DGK e.V. -Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk), Jahrgang 42, Ausgabe 10 - 2001 Themen: Osteoporose, Weltosteoporosetag, Kopfbälle, Pneumokokken-Impfung, Kontaktlinsen, Augen, Ohrgeräusche, Cayennepfeffer, Blähungen, Schuhabsätze, Rotwein, joggen
Gesundheitsinformationen zu:
Deutsches Grünes Kreuz, Osteoporose, Weltosteoporosetag, Kopfbälle, Pneumokokken-Impfung, Kontaktlinsen, Augen, Ohrgeräusche, Cayennepfeffer, Blähungen, Schuhabsätze, Rotwein, joggen, Empfängnisverhütung, Schuhe, Füße
skip_nav

Suche

 

Service-Content

Anzeige

Gesundheitslinks

 

www.ibera-online.de
IBERA Impfberatung online

 

www.forum-schmerz.de
Forum Schmerz

 

www.agmk.de
Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)

 

www.altern-in-wuerde.de
Altern in Würde (AiW)

www.stiko.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut

 

 


Textanfang / Content

Sie sind hier: Home / Presse / Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk) / 2001 - Jahrgang 42 / dgk, Jg. 42, 10 - 2001
Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz
dgk, Jg. 42, 10 - 2001

Vernachlässigte Volkskrankheit: Knochenschwund (3855 Zeichen)
 

Am 20. Oktober ist Weltosteoporosetag


(dgk) Ständige Schmerzen in der Wirbelsäule und in den Rippen, beim Treppensteigen auch in den Oberschenkeln und in der Hüftgegend. Morgens beim Aufstehen, beim Bücken und Heben schmerzt es zwischen den Schulterblättern und zieht in die Seiten. Solche und andere Beschwerden muss Waltraud Schneider schon seit Jahren ertragen. Diagnose: Osteoporose, auch Knochenschwund genannt.


Osteoporosekranke Menschen leiden unter einem verstärkten Abbau ihres Knochengewebes, was zu einer verminderten Belastbarkeit des Knochens führt. Die Knochen werden porös und brechen leichter. Besonders frakturgefährdet sind bei jüngeren Patientinnen die Wirbelsäule und die Unterarme, bei älteren Patientinnen der Oberschenkelhals. Im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung kommt es zu einem Verlust der Körpergröße oder der als "Witwenbuckel" bezeichneten Wirbelsäulenkrümmung.

Während man sich vor 10 bis 15 Jahren nur um die Osteoporose bei Frauen kümmerte, wurde in den vergangenen Jahren deutlich, dass auch Männer von der Knochenerkrankung betroffen sein können. Etwa jeder Fünfte der weltweit insgesamt rund sechs Millionen Betroffenen ist ein Mann. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Knochenschwund inzwischen in die Liste der zehn wichtigsten Krankheiten aufgenommen und warnt, die Zahl der Betroffenen werde sich in den nächsten 40 Jahren europaweit verdoppeln.

Leider ist der Knochenschwund eine Krankheit, die nach wie vor wenig Beachtung findet. Daten zeigen, dass das Leiden völlig unterschätzt wird und dass es immer noch große Defizite in Diagnostik und Therapie gibt. So ist in Deutschland nur jede 20. Arzneimittelverordnung zur Behandlung der Osteoporose ein Medikament, dessen therapeutischer Nutzen nachgewiesen ist. Im Vergleich mit neun EU-Staaten und der Schweiz liegt Deutschland an letzter Stelle bei der Verordnung effizienter Osteoporosepräparate.

Dabei steht zur Behandlung der Osteoporose inzwischen ein breites Angebot von Medikamenten zur Verfügung. Zu den wirksamsten gehören die so genannten Bisphosphonate. Bereits nach drei Monaten Behandlung steigern sie die Knochendichte und halbieren nach einem Jahr die Zahl der schmerzhaften Wirbelbrüche.

Doch jeder Einzelne kann durch richtiges Verhalten im Alltag auch schon einiges dazu beitragen, das Eintreten einer Osteoporose zu verhindern oder deren Verlauf zu mildern: Wichtig sind ausgewogene, knochengesunde Ernährung - reich an Kalzium und Vitamin D - und ein gesundes Maß an Bewegung: beispielsweise täglich eine Stunde spazieren gehen, Treppen steigen statt Fahrstuhl fahren und ähnliches.

