DGK e.V. -Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk), Jahrgang 42, Ausgabe 5 - 2001 Themen: Brustkrebs, Sehen, Augen, Kontaktlinsen, UV, Sonnenschutz, Magengeschwüre, Magengeschwür, Nachtarbeit, Zink, Allergie, Jugend, Alkohol, Zahnarzt, chronischer S
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Deutsches Grünes Kreuz, Brustkrebs, Sehen, Augen, Kontaktlinsen, UV, Sonnenschutz, Magengeschwüre, Magengeschwür, Nachtarbeit, Zink, Allergie, Jugend, Alkohol, Zahnarzt, chronischer Schmerz, Osteoporose, Impfstoffe, Urlaub, Ibera, Narkose-Folgen
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Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz
dgk, Jg. 42, 5 - 2001

Mit Zink gegen Heuschnupfen und Allergien (4066 Zeichen)
 

(dgk) Nach einem extrem langen Winter kommt jetzt der Frühling mit Macht. Von vielen wurde er sehnlichst erwartet, aber immer mehr Deutsche blicken der warmen Jahreszeit auch mit Schrecken entgegen. Sie leiden unter einer Pollenallergie, die ihnen mit tränenden Augen, ständigem Niesreiz und laufender Nase das schöne Wetter vermiest.


Jeder dritte Bundesbürger ist bereits von Allergien betroffen und häufig geht das schon im frühen Kindesalter los. Meist sind es zunächst bestimmte Nahrungsmittel, die das Immunsystem des Säuglings "in Aufruhr" versetzen. Später reagiert der Körper dann, wie z. B. beim Heuschnupfen, auf bestimmte allergieauslösende Stoffe in der Luft. Bei Kindern spricht man in solchen Fällen von einer regelrechten Allergie- Karriere. Und immer schwebt das Damoklesschwert eines so genannten Etagenwechsels über den Betroffenen. So bezeichnen Allergologen eine Verlagerung der Allergie von den oberen Luftwegen, also Nase und Rachen, auf die Lungen. Konkret heißt das dann: Asthma.

Warum die Allergie-Anfälligkeit vor allem in den Industrienationen so rasant ansteigt, weiß man immer noch nicht genau. Die Vermutung, dass es an einer zu stark verschmutzen Umwelt liegen könnte, scheint sich nicht zu bestätigen. In der ehemaligen DDR war die Luft nachweislich mehr belastet als im Westen, dennoch traten Allergien, wie Asthma, deutlich seltener auf als bei uns. Erst nach der Wende haben sich die Verhältnisse ausgeglichen: Die Luftverschmutzung im Osten nahm ab, die Allergien aber nahmen zu.

Allergie-Experten, wie der Mainzer Professor Rudolf Schopf, halten es indes für wahrscheinlicher, dass ein Mangel an dem Spurenelement Zink für die Misere zumindest mitverantwortlich sein könnte. Über die Hälfte aller Menschen leidet unter einem Zinkmangel, wurde kürzlich bei einem Fachkongress in Schweden mitgeteilt. "Mehr als 300 verschiedene Stoffwechselvorgänge in unserem Körper können ohne Zink nicht ordnungsgemäß funktionieren," erklärt Schopf. Zink habe zudem auch direkt antiallergische Eigenschaften, da es bestimmte Immunzellen stabilisiert, die bei der Entstehung einer Allergie eine wichtige Rolle spielen, so Schopf weiter.

Zink wird vor allem über die Nahrung aufgenommen. Die besten Zinklieferanten sind Fleisch, Geflügel, Milch, Eier und manche Hülsenfrüchte. Genau das sind aber Lebensmittel, die Allergiker oft meiden müssen. Sie nehmen also zu wenig Zink auf. Hinzu kommt, dass nach BSE und Maul- und Klauenseuche Fleisch auch bei vielen anderen Menschen, die noch nicht von einer Allergie heimgesucht werden, immer seltener auf dem Speiseplan steht. Das Risiko eines Zinkmangels wird also auch hier größer.

