankierten und mit 1,44 € frankierten DIN-A5-Umschlags beim DGK, Forum Unfallprävention, Stichwort "Spielplatz-Check", Schuhmarkt 4, 35037 Marburg angefordert werden kann.

Sicherer Kinderspielplatz Foto: DGK

Den Spielplatz-Check zum Downloaden finden Sie im Internet unter :


Allergie-Karriere verhindern
Bundesweite Informationswoche vom 15. bis 23. April 2004
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(dgk) Allergien entwickelten sich immer mehr zu einer Volkskrankheit, 20 Prozent der erwachsene Bundesbürger seien davon betroffen. Noch bedenklicher allerdings stelle sich die Situation bei Kindern dar, warnt das Deutsche Grüne Kreuz e.V. Mit einer bundesweiten Informationswoche vom 15. bis 23. April 2004 ruft die Gesundheitsorganisation aus Marburg die Bevölkerung zur Früherkennung von Allergien auf. Im Aktionszeitraum halten Gesundheitsämter und zahlreiche Apotheken Informationsmaterialien bereit, die erläutern, was man über die modernen Möglichkeiten der Allergie-Früherkennung wissen sollte.

Nähere Informationen finden Sie unter
www.dgk.de.


Tag der Rückengesundheit:
Bundesweite Telefonaktion und Internet-Chat
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(dgk) Am 15. März 2004 können sich Betroffene und Interessierte kostenlos telefonisch beraten lassen und an einem Online-Chat teilnehmen.

Das Forum Schmerz veranstaltet zum Tag der Rückengesundheit am 15. März eine bundesweite Telefonaktion. Von 15 bis 17 Uhr können Sie unter der kostenlosen Rufnummer 0 800 / 0112 115 mit Experten über alle Themen rund um einen gesunden oder schmerzenden Rücken sprechen. Am Telefon beraten Sie:

  • Dr. med. Jan Bek, Facharzt für Innere Medizin und Schmerztherapie
  • Dr. med. Karl-Heinz Bomberg, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin und Anästhesiologie
  • Dr. med. Dirk Risack, Leiter der Schmerzambulanz am Klinikum Nürnberg und Facharzt für Anästhesiologie und spezielle Schmerztherapie


Von 18 bis 19 Uhr steht Ihnen unter www.schmerzakademie.de/pat_chat.php der Schmerztherapeut Dr. med. Jan-Peter Jansen, wissenschaftlicher Beirat im Forum Schmerz, in einem Online-Chat für Fragen zur Verfügung.

Neben den bundesweiten Aktionen nehmen 900 Partner in verschiedenen Städten und Gemeinden an dem Gesundheitstag teil. Apotheken, Gesundheitsämter, Krankenkassen und Betriebe werden Betroffene und Interessierte über verschiedene Aspekte zum Thema Rückengesundheit informieren. Infostände und Rückenschul-Schnupperstunden stehen dabei ebenso auf dem Programm, wie Schaufensteraktionen und Vorträge.

(Fotos der Experten können Sie per Mail bei margot.boucsein(à)kilian.de anfordern.)


NACHRICHTEN AUS DEM DEUTSCHES DIABETES-FORSCHUNGSINSTITUT (DDFI)
Zimt senkt Blutzucker- und Fettwerte bei Typ 2 Diabetikern
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(dgk/DDFI) Bereits seit einigen Jahren wird in der internationalen wissenschaftlichen Literatur und in der Presse vom positiven Einfluss des Zimt auf den Blutzuckerspiegel berichtet. Bei einer Studie mit 60 nicht insulinpflichtigen Typ 2 Diabetikern (30 Männer und 30 Frauen) in Pakistan wurde diese Wirkung kürzlich untersucht. Das Ergebnis: Die Blutzucker-, Triglycerid- und Gesamtcholesterinwerte wurden durch Zimt gesenkt.

Studienaufbau


Die Teilnehmer mit einem mittleren Alter von 52 Jahren hatten Nüchternblutzuckerspiegel zwischen 140 und 400 mg/dl. Alle Teilnehmer behielten ihre vorbestehende Sulfonylharstofftherapie bei, eine Änderung der Medikation wurde nicht vorgenommen. Die Patienten wurden in sechs Gruppen zu je zehn Teilnehmern zufällig aufgeteilt (randomisiert). Die Gruppen 1 bis 3 erhielten 1, 3 oder 6 Gramm Zimt täglich. Der Zimt wurde in Kapseln mit je 500 mg Zimt eingenommen. Die Gruppen 4 bis 6 erhielten ein Placebo (Scheinmedikament) in Kapselform.

