DGK e.V. -Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk), Jahrgang 43, Ausgabe 12 - 2002 - Themen: NIO Nationale Initiative gegen Osteoporose, Run and Bike, IBERA-professional, Grippe, Ricin, Diabetes, DDFI
Gesundheitsinformationen zu:
Deutsches Grünes Kreuz, NIO Nationale Initiative gegen Osteoporose, Run and Bike, IBERA-professional, Grippe, Ricin, Diabetes, DDFI
skip_nav

Suche

 

Service-Content


Textanfang / Content

Sie sind hier: Home / Presse / Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk) / 2002 - Jahrgang 43 / dgk, Jg. 43, 12 - 2002
Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz
dgk, Jg. 43, 12 - 2002

Der Anfang ist gemacht
Gründung der Nationalen Initiative gegen Osteoporose in Berlin (2.233 Zeichen)
 

(dgk) Bei der Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Osteoporose steht die Industrienation Deutschland auf dem Niveau eines Entwicklungslandes. Grund genug für Professor Dr. Rita Süssmuth, sich aktiv zu engagieren. "Wir können im weltweiten Kampf gegen Osteoporose durch Aufklärung und Therapie noch viel bewegen", ist die ehemalige Politikerin überzeugt.
Einen erster Schritt stellt die Gründung der Nationalen Initiative gegen Osteoporose dar, die das Deutsche Grüne Kreuz e. V. in Kooperation mit dem Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose (BfO) und der International Osteoporosis Foundation (IOF) als Mitträger ins Leben rief. Rita Süssmuth, die Schirmherrin der Initiative, die am 10. Dezember 2002 in Berlin starten wird, will auf die belastenden Lebensumstände von Osteoporose-Patienten aufmerksam machen und sich für eine adäquate medikamentöse Therapie einsetzen.

In Deutschland leben zur Zeit mehr als sechs Millionen Betroffene - mit steigender Tendenz. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt Osteoporose bereits zu den zehn bedeutendsten Krankheiten weltweit. In Deutschland mangelt es dagegen noch an der Einsicht, Osteoporose als eine der gravierendsten chronischen Krankheiten anzuerkennen. Auch für dieses Ziel wird Professor Süssmuth kämpfen.

Plötzliche Wirbelkörperbrüche, Verkrümmung des Rückgrads sowie wiederkehrende Frakturen an Händen, Armen oder Beinen gehören zum Leidensbild der Erkrankten. Doch nur 30 Prozent der Patienten mit Wirbelbrüchen erhalten derzeit eine umfassende Therapie. Damit bildet Deutschland im internationalen Vergleich das Schlusslicht in Europa.
Fast noch schlimmer betroffen sind all diejenigen Menschen, die an Osteoporose erkrankt sind, ohne es zu wissen. Denn häufig erfolgt die Diagnose "Knochenschwund" erst dann, wenn die Knochen schon geschwunden sind. Für eine adäquate Therapie ist es dann oft zu spät.

Die Eröffnungsveranstaltung der Nationalen Initiative gegen Osteoporose findet statt am Dienstag, 10. Dezember 2002, ab11.30 Uhr, im Rudolf-Virchow-Haus, Schumannstraße 20/21, in Berlin.


Vertreter der Presse sind herzlich eingeladen.

Weitere Informationen oder ein Foto von Frau Professor Dr. Rita Süssmuth können Sie per Mail anfor
dern bei katja.burk(à)kilian.de


Fit durch den Winter (2.962 Zeichen)
 

(dgk) Draußen ist es kalt, es regnet und alles wirkt grau in grau. Da sind die typischen Unpässlichkeiten des Winters nicht weit: Erkältung, Darmträgheit und Stimmungstief. Doch Widerstand lohnt sich - stärken Sie Ihre Abwehrkräfte!

Morgens ist es neblig, abends früh dunkel. Dauerregen und Kälte schlagen aufs Gemüt und fordern unser Immunsystem. Am liebsten würde man keinen Schritt vor die Tür tun und es sich mit Schokokeksen zu Hause gemütlich machen. Doch Vorsicht: Das ist nicht unbedingt die beste Strategie im Kampf gegen verstopfte Nasen und träge Därme.