Starke Beanspruchung baut den Knochen auf, geringe macht ihn schwächer. So reduziert sich die Knochensubstanz in der belastungsarmen Phase des Schlafes. Am Tage, wenn wir in Bewegung sind, vermehrt sie sich.

Zu den Risikogruppen gehören Frauen, die wenig Bewegung haben, viel rauchen, untergewichtig sind und zu wenig kalziumreiche Nahrung zu sich nehmen. Auch eine früh eintretende Menopause, übermäßiger Alkoholkonsum, phosphathaltige Lebensmittel (Cola, Wurst), falsche Diäten und eine längere Kortisonbehandlung verstärken das Risiko, an einer Osteoporose zu erkranken.

Eine Broschüre "Osteoporose" mit ausführlichen Informationen und einem Risiko- Schnelltest kann mit einem adressierten und mit 3 Mark frankierten DIN-A5- Rückumschlag kostenlos angefordert werden beim Deutschen Grünen Kreuz, Stichwort: Osteoporose, Postfach 1207, 35002 Marburg.
Persönliche Fragen zum Thema Osteoporose beantworten die Experten des Deutschen Grünen Kreuzes an jedem Freitag von 16 bis 20 Uhr unter der Telefonnummer 0 64 21 / 29 31 94.


Buchtipp:
"Osteoporose - Fragen & Antworten", Helmut W. Minne u. Thomas v. Holst,
157 Seiten, VERLAG im KILIAN, DM 24,90/€ 13,- (D), ISBN 3-932091-58-2
Telefon: 0 64 21/2 93 - 3 23; Fax: 0 64 21/16 38 94; e-mail: kilian.verlag(à)kilian.de


Kopfbälle nicht schlecht fürs Gehirn (1049 Zeichen)
 

(dgk) Köpfen Sie ruhig weiter den Fußball ins Tor. Mediziner bestätigen, dass der absichtliche "Köpper" dem Hirn keinen Schaden zufügt. Wer mit einem Kopfball das Fußballspiel rettet, läuft nicht Gefahr, Gehirnschäden davon zu tragen oder zu verdummen. "Wenn man absichtlich köpft, stellt sich der Körper darauf ein, die Muskeln werden angespannt und schützen so vor Verletzungen," sagt Dr. Donald Kirkendall von der Universität North Carolina, USA.

Bei der Durchsicht von über 50 Studien über Köpfen, Gehirnverletzungen und Spätfolgen fand er heraus, dass Verletzungen - vor allem von Hirn und Nacken - nur auftreten, wenn der Ball den Kopf unvorbereitet trifft. Gefährlich wird es dann, wenn der Spieler nach dem Kopfball mit anderen Kickern zusammenstößt oder hinfällt. Bei einem richtig ausgeführten Kopfball, die Trefferfläche ist die Stirn unterhalb des Haaransatzes, nehmen Hirn und Nacken keinen Schaden. Deshalb brauchen sich auch Eltern keine Sorgen um ihre Sprösslinge machen, wenn die beim Bolzen richtig zur Sache gehen, so Kirkendall.


Pneumokokken-Impfung - ein Segen für Kinder (3507 Zeichen)
 

(dgk) Sie sind die Ersten, die von dem neuen Impfstoff profitieren: Frühgeborene und kleine "Leichtgewichte" sowie Kinder mit bestimmten Erkrankungen können endlich gegen schwere Pneumokokken-Infektionen geschützt werden.


Schon seit Jahren haben sich Impfungen gegen Pneumokokken bewährt. Menschen, die ohnehin mit chronischen Krankheiten wie beispielsweise Diabetes, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems oder der Lunge ihren Alltag bewältigen müssen, sind durch Infektionen mit dem Bakterium Streptococcus pneumoniae (Pneumokokken) zusätzlich gefährdet. Sie sollten daher unbedingt durch eine Impfung geschützt sein.

