DGK e.V. -Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk), Jahrgang 44, Ausgabe 10 - 2003 - Themen: Alzheimer, Meningokokken, Naturheilverfahren, Sekundenschlaf, Heuschnupfen, Allergiker, Immuntherapie, Glaukom, Diabetes mellitus
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Deutsches Grünes Kreuz, Alzheimer, Meningokokken, Naturheilverfahren, Sekundenschlaf, Heuschnupfen, Allergiker, Immuntherapie, Glaukom, Diabetes mellitus
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Deutsche Gesundheits-Korrespondenz
dgk, Jg. 44, 10 - 2003

Kann man Alzheimer vorbeugen?
Früherkennung erster Warnzeichen ist wesentlich. Körperliche und geistige Aktivität bis ins hohe Alter wirken sich positiv aus
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(dgk) Man hat ein reifes Alter erreicht. Eigentlich möchte man nun seinen Lebensabend genießen, die Früchte der vielen arbeitsreichen Jahre ernten. Doch dann trifft einen die Nachricht wie ein Schlag: Alzheimer.

Bei diesem Namen überfällt die meisten Menschen zurecht große Angst. Die Aussicht, im Alter Gedächtnis und Denkvermögen einzubüßen, feindselig aggressive Verhaltensweisen zu entwickeln, in stetiger Unruhe zu sein und Gedanken zu haben, die fern jeder Realität sind, ist alles andere als erstrebenswert. Die Betroffenen können letztlich ihren Alltag nicht mehr allein bewältigen, verlieren die gesamte Kontrolle über Körper und Geist und sind ständig auf Pflege angewiesen.

Immer mehr Menschen wollen daher wissen, ob und - wenn ja - wie sie Alzheimer vorbeugen können. Experten äußern sich dazu eher vorsichtig. Sie verweisen vielmehr darauf, wie wichtig es sei, die Krankheit frühzeitig zu entdecken. Denn mit neu entwickelten Medikamenten wie zum Beispiel dem Schneeglöckchen-Wirkstoff Galantamin oder dem Verhaltensnormalisierer Risperidon gelinge es immer besser, die Leistungsfähigkeit des Gehirns länger zu stabilisieren beziehungsweise Feindseligkeit, Misstrauen, Aggressionen, Unruhe und Störungen des Schlaf-Wach- Rhythmus zu bessern.

Dennoch gibt es einige Ratschläge, mit denen man sein Alzheimer-Risiko möglicherweise senken kann. So zeigen neue Forschungsergebnisse, dass Menschen, die aktiv am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilnehmen, Sport treiben und ein reges soziales Leben führen, seltener an Alzheimer erkranken.

Die Tipps lassen sich in drei Bereiche gliedern:


1.
Geist und Körper fit halten: Intensive Gespräche, Zeitung lesen, das Lösen von Kreuzworträtseln halten geistig beweglich. Das Auswendiglernen zum Beispiel von Telefonnummern trainiert das Gedächtnis. Regelmäßige Bewegung durch flotte Spaziergänge oder angemessene sportliche Betätigung hält den Körper in Form. Insbesondere das Tanzen ist hier sehr zu empfehlen.

2.
Gesunde Ernährung: Die Vitamine A, C und E, enthalten in Obst sowie grünem und rotem Gemüse, wirken als Radikalfänger und Antioxidantien und schützen die Körperzellen vor aggressiven Substanzen. Fisch sollte jede Woche auf dem Speiseplan stehen.

3.
Risikofaktoren meiden: Hoher Blutdruck, hohe Cholesterinwerte, Übergewicht und ein hoher Plasma-Homocystein-Spiegel werden nach neuesten Erkenntnissen als Risikofaktoren vermutet. Diese Werte sollte der Hausarzt regelmäßig kontrollieren und gegebenenfalls behandeln.

Nach Einschätzung von Experten wird die Behandlung der Alzheimer-Krankheit in den nächsten zehn Jahren weitere Fortschritte machen. Weltweit wird an der Aufklärung der krankhaften Prozesse gearbeitet, um weitere neue Medikamente zu entwickeln. Vielleicht wird die Alzheimer-Krankheit also in absehbarer Zeit ihren Schrecken verlieren.

(Quelle: Alzheimer Forschung Initiative e.V.)

