DGK e.V. -Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk), Jahrgang 44, Ausgabe 1/2 - 2003 - Themen: Tetanus, Impfen, Rückengesundheit, Rückenschmerz, Farbenblindheit, Farbenfehlsichtigkeit, Auge, Altersdemenz, Demenz, Alzheimer, Hörtest-Woche, Schlankmacher,
Gesundheitsinformationen zu:
Deutsches Grünes Kreuz, Tetanus, Impfen, Rückengesundheit, Rückenschmerz, Farbenblindheit, Farbenfehlsichtigkeit, Auge, Altersdemenz, Demenz, Alzheimer, Hörtest-Woche, Schlankmacher, Diabetes, DDFI
skip_nav

Suche

 

Service-Content


Textanfang / Content

Sie sind hier: Home / Presse / Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk) / 2003 - Jahrgang 44 / dgk, Jg. 44, 1-2 - 2003
Deutsche Gesundheits-Korrespondenz
dgk, Jg. 44, 1/2 - 2003

Im grünen Fitness-Center lauert Tetanusgefahr (3.087 Zeichen)
 
(dgk) Kenneth H. Cooper, Fitness-Papst der USA, warnt: Wer seinen Körper regelmäßig übertriebenem Training aussetzt, lebt ungesund. Mäßige, individuell angepasste sportliche Betätigung dagegen sorgt für optimale Herz- und Kreislaufwerte, lautet die Botschaft aus dem Cooper`schen Institut in Dallas/Texas. Das Deutsche Institut für Bluthochdruck-Forschung in Heidelberg kommt zu ähnlichen Ergebnissen: Mindestens 40 Prozent der Hypertonie-Patienten leiden nur deshalb unter lebensgefährlichem Bluthochdruck, weil sie psychischem Stress ausgesetzt sind. Übermäßiges Fitnesstraining würde das Problem verschlimmern. Entspannende Aktivitäten, die den Körper mäßig beanspruchen und dabei Geist und Seele befreien, sind hier das Mittel der Wahl.

Neben Joggen und anderen sportlichen Aktivitäten, die körperlich fit halten, ist auch der eigene Garten ein ideales Fitness-Center: Schon eine halbe Stunde Bewegung täglich reicht. Der Garten bietet reichlich Gelegenheit zur sportlichen Tätigkeit - Rasenmähen, Unkraut jäten, die Pflege der Gemüsebeete und Blumenrabatten oder Heckenschneiden sind nur einige der vielen Möglichkeiten. Wer seinen Garten in Schuss hält, stärkt die Muskulatur beim Beugen, Bücken oder Strecken und atmet in frischer Luft kräftig durch. Das Ergebnis: Gesundheit, Kondition und der Garten grünt und blüht. Die rund 300 bis 400 Kilokalorien, die während einer Stunde Gartenarbeit verbrannt werden, werden da zur Nebensache.

Allerdings ist der Garten nicht nur Ort der Erholung, sondern auch der Unfälle: Jährlich passieren in Deutschland 350.000 Gartenunfälle. Knochenbrüche, Stürze und Schnittverletzungen sind häufige Verletzungen.

Um sie zu vermeiden, hier drei Tipps:

  • Gartengeräte niemals mit Spitzen oder Zinken nach oben liegen lassen.
  • Auch wenn die ersten Sonnenstrahlen locken: Rasenmähen nie barfuss oder mit Stoffschuhen.
  • Elektrische Heckenscheren und Motorsägen immer vom Körper weg halten.


Aller guten Ratschläge zum Trotz genügt manchmal schon Schmutz in einer kleinen Wunde, um den Erreger des Wundstarrkrampfes (Tetanus) zu übertragen. Der Erreger kommt nicht nur in Gärten vor, sondern findet sich auch in Holzsplittern, Dornen und rostigen Gegenständen. Daher ist die Infektionsgefahr bei der Gartenarbeit sehr groß. Auch in Staub oder Exkrementen kann der Erreger überleben. Die Infektion erfolgt immer aus der Umgebung, nie direkt von Mensch zu Mensch. Hat sich das Bakterium im Körper eingenistet, vermehrt es sich und bildet das für Nerven giftige Tetanus-Toxin. Dieses führt zu Muskelkrämpfen. Ist die Atemmuskulatur betroffen, kann es zum Tod durch Ersticken kommen. Einen sicheren Schutz dagegen bietet nur die Impfung, die alle zehn Jahre erneuert werden muss.

