DGK e.V. -Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk), Jahrgang 43, Ausgabe 7 - 2002 - Themen: Lieber Opa - bös verwirrt Schulwettbewerb, Altersdemenz, Schmerzen, Inseketengift Allergie, Wetterfühligkeit, Schluckauf, Kieselsäure, Haartönungen, diabetische
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Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz
dgk, Jg. 43, 7 - 2002

Schulwettbewerb in Hessen: 'Lieber Opa bös verwirrt'
Schüler informieren Schüler über Altersdemenz (2.970 Zeichen)


(dgk) Kinder leiden oft ganz besonders, wenn die Großeltern ihre geistige Gesundheit verlieren. Das Deutsche Grüne Kreuz bringt das Thema Altersdemenz in Hessens Schulen und startet den Schulwettbewerb: "Lieber Opa bös verwirrt - wie Wesensveränderungen den Alltag in der Familie erschweren".

Wenn alte Menschen "sonderbar" werden, kann das unterschiedliche Ursachen haben. Misstrauisches Verhalten, falsche Anschuldigungen und unbeherrschte Reaktionen den eigenen Familienangehörigen gegenüber können Anzeichen einer schweren Gehirnerkrankung sein: Demenz. Wenn sich das Wesen eines alten, pflegebedürftigen Menschen ändert, wirkt sich das stark auf das Familienleben aus. Demenzkranke müssen den ganzen Tag lang beaufsichtigt und betreut werden. Konflikte und Streit können zu den charakteristischen Merkmalen des Alltags werden. Mit ansehen zu müssen, wie die Krankheit immer mehr voranschreitet, ist für die Angehörigen schmerzvoll. Das ist nicht nur für Erwachsene so, auch Kinder leiden sehr, wenn der heiß geliebte Opa oder die Oma erkrankt ist und sich fremd und sonderbar verhält. Ein Thema, das noch wenig beachtet wird und daher vom Deutschen Grünen Kreuz als Pilotprojekt in Hessische Schulen gebracht wird.

Lieber Opa bös verwirrt

Der Schulwettbewerb richtet sich an die Klassen 3 bis 6. Zunächst erhalten Lehrerinnen und Lehrer Unterrichtsmaterialien, die dazu geeignet sind, Kinder an das schwierige Thema heranzuführen. Im November 2002 finden dann Projektwochen zum Thema statt. Unter dem Motto: "Schüler informieren Schüler" sollen sich die Kinder überlegen, wie sie Gleichaltrigen vermitteln können, was Altersdemenz ist, wie sich die Krankheit auf das Familienleben auswirkt und was sie tun können. Toleranz zu erlernen und anderen nahe zu bringen, ist zentrales Anliegen der Schulaktion. Die Wettbewerbsbeiträge müssen dokumentierbar sein. Die drei besten Beiträge werden mit Klassenfahrten belohnt. Die Staatlichen Schulämter in Hessen unterstützen das Schulprojekt.

Inspiriert wurde das DGK durch die Lektüre eines Kinderbuches von Almut Tina Schmidt: "Meinen Namen weiß Oma schon lange nicht mehr", in dem das Thema häusliche Pflege Demenzkranker aus der Perspektive eines zehnjährigen Mädchens anschaulich geschildert wird.

Von der etwa einer Million Demenzkranken in Deutschland werden etwa 80 Prozent zu Hause gepflegt - das sind 800.000 Familien, die unmittelbar mit dem Problem konfrontiert sind. Die Lebenserwartung in Deutschland steigt dank medizinischer Entwicklung, besserer Hygiene und Ernährung immer mehr an. Mit zunehmendem Alter erhöht sich aber auch das Risiko, an einer Demenz zu erkranken. Altersdemenz wird eines der zentralen Probleme in unserer Zukunft werden.

Weitere Informationen:
Deutsches Grünes Kreuz, Schuhmarkt 4, 35037 Marburg
im Internet auch unter www.altern-in-wuerde.de
Ansprechpartnerin:

Dagmar Arnold
Telefon: 0 64 21 / 2 93 - 136
Telefax: 0 64 21 / 2 29 10
E-Mail: schulwettbewerb-hessen(à)kilian.de


Stechender Schmerz und seine Folgen
Bei Verdacht auf Insektengift-Allergie testen lassen (2.948 Zeichen)


(dgk) Insektengift-Allergien sind, verglichen mit Pollen- und Hausstauballergien, relativ selten. Sie stellen jedoch eine ernst zu nehmende Gefahr dar, weil der Stich eines einzelnen Insektes für sensibilisierte Patienten fatale Folgen haben kann.