  • Die Initiative Altern in Würde informiert auch im Internet unter www.altern-in-wuerde.de
  • Informationsbroschüren zum Thema Demenz mit Tipps für Angehörige zum richtigen Umgang mit Verhaltensstörungen können gegen Einsendung eines mit € 1,44 frankierten DIN-A5-Rückumschlags bestellt werden bei Deutsches Grünes Kreuz e. V., Stichwort Demenz, Postfach 1207, 35002 Marburg.



Meningokokken Typ C auf dem Vormarsch
Das Nationale Referenzzentrum für Meningokokken an der Universität Würzburg legt seinen Jahresbericht 2002 vor
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(dgk) Antibiotika sind eine großartige Erfindung. Solange sie wirken. Das ist aber nicht immer der Fall, zum Beispiel wenn sie zu spät eingesetzt werden oder die Keime resistent geworden sind. Oder weil die Bakterien sehr aggressiv sind, sich schnell vermehren, ihre Giftstoffe den ganzen Körper überschwemmen und somit jede Hilfe zu spät kommt. Zu diesen Keimen zählen auch die Meningokokken - Bakterien, die für Krankheitsbilder wie Hirnhautentzündung und Blutvergiftung verantwortlich sind.

700 bis 800 Menschen erkranken jährlich in Deutschland an einer Meningokokken- Infektion. Etwa jeder zehnte Patient stirbt. Zwei Erregertypen sind für die meisten Erkrankungen verantwortlich: am häufigsten der Meningokokkentyp B, an zweiter Stelle Typ C. Dieser scheint sich nun weiter auszubreiten. Waren im Jahr 2001 22 Prozent der Krankheitsfälle durch

Typ C verursacht, ist der Anteil bereits ein Jahr später auf knapp 32 Prozent angestiegen. "Für die folgenden Jahre wird dem Anteil der Serogruppe-C-Stämme höchste Aufmerksamkeit zu widmen sein", so heißt es in dem Jahresbericht 2002 des Nationalen Referenzzentrums für Meningokokken an der Universität Würzburg. Während in Bayern und Baden-Württemberg der Anteil unter die 30-Prozent-Marke gefallen sei, werde in Zukunft die Entwicklung in Nordrhein-Westfalen, Rheinland- Pfalz, Schleswig-Holstein, Hessen, Berlin und Brandenburg zu verfolgen sein.

Während es noch keinen Impfstoff gegen Meningokokken des Typs B gibt, kann gegen Meningokokken-C geimpft werden. In erster Linie sind Kleinkinder und Jugendliche die "Zielgruppe", weil sie am häufigsten erkranken. Bislang ist in Deutschland nur die Impfung von Immungeschwächten vorgesehen. Zudem können Gesundheitsbehörden eine Impfung anbieten, wenn gehäuft Fälle auftreten, so die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission. Dies wird allerdings noch relativ selten in die Tat umgesetzt.

Einen Schritt weiter geht die Empfehlung der Sächsischen Impfkommission. In Sachsen wird erstmalig in Deutschland die Meningokokken-C-Impfung mit konjugiertem Impfstoff für alle Kinder ab dem dritten Lebensmonat bis zum 18. Lebensjahr empfohlen. Momentan muss die Impfung jedoch noch aus eigener Tasche bezahlt werden. Ob die Krankenkassen in Zukunft die Kosten doch übernehmen werden, steht bislang noch nicht fest.

  • Service:


In der Zeit vom 13. bis 31. Oktober können Ratsuchende täglich (von Montag bis Freitag) zwischen 10 und 12 Uhr Experten zum Thema Meningokokken befragen. Sie erreichen die Beratungs-Hotline der Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK) beim Deutschen Grünen Kreuz e. V. unter der
Telefon-Nr. 0 64 21 / 2 93 - 2 86

  • Informationen im Internet finden Sie unter:

¨ Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK) beim Deutschen Grünen Kreuz e. V. www.agmk.de
¨ Nationales Referenzzentrum Meningokokken www.meningococcus.de



Neuer Ratgeber: Super-Antioxidans im Traubenkern fängt Freie Radikale
Neuerscheinung des VERLAGs im KILIAN
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Power aus demTraubenkern