Um einem Zinkmangel vorzubeugen, könnten zinkhaltige Präparate aus der Apotheke eine Alternative sein. Professor Schopf weist jedoch auf Studien hin, die belegen, dass es hier auf die Zusammensetzung der Zink-Medikamente ankomme, da es Unterschiede in der Wirksamkeit geben könne. "An die körpereigene Aminosäure Histidin gekoppelt wird Zink vom Körper deutlich schneller aufgenommen als bei herkömmlichen Zinkverbindungen. Histidin wirkt außerdem entzündungshemmend und antioxidativ, das heißt es ist in der Lage, die bei allergischen Reaktionen entstehenden "freien Radikale" abzufangen und unschädlich zu machen. Zink und Histidin ergänzen sich daher äußerst sinnvoll in ihren zellschützenden Eigenschaften."

Der Zusammenhang zwischen Zinkmangel und Heuschnupfen sei zwar schon Jahre bekannt, dennoch werde dem gesteigerten Zinkbedarf bei Heuschnupfenpatienten und anderen Allergikern noch immer nicht die erforderliche Aufmerksamkeit geschenkt, beklagt Professor Schopf. Komplett beseitigen ließe sich ein einmal ausgebrochener Heuschnupfen auch mit Zink nicht, aber zumindest die Symptome könnten deutlich gebessert werden. Für viele Allergiker wäre allein das schon eine große Hilfe. Die verbesserte Zinkversorgung ist dabei als eine zusätzliche Maßnahme zu betrachten. Auf die eigentliche Basistherapie der Allergie sollte man deshalb in keinem Fall verzichten.


Gewusst wie: Die richtige Therapie bei chronischen Schmerzen (1229 Zeichen)
 

(dgk) Schätzungen von Experten zufolge leiden rund 7,5 Millionen Menschen in Deutschland an chronischen Schmerzen. Die Beschwerden können in den meisten Fällen durch eine frühzeitige und effektive Therapie gelindert oder gar genommen werden. Leider mangelt es noch an ausreichender Information der Betroffenen und häufig auch der Ärzte über die Möglichkeiten moderner Schmerztherapie. Aus diesem Grund hat das Deutsche Grüne Kreuz eine kostenlose Telefon-Hotline eingerichtet. Dr. Florian Mirescu, Oberarzt am St. Franziskus Hospital in Bielefeld, gibt jeden 1. Mittwoch im Monat unter der Rufnummer 08 00 / 0 11 21 15 von 16 bis 18 Uhr Auskunft zu allen Fragen, die mit chronischen Schmerzen zusammenhängen.

Für einen schnellen Überblick zur Schmerztherapie bietet das Deutsche Grüne Kreuz zusätzlich unter der Telefonnummer 0190 / 66 11 97 (für 0,81 DM pro Minute) einen vierseitigen Fax-Abruf an. Ausführliche Informationen enthält die Broschüre "Keine Angst vor Schmerzen", die mit einem adressierten und mit 1,50 DM frankierten DIN- A5-Rückumschlag kostenlos angefordert werden kann beim Deutschen Grünen Kreuz, Stichwort: Schmerzen, Postfach 1207, 35002 Marburg.


Brustkrebs-Beratungstelefon des Deutschen Grünen Kreuzes (713 Zeichen)
 

(dgk) Jedes Jahr erkranken fast 50.000 Frauen an Brustkrebs. Bereits jede neunte Deutsche ist an einem Mammakarzinom erkrankt. Die Diagnose Brustkrebs ist für die meisten Frauen zunächst ein Schock. Dutzende von Fragen stürmen auf die Betroffenen ein. Das Deutsche Grüne Kreuz e. V. möchte in dieser Situation eine Hilfestellung geben und hat eine kostenlose Telefon-Hotline eingerichtet, bei der Experten individuell Auskunft zum Thema Brustkrebs und speziell seiner Behandlung geben.

Das Beratungstelefon Brustkrebs ist immer am zweiten und vierten Mittwoch jeden Monats zwischen 17.00 und 19.00 Uhr unter der Telefonnummer 08 00 / 0 11 21 17 erreichbar.