Die Zimteinnahme erfolgte über 40 Tage mit einer anschließenden Auswaschphase von 20 Tagen, in der kein Zimt mehr eingenommen wurde. Die Auswaschphase erfolgte, um zu prüfen, ob ein längerfristiger Erfolg zu erreichen war. An den Tagen 0, 20, 40 und 60 erfolgte eine Bestimmung des Nüchternblutzuckers, der Nüchterntriglyceride und des Nüchtern-cholesterins

Studienergebnisse


Bezüglich des Blutzuckers (Glukose) ergab sich, dass nach 40 Tagen die Gabe von 1, 3 und 6 Gramm zu einer statistisch bedeutsamen (signifikanten) Senkung des Blutzuckers im Blut zwischen 18 und 29 Prozent führte. Nach der Auswaschphase von 20 Tagen war lediglich in der Gruppe mit Aufnahme von 1 Gramm Zimt noch eine signifikante Erniedrigung zu sehen.

Auch bezüglich der Triglyceridwerte konnte nach 40 Tagen im Falle der Zimtaufnahme ein statistisch bedeutsamer Abfall um 23 bis 30 Prozent gesehen werden. Nach der Auswaschphase konnten lediglich noch in der Gruppe, die 1 oder 3 Gramm Zimt aufnahm, statistisch bedeutsam reduzierte Triglyceridwerte gesehen werden.

Das Gesamtcholesterin zeigte ebenfalls in allen drei Gruppen einen statistisch bedeutsamen Abfall zwischen 13 und 26 Prozent, der auch nach der 20-tägigen Auswaschphase erhalten blieb. Die Zimteinnahme hatte dabei keinen Einfluss auf das HDL-Cholesterin ("Gutes Cholesterin"). In den Placebogruppen waren zu keinem Zeitpunkt statistisch bedeutsame Änderungen weder der Blutzucker- noch der Cholesterin- und Triglyceridwerte zu sehen.

Zusammenfassung und Beurteilung


Zusammenfassend zeigt die Studie, dass die Zimteinnahme einen Einfluss auf die Blutzucker, Triglyceride und das Cholesterin zu haben scheint. Bestärkt wird dieses zusätzlich durch die Beobachtung, dass sich keine signifikanten Änderungen in der Placebogruppe fanden. Da alle drei getesteten Zimtdosierungen ähnliche Effekte zeigen, ist eine genaue Dosisempfehlung allerdings nicht zu geben. Es ist auch unklar, ob Dosierungen unter 1 Gramm nicht ähnlich vorteilhaft sein können. Die nach Absetzen weiterhin erniedrigten Blutzucker und Triglyceridwerte scheinen zusätzlich zu implizieren, dass eine tägliche Einnahme eventuell nicht notwendig ist.

Als mögliche Ursache für den positiven Effekt von Zimt wird aus der Literatur eine gesteigerte Insulinempfindlichkeit durch eine spezielle Wirkung eines Zimtbestandteils auf den Insulinrezeptor diskutiert. Des Weiteren konnte experimentell durch Extrakte aus Zimt die verstärkte Glukoseaufnahme und der Einbau als Speicherglukose beobachtet werden. Weitere Studien an größeren Patientenkollektiven unter Anwendung differenzierterer Dosierungen wären nach Ansicht des Deutschen Diabetes-Forschungsinstituts Düsseldorf (DDFI) wünschenswert. Eine generelle Therapieempfehlung kann aus der vorliegenden Studie noch nicht abgeleitet werden.

Der Wirkmechanismus von Zimt steht zur Zeit im Interesse der Wissenschaft. Das DDFI wird darüber in Kürze weiter informieren.

(Dr. med. Tarek Othmann, Deutsches Diabetes-Forschungsinstitut Düsseldorf)

Quelle: Cinnamon improves glucose and lipids of people with type 2 diabetes. Khan A, Safdar M, Khan MMA, Khattak KN, Anderson RA. Diabetes Care 26 (2003) 3215-3218


Informationen finden Sie im Internet unter

www.diabetes-deutschland.de

Für Rückfragen zu dieser Presseinformation wenden Sie sich bitte an:
Prof. Dr. med. Werner A. Scherbaum
Deutsches Diabetes-Forschungsinstitut an der
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Auf'm Hennekamp 65, 40225 Düsseldorf
Telefon: 02 11 / 33 82 - 2 00, Fax: 02 11 / 33 69 103


SERVICE
 

Bildmaterial

Die Fotos können von Redaktionen in Schwarz-Weiß oder Farbe kostenlos per E- mail angefordert werden unter:
michaela.berg(à)kilian.de
regina.richter(à)kilian.de (Sekretariat)

Ansprechpartner

Bei Fragen, Anregungen oder Wünschen können Sie sich gerne wenden an:
Michaela Berg
Telefon: 0 64 21 / 2 93 - 1 40
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V.i.S.d.P.
 