Weil Schutzimpfungen überhaupt zu den erfolgreichsten Vorsorgemaßnahmen in der Medizin gehören findet vom 5. bis 11. Mai 2003 die Erste Nationale Impfwoche statt. Bei bundesweiten Veranstaltungen kann sich jeder Interessierte zu verschiedenen Impfungen informieren und seinen Impfpass checken lassen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.nationale-impfwoche.de .


Rot, Blau oder Grün?
Farbenblindheit und Farbenfehlsichtigkeit (3.388 Zeichen)

 
(dgk) Gras ist grün, reife Tomaten sind rot. Für viele Menschen bleiben diese Farbbezeichnungen ein Leben lang unerklärliche Begriffe. Acht von 100 Männern, aber nur eine von 200 Frauen kennen einige Farben nur vom Hörensagen. Trotzdem finden sie sich in ihrer weniger bunten Welt gut zurecht. Rot ist bei Verkehrsampeln eben oben, Gelb in der Mitte und Grün ist unten.

Das gesunde Auge kann bei Helligkeit etwa 150 Farbtöne unterscheiden. Verantwortlich dafür sind die Zapfen in der Netzhaut. Die Netzhaut besteht aus zwei Arten von Sinneszellen, Stäbchen und Zapfen. Während die besonders lichtempfindlichen Stäbchen vor allem für das Dämmerungs- und Nachtsehen zuständig sind, sorgen die sechs bis sieben Millionen Zapfen im Bereich der Makula (Stelle der größten Sehschärfe) für das Tagessehen. Drei verschiedene Typen dieser Zapfen sind auf die Farbspektren Blau, Grün und Rot spezialisiert. Personen mit einer Farbenblindheit haben keine Zapfen, bzw. welche, die nicht richtig funktionieren. Deshalb können sie keine oder fast keine Farben sehen, haben eine mangelhafte Sehschärfe und eine erhöhte Blendempfindlichkeit. Die Stärke der Symptome kann von Mensch zu Mensch variieren.

Farbenblind bedeutet nicht gleich Schwarzsehen: Bei der echten Farbenblindheit (Monochromasie) kann der Betroffene gar keine Farben sehen, sondern lediglich Helligkeitswerte (Weiß, Schwarz, Grau) unterscheiden. Monochromaten unterscheiden die Farbtöne nur nach ihren Helligkeitswerten. Grau in grau, ohne bunte Farben, sehen allerdings nur wenige Menschen (etwa einer von 20 000) ihre Umwelt.

Bei der meist angeborenen Farbenfehlsichtigkeit oder Farbschwäche (Anomale Trichromasie) können Teile des Farbenspektrums nicht erkannt werden. Bei 60 Prozent aller Farbfehlsichtigen ist nur eine der drei Grundempfindlichkeiten - Rot, Grün oder Blau - gestört. Am verbreitetsten ist die Rot-Grün-Schwäche. Anomale Trichromaten sind beim Auseinanderhalten von Rot und Grün unsicher.
Angeborene Störungen des Farbsinns kommt bei 8 Prozent der Männer und 0,4 Prozent der Frauen vor. 4,2 Prozent der Betroffenen sind deuteranomal (haben eine Grünschwäche), 1,6 Prozent protanomal (haben eine Rotschwäche), 1,5 Prozent deuteranop ("grünblind") und 0,7 Prozent protanop ("rotblind"). Störungen im Blaubereich sind ebenso wie die totale Farbenblindheit sehr selten.
Die Farbenfehlsichtigkeit ist meist auf Vererbung zurückzuführen, sie kann aber auch erworben sein. Einschränkungen für das Farbensehen kommen bei verschiedenen Erkrankungen der Ader- und Netzhaut vor. Der völlige Verlust des Farbsinns (Achromatopsie) ist erblich bedingt. Die Tagblindheit entsteht durch den Ausfall des Zapfenapparates der Netzhaut.

