DGK e.V. -Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk), Jahrgang 42, Ausgabe 4 - 2001 Themen: Heuschnupfen, Allergie, Fatigue, Bleichgesichter, geschwächte Haut, Heuschnupfen-Saison, Sonne, Hautkrebs, Demenz, lachen, Neurodermitis
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Deutsches Grünes Kreuz, Heuschnupfen, Allergie, Fatigue, Bleichgesichter, geschwächte Haut, Heuschnupfen-Saison, Sonne, Hautkrebs, Demenz, lachen, Neurodermitis
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Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz
dgk, Jg. 42, 4 - 2001

Pollenalarm: Die Heuschnupfen-Saison hat begonnen (2472 Zeichen)
 

(dgk) Für immer mehr Menschen hat der Frühling nicht nur positive Seiten, denn mit den ersten Knospen und Blüten beginnt auch wieder die Heuschnupfen-Saison. Viele Allergiker müssen sich bereits im Februar vorsehen, wenn die so genannten Frühblüher wie Haselnuss, Erle und Birke aktiv sind.


Heuschnupfen steht bei den allergischen Erkrankungen an erster Stelle: Rund zwölf Prozent der Bundesbürger sind hiervon betroffen. Untrügliche Zeichen für eine Pollenallergie sind rote, juckende Augen, eine laufende Nase und Niesattacken. Die meisten Allergiker reagieren nur auf bestimmte Pollenarten, so dass der Heuschnupfen nach ein paar Wochen, wenn die Blühphase dieser Pflanzenart beendet ist, wieder verschwindet. Aufgrund dieser nur zeitweiligen Beschwerden neigen viele Betroffene dazu, keinen Arzt aufzusuchen. Doch wird der Heuschnupfen auf diese Weise vernachlässigt, entwickelt sich etwa bei jedem Dritten im Laufe der Jahre aus der Allergie eine möglicherweise lebensbedrohliche Asthma- Erkrankung.

Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollte man bei dem Verdacht auf eine Pollenallergie einen erfahrenen Arzt oder Allergologen (Allergiespezialisten) aufsuchen. Sobald man nämlich die Pollenarten kennt, auf die man allergisch reagiert, kann man ihnen häufig gezielt aus dem Wege gehen. Die Suche nach den Allergieauslösern kann unterschiedlich erfolgen. Neben den Allergietests, die auf der Haut durchgeführt werden, gibt es auch die Möglichkeit, die allergieauslösenden Substanzen (Allergene) im Blut nachzuweisen. Hierzu wird dem Patienten etwas Blut abgenommen und in einem Labor untersucht. Diese Blutanalyse hat den Vorteil, dass sie für den Patienten gänzlich ungefährlich ist und man den Test, im Gegensatz zum Hauttest, jederzeit – unabhängig beispielsweise von der Einnahme von Medikamenten – durchführen kann. Labortests sind somit auch besonders geeignet für die Allergietestung bei Kindern und Säuglingen. Denn gerade im Kindesalter nehmen die Allergien stark zu und hier ist es besonders wichtig, die Erkrankung möglichst früh zu erkennen. Nur so kann der Arzt schnell eingreifen und eine mögliche Ausweitung der Allergie verhindern.

Ausführlichere Informationen zu dem speziellen Thema "Allergien bei Kindern" enthält eine neue Broschüre des Deutschen Grünen Kreuzes. Sie kann gegen einen mit 1,50 DM frankierten und adressierten DIN-A5-Rückumschlag angefordert werden bei: Deutsches Grünes Kreuz, Stichwort "Allergie", Postfach 1207, 35002 Marburg.


Fatigue - das unbekannte Leiden (2940 Zeichen)
 

(dgk) Chronische Erschöpfung ist bei Krebspatienten sehr häufig anzutreffen. Von vielen Ärzten wird diese Krankheit aber oft noch sträflich vernachlässigt.


Krebs ist ein furchtbares Leiden, das nicht nur den Körper betrifft, sondern auch die Seele in Mitleidenschaft zieht. Allein in Deutschland erkranken jedes Jahr rund 500.000 Menschen an einem Tumor. Mindestens jeder zweite dieser Patienten macht dabei die Erfahrung, dass es durch den Krebs selbst oder aber durch die auszehrende Chemo- bzw. Strahlentherapie zu andauernden oder immer wieder auftauchenden Phasen vollkommener körperlicher und geistiger Erschöpfung kommt.

