DGK e.V. -Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk), Jahrgang 42, Ausgabe 11 - 2001 Themen: Grüner Star, Therapie, Pneumokokken, Endorphine, UNICEF, Arthrose, Sonnenbrille, Osteoporose, Oliviero Toscani, Sehen, Augen, Impfen
Gesundheitsinformationen zu:
Deutsches Grünes Kreuz, Grüner Star, Therapie, Pneumokokken, Endorphine, UNICEF, Arthrose, Sonnenbrille, Osteoporose, Oliviero Toscani, Sehen, Augen, Impfen
skip_nav

Suche

 

Service-Content

Anzeige

Gesundheitslinks

 

www.ibera-online.de
IBERA Impfberatung online

 

www.agmv.de
Arbeitsgemeinschaft Varizellen (AGV)

 

www.forum-schmerz.de
Forum Schmerz

 

www.agmk.de
Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)

 

www.altern-in-wuerde.de
Altern in Würde (AiW)

www.stiko.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut

Weitere Links finden Sie hier

 

 


Textanfang / Content

Sie sind hier: Home / Presse / Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk) / 2001 - Jahrgang 42 / dgk, Jg. 42, 11 - 2001
Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz
dgk, Jg. 42, 11 - 2001

Fortschritte bei der Therapie des Grünen Stars (2888 Zeichen)
 

(dgk) Patienten, die an einem Grünen Star leiden, stehen bald schon eine Reihe zusätzlicher Medikamente für ihre Augenkrankheit zur Verfügung. Anfang des Jahres 2002 werden weitere Präparate aus der Wirkstoffgruppe der Prostaglandinanaloga für die Glaukom-Therapie zur Verfügung stehen.


Wirklich neu sind diese Substanzen allerdings nicht, arbeiten sie doch nach dem gleichen Prinzip wie der schon seit einigen Jahren erprobte Wirkstoff Latanoprost. Latanoprost fördert den Abfluss des so genannten Kammerwassers aus dem Auge und trägt so entscheidend zur Senkung des Augendrucks bei. Mehr als 3,3 Millionen Glaukom-Patienten wurden bislang mit Latanoprost behandelt und machten diesen Wirkstoff zum meist verordneten Glaukompräparat weltweit. In Folge dessen haben offensichtlich nun auch andere Arzneimittelhersteller die Fähigkeit der Prostaglandine erkannt, den Augeninnendruck wirksam zu verringern und somit Schäden vom Sehnerven abzuwenden. Latanoprost und seine Abkömmlinge Travoprost, Bimatoprost oder Unoproston könnten so vermutlich bald schon zum Standard in der Glaukomtherapie werden. Sie könnten damit die in die Jahre gekommenen Betablocker ersetzen, die heute noch vielfach verordnet werden.

Für die Prostaglandinanaloga spricht dabei auch, dass die Augentropfen meist nur einmal täglich genommen werden müssen. Auch hierin ähneln die neuen Substanzen dem Latanoprost, das Vorreiter in punkto Patientenfreundlichkeit ist. Die Einmalgabe erleichtert die Therapietreue des Patienten enorm und begünstigt somit auch den Behandlungserfolg. Entscheidend wird also auch sein, wie der einzelne Patient mit seinen Augentropfen zurecht kommt und wie es gerade bei den neuen Präparaten mit möglichen unerwünschten Nebenwirkungen aussieht. Während umfangreiche Erfahrungen mit Latanoprost zeigen, dass dieser Wirkstoff im Allgemeinen gut verträglich ist, müssen dies die neuen Antiglaukomatosa erst noch im Praxistest beweisen. In ersten Studien in den USA wurden bei zwei der drei Nachahmerprodukte (Travoprost und Bimatoprost) bei etwa jedem zweiten Patienten gerötete Augen beobachtet. Auch wenn dies medizinisch nicht unbedingt bedenklich erscheint, könnten diese Nebenwirkungen doch zahlreiche Patienten davon abhalten, ihre Tropfen regelmäßig zu verwenden. Das Therapieziel könnte dann leider schnell verfehlt werden.

Der Grüne Star (Glaukom) ist eine Augenerkrankung, bei der sich das Gesichtsfeld des Betroffenen im Laufe der Zeit mehr und mehr verengt. Ohne Behandlung kann dies bis zur Erblindung führen. Hauptursache für den Grünen Star ist ein zu hoher Augeninnendruck, wodurch der Sehnerv gequetscht und langsam zerstört wird. Einmal vorhandene Schäden können nicht wieder rückgängig gemacht werden. Am Grünen Star sind in Deutschland derzeit rund 800.000 Menschen erkrankt, weit mehr noch haben einen zu hohen Augeninnendruck, ohne etwas davon zu wissen.