Herausgeber:

DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e.V.

Redaktion:

Michaela Berg (verantw.)
Dr. rer. physiol. Ute Arndt
Dr. med. Sigrid Ley

Abdruck honorarfrei
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35037 Marburg
Telefon: 0 64 21 / 2 93 -140
Telefax: 0 64 21 / 2 93 - 740


SONDERMELDUNG
Tag der Rückengesundheit am 15. März 2004
- Gemeinsam gegen Rückenschmerzen

 

(dgk) Unter dem Motto "Beraten, behandeln, bewegen - Schmerzen im Visier" ruft das Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz e. V. (DGK) am 15. März die Bevölkerung zum dritten Mal auf, sich aktiv für einen gesunden Rücken zu engagieren.

Wie schön wäre es, wenn jeder sagen könnte: "Ich habe keine Rückenschmerzen". Doch leider gibt es in Deutschland kaum jemanden, der das von sich behaupten kann. Nach einer Untersuchung der Universität Lübeck litten mehr als 80 Prozent der Erwachsenen schon einmal in ihrem Leben an Rückenproblemen. Immerhin 36 Prozent der Erwachsenen haben laut Gesundheitsstatistik jetzt, in dieser Woche, Rückenschmerzen.

Doch kein Grund zur Panik. "Kaum jemand weiß, dass mehr als 80 Prozent der Kreuzschmerzen gewöhnlich harmlos sind. Selbst wenn es sehr weh tut", mahnt Dr. Dietmar Krause vom Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz e. V. (DGK). Wichtig ist deshalb, Risikofaktoren für gefährliche Verläufe zu kennen, denn in diesen Fällen besteht sofort Handlungsbedarf. "Wer abwartet, riskiert, dass die Schmerzen chronisch werden", warnt Krause. Wenn das passiere, helfe nur eine Schmerztherapie mit Medikamenten, Krankengymnastik und dem Lernen von Schmerzbewältigungsstrategien.

Dabei sollten Ärzte und Patienten nicht zu zögerlich sein. "Die Medikamente müssen immer entsprechend der Schmerzstärke eingesetzt werden", rät Dr. Jan-Peter Jansen vom Schmerzzentrum Ber-lin. Das bedeutet: Leichte Schmerzen mit einfachen Mitteln, starke Schmerzen mit Opioiden behandeln. Die Sorge, dass Opioide mit der Zeit ihre Wirkung verlieren oder psychisch abhängig machen, ist unbegründet. Voraussetzung ist allerdings die regelmäßige Einnahme der Schmerzmittel nach einem festen Zeitplan. "Lang wirkende Retardpräparate, die ihren Wirkstoff langsam und kontrolliert abgeben, sind deshalb erste Wahl bei Dauerschmerzen", so Jansen. "Insbesondere die Entwicklung von Schmerzpflastern hat unsere Therapieoptionen deutlich erweitert. Sie haben mit drei Tagen die längste Wirkdauer und stellen eine echte Alternative zu Tabletten dar", betont Jansen.

Aufklärung über die tatsächlichen Gefahren bei Rückenschmerzen und die Wirkung von Schmerzmitteln ist absolut notwendig. "Mit der diesjährigen Aufklärungskampagne wollen wir die Bevölkerung über Warnhinweise für komplizierte Krankheitsverläufe beraten, über eine effektive Schmerzbehandlung aufklären und hilfreiche Tipps zur Vorbeugung durch Bewegung geben", fasst Inge Kokot, Projektleiterin beim Forum Schmerz, die mit dem Motto verbundenen Ziele zusammen.

Am Tag der Rückengesundheit, den das Forum Schmerz zum dritten Mal organisiert, beteiligen sich mehr als 900 Partner im gesamten Bundesgebiet. Gesundheitsämter, Apotheken, Krankenkassen, Sanitätsabteilungen der Bundeswehr und Betriebe informieren Betroffene und Interessierte mit Vorträgen, Infoständen und Angeboten zur Rückengymnastik. Außerdem nehmen von der Aktion Gesunder Rücken zertifizierte Fachgeschäfte teil, die besondere Beratungskompetenz im Bereich des rückenfreundlichen Alltags besitzen. Die Adressen der Aktionspartner sind unter www.forum-schmerz.de zu finden oder unter der Rufnummer 0 64 21 / 293 - 1 25 zu erfragen.

 

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