DGK e.V. -Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk), Jahrgang 43, Ausgabe 9 - 2002 - Themen: Fatigue, Krebs, Glaukom, Hotline, Big Gym, Fitness für Dicke, Senioren, Trinken, Schwerhörigkeit Hörgeräte, Cochlea Implantat, Fingernägel, Beratungstelefon, Gla
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Deutsches Grünes Kreuz, Fatigue, Krebs, Glaukom, Hotline, Big Gym, Fitness für Dicke, Senioren, Trinken, Schwerhörigkeit Hörgeräte, Cochlea Implantat, Fingernägel, Beratungstelefon, Glaukom, Diabetes, DDFI, Arthrose, Athritis, Altern in Würde, Aktionstag AiW,
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Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz
dgk, Jg. 43, 9 - 2002

Hochgradige Schwerhörigkeit: bessere Versorgung möglich
Kombination von Hörgeräten und Cochlea Implantat zeigt gute Hörerfolge (2.439 Zeichen )

(dgk) Bei starker Innenohr-Schwerhörigkeit hieß es bislang: entweder Hörgeräte oder Cochlea Implantat. Mit der so genannten elektrisch-akustischen Stimulation (EAS) sollen nun die Vorteile beider Techniken kombiniert werden. Die Ergebnisse sind vielversprechend.

Bisher musste bei der Versorgung hochgradig Hörgeschädigter entschieden werden, ob Hörgeräte oder aber Cochlea Implantat (CI) in Frage kommen. Lässt sich das Innenohr noch stimulieren, werden in der Regel Hörgeräte eingesetzt; der Gewinn an Sprachverständnis ist bei sehr starker Schwerhörigkeit jedoch begrenzt. CIs ermöglichen in diesen Fällen einen besseren Höreindruck.

Wissenschaftler von der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt (Main) befassten sich nun mit der Frage, wie man die Vorteile beider Versorgungsformen kombinieren und so zu einer Steigerung der Hörleistung gelangen kann. In Kooperation mit einem österreichischen Cochlea-Implantat-Hersteller entwickelte das Team um Professor Dr. Christoph von Ilberg und Professor Dr. Wolfgang Gstöttner geeignete Elektroden und eine spezielle chirurgische Implantationstechnik, damit das Restgehör trotz der Implantation erhalten bleibt.

Die Studienergebnisse sind ermutigend: Demnach lässt sich durch eine elektrisch- akustische Stimulation (EAS) - das ist die Verwendung von Cochlea Implantat plus Hörgerät - eine deutliche Steigerung des Sprachverständnisses erzielen. Dies gilt ganz besonders für das Zuhören im Störlärm, wenn also Hintergrundgeräusche die Kommunikation für den Hörgeschädigten erschweren. Welchen Fortschritt die Kombinationsmethode darstellt, erläutert Professor Gstöttner: "Einer unserer Patienten verstand unter erschwerten Hörbedingungen mit CI wie auch mit Hörgeräten allein überhaupt nichts. Für uns alle überraschend: Mit der Kombination beider Versorgungsformen - CI plus Hörgerät - lag sein Sprachverständnis bei nahezu 60 Prozent!"

Für Patienten mit starker Hochtonschwerhörigkeit, die noch über ein Resthörvermögen im Tieftonbereich verfügen, könnte die parallele Nutzung elektrischer und akustischer Reize künftig eine Verbesserung der Hörfähigkeit und somit der Kommunikationsmöglichkeiten bedeuten. Wichtige Voraussetzungen sind dabei allerdings der Erhalt des Resthörvermögens beim Einsetzen der Implantate sowie der Einsatz geeigneter Implantatelektroden.


Dem Nagel auf den Kopf geschaut
Was Fingernägel über unsere Gesundheit verraten (2.807 Zeichen)


(dgk) Ob lange Krallen oder kurz und praktisch, ob rot oder nicht lackiert, ob länglich oder breit: Erst durch die Fingernägel werden unsere Hände zu vollständigen "Werkzeugen". Mit ihrer Hilfe können wir kleinste Gegenstände aufnehmen oder an einer juckenden Stelle kratzen. Außerdem schützt das Horngewebe der Nägel die empfindlichen Fingerenden. Gepflegte, gesunde Fingernägel sind eine Visitenkarte. Sie sehen rosa aus, sind unbeschädigt, schmutzfrei und wachsen normal in die Furchen hinein.