Bienen, Hummeln und Wespen sind für Natur und Menschen nützlich. Ihre Stiche allerdings können - von Schmerzen abgesehen - bedrohliche Konsequenzen haben. Für Insektengift-Allergiker besteht mitunter sogar Lebensgefahr.

Üblicherweise entwickelt sich für eine gewisse Zeit rund um die Einstichstelle eine brennende rote Quaddel. Für normal empfindliche Menschen sind Insektenstiche lediglich im tiefen Rachenraum bedrohlich, da Schwellungen dort zum Tod durch Ersticken führen können.
Ein Insektengift-Allergiker allerdings reagiert innerhalb von Sekunden bis Minuten mit Hautausschlag, Schweißausbrüchen, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit sowie Atem- und Kreislaufstillstand. Und: Das Risiko einer Allergieentwicklung steigt mit der Häufigkeit der Stiche.

Bei beginnenden allergischen Reaktionen nach einem Insektenstich muss daher sofort ein Notarzt gerufen werden. Außerdem sollten Menschen, die gegen Bienen- oder Wespenstiche allergisch sind, immer ein Notfallset mit sich führen, dass vom Arzt verschrieben wird. Prinzipiell können lebensbedrohliche Reaktionen in jeder Altersstufe auftreten, die schwersten Verläufe und die meisten Todesfälle wurden jedoch bei Erwachsenen beobachtet. Etwa 50 bis 60 Prozent erleiden bei einem Folgestich eine erneute lebensbedrohliche allergische Reaktion. Kommt es infolge eines Insektenstiches zu Veränderungen, die über eine Lokalreaktion hinausgehen, oder sogar zu Allgemeinreaktionen, liegt der Verdacht einer Insektengift-Allergie nahe. Daher ist eine grundlegende Allergiediagnostik besonders wichtig.

Nach einem ausführlichen Gespräch mit dem Arzt zur Krankengeschichte (Anamnese) folgen Haut- oder Bluttests, mit denen der Sensibilisierungsgrad gegen das entsprechende Insekt abgeschätzt werden kann. Die Blutuntersuchung dient dem Nachweis spezifischer IgE-Antikörper, die gegen die im Insektengift enthaltenen Allergene gebildet werden. Zusätzlich kann auch die Menge der IgG-Antikörper geprüft werden, die einen möglichen Schutzfaktor gegen schwere allergische Reaktionen darstellen können. Der Bluttest ist dabei eine Alternative und/oder Ergänzung zu den herkömmlichen Pricktests: Er erfordert mit nur einmal Blutabnehmen für Patient und Arzt wenig Zeitaufwand, Antikörper gegen mehrere Antigene können gemessen werden und häufiges "Piecksen" entfällt. Für Kinder ist dies ein besonders wichtiger Aspekt.

Tipp:
Bienen und Wespen stechen für gewöhnlich nur dann, wenn sie sich bedroht fühlen. Daher gilt: Niemals um sich schlagen, das macht die angreifenden Insekten noch aggressiver. Wichtig ist es, Ruhe zu bewahren und sich langsam zu bewegen.


Kinder hui, Erwachsene pfui - Impfstatus im Vergleich
Gemeinde auf der schwäbischen Alb spiegelt bundesweite Situation wider (1.809 Zeichen)


(dgk) Typisch: Während die Ruppertshofener Kinder gut gegen Tetanus, Diphtherie und Polio durchgeimpft waren, schwächelte der Impfschutz bei Eltern und Großeltern gewaltig. Die Daten, die das Gesundheitsamt Ostalbkreis im Jahr 1996 unter Federführung seines Leiters und Vorsitzenden der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes Dr. Klaus Walter erhoben hat, spiegelt die allgemeine Situation in Deutschland wider. Inzwischen hätten sich die Durchimpfungsraten aber sehr verbessert, so Dr. Walter.

Schon bei jungen Erwachsenen um die 20 klafften laut Studienergebnissen Lücken, die bei den 40- und 60-Jährigen noch deutlicher wurden. Obwohl der überwiegende Anteil der Befragten Infektionskrankheiten als bedrohlich erachtete, fand die logische Schlussfolgerung "Impflücken schließen" offenbar nicht statt.