Pneumokokken: Untermieter im Hals (1869 Zeichen)
 

(dgk) Haben Sie unfreiwillig Untermieter? Nein? Seien Sie sich da nicht so sicher! Etwa jeder Zweite trägt Bakterien in seinem Nasen-Rachen-Raum, ohne etwas davon zu wissen. Pneumokokken heißen diese ungebetenen Gäste, die sehr gefährlich werden können, wenn die Immunabwehr nachlässt. Eine Impfung schützt besonders Gefährdete.


In Deutschland sterben schätzungsweise 10.000 Menschen jährlich an den Folgen einer Pneumokokken-Infektion. Trotz Antibiotika tritt der Tod in vielen Fällen bereits innerhalb der ersten 48 Stunden ein. Die Bakterien mit dem wissenschaftlichen Namen Streptococcus pneumoniae können zum Beispiel eine Lungenentzündung, eine Hirnhautentzündung oder eine Blutvergiftung auslösen. Häufig stecken sie auch hinter einer Mittelohr- oder Nasennebenhöhlenentzündung. Übertragen werden die Erreger durch die Luft per Tröpfcheninfektion, das heißt zum Beispiel beim Husten. Dementsprechend verbreiten sie sich besonders gut in Zeiten, wo Erkältungen häufig sind, also im Herbst oder Frühjahr. Sind die Atemwege bereits durch andere Krankheitserreger - etwa Influenzaviren - angegriffen und kommen andere Irritationen hinzu (beispielsweise Allergie, Tabakrauch), fällt es den Pneumokokken leicht, sich anzusiedeln, und sie machen häufiger krank.

Besonders gefährdet sind nicht nur Senioren ab 60 und chronisch Kranke. Für Frühgeborene, Säuglinge und Kleinkinder in den ersten fünf Lebensjahren kann eine Pneumokokken-Infektion ebenfalls lebensgefährlich werden. Nur wenige wissen, dass sie ihr Kind oder sich selbst vorbeugend schützen können. Dabei wird eine Impfung gegen Pneumokokken diesen Risikogruppen bereits seit einigen Jahren empfohlen. Ein neuer Impfstoff macht es seit kurzem möglich, auch Säuglinge unter zwei Jahren zu impfen.

Fragen zu diesem Thema beantwortet das Deutsche Grüne Kreuz bis Ende 2001 unter pneumokokken(à)kilian.de.


Auszeichnung für Oliviero Toscani (523 Zeichen)
 

(dgk) Für seine fotografischen Visionen zum Thema Osteoporose wurde Oliviero Toscani, der frühere Benetton-Schocker, mit dem Lifeaward des internationalen Kongresses "Aging and Society" ausgezeichnet: Seine Aktaufnahmen zeigen an Knochenschwund Erkrankte aller Kontinente im Alter zwischen 25 und 92 Jahren. Die Ausstellung, die vom Deutschen Grünen Kreuz, der International Osteoporosis Foundation (IOF) und der Alliance for Better Bone Health konzipiert wurde, ist derzeit in Rom zu sehen, bevor sie auf Weltreise geht.


Endorphine - Glücksbringer und Schmerzstopper (2185 Zeichen)
 

(dgk) Was haben Extremsportarten, Schokolade-Essen und Sex gemeinsam? Alles macht glücklich. Grund dafür ist die Ausschüttung von Endorphinen. Sie heben die Stimmung, helfen Stresssituationen zu überstehen und nehmen Schmerzen. Endorphine gehören zur Gruppe der körpereigenen Opioide. Der Körper bildet sie beispielsweise kurzfristig zum Schutz vor unerträglichen Schmerzen. Wie die von außen zugeführten Opioide sorgen sie dafür, dass Schmerzreize aus dem peripheren Nervensystem nur mit geringerer Empfindlichkeit oder gar nicht mehr wahrgenommen werden. Diese Erkenntnisse machten sich Mediziner bei der Schmerztherapie zunutze: Sie ahmten die Natur nach. Künstlich hergestellte Opioide binden im menschlichen Nervensystem an die gleichen Stellen wie Endorphine und lösen die selben Reaktionen aus - die Schmerzleitung wird unterdrückt.