Veränderungen im Nagel und auch im Nagelbett gelten aber nicht nur wegen des Aussehens als kritisch. Einige sind harmlos, andere können jedoch auf gravierende gesundheitliche Störungen hinweisen und sollten von einem Facharzt - in den meisten Fällen kann der Hautarzt weiterhelfen - beurteilt werden. Auch allergische Reaktionen auf Nagellacke, Nagelkleber für Kunstnägel oder andere Nagelprodukte können zu Verformungen und Verfärbungen der Nägel führen.

Verfärbungen:


Weiße Flecken (leukonychia punctata) und Streifen (Mees-Streifen) im Fingernagel sind nicht immer ein Zeichen für Vitamin- oder Mineralmangel. Häufig vielmehr das Ergebnis einer etwas zu "rabiaten" Maniküre, bei der die Nagelwurzel verletzt wurde, oder wenn beim Wachsen etwas Luft im Nagel eingeschlossen wird.

Mees-Streifen können jedoch auch das Anzeichen einer Vergiftung, fieberhaften Erkrankung, Verbrennung des Handrückens oder Röntgenbestrahlung sein.

Bei einer Verfärbung des gesamten Nagels kommen viele Ursachen in Betracht: zum Beispiel der Umgang mit chemischen Substanzen, Wasch- und Putzmitteln, Nagellack, die Einnahme von Medikamenten oder ein Vitaminmangel. Aber auch Stoffwechselstörungen, chronische Hauterkrankungen, Herz- und Nierenschäden oder Vergiftungen können zu einer kompletten Verfärbung der Nägel führen.

Schwarzfärbungen entstehen nur durch Nagelbetthämatome - Blutergüsse nach einem Schlag mit der Hammer oder einer Quetschung. Sie wachsen mit der Zeit heraus. Bei bräunlichen oder blau-schwarzen Flecken könnte ein Muttermal (Pigmentzellnävus) oder ein Melanom (Hautkrebs) dahinter stecken. Unbedingt vom Arzt abklären lassen! Gelbfärbungen weisen auf Leberleiden oder Gelbsucht hin, grünliche Verfärbungen auf Schimmelpilz- oder Bakterienbefall.

Verformungen:


Feine, regelmäßige Längsrillen sind meist harmlos und möglicherweise ein Zeichen für Flüssigkeitsmangel: Trinken Sie mehr!

Querrillen, so genannte "Beau-Reil-Furchen", können bei allen schweren Erkrankungen auftreten, zum Beispiel akuten Infekten, Herzerkrankungen oder auch als Folge einer Chemotherapie.

Nach oben gewölbte Nägel (Uhrglasnägel) können ein Indiz für Erkrankungen an Leber und Lunge oder für Blutarmut sein, nach innen gewölbte "Löffelnägel" für Magen-Darm-Leiden, verdickte und gekrümmte "Krallennägel" für Durchblutungsstörungen.

Fotos (slide show) und Erläuterungen (in englischer Sprache) finden Sie im Internet-Auftritt der Opens external link in new windowMayo-Clinic.


Spaziergang mit dem inneren Schweinehund
Bewegung auch bei Schmuddelwetter ( 2.395 Zeichen)


(dgk) Der Blick aus dem Fenster zeigt "Rheumawetter": Nieselregen bei etwa acht Grad Celsius. Die Menschen hetzen mit gesenktem Blick durch die Straßen. "Bloß schnell ins Haus", denkt man, "bei diesem Wetter jagt man ja keinen Hund vor die Tür!".
Doch auch bei Schmuddelwetter ist Bewegung wichtig, um die Gesundheit und Beweglichkeit der Gelenke zu erhalten. Denn durch Bewegung wird der Gelenkknorpel ausreichend mit Nährstoffen versorgt.
Überwinden Sie sich also, und jagen Sie nicht nur Ihren Hund, sondern auch sich selbst samt dem inneren Schweinehund einmal täglich zu einem Herbstspaziergang vor die Tür! Jeder hat schon einmal die Erfahrung gemacht; ist man erst einmal unterwegs, genießt man die frische Luft und das Wetter erscheint gar nicht mehr so schlecht.

