DGK e.V. -Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk), Jahrgang 44, Ausgabe 4 - 2003 - Themen: Sommersprossen, Rheuma, Rheumaschmerz, Schuppen, Ostereier, Eier, Glaukom, Hörquiz, Heuschnupfen, DDFI, Diabetes, Strahlentherapie, Sehen, Augen, Kontaktlinsen
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Deutsches Grünes Kreuz, Sommersprossen, Rheuma, Rheumaschmerz, Schuppen, Ostereier, Eier, Glaukom, Hörquiz, Heuschnupfen, DDFI, Diabetes, Strahlentherapie, Sehen, Augen, Kontaktlinsen
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www.ibera-online.de
IBERA Impfberatung online

 

www.agmv.de
Arbeitsgemeinschaft Varizellen (AGV)

 

www.forum-schmerz.de
Forum Schmerz

 

www.agmk.de
Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)

 

www.altern-in-wuerde.de
Altern in Würde (AiW)

www.stiko.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut

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Deutsche Gesundheits-Korrespondenz
dgk, Jg. 44, 4 - 2003

Sommersprossen bei Schreibtischtätern
Sonne hinter Glas weckt schlummernde Pigmentflecken (1.839 Zeichen)

 

(dgk) "Das kann doch nicht sein", denkt Marika, als sie in der Mittagspause in den Spiegel schaut. Ihr ganzes Gesicht ist übersäht von kleinen dunklen Sommersprossen. "Normalerweise kommen die doch erst im Sommer raus." Langsam dämmert es ihr. Den ganzen Tag hat sie am neuen Schreibtisch am Fenster verbracht. Die Sonne schien ihr durch das Glas direkt ins Gesicht. Ob man da auch braun wird, fragt sie sich? Wohl kaum.

Die ultraviolette Strahlung der Sonne setzt sich zusammen aus den kurzwelligen, energiereichen UVB- und den langwelligen UVA-Strahlen. Während die UVB- Strahlung, die hauptverantwortlich für Sonnenbrand ist, Glas nicht durchdringt, kann UVA-Strahlung ohne weiteres auch Fensterglas passieren. Trifft sie auf die Haut, so bewirkt sie ein Nachdunklen farbschwacher Melaninvorstufen, wie sie in verblassten Sommersprossen vorhanden sind. Ist die Haut auch als Ganzes über den Winter hin blass geworden - schlummernde Sommersprossen werden durch die UVA-Strahlen sofort "wachgeküsst". Dieser Effekt hält aber nicht lange an. Dauerhafte Bräune der Haut allgemein und dauerhaftes Aufblühen der Sommersprossen wird nur durch UVB-Strahlen oder extrem hohe UVA-Dosen, wie sie in Solarien zur Anwendung kommen, ausgelöst. UVA-Strahlen sind auch Auslöser für Sonnenallergien (Polymorphe Lichtdermatosen). Da diese Strahlung Fensterglas durchdringt, müssen Menschen mit schweren Lichtdermatosen und Patienten, die mit Immunsuppressiva behandelt werden, auch bei Besonnung durch Glas auf guten Sonnenschutz achten. Dies ist insbesondere bei langen Autofahrten zu bedenken.

  • Ab dem 13. Mai 2003 starten das Deutsche Grüne Kreuz e.V., Vichy Laboratoires und der Berufsverband Deutscher Dermatologen eine Aufklärungskampagne zum Thema "Sonne und Haut".


Weitere Infos dazu finden Sie unter www.sonnenberatung.de oder www.dgk.de


Impfen schützt vor gefährlichen Infektionen
1. Nationale Impfwoche hat mehr als 7.000 ehrenamtliche Aktionspartner (2.353 Zeichen)

 


1. Nationale Impfwoche (dgk) Ärzte kümmern sich um Kranke. Ärzte setzen sich aber auch dafür ein, dass Menschen gar nicht erst krank werden. Dabei sind die Mediziner auf das eigenverantwortliche Handeln der Patienten angewiesen; eine Pflicht zur Vorsorge gibt es in Deutschland nicht. Doch das vielfältige Angebot des Gesundheitswesens wird zu wenig genutzt. Fachleuten bereitet es große Sorge, dass zu viele Menschen bei Vorsorge nicht an Impfungen denken, obwohl diese Schutz bieten vor gefährlichen Infektionskrankheiten wie Diphtherie und Kinderlähmung.