  • Körperkräfte stärken
    Auch wenn es einem schwer fällt, sich aufzuraffen: Bewegung an der frischen Luft regt den Kreislauf an, trainiert das Immunsystem und aktiviert ebenso den Darm. Wer zu Stimmungstiefs neigt, braucht besonders viel natürliches Tageslicht. Außerdem begünstigen frische Luft und körperliche Aktivität - am besten in netter Gesellschaft - die Ausschüttung von Endorphinen, den natürlichen "Glückshormonen".
    Da Heizungsluft die Schleimhäute austrocknet und dadurch anfällig macht, sollte man auch die frische Luft fürs Zimmer nicht vergessen und regelmäßig lüften. Ein Wasserverdunster oder eine Schale Wasser auf der Heizung sorgen für ein gesundes Raumklima.
    Unverzichtbar ist jetzt eine gesunde Ernährung. Obst, Gemüse und Vollkornprodukte liefern reichlich Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe. Die braucht der Körper, um sich gegen Bakterien und Viren zur Wehr setzen zu können. Selbst die Ballaststoffe helfen nicht nur dem Darm bei seiner Arbeit, sondern unterstützen auch das Immunsystem. Zum einen schaffen sie ein gesundes Darmmilieu, zum anderen haben insbesondere Getreideballaststoffe wahrscheinlich auch einen direkten Einfluss auf die Abwehrkräfte.
    Ein herausragender Helfer für die kalte Jahreszeit ist Ingwer: Er lindert Blähungen und Verstopfung, wirkt vorbeugend gegen Erkältungskrankheiten, steigert die Durchblutung und durchwärmt sogar kälteste Hände und Füße. Frischer Ingwer kann den Speisen als Gewürz zugegeben oder als Tee aufgebrüht werden. Letzteres ist besonders günstig, da heiße Getränke den Körper zusätzlich wärmen und dazu beitragen, auf eine Trinkmenge von 1,5 bis 2 Litern pro Tag zu kommen.

 

  • Weitere Hilfen
    Doch trotz bester Vorsätze und gesunder Lebensweise kann es einen manchmal "erwischen". Verschiedene Wirkstoffe können dann helfen, den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Zur Unterstützung bei Erkältungskrankheiten haben sich die Substanzen aus dem Roten Sonnenhut (Echinacea purpurea) bewährt. Sie haben einen antibiotischen Effekt und steigern die Widerstandskräfte gegen Viren und Bakterien. Einen trägen Darm kann man mit dem Wirkstoff Bisacodyl wieder in Schwung bringen. Er regt direkt die Muskulatur des Dickdarms an und bringt auf diese Weise die Darmtätigkeit wieder in Gang. Und wer nicht aus seiner trüben Stimmung herausfindet, dem sei Johanniskraut empfohlen: Es wirkt ausgleichend und stimmungsaufhellend.

 


Trotz Asthma Spaß am Wintersport
Behandlung von anstrengungsbedingtem Asthma (2.355 Zeichen)

 

(dgk) Joggen im Winter, Skilanglauf oder Abfahrtslauf - wer sich körperlich anstrengt, muss tiefer atmen. Dann reicht oft das Luftholen durch die Nase nicht mehr aus und es wird durch den Mund geatmet. Die natürliche Filterfunktion der Nase fällt aus. Die Atemluft gelangt kalt und ungefiltert in die Lunge. Das kann für Asthmakranke ein Problem sein, muss aber nicht.

Gesunden scheint das Luftholen selbstverständlich, für Asthmatiker wird das lebenswichtige Gasgemisch jedoch oft zum knappen Gut, insbesondere bei Anstrengung und Arbeit in kalter Luft oder beim Wintersport. Bei körperlicher Belastung braucht der Körper mehr Sauerstoff. Dazu muss häufiger geatmet werden. Durch den verstärkten "Luftstrom" kühlen und trocknen die Bronchien aus. Sie können sich krampfartig verengen. Husten und Atemnot sind die Folgen und bei einer entsprechenden Veranlagung droht ein Asthmaanfall. Ärzte sprechen dann von Anstrengungs- oder Belastungsasthma.

Wintersport ist für Asthmatiker aber keineswegs tabu. Neuere Untersuchungen haben ergeben, dass ein guter Trainingszustand sich sogar günstig auf das Anstrengungsasthma auswirkt. Durch regelmäßiges Training, auch im Winter, sinkt bei jedem Menschen die Atemarbeit und steigt auch beim Asthmakranken die Reizschwelle für die Auslösung eines Asthmaanfalls.