Doch häufig verstärken sich bei feucht-kaltem Wetter rheumatischen Beschwerden, so dass es mit der Freude an der Bewegung rasch vorbei sein kann.

Der einzige Ausweg ist dann oft die Einnahme von Schmerzmitteln. Meist sind das so genannte nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), die gut gegen Entzündungen und Schmerzen wirken. Sie hemmen das schmerzauslösende Enzym Cyclooxygenase 1, kurz COX-1 genannt. Da das Enzym aber außerdem für den Schutz der Magenschleimhaut zuständig ist, verursachen diese Medikamente in vielen Fällen gefährliche Magengeschwüre. Einen Ausweg aus dieser Zwickmühle bieten die so genannten COX-2 Hemmer. Sie wirken selektiv nur auf die Schmerzauslöser und erhalten die Schutzfunktion des Enzyms für die Magenschleimhaut. Der Einsatz von solchen Schmerzmitteln kann sinnvoll sein, denn Schmerzfreiheit ist eine wichtige Vorraussetzung zum Erhalt der Mobilität.

Dem gemütlichen Herbstspaziergang sollte also nichts im Wege stehen, wenn Sie außerdem Folgendes beachten:

  • Tragen Sie wärmende und regenabweisende Kleidung sowie solides Schuhwerk.
  • Ein Spaziergang bringt Ihren Kreislauf auf Touren und vertreibt die diffusen Kältegefühle, die "Stubenhocker" oft befallen. Nach dem Heimkommen wechseln Sie am besten die Kleidung und wärmen Sie sich durch heiße Getränke in geheizten Räumen wieder auf. Auch ein heißes Bad mit ätherischen Badezusätzen oder eine heiße Dusche kann besonders wohltuend sein.


Sie werden merken: Das eigene Zuhause wird nach einem Spaziergang in der Kälte erst richtig gemütlich und der Wechsel zwischen Aktivität und Entspannung ist Vorraussetzung für eine gesunde Lebensweise.


Arthrose & Arthritis
Wenn Sie unter rheumatischen Beschwerden leiden, können Sie eine kostenlose Broschüre beim Deutschen Grünen Kreuz in Marburg anfordern. Senden Sie dazu einen mit € 1,53 frankierten und adressierten DIN A 5 Rückumschlag an:

Deutsches Grünes Kreuz
Stichwort: Arthrose & Arthritis
Schuhmarkt 4
35037 Marburg


Glaukom-Therapie auf den neuesten Stand gebracht (2.453 Zeichen)

(dgk) Hochdruck im Auge kann jeden treffen: Bei rund 800.000 Menschen in Deutschland ist es durch einen zu hohen Augeninnendruck bereits zu irreparablen Schäden am Sehnerven gekommen. Sie leiden am Grünen Star (Glaukom), einer der häufigsten Augenkrankheiten in den Industriestaaten, die unbehandelt zur Erblindung führen kann. Vom Glaukom bedroht, so schätzen Experten, sind darüber hinaus weitere zwei Millionen Bundesbürger, bei denen die Augen ebenfalls unter Druck stehen. Die Betroffenen haben davon aber noch gar nichts bemerkt, denn ein Glaukom tut nicht weh, und das Sehvermögen schwindet nur allmählich.

Um das Fortschreiten eines Glaukoms zu stoppen und das Augenlicht auf Dauer so vollständig wie möglich zu erhalten, müssen die Patienten regelmäßig und lebenslang Augentropfen einnehmen, die den Augeninnendruck senken. Was die Glaukom-Therapie anbelangt, hat die medizinische Forschung in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht. Neue Wirkstoffe wurden entwickelt, die den Sehnerven effektiver entlasten und dem Patienten die Handhabung der Medikamente erleichtern. Doch aufgrund von Zulassungsbeschränkungen dürfen Augenärzte hierzulande die moderneren Arzneien erst dann einsetzen, wenn die herkömmliche Standardtherapie keinen ausreichenden Erfolg gebracht hatte. Der Grund dafür ist verständlich: Neue Wirkstoffe sollen zunächst einmal ihre Sicherheit und Zuverlässigkeit über einen längeren Zeitraum hinweg beweisen.