Um über die Wichtigkeit von Schutzimpfungen aufzuklären, veranstaltet das Deutsche Grüne Kreuz e. V. (DGK) vom 5. bis 11. Mai 2003 die 1. Nationale Impfwoche - unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt und mitgetragen von 111 Institutionen aus Medizin, Politik und Wissenschaft. Experten, aber auch Prominente wie die Sportler Ulrike Nasse- Meyfarth, Jeannine Rathjen und Christian Schenk werden alle Aspekte zum Thema Impfen diskutieren, wenn der "Zug fürs Impfen" - die Hauptattraktion der Impfwoche - in Berlin, Leipzig, München, Frankfurt am Main, Hamburg-Altona, Köln und Potsdam Station macht.
Von großer Bedeutung für den Erfolg der Aufklärungskampagne sind jedoch auch die mehr als 7.000 ehrenamtlichen Aktionspartner in Arztpraxen, Apotheken, Gesundheitsämtern und Bildungseinrichtungen. Sie planen informative, aber auch unterhaltende Veranstaltungen. In Wilnsdorf zum Beispiel tun sich niedergelassene Ärzte zusammen, um ihre Arzthelferinnen zum Thema Impfen fortzubilden; in Montabaur informiert ein Apotheker als Clown-Doktor in Kindergärten über die Notwendigkeit von Schutzimpfungen; in Marburg schult das Gesundheitsamt Touristikfachleute zum Thema Reise-Impfungen; und in Berlin gibt es im Bezirk Reinickendorf eine Impfkampagne von Jugendgesundheitsdienst und niedergelassenen Kinder- und Jugendärzten, die sich an Oberschüler richtet, sowie im Bezirk Lichtenberg eine vergleichbare Aktion mit der Zielgruppe Kinder an Grund- und Sonderschulen.

  • Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter www.dgk.de und www.nationale-impfwoche.de. Außerdem richtet das DGK bis einschließlich 16. Mai eine kostenlose Impf-Hotline ein. Die Telefonnummer 08 00 / 0 11 21 18 ist geschaltet am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 10 bis 12 Uhr sowie Mittwoch von 14 bis 16 Uhr.

 


'Mobil gegen Rheumaschmerz'
Deutsche Rheuma-Liga startet Info-Tour durch 19 Städte -
'Tag des Rheumakranken' am 14. Juni 2003
(3.281 Zeichen)

 

(dgk) "Mobil gegen Rheumaschmerz" - unter diesem Motto startet die Deutsche Rheuma-Liga in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Grünen Kreuz e.V. (DGK) eine bundesweite Aufklärungskampagne. Anlass ist der "Tag des Rheumakranken" am 14. Juni 2003.

Um möglichst viele Menschen zu erreichen, fährt ein speziell ausgerüsteter Bus, das so genannte "Rheumobil", einen Monat quer durch Deutschland. Von Mitte Juni bis Mitte Juli steuert das Infomobil 19 Städte an, um an Ort und Stelle über die verschiedenen Aspekte des Leidens aufzuklären, aktuelle Therapieformen bekannt zu machen und konkrete Hilfe anzubieten. Ganz nach dem Motto "Mobil gegen Rheumaschmerz" möchte die Deutsche Rheuma-Liga Betroffene anregen, selbst aktiv zu werden, um die eigene Mobilität und Beweglichkeit zu fördern.

Steife Gelenke und schmerzende Knochen, Muskeln oder Sehnen machen vielen Betroffenen das Leben zur Qual. Allein in Deutschland leiden etwa vier Millionen Menschen unter schmerzhaften Erkrankungen des Bewegungsapparats - Junge wie Alte, Männer ebenso wie Frauen. "Rheuma" nennt der Volksmund die Beschwerden, die durch Entzündungen, Verschleiß und viele andere Faktoren ausgelöst werden können. Da aber hinter den Symptomen mehr als 400 verschiedene Krankheiten stecken können, sprechen Mediziner lieber von "Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises". Dazu zählen Arthrose und Arthritis ebenso wie Fibromyalgie oder Morbus Bechterew.

