DGK e.V. -Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk), Jahrgang 44, Ausgabe 3 - 2003 - Themen: Hirnhautentzündungen, Nervenschmerzen, Allergie, Hören, Sonnentour, Tag gegen den Lärm, Wechseljahre, Kaffee, Diabetes, DDFI
Gesundheitsinformationen zu:
Deutsches Grünes Kreuz, Hirnhautentzündungen, Nervenschmerzen, Allergie, Hören, Sonnentour, Tag gegen den Lärm, Wechseljahre, Kaffee, Diabetes, DDFI,
skip_nav

Suche

 

Service-Content


Textanfang / Content

Sie sind hier: Home / Presse / Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk) / 2003 - Jahrgang 44 / dgk, Jg. 44, 3 - 2003
Deutsche Gesundheits-Korrespondenz
dgk, Jg. 44, 3 - 2003

Weniger Hirnhaut-Entzündungen bei Kindern
Daten aus Niedersachsen und Neuseeland (2.423 Zeichen)

 

(dgk) Hirnhaut- oder Hirnentzündungen sind besonders für Kinder und Jugendliche gefährlich. Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt berichtet aktuell, dass rund zwei Drittel aller in Niedersachsen gemeldeten Infektionen des zentralen Nervensystems Kinder unter 15 Jahren betreffen. Die Daten stammen aus einem besonderen Meldesystem. Im Zeitraum von Juli 1998 bis Dezember 2000 meldeten 22 Gesundheitsämter insgesamt 628 Fälle, davon 25 mit Todesfolge - meist nach Infektion mit Bakterien.

Häufigste bakterielle Erreger waren Meningokokken (23 Prozent), gefolgt von Pneumokokken (17 Prozent) und Borreliose-Erreger (16 Prozent). Sie verursachten mehr als die Hälfte (56 Prozent) aller gemeldeten bakteriellen Hirnhautentzündungen. Nur bei wenigen Fälle handelte es sich um Infektionen mit Haemophilus influenzae Typ b (Hib). Der Grund: Mehr als 85 Prozent der niedersächsischen Kinder sind gegen diese Bakterien geimpft, wodurch diese Erkrankung zurückgedrängt wurde. Die generelle Hib-Impfung für Säuglinge wurde in Deutschland im März 1990 eingeführt. Inzwischen werden jährlich nur etwa 20 Hib- Fälle bei Kindern unter zehn Jahren festgestellt.

Auch in Neuseeland ist die Hib-Impfung sehr erfolgreich. Heute müssen dort rund 90 Prozent weniger Kleinkinder wegen Hib-bedingter Hirnhautentzündung ins Krankenhaus als noch vor 10 bis 15 Jahren. Ursache für diese erfreuliche Tatsache ist ebenfalls die vor neun Jahren eingeführte Impfung gegen das Bakterium. Bedauerlich ist allerdings, dass unter den wenigen Kindern, die nun noch mit einer Hib-Hirnhautentzündung ins Krankenhaus müssen, der Anteil neuseeländischer Ureinwohner (Maori) höher ist als früher. Er stieg im selben Zeitraum von 23 auf 40 Prozent. Nun soll versucht werden, diese Bevölkerungsgruppe besser mit der Hib- Impfung zu versorgen.

Weil Schutzimpfungen zu den erfolgreichsten Vorsorgemaßnahmen in der Medizin gehören, findet vom 5. bis 11. Mai 2003 die Erste Nationale Impfwoche statt. Bei bundesweiten Veranstaltungen kann sich jeder Interessierte zu verschiedenen Impfungen informieren und seinen Impfpass checken lassen.

Als Service bietet das DGK vom 17. März bis 16. Mai eine kostenlose Impf-Hotline unter der Telefonnummer 08 00 / 0 11 21 18 an. Sie ist Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 10 bis 12 Uhr geschaltet, mittwochs von 14 bis 16 Uhr. Oder besuchen Sie uns im Internet unter
www.dgk.de oder www.nationale-impfwoche.de.