Erstmals nach 24 Jahren haben die zuständigen europäischen Behörden nun einem neuen Wirkstoff die Zulassung als Standardtherapie bei Glaukom erteilt. Während bisher lediglich der Betablocker Timolol als Mittel der Wahl eingesetzt wurde, ist dies nun auch für Latanoprost möglich. Latanoprost wurde bereits 1997 in Deutschland eingeführt und war damals der erste Vertreter der so genannten Prostaglandinanaloga, einer gänzlich neuen Substanzklasse, die für die Behandlung des Glaukoms viele Vorteile brachte. So senken diese Mittel den Augeninnendruck nicht nur sehr wirkungsvoll und konstant, sie müssen in der Regel auch nur einmal täglich getropft werden, was den Patienten die Einhaltung der Einnahmevorschriften deutlich erleichtert.

Nachdem inzwischen mehrere Millionen Menschen weltweit mit Latanoprost behandelt wurden und der Wirkstoff sich dabei offenbar gut bewährt hat, war seine Zulassung als das neue Mittel der ersten Wahl zunächst in den USA und nun auch in Europa schon länger erwartet worden.


GESUNDHEITSTIPPS:
Buchtipp: Zweite Auflage von BIG GYM - Fitness für Dicke (961 Zeichen)


(dgk) Jede(r) Zweite in Deutschland hat Übergewicht, etwa 20 Prozent sind stark bis extrem übergewichtig. Falsche Ernährung, zu wenig Bewegung und sinnlose Diäten lassen immer mehr Menschen aus allen Nähten platzen. Vielen fällt es schwer, aktiv zu werden und etwas gegen die Pfunde zu tun. Die Sportreferentin und Übungsleiterin Dörte Kuhn aus Hamburg entwickelte das Bewegungsprogramm BIG GYM extra für stark Übergewichtige, denn diese müssen anders trainieren als Schlanke. Wegen der großen Nachfrage ist ihr Ratgeber und Anleitungsbuch "BIG GYM - Fitness für Dicke" nun in bereits zweiter Auflage im Verlag im Kilian erschienen.

Das Buch ist nicht nur für alle "Schwergewichtler", die sich gern bewegen wollen, gedacht, sondern auch für deren Angehörige, die die Probleme dicker Menschen beim Sport verstehen möchten. Ärzte, die übergewichtigen Patientinnen und Patienten Hilfe zur Selbsthilfe geben möchten, finden ebenfalls zahlreiche Tipps und Anregungen.


BIG GYM - Fitness für Dicke
"BIG GYM - Fitness für Dicke"
von Dörte Kuhn
Verlag im KILIAN
2. Aufl. 2002
Euro 13,00
ISBN 3-932091-72-8


Es darf ein Schlückchen mehr sein
Flüssigkeitsversorgung bei Senioren oft zu wenig (2.192 Zeichen)


(dgk) Altersforscher haben es herausgefunden: Etwa die Hälfte aller Gedächtnis- und Orientierungsprobleme bei alten Menschen haben ihre Ursache in einer unzureichenden Flüssigkeitszufuhr. Ein bekanntes Phänomen: Ältere Menschen neigen dazu, zu wenig zu trinken, sie "vergessen" es einfach. Zudem lässt das Durstgefühl im Alter erheblich nach.

Gerade im Alter ist die Flüssigkeitsversorgung jedoch besonders wichtig, weil der Wasseranteil im Körper ohnehin geringer ist als bei jungen Menschen. Das Bindegewebe kann Wasser nicht mehr so gut speichern, die intra- und extrazelluläre Flüssigkeitsmenge reduziert sich. Die Folge: Der Körper trocknet regelrecht aus. Und damit kann er die Giftstoffe, die er ständig zu verarbeiten hat, nicht mehr ausschwemmen. Zudem wird die Fließfähigkeit des Blutes beeinträchtigt, was zu Durchblutungsstörungen des Gehirns führen kann. Neben räumlicher und zeitlicher Desorientierung und Konzentrationsschwierigkeiten kann dies auch zu Schwindel und Apathie, in schweren Fällen zu Nieren- und Kreislaufversagen führen.