Opioide haben in der Schmerztherapie einen wichtigen Stellenwert, denn sie haben den Vorteil, dass sie über einen langen Zeitraum eingenommen werden können, ohne ihre Wirkung zu verlieren oder, wie viele andere Schmerzmittel, Organschäden zu verursachen. Höhere Dosierungen sind in der Regel nur dann notwendig, wenn die schmerzauslösende Krankheit fortschreitet, der Schmerz also zunimmt. Deshalb empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Opioide für die Behandlung starker und stärkster chronischer Schmerzen.

Zur Therapie sollten vor allem retardierte Präparate eingesetzt werden, die den Wirkstoff kontrolliert in gleichmäßig kleinen Mengen an den Körper abgeben. Außerdem sollten die Medikamente möglichst lange wirksam sein. Die längste Wirkdauer erzielen zurzeit opioidhaltige Schmerzpflaster, z. B. mit dem Wirkstoff Fentanyl, die drei Tage lang den Schmerz lindern. Dadurch werden die Patienten nicht dauernd an ihre Schmerzen erinnert. Der Alltag kann wieder freier gestaltet werden. Dies bestätigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Emnid. Danach bevorzugen Patienten das Schmerzpflaster, weil sie lange schmerzfrei sind, sich um Arbeit, Familie und Freunde kümmern können und nicht ständig an die nächste Medikamenteneinnahme denken müssen. Und das Liebesleben macht natürlich ohne Schmerzen auch wieder mehr Spaß.


Hilfe für Not leidende Kinder: ARD-Buffet für UNICEF (2001 Zeichen)
 

(dgk) Mit einer groß angelegten Spendenaktion appelliert das Fernsehmagazin ARD- Buffet (montags bis freitags 12.15 bis 13 Uhr), in der Vorweihnachtszeit an die Herzen der Zuschauer. Ab dem 23. November sammelt die Sendung Geld für das Kinderhilfswerk UNICEF. Die Moderatorin, Evelin König, unterstützt schon seit Jahren Projekte in der Dritten Welt, die Kindern zugute kommen: "Weil jedes Kind auf dieser Welt es verdient hat, genug zu essen zu haben, medizinisch versorgt zu werden, zur Schule zu gehen und Geborgenheit zu finden, liegt mir diese Spendenaktion ganz besonders am Herzen."

Zahlreiche Prominente werben für die Hilfsaktion: Am 27. November wird Bärbel Schäfer Gast im Studio sein, die Schauspielerinnen Katja Riemann und Andrea Sawatzki kommen am 3. bzw. 13. Dezember. Roger Moore, Suzanne von Borsody, sowie der Kabarettist Wolfgang Stumpf stehen für diese Spendenaktion Pate und werden UNICEF-Projekte vorstellen, denen das gesammelte Geld zukommen soll. UNICEF benötigt dringender denn je finanzielle Mittel, um in Not lebenden Kindern zu helfen. Bilder von hungernden und kranken Kindern in Afghanistan zeigen die erschreckende Wirklichkeit. Allein dort bedürfen 1,5 Millionen Kinder der Hilfe. Aber das vom ARD-Buffet gesammelte Geld wird auch UNICEF-Projekten für AIDS-kranke Kinder in Afrika, Heimkinder in Rumänien, sowie Bildungsprogramme für Mädchen in Nepal und Selbsthilfeprojekten in Indien zugute kommen.

Unter allen, die bis Montag, 17. Dezember, um 14 Uhr ihre Spende auf das eigens eingerichtete Konto (s.u.) überwiesen haben, werden drei wertvolle Preise verlost, beispielsweise ein Wohnmobil und Reisen. Die Gewinner werden am 18. Dezember live im ARD-Buffet ermittelt.Das Spendenkonto: Konto Nr. 85 85 505, Postbank, BLZ 370 100 50,Stichwort "ARD-Buffet für UNICEF".Für die Teilnahme an der Verlosung unbedingt Name und Adresse angeben; Spendenquittungen werden ab 100 DM automatisch erstellt. Bei Beträgen unter 100 DM gilt der Einzahlungsbeleg als Quittung.


Leipziger erforschen Arthrose mit Weltrekordsonde (1920 Zeichen)
 

(dgk) Nahezu jeder ältere Mensch hat Arthrose, eine Folge der übermäßigen Abnutzung der Gelenke. Physiker der Universität Leipzig fanden Neues über die Entstehung dieser Verschleißerscheinungen: Ihre Untersuchungen am Gelenkknorpel zeigten, dass nicht wie angenommen ein erhöhter Calcium-Anteil ein Grund für beginnende Schäden ist, sondern ein gestörter Transport von Stoffwechselprodukten. Die Wissenschaftler verwendeten zu diesem Forschungsprojekt eine Hochenergie-Ionensonde, deren Strahlen allerfeinste biologische Strukturen des menschlichen Körpers analysieren können. Mit dieser Sonde halten die Leipziger zudem einen Weltrekord: für den schmalsten je erzeugten Ionenstrahl.