Expertenrat zum Thema Sonnenschutz (1510 Zeichen)
 

Das UV-Mobil des Deutschen Grünen Kreuzes reist wieder quer durch Deutschland


(dgk) Pünktlich zum Beginn der Sommersaison startet das Deutsche Grüne Kreuz auch dieses Jahr eine Aufklärungskampagne zum Thema Sonnenschutz. Das Thema ist hochaktuell: Immer häufiger führt falsches Verhalten beim Sonnenbaden zu Hauterkrankungen. Dabei ist Genuss auch ohne Reue möglich. Wie das geht, erklären die Experten an Bord des UV-Mobils. Vom 22. Mai bis zum 5. Juli gastiert der umgebaute Kleinbus in 27 deutschen Städten. Interessierte können sich im UV-Mobil kostenlos von Experten zum Thema Sonnenschutz beraten lassen. Mit einer Spezialkamera kann äußerlich unauffällige Haut auf kritische Pigmentveränderung geprüft werden. Ein Melaninmessgerät ermittelt den individuellen Eigenschutz der Haut. Anhand der Messergebnisse gibt ein Dermatologe Tipps zum ganz individuellen, optimalen Sonnenschutz. Jeder Teilnehmer erhält schließlich einen "Sonnenpass", in dem alle Ergebnisse festgehalten werden. Denn typgerechter Sonnenschutz ist die beste Garantie für Sonnengenuss ohne Reue.

Wer keine Möglichkeit hat, das UV-Mobil zu besuchen, kann sich über die Sonnenschutz-Hotline von einer Expertin beraten lassen: Montag, Dienstag und Donnerstag von 15.00 bis 18.00 Uhr unter
Telefon 08 00 / 0 11 – 21 16 (vom 14. Mai bis 5. Juli).

Anmerkung für Journalisten:

Weitere Informationen zum Ablauf der Aktion und eine genaue Tourroute gibt es im Tourbüro unter Telefon 0 64 21 / 2 93 – 1 55.


Auf Herz und Nieren geprüft:
Impfstoffe vor und nach ihrer Zulassung für den Markt (3655 Zeichen)

 

(dgk) Ende März wurde ein gerade erst seit einem Jahr zugelassener FSME-Impfstoff wieder vom Markt genommen. Grund waren häufig auftretendes Fieber und resultierende Fieberkrämpfe. Zum einen steht nun in Deutschland kein Impfstoff mehr gegen die durch Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) für Kinder unter zwölf Jahren zur Verfügung. Zum anderen war offensichtlich ein schlecht verträglicher Impfstoff ein Jahr lang auf dem Markt. Hätte sich das nicht verhindern lassen? Dies fragten europäische Impfstoffhersteller, Vertreter der Zulassungsbehörden und weitere Impfexperten auf der EVM-Konferenz in Luzern (21. bis 23. März).


Impfstoffe werden vor ihrer Zulassung in Tierversuchen und in klinischen Studien mit Freiwilligen eingehend getestet. Es muss nachgewiesen werden, dass sie wirksam sind und sie keine unerwünschten Ereignisse, wie beispielsweise Fieberkrämpfe o. ä., hervorrufen. Bei Impfstoffen sind die Anforderungen sogar höher als bei anderen Medikamenten, denn sie werden vorbeugend eingesetzt: Einen gesunden Menschen durch eine Impfung krank zu machen oder eine Impfung, die nur ein Viertel der Geimpften schützt, sind nicht zu tolerieren.

Manchmal ist nach den klinischen Studien noch unklar, ob ein beobachtetes unerwünschtes Ereignis durch die Impfung hervorgerufen wurde oder eine ganz andere Ursache hat. Dann entscheidet das Paul-Ehrlich-Institut, die Zulassungsbehörde in Deutschland, ob sie dem Impfstoffhersteller eine weitere Studie abverlangt oder den Impfstoff nur unter bestimmten Auflagen zulässt.

Zeigt sich ein Impfstoff nach der Zulassung als schlecht verträglich, kann die Behörde die Zulassung verändern oder ganz zurückziehen. Eine solche "Notbremse" ist nicht nur schlecht für das Image einer Firma, sondern auch sehr kostspielig. Schon aus diesem Grund führen die Impfstoffhersteller ihre Studien sehr umfassend und gründlich durch.

