DGK e.V. -Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk), Jahrgang 44, Ausgabe 9 - 2003 - Themen: Leptospirose, Impfstoffe, Masernepidemie, Impfmüdigkeit, PMS, Prämenstruelles Syndrom, Grippeschutzimpfung, Nikotin-Sucht, Krebs-Risiko, Allergien, Erkältungskra
Gesundheitsinformationen zu:
Deutsches Grünes Kreuz, Leptospirose, Impfstoffe, Masernepidemie, Impfmüdigkeit, PMS, Prämenstruelles Syndrom, Grippeschutzimpfung, Nikotin-Sucht, Krebs-Risiko, Allergien, Erkältungskrankheiten, Grüner Star, Diabetes
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Deutsche Gesundheits-Korrespondenz
dgk, Jg. 44, 9 - 2003

Vorsicht beim Wassersport: Leptospirose
In Frankreich, Italien und der Schweiz stehen Impfstoffe zu Verfügung (3.518 Zeichen)

 

(dgk) Surfen, Kanu fahren, Schwimmen - der Sommer hält viele schöne Sportarten bereit. Allerdings haben Wasser-Fans und Camper ein erhöhtes Risiko, an der so genannten Leptospirose zu erkranken. Die Infektionskrankheit ist zwar selten, kann aber schwere Herz-, Leber- und Nierenschäden bis hin zum Tod nach sich ziehen. Alle, die in der Freizeit beziehungsweise im Beruf mit Wasser oder Tieren in Kontakt kommen, sollten deshalb Übertragungswege und Symptome kennen. Antibiotika helfen vor allem, wenn sie frühzeitig eingesetzt werden. In Frankreich, Italien und der Schweiz stehen auch Impfstoffe zum Schutz vor Leptospirose zur Verfügung.

Leptospiren sind weltweit verbreitet. Etwa 200 Varianten dieser Bakterien werden 23 Gruppen zugeordnet. Mehrfache Erkrankungen sind deshalb möglich. Eine Vielzahl von Wild- und Haustieren dienen dem Erreger als Wirt. Hunde in Italien sind bis zu 14 Prozent Überträger, Katzen in Tirol bis zu 18 Prozent, Schafe und Ziegen bis zu 20 Prozent. Das Bakterium siedelt sich in den Nieren an und gelangt über den Urin in die Umwelt. In feuchter Umgebung und im Wasser bleiben die Keime lange lebensfähig. Sie können aber auch über erregerhaltigen Staub verbreitet werden. Die meisten Krankheitsfälle treten in den Tropen auf, in Europa ist die Erkrankung weit seltener. Häufig infizieren sich Menschen mit Kontakt zu Tieren oder Abwasser (Bauern, Metzger, Kanalisationsarbeiter etc.), aber auch Freizeitsportler. Campen, Schwimmen und barfuß laufen erhöhen das Ansteckungsrisiko. Von untersuchten Flusskrebsfischern in Spanien hatten 63 Prozent eine Leptospirose durchgemacht, ebenso 12 Prozent der Abwasserarbeiter in Kanada. 58 Fälle von Leptospirose wurden 2002 in Deutschland gemeldet [Robert Koch-Institut (Infektionsepidemiologisches Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten für 2002)]. In der Schweiz wird die jährliche Inzidenz auf 0,08 pro 100.000 Einwohner geschätzt, 1998 waren es zum Beispiel vier Fälle. Die Dunkelziffer ist jedoch hoch.

Übertragen werden Leptospiren durch direkten Kontakt mit einem infizierten Tier oder indirekt über dessen Urin. Typische Wirtstiere in unseren Breiten sind Ratten und Mäuse, aber auch Rinder, Schweine oder Hunde. Die Krankheitserreger gelangen über Urin von infizierten Tieren, Wasser oder Staub durch Schleimhäute, Hautabschürfungen oder das Auge in den menschlichen Körper. Typisch sind zwei Krankheitsphasen. 4 bis 19 Tage nach der Ansteckung beginnt die erste Phase plötzlich mit hohem Fieber, schwerem Krankheitsgefühl, Schüttelfrost, Bindehautentzündung sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Charakteristisch sind Schmerzen in den Waden. Hautausschlag, Haarausfall und Lymphknotenschwellungen können hinzu kommen. Nach etwa einer Woche folgen wenige Tage ohne Fieber und schließlich geht die Infektion in die zweite Phase über. Das Fieber ist nur leicht. Heftige Kopfschmerzen sind Vorboten einer Hirnhautentzündung. Nieren, Leber und Herz sind mehr oder weniger stark beeinträchtigt. Innere Blutungen, Gelbsucht, Lungenentzündung und akutes Versagen der betroffenen Organe sind möglich, bei schwerem Verlauf sogar häufig.

Etwa 90 Prozent der Leptospirosen verlaufen mild oder gar unbemerkt. Antibiotika werden oft zu spät eingesetzt, weil zunächst andere Infekte vermutet werden (z. B. eine Grippe). Je nachdem wie schnell und intensiv behandelt werden kann, führen schwere Verläufe in fünf bis zehn Prozent der Fälle zum Tod. Schwere Verläufe werden auch als Weil'sche Krankheit bezeichnet. Auslöser ist eine Infektion mit Leptospira interrogans Serovar icterohaemorrhagiae, das vor allem von Nagetieren übertragen wird.

Seit etwa zehn Jahren wird in Frankreich ein Impfstoff gegen Leptospiren des Serovar icterohaemorrhagiae angeboten, in der Schweiz ist er seit Herbst 2001 erhältlich. Enthalten sind komplette, aber abgetötete Bakterien. Es wird zwei Mal im Abstand von zwei Wochen geimpft, nach weiteren zwei Wochen ist normalerweise ein schützender Antikörpertiter erreicht. Nach vier bis sechs Monaten wird mit einer dritten Dosis noch einmal aufgefrischt, danach alle zwei Jahre.