Neue Broschüre: Nervenschmerzen - Ursache und Behandlung (1.434 Zeichen)
 

(dgk) Nach Schätzungen medizinisch-wissenschaftlicher Fachgesellschaften haben in Deutschland etwa 7,5 Millionen Menschen chronische Schmerzen. Jeder vierte Betroffene leidet dabei unter Nervenschmerzen. Sie treten sehr oft als Folge einer anderen Erkrankung wie Gürtelrose oder einer Amputation auf. Da der Auslöser in der Regel nicht oder nur sehr schwer zu beseitigen ist, leiden die Betroffenen häufig Jahre lang unter den Schmerzen. Diese Menschen sind enormen seelischen und körperlichen Belastungen ausgesetzt. Die andauernden Qualen schränken die Lebensqualität so stark ein, dass ein normales Leben kaum möglich ist. Doch chronischer Schmerz sollte kein Schicksal sein. Durch eine geeignete Schmerztherapie können die Beschwerden meist genommen oder zumindest auf ein erträgliches Maß verringert werden.

  • In einer neuen Aufklärungsbroschüre informiert das Deutsche Grüne Kreuz e. V. ausführlich über die verschiedenen Ursachen von Nervenschmerzen und wesentliche Aspekte einer effektiven Schmerztherapie. Außerdem werden die wichtigsten Behandlungsmöglichkeiten chronischer Beschwerden vorgestellt und Ratschläge zur aktiven Unterstützung der ärztlichen Behandlung gegeben.

Nervenschmerzen - Ursache und Behandlung

Die Broschüre "Nervenschmerzen - Ursache und Behandlung" kann mit einem adressierten und mit € 1,44 frankierten DIN-A5-Rückumschlag kostenlos angefordert werden bei:

Deutsches Grünes Kreuz e. V.
Stichwort: Nervenschmerzen
Postfach 1207
35002 Marburg.


Allergien nehmen zu
Alternative zu Hauttest und Co (2.915 Zeichen)

 

(dgk) Allergien haben in den hoch entwickelten Industrieländern in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Man schätzt, dass heute 15 bis 20 Prozent der Erwachsenen an Allergien leiden. Bei Schulkindern rechnet man sogar mit einem Anteil von 20 bis 30 Prozent. Auslöser können Umweltfaktoren wie etwa Schadstoffbelastungen in Luft, Wasser, Nahrung, Kosmetik oder Kleidung sein.

Tatsache ist, dass eine Allergie jeden Menschen betreffen kann, wenn präventive Maßnahmen und Therapien nicht früh genug eingeleitet werden. Bei einem unbehandelten Heuschnupfen erfolgt in rund 40 Prozent der Fälle der so genannte ‚Etagenwechsel' von der Nase in die Bronchien und löst das allergische Asthma aus. Um so wichtiger ist es, Vorboten von Allergien und Atemwegserkrankungen frühzeitig zu erkennen.

Allergie-Tests bergen für den Patienten gewisse Risiken. Bei den üblichen Testverfahren wie beispielsweise den klassischem Hauttests wird der Patient bewusst bestimmten verdächtigen Allergenen ausgesetzt. Dadurch wird die Erkrankung im Idealfall in abgeschwächter Form kontrolliert imitiert. Es besteht allerdings die Gefahr, dass sich die Sensibilisierungslage des Patienten ändert, also zum Beispiel beim nächsten Allergenkontakt nicht nur Heuschnupfen, sondern zusätzlich noch Asthma auftritt. Außerdem besteht bei der Testung mit mehreren Allergenen die Gefahr einer Sensibilisierung für eines der zu diagnostischen Zwecken eingesetzten Allergene.

Bei solchen Verfahren wird die Hautreaktion und damit auch die Stärke der allergischen Reaktion nach dem Auftreten von Rötung, Juckreiz und Quaddeln beurteilt. Schon Erwachsene empfinden diesen Test als eher unangenehm, für Neurodermitiker mit bereits gereizter Haut ist er eine Qual, für Kleinkinder eine Tortur - und noch dazu unnötig. Denn für sie gibt es den Allergie-Labortest, eine schonende und zudem genauere Alternative zum Hauttest. Dieser kann auch bei akuten Infektionen oder Einnahme von Medikamenten durchgeführt werden.