(dgk) Kaltgepresstes Traubenkernöl war Jahrhunderte lang das edelste der Speiseöle - und das wichtigste Heilöl der Apotheker. Sein Niedergang begann in den 1950er-Jahren mit der Erfindung der chemischen Extraktion. Dadurch büßte das Edelöl nicht nur seine grüngoldene Farbe ein, sondern auch seine bioaktiven Wertstoffe. Mehr als vier Jahrzehnte lang wurde in Europa kein Kaltgepresstes Traubenkernöl mehr erzeugt - bis Winfrid Heinen im Moseldorf Trittenheim die uralte Tradition des Kaltpressens von Weintraubenkernen mit völlig neuer Technik wieder aufgenommen hat. Seitdem schwören nicht nur zahlreiche Spitzenköche auf Kaltgepresstes Traubenkernöl, auch für die anspruchsvolle Kosmetik ist es in jüngster Zeit wiederentdeckt worden.

Im winzigen Kern der Weintraube schlummert ein unvergleichlich hohes Potenzial an Antioxidantien. Diese Substanzen fangen Freie Radikale - aggressive Sauerstoffmoleküle, die unter anderem entstehen durch Auto- und Industrieabgase, UV-Licht, Chemie-Einsatz in der Landwirtschaft und bei der Lebensmittelproduktion sowie beim Zigarettenrauchen. Freie Radikale greifen die Körperzellen an und können diese zerstören - mit weitreichenden Folgen für die Gesundheit. Antioxidantien wie die Vitamine E und C wirken dieser Zerstörung entgegen.

In seiner zellschützenden Wirkung 50 Mal stärker als Vitamin E und fast 20 Mal stärker als Vitamin C ist jedoch Procyanidin. Dieses Super-Antioxidans kommt in nennenswerter Menge nur im Traubenkern vor - neben Catechin, Epicatechin, Lecithin, Vitamin E und vielen anderen bioaktiven Wertstoffen. Wissenschaftler wie Professor Holger Kiesewetter von der Berliner Charité oder Professor Dieter Treutter von der Universität Weihenstephan bestätigen, dass der regelmäßige Genuss von naturbelassenen Traubenkernprodukten einen wichtigen Beitrag zur Verhinderung von Zellveränderungen leisten kann. Zu diesen Produkten zählt auch das Traubenkernmehl. Eine Beimischung von fünf Prozent im Brotteig reicht aus, um den Anteil der lebenswichtigen Antioxidantien um das 5.000-fache gegenüber herkömmlichem Standardbrot zu steigern.

Wer beim Verzehr von Weintrauben die Kerne ausspuckt, weil diese zerkaut bitter schmecken, wird erstaunt sein, wie köstlich Kaltgepresstes Traubenkernöl schmeckt: nussig, mit einem Akzent von reifer Banane und frischer Landbutter. Zudem taugt dieses Edelöl nicht nur für die kalte Küche. Es ist als einziges kaltgepresstes Speiseöl hoch erhitzbar und damit ideal zum Braten geeignet. Und seine bioaktiven Wertstoffe bleiben selbst bei Temperaturen über 190 Grad in hohem Maße erhalten.

Gerade ist der erste Ratgeber zum Thema "Traubenkern" herausgekommen. Der Autor Winfrid Heinen erklärt, wie dessen "Power" auf natürliche Weise genutzt werden kann: in der ebenso schmackhaften wie gesundheitsbewussten "Küche der Ursprünglichkeit".

Winfrid Heinen, "Power aus dem Traubenkern - Küche der Ursprünglichkeit: Qualität, Genuss, Gesundheit", mit Rezepten von Renate Heinen und 28 Meistern der Kochkunst, VERLAG im KILIAN, Marburg 2003, 172 Seiten, 19,90 Euro, ISBN 3-932091-86-8.


Mit Naturheilverfahren gegen das Altern
Der Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin (ZÄN) nimmt Stellung
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(dgk) Revitalisierung bedeutet, dem Organismus wieder Kraft und Funktionsfähigkeit zu verleihen, ihn zu unterstützen, seine Funktionen zu optimieren und seine Selbstheilungskräfte zu mobilisieren, um Krankheiten auszuheilen oder zu lindern. Revitalisierung heißt aber auch, Gesundheit zu erhalten und vorzeitiges Altern zu vermeiden. "Gerade Naturheilverfahren und Regulationsmedizin bieten Möglichkeiten, diese Ziele zu erreichen", so Dr. Antonius Pollmann, Präsident des Zentralverbandes der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin (ZÄN) auf einer Pressekonferenz in Frankfurt.

