DGK e.V. -Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk), Jahrgang 43, Ausgabe 5 - 2002 - Themen: Arthrose, Brille, Sehhilfe, Augen, Allergie, Katzenhaare, Osteoporose, Cayennepfeffer, Schmerzen, Hautcheck, Sonnenschutz, DDFI, Zähne, Typ 2 Diabetes, Frühjahrs
Gesundheitsinformationen zu:
Deutsches Grünes Kreuz, Arthrose, Brille, Sehhilfe, Augen, Allergie, Katzenhaare, Osteoporose, Cayennepfeffer, Schmerzen, Hautcheck, Sonnenschutz, DDFI, Zähne, Typ 2 Diabetes, Frühjahrspitz, Stress, Affen, Kopfschmerzen
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Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz
dgk, Jg. 43, 5 - 2002

Arthrose ist keine Krankheit (3.892 Zeichen)

(dgk) Laufen, sitzen, springen, steigen - bei allen Bewegungsabläufen werden Gelenke belastet. Kein Wunder, dass sie sich mit den Jahren immer mehr abnutzen. Bei vorzeitigem und übermäßigem Verschleiß von einem oder mehreren Gelenken spricht man von Arthrose. Während beim gesunden Gelenk die Knorpelschicht die Reibung zwischen den Knochen vermindert, reiben bei einer Arthrose die Knochen direkt aufeinander. Starke Schmerzen und Entzündungen sind die Folge.

Wer jedoch denkt, dass Gelenkabnutzung und Schäden erst im hohen Alter auftreten, der irrt gewaltig. Bereits in jungen Jahren ist der Verschleiß besonders bei sportlicher Betätigung sehr hoch. Bei Sportlern galten Kniebeugen als ein "Muss" bei jeder Aufwärmübung. Ob beim Tennis, bei der Skigymnastik oder beim Schulsport für Kinder und Jugendliche heißt es häufig: je öfter, desto besser. Eine unangenehme und erschreckende Tatsache wird dabei nicht beachtet: Bei jeder tiefen Kniebeuge lastet das sechs- bis siebenfache Körpergewicht auf Knie- und Fußgelenken. Selbst beim Treppensteigen ist es noch das Vierfache an Körpergewicht.

Zwar bekommt fast jeder Mensch im Alter eine Arthrose - Faktoren wie einseitige Belastungen, starkes Übergewicht oder angeborene Fehlstellungen der Gelenke können aber auch schon bei jungen Menschen einen Gelenkverschleiß verursachen.

Arthrose ist nicht heilbar, deshalb ist eine wirksame und rechtzeitige Schmerzbehandlung besonders wichtig. Normalerweise verordnen Ärzte dafür so genannte nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), die schmerz- und entzündungshemmend wirken. Ein entscheidender Nachteil der NSAR ist jedoch, dass sie zu Magengeschwüren und sogar zu lebensgefährlichen Magenblutungen und -durchbrüchen führen können. Einen Ausweg aus diesem Teufelskreis bieten die so genannten COX-2-Hemmer. Diese Medikamente haben den Vorteil, dass sie Schmerz und Entzündung sehr wirksam lindern, ohne dabei den empfindlichen Magen-Darm-Trakt allzu sehr zu beeinflussen. Das bewies auch eine groß angelegte Praxisstudie (AD-vanced Arthritis Management, kurz ADAM), die mit über 80.000 Arthrosepatienten von Mai 2000 bis Januar 2001 in Deutschland durchgeführt wurde. Die Patienten nahmen statt ihrer bisherigen Schmerzmittel den COX-2-Hemmer Rofecoxib ein und beurteilten nach vier Wochen die Schmerzbefreiung, die Dauer der Wirkung und die Veränderung ihrer Lebensqualität unter der neuen Therapie.

Tatsächlich waren die Schmerzen bei vier von fünf Patienten, die auf den COX-2- Hemmer umgestellt wurden, deutlich geringer geworden. 90 Prozent der Arthrosepatienten gaben beispielsweise an, besser Treppen steigen zu können als vorher, und 89 Prozent der Patienten hatten deutlich weniger Schmerzen beim Gehen. Auch von den behandelnden Ärzten bekam der COX-2-Hemmer gute Noten: 79,5 Prozent der Ärzte stellten eine bessere Schmerzbefreiung ihrer Patienten unter der Therapie mit dem Wirkstoff fest. Ausgelöst wurde dies durch die längere Wirkungsdauer.