Masernepidemie wegen Impfmüdigkeit?
Anstieg in Großbritannien (1.950 Zeichen)
 
(dgk) Wie britische Mediziner kürzlich im Magazin "Science" berichteten, scheint die seit einigen Jahren sinkende Impfrate in Großbritannien bereits Folgen zu zeigen: Immer häufiger kommt es zu immer größeren Masern-Ausbrüchen. Schon bald könnte der Punkt erreicht sein, an dem die Infektion sich von selbst erhalten kann. Vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern sinken die Impfraten mit der Folge, dass in England und Wales die Zahlen der Masern-Kranken zunehmen. Ein weiteres Vernachlässigen der Impfprogramme könnte immer größere Ausbrüche zur Folge haben.

Der Sinn der Dreifach-Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln war in Großbritannien in den vergangenen Jahren zunehmend in Frage gestellt worden. Forscher hatten in einer vor fünf Jahren publizierten Studie behauptet, die Immunisierung könnte eine chronische Darmentzündung (Morbus Crohn) oder Autismus verursachen. Dieser Zusammenhang ist zwar mehrfach widerlegt worden, dennoch lassen immer weniger Eltern ihre Kinder impfen. Die vermeintlichen Folgen der Impfung werden offenbar mehr gefürchtet als die bisweilen tödlich verlaufende Masern-Erkrankung selbst. Komplikationen wie Lungen- oder Gehirnentzündung nehmen im Jugendlichen- und Erwachsenenalter sogar zu.

1998 war in Großbritannien mithilfe der Kombinations-Spritze noch eine Durchimpfung von 91 Prozent erreicht worden. Diese Zahl ist auf rund 84 Prozent gesunken. Die Rate, mit der die Masern weitergegeben werden, habe sich in der gleichen Zeit fast verdoppelt. Daher seien jetzt größere Ausbrüche und ein "Masern-Comeback" als sich in der britischen Bevölkerung selbst erhaltende Krankheit zu befürchten, da die Impfrate unter die für die Herdimmunität entscheidende Rate gesunken ist.

Vincent Jansen von der Royal Holloway University of London schlägt Alarm: Bis 1998 habe in England und Wales jeder Infektionsfall im Schnitt zu 0,47 Folgefällen geführt, dementsprechend seien damals keine Ausbrüche mit mehr als zehn Betroffenen registriert worden. Mittlerweile kämen auf jede Infektion jedoch 0,82 Folgefälle und bei jedem vierten Ausbruch gebe es mindestens zehn Infizierte. Somit nähere man sich dem kritischen Bereich, ab dem die Masern wieder einmal eine endemische Krankheit im Vereinigten Königreich werden könnten.


Prämenstruelles Syndrom - Die Regel vor der Regel (2.915 Zeichen)
 

(dgk) Schlecht gelaunt, reizbar, müde und weinerlich. Heißhunger mit "Fressattacken". Außerdem geschwollene Beine, Ziehen in der Brust und Kopfweh. Das sind die typischen Symptome, unter denen etwa 30 bis 50 Prozent aller Frauen Monat für Monat leiden. Fachleute sprechen vom prämenstruellen Syndrom, kurz PMS. Die Beschwerden treten regelmäßig an den Tagen vor der Monatsblutung auf. Am ersten oder zweiten Tag der Menstruation klingen sie wieder ab. Die körperlichen und psychischen Symptome fallen von Frau zu Frau unterschiedlich stark aus.

Die genaue Ursache des PMS ist unklar. Schuld ist möglicherweise ein hormonelles Ungleichgewicht. Im Körper der Frau regelt ein ausgefeiltes Zusammenspiel von Hirnanhangsdrüse und Zwischenhirn die erforderliche Menge an den weiblichen Geschlechtshormonen Progesteron (Gelbkörperhormon) und Östrogen. Psychische Probleme und Stress können diese Balance empfindlich stören und für einen erhöhten Prolaktinspiegel sorgen. Ist der Spiegel dieses Hormons zu hoch, wird die Gelbkörperproduktion gestört. Folge: Es wird zu wenig Progesteron gebildet. Außerdem regt Prolaktin das Wachstum der Brustdrüsen an und verursacht dort schmerzhafte Schwellungen (Mastodynie).

Frauen mit PMS haben einen erheblichen Leidensdruck, der nicht einfach hingenommen werden sollte. Therapeutische Ansätze bei PMS reichen von hormonellen über medikamentöse bis hin zu psychotherapeutischen Behandlungen. Zunächst ist eine Ernährungsumstellung empfehlenswert: Weniger Salz, Schokolade, Koffein und Alkohol, dafür mehr Vitamine und Mineralien.

Kopf-, Rücken- oder Brustschmerzen können so stark sein, dass Schmerzmittel erforderlich sind. Frauen, die während ihrer Periode unter starken Blutungen leiden, sollten darauf achten, dass sie kein Schmerzmittel einnehmen, das Acetylsalicylsäure (ASS) enthält. ASS wirkt blutverdünnend. Deshalb kann es den Blutverlust noch steigern. Eine Linderung der Beschwerden kann bei manchen Frauen auch die Einnahme der Pille bewirken. Gerade Symptomen wie Brustspannen, Krämpfen und Heißhunger kann die Pille entgegenwirken.
Die zusätzliche Gabe von Magnesium kombiniert mit Vitamin B hat sich ebenfalls als hilfreich erwiesen.

Beim prämenstruellen Syndrom werden auch pflanzliche und homöopathische Arzneimittel erfolgreich angewandt. Manche Heilpflanzen können eine echte Alternative zu chemischen Medikamenten sein. Sie helfen auf sanfte Weise. Dabei ist der Mönchspfeffer (Vitex agnus castus) hervorzuheben, der sich bei Überproduktion von Prolaktin und Mastodynie bewährt hat.
In einer Wirkstoffkombination mit fünf weiteren pflanzlichen Substanzen, dem Blauen Hahnenfuß, Alpenveilchen, Ignatiusbohne, Schwertlilie und Tigerlilie wird das natürliche hormonelle Gleichgewicht wieder hergestellt und auch die psychovegetativen Beschwerden bessern sich.