Eine Therapie der angeborenen Farbsinnstörung gibt es nicht. Aber man kann sich mit ein paar Tricks behelfen:
Menschen mit Achromatopsie, der totalen Farbenblindheit, tragen oft eine dunkle Sonnenbrille. Je nach Lichtverhältnissen werden für diese Brillen spezielle Kantenfilter verwendet, die bestimmte Farben aus dem Sonnenlicht herausfiltern. Lupen oder kleine Ferngläser ermöglichen einem Achromaten das Lesen von kleiner Schrift oder das Sehen in die Ferne. Zudem gibt es Geräte, die Farben erkennen können. Solche Geräte schicken einen kleinen Lichtstrahl auf den Gegenstand, und messen dann wie viel Licht wieder zurück kommt. So kann das Gerät melden, welche Farbe ein Gegenstand hat.


Nach Hause in die Fremde
Die Broschüre zum Film (1.956 Zeichen)

 
(dgk) Die Betreuung eines an Alzheimer erkrankten Menschen führt oftmals zu enormen seelischen und physischen Belastungen für die ganze Familie. Mit dieser Problematik befasste sich der ARD-Fernsehfilm "Mein Vater", der Anfang Januar über den Bildschirm lief.

Götz George spielt darin den an Alzheimer erkrankten Busfahrer Richard. Da der 62- Jährige nicht mehr allein zurechtkommt, nimmt ihn die Familie seines Sohnes Jochen zu sich. Doch aus der reinen Versorgungssituation wird bald eine Rundumbetreuung: Die Familie, deren Leben sich immer mehr den Bedürfnissen Richards anpasst, stürzt mit der fortschreitenden Krankheit in eine schwere Krise und droht auseinander zu brechen. Das Leben verändert sich unter Richards schleichender Demenz rapide. Nicht mehr der Vater sorgt für den Sohn, sondern der Sohn für den Vater.

Das Thema Altersdemenz wird zu einem der herausfordernsten und wichtigsten Gesundheitsthemen der Zukunft werden. Derzeit leiden etwa 1,2 Millionen Menschen in Deutschland an einer Altersverwirrtheit. Ihre Zahl wird rapide zunehmen, denn mit der Lebenserwartung steigt auch das Risiko, an einer Demenz zu erkranken. Etwa 80 Prozent aller Betroffenen werden von Angehörigen zu Hause gepflegt. Für die Pflegenden heißt das, wenig Zeit für Freunde und Beruf zu haben, um rund um die Uhr für das kranke Familienmitglied da sein zu können.

Das Deutsche Grüne Kreuz e.V. (DGK) beschäftigt sich seit einigen Jahren intensiv mit dem Thema und gründete 2002 die Initiative "Altern in Würde", die hilfreiche Tipps für den täglichen Umgang mit verhaltensgestörten älteren Menschen parat hält.

Nähere Informationen finden Sie im Internet unter www.altern-in-wuerde.de.

Die kostenlose Broschüre "Verwirrt, verschroben, abgeschoben", die auch in Film gezeigt wurde, kann gegen Einsendung eines mit € 0,77 frankierten DIN-A5-Rückumschlags angefordert werden bei:
Deutsches Grünes Kreuz e. V., Stichwort: Demenz, Postfach 1207, 35002 Marburg.


MELDUNGEN:
Erste Deutsche Hörtest-Woche startet im Juni (1.737 Zeichen)

 
(dgk) Hörtour, Schulkampagnen, Senioren-Nachmittage und Beratungstelefon sowie Auftritte bei Messen, Kongressen und Musikevents der Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Grünen Kreuz e.V. (DGK) haben sich im vergangenen Jahr bewährt und werden auch in diesem Jahr fortgesetzt. Neu dabei ist eine bundesweite Aktion, die das Thema Hören in interessanter Form in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rückt: die "Erste Deutsche Hörtest-Woche".