Neben Medikamenten sind auch Wärme- oder Kälteanwendungen wirksame Mittel zur Therapie von Arthrose. Wärmeanwendungen wie Sauna, Fango oder Moorpackungen fördern die Durchblutung im Gelenk und entspannen die Muskulatur. Bei entzündlichen Arthrosen ist dagegen eine lokale Kühlung mit Eisbeutel oder Kühlkompressen hilfreich. Welche Behandlungsform im Einzelfall sinnvoll ist, entscheiden Arthrosepatienten am besten in Absprache mit ihrem behandelnden Arzt.

Benötigen Sie weitere Informationen zum Thema Arthrose?

  • Das Deutsche Grüne Kreuz hat ein Beratungstelefon für Ihre persönlichen Fragen eingerichtet: An jedem Mittwoch von 16 bis 20 Uhr erreichen Sie die Arthrose-Experten unter der Rufnummer 0 64 21 / 29 32 90.
  • Eine Informationsbroschüre zum Thema Arthrose erhalten Sie gegen Einsendung eines adressierten und mit € 1,53 frankierten DIN-A5-Rückumschlages an: Deutsches Grünes Kreuz, Stichwort "Arthrose", Postfach 1207, 35002 Marburg.


Selbst in der Antarktis gibt es Katzenhaare (3.928 Zeichen)

Tierhaar-Allergie: Damit es nicht zum Katzenjammer kommt
Verzicht auf Bello und Mieze verringert das Risiko

(dgk) Die Liebe zum Tier kann auch negative Folgen für die Gesundheit haben. Schätzungen zufolge leiden mehr als zehn Prozent der Haustierbesitzer unter einer Tierhaar-Allergie. Die Häufigkeit steigt an. Und: Immer öfter sind Kinder davon betroffen. Genau genommen sind es nicht die Tierhaare, die das Immunsystem verrückt spielen lassen. Das eigentliche Allergen stammt vielmehr aus dem Schweiß, Talg, Speichel oder Urin der Tiere. Hautschuppen oder Speichelbestandteile haften an den Haaren und verbreiten sich so in der Umgebung.

Die allergische Reaktion kann sich auf der Haut mit Rötung, Bläschenbildung oder Ausschlag bemerkbar machen, die Augen tränen oder jucken lassen oder eine Bindehautentzündung hervorrufen. Schnupfen, Niesattacken, eine verstopfte Nase bis hin zu Atemnot, Asthma und Husten sind weitere mögliche Folgen. Es ist bisher kein Fall bekannt, in dem jemand auf alle Tiere allergisch reagiert hat. Oft beschränkt sich die Allergie auf eine Tierart, beispielsweise nur auf Katzen, Hunde oder Pferde. Eine Hunde-Allergie kann sich sogar auf eine oder wenige Hunderassen konzentrieren.

Welches Tier die Allergie auslöst, ist in der Regel nicht schwer herauszufinden. Zu Symptomen kann es aber auch schon kommen, wenn man nur mit den Besitzern der Vierbeiner Kontakt hat, sei es bei Freunden oder Verwandten zu Hause, in der Schule, im Bus, im Kaufhaus und natürlich im Zoo oder Zirkus. Besonders Katzenallergene sind allgegenwärtig. Wissenschaftler haben sie sogar in der Antarktis gefunden. Häufig genügt es, wenn der Betroffene dem Arzt erzählt, wann, wo und wie sich die Beschwerden bemerkbar machen. Durch Hauttests oder eine Blutuntersuchung kann der Arzt die Diagnose bestätigen. Vor allem die Anwendungsmöglichkeiten einer Blutprobe sind vielfältig und werden immer weiter verfeinert. Heutzutage ist es möglich, mit einer einzigen Blutprobe sehr viele mögliche Allergieauslöser zu testen bzw. auszuschließen.