Sport und Entspannungsübungen können das PMS günstig beeinflussen (Spaziergänge, Radfahren, Joggen oder Schwimmen). Durch die sportliche Aktivität werden vermehrt Endorphine im Gehirn ausgeschüttet. Diese "Glückshormone" wirken Stimmungsschwankungen auf positive Weise entgegen.

Zur Vorbeugung sollte man möglichst Stress und psychischen Druck vermeiden. Auch das Erlernen einer erfolgreichen Stressbewältigung wie zum Beispiel der progressiven Muskelentspannung hilft, die Tage vor den Tagen leichter zu überstehen.


Heul' doch!
Krokodilstränen dienen Schutz und Pflege des Auges (4.116 Zeichen)
 
(dgk) Wenn Tränen fließen, sind wir oft traurig oder wütend. Und wer "zu nahe am Wasser gebaut hat", wird sogar als Heulsuse ausgelacht. Aber Weinen hält auch die Augen gesund und hilft uns, mit Stress und Kummer besser fertig zu werden.

Am oberen Rand der Augenhöhlen sitzen Tränendrüsen. Sie erzeugen ständig eine Flüssigkeit, welche die Hornhaut des Auges benetzt. Mit Hilfe der blinzenden Augenlider wird der Augapfel etwa 10 bis 20 Mal in der Minute befeuchtet. Dadurch werden Staubteilchen von den Augen abgehalten, vor Bakterien und Viren geschützt, und die Tränenflüssigkeit ständig über die Augenoberfläche verteilt. Das versorgt die Hornhaut mit Sauerstoff. Die Tränenflüssigkeit beinhaltet Wasser, Fett, Salz, Eiweißstoffe und Bakterien zersetzende Stoffe, die die Augen vor Infektionen schützen. Wenn eine kleine Mücke oder ein Staubkorn ins Auge fliegt, sind die Tränen auch recht praktisch, denn sie spülen den Fremdkörper gleich wieder aus dem Auge heraus. Zum Schutz vor einer Schädigung des Auges werden auf diese Weise auch automatisch Zwiebelsaft oder gefährliche Chemikalien von den Tränen aus geschwemmt.

In das Tal der Tränen gelangt man aus Freude, Wut, Betroffenheit, Rührung und körperlichen Schmerz und natürlich kullern die Tränen, wenn man traurig ist. Die Tränenflüssigkeit wird dabei durch einen Nervenreiz im Gehirn freigesetzt. Dein Gehirn gibt den Tränendrüsen ein Signal, sofort mehr Tränen zu produzieren. Die Tränen, die in solchen Augenblicken ent-stehen, enthalten Stoffe - das schmerzlindernde Mittel Leuzin-Enkophalin, antibakterielle Enzyme mit Namen Lysozyme und dann das Hormon Prolaktin, das eine sehr starke positive Wirkung auf die Seele hat - die also ähnlich wie das Schmerzmittel Morphium Schmerzen lindern und beruhigen können. Tränen lösen damit Gefühlsspannungen und bauen Stress ab.
Eine andere, ganz wichtige Aufgabe: Wenn man traurig ist, werden im Körper bestimmte Eiweißstoffe freigesetzt. Sie entstehen auch, wenn man wütend oder eifersüchtig ist. Wenn man zu viel von diesen besonderen Eiweißstoffen im Körper hat, kann man davon krank werden. Beim Weinen werden diese Eiweißstoffe aus dem Körper einfach herausgeschwemmt. So ist man von ihnen befreit und es geht einem gleich viel besser.

Für Babys ist Weinen sogar eine Sprache: Wenn sie zum Beispiel einen knurrenden Magen haben, können sie weder "Hunger" schreien noch sich selbst ein etwas zu Essen holen. Sie müssen ihren Eltern deshalb mit Schreien und Weinen bekannt geben, dass irgendetwas nicht stimmt. Babys können das ohne Nachhilfe. Denn dieser "Trick" ist uns Menschen angeboren.

Sind der Aufbau und die Zusammensetzung des Tränenfilms gestört, kann er seine Funktion nicht mehr richtig wahrnehmen. Es kommt zu Infektionen, Allergien, Entzündungen und vor allem zu den Symptomen des Trockenen Auges.
Wenn zu viel Tränenflüssigkeit verdunstet oder zu wenig Tränenflüssigkeit neu gebildet wird oder die Haftung des Tränenfilms auf der Augenoberfläche nur noch unzureichend gegeben ist, beispielsweise bei langer Arbeit vor dem PC, in Zugluft oder Zigarettenrauch, dann beginnen die Augen zu brennen und zu jucken. Die Lider scheuern bei jedem Lidschlag. Man hat das Gefühl, als ob sich Sand oder ein Fremdkörper im Auge befinden. Die Augenoberfläche trocknet aus, der Schutz vor Bakterien und Viren ist unzureichend. Die Ernährung der Hornhaut ist nicht mehr gewährleistet. Dies kann ernste Folgen für das Auge und das Augenlicht haben.
Schließen Sie ab und zu die Augen oder lassen sie die Tränen rollen. Weinen ist gesund. Glaubt man den Tränenforschern, dann leben gefühlsbetonte Menschen im Schnitt sieben Jahre länger als "Hartgesottene".

Wer nie die Schleusen öffnet und alles "hinunterschluckt", weil er sich geniert zu weinen, der lebt gefährlich. Der Wiener Psychotherapeut Dr. Alfred Pritz nennt konkrete Beispiele. Wer niemals mit Tränen seinen Gefühlen freien Lauf lässt und Frustrationen, Trauer und Aggressionen abbaut, der verstärkt enorm sein Risiko für Kopfschmerzen und Migräne, für Verdauungserkrankungen aller Art und für Herzleiden. Ohne Tränen sei man auch der Gefahr eines Herzinfarktes näher, sagt Fritz.