Wichtig ist eine möglichst frühzeitige medikamentöse Prophylaxe, um durch Belastung induzierten Asthmaanfällen vorzubeugen. Der Wirkstoff Montelukast mindert nachweislich die krankhaften Reaktionen des Bronchialsystems auf körperliche Anstrengungen. Er ist der einzige in Deutschland zugelassene Leukotrien-Hemmstoff und hat sich in zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen ebenso wie in der Praxis bewährt.
In einer wissenschaftlichen Studie an 110 Patienten im Alter von 15 bis 45 Jahren mit leichtem Asthma wurden 10 Milligramm Montelukast gegen ein Scheinmedikament getestet (NEJM 1998; 339:147-52). Das Medikament wurde einmal täglich vor dem Zubettgehen gegeben. Nach zwölf Wochen zeigte sich unter Therapie ein messbar größerer Schutz gegen belastungsinduzierte Bronchienverengung: Das Ausmaß der Verkrampfung verringerte sich deutlich. Die Teilnehmer benötigten außerdem seltener Akutmedikamente zur Bekämpfung von Asthmabeschwerden. Dies macht die Betroffenen unabhängiger von ihrer Krankheit und erhöht die Lebensqualität beträchtlich.


Hygienetipps für die Kindergarten-Küche
Statt Gesundheitszeugnis jetzt Belehrung aller Mitarbeiter und Helfer (3.513 Zeichen)

 

(dgk) Lebensmittelinfektionen gehören zu den am häufigsten gemeldeten Infektionskrankheiten. Bereits im vergangenen Jahr ist ein neues Gesetz, das Infektionsschutzgesetz (IfSG), in Kraft getreten. Zweck des IfSG ist es - unter deutlicher Stärkung des Präventionsaspektes - übertragbaren Krankheiten beim Menschen vorzubeugen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und ihre Weiterverbreitung zu verhindern. Damit will das Infektionsschutzgesetz heutigen infektiologischen Erkenntnissen und Notwendigkeiten zur Bekämpfung übertragbarer Krankheiten Rechnung tragen und die Prävention als Leitgedanken verankern.

Das IfSG schreibt vor, dass Arbeitnehmer, die im Bereich der Herstellung, der Behandlung und dem Verkauf von Lebensmitteln in der Gemeinschaftsverpflegung, wie in Kinderkrippen, Kindergärten, Kindertagesstätten, Kinderhorten, Schulen oder sonstigen Ausbildungseinrichtungen, Heimen, Ferienlagern und ähnlichen Einrichtungen arbeiten, regelmäßig belehrt werden müssen. Die Belehrung enthält Informationen über Tätigkeitsverbote und Mitteilungsverpflichtungen des Arbeitnehmers bei Infektionskrankheiten, infizierten Wunden und Hauterkrankungen, bei denen die Möglichkeit besteht, dass die Krankheitserreger über Lebensmittel übertragen werden.

Kommt es zu einer Übertragung auf das Lebensmittel, können besondere Gefahren für die Verbraucher entstehen, weil sich Krankheitserreger besonders leicht darin vermehren und bei Menschen zu Lebensmittelinfektionen oder Vergiftungen führen können. Diese Lebensmittel sind unter anderem Fleisch, Fisch und Milch, Eiprodukte, Säuglings- und Kleinkindernahrung, Speiseeis, Backwaren mit nicht durcherhitzter Füllung, Feinkost, Rohkost, Kartoffelsalate und Majonäse.

Diese Schulung ist vor einer erstmaligen Tätigkeit durch das Gesundheitsamt oder einen beauftragten Arzt durchzuführen, danach jährlich durch den Arbeitgeber.

Zusätzlich ist auch in der Lebensmittelhygieneverordnung (LMHV) eine jährliche Lebensmittelhygieneschulung durch den Arbeitgeber für alle, die Lebensmittel herstellen, behandeln und in den Verkehr bringen, vorgeschrieben. Themen dieser Schulung können beispielsweise Personal-, Produkt-, Produktionshygiene oder Grundlagen der Mikrobiologie sein. Da der Personenkreis der zu Belehrenden der gleiche ist, können die Schulung nach IfSG und LMHV in einer Veranstaltung zusammengefasst werden.

In diesen Schulungen müssen eine Reihe von verschiedenen Personengruppen mit eingebunden werden. Zum einem alle Erzieher und Erzieherinnen in den Einrichtungen, da die betreuten Kinder oft neben einem Frühstück oder Mittagessen auch kleine Speisen erhalten, die mit den Kindern gemeinsam zubereitet oder bei Festen angeboten werden. Des Weiteren müssen alle ehrenamtliche Helfer oder Eltern, die bei Veranstaltungen mit infektionshygienisch problematischen Lebensmitteln umgehen, Lebensmittel für ein großes Publikum herstellen, ausgeben oder verkaufen oder bei denen indirekt über Gegenstände eine Übertragung von Krankheitserregern zu befürchten ist, in die Belehrung mit eingebunden werden. Wer also bei einem Kindergartenfest Fleisch grillt, muss nach wie vor im Besitz des "Lebensmittelführerscheins" sein.