Wenn der vierbeinige Übeltäter feststeht, gilt: Auch wenn es schwer fällt, den lieb gewonnenen Mitbewohner zu verlieren, die sicherste Behandlungsmöglichkeit bei einer Tierallergie ist nach einhelliger Meinung die Entfernung des entsprechenden Tieres aus der Umgebung des Allergikers. Das gilt jedenfalls bei bereits vorhandenen Symptomen. Kinder lassen sich häufig damit trösten, dass man ein anderes Tier anschafft, das selten oder nie Allergien auslöst, also beispielsweise Fische oder eine Schildkröte. Nach der Abschaffung eines Tieres sollte man jedoch nicht gleich Wunder erwarten: Die allergenen Stoffe können sich noch wochen- bis monatelang im Teppich und in den Polstermöbeln halten und weiterhin allergische Reaktionen auslösen, selbst wenn die Wohnung gründlich gereinigt wurde. Vorsicht auch bei der Kleidung: Auch Felle oder Kleidungsstücke, die aus Tierhaaren gefertigt sind, wie Kamelhaarmäntel oder kuschelige Wollpullover können Allergene enthalten.

Weitere Tipps:

  • Vorbeugung: Hat ein Kind bereits Heuschnupfen, sollte man die Anschaffung eines Haustieres gut überlegen. Der Grund: Durch den ständigen Kontakt mit dem Tier kann möglicherweise eine Tierhaar-Allergie entstehen.
  • Teppiche, Polstermöbel, Matratzen und Kleidung kann Rosshaar enthalten. Wer eine Allergie gegen Pferdehaar hat, sollte solche Gegenstände aus seiner Umgebung entfernen.
  • Will man sich nicht von dem geliebten Haustier trennen, sollte man Vierbeiner einmal in der Woche mit Shampoo waschen. Das entfernt die Allergene zumindest vorübergehend aus dem Fell.
  • Zumindest das Schlafzimmer sollte zur tierfreien Zone erklärt werden. Die Bettwäsche häufig waschen. Den Rest der Wohnung reinigt man am besten so oft wie möglich mit einem geeigneten Staubsauger. Er sollte einen speziellen Feinstaubfilter besitzen. Glatte Flächen feucht wischen.
  • Luftfilter können die Allergenbelastung eines Raumes vermindern. Das hilft bei Katzenhaaren und - mit Einschränkungen - auch bei Hundehaaren.


Osteoporose ist keine reine Frauensache (3.122 Zeichen)

Auch Männer leiden an der Knochenkrankheit

(dgk) Wer den Begriff Osteoporose hört, denkt oft an alte Frauen mit dem typischen Witwenbuckel - an eine "Altweiber-Krankheit". Es ist zwar richtig, dass bei Frauen nach den Wechseljahren das Risiko für Osteoporose durch die verringerte Produktion der weiblichen Hormone und dem schnelleren Knochenabbau erheblich steigt - doch auch Männer kann es treffen. Immerhin leiden in Deutschland etwa 600.000 bis 900.000 männliche Patienten an der Knochenkrankheit. Womöglich sind es sogar noch mehr, denn bei ihnen wird an die vermeintliche "Frauenkrankheit" bei der Diagnose erst gar nicht gedacht.

Das Knochengerüst, das sich von der Geburt bis zum 30. Lebensjahr aufbaut, verliert ab etwa dem 40. Lebensjahr immer mehr an Masse. Dieser natürliche Abbau ist bei einer Osteoporose-Erkrankung stark erhöht. Auf Dauer zerstört der Schwund die "Knochen-Architektur" und sie verliert an Festigkeit, was sie bei Belastungen immer anfälliger macht. Die Folgen sind Knochenbrüche aus banalen Anlässen, starke Schmerzen, Beeinträchtigung der Mobilität und für viele Patienten häufig sogar die Invalidität. Mediziner unterscheiden zwischen der so genannten primären und der sekundären Osteoporose. Bei der sekundären Osteoporose spielen als Auslöser des Knochenschwundes vor allem andere Krankheiten eine Rolle: Hier können entzündlich-rheumatische Leiden, eine Überfunktion der Schilddrüse oder Magen- Darm-Krankheiten einen negativen Einfluss auf die Knochen haben. Diese Form der Osteoporose ist bei Männern häufiger. Der Knochenschwund kann auch durch bestimmte Medikamente, wie beispielsweise Kortisonpräparate, ausgelöst werden, die man über einen längeren Zeitraum einnehmen muss.

Bei Männern kann - ähnlich wie bei Frauen der Östrogenmangel - ein Testosteronmangel eine Ursache für Osteoporose sein. Aber auch Bewegungsmangel, einseitige Ernährung, erhöhter Alkoholkonsum und viele Zigaretten lassen die Knochen des "starken Geschlechts" poröser werden. Als vorbeugende Maßnahmen gegen Osteoporose gilt auch für Männer: kalziumreiche Ernährung, maßvoller Umgang mit Alkohol und viel Bewegung.