Verfahren und Mittel "gegen das Altern" sind so alt wie die Medizin selbst. In den vergangenen Jahren wird die Kritik an Anti-Aging-Programmen jedoch immer lauter.
Pollmann sprach sich gegen eine undifferenzierte und - aus medizinischer Sicht - bedenkliche Anti-Aging-Medizin aus. Naturheilverfahren und Regulationsmedizin seien hingegen seriös, praktikabel, nachhaltig und vor allem effektiver. Das Ziel der natürlichen Therapien, Techniken und Methoden sei Revitalisieren und Anregen der individuellen körpereigenen Kräfte. Der Körper verfüge von Natur aus über Mechanismen der Selbstregulation, mit denen sämtliche Funktionen auf die Norm reguliert, Störungen kompensiert und Heilungsprozesse initiiert und unterhalten werden könnten.

Als Beispiel nannte Dr. Martin Adler, Siegen, die Hormontherapie in den Wechseljahren. Bei Frauen mit klimakterischen Beschwerden könne eine solche medizinisch indiziert sein. Es müssten aber nicht immer gleich Östrogen-Gestagen- Präparate verschrieben werden. Auch pflanzliche Arzneimittel, wie zum Beispiel der Rotklee würden mit Erfolg eingesetzt. Naturarzneimittel seien verträglicher und in der Regel preiswerter als chemisch-synthethische Arzneimittel. So könnten Kosten reduziert sowie unnötige Ausgaben für die Behandlung der Nebenwirkungen eingespart werden.

Vorzeitige Alterungsprozesse oder altersbedingte Krankheiten könnten in sehr vielen Fällen mit naturheilkundlichen Anwendungen behoben oder zumindest gelindert werden.

Vom 2. bis 8. Oktober findet der 105. ZÄN-Kongress für Ärzte in Freudenstadt statt.

In den insgesamt 198 Seminaren und Vortragsveranstaltungen werden die Leitthemen Revitalisierung sowie Allergien und Hauterkrankungen behandelt.


Informationen über die

Pressestelle des ZÄN
Jens Mayer-Wegener
Untermarkt 34
82418 Murnau
Telefon 0 88 41 / 62 77 320
Fax 0 88 41 / 62 77 321
E-mail: info(à)zaen.org
web: http://www.zaen.org


Risiko Sekundenschlaf
Ausgeruht starten und gesund ankommen
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(dgk) 4 Uhr morgens: Hans W. sitzt seit Stunden im Auto auf dem Weg nach Italien. Er sollte eigentlich mal eine Pause machen, doch er muss um 10 Uhr an der Küste sein. Er fröstelt, gähnt, sein Kopf dröhnt und seine Augenlider sind schwer. Bei der letzten Abfahrt von der Autobahn auf die Landstraße hat er sich verschaltet. Es ist dunkel und schon drei Mal hatte er Schwierigkeiten, seinen Wagen auf der nun schnurgeraden Strecke in der Spur zu halten.

All das sind typische und alarmierende Anzeichen für die Gefahr des Auftretens eines so genannten Sekundenschlafs. Nach Angaben der Deutschen Verkehrswacht (DVW) in Meckenheim bei Bonn ist jeder vierte Verkehrsunfall auf einen Sekundenschlaf zurückzuführen.
Unter dem umgangssprachlichen Begriff, der fachlich als Müdigkeitsattacke bezeichnet wird, versteht man ein ungewolltes, oft nur wenige Sekunden dauerndes Einnicken. Dieses Phänomen tritt besonders im Straßenverkehr bei übermäßig langen und monotonen, abwechslungsarmen Fahrten auf. Besonders gefährdet sind Menschen bei Nachtfahrten zwischen 2 und 5 Uhr. Deutliche Vorboten wie Fahrfehler, schlechtes Spurhalten, unregelmäßige Geschwindigkeit oder häufiges Verschalten sowie das allgemeine Müdigkeitsgefühl sollten nicht unterschätzt werden.