Die B.A.D. Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik GmbH unterstützt Unternehmen und Gemeinschaftseinrichtungen bei den Belehrungen. Zudem analysiert die B.A.D. bestehende Systeme und erstellt Hygiene-Konzepte.

Weitere Informationen erhalten Sie unter der Telefonnummer 0 22 8 / 40 07 29 96 oder unte
r hygiene(à)bad-gmbh.de .


MELDUNGEN:
Marathon für Unfallopfer
Run and Bike Tour 2002 mit Jeannine Rathjen (3.667 Zeichen)

 

(dgk) Ein Sportevent, das in Deutschland einzigartig ist: Insgesamt etwa 3.200 Kilometer hat Jeannine Rathjen in 28 Tagen laufend und Rad fahrend durch ganz Deutschland zurück gelegt - bis zu 140 Kilometer pro Tag. Doch die sportliche Herausforderung ist für die schnellste Marathon-Handicap-Läuferin der Welt, die einen gelähmten rechten Unterschenkel hat, nur Nebensache. Der 37-jährigen Hamburgerin ist ein kleines Stück Papier viel wichtiger, das sie unterwegs verteilte: Ein Flyer mit Tipps für Unfallopfer, denen es nicht so gehen soll wie ihr selbst, als sie 1985 völlig allein mit den Folgen eines Verkehrsunfalls fertig werden musste. "Ein Unfall bedeutet nicht zwangsläufig das Ende", bekräftigt die Profisportlerin. Dass dies möglichst viele Betroffene erfahren, dafür sorgte auch die Unterstützung des Deutschen Grünen Kreuzes e. V. in Marburg, das die Info-Broschüre herausgegeben hat und zusammen mit der Firma schwa medico die Mammuttour durch Deutschland unterstützte. Die Schirmherrschaft hatte die Hessische Sozialministerin, Silke Lautenschläger, übernommen.

Die Tour führte an insgesamt 37 Reha-Kliniken im Norden, Westen und Osten Deutschlands vorbei. Die erste Etappe ging entlang der Ostseeküste, an deren Beginn die Profisportlerin von dem 12-jährigen Dennis Johannsen im Rollstuhl begleitet wurde. Der Kieler lebt im Internat für Körperbehinderte in Damp und hat erst vor kurzem nach einem Besuch der Paralympics-Teilnehmer in der Helen-Keller- Schule seine Liebe zum Schnellfahren im Rollstuhl entdeckt.
Im weiteren Verlauf der Tour begleiteten sie immer wieder Reporter, Profisportler oder Prominente. Das Interesse der Medien war groß. Zahlreiche Print-, TV- und Hörfunkberichte belegen den Erfolg der guten Sache.

Jeannine Rathjen wollte mit ihrer Tour keine Spenden sammeln, sondern Mut machen und für mehr Hilfe für Unfallopfer werben. Darum wurde auch stets in Reha- Kliniken Station gemacht, wo die 37-Jährige mit den Patienten sprach, ihnen von ihrem Schicksal erzählte. Sie selbst weiß nur zu genau, was es bedeutet, durch einen Unfall aus der Bahn geworfen zu werden.
Monatelanger Krankenhausaufenthalt ließ sie damals in ein tiefes Loch fallen. Doch irgendwann kam die Idee, Sport zu treiben. "Erst waren es 10 Meter, dann 50 und schließlich konnte ich bis zum Briefkasten laufen", erzählt sie, die Rollstuhl und Gehhilfen lange hinter sich gelassen hat. Heute liegt ihr Rekord bei 151 Kilometern am Stück. Mit 43 Marathon-Läufen im ersten Laufjahr schaffte Jeannine Rathjen sogar den Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde.
Möglich wird diese sportliche Höchstleistung durch eine spezielle Orthese, hergestellt aus 180 Gramm Carbon, die dafür sorgt, dass die Sportlerin mit dem Compartment-Syndrom ihre Fußspitze überhaupt anheben kann und nicht stolpert.

Im Behindertensport hat sich die für Potsdam startende Sportlerin die Langstrecken herausgesucht. "400 Meter sind mir zu kurz, da fehlt mir die Sprintfähigkeit", so Jeannine Rathjen.
Zu ihrer persönlichen Bilanz gehören neben dem Weltmeistertitel im Handicap- Marathon auch der WM-Titel mit Einzelzeitfahren auf dem Rad, bei denen sie mit Unterschenkelamputierten zusammen gewertet wird. Großer Traum bleibt die Teilnahme am Ironman auf Hawaii.