Erschreckend: Nur 26 Prozent der Befragten zwischen 20 und 40 waren gegen Röteln geimpft, und das auch nur ein Mal. Als ob keiner wüsste, dass eine Rötelninfektion bei Schwangeren schwerste Schäden beim Ungeborenen hervorruft. Das schwache Glied in der Impfkette sind übrigens häufig die Männer: Sie übertragen das Rötelnvirus, auch wenn sie selbst nicht schwer erkranken. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Mädchen und Jungen eine zweimalige Kombinationsimpfung, die gleichzeitig gegen Masern, Mumps und Röteln schützt.

Das Impfbuch ist ein wichtiges Dokument, wird aber stiefkindlich behandelt und schlummert vergessen in irgendwelchen Schubladen. Die Ausrede "Ich kann meinen Impfausweis nicht finden" gilt nicht. Denn kein Arzt darf sich darauf verlassen, wenn sein Patient angibt, doch irgendwann schon mal geimpft worden zu sein. Also: Zum nächsten Arztbesuch den Impfausweis einstecken, den Impfschutz überprüfen lassen und gegebenenfalls fehlende Impfungen nachholen.


Wetterfrösche wider Willen
Wetterfühligkeit ist keine Krankheit (2.002 Zeichen)


(dgk) Viele freuen sich, wenn das Thermometer endlich wieder auf Werte um die 30 Grad Celsius steigt, für andere beginnt mit steigender Hitze das große Leiden. Plötzliche Wetterumschwünge, starke Temperaturschwankungen, schwülwarmes Wetter oder Fön: Wetterfühlige können nicht schlafen, sind müde und schlapp, schlecht gelaunt oder lustlos, haben Kopfschmerzen, Atemwegsprobleme oder Kreislaufbeschwerden.

Wetterfühligkeit ist keine Krankheit. Betroffene werden daher oftmals für eingebildete Kranke gehalten, obwohl jeder dritte Deutsche auf das Wetter reagiert. Trotzdem sind die Symptome "Wetterfühligkeit" oder "Wetterempfindlichkeit" bis heute wissenschaftlich ungeklärt. In Studien konnte allerdings nachgewiesen werden, dass extreme Hitze oder Kälte zu einem Anstieg der Krankheits- und Todesrate führt. Forscher haben eine bis zu 18 Prozent höhere Sterblichkeitsrate bei extremen Wetterlagen registriert.

An Tagen mit niedrigen Lufttemperaturen oder extrem hohen Luftdruckwerten gibt es einen Anstieg von Herzinfarkten und koronaren Herzerkrankungen. Der Kaltlufteinfluss auf der Rückseite eines Tiefdruckgebietes kann beispielsweise die Erkrankungen der Verdauungsorgane, rheumatische Beschwerden, Migräne, Narbenschmerzen und epileptische Anfälle negativ beeinflussen.
Spezielle Medikamente gegen Wetterfühligkeit gibt es nicht. Nur ein paar Tipps: Regelmäßige Saunagänge, Wechselduschen und Bewegung an der frischen Luft härten den Organismus ab. Menschen, die unter Wetterfühligkeit leiden, sollten sich ärztlich untersuchen lassen, um bestehende Erkrankungen als Angriffspunkte für die Wetterfühligkeit auszuschließen.

Wer unter Kreislaufproblemen, Allergien, Asthma oder anderen Vorerkrankungen leidet, sollte sich an heißen Tagen nicht zu viel zumuten und öfters mal eine Pause machen. Bei großer Hitze hilft es oft schon, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Ein Trost: Das Wetter wird auch mal wieder schlechter. An regnerischen Tagen kann der Kreislauf sich dann wieder erholen.

Buchtipp:
Weitere wertvolle Tipps für jede Wetterlage enthält das Buch "Gesund und fit bei jedem Wetter" von Dr. med. Günter Gerhardt, erschienen im Verlag im KILIAN.