Derartige Müdigkeitsattacken treten nicht nur auf Grund eines kurz zurückliegenden Schlafmangels auf, sondern auch als Folge allgemeiner Schlafprobleme. Immer mehr Menschen finden nachts keinen ausreichenden Schlaf mehr, etwa wegen übermäßigem Stress oder auch durch kurze Atemstillstände (Apnoe). Auch chronische Erkrankungen oder chronischer Schmerz können zu Schlafstörungen führen. Es gilt zudem als erwiesen, dass ein oder mehrere schlafende Mitfahrer das Risiko für das Auftreten eines Sekundenschlafs erhöhen.

Als besonders risikogefährdet gelten die folgenden Gruppen:

  • Pendler und Schichtarbeiter, die, vor allem bei niedrigen Außentemperaturen, oft ihre Autos überheizen und in den weichen und angenehmen Sitzen am liebsten weiter schlafen würden
  • Schlecht und nicht ausreichend ausgeschlafene Menschen, oft nach starkem Kaffeegenuss, auf dem morgendlichen Weg zur Arbeit
  • Lastwagenfahrer, die sich nach den oft kurzen und daher wenig erholsamen Wochenenden am Sonntagabend oder Montagmorgen hinters Steuer setzen. Dabei stehen sie meist unter enormem Termindruck, extrem lange Fahrten ohne Pausen sind die häufige Folge.
  • Jugendliche Discobesucher, die nachts auf einsamen und eintönigen Landstraßen nach Hause rasen, und das oft in Begleitung schlafender Beifahrer
  • Urlauber auf dem Weg an das weit entfernte Reiseziel. Um den zu erwartenden Staus zu entgehen, beginnt die Fahrt oft erst nach Mitternacht oder in den frühen Morgenstunden. Der Wunsch, rechtzeitig anzukommen, treibt oft genug ansonsten besonnene Autofahrer zu gefährlichen Selbstüberschätzungen.


Tipp:


Autofahrer sollten ausgeruht starten, vorher nur Leichtverdauliches essen und am Abend vorher keinen Alkohol trinken. Schweinebraten und Co. machen müde und sind auch während der Fahrt zu vermeiden. Stattdessen viel trinken, am besten Wasser, Tee oder ver-dünnte Fruchtsäfte. Sorgen Sie für Abwechslung, zum Beispiel mit Musik, aber lassen Sie sich nicht ablenken. Genügend Sauerstoff ist ebenfalls wichtig: Verzichten Sie aufs Rauchen und öffnen Sie ab und zu ein Fenster. Wichtig ist außerdem, alle zwei Stunden eine Pause mit viel Bewegung, Reck- und Streckübungen einzulegen. Schon bei ersten Anzeichen von Müdigkeit sollte gerastet und notfalls auch etwas geschlafen werden.


DIE AKTUELLEN GESUNDHEITSTIPPS
Wenn Babys erste Zähne kommen...
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(dgk) Zwanzig Milchzahnkronen stehen im Kiefer schon seit der Geburt für den späteren Einsatz bereit. Schon ab dem dritten Monat schieben die Zahnwurzeln die Zahnkronen schubweise durch den sich öffnenden Knochen und pressen sie schließlich nach vier bis sechs Monaten durch die Schleimhaut. Das geschwollene Zahnfleisch macht dem Kleinen zu schaffen. Es juckt und schmerzt.

Das beginnende Zahnen zeigt sich mir vermehrtem Speichelfluss. Das Baby "sabbert" und beißt auf allem herum, was es zu fassen bekommt. Das lindert das Spannungsgefühl im Kiefer. Für diese Phase eignen sich wassergefüllte Kunststoffbeißringe aus der Apotheke - auch als kühlende Modelle zu haben. Apfelstückchen und alles, was noch nicht zerkaut, aber heruntergeschluckt werden kann, sind hingegen nicht empfehlenswert. Bei Schmerzen helfen frisch zubereiteter Kamillen- oder Salbeitee, der auf den Kiefer getupft wird.
Zahnungsgel oder -tropfen aus der Apotheke wirken ebenfalls entzündungshemmend sowie schmerzlindernd. Bei Fieber oder unklaren Beschwerden heißt es: "Lieber zum Arzt gehen".

Mehr über die ersten Zähnchen lesen Sie im Ratgeber aus Ihrer Apotheke / Ausgabe
10 B/2003, die am 15. Oktober 2003 erscheint.