Übrigens:

Frauen weinen übrigens tatsächlich schneller und häufiger als Männer. Dafür ist allerdings nicht die Erziehung verantwortlich, sondern die Hormone. Bis zur Pubertät lassen Jungen ihren Tränen genauso freien Lauf wie Mädchen. Das ändert sich erst zwischen dem 12. und 18. Lebensjahr. Mädchen entwickeln in dieser Zeit einen 60 Prozent höheren Spiegel des Hormons Prolaktin als Jungen. Dieser Botenstoff macht sie gefühlsbetonter, so dass ihnen leichter die Tränen kommen. Außerdem kullern Frauentränen besser. Der Grund ist, dass sie ein halbes Grad wärmer sind als männliche, so haben Forscher herausgefunden. Das macht sie geschmeidiger und beweglicher.


DIE AKTUELLEN GESUNDHEITSTIPPS

Grippeschutzimpfung jetzt! (2.254 Zeichen)
 

(dgk) Jeden Winter sterben in Deutschland mindestens 5.000 bis 7.000 Menschen an den Folgen von Influenza. In der letzten "Saison" waren es schätzungsweise 12.000 bis 20.000. Dass die Influenza-Impfung alten Menschen bei Grippe-Wellen das Leben rettet, ist in diesem Sommer in einer niederländischen Studie bestätigt worden. Während einer leichten Grippe-Epidemie kam dabei ein verhinderter Todesfall auf 400 Geimpfte.
Bei dem "Integrated Primary Care Information Project" (IPCIP) des Erasmus Medical Centre in Rotterdam wurden seit 1992 insgesamt 485.000 Einwohner überwacht (Arch Intern Med 163, 2003, 1089). Von dieser Bevölkerungsgruppe waren 21.000 über 64 Jahre alt und - so das Einschlusskriterium - einmal während der Überwachungszeit beim Arzt gewesen. Bei den 8.911 Probanden aus dieser Gruppe mit Grippe-Impfung wurden während der Grippesaison 1996/97 die Sterberate registriert und die Ergebnisse mit den Daten von 8.911 Kontrollpersonen des gleichen Alters verglichen.



Influenza Viren unter Mikroskop
Elektronenmikroskopische Aufnahme von Influenza-Viren

Foto: Jan de Jong, Erasmus University Rotterdam




Ergebnis
: Obwohl bei den Geimpften ein Viertel mehr Patienten mit schweren chronischen Krankheiten wie Krebs, Lungenleiden oder Herzinsuffizienz waren - für sie ist die Impfung besonders wichtig und empfohlen - , gab es in dieser Gruppe 24 Prozent weniger Todesfälle als bei den Ungeimpften. Daraus wurde ein verhinderter Todesfall pro 400 geimpften Personen errechnet. Betrachtet man die Gruppe der chronisch Kranken für sich allein gab es hier unter den Geimpften sogar 33 Prozent weniger Todesfälle als bei den Ungeimpften. Pro 170 Impflinge wurde hier ein Todesfall verhindert.

Generell ist die Grippeimpfung allen Personen anzuraten, die sich vor einer Influenza in diesem Winter wirksam schützen wollen. Die Impfung sollte im Herbst, September bis Oktober, durchgeführt werden, da die meisten Krankheitsfälle zwischen Dezember und April auftreten. Nach der Impfung benötigt das Immunsystem etwa 14 Tage, um einen vollständigen Immunschutz aufzubauen.
Das Robert Koch-Institut in Berlin empfiehlt die Grippeimpfung bei Personen über 60 Jahren und bei chronisch Kranken. Zusätzlich sollten Beschäftigte mit erhöhter Gefährdung, zum Beispiel Tätigkeiten mit umfangreichem Publikumsverkehr oder im Gesundheitswesen, geimpft werden: zum eigenen Schutz und zum Schutz anderer.
Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einem chronischen Grundleiden, wie Lungen-, Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten, Diabetes und andere Stoffwechselkrankheiten, Immundefizienz, HIV-Infektion, sollten sich ebenfalls impfen lassen.

Die Grippeschutzimpfung muss jedes Jahr erneuert werden. Grund ist die ständige Verände-rung der Viren. Deshalb wird der Impfstoff aktuell angepasst und wirkt dann gegen die gera-de zirkulierenden Erreger.


Kampf gegen die Kippe
Neue Wege aus der Nikotin-Sucht (884 Zeichen)
 

(dgk) Jeden Tag sterben in Deutschland über 300 Menschen an den Folgen des Zigarettenkonsums. Auch wenn vielen Rauchern - zunehmend immer mehr Jugendliche - das Gesundheitsrisiko bewusst ist, schaffen es nur wenige aus der Sucht. Der erste und wichtigste Schritt sei dabei immer der Entschluss zum Rauchstopp.
Erfolgversprechender als der gute Wille allein ist eine Kombination aus unterstützenden Beratungsgesprächen beim Arzt und medikamentöser Behandlung - zum Beispiel durch eine Nikotinersatztherapie. Nikotinersatzpräparate wie Kaugummis, Pflaster oder Sprays sind nach wie vor die besten Hilfsmittel, um dauerhaft dem blauen Dunst zu entsagen. Das ist das Ergebnis der 6. Nikotin- Konferenz, die am 16. und 17. Mai in Erfurt stattfand.
Seit Mai sind in der Apotheke außerdem Lutschtabletten erhältlich. Mit ihnen haben vor allem starke Raucher eine etwa fünffach höhere Chance, sich von ihrer Sucht zu befreien.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie im "Ratgeber aus Ihrer Apotheke", Ausgabe 10 A/2003, die Anfang Oktober erscheint
.