Wer sich gründlich und unentgeltlich über das schmerzhafte Leiden informieren möchte, findet in den Experten der Deutschen Rheuma-Liga kompetente Ansprechpartner. An dem Rheumobil stehen zudem Fachärzte sowie Mitarbeiter vom DGK für Beratungsgespräche zur Verfügung.
Mit speziellen Geräten, die an einzelnen Stationen bereit stehen, haben Interessierte die Möglichkeit, beispielsweise die Kniebeweglichkeit zu messen. Um auch bei Gesunden das Verständnis für Rheumatiker zu erhöhen, stehen vereinzelt auch Simulationsgeräte bereit. Mit ihrer Hilfe lässt sich am eigenen Leib erfahren, unter welchen Behinderungen und Bewegungseinschränkungen Rheuma-Kranke leiden.
Kostenlose Broschüren, Faltblätter sowie weiteres Informationsmaterial verteilen Mitarbeiter direkt am Infomobil. Dort sorgen auch die verschiedenen örtlichen Rheuma-Liga-Gruppen mit einem bunten Rahmenprogramm für Unterhaltung. Lassen Sie sich überraschen!

Stationen des Rheumobils - jeweils von 10 bis 18 Uhr


Hamburg, Fußgängerzone Mönkebergstraße, Freitag, 13. Juni
Lübeck, Platz Schrangen, Montag, 16. Juni
Hannover, Steintor Platz, Mittwoch 18. Juni
Bad Arolsen, Hessentagstraße, Donnerstag, 19. Juni
Schwerin, Südufer am Pfaffenteich, Freitag, 20. Juni
Neubrandenburg, Fußgängerzone, Treptower Straße, Dienstag, 24. Juni
Potsdam, Vorplatz Brandenburger Tor, Mittwoch, 25. Juni
Berlin, Donnerstag, 26. Juni
Frankfurt/Oder, Marktplatz am Rathaus, Dienstag, 1. Juli
Dresden, Westseite des Altmarkts, Mittwoch, 2. Juli
Leipzig, Kleiner-Willy-Brandt-Platz, Donnerstag, 3. Juli
Halle, Marktplatz, An den Hausmannstürmen, Freitag, 4. Juli
Magdeburg, Bahnhofsvorplatz, Montag, 7. Juli
Jena, Ernst-Abbe-Platz, Dienstag, 8. Juli
Erfurt, Neuwerkstraße, Mittwoch, 9. Juli
München, Sendlinger Tor, Freitag, 11. Juli
Stuttgart, Kronprinzenstraße / Ecke Büchsenstraße, Dienstag, 15. Juli
Saarbrücken, Reichsstraße "Am Brunnen", Donnerstag, 17. Juli
Koblenz, Fußgängerzone "Am Plan", Freitag, 18. Juli


Schnee auf der Schulter
Wenn es Schuppen rieselt (3.870 Zeichen)
 

(dgk) Die kleinen weißen Flocken auf Kragen oder Schulter sind nicht nur für den Träger unange-nehm. Auch das Gegenüber hält lieber Abstand, denn Schuppenträger haben immer noch den Ruf, unästhetisch und ungepflegt zu sein. Doch Schätzungen zufolge haben etwa 40 Prozent der Bevölkerung einmal im Leben mit Kopfschuppen zu kämpfen. Gerade berufstätige und erfolgreiche Menschen leben von einem gepflegten Äußeren und leiden besonders darunter, "schmuddelig" zu erscheinen. Wenn sich dann noch weitere Beschwerden wie Juckreiz und Entzündungen auf der Kopfhaut bemerkbar machen, wird es schlimm. Denn nur auf einer gesunden Kopfhaut wächst auch gesundes Haar.

Die menschliche Haut ist ständig damit beschäftigt, verhornte Zellen abzustoßen und neue zu bilden. Der Lebenszyklus einer Hautzelle dauert etwa vier Wochen. Das ist gesund und normal. Jedoch können verschiedene Faktoren wie Stress, falsche Ernährung, Hormone oder Kosmetik die Hautzellen-Erneuerung beschleunigen. Die Folge: Schuppen.