Steht die Diagnose "Osteoporose" fest, sollte so schnell wie möglich mit einer Therapie begonnen werden. Die wirksamsten Medikamente sind die so genannten Bisphosphonate. Sie bremsen den Knochenschwund und schützen damit vor Knochenbrüchen. Zur Behandlung der Osteoporose bei Männern ist in Deutschland aber bisher nur das Bisphosphonat Alendronat zugelassen.

Haben Sie Fragen? Möchten Sie weitergehende Auskünfte?

  • Sie können sich gerne an das Beratungstelefon "Osteoporose" des Deutschen Grünen Kreuzes wenden. Das Telefon ist jeden Freitag in der Zeit von 16 bis 20 Uhr unter der Rufnummer 0 64 21 / 29 31 94 geschaltet.
  • Eine kostenlose Broschüre zum Thema "Osteoporose", können Sie gegen Einsendung eines adressierten und mit 1,53 EUR frankierten DIN-A5-Rückumschlags anfordern bei: Deutsches Grünes Kreuz, Stichwort Osteoporose, Postfach 12 07, 35002 Marburg.
  • Buchtipp: "Osteoporose - Fragen & Antworten", Prof. Dr. Helmut W. Minne und Prof. Dr. Thomas v. Holst (Hg.), VERLAG im KILIAN, ISBN-Nr.: 3-932091-58-2, € 13,00.


Gesunder Start in die Sportsaison (2.429 Zeichen)

Cayennepfeffer lindert Beschwerden

(dgk) Strahlender Sonnenschein und angenehme Temperaturen locken viele Menschen an die frische Luft und zu sportlichen Aktivitäten. Dass der Körper noch nicht vollends aus dem Winterschlaf erwacht ist, merken die meisten Hobby-Sportler recht schnell: Schmerzende Gelenke, gezerrte Muskeln und überdehnte Bänder bremsen die anfängliche Motivation. Häufig macht dann auch noch ein Muskelkater das Aufstehen am nächsten Morgen zur Qual. "Wer im Frühjahr mit Sport beginnen will, sollte die Belastungen richtig dosieren und sich nicht überschätzen. Ein vorbereitendes Training ist in jedem Fall sinnvoll", sagt Dr. Dietmar Krause, Sportpädagoge beim Deutschen Grünen Kreuz.

Keine dieser typischen Sportverletzungen darf auf die leichte Schulter genommen werden. Schmerzende Gelenke können ein Zeichen für eine dauerhafte Überlastung sein. Zerrungen und Überdehnungen von Muskeln und Bändern machen die Gelenke darüber hinaus instabil und sind deshalb behandlungsbedürftig.

Hier haben sich Salben mit dem wirksamen Bestandteil des Cayennepfeffers, dem Capsaicin, bewährt. Sie fördern die Durchblutung und regen auf diese Art den Stoffwechsel an, was zu einer verbesserten Produktion von Gelenkflüssigkeit führt. Diese "Gelenkschmiere" sichert die gute Beweglichkeit.

Auch Schmerzen, die durch Überlastung von Muskeln und Bändern verursacht werden, können mit Cayennepfefferbalsam behandelt werden. Capsaicin hemmt die Ausschüttung des Schmerzbotenstoffes Substanz P. Die Weiterleitung des Schmerzsignals wird dadurch unterdrückt. Cayennepfeffersalbe stimuliert darüber hinaus die Wärmerezeptoren. Zunächst empfindet man dies als Brennen und die Haut rötet sich. Dann breitet sich ein angenehmes Wärmegefühl aus, lokale Verspannungen lösen sich.

Tipps für den gesunden Fitness-Trainings-Start:

  • Wählen Sie eine Sportart, die zu Ihnen passt und Ihnen Spaß macht.
  • Fangen Sie langsam an und steigern Sie sich allmählich.
  • Wärmen Sie sich gründlich auf: Vergessen Sie nicht die Dehnungsübungen.
  • Gehen Sie bei keiner Sportart über Ihre Schmerz- und Leistungsgrenze hinaus. Die maximale Pulsfrequenz beträgt 220 minus Lebensalter. Einsteiger sollten mit 60 Prozent beginnen.
  • Trinken Sie reichlich, aber nicht zu große Mengen in zu kurzer Zeit. Gut geeignet sind Saftschorlen.
  • Einsteiger sollten einen Fitness-Check beim Arzt machen.
  • Durchblutungsfördernde Salben können auch präventiv, vor Trainingsbeginn, angewendet werden.