Tipps für UnfallopferAllgemeine Presse-Informationen über die Tour und
das Informationsblatt "Tipps für Unfallopfer" können
Sie anfordern unter:

Deutsches Grünes Kreuz e. V.
Run and Bike Tour 2002
Michaela Berg
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Tel.: 0 64 21 / 2 93 - 140 oder 2 93 - 115 (Sekretariat)
Fax: 0 64 21 / 2 93 - 740 oder 2 93 - 715 (Sekretariat)


IBERA professional - schnell und kompetent informiert (1.911 Zeichen)
 

(dgk) Nun ist es geschafft: Die IBERA-Fachversion ist ab sofort auch online zu nutzen. Diese für eine geschlossene Benutzgruppe zugängliche Version (Passwort) verbindet die gewohnte Beratungskompetenz von IBERA mit dem Vorteil, dass Aktualisierungen nun viel häufiger möglich sind.

IBERA ist ein Softwareprogramm, das speziell für und mit Apotheken und Arztpraxen entwickelt wurde. Daher trägt es der Situation in Apotheke und Praxis Rechnung, das heißt die Beratung kostet nicht mehr Zeit, sondern spart Zeit ein, weil die Informationen so schnell und einfach abrufbar sind.
Neben dem länderspezifischen Informationen zu jedem Reiseland können auch ausführliche Hintergrundinformationen, zum Beispiel über Impfungen bei chronischen Erkrankungen, Impfmöglichkeiten in der Schwangerschaft und vielem mehr, für die Beratung genutzt werden. IBERA basiert auf den Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Ständigen Impfkommission (STIKO) und den Empfehlungen der Tropenmedizinischen Gesellschaft (DTG).

IBERA in Stichworten:

  • Informationen über erforderliche und empfehlenswerte Impfungen
  • Aktuelle Informationen zur Malariaprophylaxe
  • Auflistung aller Länder, die bei der Einreise eine Gelbfieberimpfbescheinigung verlangen
  • Auflistung aller Länder, in denen Malaria vorkommt
  • Hintergrundinformationen für die Anwender zu allen Impfungen, z. B. FSME- Gebiete in Deutschland, und zu vielen anderen Reise- oder Tropenerkrankungen, z. B. Fachwissen über Denguefieber, Vermeiden von Insektenstichen, Schutz vor Sonnenbrand
  • Kinderleichte, schnell zu erlernende Bedienung. Detaillierte EDV-Kenntnisse oder Schulungen sind nicht nötig!
  • Separate Informationstexte für Laien und Fachleute
  • Wahlweise Ausdruck und/oder Anzeige auf dem Bildschirm
  • Regelmäßige Aktualisierungen
  • Telefon-Hotline zu inhaltlichen und technischen Problemen
  • Preis: einmalig € 250,-- ; Updates jährlich zwischen € 50,-- und 70,-

 


Elchtest für Impfstoffe
Aus dem Eisschrank in den Backofen (1.481 Zeichen)

 

(dgk) Fünf Wochen bei 55 Grad Celsius oder vom Eisschrank in den Backofen und zurück - die Bedingungen, mit denen britische Forscher Impfstoffe testen, sind hart. Diesmal kamen zwei moderne Impfstoffe auf den Prüfstand des Nationalen Instituts für biologische Standards und Kontrolle. In der Oktoberausgabe der Zeitschrift "Vaccine" veröffentlichten sie die Testergebnisse für zwei so genannte Tetanustoxoid-Konjugatimpfstoffe. Sie schützen gegen Infektionen mit Hib (Haemophilus influenzae Typ b) und Meningokokken vom Typ C und haben sich als sehr stabil erwiesen. Die getesteten Impfstoffe sind auch in Deutschland erhältlich.

Für den Transport und die Lagerung von Impfstoffen gibt es sehr genaue Bestimmungen. Dazu gehört eine konstante Lagertemperatur. Trotzdem ist es gut zu wissen, wie stabil ein Impfstoff unter extremen Temperaturen ist. So bedeuten geringere Lagerkosten in armen Ländern, dass mehr Menschen geschützt werden können.

Was ist ein Konjugatimpfstoff?

Die getesteten Impfstoffe schützen vor Bakterien, die zum Beispiel gefährliche Hirnhautentzündungen verursachen. Hib-Bakterien und Meningokokken verstecken sich vor dem menschlichen Immunsystem unter einem Zuckerpelz. Damit unsere Abwehrkräfte sie trotzdem erkennen, sind im Impfstoff gleichsam rote Fahnen daran gebunden. Als Fahne dient ein Abkömmling des Tetanus-Giftes. Das "Anbinden" wird als "Konjugieren" bezeichnet. Fachleute sprechen daher von Tetanustoxoid- Konjugatimpfstoffen.