Die erste bundesweite Hörtest-Woche findet statt vom 23. bis 29. Juni und wird mit vielen Aktionen in großen Medienhäusern, Betrieben, mit Politikern oder bekannten Sportvereinen für den regel-mäßigen Hörtest beim Hörakustiker werben. Hinzu kommen vergleichbare Aktionen von FGH-Partnern vor Ort, für die die FGH umfangreiches Material zur Verfügung stellt. Als Kooperationspartner wirkt das DGK mit.

Das Hören-Mobil der FGH wird sich auch 2003 auf den Weg machen und diesmal 40 Städte aufsuchen. Dort wird es in Fußgängerzonen oder zentralen Plätzen einen Wochentag lang von 11 bis 18 Uhr mit Informationen und Aktionen rund ums Hören aufwarten.

Folgende Städte werden vom 22. April bis 9. Mai besucht:
Bremerhaven, Hannover, Wolfenbüttel, Goslar, Gütersloh, Hamm, Münster, Herne, Oberhausen, Duisburg, Mühlheim/Ruhr und Hagen.

Vom 25. August bis 2. Oktober geht es nach:
Flensburg, Schleswig, Lübeck, Greifswald, Neubrandenburg, Potsdam, Brandenburg, Magde-burg, Quedlinburg, Hoyerswerda, Zwickau, Weimar, Meinigen, Marburg, Limburg, Bad Homburg, Speyer, Kaiserslautern, Trier, Neunkirchen, Offenburg, Baden-Baden, Schorndorf, Hei-denheim, Rosenheim, Ansbach, Bayreuth und Schweinfurt. 


Zweiter Tag der Rückengesundheit am 15. März 2003
Motto: Schwachstelle Bandscheibe - dem Vorfall vorbeugen (1.983 Zeichen)

 
(dgk) Mehr als 100.000 Deutsche müssen jedes Jahr an der Bandscheibe operiert werden. Doch selbst die ausgefeilteste Operationstechnik kann nicht garantieren, dass die Patienten anschließend keine Schmerzen mehr haben. Viele Betroffene klagen auch nach der Behandlung über Beschwerden und ein großer Teil der Rückenleiden wird chronisch. Oft beginnt dann eine Odyssee von Arzt zu Arzt mit ungewissem Ausgang.

Mit dem diesjährigen Schwerpunkt des Tages der Rückengesundheit möchte das Deutsche Grüne Kreuz e. V. über wichtige Aspekte zum Thema Bandscheiben informieren und aufklären:

  • Dem Vorfall vorbeugen: Kräftigung und Entlastung der Bandscheibe: Wie funktionieren die Bandscheiben? Welche effektiven Möglichkeiten gibt es, die "Puffer" der Wirbelsäule zu entlasten? Wie sieht gesundes Rückentraining aus?
  • Der Bandscheibenvorfall: Aktuelle Behandlungsmöglichkeiten: Was passiert bei einem Bandscheibenvorfall? Welche Therapiemöglichkeiten gibt es? Wann muss operiert werden?
  • Moderne Schmerztherapie: Chronifizierung vorbeugen: Wie entstehen chronische Schmerzen? Wie sollten Sie behandelt werden? Welche alternativen Verfahren sind hilfreich?


Institutionen, Verbände, Firmen, Apotheken und Arztpraxen, die Interesse haben, am Tag der Rückengesundheit 2003 teilzunehmen, können sich im Organisationsbüro des Deutschen Grünen Kreuzes melden. Gerne sind wir bei der Planung und Durchführung von Aktionen behilflich und unterstützen Sie mit umfangreichem Infomaterial, Plakaten sowie bei der Öffentlichkeitsarbeit.

Für Redaktionen:
Zum Tag der Rückengesundheit vermitteln wir Ihnen gerne Experten für Interviews oder geeignete Drehorte in Ihrer Nähe. Auf Wunsch liefern wir umfangreiches Text- und Bildmaterial für Ihre Berichterstattung.