Alles, was der Arzt hierfür benötigt, ist eine Blutprobe des Patienten. Im Labor wird das Blut dann auf Immunglobulin E untersucht. Das ist der Abwehrstoff, den das Immunsystem bildet, um die vermeintlich "feindlichen" Allergene wie zum Beispiel Tierhaare oder Blütenpollen zu bekämpfen. Das Ergebnis dieser Messung kann klären, auf welche speziellen Substanzen der Patient allergisch reagiert. Der Arzt kann so durch eine geeignete Therapie nicht nur das Ausmaß der Allergie lindern, sondern auch die wahrscheinliche "Allergiekarriere" vorhersehen und beispielsweise der Entwicklung von allergischem Asthma besser vorbeugen.

Ausführlichere Informationen zu dem speziellen Thema "Allergien bei Kindern" enthält eine Broschüre des Deutschen Grünen Kreuzes. Sie kann gegen einen mit € 1,44 frankierten und adressierten DIN-A5-Rückumschlag angefordert werden bei:
Deutsches Grünes Kreuz e. V.
Stichwort: "Allergie"
Postfach 1207

35002 Marburg.


Nicht nur Beethoven hatte Hörprobleme (2.332 Zeichen)
 

(dgk) Dass Ludwig van Beethoven (1770 - 1827) schwerhörig war und gegen Lebensende taub, ist weithin bekannt. Er litt sehr darunter und schaffte es dennoch, erfolgreich und genial weiter zu komponieren. Doch er war keineswegs der einzige prominente Künstler mit Hörproblemen, wie Rainer Hüls in seinem Buch "Die Geschichte der Hörakustik" darlegt. Auch der tschechische Komponist Friedrich Smetana (1824 - 1883) ertaubte im hohen Alter und litt an Tinnitus (Ohrgeräuschen). Robert Schumann (1810 - 1856) trieben seine Ohrgeräusche, ausgelöst durch Syphilis, sogar in den Freitod. Der französische Komponist Gabriel Fauré (1845 -1924) verlebte seine letzten Jahre aufgrund einer Hirnhautentzündung ohne Gehör und Augenlicht. Auch der Dirigent Wil-helm Furtwängler (1886 - 1954), der Pianist Arthur Rubinstein (1887 - 1982) und der Violin-Solist Yehudi Menuhin (1916 - 1999) hatten Hörprobleme.

Natürlich ist ein schlechter werdendes Gehör nicht nur für Musiker ein Problem. Auch berühmte Zeitgenossen Beethovens aus anderen Sparten hörten schlecht: der Autor von Gullivers Reisen, Jonathan Swift (1667 - 1745), der britische Premierminister und Waterloo-Sieger Arthur Wellesley Wellington (1769 - 1852) und Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778). Der Philosoph und Komponist Rousseau erlitt mit 52 Jahren einen Hörsturz, ertaubte fast vollständig und litt zugleich unter Ohrensausen. Auch der spanische Hofmaler Francisco Goya (1746 - 1828) litt unter Taubheit und Tinnitus. Ausgelöst wurde dies wahrscheinlich durch eine akute Bleivergiftung. Vermutlich hatte er zu viel Bleicarbonat zum Aufhellen der Farben benutzt. Wie wohl auch schon Michelangelo (1475 -1564), der ebenso unter Ohrgeräuschen litt.

Von modernen Hörsystemen konnte man zu Michelangelos und auch zu Beethovens Zeiten nur träumen. Beethoven ließ nichts unversucht, um sein Gehör zu retten. Er behandelte seine Ohren mit Mandelöl oder Meerrettich, versuchte es mit Diäten und Trinkkuren und auch mit magnetischen Feldern und Elektro-Vibrationen. Natürlich benutzte er auch Hörrohre, die sein Gehör unterstützen sollten. Aber nichts half wirklich - was ihn schier verzweifeln ließ. Heutzutage leiden hierzulande rund 14 Millionen Menschen unter mehr oder weniger starken Hörproblemen. In den meisten Fällen können Hörgeräte helfen. Ein Segen, nicht nur für Musiker.