Vorsorge in Bildern - Bilderdienst für Journalisten (808 Zeichen)
 

(dgk) Wer über Gesundheit, Krankheit oder Vorsorge berichten will, nutzt gerne Illustrationen. Das Deutsche Grüne Kreuz bietet deshalb unter www.dgk.de im Menüpunkt "Presse" umfangreiches Fotomaterial an. Die Fotos und Grafiken können direkt heruntergeladen und unter Angabe der Quelle honorarfrei für die Berichterstattung genutzt werden. Fotos aus den Pressediensten werden auf Anfrage auch in druckfähiger Qualität per E-mail zugesendet.

Die Bilder zeigen mikroskopische Aufnahmen von Krankheitserregern, Infektionskrankheiten bei Kindern, Arzt-Patient-Gespräche, Laborsituationen, Gesundheit in Entwicklungsländern und ver-schiedene Fernreiseziele. Der Schwerpunkt liegt im Bereich "Impfen und Infektionen". Das Bildarchiv wird beständig durch neue Fotos, Grafiken und Kartenmaterial erweitert.
Bildarchiv Impfen


DER AKTUELLE GESUNDHEITSTIPP:
Letzte Chance zur Grippeimpfung
Weihnachten feiern, ohne krank zu sein (1.438 Zeichen)

 

(dgk) Zum Jahresende wird es bekanntlich frostig und ungemütlich. Winterzeit ist Grippezeit. Die Folge: Gerade im Dezember kommt es meist zur ersten größeren Verbreitung von Influenza-Viren und die Erkrankungszahlen nehmen zu. Wer die Feiertage und den Jahreswechsel unbeschadet überstehen will und nicht im Bett liegen statt unter dem Weihnachtsbaum sitzen möchte, sollte sich jetzt impfen lassen.

Viele Menschen unterschätzen die Gefahren der Virusgrippe (Influenza). Sie kann aber im Gegensatz zu normalen anderen "Erkältungsviren" ernste Komplikationen hervorrufen. Dazu gehören beispielsweise Lungen- oder Herzmuskelentzündungen. Influenzaviren zerstören die Schleimhäute der Atemwege und schwächen vorübergehend die körpereigene Abwehr. Dadurch können sich Bakterien, beispielsweise Pneumokokken, im Körper vermehren. Diese Bakterien verursachen unter anderem Lungen- und Hirnhautentzündungen. Aus diesem Grund sollten sich gefährdete Personen auch gegen Pneumokokken impfen lassen. Besonders gefährdet sind Personen über 60 Jahre, chronisch kranke Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie Berufsgruppen mit vielen Personenkontakten, zum Beispiel Lehrer, Ärzte, Krankenschwestern und -pfleger.

Die Grippe-Impfung bietet den besten Schutz vor der Erkrankung. Jeder kann sich impfen lassen, auch wenn er nicht zu den Risikogruppen zählt. Ansprechpartner ist der Hausarzt, der Betriebsarzt oder in Alten- und Pflegeheimen der Heimarzt.


Die süße Alternative: Bratäpfel
Gesunde Delikatesse aus dem Backofen hilft bei Halsschmerzen und Heiserkeit (2.054 Zeichen)

 

(dgk) Zu keiner Gelegenheit werden so viele Süßigkeiten gegessen wie im Advent und an den Weihnachtsfeiertagen. Das stellt eine gefährliche Attacke nicht nur auf unsere Zähne dar. Doch es muss nicht immer Süßes aus der Tüte sein: Schokolade, Marzipan, Plätzchen, Bonbons und Co, die sich vor allem nur zur Weihnachtszeit auf die Hüften legen, haben eine gesunde Konkurrenz: Bratäpfel.
Der Apfel an sich hat es wirklich in sich. Zwei dieser Früchte täglich decken - nicht zubereitet - den für diese Jahreszeit so wichtigen Bedarf an Vitamin C. Äpfel sind außerdem reich an Ballast-stoffen und gesund für die Zähne.

Traditionell sollen Bratäpfel bereits am Nikolaustag an die Großzügigkeit des Heiligen Nikolaus erinnern und die Geldbeutel und Goldklumpen symbolisieren, die der Bischof an arme Leute ver-schenkte. Früher gehörten am Nikolausabend Bratäpfel unbedingt in jede Stube.

Die Zubereitung ist ganz einfach.