Unterschiede wird zwischen "trockenen" und "fettigen" Schuppen.

  • Trockene Kopfhaut schuppt mehr als normale Haut, ist aber dabei nicht entzündet. Im Winter ist der Schnee auf dem Kopf häufiger, weil die warme Luft in geheizten Räumen wenig Feuchtigkeit enthält und die Haut noch mehr austrocknet. Auch falsche Pflege, etwa mit Präparaten, die gegen "fettige Schuppen" helfen sollen, ist eine mögliche Ursache. Besser sind milde, nicht entfettende Shampoos und Spülungen. Ebenfalls ungünstig ist (heißes) Föhnen nach der Haarwäsche. Atopiker und Allergiker, also zum Beispiel Menschen mit Asthma oder Heuschnupfen, scheinen anfälliger für trockene Kopfschuppen zu sein. Diese aber sind mit richtiger Pflege meistens in den Griff zu bekommen.

 

  • "Fettige Schuppen" bilden sich, wenn die Kopfhaut zu fettig ist, das heißt zu viel Talg produziert. Häufigste Ursache dafür ist das Seborrhoische Ekzem. Dabei ist die Kopfhaut entzündet, rot und juckt häufig. Die abgestoßene Hautzellen verkleben durch den "Klebstoff" aus Schweiß und Talg und werden als große, fettige Schuppe abgestoßen. Ausgelöst werden kann dieser Vorgang durch aggressive Shampoos, Haarsprays und Haarfestiger, die Isopropylalkohol ent-halten. Das Seborrhoische Ekzem ist im Herbst und Winter häufiger als in warmen Jahreszeiten.



Tipps gegen die lästigen Rieselgeister:


Bei den leichteren Krankheitsformen, gerade den Kopfschuppen und der fetten Kopfhaut, kommt auch eine Selbstbehandlung in Frage.

  • Wenn der Kopf stark juckt, kann Brennnesselhaarwasser sehr wohltuend sein. Es lindert den Juckreiz und löst die Schuppen. Innerlich helfen Brennnesseltee oder -saft und stoffwechsel-wirksame Tees aus Löwenzahn und Schachtelhalm.
  • Auch Teebaumöl tötet Pilze und fördert die Durchblutung der Kopfhaut. Allerdings sollte man vor allem bei Anwendungen mit reinem Teebaumöl vorsichtig sein, es kann Allergien auslösen.
  • Gesunde ausgewogene Ernährung, ausreichende und regelmäßige Bewegung an der frischen Luft und ein stabiles seelisches Gleichgewicht stärken den ganzen Körper und beugen so langfristig auch der Schuppenbildung vor.


Wenn das alles nicht hilft, kann manchmal aber auch etwas ganz anderes hinter der lästigen Plage stecken. Schuppen entstehen auch bei bestimmten Hautkrankheiten wie Psoriasis (Schuppenflechte) oder Neurodermitis. Bei der Schuppenflechte treten umschriebene rote Herde mit Belägen von silbrig glänzenden Schuppen auf, manchmal verbunden mit Juckreiz oder sogar Schmerzen. Fast immer sind dann außer dem Kopf auch andere Körperregionen betroffen. Die genaue Ursache der Schuppenflechte ist bislang noch nicht endgültig geklärt. Sicher ist jedoch, dass die Erkrankung nicht ansteckend ist und vor allem auf Erbfaktoren zurückgeht. Normale Anti-Schuppen-Mittel sind mit diesem Problem ebenso überfordert wie Ihr Friseur. Die Behandlung gehört in die Hände eines Hautarztes.