Die Ernährungsexperten des Deutschen Grünen Kreuzes empfehlen Senioren eine Trinkmenge von mindestens anderthalb bis zwei Litern am Tag. Wegen des nachlassenden Durstgefühls und der oftmals fehlenden Routine erleichtert ein fester Tages-Trinkplan das Erreichen dieser Flüssigkeitsmenge. Bestimmte Mengen von Getränken sollte man bereit stellen und über den Tag verteilt trinken. Natürliche Mineralwässer bringen nicht nur das Gehirn auf Trab, sondern versorgen auch Knochen, Haut und Muskeln und den Stoffwechsel mit lebensnotwendigen Mineralstoffen und Spurenelementen. Auch Früchte- oder Kräutertee, Saftschorle oder Suppe tragen dazu bei, ein Flüssigkeitsdefizit zu vermeiden. Und am Abend ist durchaus auch mal ein Glas Wein oder Bier erlaubt. Kaffee, schwarzer Tee und Alkohol sind weniger geeignet.

Deutliche Anzeichen für einen zu niedrigen Flüssigkeitshaushalt sind: wenig oder dunkler Urin, Schwindel, Schwächegefühl, Müdigkeit, innere Unruhe, Verwirrtheit, Konzentrationsstörungen, Verstopfung, niedriger Blutdruck, vegetative Dystonie, rheumatische Erkrankungen, sehr oft Fieber, Tränensäcke oder trockene Haut (Pergamentpapier).


MELDUNGEN:
Erster bundesweiter Aktionstag am 29. Oktober 2002
'In Würde altern' - Grantig, misstrauisch, aggressiv: Verhaltensstörungen im Alter verstehen - und helfen (1.827 Zeichen)


(dgk) Aggressives Verhalten im Alter, zunehmendes Misstrauen, unbegründetes Schimpfen und Schreien sind häufig nicht nur "gewöhnliche" Begleiterscheinungen des Alterns. Sie können auch Ausdruck einer beginnenden Demenzerkrankung sein. Demenz aber ist eine Krankheit, die wie kaum eine andere stigmatisiert ist, mit der man nicht konfrontiert werden möchte und über die man möglichst nicht spricht.

Mit welchen Problemen und Belastungen Betroffene und insbesondere ihre pflegenden Angehörigen sich auseinandersetzen müssen, findet daher bislang in der Öffentlichkeit hierzulande noch zu wenig Beachtung. Betroffene und Angehörige benötigen jedoch dringend mehr Hilfe und Unterstützung.

Mit dem ersten bundesweiten Aktionstag am 29. Oktober 2002 will die Initiative Altern in Würde gemeinsam mit dem Deutschen Grünen Kreuz e. V. einen Anfang machen und die vielfach prekäre Situation Demenzkranker und ihrer pflegenden Angehörigen in den Blickpunkt der Bevölkerung und der politisch Verantwortlichen rücken.
Dieser Aktionstag, der von nun an regelmäßig in jedem Jahr stattfinden wird, soll einen Anstoß für gemeinsame Aktivitäten geben. Ziel ist, möglichst viele Gruppen, Verbände, Behörden und Institutionen zu eigenen Aktivitäten anzuregen, die geeignet sind, auf die Wahrung der Würde unser alten und hochbetagten Mitbürger aufmerksam zu machen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich aktiv zu beteiligen. Die Initiative Altern in Würde stellt kostenlos Informationsmaterialien wie Broschüren und Plakate zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Thema gibt es auch unter www.altern-in-wuerde.de.

Ansprechpartner:

Dr. Ingolf Dürr
Deutsches Grünes Kreuz e. V.
c/o Initiative Altern in Würde
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Telefon: 0 64 21 / 293 - 174
Telefax: 0 64 21 / 229 - 10
E- Mail: ingolf.duerr(à)kilian.de


Hochdruck im Auge?
Deutsches Grünes Kreuz startet bundesweite Aufklärungsaktion zur Augenkrankheit Glaukom (Grüner Star) (1.904 Zeichen)


(dgk) Unter dem Motto "Hochdruck im Auge? - Dem Grünen Star vorbeugen - Lassen Sie sich jetzt testen!" führt die Initiative Glaukom e. V. gemeinsam mit dem Deutschen Grünen Kreuz e. V. im Oktober 2002 eine bundesweite Aktion zur Früherkennung der Augenerkrankung Glaukom (Grüner Star) durch. Ein speziell ausgerüstetes Infomobil wird zunächst 15 Städte in gesamten Bundesgebiet besuchen. Geboten werden eine kostenlose Voruntersuchung der Augen, die Aufschluss über das persönliche Glaukom-Risiko geben kann, sowie die fachliche Beratung durch Augenärzte. Broschüren und Ratgeber ergänzen das Informationsangebot.