Auch Tausende von Säuglingen und Kindern in den ersten beiden Lebensjahren werden jährlich Opfer der Pneumokokken und erkranken an Hirnhautentzündung, Lungenentzündung oder sogar Blutvergiftung. Ihr Immunsystem kann sich noch nicht erfolgreich gegen diesen Bakterientyp zur Wehr setzen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Pneumokokken-Impfung für alle Kinder mit einem Geburtsgewicht von unter 2.500 Gramm, Frühgeborene, Kinder mit neurologischen Störungen, Gedeihstörungen oder bestimmten Vorerkrankungen.

Treten bei Säuglingen oder Kleinkindern so genannte Gedeihstörungen auf, sind sie besonders anfällig für Infektionskrankheiten. Die Symptome einer Gedeihstörung sind vielfältig: Das Kind nimmt kaum an Gewicht zu, wird leicht müde, reagiert nicht mit Lächeln oder kann seine Bewegungen schlecht koordinieren. Meist sind organische Störungen der Grund dafür, dass die Kinder sich nicht altersgemäß entwickeln. Auch Essstörungen der Mutter oder tiefe seelische Konflikte der Eltern beeinflussen möglicherweise die Entwicklung eines Kindes negativ, so dass es selbst erkrankt.

Gefährlich werden Pneumokokken-Infektionen auch für Kinder, deren Milz nicht richtig arbeitet. In diesem Organ werden die mit einer dicken Schutzschicht aus Zuckermolekülen versehenen Pneumokokken-Bakterien normalerweise von Immunzellen abgetötet. Ist das Organ aber in seiner Funktion gestört oder fehlt ganz, steigt das Risiko für diese Infektionen auf ein Vielfaches. Auch angeborene Erkrankungen der Atemwege wie die Mukoviszidose stellen einen beträchtlichen Risikofaktor dar: Aufgrund eines genetischen Defektes sind die Drüsensekrete sehr zähflüssig und die Betroffenen entsprechend häufig mit Infekten der Lunge belastet. Normalerweise werden krankmachende Keime durch die Bewegung der Flimmerhärchen in den Atemwegen wieder aus dem Körper hinausbefördert. Genau das passiert bei diesen Kindern nur unzureichend, weil der Schleim die Flimmerbewegung behindert. Aus diesem Grund müssen sie durch Impfungen vor Pneumokokken-Infektionen geschützt werden.

Der bewährte Erwachsenenimpfstoff wirkt bei Kindern in den ersten Lebensjahren nicht ausreichend, so dass sich die medizinische Forschung etwas einfallen lassen musste. Ein Griff in die Trickkiste der Medizin machte es möglich: Seit Jahren wird die so genannte Konjugat-Technologie in der Herstellung für Kinderimpfstoffe gegen das Bakterium Haemophilus influenzae Typ b eingesetzt. Mit Hilfe dieses Verfahrens ist auch der für Kinder geeignete Pneumokokken-Impfstoff entwickelt worden. Die für die Immunantwort wichtigen Bestandteile von sieben verschiedenen Pneumokokken- Typen sind an ein Eiweiß gebunden. Dadurch reagiert auch das kindliche Abwehrsystem auf die Impfung und baut einen Schutz gegen die Infektion auf. So können Kinder ab dem dritten Lebensmonat geimpft und damit ausreichend geschützt werden.


Linsen auf dem Vormarsch (1265 Zeichen)
 

(dgk) Immer mehr Menschen greifen statt zur Brille zur Kontaktlinse. So benutzen nach einer Schätzung des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands über zwei Millionen Menschen in Deutschland eine "unsichtbare Sehhilfe". Aber auch weltweit erfreuen sich Linsen zunehmender Beliebtheit. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, entwickelte sich der deutsche Außenhandel mit Kontaktlinsen im Jahre 2000 in beiden Handelsrichtungen ausgesprochen lebhaft. So nahmen die deutschen Ausfuhren dieser Sehhilfen gegenüber 1999 um 27,8 Prozent auf 179,2 Millionen Mark im Jahr 2000 zu (1999: 140,2 Millionen Mark), die deutschen Einfuhren stiegen um 40,2 Prozent auf 173,9 Millionen Mark (1999: 124 Millionen Mark).