Gesund & fit bei jedem Wetter Dr. med. Günter Gerhardt
Gesund & fit bei jedem Wetter
Ein Wohlfühlkalender für das ganze Jahr
ISBN 3-932091-28-0
176 Seiten, gebunden
durchgehend 4-farbig,121 Abb.
€ 15,50 [D ]


Tricks gegen den Hicks
Chronischer Schluckauf kann Hinweis auf ernste Erkrankungen sein (3.053 Zeichen)


(dgk) "Da denkt gerade jemand an dich", heißt es so schön, wenn man einen Schluckauf hat. Das mehr oder weniger laute Hicksen finden die meisten Menschen amüsant, wenn sie nicht selbst betroffenen sind. Oft kommt es im ungünstigsten Zeitpunkt zum lästigen "Dauerhicks": bei einer geschäftlichen Konferenz, im Theater oder beim Essen. Häufig sind sehr kalte oder heiße Speisen und Getränke, zu reichliches oder hastiges Essen ebenso wie ein Übermaß an Alkohol oder Nikotin Auslöser für Schluckauf. Begünstigt wird die von Ärzten "Singultus" genannte, meist zeitlich begrenzte Hickser-Attacke auch durch starke Nervosität.

Das Zwerchfell, das den Brustkorb vom Bauch trennt, besteht aus einer Muskelschicht. Gelangt etwas in den Magen, das das Zwerchfell reizt, reagiert es mit ruckartigen Zuckungen. Die Muskelstränge ziehen sich beim Einatmen ganz plötzlich zusammen und erzeugen damit ein größeres Lungenvolumen: Die Luft strömt deutlich schneller ein. Etwa 35 Millisekunden nach der Schluckaufeinatmung schließt sich der Kehldeckel. Dabei entsteht auch das charakteristische Geräusch, das Hicksen. Die am Ausatmen beteiligten Muskeln sind in dieser Zeit blockiert.

Wozu ein Schluckauf gut ist, weiß keiner so recht. Einige Wissenschaftler vermuten, dass er ein Überbleibsel der Atemübungen ungeborener Kinder ist. Bereits im Fruchtwasser der Gebärmutter trainieren Kinder ihre Atemmuskulatur regelmäßig. Dabei verhindert der Schluckauf gleichzeitig das Einatmen von Fruchtwasser. Ein primitiver Reflex, den wir mit auf die Welt bringen - und der uns als Erwachsener leider erhalten bleibt.

Ist man organisch gesund, bekommt man den Hickser in kürzester Zeit in den Griff. Gegen das lästige Übel helfen oft schon Großmutters Tipps, deren es viele gibt:

  • Luft anhalten,
  • kopfüber gebeugt ein Glas Wasser trinken,
  • Nase oder Ohren zuhalten,
  • Zucker essen,
  • Essig schlucken,
  • Niesen,
  • an das Essen von gestern Abend oder sieben glatzköpfige Männer denken
  • oder sich erschrecken lassen.


Diese und ähnliche "Ablenkungsversuche" reizen einen Teil des vegetativen Nervensystems, den Parasympathikus. Diese Meldung gelangt über die Nerven zum Atemzentrum im Gehirn, das den Hickser ausschaltet.
Wenn jedoch alte Hausmittel versagen und das Hicksen einfach nicht mehr aufhören will, sollte man sich auf jeden Fall einer ärztlichen Behandlung unterziehen. Ständig wiederkehrender oder andauernder Schluckauf kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.

Chronisch ist ein Schluckauf ab 48 Stunden. Aber schon nach drei bis vier Stunden ist ein Arztbesuch ratsam. Denn: Der ständige Hicks kann auf Erkrankungen im Magen-Darmbereich hinweisen, Zwölffingerdarm-Geschwüre sind ein klassisches Beispiel dafür. Aber auch Defekte im Nervensystem, wie kleine Mikro-Infarkte - das Absterben von Klein- und Kleinstgebieten im Gehirn - können den chronischen Singultus auslösen. Es gibt verschiedene Behandlungsmethoden wie Magenspülung, Erweiterung der Speiseröhre, Medikamente oder operative Eingriffe, die bei anhaltendem Schluckauf helfen.


DER AKTUELLE GESUNDHEITSTIPP:
Kieselsäure: Schutz für die gestresste Sommerhaut (2.212 Zeichen)


(dgk) Sommer, Sonne, Strand und Berge. Endlich kann man wieder zahlreichen Freiluft-Aktivitäten wie Sport, Baden oder auch Grillen ungehindert nachkommen. Gerade in der heißen Jahreszeit ist jedoch die Haut besonderen Belastungen ausgesetzt. Zu viel Sonne reizt sie bis zum Sonnenbrand, beim Sport zieht man sich schnell mal ein paar Schrammen zu und Insekten freuen sich über jede Körperstelle, die freien Zugang zu den Nahrungsquellen verspricht.