Das Glaukom ist eine der gefährlichsten Augenkrankheiten, unbehandelt kann es zur Erblindung führen. Hauptursache ist ein zu hoher Druck im Augeninnern. In Deutschland sind bereits rund 800.000 Menschen am Glaukom erkrankt, weitaus mehr noch haben einen erhöhten Augeninnendruck, wissen jedoch nichts davon. Denn das Glaukom entwickelt sich schleichend und völlig schmerzlos, bleibt also sehr lange unbemerkt. Experten schätzen die Dunkelziffer auf zwei bis drei Millionen Betroffene. Zu spät entdeckt, können einmal vorhandene Schäden am Sehnerv nicht mehr rückgängig gemacht werden. Der Früherkennung kommt also größte Bedeutung zu.

Das Infomobil beginnt seine Tour am 7. Oktober in Berlin und wird bis zum 25. Oktober die Städte Potsdam, Leipzig, Weimar, Kassel, Lüdenscheid, Duisburg, Krefeld, Aachen, Bonn, Freiburg, Konstanz, Augsburg, München und Nürnberg besuchen. Die genauen Tourdaten und Standplätze des Infomobils finden Sie ab dem 15. September auf unseren Internetseiten unter www.dgk.de in der Rubrik Veranstaltungen.

Weitere Informationen erhalten Sie im Organisationsbüro:
Ansprechpartner

Dr. Ingolf Dürr
Deutsches Grünes Kreuz e. V.
Infomobil Glaukom
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Telefon: 0 64 21 / 293 - 174
Telefax: 0 64 21 / 229 - 10
E-Mail: ingolf.duerr(à)kilian.de


Neues Beratungstelefon für Krebspatienten (2.249 Zeichen)

(dgk) Krebs ist schon an sich eine äußerst belastende Krankheit. Viele der rund 500.000 Tumorpatienten trifft es aber doppelt schlimm. Nicht nur die Krebsgeschwulst verursacht Schmerzen und Beschwerden, auch die Chemo- oder Strahlentherapie und die Stress-Situation, die sich fast zwangsläufig aus der Erkrankung ergibt, kann Nebenwirkungen haben. Eines der häufigsten Symptome ist die Fatigue: Die Betroffene fühlen sich körperlich ausgelaugt, schlapp, müde und sind auch geistig total erschöpft. Speziell für Fatigue-Patienten hat der Krebsinformationsdienst (KID) in Heidelberg deshalb seit dem 1. September 2002 einen neuen Beratungsservice eingerichtet.

Das Fatigue-Telefon hat die Nummer 0 62 21 / 42 43 44 und ist montags, mittwochs und freitags von 16 bis 19 Uhr zu erreichen.


Das Beratungstelefon soll sich zu einer permanenten Anlaufstelle entwickeln, bei der die Sorgen und Nöte der Fatigue-Patienten Gehör finden.
Viele Fatigue-Kranke fühlen sich unverstanden - sowohl von ihren Angehörigen als auch von den Ärzten. Denn die chronische Müdigkeit wird nicht immer automatisch mit der Krebserkrankung in Verbindung gebracht. Zumal die Erschöpfungsphasen auch noch Monate und sogar Jahre nach der Tumorbehandlung auftreten können.

Ursache der Fatigue ist meist eine Blutarmut (Anämie), also ein Mangel an Roten Blutkörperchen. Diese Erythrozyten haben die Aufgabe, den lebensnotwendigen Sauerstoff zu den Körperzellen zu transportieren. Fehlt Sauerstoff, haben die Zellen nicht genügend Energie, um ihren Funktionen in vollem Umfang nachzukommen. Der Organismus schaltet auf Sparflamme, jede Bewegung fällt schwer, schon bei kleinsten Anstrengungen rast das Herz.