Atempause für Heuschnupfen-Allergiker
Allergologen raten zur Immuntherapie
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(dgk) Fast jeder fünfte Erwachsene leidet an allergischem Schnupfen - Tendenz steigend. Bei herbstlichem Wetter atmen viele auf, da dann keine Gräser- und Baumpollen mehr fliegen. Nutzen Sie diese Zeit für eine spezifische Immuntherapie, rät der Ärzteverband Deutscher Allergologen e.V. (ÄDA).

Mit einer spezifischen Immuntherapie (SIT), oft auch "Allergie-Impfung" genannt, lassen sich allergische Erkrankungen ursächlich behandeln. Den Patienten wird, meistens über drei Jahre hinweg, in wöchentlichem Abstand ein Extrakt der Substanz, auf die sie allergisch reagieren (Allergen), in niedriger Konzentration unter die Haut gespritzt. Beste Behandlungsergebnisse werden mit standardisierten, molekular definierten Allergenpräparaten erzielt. Hier, so der ÄDA, liegen die Erfolgsquoten bei bis zu 90 Prozent. Außerdem ist die Behandlungsform in vielen Fällen die einzige Möglichkeit, das Fortschreiten des Heuschnupfens zum Asthma, den so genannten Etagenwechsel, zu verhindern. Sorgen Sie vor, denn die nächste Pollensaison kommt bestimmt!

Mehr über die Immuntherapie lesen Sie im Ratgeber aus Ihrer Apotheke / Ausgabe 1A/2003, der am 1. November 2003 erscheint.


MELDUNGEN
2. Bundesweiter Aktionstag 'In Würde altern' am 28. Oktober 2003
Gedächtnis und Verhalten - die zwei Seiten der Altersdemenz
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(dgk) Um die Öffentlichkeit auf die vielfach prekäre Situation Demenzkranker und ihrer pflegenden Angehörigen aufmerksam zu machen, veranstalten die Initiative Altern in Würde, das Deutsche Grüne Kreuz e. V. und weitere Kooperationspartner am 28. Oktober 2003 den zweiten bundesweiten Aktionstag "In Würde altern".
Ermutigt durch den großen Erfolg des ersten Aktionstages im Jahr 2002, wollen wir auch dieses Mal wieder Information und Aufklärung über die unterschiedlichen Ausprägungen von Demenzerkrankungen in den Mittelpunkt des Aktionstages stellen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich aktiv zu beteiligen. Die Initiative Altern in Würde stellt kostenlos Informationsmaterialien wie Broschüren und Plakate zur Verfügung. Weitere Informationen zum Thema gibt es demnächst auch unter www.altern-in-wuerde.de .

Ansprechpartner:

Dr. Ingolf Dürr,
Deutsches Grünes Kreuz e. V.
c/o Initiative Altern in Würde
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Tel.: 0 64 21 / 293 - 174
Fax: 0 64 21 / 229 - 774
E-mail: ingolf.duerr(à)kilian.de


Schlipsträger und Raucher leben gefährlicher
Neue Service-Hotline zum Thema Glaukom
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(dgk) Männer, die ihre Krawatten zu eng binden, riskieren nicht ihren Hals, sondern eine Erkrankung der Augen: Ein zu eng geschnürter Schlips verhindert den Abfluss des Kammerwassers aus dem vorderen Teil der Augen und lässt den Augeninnendruck steigen. Der erhöhte Augeninnendruck ist einer der Warnhinweise bei der Entstehung eines Glaukoms, auch Grüner Star genannt.

Das legt eine amerikanische Studie nahe, bei der man den Augeninnendruck bei 40 Männern vor und nach dem Schlipsumbinden verglich. Bis zu 20 Prozent stieg der Druck im Auge an, nachdem die Probanden ihre Krawatte angelegt hatten, und zwar gleichgültig, ob es sich um gesunde Probanden oder Patienten mit bekanntem Glaukom handelte. Nach den Abnehmen des "Halsbandes" fiel der Druck dann wieder ab. Einerseits dürfte Krawattentragen somit die Untersuchungsergebnisse bei der Glaukomdiagnostik verfälschen, anderseits könnte häufiges und langes Schlipstragen die okuläre Hypertension begünstigen, vermuten die Forscher um Prof. Dr. Robert Ritch von der New Yorker Augen- und Ohrenklinik.