 


MELDUNGEN: Vor dem Sommerurlaub: Kostenlose Sonnenschutzberatung und Hautcheck (1.066 Zeichen)

(dgk) Am 22. Mai ist es wieder so weit: Das UV-Mobil der drei Aktionspartner Deutsches Grünes Kreuz, Vichy Laboratoires und des Berufsverbandes Deutscher Dermatologen startet seine Reise quer durch die Republik. An Bord des UV-Mobils, das bis 3. Juli 2002 insgesamt 25 Städte besuchen wird, befindet sich ein Expertenteam, das Passanten einen kostenlosen Hautcheck und eine individuell zugeschnittene Sonnenschutzberatung bietet. Eine UV-Kamera spürt bereits sonnenbelastete Zonen im Gesicht auf und ein Melaninmessgerät ermittelt die aktuelle Eigenschutzzeit der Haut. Für medizinische Probleme, wie "Sonnenallergie" oder auffälligen Leberflecken steht Interessierten ein Dermatologe zur Verfügung. Wenn Sie wissen möchten, wann das UV-Mobil in Ihrer Stadt Halt macht, informieren Sie sich unter der Hotline-Nummer 0 800 / 0 11 211-7 (jeweils montags, dienstags und donnerstags von 14 bis 16 Uhr).

Nur für Journalisten: Informationen über die Tourroute gibt es im Tourbüro unter Tel. 0 64 21 / 293-155 oder unter dgk(à)kilian.de .


Neue Broschüre zum Thema Kopfschmerzen (926 Zeichen)

(dgk) Ob dumpf-drückende Spannungskopfschmerzen oder der pochend-pulsierende Schmerz eines Migräneanfalls: Mehr als die Hälfte aller Deutschen leidet zumindest gelegentlich unter Kopfschmerzen. Nicht in jedem Fall ist jedoch der Gang zum Arzt notwendig. Wenn keine ernsthafte Erkrankung vorliegt, kann man sich in vielen Fällen selbst helfen. Entspannungsmethoden, bewährte Hausmittel oder rezeptfreie Medikamente aus der Apotheke sind Mittel der ersten Wahl.

Die neue DGK-Broschüre "Kopfschmerzen - Anleitung zur Selbsthilfe" beschreibt die häufigsten Kopfschmerzarten mit ihren Ursachen und Symptomen. Medikamentöse Behandlungsstrategien werden erläutert und Tipps für die Therapie ohne Medikamente gegeben.


Die Broschüre kann mit einem
adressierten und mit 1,53 € frankierten DIN-A5-Rückumschlag
kostenlos angefordert werden bei:

Deutsches Grünes Kreuz e. V.
Stichwort: Kopfschmerzen
Postfach 1207
35002 Marburg


Die Tücken des Frühjahrsputzes (1.990 Zeichen)
Verzicht auf aggressive Chemikalien

(dgk) Gerade im Frühjahr werden allerorts Putzlappen oder Staubwedel gegen den Winterstaub geschwungen, Leitern bestiegen oder gefährliche Chemikalien eingesetzt. Das große Reinemachen tut zwar Seele und Wohnung gut, bleibt aber für die Gesundheit oft nicht ohne Folgen: Im Jahr 1999 kamen nach Angaben des Statistischen Bundesamts 5.592 Menschen durch Unfälle im Haushalt ums Leben - fast so viele wie im Straßenverkehr.

Zudem sind viele Putzmittel giftig. Insbesondere Backofensprays, Abflussreiniger und WC-Reiniger enthalten oft aggressive scharfe Laugen und starke Säuren. Sie können Haut und Schleimhäute verätzen. Das gilt auch für ältere Maschinen- Geschirrspülmittel und Sanitärreiniger. Problematisch ist häufig die Kombination verschiedener Reinigungsmittel. So können giftige Gase entstehen, wenn Rohrreiniger und Desinfektionsmittel beispielsweise mit Allzweckreinigern kombiniert werden.