Man nehme:

  • 10 säuerliche Äpfel
  • 20 Stück Würfelzucker
  • 50 Gramm sehr grob gehackte Mandeln oder andere Nüsse
  • 50 Gramm Rosinen
  • 10 Teelöffel dunkle Konfitüre
  • 1/2 Glas Wein (oder Apfelsaft für die Kinder)
  • 40 Gramm Butter


Bei den Äpfeln vorsichtig das Kerngehäuse ausstechen und ein Stück Würfelzucker hineinstecken (so tief wie möglich). Konfitüre und Rosinen mischen und die Äpfel füllen. Die Mandeln aufstreuen und andrücken. Je ein Stück Würfelzucker obenauf legen und Butterflöckchen aufsetzen. In eine gefettete Auflaufform stellen und mit Wein / Apfelsaft begießen. Bei 180 Grad 45 Minuten backen und eventuell zusätzlich mit Vanille- oder Schokoladensoße servieren.


Außerdem helfen Bratäpfel in der kalten Jahreszeit gegen Halsschmerzen und Heiserkeit. Ein uraltes Hausmittel, das köstlich schmeckt und obendrein hilft: Bereiten Sie sich drei Bratäpfel mit etwas Honig übergossen im Backrohr zu. Essen Sie sie lauwarm.

"Apfel, Nuss und Mandelkern": Nehmen Sie diesen weihnachtlichen Spruch einmal wörtlich und knabbern Sie Nüsse anstelle von Marzipankartoffeln und Vanillekipferln. Das darin enthaltene Öl ist weitaus gesünder als Butter.


AUS WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG:
Sauerkraut schützt vor Krebs (1.042 Zeichen)

 

(dgk) Sauerkraut ist nicht nur aufgrund seines Vitamingehaltes sehr gesund. Seit einiger Zeit mehren sich die Hinweise, dass der vergorene Kohl auch vor Krebs schützen kann.

Inhaltsstoffe von Sauerkraut, so genannte Isothiocyanate, haben im Tierversuch eine hemmende Wirkung auf das Krebswachstum vor allem in Brust, Darm, Lunge und Leber gezeigt. Das berichten Wissenschaftler um Eeva-Liisa Ryhanen vom MTT- Agrifood-Forschungszentrum des finnischen Agrarministeriums in Jokioinen im US- Fachblatt "Journal of Agricultural and Food Chemistry". Die Isothiocyanate entstehen den Forschern zufolge beim Vergären des Weißkohls zum Sauerkraut. Das Forscher-Team will jetzt den Gärungsprozess verbessern, um noch mehr Isothiocyanate entstehen zu lassen.

Sauerkraut gilt aus anderen Gründen seit langem als gesundes Gemüse, unter anderem wegen seines hohen Anteils an rechtsdrehender Milchsäure, die sich günstig auf die Darmflora auswirkt. Auch anderen Gemüsesorten wie Brokkoli, Tomaten und Soja werden Krebs hemmende Eigenschaften zugeschrieben.


Planen Terroristen 'Regenschirmmorde'?
Impfstoff gegen hochgiftiges Ricin (1.096 Zeichen)
 

(dgk) Seit einigen Jahren gibt es Befürchtungen, Terroristen könnten das hochgiftige Ricin für Anschläge nutzen. Größere Mengen Ricin fanden sich in Höhlen Afghanistans. "Die wollten damit bestimmt keinen Eintopf machen", sagt Ellen Vitetta von der Universität Texas. Schon während des kalten Krieges wurde mit Ricin gemordet: Ein Stich mit der Regenschirmspitze brachte 1978 den bulgarischen Regimekritiker Georgi Markov zum Schweigen.

Auf der Suche nach einem Krebsmedikament stießen Vitetta und ihre Kollegen auf zwei mögliche Impfstoffe gegen Ricin. In der Septemberausgabe der Zeitschrift "Vaccine" wurden ihre Ergebnisse veröffentlicht. Danach gelang es den Forschern, Mäuse vor der zehnfachen Menge der tödlichen Dosis zu schützen. Die Forscher beantragten jetzt beim Nationalen Gesundheitsinstitut (NIH) weitere Mittel, um einen Impfstoff für Menschen zu entwickeln.

Ricin ist eine der giftigsten Substanzen, die in der Natur vorkommen. Zwischen 7 und 70 Tausendstel Gramm töten einen erwachsenen Menschen. Das Gift aus den Samen des Rhizinusbaumes gilt als relativ leicht herstellbar.


NACHRICHTEN AUS DEM DEUTSCHEN DIABETES-FORSCHUNGSINSTITUT (DDFI)
Studie zur Verhinderung von diabetischen Augenveränderungen (3.472 Zeichen)

 

(dgk /DDFI) Zum Motto des Weltdiabetestages im Jahre 2002 "Diabetes und Augen" möchte das Deutsche Diabetes-Forschungsinstitut in Düsseldorf (DDFI) eine internationale Großstudie zur Verhinderung von diabetischen Augenveränderungen vorstellen, für die noch Teilnehmer gesucht werden. Es handelt sich um die größte bisherige Studie zur Vorbeugung (Prävention) und Behandlung der diabetischen Retinopathie.