Richtig erkannt, lässt sich die Fatigue mit relativ einfachen Maßnahmen behandeln. Hauptziel ist es, die Sauerstoffversorgung zu verbessern. Am besten gelingt dies durch die Gabe von Erythropoetin, also jenes Hormons, das im Körper für die Neubildung roter Blutzellen zuständig ist. Erythropoetin kann seit einigen Jahren biotechnologisch hergestellt werden und ersetzt mehr und mehr die früher üblichen, aber nicht unproblematischen Bluttransfusionen. In leichten Fällen genügen manchmal auch schon Eisen- und Vitaminpräparate, um den Betroffenen wieder auf die Beine zu helfen.


AUS WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG:
Ärzte bekommen Nachhilfe in Kommunikation
Studie: Krebspatienten bleiben oft ohne ausreichende Information (1.133 Zeichen)


(dgk) Eine Studie hat es an den Tag gebracht: Besonders Krebspatienten sind oft unglücklich darüber, wie die behandelnden Ärzte in Kliniken mit Informationen über die schwere Krankheit und deren mögliche Folgen umgehen. Die Britische Regierung finanziert nun ein Programm, um Doktoren besser auszubilden. Vor allem bekommen sie Nachhilfe darin, wie man schlechte Nachrichten mitteilt.

"Ärzte haben oft Schwierigkeiten, ehrlich zu sein, wenn es schlecht um den Patienten steht oder die Informationen beunruhigend sind", sagt Professor Lesley Fallowfield, Direktor der Universität Sussex. Abhilfe schaffe nachweislich schon ein dreitägiger Ausbildungskurs, der darauf abzielt, die Kommunikationsfähigkeiten der Doktoren zu verbessern. Über fünf Jahre untersuchte Fallowfield die Leistungen von 160 Onkologen in englischen Kliniken. Dabei wurden Krebs-Patienten gebeten, die Leistung der Doktoren vor und nach einem solchem Kurs auszuwerten. Das Ergebnis: Die "Götter in Weiß" reagierten nach dem Crashkurs schneller auf die Fragen der Patienten und konnten Probleme und medizinisches Fachwissen deutlicher und verständlicher vermitteln.


Schützen Bananen vor Schlaganfall? (1.199 Zeichen)

(dgk) Menschen, die wenig Kalium über ihre Nahrung aufnehmen, besitzen ein höheres Schlaganfallrisiko. Das berichten US-Forscher in der Fachzeitschrift "Neurology". Die Forscher hatten in ihrer Studie 5.600 Männer und Frauen über 65 Jahre untersucht und bis zu acht Jahre beobachtet. Studienteilnehmer, die sich kaliumarm ernährten, hatten ein 1,5 Mal höheres Schlaganfall-Risiko. Besonders hoch war das Schlaganfallrisiko bei Menschen, die zusätzlich noch entwässernde Medikamente, so genannte Diuretika, einnahmen. Mit Diuretika wird zum Beispiel Bluthochdruck behandelt. Die Medikamente entziehen dem Körper Wasser, aber auch Mineralien wie Kalium. Entwässernde Medikamente seien zwar nicht prinzipiell gefährlich, so die Forscher. Es sei aber sinnvoll, den Kalium-Verlust auszugleichen, geben sie zu bedenken.

Kalium findet sich reichlich in Obst, Gemüse und auch in Vollkornprodukten. Wichtige Kaliumlieferanten sind insbesondere Bananen - sie enthalten 380 mg Kalium pro 100 g Gewicht. Die gelbe Schalenfrucht stellt damit nicht nur eine gute Energiequelle für Sportler dar, sondern ist auch für die Gesundheitsvorsorge wichtig. Eine Banane pro Tag könnte helfen, einem Hirnschlag vorzubeugen.


NACHRICHTEN AUS DEM DEUTSCHEN DIABETES FORSCHUNGSINSTITUT (DDFI):
Mit Telemedizin mehr Sicherheit für Herzpatienten
Neue Chancen auch für Diabetiker (2.533 Zeichen)


(dgk/DDFI) Als Folge der Stoffwechselkrankheit Diabetes mellitus sind Herz und Herzkranzgefäße im besonderen Maße gefährdet. Das Risiko für einen Herzinfarkt oder für plötzlichen Herztod auf Grund von Rhythmusstörungen ist bei Diabetikern zwei bis drei Mal höher als bei Nicht-Diabetikern. Rhythmusstörungen können durch eine Minderdurchblutung des Herzmuskels bei Herzkranzgefäßerkrankung ausgelöst sein.