Kontaktadresse:
DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e. V.
Dr. Dietmar Krause / Inge Kokot
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Telefon: 0 64 21 / 293 - 125 (Sekretariat: Frau Boucsein)
Telefax: 0 64 21 / 293 - 170
Email: rueckenschmerz(à)dgk.de


Stressfrei Abnehmen ohne Jojo-Effekt und Kalorienzählen
'Die Schlankmacher' erschienen im VERLAG im KILIAN (1.437 Zeichen)

 
(dgk) Sie sind fest entschlossen, Ihr Gewicht zu regulieren. Dabei sind Sie nicht auf kurzfristige Erfolge aus, sondern streben ein dauerhaftes "Wohlfühlgewicht" an. Die von Ihnen gewählte Strategie zur Gewichtsoptimierung muss einfach und unkompliziert sein. Mühsames Kalorienzählen liegt Ihnen ebenso wenig wie komplizierte Diätpläne. Eisernes Durchhalten gehört nicht zu Ihren besonderen Stärken, und den Glauben an Wunderkuren haben Sie schon vor einiger Zeit verloren ...

Dann erhalten Sie mit der Neuerscheinung des Marburger VERLAGs im KILIAN "Die Schlankmacher - Das Good-Aging-Programm für Spaß am Essen und Abnehmen" den optimalen Ratgeber. Die Autoren, Dr. med. Amineh und Dr. med. Michael Solberg, haben ein Good-Aging-Programm entwickelt, das Abnehmen ohne den berüchtigten Jojo-Effekt, lästiges Kalorienzählen oder strenge Pläne möglich macht. Gut essen und dabei schlank werden mit Nahrungsmitteln, die nicht nur kalorienarm, fettarm, kohlenhydratreich, vitaminreich sowie ballaststoffreich sind und den Organismus auf Fettverbrennung programmieren, sondern vor allem oder trotzdem schmecken.

Das Buch beruht auf der Grundlage von neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen in der Ernährungsmedizin und den Erfahrungen der Autoren in der Ernährungspraxis. Der leicht verständliche Leitfaden erklärt anhand praktischer Beispiele, wie Sie mit der richtigen Ernährung abnehmen, das Gewicht halten und gesünder alt werden.

Die Schlankmacher Dr. med. Amineh Solberg; Dr. med. Michael Solberg
Die Schlankmacher
Das Good-Aging-Programm für Spaß am Essen und Abnehmen
ISBN 3-932091-84-1; 256 Seiten, Broschur; € 17,-
www.dgk.de


Nachruf Professor Dr. Günther Maaß (1.753 Zeichen)
 
(dgk) Am 15. Dezember 2002 verstarb im Alter von 76 Jahren Professor Dr. Günther Maaß.
Der gebürtige Kieler hat als praktizierender Mediziner, wissenschaftlicher Berater und ehemaliger Präsident der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten e.V. über mehr als 50 Jahre das Gebiet der Infektiologie, Mikrobiologie und Virusdiagnostik maßgeblich mitgestaltet. Durch seine langjährige Tätigkeit am Institut für Virusdiagnostik am Hygienisch-Bakteriologischen Landesuntersuchungsamt "Westfalen" in Münster sowie seine Mitgliedschaft bei der Ständigen Impfkommission (STIKO), der Bundesärztekammer, im nationalen Aids- Beirat des BMG sowie in weiteren zahlreichen wissenschaftlichen Kommissionen und Beiräten hat er bundesweite Anerkennung erworben.

Auch die Arbeitsgemeinschaft für Influenza (AGI) hat Herr Prof. Dr. Maaß von Anfang an als kompetenter Ratgeber und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates begleitet. Sein Urteil war stets geprägt von dem Willen, sachdienliche Problemlösungen zu finden. Gerade bei schwierigen Fragen war er selbstlos für seine Freunde und die Mitarbeiter im Deutschen Grünen Kreuz (DGK) und der AGI da. Für jahrelangen selbstlosen Einsatz in vielen Veranstaltungen und Gremien sowie seine fachliche Kompetenz wurde er allseits geschätzt und gelobt. 1966 erhielt er den Hans-Kleinschmidt Preis der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Kinderlähmung e.V., 1996 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse sowie 2000 die Goldene Ehrennadel des Deutschen Grünen Kreuzes e.V..