Studiengrößen wurden bisher eher nach der Wirksamkeit als nach möglichen Nebenwirkungen ausgewählt. Soll eine Impfung vor einer häufigen Erkrankung wie etwa Windpocken schützen, genügen 1.000 bis 3.000 Probanden, um die Wirksamkeit statistisch zu belegen. Soll sie dagegen vor einer seltenen Krankheit schützen, z. B. einer bakteriellen Hirnhautentzündung, müssen 20.000 bis 30.000 Menschen geimpft werden. Deshalb werden bei großen Studien seltene Nebenwirkungen, die beispielsweise bei einer von 1.000 Impfungen auftreten, eher beobachtet werden als bei kleinen Studien.

Um sehr seltene Nebenwirkungen zu erfassen, die nur in einem von 10.000 oder 100.000 Fällen auftreten, müssten die Studien sehr groß sein. Dies ist aus Kostengründen und aus logistischen Gründen oft nicht durchführbar, wenn beispielsweise ein gesamter Geburtsjahrgang von Säuglingen (z. Zt. in Deutschland etwa 780.000 Lebendgeburten pro Jahr) in die Studie einbezogen werden müsste. Sehr seltene Nebenwirkungen werden daher häufig erst nach der Zulassung entdeckt. Tritt ein unerwünschtes Ereignis bei weniger als einer von einer Million Impfungen auf, kann statistisch kaum mehr festgestellt werden, ob es sich hierbei um eine Impfstoffnebenwirkung oder einen rein zufälligen zeitlichen Zusammenhang handelt.

Sowohl Impfstoffhersteller als auch Zulassungsbehörden streben künftig eine standardisierte Erfassung von Impfnebenwirkungen an. Damit soll die Erfassung und Vergleichbarkeit der Impfnebenwirkungen im Rahmen der klinischen Entwicklung weiter verbessert werden. Außerdem sind bei bestimmten Situationen zur Prüfung des Sicherheitsprofils bereits vor der Zulassung größere Studien erforderlich.


Jugend und Alkohol in Europa (2461 Zeichen)
 

(dgk) Junge Männer finden nicht selten unter Alkoholeinfluss den Tod. Dies geht aus einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervor, die sie anlässlich ihrer Europäischen Konferenz über Jugend und Alkohol im Februar in Stockholm präsentierte. In der Gruppe der 15- bis 29-Jährigen, die in den letzten Jahren in Europa starben, stand jeder Vierte bei Eintritt des Todes unter Alkoholeinfluss; in Osteuropa war es sogar jeder Dritte.

Zunehmend schlechtere Trinkgewohnheiten zeigten sich in den letzten Jahren überall in Europa. Deshalb wurde bereits 1995 die Europäische Alkoholcharta verabschiedet. In dieser sind Rechte der Bürger auf Aufklärung über die Folgen des Alkoholkonsums, das Recht auf Zugang zu Therapiemöglichkeiten sowie das Recht von Kindern und Jugendlichen auf Schutz vor Alkoholwerbung und allen negativen Folgen des Alkoholkonsums verankert.

In Stockholm wurde nun eine Bilanz der letzten Jahre gezogen und künftige Maßnahmen beschlossen. Die europaweite Studie stellte weiterhin zunehmenden Alkoholkonsum, eine stärkere Verbreitung von mit hohen Risiken verbundenem Trinkverhalten (Besäufnisse) sowie Mehrfachdrogenkonsum unter Kindern und Jugendlichen fest. Bereits die Hälfte aller elfjährigen Kinder hat bereits einmal in ihrem Leben Alkohol getrunken und bei 15-Jährigen ist regelmäßiger Alkoholkonsum eine weit verbreitete Gewohnheit. Laut WHO-Generaldirektorin Gro Harlem Brundtland wachsen Kinder in einer Umwelt auf, in der Alkoholkonsum positiv dargestellt wird. Kinder sind außerdem eine wichtige Zielgruppe von Marketing- Strategien der Alkohol-Industrie.