DER AKTUELLE GESUNDHEITSTIPP:
Genuss ohne Reue -
Klauen Sie dem Osterhasen die Möhre (1.578 Zeichen)

 

(dgk) Osterzeit ist Eierzeit. Eier sind in Maßen genossen ausgesprochen gesund: Sie liefern unserem Körper viele lebenswichtige Nährstoffe. Ein Ei enthält etwa 7 g Eiweiß, 6 g Fett sowie viele Mineralstoffe und Vitamine. Der hemmungslose und übermäßige Verzehr von Frühstückseiern, Omelettes & Co. kann sich jedoch negativ auf die Gesundheit auswirken, warnt der "Ratgeber aus Ihrer Apotheke". Bestehen eine Störung im Fettstoffwechsel oder ein erhöhter Cholesterinspiegel, sollte man bei Eiern tatsächlich zurückhaltend sein. Sonst ist die Stabilität des Herz-Kreislauf- Systems gefährdet. Eine Cholesterinzufuhr von maximal 300 mg/Tag sollte dann nicht überschritten werden - der Cholesteringehalt in einem Ei der Gewichtsklasse M beträgt etwa 230 bis 240 mg. Zudem sollten zur Osterzeit reichlich ballaststoffreiche Lebensmittel auf den Tisch kommen, weil diese dazu beitragen, die Blutfettwerte zu senken. Dazu zählen Vollkornprodukte (Müsli, Vollkornbrot), rohes Gemüse und Obst. Knabbern Sie dem Osterhasen einfach mal die Möhre weg!

Tipp:
Beim Kauf von Eiern nicht nur auf das gestempelte Datum, sondern auch auf Dellen und Risse achten. Denn sind die Eier beschädigt, haben es Salmonellen und andere Bakterien leichter, "Unterschlupf" zu finden. Gekochte Eier halten sich im Kühlschrank etwa zwei Wochen lang. Wenn Sie die Eier über längere Zeit bei Zimmertemperatur aufbewahrt haben, raten Experten vom Verzehr ab.

Weitere Tipps zum Beispiel zum Eierfärben mit Naturfarben lesen Sie im Ratgeber aus Ihrer Apotheke (Ausgabe 4B/2003), der am 15. April erscheint.


MELDUNGEN:
Erste Nationale Aktionswoche gegen den Grünen Star (Glaukom) (1.210 Zeichen)

 

(dgk) Vom 19. bis 23. Mai 2003 ruft das Deutsche Grüne Kreuz e.V. (DGK) gemeinsam mit der Initiative Glaukom e.V. und dem Berufsverband der Augenärzte die gesamte Bevölkerung zur ersten Nationalen Aktionswoche gegen den Grünen Star auf.
Diese gefährliche Augenkrankheit wird von den Betroffenen oft viel zu spät bemerkt, weil das Sehvermögen schleichend und schmerzlos schwindet. Einmal entstanden sind Schäden am Sehnerven nicht mehr reparabel. Entscheidend ist daher, die Erkrankung so früh wie möglich zu erkennen. Im Aktionszeitraum werden Augenärzte, Apotheken und Gesundheitsämter über den Grünen Star informieren und zur Glaukom-Früherkennungsuntersuchung motivieren.


1. Nationale Aktionswoche GRÜNER STARHinweis für die Redaktionen:
Die Eröffnungs-Pressekonferenz zur Aktionswoche findet am Dienstag, 13. Mai 2003, von 11 bis 13 Uhr in Hamburg im Hotel Side, Drehbahn 49, statt.

Anmeldungen und nähere Informationen bei:


Deutsches Grünes Kreuz e. V.
Stichwort. Glaukom-Woche
Schuhmarkt 4
35037 Marburg

Ansprechpartner:

Dr. Ingolf Dürr: Telefon 0 64 21 / 2 93 - 174
Telefax 0 64 21 / 2 93 - 774
Email: ingolf duerr(à)dgk.de
oder
Roswitha Luchter: Telefon 0 64 21 / 2 93 - 150
Telefax 0 64 21 / 2 93 - 750
Email: roswitha.luchter(à)dgk.de


Hier gibt´s was für die Ohren
www.hoerquiz.de: Internetquiz zum Tag gegen Lärm (1.658 Zeichen)

 

(dgk) Wer schon immer mal wissen wollte, wie sein Gehör funktioniert, für den bietet sich jetzt eine einmalige Gelegenheit: Unter www.hoerquiz.de gibt es Infos rund ums Hören und dazu ein Hörquiz, bei dem man sein Wissen testen kann. Wer mitmacht, dem winken tolle Sachpreise oder einen Erlebnistag mit der Band Fool´s Garden ("Lemon Tree").