Alle Mitarbeiter des DGK und der AGI, die mit ihm zusammenarbeiten durften, brachten seiner warmherzigen Persönlichkeit größte Achtung entgegen. Wir werden sein Andenken in Ehren halten und vermissen einen Fürsprecher und Freund.


AKTUELLE GESUNDHEITSTIPPS:
Honig macht den Kater zahm
Tipp für den 'Morgen danach' (1.377 Zeichen)

 
(dgk) Mal wieder zu tief ins Glas geschaut? Bloody Mary, Rollmops oder eingelegter Hering: Schon manch obskures Hausmittel wurde als Hilfe gegen den Kater gepriesen. Mit Honig kann man, laut Aussage der US-amerikanischen National Headache Foundation, die Kater-Kopfschmerzen am erfolgreichsten bekämpfen. Am besten vor dem ersten Gläschen oder auch nach dem Trinken etwas Honig auf einem Brot, Cracker oder Toast soll wahre Wunder wirken, so die Experten der Nationalen Kopfschmerz-Stiftung der USA. Im Gegensatz zu anderen Zuckerquellen enthält Honig Fruktose, die im Stoffwechsel mit Alkohol konkurriert, bestätigt Dr. Merle Diamond von der Dia-mond Headache Clinic in Chicago. Dieser "Wettbewerb" verhindert rasche Veränderungen des Alkoholspiegels, die sonst zum stechenden Kopfschmerz am Morgen führen, so die Expertin.

"Honig wirkt am besten", sagt Dr. Diamond, aber natürlich trinke man ohnehin besser nur in Maßen, langsam und den Alkohol mit Fruchtsäften gemischt. Außerdem solle man bei Rotwein aufpassen. Er löse besonders häufig Kopfschmerzen aus.
Mit Honig kann man kaum etwas verkehrt machen. Er wirkt bei Erkrankungen der Leber entgiftend, auf den Verdauungsprozess positiv, auf die Darmdrüsen anregend, bei Erkrankungen der Luftwege schleimlösend und bei Infekten energiesteigernd.

Weitere Tipps gegen den Kater finden Sie auch auf www.dgk.de Stichwort "Alkohol".


'Hatschi': Hilfe bei allergischem Schnupfen (1.310 Zeichen)
 
(dgk) Niesanfälle, Fließschnupfen und tränende Augen sind für Heuschnupfen- Allergiker ein untrügliches Zeichen für den nahenden Frühling. Für andere bleibt die bange Frage: "Handelt es sich um die letzte Erkältung des Winters oder um eine allergische Reaktion auf den ersten Pollenflug?".

Die Unsicherheit ist berechtigt, denn: Eine Allergie überfällt nicht nur Kinder und Jugendliche wie aus heiterem Himmel - auch Erwachsene können betroffen sein. Viele Menschen unterschätzen die Pollenallergie, weil sie häufig mit relativ leichten Symptomen beginnt. Ohne eine angemessene Behandlung kann das Problem das ganze Jahr über auftreten, außerdem kann im Verlauf der Erkrankung ein so genannter "Etagenwechsel" auftreten. Das bedeutet, dass die Erkrankung auf die Lunge übergreift. Dies führt zu allergischem Asthma. Um diese Entwicklung zu vermeiden, sollten Sie schon beim ersten Verdacht bei Ihrem Arzt einen Hauttest oder - als schonendere und schnellere Alternative - einen Bluttest machen. Eine frühzeitige Diagnose und entsprechend gezielte richtige Behandlung ist besonders bei Babys und Kindern wichtig.

Wissenswertes über Pollenallergie, medizinische Therapiemöglichkeiten und wertvolle Tipps für den Alltag finden Sie auch im Ratgeber aus Ihrer Apotheke, Ausgabe 2 B/2003 (erscheint am 15.2.2003).