Quelle: Rainer Hüls, Die Geschichte der Hörakustik: 2000 Jahre Hören und Hörhilfen, Median-Verlag, Heidelberg 1999


Frühlingsfrisch statt -müde
Tipps zur Bekämpfung der Frühjahrsmüdigkeit auch am Arbeitsplatz (3.438 Zeichen)
 

(dgk) Die Tage werden länger, die Kälte geht und vielen ist zum Gähnen zumute: Die Frühjahrsmüdigkeit ist ausgebrochen. Nach den Wintermonaten macht der Körper sozusagen erstmal Frühjahrsputz von innen - und das strengt an.

In den dunklen Wintertagen hat der Körper seine Reserven verbraucht und hat Schwierigkeiten mit der Umstellung von der dunklen in die helle Jahreszeit. Den Zellen und dem Blut fehlen Vitamin C, Vitamin D, Magnesium und Zink. Das längere Tageslicht gibt dem Gehirn und der Schilddrüse das Signal, mehr Hormone zu bilden. Der Körper nimmt mehr Sauerstoff auf, das "Ausmisten" beginnt: Die Zellen teilen sich schneller, alte Zellen werden durch neue ausgetauscht. Kinder wachsen jetzt oft besonders schnell. All das strengt den Körper ganz schön an und oft fühlt man sich wochenlang schlapp und müde. Weitere typische Symptome sind: Kreislaufbeschwerden, Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Gereiztheit, Erkältungen oder Schlaflosigkeit.

Einseitige Ernährung, mangelnde Bewegung und häufige Erkältungen in den Wintermonaten sowie die hormonelle Umstellung zum Frühlingsbeginn - ein Wechselspiel all dieser Faktoren ist nach Ansicht vieler Mediziner für die Frühjahrsmüdigkeit verantwortlich. Tatsächlich hat eine Studie der Washingtoner Georgetown University nachgewiesen, dass Frühjahrsmuffel unter einem niedrigen Serotonin- und Dopaminspiegel (Botenstoffe für Stimmungsregulierung) leiden.
Der "Gute-Laune-Botenstoff" Serotonin, dessen Speicher nach einem langen dunklen Winter relativ leer ist, wird im Gehirn aus der Aminosäure Tryptophan hergestellt. Erforderlich dafür ist das Tageslicht, das den Hypothalamus, eine Hormondrüse im Hirn, aktiviert. Mit der Steigerung des Serotonins drosselt der Körper gleichzeitig die Produktion von Melatonin, das für Ruhe und Schlaf zuständig ist. Weil dies alles nicht geregelt abläuft, gerät das System völlig durcheinander. Die Folge davon ist ein Kampf der Hormone. Mal überwiegt das Serotonin, mal das Melatonin - deshalb fordert der Körper zu den unpassendsten Zeiten eine Verschnaufpause.

Am besten begegnen Sie der Frühjahrsmüdigkeit mit einer kleinen Essensumstellung: Viel Getreide und Getreideprodukte aus vollem Korn (Vollkornbrot, ungeschälter Reis), Kartoffeln, Hülsenfrüchte sowie vor allem viel Obst und Gemüse sollten in den Frühlingsmonaten zum täglichen Speiseplan gehören. Wechselduschen und ein langer Spaziergang an der frischen Luft in der ersten Frühlingssonne bringen den Stoffwechsel zusätzlich wieder auf Trab.