MELDUNGEN

Buchtipps:
Sämtliche Begriffe aus allen Bereichen der Medizin
Neuerscheinung: Fachwörterbuch Medizin Deutsch-Englisch

 

(dgk) Für die aktuelle dritte Auflage wurde das Fachwörterbuch Medizin (Deutsch/Englisch) von Dr. med. habil. Fritz Jürgen Nöhring auf etwa 160.000 Fachbegriffe sowie auf 350.000 Übersetzungen aus allen Bereichen der Medizin erweitert. Neben den klassischen medizinischen Gebieten werden zudem auch Allergologie, Mikrochirurgie, Homöopathie, Psychotherapie oder Psychologie berücksichtigt. Im Anhang des mehr als 1.700 Seiten umfassenden Werkes wurden zahlreiche Tabellen mit Umrechnungen zwischen dem metrischen System und den im englischen Sprachraum verwendeten Maßen und Gewichten aufgenommen. Anhand von mehr als 40 vierfarbigen Abbildungen lassen sich die korrekten Bezeichnungen der wichtigsten anatomischen Strukturen auch dann finden, wenn der englische Fachbegriff nicht geläufig ist.

Fachwörterbuch Medizin Deutsch-Englisch, von Nöhring, Fritz-Jürgen, 3. Auflage 2003, Verlag Urban & Fischer, 1.703 Seiten, rund 160.000 Fachbegriffe und mehr als 350.000 Übersetzungen - 24 x 17 cm gebunden, ca. 119,- Euro, ISBN:3-86117-185-6


 
Mensch - Körper - Krankheit
 

(dgk) Das Verstehen von Krankheiten setzt Verständnis der körperlichen Funktionen voraus. Standards bei der Vermittlung des entsprechenden Wissens hat das Lehrbuch "Mensch - Körper - Krankheit" mit mehr als 150.000 verkauften Exemplare bereits gesetzt - jetzt stellt sich die neue, vierte Auflage unter Beweis. Das neue Herausgeberteam Renate Huch und Christian Bauer, beide an der Universitätsklinik Zürich tätig, hat das Buch komplett überarbeitet und auf den neuesten Kenntnisstand gebracht.
Neben den Abbildungen und Grafiken wurden auch die Inhalte entsprechend dem neuesten wissenschaftlichen Stand aktualisiert sowie neue klinische und physiologische Aspekte berücksichtigt. Neu ist, dass die Unterschiede in der weiblichen und männlichen Physiologie und Pathophysiologie dargestellt sind, wie beispielsweise bei Erbeigenschaften oder Erkrankungsrisiken.

Das Lehrbuch vermittelt Auszubildenden in der Pflege und in sonstigen medizinischen As-sistenzberufen alle notwendigen Inhalte der Grundlagenfächer Anatomie und Physiologie sowie die häufigsten Krankheitsbilder in allgemein verständlicher und didaktisch hochwertiger Form.
Das großformatige, vierfarbige Lehrbuch ist für alle Berufe im Gesundheitswesen und die Ausbildung aller medizinischen Assistenz- und Pflegeberufe geeignet. Es liefert eine kompakte Darstellung des notwendigen medizinischen Wissens. In allen Kapiteln sind die häufigsten Krankheitsbilder mit den zugehörigen pathologischen Organ- und Funktionsveränderungen zu finden.

Mensch - Körper - Krankheit, von Huch, Renate; Bauer, Christian, 4. Auflage 2003, Verlag Urban & Fischer, 508 Seiten, 900 farbige Abbildungen, gebunden, 44,95 Euro, ISBN: 3-437-26790-6


Vitamincocktails für Männer können Krebs-Risiko senken (1.114 Zeichen)
 

(dgk) Präparate mit Betakarotin, den Vitaminen C und E, Selen und Zink sind für Männer offenbar besonders vorteilhaft: Sie können bei ihnen die Lebenserwartung steigern und das Krebsrisiko reduzieren. Dies ist das Ergebnis der achtjährigen "SuViMax"-Studie mit 13.000 Teilnehmern am Scientific and Technical Institute for Nutrition and Foods in Paris.

Die Hälfte der männlichen und weiblichen Studienteilnehmer zwischen 35 und 60 Jahre erhielt täglich eine Tablette mit 6 mg Betacarotin, 120 mg Vitamin C, 90 mg Vitamin E, 20 mg Zink und 0,1 mg Selen. Die anderen Teilnehmer bekamen ein Plazebo-Präparat (Scheinmedikament). Es zeigte sich, dass sich bei Männern aus der Vitamin-Gruppe das Krebsrisiko um 31 Prozent und die Sterberate um 37 Prozent reduzierte.

Rauchern wird dieses Vitamincoktail allerdings nicht empfohlen. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Betacarotin-Pillen in Verbindung mit Nikotin der Gesundheit eher schaden. Auf Herzerkrankungen hatte das Vitaminpräparat keinen Einfluss. Auch profitierten die weiblichen Studienteilnehmer offenbar nicht von den Vitamintabletten. Die Wissenschaftler erklären dies damit, dass Frauen sich grundsätzlich gesünder ernähren als Männer. Eine weitere Vitamingabe hat daher keinen wesentlichen Einfluss auf ihre Gesundheit.


Nasenspülungen helfen bei Allergien, Erkältungskrankheiten und beugen vor (668 Zeichen)
 

(dgk) Die Nasenspülung, auch Neti genannt, spült Staub, Bakterien und Pollen vollkommen schmerzfrei aus Nase und Nebenhöhlen, reduziert dadurch Atemwegsbeschwerden und beugt Erkältungskrankheiten vor. Nasennebenhöhlenentzündungen sowie Pollen- und Hausstauballergie werden stark reduziert, so eine von Professor Dr. Thomas Schmidt initiierte Studie an der Medizinischen Hochschule Hannover. Die Forschungsergebnisse wurden anhand von 1.692 Probanden über einen Zeitraum von über 300 Tagen gewonnen und bestätigen die reinigende und vorbeugende Wirkung der Nasenspülung. Einen ausführlichen Bericht zu dieser Studie finden Sie im Internet unter www.profschmidts.com.