Am 30. April 2003 ist es soweit. Dann startet der "Tag gegen Lärm", anlässlich dessen die Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) insbesondere musikbegeisterte Jugendliche auf die schädigen-de Wirkung von lauter Musik aufmerksam machen will. Die Patenschaft der diesjährigen Aktion hat die angesagte Band Fool´s Garden ("Lemon Tree") übernommen. Und das nicht ohne Grund. Ein Bandmitglied kennt die Problematik aus eigener Erfahrung. "Laute Musik fand ich einfach toll. Wenn ich früher schon gewusst hätte, was da mit den Ohren passiert, wäre ich vorsichtiger gewesen. Deswegen setzen wir uns jetzt auch für die Aufklärungsarbeit ein", sagt Volker Hinkel, Bassist von Fool´s Garden. Ihm hat die laute Dauerbeschallung mit Musik einen so genannten Tinnitus (Dauerpfeifgeräusch im Ohr) beschert. Wer wissen will, wo für das Ohr der Spaß aufhört und die Schmerzgrenze anfängt, sollte einen Blick auf das Internetquiz der Fördergemeinschaft Gutes Hören werfen. Neben einer Vielzahl interessanter Informationen kann man hier zum "Hörexperten" werden und sich auf eine Reihe musikalischer Preise freuen, die unter den erfolgreichen Quiz-Teilnehmern verlost werden. Also - ab dem 30. April rein ins Web unter www.hoerquiz.de und ran an die Arbeit.


Heuschnupfen und Kontaktlinsen (1.715 Zeichen)
 

(dgk) Für acht bis zehn Millionen Gräser- und Pollenallergiker in Deutschland beginnt in diesen Wochen wieder eine Leidenszeit, für die Kontaktlinsenträger unter ihnen wird es oft noch schlimmer. Die Chance, bei Heuschnupfen Kontaktlinsen zu vertragen, liegt etwa bei 50 Prozent. Manche Linsenträger berichten sogar, dass sie beim Tragen der Kontaktlinsen weniger Augenbeschwerden beim Pollenflug haben. Der empfindliche Teil des Auges wird schließlich beim Tragen von Linsen abgedeckt. Allergiker sollten die Trageweise ihrer Kontaktlinsen und die Therapie allerdings auf jeden Fall mit dem Augenarzt besprechen. Denn: Bei Erkältungen oder Heuschnupfen wird die Bindehaut stark gereizt und kann sich sogar entzünden. Gerade bei Heuschnupfen kann das dadurch bedingte Reiben mit den Fingern im Auge zu Defekten an den Kontaktlinsen führen sowie die Bindehaut zusätzlich reizen.

Grundsätzlich gilt, dass harte Kontaktlinsen für Pollenallergiker besser geeignet sind als weiche. Harte Linsen können gut eine Viertelstunde nach der Anwendung antiallergischer Augentropfen wieder eingesetzt werden. Durch die größeren Poren weicher Kontaktlinsen lagern sich Moleküle der Augentropfen ein, weichen die Linsen auf, verfärben sie und lösen Substanzen heraus, die zu Reizungen am Auge führen können. Entlasten Sie das ohnehin schon durch den Heuschnupfen belastete Auge durch eine konsequente Desinfektion, das bedeutet die Linsen penibel reinigen und aufbewahren sowie während der akuten allergischen Phase ganz weglassen. Denken Sie bei der Verwendung von Augentropfen daran, dass sich nicht jedes Präparat mit Kontaktlinsen verträgt. Wenn Sie Augenbeschwerden haben, sollten Sie besser auf Kontaktlinsen verzichten.


AUS WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG
Neue Strahlentherapie: Den Tumor präzise treffen
Intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT) auch bei Brustkrebs Erfolg versprechend (2.736 Zeichen)

 

(dgk) "Es gibt jährlich 350.000 Krebs-Neuerkrankungen, davon sind 45 Prozent heilbar", sagt Prof. Dr. rer. nat. Wolfgang Schlegel, Leiter der Abteilung medizinische Physik am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg. Die Strahlentherapie ist eine häufig eingesetzte, erfolgreiche Therapie. Dabei sollen möglichst alle Tumorzellen zerstört werden. Das bedarf einer hohen Strahlendosis, die umliegendes gesundes Gewebe möglichst nicht schädigen soll.