In der abschließenden "Erklärung über Jugend und Alkohol" der Konferenz wurden deshalb spezifische Ziele, die bis zum Jahr 2006 erreicht werden sollen, festgelegt. Es sollen:

  • die Zahl der Jugendlichen, die Alkohol konsumieren, und die mit hohen Risiken verbundenen Trinkgewohnheiten wesentlich verringert werden,
  • Jugendliche erst in einem späteren Alter beginnen, Alkohol zu trinken,
  • Jugendliche in die Gestaltung von jugendbezogenen Programmen, die Alternativen zum Alkohol- und Drogenkonsum bieten, einbezogen werden,
  • Aufklärungsmaßnahmen über Alkohol intensiviert werden,
  • der ausgeübte Druck zum Trinken auf Jugendliche durch Werbung, Gratisausschank, Sponsoring und Alkoholverkaufsförderung bei besonderen Events minimiert werden.


Die WHO wird die Verfolgung dieser Ziele beobachten, evaluieren und weiter darüber berichten.


Gute Urlaubsvorbereitung-ausreichender Schutz (1930 Zeichen)
 

Ratschläge aus dem IBERA-Computerimpfprogramm


(dgk) Alle freuen sich auf den bevorstehenden Auslandsurlaub und die ersten Vorbereitungen beginnen. Beim Erstellen der Reiseliste können viele Fragen auftreten: Welche Impfungen werden benötigt? Müssen vorbeugende Medikamente gegen Malaria eingenommen werden? Oder gibt es gefährliche Krankheitserreger, die durch Lebensmittel übertragen werden können? Wo kann ich mich informieren?

Seit Jahren bietet das Deutsche Grüne Kreuz einen Ausdruck aus dem Computerimpfprogramm IBERA an, der neben einem Impfplan auch Informationen über Schutzimpfungen speziell für das Reiseland enthält. Außerdem gibt er Tipps, wie man sich vor Infektionen durch Nahrungsmittel und Getränke schützt, welche Maßnahmen vor Insektenstichen helfen und wie eine Reiseapotheke zusammengestellt sein sollte.

Für einen Ausdruck aus diesem Computerimpfprogramm werden folgende Informationen benötigt:

  • das Reiseland oder die Reiseländer;
  • wenn möglich: das genaue Abreisedatum, die Dauer des Aufenthaltes;
  • die Art des Aufenthaltes (Pauschal- oder Trekkingreise);
  • die Angaben: reisen Kinder mit, das Alter der Reisenden;
  • chronische Erkrankungen ( wie zum Beispiel: Allergien, Diabetes etc.).

Wegen der enorm großen Zahl an Anfragen zur Reise-Beratung kann dieser Service nicht mehr kostenlos anboten werden. Einen IBERA-Ausdruck für Ihre Reise erhalten Sie gegen Voreinsendung eines Schecks über DM 10,-- (DM 3,00 Versandkosten, DM 7,00 Bearbeitungsgebühr) bei

DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e. V.
Stichwort IBERA
Postfach 12 07
35002 Marburg.

IBERA kann und will keinesfalls den Besuch beim Arzt ersetzen. Am besten sollte spätestens sechs Wochen vor der Abreise der Hausarzt, das Gesundheitsamt oder aber ein Tropeninstitut aufgesucht werden, damit die Reisevorbereitung optimal geplant werden kann.
Wir wünschen Ihnen einen schönen Urlaub und eine gesunde Rückkehr.


Osteoporose: Eine Minute für die Gesundheit (1604 Zeichen)
 

(dgk) Vier bis sechs Millionen Menschen sind in Deutschland gegenwärtig an Osteoporose erkrankt – eine Zahl, die sich nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in den nächsten zwanzig Jahren fast verdoppeln wird. Besonders problematisch: Die Krankheit verläuft langsam und wird meistens erst spät diagnostiziert, dann, wenn erste spontane Knochenbrüche den Patienten das Leben zur Qual machen. Früherkennung ist daher besonders wichtig. Leider steht Deutschland dabei im internationalen Vergleich nicht besonders gut da. Während 48 Prozent der Frauen in Frankreich und 42 Prozent der Frauen in Spanien über ihr persönliches Osteoporoserisiko aufgeklärt sind, sind es in Deutschland nur 23 Prozent aller Frauen.