Näheres können Sie auch im Internet unter
www.dgk.de, Stichwort "Nasenspülung" nachlesen.


Grüner Star: Expertenrat am Telefon (783 Zeichen)
 

(dgk) Ein zu hoher Druck im Auge zerstört langsam den Sehnerv, ohne Behandlung droht Erblindung: Mehr als eine Million Bundesbürger leidet unter der heimtückischen Augenkrankheit Grüner Star (Glaukom), doch viele wissen zu wenig über Diagnose und Therapie.
Der Selbsthilfeverband Initiative Glaukom e. V. startet in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Grünen Kreuz e.V. am 8. Oktober eine spezielle Telefon-Hotline, bei der Augenärzte aus dem gesamten Bundesgebiet Fragen rund um das Thema beantworten. Zu erreichen ist das Beratungstelefon an jedem zweiten und vierten Mittwoch im Monat von 14 bis 16 Uhr unter der kostenlosen Rufnummer 0 800 / 011 21 18. (Nächste Termine: 8. und 22. Oktober, 12. und 26. November, 10. Dezember, 14. und 28. Januar)

Hinweis:
Für Rückfragen steht Ihnen Dr. Ingolf Dürr vom Deutschen Grünen Kreuz e.V. unter der Telefonnummer 0 64 21 / 2 93 - 1 74 , E-mail
ingolf.duerr(à)kilian.de zur Verfügung


Kongresshinweis: Europäisches Jahr der Menschen mit Behinderung (1.055 Zeichen)
 

(dgk) Der Rat der Europäischen Union hat das Jahr 2003 unter dem Motto "Nichts über uns und nichts ohne uns" zum Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderung ausgerufen. Ziel ist es, dass sich behinderte und nicht behinderte Menschen in ganz Europa aktiv für Verbesserungen einer "gleichberechtigteren" Lebensweise der Behinderten einsetzen.
In diesem Zusammenhang findet unter dem Titel "Infantile Zerebralparese - Wissen - Wirklichkeit - Wünsche" vom 6. bis 9. November 2003 ein Seminarkongress in München zum Thema funktionelle Hirnschädigung des Kindes statt. Eingeladen sind Fachleute, -ärzte, Therapeuten, Betroffene, Eltern Betroffener, Mitarbeiter des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Krankenkassen, Sozialhilfeträger sowie Juristen und Politiker. Veranstaltungsort ist Klinikum Großhadern der Ludwig-Maximilians- Universität München (LMU), Hörsaalgebäude. Veranstalter sind der Förderverein "Kinder im Zentrum - Für Kinder e. V.", das Institut für Soziale Pädiatrie und Jugendmedizin der LMU und Firma Stortz & Raisig, München.

Organisation und Anmeldung:

Univ. Prof. Dr. med. Dr. h.c. Hubertus von Voß
Kinderzentrum München
Heiglhofstraße 63
81377 München
E-mail: h.v.voss(à)gmx.de
Fax: 0 89 / 71 00 92 48


NACHRICHTEN AUS DEM DEUTSCHEN DIABETES-FORSCHUNGSINSTITUT(DDFI)
Umfrage belegt: Gut informierte Diabetiker sind besser eingestellt (3.779 Zeichen)

 
Wie bekannt ist der HbA1c-Wert und seine Bedeutung bei Typ 2 Diabetikern? Dieser Frage ging die Patientenumfrage "HbA1c" auf den Grund


(dgk/DDFI) "Wissen ist Macht" - eine Weisheit, die auch für die Blutzuckereinstellung bei Diabetikern gilt. Das ist die Quintessenz der Patienten-Umfrage "Was bedeutet HbA1c?", die Ende Juli im Deutschen Diabetes-Forschungsinstitut (DDFI) in Düsseldorf vorgestellt wurde. Gut informierte Diabetiker sind gleichzeitig gut eingestellt, so das Resümee von Prof. Dr. Werner Scherbaum, ärztlicher Direktor der Diabetes-Klinik am DDFI und Schirmherr der Befragung.

Bundesweit beteiligten sich insgesamt 10.469 Diabetiker an der Aktion des Gesundheitsmagazins "Diabetiker Ratgeber" und gaben Auskunft über ihr Wissen, ihre Erfahrungen und Einstellungen zum HbA1c-Wert. Mehr als die Hälfte der Befragten (60 Prozent) war mit einem HbA1c-Wert unter sieben Prozent zufriedenstellend eingestellt. Gleichzeitig zeigte sich ein relativ gutes Wissen über den HbA1c-Wert und seine Bedeutung. Die Umfrage belegt erneut, wie wichtig es für Diabetiker ist, sich mit der Krankheit auseinander zu setzen und sich fortlaufend zu informieren.
Von der überwältigenden Resonanz auf die Umfrage zeigte sich insbesondere Prof. Werner Scherbaum sehr überrascht. "Die Tatsache, dass die Antworten gleich körbeweise bei uns eintrafen, zeigt das enorme Informationsbedürfnis der Betroffenen. Während wir für Typ 1 Diabetiker von einer exzellenten Versorgung ausgehen können, liegt bei der Einstellungssituation von Typ 2 Diabetikern noch einiges im Argen."