Bislang gilt eine Arthrose als unheilbares Leiden. Besonders wichtig ist daher eine wirksame Schmerzbehandlung, damit die Betroffenen weiterhin aktiv am Alltag teilnehmen können. Oft verwendete Wirkstoffe wie Ibuprofen, Diclofenac oder auch Acetylsalicylsäure (so genannte "nichtsteroidale Antirheumatika") wirken zwar zuverlässig, können jedoch bei längerfristiger Einnahme den empfindlichen Magen- Darm-Trakt angreifen. Häufigste Komplikation: Magengeschwüre, an deren Folgen rund 2.000 Patienten in jedem Jahr alleine in der Bundesrepublik versterben. Einen Ausweg aus diesem Dilemma bieten neuentwickelte COX-2 Hemmer. Diese Medikamente hemmen selektiv nur die Schmerzauslöser und beinträchtigen den Magen-Darm-Trakt kaum.

Wenn Sie mehr wissen möchten: Eine ausführliche Informations-Broschüre zum Thema Arthrose erhalten Sie gegen Einsendung eines adressierten und mit DM 3,- frankierten DIN A5 Rückumschlages an: Deutsches Grünes Kreuz, Stichwort "Arthrose", Postfach 1207, 35002 Marburg.

Für Ratschläge und hilfreiche Tipps steht Ihnen das Experten-Team des Deutschen Grünen Kreuzes gerne zur Verfügung: Das Beratungstelefon Arthrose ist an jedem Mittwoch von 16 bis 20 Uhr unter der Rufnummer 0 64 21 / 29 32 90 geschaltet.


Sichtbarer Spass im Schnee (2108 Zeichen)
 

Sonnenbrille und richtige Gläser sind beim Wintersport Pflicht


(dgk) Bald ist es wieder so weit: Skifahrer, Snowboarder und Frischluftfanatiker zieht es ins winterlich verschneite Gebirge. Dabei sollte eines im Reisegebäck für die Piste nicht fehlen: der richtige Augenschutz. Denn UV-Licht, Blendung, Wind und Schneetreiben strapazieren die Augen. Etwa 95 Prozent des Lichtes in schneebedecktem Gelände werden reflektiert. Die ultraviolette Strahlung gelangt von allen Seiten in die Augen und wird mit zunehmender Höhenlage immer intensiver.


Um sich vor schmerzhaften Entzündungen der Binde- und Hornhaut bis hin zu dauerhaften Netzhaut-Verletzungen zu schützen, sollten Sport- und Sonnenbrillen der Wintersportler eine ausreichende Tönung und guten UV-Schutz bieten. Eine gute Sonnenbrille sollte deshalb den sichtbaren Anteil des Lichts zu mindestens 75 Prozent absorbieren und den UV-Anteil vollständig blockieren. Personen mit besonders empfindlichen Augen sollten eine Brille mit Seitenschutz kaufen. Dieser verhindert, dass kalte Zugluft an das Auge kommt. Das gilt besonders für den Kauf von Sonnenbrillen für Kinder. Kleine Luftschlitze verhindern das Beschlagen der Gläser.

Bei schlechtem Wetter und diffusem Licht empfiehlt sich eine zusätzliche Schneebrille, denn halbe Sicht macht nicht nur halben Spaß; die Gefahr eines Sturzes oder eines Zusammenstoßes mit einem anderen Fahrer oder gar der Pistenraupe steigt bei Schneetreiben oder Nebel erheblich.

Brillenträger sollten dabei nicht auf die Korrektion ihrer Sehstärke verzichten. Speziell für Fehlsichtige werden Skibrillen mit großem Innenraum angeboten, unter denen man die eigene Brille gut tragen kann. Für alle, die Brille oder Kontaktlinsen nicht unter der Skibrille tragen möchten, gibt es zudem Skibrillen mit individuellen Korrektionsgläsern.

Schützen sie sich vor Schneeblindheit und schlimmeren Folgen. Ihr Augenoptiker hat eine große Auswahl an modischen Skibrillen, die auch zu Ihrem Anzug passen, damit die rasante Abfahrt noch mehr Spaß macht. Achten Sie beim Kauf auf eine gute Kontrastverstärkung und die Möglichkeit zur optimalen Anpassung durch verstellbare Kopfbänder.

 

Fusszeile / Impressum