Der Diabetiker bemerkt diese oft nicht. Dies gilt erst recht, wenn er wegen seiner Stoffwechselstörung durch den Diabetes selbst kein symptomatisches Krankheitserleben hatte. Oft werden erste Anzeichen eines Herzinfarktes nicht ernst genommen und der Patient wird zu spät ins Krankenhaus eingeliefert. Entscheidend für das Überleben ist jedoch, bereits bei ersten Symptomen aktiv zu werden, um insbesondere auch Rhythmusstörungen rasch behandeln zu können. Andererseits kann so auch die tatsächliche Gefährdung von Komplikationen am Herz-Kreislauf- System möglichst genau erkannt, kontrolliert oder ausgeschlossen werden.

Nun ist es auch in Deutschland möglich, schneller und rund um die Uhr Informationen über die aktuelle Herzaktion des Patienten zu erfahren und eventuelle Gefahren frühzeitig zu erkennen: Mit einem winzigen EGK-Gerät, das der Herzkranke beispielsweise in Form einer speziellen Brieftasche ständig bei sich führt, kann er jederzeit und überall EKG-Daten direkt und live an ein Telemedizin- Monitor-Center senden.

Die Vorteile dieser informationstechnischen Verknüpfung: Der herzkranke Patient hat eine bessere Selbst-Kontrolle und kann eigenständig und fortlaufend seinen Gesundheitszustand überwachen. Zudem können erste Symptome auch ohne den Gang zum Arzt schneller erkannt und frühzeitig eine Diagnose gestellt werden. Nach Prüfung der technisch übermittelten Daten durch Ärzte und medizinisches Personal im Phillips Telemedizin-Monitor-Center wird der Patient bei Bedarf an seinen behandelnden Arzt oder ein Krankenhaus verwiesen; im Notfall wird ein Notarzt verständigt. So gewinnt der Patient wertvolle Zeit und im Falle eines "Fehlalarms" sofort Gewissheit und Beruhigung.
Speziell bei Menschen mit Diabetes läuft dazu derzeit ein Pilotprojekt am Deutschen Diabetes-Forschungsinstitut in Düsseldorf (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. W. Scherbaum).

Die Firma Phillips hat dazu die Broschüre "Jede Minute zählt - Mehr Sicherheit für Herzpatienten" herausgegeben. Weitere Informationen und eine Kontaktadresse finden Sie auch auf der Seite der "Stiftung der Herzkranke Diabetiker" unter www.stiftung-dhd.de .


Neuer Wissenstest online - Prüfen Sie Ihr Diabeteswissen (629 Zeichen)

(dgk/DDFI) Auf den Seiten www.diabetes-deutschland.de finden Sie im Bereich "Teste Dich selbst!" neben anderen interessanten Tests und Rechenfunktionen den neuen Wissenstest vom Ernährungs- und Schulungsteam der Deutschen Diabetes- Klinik am Deutschen Diabetes-Forschungsinstitut Düsseldorf (DDFI).

Dort können alle, die direkt oder indirekt vom Diabetes betroffen sind und sich bereits mit den praktischen Fragen der Behandlung des Diabetes beschäftigt haben, online ihren aktuellen Wissensstand testen. Auch diejenigen, die sich noch nicht mit Diabetes mellitus auskennen, können aus den Antworten viel Neues erfahren.


Weitere Informationen im Internet unter
www.diabetes-deutschland.de.
Für Rückfragen zu diesen Presseinformationen wenden Sie sich bitte an:

Prof. Dr. med. Werner A. Scherbaum

Deutsches Diabetes-Forschungsinstitut an der

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Auf'm Hennekamp 65, 40225 Düsseldorf

Telefon: 02 11 / 33 82 - 2 00 Fax: 02 11 / 33 69 103


V.i.S.d.P.

Herausgeber:

DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e.V.

Redaktion:

Michaela Berg (verantw.)
Dipl. Biol. Heike Thiesemann-Reith
Dr. rer. physiol. Ute Arndt
Dr. oec. troph. Karin Uphoff
Dr. med. Sigrid Ley

Abdruck honorarfrei
Beleg erbeten an:

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Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Telefon: 0 64 21 / 2 93-140
Telefax: 0 64 21 / 2 29 10

 

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