AUS WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG:
Schnarcher vertreiben nicht nur wilde Tiere (1.345 Zeichen)

 
(dgk) Sprüche wie "Ich schütze meine Frau nur vor wilden Tieren" sind bei schnarchenden Männern an der Tagesordnung. Trotzdem gilt es als sicher, dass Schnarchen so erheblich den Schlaf beeinträchtigen kann, dass ernsthafte, gesundheitliche Störungen möglich sind. Neben Tagesmüdigkeit und zunehmender Konzentrationsschwäche können langfristig Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herz- Rhythmus-Störungen, Depressionen und Impotenz auftreten.

Wissenschaftler vom Labor für Schlafforschung des Israel Institute of Technology in Haifa haben nun herausgefunden, dass Schnarcher weniger des Sexualhormons Testosteron produzieren als ihre still schlafenden Geschlechtsgenossen. Als Folge dessen schwinde auch das sexuelle Verlangen. Ein Anstieg von Testosteron bewirkt hingegen nämlich eine erhöhte Spermienproduktion und macht somit eine Befruchtung wahrscheinlicher. Wenn es also mit dem Kinderwunsch nicht so recht klappt, könnte das am "Sägen" des Partners liegen.

Betroffene sollten jedoch nicht verzagen, sondern ihre ganze mentale Energie auf den gewünschten Nachwuchs fokussieren. Das empfehlen zumindest die Forscher am Institut für angewandte Psychologie in Lissabon. Ihre Studien haben ergeben, dass schon der intensive Wunsch nach Kindern die Testosteronproduktion ankurbelt und sowohl die Libido als auch die Bildung von Sperma steigert.


Vorfreude stärkt Immunsystem (662 Zeichen)
 
(dgk) Nicht nur das herzhafte Lachen bei einem lustigen Film, sondern bereits die Erwartung, dass man darüber lachen wird, ist gut für die Gesundheit. Schon die Vorfreude stärkt das Immunsystem. Das fanden nun Forscher der University of California in einer Studie heraus. Die Wissenschaftler um Prof. Dr. Lee Berk stellten beispielsweise fest, dass bereits die Lektüre einer Fernsehzeitung oder des Kinoprogramms mit Comedy-Inhalten zwei Tage vor der eigentlichen Sendung oder des Films Wut, Depression, Erschöpftheit und Spannungen abbaut. Die Probanden zeigten einen wesentlich verringerten Spiegel an Stresshormonen. Dies erhöht in der Folge die Immunabwehr.


Mit Parfumduft gegen schlechte Laune (2.047 Zeichen)
 
(dgk) Der Zauber der Düfte: So wie Geräusche und Geschmack entscheidend unser Leben mitbestimmen, haben auch Gerüche einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden, unsere Fitness und Gesundheit. Das haben Psychotherapeuten am Medizinischen Zentrum der Duke-Universität in Durham, USA, wissenschaftlich nachgewiesen. Für die Studie hat man eine Gruppe von Frauen als Probanden ausgewählt, die ganz besonders Stimmungsschwankungen unterliegen: Frauen in den Wechseljahren, oft gereizt, angespannt und depressiv. Die Wissenschaftler in Durham haben bewiesen: In leichten Fällen genügen oft Düfte, um die Laune zu heben.

An der Studie nahmen Frauen im Alter von 45 bis 60 Jahren teil. Zuerst konnten sie alle einige Tage aus fünf verschiedenen Parfums - blumig, fruchtig, orientalisch bis schwer - einen Duft wählen und sich damit verwöhnen. Danach mussten die Frauen mehrere Tage auf Parfum verzichten. Parallel zu diesen Prozeduren füllten sie regelmäßig Fragebögen aus und berichteten darauf von ihren jeweiligen Stimmungen, Spannungen, von ihrer Gereiztheit.
Dabei stellte sich heraus: Bei den meisten Frauen übten die Duftwässer einen stimmungsverbessernden Effekt aus. Seelische Tiefs, Anspannungen, Gereiztheit und depressive Verstimmungen verschwanden. Die Frauen waren unter dem Einfluss ihres Parfums besser gelaunt und klagten weder über Nachtschweiß, Kopfschmerzen, Hitzewallungen noch Gelenkbeschwerden.