Wie Arzneimittel gehören Haushaltschemikalien zu den Produkten, die Kleinkinder am häufigsten aufspüren und probieren. Besonders gefährlich ist die offene Aufbewahrung von Putzmitteln, die so für Kinder jederzeit zugänglich sind. Besser sind eine verriegelte Kiste oder ein verschlossener Schrank. Eine weit verbreitete Unart ist außerdem die Abfüllung von Putzmittelresten in Saftflaschen oder Marmeladegläser, die dann von den Kindern für Zucker oder Limonade gehalten werden könnten. Das sollte auf jeden Fall vermieden werden.

Die gute Nachricht: Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass zu viel Reinlichkeit der Gesundheit schadet. Das Immunsystem des Körpers kann sich nicht mit der Vielzahl von Bakterien, die in einem "normalen" Haushalt zugegen sind, auseinander setzen und ist somit für einen größeren Angriff nicht vorbereitet. Auf der anderen Seite: Putzen bringt nicht nur die Wohnung auf Vordermann, sondern ist auch gut für die Fitness und zum Abnehmen. Wer vier Stunden lang putzt, verbrennt dabei immerhin 1.400 Kalorien. Das zumindest spricht für den Frühjahrsputz.


AUS WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG: Stress ist schlecht für die Zähne (972 Zeichen)

Parodontose vor Karies

(dgk) Nicht nur Süßes, Heißes oder Eiskaltes kann Zahnschmerzen verursachen, sondern auch Stress. Der Marburger Parodontose-Spezialist Rainer Mengel ist der Ansicht, dass durch permanente Überlastung die Immunabwehr geschwächt wird und so chronische Zahnfleischentzündungen häufiger auftreten.

Fast jeder dritte Erwachsene zwischen 30 und 40 Jahren leide an der schmerzhaften bakteriellen Entzündung, der Parodontose-Erkrankung. Bei 10 bis 20 Prozent der Betroffenen bauen sich Kieferknochen und Zahnfleisch unglaublich schnell ab, was bis zum Knochenverlust führen kann. Karies sei hingegen immer seltener, so der Oberarzt am Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde.

Eine Studie, die Stress als Ursache für die weite Verbreitung der Parodontose eindeutig belegt, gibt es bislang nicht. Seit Anfang 2002 läuft daher in Marburg unter Mengels Leitung eine auf zwei Jahre angelegte Untersuchung mit rund 500 Patienten, die die Stress-Parodontose-Beziehung belegen soll.


Was den Menschen vom Affen unterscheidet (1.880 Zeichen)

Forscher entdecken genetische Unterschiede im Gehirn

(dgk) Forscher des Max-Planck-Institutes für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben festgestellt, dass sich Menschen und Schimpansen trotz der vielen Ähnlichkeiten im Erbgut doch sehr unterscheiden: Es gibt große Differenzen in der Benutzung der Gene in den Hirnzellen. Diese Erkenntnisse sollen Wissenschaftlern helfen, die genetischen Grundlagen für die Anfälligkeit für Aids, Malaria oder Alzheimer besser zu verstehen.

Es zeigte sich, dass der Mensch vor allem im Gehirn einen größeren Teil seiner Erbanlagen in Proteine umsetzt als der Affe. Demzufolge ist das Erbgut des Menschen in dieser Hinsicht aktiver. Damit gelang es dem Team um Professor Svante Pääbo erstmals, genetisch relevante Veränderungen zu identifizieren, die in den vergangenen fünf Millionen Jahren zur Ausdifferenzierung der Spezies Mensch und seiner "nächsten Verwandten" geführt haben. Die Forscher gewannen erste Einblicke, wie sich diese Expressionsmuster in der Evolution entwickelt haben. Von besonders großem Interesse sind dabei die Grundlagen für die besonderen kognitiven Fähigkeiten des Menschen, vor allem die sprachlichen Fertigkeiten. Doch es gibt auch wichtige, medizinisch relevante Unterschiede: Dazu zählt die Resistenz von Schimpansen gegen AIDS. Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass zum Beispiel Brustkrebs, Dickdarmkrebs oder Lungenkrebs wesentlich seltener bei Schimpansen als beim Menschen auftreten. Ferner sind Krankheiten wie Alzheimer oder Malaria bei Mensch und Schimpanse unterschiedlich verbreitet. Von daher ist es auch für die Humanmedizin von Bedeutung, wenn es gelingt, die funktionellen genetischen Unterschiede zwischen Menschen und Schimpansen zu identifizieren.

Weitere Informationen finden Sie unter www.mpg.de. Die Ergebnisse wurden in der aktuellen Ausgabe des Fachblattes Science (Bd. 296, S. 340) www.sciencemag.org publiziert.