Bei kompliziert geformten Tumoren, die in unmittelbarer Nähe von strahlenempfindlichem gesunden Gewebe oder neben empfindlichen Risikoorganen wie beispielsweise Rückenmark oder Sehnerv liegen, stößt die herkömmliche Strahlentherapie an ihre Grenzen. Praktisch unmöglich ist es, Tumoren mit konkav geformten Einbuchtungen zu bestrahlen, in denen ein Risikoorgan liegt. Hier wird der Tumor in der Regel unterdosiert bestrahlt, um Komplikationen an den Organen zu vermeiden. Damit sinkt jedoch die Heilungschance des Patienten.

Fortschritte bringt auf diesem Gebiet inzwischen die so genannte intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT), entwickelt am DKFZ unter der Leitung von Prof. Schlegel. Sie wird vor allem in solchen Körperregionen eingesetzt, wo ein Tumor in unmittelbarer Nachbarschaft zu besonders strahlenempfindlichen Organen liegt. Mit dem neuen Verfahren wird die Intensität innerhalb eines Strahlenfeldes so verändert, dass mit unterschiedlicher Dosis bestrahlt werden kann. Einzelfelder mit konstanter Intensität können so überlagert werden, dass sich die Strahlendosen erhöhen. Dies wird mit computergesteuerten Strahlenblenden erreicht.

In der USA konnte mit einer ersten, 700 Patienten umfassenden Studie bereits gezeigt werden, dass durch IMRT bei der Behandlung von Prostatakrebs schwerwiegende Nebenwirkungen gesenkt und das krankheitsfreie Überleben verlängert wurden. Im Deutschen Krebsforschungszentrum wird seit 1998 an einer Studie gearbeitet. Bisher wurden 400 Patienten mit Tumoren im Kopfbereich, rückenmarksnahen Tumoren sowie Prostata-, Bronchial- und seit Ende 2002 auch Brustkrebs mit viel versprechenden Ergebnissen behandelt.

Nähere Informationen gibt es bei


Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Prof. Dr. rer. nat. Wolfgang Schlegel
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg
Tel.: 0 62 21 / 42 25 51
Fax: 0 62 21 / 42 25 61
E-mail: w.schlegel(à)dkfz.de

Weitere Informationen zum Projekt unter:
www.dkfz.de

Gefördert werden dieses und andere Projekte von der Deutsche Krebshilfe e.V., Thomas-Mann-Straße 40, 53111 Bonn. Die Deutsche Krebshilfe finanzierte im Jahr 2002 im DKFZ 30 Forschungsprojekte mit einem Finanzvolumen von 1.584.840 Euro. Im Jahr 2003 stehen zur Finanzierung von 34 Projekten 2.685.700 Euro zur Verfügung.


NACHRICHTEN AUS DEM DEUTSCHEN DIABETES FORSCHUNGSINSTITUT (DDFI)
Zahl der unentdeckten Diabetiker weitaus höher als angenommen
Neueste Studienergebnisse zeigen erschütternde Zahlen - Was ist zu tun? (4.065 Zeichen)

 

(dgk/DDFI) "Erschütternd" häufig ist in Deutschland ein unentdeckter Diabetes: Ging man bisher davon aus, dass auf zwei diagnostizierte Diabetiker mit einem Fall einer unentdeckten Zuckerkrankheit zu rechnen ist, so zeigen neueste Daten, dass die Situation noch weitaus gravierender ist: Demnach leiden 8,2 Prozent der 55- bis 74- Jährigen an einem Diabetes mellitus, ohne dass dieser zuvor bekannt gewesen wäre. "Die Rate der nicht entdeckten Erkrankungen ist damit in dieser Altersgruppe ebenso hoch wie die Rate der bekannten Diabetiker", erklärte Dr. Wolfgang Rathmann vom Deutschen Diabetes-Forschungsinstitut in Düsseldorf (DDFI) bei der Präsentation der Resultate des so genannten KORA Survey 2000 (Cooperative Health Research in the Region of Augsburg), einer Kooperationsstudie des DDFI mit dem GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit in München-Neuherberg.