Der britische Augenspezialist Keith Barton vom Moorfields Eye Hospital in London sieht zwar keinen Grund, auf Krawatten gänzlich zu verzichten. "Krawatten verursachen bei den meisten Menschen keine Glaukome", so der Experte. Barton räumt aber ein, dass jeglicher Außendruck auf Blutgefäße, der über längeren Zeitraum erfolgt, durchaus negative Wirkung entfalten kann. Sicher ist zudem, dass jede Form des Nikotinkonsums beim Glaukom eine erhebliche zusätzliche Gefahr darstellt, weil Nikotin die Gefäße verengt und deshalb die Durchblutung in wichtigen Bereichen des Auges verschlechtert wird.

HINWEIS:
Bitte beachten Sie beim Thema Glaukom auch unsere neue Service- Hotline: Der Selbsthilfeverband Initiative Glaukom startet in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Grünen Kreuz e.V. ab 8. Oktober eine spezielle Telefon-Hotline, bei der Augenärzte aus dem ge-samten Bundesgebiet Fragen rund um das Thema beantworten.
Zu erreichen ist das Beratungstelefon an jedem zweiten und vierten Mittwoch im Monat von 14 bis 16 Uhr unter der kostenlosen Rufnummer 0 800 / 011 21 18. (Termine: 8. und 22. Oktober, 12. und 26. November, 10. Dezember, 14. und 28. Januar)

Für Rückfragen steht Ihnen Dr. Ingolf Dürr vom Deutschen Grünen Kreuz e.V. unter der Telefonnummer 0 64 21 / 293 - 174 , E-m
ail ingolf.duerr(à)kilian.de zur Verfügung.


NACHRICHTEN AUS DEM DEUTSCHEN DIABETES-FORSCHUNGSINSTITUT (DDFI)
Heart Protection Study: Frühzeitige Statin-Therapie bei Diabetes mellitus
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(dgk/DDFI) Patienten mit Diabetes Mellitus - unabhängig ob Typ 1 oder 2 - haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, obwohl die LDL- Cholesterinkonzentration ("schlechtes Cholesterin") im Schnitt meist der der Normalbevölkerung entspricht. Eine sichere und effektive vorbeugende Therapieform für gefährdete Typ 2 Diabetiker ist die Statineinnahme.

Das zeigte die Heart Protection Study (HPS), eine prospektive, randomisierte Doppelblind-Studie. Über einen Zeitraum von 4,6 Jahren wurden dabei 5.963 Diabetiker und 14.573 Patienten ohne Diabetes beobachtet. Die Nicht-Diabetiker litten an bekannter koronarer Herzerkrankung (KHK), peripherer arterieller Verschlusskrankkheit (pAVK) oder behandlungsbedürftigem Bluthochdruck. Aus allen Probanden wurden zwei demographisch identische Vergleichsgruppen gebildet. Die Patienten der einen Gruppe erhielten täglich 40 mg des Wirkstoffs Simvastatin (ein so genanntes Statin), die der anderen Gruppe ein Scheinmedikament (Placebo).

Durch Simvastatin ließ sich das LDL-Cholesterin um durchschnittlich 1,0 mmol/l senken. Unabhängig von den Blutfettwerten bei Studienbeginn traten im Vergleich zur Kontrollgruppe 27 Prozent weniger Herzinfarkte auf. Bei der Untergruppe der Diabetiker lag die Verringerung des Herzinfarktrisikos ebenfalls bei 27 Prozent. Das Schlaganfallrisiko ließ sich durch die Einnahme von Simvastatin insgesamt um 25 Prozent und bei der Diabetikergruppe um 24 Prozent senken. Maßnahmen zur Wiederdurchblutung der Gefäße nach einem Herzinfarkt konnten im Vergleich zur Kontrollgruppe in der Simvastatingruppe insgesamt um 24 Prozent und bei den Diabetikern um 17 Prozent verringert werden. Insgesamt ließ sich das Risiko für Herz-Kreislauf-Ereignisse (vor allem Herzinfarkt und Schlaganfall) um 24 Prozent bei allen mit Simvastatin behandelten Patienten und um 22 Prozent in der Diabetiker- Untergruppe senken.