Auch am Arbeitsplatz sollte man aktiv werden: Wichtig sind auch hier richtige Ernährung und viel Bewegung. Da der Körper durch die dauernde Heizungsluft in den ersten Monaten des Jahres schneller austrocknet, sollte beispielsweise regelmäßig ein Glas Wasser getrunken werden. Deponieren Sie dazu eine Wasserflasche am Schreibtisch. Nehmen Sie statt des Aufzuges die Treppe, unternehmen Sie kleinere Gänge zum Kopierer selbst statt sie zu delegieren. Ungesund ist es auch, den Körper etwa vor dem Computer über Stunden hinweg in derselben Position zu halten. Dabei spannen sich unmerklich die Muskeln an und bleiben anschließend in diesem Zustand. Daher sollte immer wieder die Sitzposition geändert werden.
Hilfreich ist auch, die graue Winterkluft im Schrank zu lassen. Helle, frische Farben reizen die Sinne, der Körper produziert den Botenstoff Serotonin und der verbreitet einfach nur gute Stimmung.


DER AKTUELLE GESUNDHEITSTIPP
So tropfen Sie richtig: Tipps für Augen, Nasen und Ohren (1.353 Zeichen)
 

(dgk) Damit die Medizin ihre Wirkung optimal entfalten kann, kommt es auf die richtige Einnahme an. Insbesondere bei Augen-, Nasen- und Ohrentropfen ist Technik gefragt, weiß der "Ratgeber aus Ihrer Apotheke" (Ausgabe 4 A/2003, vom 1. April).
Danach sollten Augentropfen am besten vor einem Spiegel mit leicht nach hinten geneigtem Kopf eingeträufelt werden. Dann zieht man den unteren Lidrand nach unten und lässt einen Tropfen in die Ausbuchtung des Lides fallen. Um weiteren Infektionen vorzubeugen, sollte das Fläschchen das Auge dabei nicht berühren.
Nasentropfen sollten möglichst auf der Nasenschleimhaut bleiben und nicht den Rachen hinunterlaufen. Dies wird erleichtert, indem der Kopf beim Einträufeln leicht nach hinten gebeugt und gleichzeitig durch die Nase eingeatmet wird. Danach den Kopf für ein bis zwei Minuten nach vorne beugen. Bei Nasenspray sollte der Kopf gerade und das Sprühfläschchen senkrecht gehalten werden.
Ohrentropfen sollten immer körperwarm angewendet werden. Zu kalte Tropfen können zu Schwindel und Schmerzen führen. Am besten ist es, beim Einträufeln die Ohrmuschel leicht nach oben zu ziehen, da dann der Gehörgang etwas gerader verläuft.

Lesen Sie mehr über die richtige Einnahme von Tabletten, Kapseln, Dragees oder Zäpfchen im "Ratgeber aus Ihrer Apotheke" (Ausgabe 4 A/2003), der am 1. April 2003 erscheint.


MELDUNGEN
Ein 'Zug fürs Impfen' fährt durchs Land
Erste Nationale Impfwoche vom 5. bis 11. Mai (1.557 Zeichen)

 

(dgk) Ein Sonderzug begleitet die Erste Nationale Impfwoche in Deutschland, die das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) vom 5. bis 11. Mai veranstaltet. Die in Marburg ansässige gemeinnützige Vereinigung motiviert seit mehr als 50 Jahren die Menschen dazu, sich aktiv für die eigene Gesundheit einzusetzen. Ziel der Impfwoche ist, die Bevölkerung davon zu überzeugen: Impfungen schützen vor gefährlichen Infektionskrankheiten. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt hat die Schirmherrschaft über die Impfwoche übernommen. Mitgetragen wird die Aufklärungskampagne von rund 100 Institutionen.

Der "Zug fürs Impfen" macht Station in Berlin, Leipzig, München, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln und Potsdam - mit informativen und unterhaltsamen Aktionen für Groß und Klein. Die Impfwoche beschränkt sich aber nicht auf diese Städte. Die Veranstaltungen und Aktionen zum Thema Impfen finden bundesweit statt, dafür sorgen ehrenamtliche Aktionspartner. "Mehrere Tausend haben sich schon zur Mitarbeit bereit erklärt", sagt Dr. Sigrid Ley vom DGK. "Wir freuen uns aber über jeden weiteren Interessenten."