Was passiert im Organismus, wenn Düfte auf uns einwirken? Die Studie hat das genau gezeigt: Teile des Gehirns, in denen negative Stimmungen entstehen, werden durch die Geruchseindrücke positiv beeinflusst. Außerdem werden die so genannten Neurotransmitter, die in den Wechseljahren ein Tief erleben und in ihrer Aktivität nachlassen, von den Parfumgerüchen wieder angeregt und aktiviert. Obendrein rufen ganz bestimmte Düfte beim Menschen schöne Erinnerungen wach. Und die helfen ebenfalls mit, die Stimmung zu heben. Das alles beweist: Wir sollten angenehme Gerüche für uns nützen, sie genießen. Denn sie sind eine Art Naturarznei.


NACHRICHTEN AUS DEM DEUTSCHEN DIABETES-FORSCHUNGSINSTITUT (DDFI)
Ist das Hormon GIP an der Entstehung von Übergewicht beteiligt? (1.945 Zeichen)

 
(dgk / DDFI) GIP, das Gastric Inhibitory Polypeptide, ist ein Hormon, das von den K- Zellen des Dünndarms nach der Aufnahme von Fett oder Glukose ausgeschüttet wird. Ein japanisches Forscherteam ist kürzlich der Frage nachgegangen, ob GIP eine Rolle bei der Entstehung von massivem Übergewicht (Adipositas) spielen könnte.

Zur Klärung dieser Frage wurde eine Maus ohne GIP-Rezeptor gezüchtet, das heißt, dass das Hormon an dieser Stelle nichts mehr bewirken kann. Dieses Tier wurde mit fett- und kohlenhydratreicher Nahrung gefüttert. Eine unveränderte Maus erhielt zum Vergleich dieselbe Nahrung. Die Maus mit funktionstüchtigem GIP-Rezeptor entwickelte ein wesentlich stärkeres Übergewicht als die Maus ohne GIP-Rezeptor.

Weitere Untersuchungen zeigten, dass die fehlende Signalübertragung über den GIP-Rezeptor den Stoffwechsel von Fettzellen so ändert, dass bei gleicher Nahrungsaufnahme vermindert Fett gespeichert wird.
Die Versuche reihen sich ein in zahlreiche Studien, die sich mit der Erforschung von Genen beschäftigen, die bei der Entwicklung von Übergewicht beteiligt sein könnten. Zunächst sind die Ergebnisse nicht einfach auf den Menschen übertragbar. Trotzdem ist dies ein interessanter Forschungsansatz, zu dem sicher noch viele Studien folgen werden, so das Deutsche Diabetes-Forschungsinstitut (DDFI) in Düsseldorf. Wenn es gelingen könnte, ein Medikament zu entwickeln, welches die Wirkung von GIP am Rezeptor blockiert, könnte so eine Therapieform für Patienten mit starkem Übergewicht geschaffen werden.


Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.diabetes-deutschland.de.

Für Rückfragen zu dieser Presseinformation wenden Sie sich bitte an:
Prof. Dr. med. Werner A. Scherbaum
Deutsches Diabetes-Forschungsinstitut an der
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Auf'm Hennekamp 65, 40225 Düsseldorf
Telefon: 02 11 / 33 82 - 2 00, Fax: 02 11 / 33 69 103


V.i.S.d.P.
 
Herausgeber:
DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e.V.

Redaktion:
Michaela Berg (verantw.)
Dipl. Biol. Heike Thiesemann-Reith
Dr. rer. physiol. Ute Arndt
Dr. oec. troph. Karin Uphoff
Dr. med. Sigrid Ley

Abdruck honorarfrei
Beleg erbeten an:
Deutsches Grünes Kreuz
im Kilian
Redaktion dgk
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Telefon: 0 64 21 / 2 93-140
Telefax: 0 64 21 / 2 29 10

 

Fusszeile / Impressum