Das Risiko, nach einem Herz-Kreislauf-Ereigniss (Schlaganfall, Herzinfarkt) weitere Ereignisse zu erleiden, konnte ebenfalls durch Simvastatin nachweislich gesenkt werden: Bei 54 von 1.000 Probanden in der Simvastatin-Gruppe konnte so ein erstes schweres Herz-Kreislauf-Ereignis verhindert werden, bei 91 von 1.000 ein Erst- und Folgeereignis. Für die Diabetiker-Untergruppe liegen die Werte entsprechend bei 49 bzw. 85 von 1.000 Patienten. Sogar Diabetiker, bei denen keine Arterienwanderveränderungen bekannt waren, profitierten von der Statineinnahme: 3.000 Ereignisse konnten verhindert werden.

Zusammenfassend kommen die Autoren bei dieser ersten groß angelegten Studie zum Einfluss von Statinen auf Herz-Kreislauf-Ereignisse bei Diabetikern zu dem Schluss, dass eine Statintherapie routinemäßig bei allen Diabetikern mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Ereignisse in Erwägung gezogen werden sollte, und zwar unabhängig von den tatsächlichen Cholesterinwerten.

Die Heart Protection Study (HPS) zeigt klar, dass die Statineinnahme eine sichere und effektive vorbeugende Therapieform für gefährdete Typ 2 Diabetiker ist, selbst wenn keine Gefäßwandschädigung bekannt ist.

Quelle: MRC/BHF Heart Protection Study of cholesterol-lowering with simvastatin in 5963 people with diabetes: a randomized placebo-controlled trial (Lancet 2003; 361: 2005-16)


Weitere Informationen erhalten Sie bei Urs Daniel Lichtenauer, Deutsches Diabetes-Forschungsinstitut Düsseldorf
oder im Internet unter
www.diabetes-deutschland.de .

Für Rückfragen zu dieser Presseinformation wenden Sie sich bitte an:

Prof. Dr. med. Werner A. Scherbaum

Deutsches Diabetes-Forschungsinstitut an der

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Auf'm Hennekamp 65, 40225 Düsseldorf
Telefon: 02 11 / 33 82 - 2 00, Fax: 02 11 / 33 69 103



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Die Fotos können von Redaktionen in Schwarz-Weiß oder Farbe kostenlos per E- mail angefordert werden unter:
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DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e.V.

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SONDERMELDUNG:
Meningokokken-Erkrankungen
Expertenrat am Telefon und Faxabruf
 
(dgk) Mehr als 700 Menschen erkranken jedes Jahr an Meningokokken, einem Bakterium, das zu so schweren Erkrankungen wie Hirnhautentzündung (Meningits) und Blutvergiftung führen kann. Etwa zehn Prozent der Betroffenen sterben an dieser Infektion. Besonders betroffen sind Kinder und Jugendliche. In Frühjahr und Herbst häufen sich die Erkrankungen und damit auch die Fragen zu diesen gefürchteten Erregern.

Wie erkenne ich die Krankheit? Welches sind die häufigsten Symptome? Ist die Krankheit immer so gefährlich? Was tue ich, wenn in meiner Umgebung eine Meningokokken-Infektion auftritt? Kann ich mich impfen lassen? Wie kann ich mich und meine Familie schützen?

Diese und andere Fragen beantworten die Experten der Arbeitsgemeinschaft Meningo-kokken beim Deutschen Grünen Kreuz e. V. Ab dem 13. Oktober können Ratsuchende die Meningokokken-Hotline erreichen, und zwar

vom 13. bis 31. Oktober, montags bis freitags

von 10.00 bis 12.00 Uhr

unter der Rufnummer 0 64 21 / 2 93-2 86.


Zusätzlich kann unter der Faxabruf-Nummer 0 64 21 / 9 23 70 ein dreiseitiger Infotext zum Thema Meningokokken-Erkrankungen abgerufen werden.

Die Aufgabe der AGMK ist es, die Bevölkerung und die Ärzteschaft sachlich, schnell und effektiv über Meningokokken-Erkrankungen und Möglichkeiten der Vorsorge zu informieren. Unterstützt wir die Arbeitsgemeinschaft von einem Wissenschaftlichen Beirat, dessen Mitglieder aus verschiedenen Fachrichtungen stammen.

Für Rückfragen oder weitergehende Informationen zu Meningokokken stehen Ihnen
Dr. Ute Arndt und Dr. Sigrid Ley beim Deutschen Grünen Kreuz e. V. jederzeit gern zur Verfügung: Tel.: 0 64 21/ 2 93 - 1 20; E-mail:
agmk(à)kilian.de, www.agmk.de

 

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