NACHRICHTEN AUS DEM DEUTSCHEN DIABETES-FORSCHUNGSINSTITUT (DDFI): Risikofaktoren für Typ 2 Diabetes geschlechtsspezifisch? (2.882 Zeichen)

Rauchen und Alkohol gefährden Männer, mangelnde Bewegung Frauen

(dgk/DDFI) Insbesondere starkes Übergewicht, Störungen des Fettstoffwechsels, Bluthochdruck und Diabetes der Eltern sind Faktoren, die das Risiko für die Entwicklung eines Diabetes mellitus Typ 2 steigern. Das bestätigt eine Studie mit Daten der MONICA-Augsburg-Kohorten-Studie. Zudem kam diese Studie zu dem Ergebnis, dass für einige Risikofaktoren geschlechtsspezifische Unterschiede vorzuliegen scheinen.

Die Teilnehmer der MONICA-Studie aus Augsburg und Umgebung wurden befragt, untersucht und beantworteten 1984/85, 1989/90 sowie 1994/95 Fragebögen zu Ihrem Gesundheitszustand. Im Jahre 1998 erhielten die noch zu erreichenden Teilnehmer der MONICA-Studie einen weiteren Fragebogen. 3.052 Männer und 3.114 Frauen im Alter zwischen 35 und 74 Jahren, die zur Zeit der Monica-Studien- Befragungen keinen Diabetes mellitus angaben und auch keine Medikamente gegen Diabetes erhielten, wurden insgesamt in die Auswertung einbezogen.

In der Zeit zwischen den MONICA-Fragebögen und der erneuten Befragung 1998 hatten 128 Männer und 85 Frauen einen Diabetes mellitus entwickelt. Bei beiden Geschlechtern konnten ein höheres Alter, ein erhöhter Body-Mass-Index als Zei- chen für Übergewicht, ein erniedrigter HDL-Cholesterinwert ("gutes Cholesterin") sowie ein Diabetes bei Vater oder Mutter als unabhängige Risikofaktoren ermittelt werden. Hinzu kamen nur bei Männern ein erhöhter Blutdruckwert (systolischer Wert), regelmäßiges Zigarettenrauchen (mindestens eine Zigarette pro Tag) und starker Alkoholkonsum (mehr als 40 Gramm täglich). Nur bei Frauen konnten erhöhte Harnsäurewerte und geringe körperliche Aktivität in der Freizeit als unabhängige Risikofaktoren bestätigt werden.

Nach Ansicht des Deutschen Diabetes-Forschungsinstitutes Düsseldorf (DDFI) - wie auch der Autoren der Studie selbst - könnten die Ergebnisse durch verschiedene methodische Mängel allerdings verzerrt sein. So wurde beispielsweise die Anzahl der Gerauchten Zigaretten pauschaliert und die körperlichen Aktivitäten nur in der Freizeit ermittelt.

In zukünftigen, auch internationalen Studien sollten die Ergebnisse dieser Studie und die teilweise abweichenden Resultate aller vergleichbaren Untersuchungen weiter aufgegriffen werden, bevor sie auf die Gesamtbevölkerung übertragen werden können, so Dr. med. Melanie Stapperfend und Prof. Dr. med. Werner Scherbaum vom DDFI. Auch eine Untersuchung möglicher Einflüsse auf bestimmte Risikofaktoren sollte nach Ansicht des DDFI in weiteren Studien abgeklärt werden.

Trotzdem geht auch aus dieser Studie hervor, dass Veränderungen von Umwelt- und Lifestylefaktoren in der Bevölkerung maßgeblich zu einer Verringerung der wichtigen Risikofaktoren für die Entwicklung von Diabetes mellitus Typ 2 beitragen könnten. In Folge könnte somit auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie eine Großzahl der vorzeitigen Todesfälle drastisch gesenkt werden.

Quelle: M.D. Christa Meisinger et al. Sex Differences in Risk Factors for Incident Type 2 Diabetes mellitus. Arch Intern Med. 162 (2002): 870-878
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.diabetes-deutschland.de


V.i.S.d.P.

Herausgeber:
DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e.V.

Redaktion:
Michaela Berg (verantw.)
Dipl. Biol. Heike Thiesemann-Reith
Dr. rer. physiol. Ute Arndt
Dr. oec. troph. Karin Uphoff
Dr. med. Sigrid Ley

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