Mit Sonnenschutzmitteln und Insektensprays können Frischluft-Fans zwar vorbeugen, aber erfolgreich ist dies nicht immer. Viele vertragen diese Präparate auch nicht besonders gut und müssen deshalb darauf verzichten. So passiert es eben doch oft: Die Haut rötet sich, ist schmerzhaft gereizt und zum Platzen gespannt oder die Bissstellen der Stechmücken jucken unerträglich. In solchen Fällen kann man aber auch ohne viel Chemie rasch Abhilfe schaffen - mit Kieselsäure.

Kieselsäure besteht aus nichts weiter als dem Mineral Silizium, etwas Wasserstoff und Sauerstoff. Am einfachsten lässt es sich in Form von Kieselsäure-Gel, einer wässrigen Lösung der Kieselsäure, auf die betroffen Hautpartien auftragen. Dort wirkt es dann rein physikalisch, eben ohne zusätzliche Chemie. Die Kieselsäureteilchen im Gel sind sehr klein und extrem fein verteilt und haben aufgrund ihrer großen Oberfläche eine enorme Bindungsfähigkeit. Bei Sonnenbrand wirkt das Kieselsäure-Gel deshalb kühlend und schmerzlindernd, es beruhigt die Haut, entspannt sie und lässt die Entzündung schneller abheilen. Bei Insektenstichen wird der quälende Juckreiz deutlich gemindert.

Sinnvoll ist der Einsatz von Kieselsäure-Gel ebenfalls bei nässenden Schürfwunden oder Verbrennung, wenn zum Beispiel beim Grillen Fett auf die Haut gespritzt ist. Die Kieselsäure bindet dann das Wundsekret, auch Blutungen werden rasch gestillt und Kieselsäure-Gel verhindert außerdem, dass Bakterien oder Viren in die Wunde eindringen können.

Wegen seines physikalischen Wirkansatzes ist Kieselsäure sehr gut verträglich und auch für Kinder bestens geeignet. Fertig gemischtes Kieselsäure-Gel, das es in Apotheken und Reformhäusern gibt, ist daher eine ideale Ergänzung für die Haus- oder die Urlaubsapotheke.


MELDUNG:
Schlecht für Haut und Haar
Haartönungen erhalten durchweg schlechte Noten (1.587 Zeichen)


(dgk) Eine neue Haarfarbe verändert den Typ, kaschiert die ersten Anzeichen des Älterwerdens oder bringt modischen Schwung in den Schopf. Der Preis dafür ist allerdings hoch: In allen Produkten stecken gesundheitsschädliche Chemikalien, fand jetzt die Zeitschrift Öko-Test heraus.

Jeder zehnte Deutsche verwendet Haartönungen. Frauen treiben's besonders bunt: Sie machen mehr als 90 Prozent der Anwender aus. Doch auch Männer greifen inzwischen zu solchen Produkten. Zum Leidwesen der Friseure tönen immer mehr ihre Haare nicht im Salon, sondern mit Drogerie-Produkten im heimischen Bad. Ökotest testete insgesamt 35 Haartönungen, darunter zwölf Intensiv-Tönungen, die in Drogerien, Friseursalons oder im Versand angeboten werden, jeweils in einem Braun- und einem gedeckten Rotton.

Das Ergebnis: Unbedenklich ist keine einzige Haartönung im Test. 34 Produkte schnitten mit "ungenügend" ab, eines mit "mangelhaft". In den meisten stecken zwar weder Ammoniak noch Oxidationsmittel, dafür aber Farbstoffe wie etwa krebsverdächtige aromatische Amine. Bei neun Produkten veränderte in Versuchen das Färbemittel Resorcin die Chromosomen menschlicher Blutzellen. Halogenorganische Verbindungen, die Allergien auslösen können, stecken in fast allen Tönungen.