Die Betroffenen sind dann nicht einmal mehr in der Lage, die einfachsten alltäglichen Verrichtungen selbst zu übernehmen. Sie werden abhängig von fremder Pflege, isolieren sich gleichzeitig sozial, da sie keine Kontakte nach außen mehr aufrechterhalten können. Dieses Phänomen hat auch einen Namen: Fatigue (der französische Begriff für Müdigkeit, gesprochen Fatieg). Befragungen von Patienten zufolge empfinden diese die tief sitzende Erschöpfung als viel belastender als eventuell auftretende Schmerzen während und nach einer Krebsbehandlung.

Das Krankheitsbild Fatigue ist den Ärzten und Pflegern zwar prinzipiell bekannt, im deutschen Klinikalltag wird es aber – trotz der Belastung, die es für den Patienten darstellt – leider noch viel zu wenig beachtet. Für die meisten Fatigue-Patienten wäre aber schon viel gewonnen, wenn sie zumindest das Gefühl vermittelt bekämen, dass ihre Beschwerden wirklich ernst genommen werden. Schließlich ist dies auch die Grundvoraussetzung dafür, dass rasch eine wirksame Behandlung eingeleitet wird.

Ursache der schweren Erschöpfung ist in den meisten Fällen eine Blutarmut (Anämie), die durch den Tumor oder die Tumorbehandlung ausgelöst wird. Während bei einem gesunden Menschen pro Stunde etwa zehn Milliarden alte und verbrauchte rote Blutzellen durch neue ersetzt werden, funktioniert dies bei den Fatigue-Patienten nicht mehr in gleichem Umfang. Weniger rote Blutkörperchen bedeuten aber auch eine schlechtere Versorgung der Organe mit lebenswichtigem Sauerstoff. Die Leistungsfähigkeit des Körpers nimmt zwangsläufig in allen Bereichen ab. Abhilfe kann man aber mit relativ einfachen Mittel schaffen, indem man die Patienten ausreichend mit Eisen, Vitaminen und vor allem mit dem körpereigenen Hormon Erythropoetin versorgt. Erythropoetin regt die Bildung neuer roter Blutkörperchen an und bekämpft so wirksam die Symptome der Fatigue-Erkrankung. Untersuchungen in den USA zeigen, dass sich die Lebensqualität von Fatigue-Patienten durch die Erythropoetin-Therapie deutlich verbessert.

Krebspatienten, die bei sich selbst entsprechende Erschöpfungszustände wahrnehmen, sollten sich nicht scheuen, den Arzt direkt darauf anzusprechen. Nur so kann es gelingen, dass dem Krankheitsbild Fatigue in Zukunft auch in Deutschland mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird.


Bleichgesichter in der Sonne (1974 Zeichen)
 

(dgk) Die Hautkrebsrate nimmt weltweit zu. Innerhalb Europas scheinen die Nordeuropäer besonders gefährdet zu sein, während Deutschland im europäischen Vergleich im Mittelfeld liegt.


Nach Schätzungen der WHO erkranken jährlich insgesamt zwei Millionen Menschen an Hautkrebs. Unter den Krebserkrankungen weisen bösartige Hautveränderungen die höchste Zuwachsrate auf. Ein wesentlicher Risikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs ist die UV-Strahlung der Sonne.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass im europäischen Vergleich ausgerechnet nördliche Länder mit niedriger Sonneneinstrahlung, wie z. B. Schweden, mit besonders hohen Hautkrebsraten aufwarten. Sonnenreiche Länder hingegen, wie z. B. Spanien, kommen mit den geringsten Erkrankungsraten daher. Dafür gibt es gute Gründe. Zum einen ist die helle Haut der Nordeuropäer besonders empfindlich gegenüber Sonneneinstrahlung, zum anderen spielt das leichtsinnige Verhalten der Nordlichter eine Rolle. Gerade weil der Sommer in Nordeuropa so kurz ist, genießt man dort die Sonne – wenn sie denn mal scheint – um so intensiver. Oder aber man brutzelt exzessiv in südlicheren Gefilden der Erde. Zwar spielt bei der Entstehung von Hautkrebs auch die Menge der insgesamt im Leben aufgenommenen Strahlendosis eine Rolle, besonders gefährlich ist jedoch eine hohe Zahl einzelner intensiver Sonnenbäder, wie man sie im Urlaub genießt.