Das Deutsche Grüne Kreuz gibt daher, gemeinsam mit der International Osteoporosis Foundation (IOF) einen Risiko-Check heraus, mit dessen Hilfe das persönliche Osteoporose-Risiko leicht ermittelt werden kann. Tipps und Informationen enthält zudem eine ausführliche Broschüre, die ebenfalls vom Deutschen Grünen Kreuz herausgegeben wird.

Fragebogen und Broschüre können gegen Einsendung eines mit DM 3 frankierten und adressierten DIN-A5-Rückumschlages angefordert werden bei: Deutsches Grünes Kreuz, Stichwort "Osteoporose", Postfach 1207, 35002 Marburg.

Zudem stehen Experten mit Ratschlägen rund um Diagnose und Therapiemöglichkeiten am Beratungstelefon "Osteoporose" allen Interessierten Rede und Antwort. Das Telefon ist an jedem Freitag in der Zeit von 16.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Rufnummer 0 64 21 / 29 31 94 geschaltet.
Osteoporosetest für Männer
Osteoporosetest für Frauen


Gute Kontaktlinsen schützen auch vor UV-Licht (1403 Zeichen)
 

(dgk) Mit zunehmender Sonnenscheindauer nimmt auch die Belastung der Augen durch schädliche UV-Strahlen zu. Darauf weist jetzt das Deutsche Grüne Kreuz in Marburg hin. Wenn die Augen dem UV-Licht längere Zeit ungeschützt ausgesetzt werden, können nicht nur schmerzhafte Entzündungen der Binde- und Hornhaut die Folge sein, sondern es sind auch dauerhafte Hornhautveränderungen möglich. Besonders gefährlich wird es, wenn die ultravioletten Strahlen in das Innere des Auges eindringen, denn das kann langfristig zu einer Trübung der Augenlinse, also zum Grauen Star, führen.


Die größte Rund-um-Sicherheit gegen UV-Licht bietet nach wie vor eine gute Sonnenbrille, da damit das gesamte Auge geschützt wird. Aber auch diejenigen, die lieber Kontaktlinsen tragen, müssen auf einen ausreichenden Schutz vor UVA- und UVB-Licht nicht verzichten. Inzwischen gibt es nämlich Kontaktlinsen, die einen UV- Filter enthalten, der die gefährlichen kurzwelligen Strahlen wirksam daran hindert, ins Augeninnere zu gelangen. Damit lässt sich also zumindest das Risiko eines Grauen Stars verringern.

Da der Laie nicht selbst erkennen könne, ob Kontaktlinsen oder Sonnenbrillen mit einem qualitativ hochwertigen UV-Filter ausgestattet sind, empfiehlt das Deutsche Grüne Kreuz, sich von einem Fachmann, also einem Augenarzt oder Augenoptiker, ausführlich beraten zu lassen.


Die Mehrheit der Deutschen hat Angst vorm Zahnarzt (1321 Zeichen)
 

(dgk) Nach einer Untersuchung der Kieler Psychologin Gundula Johnke fürchten mehr als zwei Drittel aller Deutschen den Gang zum Zahnarzt. Panische Angst vor dem Zahnarzt hat sogar jeder Zehnte.


Bei sehr großer Angst könnten Menschen beispielsweise bereits einige Tage vor dem bevorstehenden Zahnarzttermin nicht mehr schlafen. Im schlimmsten Fall kommt es auf dem Behandlungsstuhl zu extremen Verkrampfungen oder sogar zum Kollaps. Angst ist der Hauptgrund dafür, dass sich 20 Prozent aller Deutschen nie von einem Zahnarzt behandeln lassen.