Die Umfrage-Ergebnisse im Einzelnen

Über 70 Prozent der teilnehmenden Diabetiker waren 60 Jahre und älter. Zum Zeitpunkt der Umfrage waren etwa 45 Prozent der Teilnehmer auf eine Insulin- Monotherapie eingestellt. Bei etwa 35 Prozent wurde versucht, den Blutzuckerspiegel durch diätetische Maßnahmen, körperliche Aktivität und eine Lebensstiländerung zu regulieren. Circa 22 Prozent der Patienten erhielten nach eigener Aussage eine Therapie mit mehreren Tabletten (Multi-OAD / OAD = Orale Anti-Diabetika). Nur etwa 16 Prozent wurden mit einer Kombinationstherapie (OAD+Insulin) behandelt.
Vergleicht man das Verhältnis zwischen Krankheitsdauer und Therapieform, so zeigt sich als notwendige Folge der fortschreitenden Erkrankung: Bei zunehmender Krankheitsdauer nimmt der Anteil der Diabetiker, die mit einer Insulinmonotherapie behandelt werden, deutlich zu.
Bei allen Therapieformen lag der HbA1c-Wert auf einem ähnlich guten Niveau zwischen 6,5 und 7,3 Prozent. Man kann daraus schließen, dass die jeweils behandelnden Ärzte die Therapie adäquat durchgeführt haben, so die Interpretation von Prof. Scherbaum. Eine optimale Versorgung der Diabetiker gemäß den Nationalen Versorgungsleitlinien Diabetes mellitus Typ 2, impliziert eine Therapieanpassung, zum Beispiel von einer Multi-OAD-Therapie auf eine Kombinationsbehandlung mit Insulin, ab einem HbA1c über 7 Prozent. Die Tatsache, dass die Stoffwechseleinstellung der befragten Diabetiker besser sei als beim Bundesdurchschnitt, lege die Vermutung nahe, so Scherbaum, dass diese im Rahmen von Strukturverträgen betreut werden. Zusätzlich untermauert wird diese Vermutung durch die Frequenz der HbA1c-Messungen. Denn beim überwiegenden Teil der Befragten (circa 82 Prozent) wurde der HbA1c-Wert wie empfohlen vierteljährlich gemessen.

"Zur guten Einstellung der teilnehmenden Diabetiker ist zu sagen, dass es sich hierbei um eine besondere Klientel handelt. Diese Ergebnisse sind nicht repräsentativ für die Gesamt-bevölkerung. Das zeigt, dass die Menschen, die wissen, um was es beim Diabetes geht, auch Erfolg haben das heißt auf eine gute Einstellung achten", so Lothar Rupprecht, Vorsitzender des Deutschen Diabetiker Bundes Landesverband NRW e.V., BV Düsseldorf. Denn mehr als die Hälfte der Teilnehmer hatten alle sechs Wissensfragen richtig beantwortet. Seiner Einschätzung und Erfahrung nach, würden die Ergebnisse bei den rund 70 Prozent der uninformierten Diabetikern wahrscheinlich ganz anders aussehen.


(Quelle: Deutsches Diabetes-Forschungsinstitut Düsseldorf in Kooperation mit der Firma Aventis )


Weitere Informationen finden Sie im Internet unter
www.diabetes-deutschland.de

Für Rückfragen zu dieser Presseinformation wenden Sie sich bitte an:


Prof. Dr. med. Werner A. Scherbaum

Deutsches Diabetes-Forschungsinstitut an der

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Auf'm Hennekamp 65, 40225 Düsseldorf
Telefon: 02 11 / 33 82 - 2 00, Fax: 02 11 / 33 69 103




HbA1c (glykosyliertes Hämoglobin)


Ob es dem Diabetiker über einen Zeitraum von etwa gelungen ist, seine Stoffwechselstörung diätetisch und/oder mit Medikamenten zu beherrschen, kann der Arzt durch Bestimmung einer bestimmten Form des Blutfarbstoffs Hämoglobin - das glykosyliertes Hämoglobin - im Venenblut feststellen.

Normbereich: HbA1c beim Gesunden: < / = 6,1 Prozent

Therapeutischer Zielbereich HbA1c beim Diabetiker: < 6,5 Prozent


SONDERMELDUNGEN
 

 
2. Bundesweiter Aktionstag 'In Würde altern' am 28. Oktober 2003
Gedächtnis und Verhalten - die zwei Seiten der Demenz

In W?rde altern

(dgk) Demenz ist ein Schicksal, dass immer mehr alte Menschen in Deutschland betrifft. Schon heute leiden mehr als eine Millionen Bundesbürger zum Beispiel unter Alzheimer, in zehn Jahren werden es annähernd zwei Millionen sein. Demenzerkrankungen stellen nicht nur eine medizinische Herausforderung dar, auf uns rollt auch ein gewaltiges gesellschaftliches Problem zu.


Wenn Gedächtnisstörungen Überhand nehmen, Erinnerungslücken größer werden, das soziale Verhalten und die Persönlichkeit sich in auffälliger Weise verändern, dann sind die Betroffenen zunehmend auf Pflege angewiesen. Diese Pflege ist sehr aufwendig und belastend, wird derzeit aber zum größten Teil von den Familienangehörigen geleistet. Doch viele überfordert diese Aufgabe auf Dauer.

Um unseren alten und hoch betagten Mitbürgern ein würdevolles Altern auch mit einer Alzheimer-Demenz zu gewährleisten, müssen wir heute die Weichen stellen. Das beginnt mit einer verbesserten Demenz-Früherkennung und einer optimalen medizinischen Versorgung mit wirksamen Medikamenten, die den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen können. Was wir aber auch benötigen, sind mehr Einrichtungen, die auf die speziellen Bedürfnisse Demenzkranker zugeschnitten sind, und eine stärkere finanzielle Unterstützung der Angehörigen.

Um die Öffentlichkeit auf die vielfach prekäre Situation Demenzkranker und ihrer pflegenden Angehörigen aufmerksam zu machen, veranstalten die Initiative Altern in Würde, das Deutsche Grüne Kreuz e. V. und weitere Kooperationspartner am 28. Oktober 2003 den zweiten bundesweiten Aktionstag "In Würde altern".