  • Als Service bietet das DGK vom 17. März bis 16. Mai eine kostenlose Impf- Hotline unter der Telefonnummer 08 00 / 0 11 21 18 an. Sie ist Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 10 bis 12 Uhr geschaltet, mittwochs von 14 bis 16 Uhr.


Weitere Informationen:
Deutsches Grünes Kreuz e. V., Schuhmarkt 4, 35037 Marburg
Telefon: 0 64 21 / 2 93 - 0, Fax: 0 64 21 / 2 93 - 7 86,
Email: impfen(à)kilian.de,
Internet: www.dgk.de oder
www.nationale-impfwoche.de .


Erste Nationale Aktionswoche gegen den Grünen Star (Glaukom) (1.204 Zeichen)
 

(dgk) Vom 19. bis 23. Mai 2003 ruft das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) gemeinsam mit der Initiative Glaukom e.V. und dem Berufsverband der Augenärzte die gesamte Bevölkerung zur ersten Nationalen Aktionswoche gegen den Grünen Star auf.

Diese gefährliche Augenkrankheit wird von den Betroffenen oft viel zu spät bemerkt, weil das Sehvermögen schleichend und schmerzlos schwindet. Einmal entstanden sind Schäden am Sehnerven nicht mehr reparabel. Entscheidend ist daher, die Erkrankung so früh wie möglich zu erkennen.
Im Aktionszeitraum werden Augenärzte, Apotheken und Gesundheitsämter über den Grünen Star informieren und zur Glaukom-Früherkennungsuntersuchung motivieren.

Hinweis für die Redaktionen:

Die Eröffnungs-Pressekonferenz zur Aktionswoche findet am Dienstag, 13. Mai 2003, von 11 bis 13 Uhr in Hamburg im Hotel Side, Drehbahn 49, statt.

Anmeldungen und nähere Informationen bei:

Deutsches Grünes Kreuz e. V.
Stichwort: Glaukom-Woche
Schuhmarkt 4
35037 Marburg

Ansprechpartner
:
Dr. Ingolf Dürr, Telefon 0 64 21 / 2 93 - 174, Telefax 0 64 21 / 2 93 - 774, Email: ingolf.duerr(à)kilian.de
oder
Roswitha Luchter, Telefon 0 64 21 / 2 93 - 150, Telefax 0 64 21 / 2 93 - 750, Email: roswitha.luchter(à)dgk.de


UV-Mobil ab Mai wieder unterwegs
Sonnentour 2003 (1.852 Zeichen)
 

(dgk) Drei Aktionspartner, das Deutsche Grüne Kreuz, Vichy Laboratoires und der Berufsverband Deutscher Dermatologen machen sich stark für Sonnenschutz und Hautkrebsprävention: Zum vierten Mal wird das "UV-Mobil" auf die Reise quer durch Deutschland geschickt. In dem Bus stehen Berater und Ärzte für alle Fragen rund um das Thema Sonne und Haut zur Verfügung. Besucher können beispielsweise ihren Haut- und Fototyp ermitteln lassen. Eine UV-Kamera spürt sonnenbelastete Zonen im Gesicht auf und ein Hautarzt begutachtet auffällige Hautpartien.

Wann das UV-Mobil 2003 in Ihrer Nähe ist, entnehmen Sie bitte den folgenden Tourdaten:

13.05.2003 Landau, Rathausplatz
14.05.2003 Freiburg, Augustinerplatz
15.05.2003 Saarbrücken, Bahnhofstr. / Reichsstr.
16.05.2003 Mannheim, Marktplatz
20.05.2003 Frankfurt, Zeil / Höhe Hauptwache
21.05.2003 Bonn, Poststr. / Höhe Maximilianpassage
22.05.2003 Düsseldorf, Schadowstr. / Tuchtinsel
23.05.2003 Köln, Schildergasse / Brunnen
26.05.2003 Duisburg, Kuhstraße
27.05.2003 Essen, Limbeckerstr.
28.05.2003 Dortmund, Reinoldikirchplatz
03.06.2003 Münster, Klemensstr. / Vorplatz Stadthaus
04.06.2003 Bremen, Hanseaten-Hof
05.06.2003 Hamburg, Gerhart-Hauptmann-Platz
06.06.2003 Kiel, Holstenplatz
11.06.2003 Hannover, Steintor Platz
12.06.2003 Magdeburg, Bahnhofsvorplatz
13.06.2003 Berlin, Kurfürstendamm / Ecke Rankestr.
16.06.2003 Berlin, Potsdamerplatz / Arkaden
17.06.2003 Dresden, Altmarkt
18.06.2003 Leipzig, Kleiner-Willy-Brandt-Platz
19.06.2003 Erfurt, Neuwerkstraße
24.06.2003 Würzburg, Platz am Vierröhren Brunnen
25.06.2003 Regensburg, Neupfarrplatz / vor Kaufhof
26.06.2003 München, Sendlinger-Tor-Platz

Weitere Auskünfte erhalten Sie unter folgender Adresse:

Deutsches Grünes Kreuz
Heike Stahlhut
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Telefon 0 64 21 / 293 - 155
Email: heike.stahlhut(à)kilian.de


AUS WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG
Biologische Uhr tickt auch für Männer ab 35 (1.331 Zeichen)
 

(dgk) Amerikanische Forscher haben neue Belege dafür gefunden, dass die biologische Uhr nicht nur für Frauen tickt.

Nicht nur Frauen stehen unter Druck, wenn es um Nachwuchs geht. Auch bei der Fruchtbarkeit von Männern spielt das Alter eine Rolle. Bei ihnen treten mit dem Alter zunehmend Schäden an den Fortpflanzungszellen auf, berichtet das Forscherteam um Narendra Singh von der University of Washington in Seattle. Beunruhigenderweise sinkt gleichzeitig die Fähigkeit des Körpers, defekte Spermien zu zerstören. Der Countdown beginnt bereits mit 35 Jahren.
"Bei älteren Männern sammeln sich daher immer mehr Defekte in den Spermien an, und diese geschädigten Spermien werden nicht eliminiert", erläutert Singh. "Das bedeutet, dass ein Teil der Schäden auf das Baby übergehen kann."

Singh und ihre Kollegen untersuchten das Sperma von 60 Männer im Alter von 22 bis 60 Jahren. Es zeigte sich, dass die Spermienbeweglichkeit bei Männern über 35 deutlich reduziert war, gleichzeitig nahm die Häufigkeit von DNA-Schäden zu. Bei älteren Männern war jedoch in deutlich weniger der geschädigten Spermien das zelluläre Selbstmordprogramm aktiviert.
"Wenn es um die Nachwuchsplanung geht, konzentriert man sich meist auf das Alter der Mutter", so Singh. "Ich denke, unsere Studie zeigt, dass das Alter des Vaters ebenfalls relevant ist."


Depressive Frauen kommen früher in die Wechseljahre (645 Zeichen)
 

(dgk) Einen Zusammenhang zwischen Depressionen und vorzeitigem Eintritt in die Wechseljahre glauben Wissenschaftler der Harvard Medical School in Boston statistisch belegen zu können. 332 depressive und 644 gesunde Frauen wurden drei Jahre lang alle sechs Monate untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass die seelisch erkrankten Studienteilnehmerinnen im Schnitt 20 Prozent früher in die Menopause eintraten als ihre unbelasteten Geschlechtsgenossinnen. Bei Frauen, die so stark unter Depressionen litten, dass sie Medikamente einnahmen, war die Rate sogar drei Mal so hoch im Vergleich zu denjenigen, die gesund waren.


NACHRICHTEN AUS DEM DEUTSCHEN DIABETES-FORSCHUNGSINSTITUT (DDFI)
Beeinflusst Kaffee im Alter das Gedächtnis?
Kaffeekonsum und kognitive Funktionen bei älteren Menschen (2.989 Zeichen)
 

(dgk/DDFI) Kalifornische Wissenschafter veröffentlichten im November 2002 im American Journal of Epidemiology eine große Studie, die den Effekt eines Langzeitkonsums von Kaffee auf die Gedächtnisleistung im Alter untersuchte.