Sowohl der Diabetes Typ 1 wie auch der Diabetes Typ 2 können zu Folgeschäden mit Komplikationen an verschiedenen Organen führen. Insbesondere an den Augen, den Nerven und Gefäßen sowie an den Nieren können teilweise schwere Veränderungen auftreten. Im Auge und der Niere sind die kleinsten Gefäße von dieser typischen Diabeteskomplikation betroffen. Jedes Jahr erblinden dadurch rund 3.000 Typ 1 und Typ 2 Diabetiker, deren Netzhautveränderungen zu spät erkannt wurden.

Bisher bestand die Ansicht, dass diese Gefäßschäden nur durch eine gute Blutzuckereinstellung und regelmäßige Kontrollen durch den Augenarzt zu verhindern seien. In großen Studien konnte jedoch für die diabetische Nierenschädigung gezeigt werden, dass spezielle Medikamente (sog. ACE-Hemmer und AT-II- Antagonisten), die sich seit vielen Jahren in der Therapie des Bluthoch- drucks bewährt haben, einen zusätzlichen Schutz darstellen. Auch konnten solche schützenden Effekte durch ACE-Hemmer für das Auge gezeigt werden.

Aus diesem Grund haben internationale Diabetes-Experten eine Studie geplant, die aktuell in vielen Ländern der Welt durchgeführt wird. Die Studie wird im klinischen Studienzentrum des DDFI für die 30 teilnehmenden Diabetes-Zentren in Deutschland koordiniert.

Bei dieser Studie können drei verschiedene Diabetikergruppen teilnehmen:

1. Typ 1 Diabetiker, mit einer Diabetesdauer von 5 bis 20 Jahren, die noch keine Augenveränderungen haben.
2. Typ 1 Diabetiker mit einer Diabetesdauer von 1 bis 20 Jahren, die leichte Augenveränderungen haben.
3. Typ 2 Diabetiker, die bisher leichte Augenveränderungen entwickelt haben.

In allen drei Gruppen dürfen die Patienten keine Nierenschäden aufweisen, ein Bluthochdruck darf bei Typ 2 Diabetikern vorliegen, muss aber gut eingestellt sein.

Diese Studie ist eine große Chance für Patienten mit Diabetes mellitus. Da bei klinischen Studien aber immer Ein- und Ausschlusskriterien bestehen, möchte das DDFI alle Interessierten bitten, vor einer Anfrage die Einschlusskriterien unter der obigen Frage "Wer kann an der Studie teilnehmen?" zu prüfen. Sollten Sie dann weiterhin an einer Teilnahme an der neuen Augenstudie interessiert sein, so steht Ihnen gerne Frau Dr. Nickell als Ansprechpartnerin im klinischen Studienzentrum des DDFI unter der unten angegebenen Anschrift zur Verfügung. Interessierten, die nicht aus der Region Düsseldorf kommen, wird Frau Dr. Nickel einen Ansprechpartner in einem der 30 Diabeteszentren in der Nähe ihres Wohnortes mitteilen.

Ansprechpartnerin:

Frau Dr. Svenja Nickell
Deutsche Diabetes-Klinik am
Deutschen Diabetes-Forschungsinstitut
Auf´m Hennekamp 65
40225 Düsseldorf
svenja.nickell(à)ddfi.uni-deutschland.de

Weitere Informationen finden Sie im Internet un
ter www.diabetes-deutschland.de.

Für Rückfragen zu dieser Presseinformation wenden Sie sich bitte an:


Prof. Dr. med. Werner A. Scherbaum

Deutsches Diabetes-Forschungsinstitut an der

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Auf'm Hennekamp 65, 40225 Düsseldorf
Telefon: 02 11 / 33 82 - 2 00 Fax: 02 11 / 33 69 103


V.i.S.d.P.
 

Herausgeber:

DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e.V.

Redaktion:

Michaela Berg (verantw.)
Dipl. Biol. Heike Thiesemann-Reith
Dr. rer. physiol. Ute Arndt
Dr. oec. troph. Karin Uphoff
Dr. med. Sigrid Ley

Abdruck honorarfrei
Beleg erbeten an:

Deutsches Grünes Kreuz
im Kilian
Redaktion dgk
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Telefon: 0 64 21 / 2 93-140
Telefax: 0 64 21 / 2 29 10

 

Fusszeile / Impressum