In Deutschland liegt die Zahl der Hautkrebs-Neuerkrankungen bei etwa 100.000 pro Jahr, davon entfallen sieben Prozent auf das gefürchtete schwarze Melanom. Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich im mittleren Bereich. Doch die Neuerkrankungsraten steigen. Experten führen dies auf ein verändertes Expositionsverhalten zurück, viele Menschen setzen sich offenbar immer noch zu sehr der Sonnenstrahlung aus. Ein Zusammenhang mit der in Deutschland erhöhten UV-Strahlung, die wegen Schäden in der Ozonschicht vor allem im Frühjahr auftritt, konnte bisher nicht nachgewiesen werden.


Die Verschwörung im Kleiderschrank (3982 Zeichen)
 

(dgk) Demenz-Kranke werden nicht nur vergesslich, auch ihr Verhalten verändert sich oft in auffälliger Weise.


Als Martha S. ihren Kleiderschrank öffnet, ist sie entsetzt: Der Schrank ist voller Sachen, die nicht ihr gehören. Irgendjemand, der in ihrem Zimmer eigentlich nichts zu suchen hatte, muss sie in der Nacht hinein gehängt haben. Die 75-Jährige bekommt es mit der Angst zu tun, sie ruft nach ihrer Tochter. "Wem gehören denn die fremden Kleider in meinem Schrank? Die waren doch gestern noch nicht da." Ihre Tochter hat Mühe, die Mutter zu beruhigen: "Aber das sind doch alles deine Sachen, weißt du das denn nicht mehr?"

Martha S. weiß es wirklich nicht mehr, sie leidet an Alzheimer-Demenz. Ihr Erinnerungsvermögen schwindet mehr und mehr, immer öfter verlegt sie Dinge oder erkennt selbst nah verwandte Personen nicht. Dann wird sie manchmal richtig wütend, zum Teil auf sich selbst, weil sie so vergesslich geworden ist. Häufig muss aber auch ihre Tochter, die sie pflegt, unter ihren Wutanfällen leiden.

Erinnerungslücken und immer ausgeprägtere Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis sind nämlich nur eine Seite der Demenz-Krankheit. Mindestens ebenso belastend wirken sich auffällige Veränderungen im Verhalten der Patienten aus. Ständige Unruhe, ein durcheinander geratener Schlaf-Wach-Rhythmus verbunden mit ziellosem Umherwandern in der Wohnung machen nicht nur dem Betroffenen zu schaffen, sondern rauben auch den Angehörigen, die für die Pflege verantwortlich sind, einen gutes Stück Lebensqualität. Für nahe Verwandte noch zermürbender ist es, wenn der Kranke dann auch noch aggressive Verhaltensweisen an den Tag legt und die Familienmitglieder mit haltlosen Anschuldigungen und Vorwürfen überzieht. Vielfach sehen sich dann die Angehörigen zu einem Schritt gezwungen, den sie eigentlich gar nicht gehen wollten: die Heimeinweisung.

Durch eine frühe Diagnose der Demenz und eine rechtzeitig eingeleitete Behandlung könnte so manchem Demenz-Patienten das Schicksal einer Heimunterbringung erspart bleiben. Bei der so genannten Milieutherapie lernen die Angehörigen zum Beispiel, wie sie dem Kranken mit geeigneten Maßnahmen das Zurechtfinden in einer für ihn zunehmend verwirrenderen Welt erleichtern können. So kann man dafür sorgen, dass die Wohnung gut ausgeleuchtet ist und der Kranke keine Angst vor dunklen Ecken haben muss. Die Türen zu Küche, Bad und Schlafzimmer können gut lesbar beschriftet werden und so bei der Orientierung im Haus helfen. Mit kleinen Notizzetteln wird der Betroffene daran erinnert, in welcher Reihenfolge er welche Kleidungsstücke anziehen sollte oder wie andere alltägliche Verrichtungen durchzuführen sind.