Kaffee mit dem enthaltenen Koffein ist das meist verwendete Suchtmittel der Welt, so auch in den USA und in Deutschland. Es gibt Hinweise, dass das schwarze Gebräu das Gedächtnis - im direkten Zusammenhang mit der Aufnahme - beeinflusst. Die Gedächtnisfunktion ist normalerweise altersabhängig: Im Alter zwischen 30 und 60 Jahren bleibt sie relativ konstant, nimmt zwischen 60 und 80 Jahren deutlich ab und bleibt dann wieder etwa auf konstantem Niveau.

Die Wissenschaftler der La Jolla Universität von Kalifornien, San Diego, unter der Leitung von Donna Kritz-Silverstein wollten der Frage nachgehen, ob ein langer regelmäßiger Kaffeekonsum auch im höheren Lebensalter noch Auswirkungen hinsichtlich der Gedächtnisleistung und anderer kognitiver Funktionen hat.

In der Studie wurden bei mehr als 1.700 Männern und Frauen im Alter zwischen 30 und 75 Jahren in den 70er-Jahren die Kaffeegewohnheiten erhoben. In den 90er- Jahren unterzogen sich die Teilnehmer dann insgesamt zwölf verschiedenen Tests zur Ermittlung ihrer Gedächtnisleistung (u.a. Buschke-Fuld-Test, Selective Reminding Test, Heaton Visual Reproduction Test). Auch Tee und koffeinhaltige Getränke, wie Cola, wurden neben Kaffee in die Auswertung einbezogen. Im Durchschnitt lag der Kaffeekonsum der Männer bei 3,4 und der Frauen bei 2,7 Tassen Kaffee pro Tag. Dabei muss man sagen, dass der amerikanische Kaffee vermutlich einen geringeren Koffeingehalt als der Deutsche hat.

Es stellte sich heraus, dass Männer im gesamten Leben mehr und über einen längeren Zeitraum Kaffee trinken als Frauen, unter anderem, weil sie früher damit anfangen. Allerdings zeigte sich, dass nur die Frauen im Alter über 80 Jahren in mindestens vier der zwölf durchgeführten Tests zur Gedächtnisleistung deutlich besser abschnitten, als die Frauen, die in ihrem Leben nicht regelmäßig Kaffee getrunken haben. Für die Kaffee trinkenden Männer zeigten sich keine Vorteile hinsichtlich der Gedächtnisleistung gegenüber den Nicht-Kaffeetrinkern. Auch der aktuelle Kaffeekonsum war nur bei den Frauen mit einer verbesserten Gedächtnisleistung verbunden.

Trotz der vorliegenden Daten rät das Deutsche Diabetes-Forschungsinstitut an der Universität Düsseldorf nicht zu einem generellen Kaffeekonsum, da Kaffee durchaus eine belastende Wirkung auf das Herz haben kann. Gefährdete Personen tragen so ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter
www.diabetes-deutschland.de.

Für Rückfragen zu dieser Presseinformation wenden Sie sich bitte an:


Dr. med. Thomas Skurk

Deutsches Diabetes-Forschungsinstitut an der
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Auf'm Hennekamp 65, 40225 Düsseldorf
Telefon: 02 11 / 33 82 - 2 10, Fax: 02 11 / 33 82 603


V.i.S.d.P.
 

Herausgeber:

DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e.V.

Redaktion:

Michaela Berg (verantw.)
Dipl. Biol. Heike Thiesemann-Reith
Dr. rer. physiol. Ute Arndt
Dr. oec. troph. Karin Uphoff
Dr. med. Sigrid Ley

Abdruck honorarfrei
Beleg erbeten an:

Deutsches Grünes Kreuz
im Kilian
Redaktion dgk
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Telefon: 0 64 21 / 2 93-140
Telefax: 0 64 21 / 2 29 10

 

Fusszeile / Impressum