In der Erhebung wurde bei einer repräsentativen Stichprobe von 1.300 Einwohnern im Raum Augsburg im Alter zwischen 55 und 74 Jahren nach einem bisher unentdeckten Typ 2-Diabetes gefahndet. Das Ergebnis: 8,4 Prozent der Studienteilnehmer wussten, dass sie Diabetiker sind. Ebenso hoch aber war mit 8,2 Prozent die Zahl derjenigen, die ebenfalls eine diabetische Stoffwechsellage aufwiesen, dies jedoch nicht wussten. Männer waren dabei deutlich häufiger betroffen als Frauen und das, so Rathmann, vor allem in der Gruppe der 55- bis 60- Jährigen. Nach Angaben des Wissenschaftlers muss somit hierzulande in der genannten Altersgruppe mit einem Anteil von 17 Prozent an Diabetikern gerechnet werden. "Damit ist die Diabeteshäufigkeit in Deutschland eine der höchsten in Europa", so Rathmann.

Blutzucker: Bei 40 Prozent der 55- bis 74-Jährigen finden sich Auffälligkeiten


Besonders bedenklich ist nach seinen Worten, dass ein Bluthochdruck sowie Fettstoffwechselstörungen bei den Betroffenen ebenso häufig waren wie bei Patienten mit bekanntem Diabetes. Das zeigt nach Rathmann klar, dass bereits ein deutlich erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen besteht, auch wenn der Diabetes noch nicht über typische Beschwerden in Erscheinung getreten ist.
Erschreckend ist nach den Worten des Mediziners ein weiterer Befund: 7 Prozent der Studienteilnehmer hatten abnorme Nüchtern-Blutzuckerwerte und bei rund 16 Prozent zeigte sich eine Art Vorstadium des Typ 2-Diabetes. Sie reagierten im Zuckerbelastungstest (oraler Glukosetoleranz-test) mit Auffälligkeiten im Sinne einer gestörten Glukosetoleranz. Dabei ist bekannt, dass pro Jahr rund sechs Prozent der Personen mit einem solchen Befund einen Diabetes mellitus entwickeln werden. "Insgesamt wiesen somit nur etwa 60 Prozent der 55- bis 74-Jährigen einen normalen Zuckerstoffwechsel auf", mahnte der Düsseldorfer Epidemiologe.

Das Ergebnis dokumentiert nach Professor Dr. Werner Scherbaum, Direktor der Klinik des Deutschen Diabetes Forschungsinstitutes, dass die Anstrengungen zur Früherkennung des Diabetes in Deutschland unbedingt intensiviert werden müssen. Dieser Forderung schloss sich auch Professor Dr. Peter Bottermann, München, als Sprecher der Deutschen Diabetes Gesellschaft an. Scherbaum sprach sich jedoch nicht für ein Diabetes-Screening aller Bundesbürger aus. Dies sei weder sinnvoll noch finanzierbar. Effektiver sei ein Screening bei Risikogruppen, zum Beispiel bei Vorliegen von Übergewicht, Bluthochdruck, zu hohen Blutfettwerten und/oder einer familiären Diabetes-Belastung. Durch ein einfaches Messen der morgendlichen Blutzuckerwerte wäre nach Angaben der Wissenschaftler so die Mehrzahl der bis dato unentdeckten Diabetiker des KORA Survey zu entdecken gewesen.
(Pressekonferenz am Deutschen Diabetes-Forschungsinstitut Düsseldorf zur Kora-Studie, 20.02.2003)



Weitere Informationen finden Sie im Internet unter
www.diabetes-deutschland.de.

Für Rückfragen zu dieser Presseinformation wenden Sie sich bitte an:


Prof. Dr. med. Werner A. Scherbaum

Deutsches Diabetes-Forschungsinstitut an der

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Auf'm Hennekamp 65, 40225 Düsseldorf
Telefon: 02 11 / 33 82 - 2 00, Fax: 02 11 / 33 69 103


V.i.S.d.P.
 

Herausgeber:

DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e.V.

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