Experten raten von der Tönung des ganzen Schopfes mit chemischen Mitteln schlichtweg ab, denn dabei gelangen die bedenklichen Inhaltsstoffe auch auf die empfindliche Kopfhaut. Strähnchen seien gerade noch akzeptabel, weil die Kopfhaut oft durch eine Kappe abgedeckt wird. Als Alternative bieten sich pflanzliche Haarfarben an.


AUS WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG:
Der Wurm im Auge... (1.194 Zeichen)


(dgk) ...ist nicht Verursacher der Flussblindheit, sondern Bakterien in seinem Inneren. Zu diesem Ergebnis kam nun ein internationales Forscherteam. Mehr als 200 Millionen Menschen weltweit tragen Fadenwürmer (Filarien) in sich. Vor allem in Zentralafrika, Südamerika und Teilen Arabiens sind diese Parasiten verbreitet.

Die "Jugendstadien" der Würmer werden durch Kriebelmücken von Mensch zu Mensch übertragen. Gelangen diese Jungstadien (Mikrofilarien) ins Auge, entzündet sich die Hornhaut. Jeder Zehnte erblindet. Bisher wurde die Flussblindheit mit Anti- Wurm-Mitteln und Insektiziden bekämpft. Jetzt eröffnen sich ganz andere Möglichkeiten. Ohne ihre "Hausbakterien" pflanzen sich die Fadenwürmer im Menschen nicht fort. Und besser noch: Sie machen nicht mehr blind. Antibiotika oder Bakterien-Impfstoffe könnten in Zukunft Millionen von Menschen vor diesem Schicksal bewahren. Die Forscher mahnen jedoch zur Vorsicht. Zunächst müssen sich die Laborergebnisse noch in der Praxis bestätigen. Außerdem "leben wir alle in großer Angst, dass die Bakterien gegen Antibiotika resistent werden könnten", so Juliet Fuhrman, eine der Wissenschaftlerinnen, im Gespräch mit 'nature science'.


NACHRICHTEN AUS DEM DEUTSCHEN DIABETES-FORSCHUNGSINSTITUT (DDFI)
Therapie der diabetischen Polyneuropathie
Neue Mittel gegen die Nervenerkrankung in Sicht (1.503 Zeichen)


(dgk/DDFI) Etwa ein Drittel aller Diabetiker erkranken im Laufe ihres Lebens auch an Polyneuropathie, einer schweren Nervenkrankheit. Welche neue Therapieansätze es für die sehr häufige Folgeschädigung durch Diabetes gibt, berichtete Prof. Dr. med. Dan Ziegler vom Deutschen Diabetes-Forschungsinstitut an der Heinrich-Heine- Universität Düsseldorf auf der 37. Jahrestagung der Deutschen Diabetes- Gesellschaft (DDG) im Mai 2002 in Dresden:

Ursache der Polyneuropathie ist eine jahrelang unzureichende Einstellung des Blutzuckerspiegels. Die Nervenschädigung kann verschiedenste Organe betreffen. An den Füßen äußert sich die Nervenschädigung zum Beispiel mit Kribbeln, Schmerzen und Sensibilitätsverlust und kann unter anderem zum diabetischen Fuß führen. Vorbeugung und Behandlung beruhen bislang unter anderem auf einer guten Blutzuckereinstellung.

Ärzte suchen seit Jahren nach neuen Medikamenten, die langfristig die Polyneuropathie günstig beeinflussen könnten. Große Hoffnungen setzen Wissenschaft-ler dabei auf die Wirkstoffe Alpha-Liponsäure, Vitamin E, PKC ß- Inhibitor, Fidarestat, C-Peptid und vascular endothelial growth factor (VEGF).

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.diabetes-deutschland.de.

Für Rückfragen zu dieser Presseinformation wenden Sie sich bitte an
:

Prof. Dr. med. Werner A. Scherbaum
Deutsches Diabetes-Forschungsinstitut an der
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Auf'm Hennekamp 65
40225 Düsseldorf
Telefon: 02 11 / 33 82 - 2 00
Telefax: 02 11 / 33 69 - 103


V.i.S.d.P.

Herausgeber:

DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e.V.

Redaktion:

Michaela Berg (verantw.)
Dipl. Biol. Heike Thiesemann-Reith
Dr. rer. physiol. Ute Arndt
Dr. oec. troph. Karin Uphoff
Dr. med. Sigrid Ley

Abdruck honorarfrei
Beleg erbeten an:

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Schuhmarkt 4
35037 Marburg
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