Für einen "angstfreien Zahnarztbesuch" hat die Psychologin zahlreiche Tipps parat: Die Betroffenen könnten sich z. B. entspannende Musik oder eine vertraute Person mit ins Wartezimmer nehmen. Dem Zahnarzt viele Fragen zu stellen, kann ebenfalls die Angst nehmen, weil so das Vertrauen in den Arzt und die Behandlung gefördert wird. Damit sie sich an die notwendigen Untersuchungen gewöhnen, sollten Kinder möglichst früh und regelmäßig zum Zahnarzt geschickt werden. Wer sich nach einem Zahnarztbesuch selbst belohnt, behält diesen Termin in angenehmerer Erinnerung. Damit könne auch die Hürde vor dem nächsten Termin leichter überwunden werden. Bei großer Angst besteht auch die Möglichkeit einer psychologischen Betreuung.


Risiko für Magengeschwüre bei Nachtarbeitern erhöht (1152 Zeichen)
 

(dgk) Britische Wissenschaftler haben entdeckt, dass sich die Magen- und Darmschleimhaut vorwiegend nachts und während Ruhephasen regeneriert. Bei Menschen, die nachts arbeiten oder zu wenig schlafen, können sich Magengeschwüre deshalb leichter entwickeln.


Für die Reparatur der Magenschleimhaut ist ein Eiweißstoff aus dem Magensaft verantwortlich. Die britische Forschergruppe hat jetzt herausgefunden, dass die Produktion dieses Proteins eng mit der inneren biologischen Uhr verbunden ist.

Während der Schlafenszeiten, etwa ab ein Uhr nachts, steigt der Anteil dieses Reparatureiweißes im Magensaft stark an. Nach dem Mittagessen und in den Abendstunden, wenn der Magen- und Darmtrakt mit der Verdauung beschäftigt ist, sinkt die Produktion dieses Stoffes im Gegenzug drastisch ab. Dass die Regeneration der Magenschleimhaut nachts stattfindet, wenn der Magen nichts zu tun hat, erscheint den Wissenschaftlern einleuchtend. Sie folgern aus ihren Untersuchungen ein erhöhtes Risiko für Magengeschwüre und -krebs bei Menschen, die nachts arbeiten oder aus anderen Gründen nachts zu wenig schlafen.


Studie entlarvt 'Übeltäter' nach Operationen (1675 Zeichen)
 

(dgk) Übelkeit und Erbrechen nach Vollnarkosen sind zwar nicht mehr so häufig wie zu Zeiten des Äthers, treten trotz neuer Medikamente jedoch immerhin noch in 20 bis 40 Prozent aller Fälle auf. Einige Patienten stecken die unangenehmen Begleiterscheinungen von Narkosen allerdings besser weg als andere. Eine Studie an der Ruhr-Universität in Bochum hat ermittelt, welche Personen nach Operationen besonders "übel dran" sind.


Weiblich, ängstlich, reisekrank – sind die häufigsten Attribute der von Übelkeit und Erbrechen geplagten Patienten. Im Rahmen der Untersuchung wurden 215 Personen zu ihrem Befinden vor und während der ersten 24 Stunden nach der Operation befragt und beobachtet. Mit folgenden Resultaten: Frauen haben ein vier- bis fünfmal höheres Risiko als Männer. Ist die Angst vor der Operation besonders groß, leiden die Patienten auch besonders häufig, nämlich in rund 30 Prozent der Fälle, unter den gefürchteten Nachwirkungen. Nur 9,8 Prozent waren es hingegen bei denjenigen, die ihre Ängstlichkeit vor der OP mit "gering" angegeben hatten.

Um das Vier- bis Fünffache erhöht ist das Risiko auch bei Patienten, die anfällig für Reisekrankheit sind, ebenso bei Personen, die bei zurückliegenden Operationen bereits unter Übelkeit und Erbrechen zu leiden hatten. Übelsein tritt außerdem häufiger auf nach allgemeinchirurgischen Eingriffen, bei Kindern zwischen sechs und 16 Jahren sowie bei Nichtrauchern.

Regionale Anästhesieverfahren, wie z. B. die Rückenmarksnarkose, und die vorbeugende Gabe von Medikamenten können bei "gefährdeten" Patienten die Häufigkeit und Schwere von Übelkeit und Erbrechen vermindern.

 

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