Unterstützt und gefördert werden diese Maßnahmen durch geeignete Medikamente. Bei der Therapie der Verhaltensstörungen werden heute meist moderne atypische Neuroleptika erfolgreich eingesetzt. Wirkstoffe, wie zum Beispiel Risperidon, greifen gezielt in die bei der Demenz-Krankheit gestörten Stoffwechselwege im Gehirn ein. Sie normalisieren so das Schlafverhalten, beruhigen den Patienten und lindern krankhaftes Misstrauen und Aggressionen. Im Gegensatz zu älteren Medikamenten machen solche atypischen Neuroleptika den Demenzkranken nicht mehr müde, das heißt er bleibt tagsüber aktiver und ansprechbarer. Viele Verrichtungen des täglichen Lebens, wie Ankleiden oder Essen, kann er dann wieder gut selbst erledigen. Für die Angehörigen hat das nur Vorteile: Der Demenz-Kranke ist umgänglicher und unabhängiger von fremder Hilfe, der Pflegeaufwand verringert sich dementsprechend.


Pflanzliche Hilfe für geschwächte Haut (1693 Zeichen)
 

(dgk) Die Haut ist weit mehr als eine Umhüllung des Körpers. Bis die komplexen Funktionen dieses größten Organs des Menschen erforscht und verstanden sind, wird noch einige Zeit vergehen. Doch einige Fakten sind gesichert. Beispielsweise hat die medizinische Forschung in jüngerer Zeit Erkenntnisse über das Verhalten der Haut bei abnehmender Hormonkonzentration gewonnen.


Etwa mit Vierzig beginnt die Östrogen- und Progesteronkonzentration im Körper einer Frau zu sinken. Damit verbunden sind umfangreiche Veränderungen im Organismus, auch in der Haut. Das Organ, das einer kontinuierlichen Regeneration unterliegt und dessen Oberhautzellen sich normalerweise alle 100 Tage erneuern, wird die Lebensdauer der äußersten Zellschicht bei Eintritt der Menopause halbiert haben. Die Oberhautzellen werden aber nicht nur kurzlebiger, auch die Struktur des Zellverbundes ändert sich. So werden Festigkeit und Dichte der Oberhaut geringer, die Unterhaut verhärtet sich, das Hautbild wird knittriger. Gut, dass nicht nur die körperlichen Veränderungen selbst Gegenstand der Forschung sind, sondern auch die Gegenkräfte. In diesem Fall erweist sich die Substanzklasse der Phytoöstrogene als Methode der Wahl. Phytoöstrogene sind natürliche pflanzliche Stoffe mit milder östrogenähnlicher Wirkung. Besonders wirksame Vertreter sind in der Sojapflanze enthalten, die Soja-Isoflavone. Inzwischen sind eine Vielzahl von Cremes mit Phytoöstrogenen auf dem Markt, deshalb lohnt sich zur Orientierung ein Beratungsgespräch in der Apotheke. Als besonders wirksam wurden Präparate getestet, die neben Soja-Isoflavonen weitere natürliche Substanzen wie pflanzliche Öle, Vitamine oder Phloroglucin enthalten.


Lachen ist gesund (1113 Zeichen)
 

(dgk) Lachen ist gesund – diese alte Binsenweisheit bestätigte eine neue japanische Studie an Neurodermitis-Patienten. Ein Charlie-Chaplin-Film verminderte die Quaddelbildung auf Allergene bei Hauttesten.


Bei 26 japanischen Patienten mit einer allergischen Neurodermitis wurde die Wirkung zweier Filme auf das Immunsystem untersucht: Zum einen schauten die Patienten einen lustigen Film mit Charlie Chaplin, zum anderen eine Wettersendung. Das Ergebnis: Der Chaplin-Film "Moderne Zeiten" – er brachte die Patienten zum Lachen – hatte eine positive Wirkung auf die Haut, die Wettersendung hingegen nicht. Nur beim Chaplin-Film wurde die durch Hausstaubmilben und andere Allergieauslöser verursachte Hautreaktion deutlich reduziert.

Auch bei anderen Erkrankungen wie Morbus Bechterew und rheumatoider Arthritis wurde bereits eine Schmerzlinderung durch Lachen bewirkt. Die Ursachen für diesen einige Stunden anhaltenden Effekt sind bisher leider nicht bekannt. Man weiß aber, dass bei Gesunden die provozierte gute Laune eine Abnahme der Kortison-Spiegels sowie eine Zunahme der Killerzell-Aktivität im Blut verursacht.

 

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