Ermutigt durch den großen Erfolg des ersten Aktionstages im Jahr 2002 wollen wir auch dieses Mal wieder die Information und Aufklärung über die unterschiedlichen Ausprägungen von Demenzerkrankungen in den Mittelpunkt des Aktionstages stellen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich aktiv zu beteiligen. Die Initiative Altern in Würde stellt kostenlos Informationsmaterialien wie Broschüren und Plakate zur Verfügung. Weitere Informationen zum Thema gibt es demnächst auch unter www.altern-in-wuerde.de.

Ansprechpartner:
Dr. Ingolf Dürr Deutsches Grünes Kreuz e. V.
c/o Initiative Altern in Würde
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Tel.: 0 64 21 / 2 93 - 1 74
Fax: 0 64 21 / 2 29 - 7 74
E-Mail: ingolf.duerr(à)kilian.de


Aktion 'Brandschutz ist Lebensschutz'
Tag des vorbeugenden Brandschutzes: Bundesweiter Informationstag am 1. Oktober 2003

Brandschutz ist Lebensschutz

(dgk) Mit einem bundesweiten Informationstag, der jährlich am 1. Oktober stattfindet, weist die Aktion "Brandschutz ist Lebensschutz" auf Notwendigkeiten und Möglichkeiten des vorbeugenden Brandschutzes im Privathaushalt hin. Mit der zunehmenden technischen Ausstattung in Privatwohnungen steigen auch die Brandrisiken.

Deshalb ist eine intensive Aufklärung über mögliche Feuergefahren erforderlich, die neue Entwicklungen im Bereich von Wohnungseinrichtungen, Konsumartikeln und Freizeitaktivitäten berücksichtigt. Jährlich sterben in Deutschland etwa 800 Menschen an den Folgen von Wohnungsbränden und 60.000 Menschen erleiden Brandverletzungen, wie der Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) mitteilt.

Der "Tag des vorbeugenden Brandschutzes" kann von allen Institutionen, die sich mit Brandschutzaufklärung beschäftigen, für Aktionen vor Ort genutzt werden. Aber auch Einrichtungen wie Kindergärten und Gesundheitsämter können diesen Tag zum Anlass nehmen, gemeinsam mit der örtlichen Feuerwehr oder anderen Experten über wirksame Schutzvorkehrungen zu informieren.

Die Aktion "Brandschutz ist Lebensschutz" stellt Informations-Material zur Verfügung:

  • Sicherheitsfibel: "Brandschutz - wie beuge ich zuverlässig vor"
  • Brandschutz-Karte: Empfehlungen zur Vermeidung von Wohnungsbränden und Verhaltenstipps für den Brandfall.
  • Brandschutz-Check: Anleitung zur Überprüfung von generellen Brandrisiken

in der Wohnung.

Diese Unterlagen können kostenfrei gegen Einsendung eines mit 1,44 € frankierten und rückadressierten DIN-A5-Umschlags angefordert werden. Adresse: Aktion "Brandschutz ist Lebens-schutz", Postfach 1827, 73408 Aalen.

Die Aktion "Brandschutz ist Lebensschutz" wird von vielen Organisationen getragen und unter-stützt, so zum Beispiel dem Deutschen Feuerwehrverband, dem Bundesverband des Schorn-steinfegerhandwerks, der Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes und dem Deutschen Grünen Kreuz e. V. (DGK).


Grüner Star: Expertenrat am Telefon
Selbsthilfeverband Initiative Glaukom e. V. startet am 08. Oktober neue kostenlose Service-Hotline 0800 / 0 11 21 18

Initiative Glaukom e. V.

(dgk) Mehr als eine Million Bundesbürger leiden unter der heimtückischen Augenkrankheit Grüner Star (Glaukom). Ein zu hoher Druck im Auge zerstört langsam den Sehnerv, ohne wirksame Behandlung droht den Betroffenen die Erblindung.

Viele Glaukom-Patienten wissen jedoch noch nicht ausreichend Bescheid über ihr Leiden, machen Fehler bei der Anwendung der unbedingt notwendigen drucksenkendenden Augentropfen, suchen nach Informationen über neue Medikamente zur Therapie des Grünen Stars, moderne Diagnosetechniken oder operative Eingriffe.

Ab 08. Oktober steht diesen Ratsuchenden erstmals eine spezielle Telefon-Hotline zur Verfügung, bei der Augenärzte aus dem gesamten Bundesgebiet die Fragen der Anrufer kompetent beantworten. Zu erreichen ist das Glaukom-Beratungstelefon

an jedem zweiten und vierten Mittwoch im Monat von 14.00 bis 16.00 Uhr unter der kostenlosen Rufnummer 0800 / 0 11 21 18.

Eingerichtet wird die Glaukom-Hotline von der Initiative Glaukom e. V., dem größten Selbsthilfe-verband von Glaukom-Patienten in der Bundesrepublik, in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Grünen Kreuz e. V. in Marburg.

Die Initiative Glaukom engagiert sich seit vielen Jahren für die Belange der Glaukom- Patienten. In Kooperation mit dem Deutschen Grünen Kreuz und dem Berufsverband der Augenärzte werden regelmäßig bundesweite Aufklärungskampagnen zur Früherkennung des Glaukoms durchgeführt.

Die weiteren Termine der Glaukom-Hotline in den nächsten Monaten: 22. Oktober, 12. und 26. November, 10. Dezember, 14. und 28. Januar 2004 (wird fortgesetzt).

Für Rückfragen oder weitergehende Informationen zum Glaukom steht Ihnen Herr Dr. Ingolf Dürr beim Deutschen Grünen Kreuz jederzeit gerne zur Verfügung: Telefon: 0 64 21 / 2 93 - 1 74; E-Mail: ingolf.duerr(à)kilian.de


V.i.S.d.P.
 

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Dr. med. Sigrid Ley

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