Wichtigste Abnehmerländer für Kontaktlinsen aus Deutschland waren im Jahr 2000 Großbritannien (32,8 Millionen Mark), Italien (18,6 Millionen Mark) und die USA (23,7 Millionen Mark). Wichtigste Ursprungsländer für importierte Kontaktlinsen waren im gleichen Zeitraum die USA (66,2 Millionen DM), gefolgt von Indonesien (51,2 Millionen Mark) und Großbritannien (15,3 Millionen Mark).

Zu diesem Anstieg hat nach Angaben des Statistisches Bundesamtes nicht zuletzt die Ausweitung der Produktvarianten - zum Beispiel Sport- und Tageslinsen - beigetragen.


Holz und Blech im Ohr (663 Zeichen)
 

(dgk) Musik ist schön, kann aber auch zu Hörschäden führen. Bei Blasinstrumenten gibt es dabei scheinbar kleine, aber feine Unterschiede. Das stellte das British Performing Arts Medicine Trust nach einer Umfrage unter 400 Orchestermusikern fest. Holzbläser in einem Orchester leiden danach häufiger an Ohrgeräuschen (Tinnitus) als andere Musiker. 42 Prozent der Holzbläser berichteten über gelegentliche oder sogar häufige Ohrgeräusche. Außerdem sind sie häufig überempfindlich gegen Geräusche. Blechbläser dagegen haben ganz andere Probleme: Die scheinen eher schwerhörig zu werden. Viele von ihnen klagen nämlich über Hörprobleme bei den höheren Frequenzen.


Cayennepfeffer, ein wirksames Mittel gegen Gelenkschmerzen (2511 Zeichen)
 

(dgk) Arthrosepatienten kennen das Problem nur zu gut: Das morgendliche Aufstehen aus dem Bett bereitet starke Schmerzen und ist eine Qual. Hier tut Wärme erwiesenermaßen gut. Experten empfehlen daher eine Behandlung mit Cayennepfeffer. Dieser pflanzliche Wirkstoff fördert die Durchblutung und wirkt somit erwärmend. Außerdem hat Cayennepfeffer einen langanhaltenden schmerzlindernden Effekt. Dies wurde durch wissenschaftliche Studien belegt.


Capsaicin ist in hoher Konzentration in den Früchten des Cayennepfeffers enthalten. Lokal auf die betroffenen Partien aufgetragen reizt Capsaicin die Wärme- und Schmerzrezeptoren der Haut. Zunächst bewirkt die Salbe ein leichtes Brennen auf der Haut, die sich rötet. Dann breitet sich ein wohltuendes Wärmegefühl aus und nach einigen Anwendungen fühlt sich die behandelte Stelle unempfindlicher gegen Schmerz an. Die Rötung und das Wärmegefühl sind Anzeichen für eine stärkere Durchblutung der Region. Diese hat zur Folge, dass in den Gelenken vermehrt Gelenkschmiere gebildet wird. Die geschädigte Knorpelsubstanz wird besser ernährt und kann so regenieren.

Ein weiterer positiver Effekt ist die langanhaltende schmerzstillende Wirkung von Capsaicin. Dr. Jan-Peter Jansen, Schmerzexperte aus Berlin, erklärt den Wirkmechanismus: "Capsaicin hemmt die Freisetzung eines bestimmten Schmerzbotenstoffes, der so genannten Substanz P. Die bestehenden Vorräte an Substanz P werden entleert und die Schmerzsignale nicht mehr übertragen, weshalb Patienten auch nach Beendigung der Therapie keine Schmerzen mehr haben."

Im Akutfall sollte capsaicinhaltige Salbe bis zu viermal täglich in den schmerzenden Bereich einmassiert werden, später einmal pro Tag. In Packungsbeilagen wird die Behandlungsdauer auf zwei bis drei Tage eingeschränkt. Dieser Warnhinweis aus dem Jahr 1990 ist jedoch nicht mehr aktuell. "Diese Empfehlung bezieht sich aber auf Versuche mit Mäusen, bei denen die Nervenenden freipräpariert und dann mit Capsaicin in Kontakt gebracht wurden. Dies ist eine völlig unrealistische Behandlungssituation", so die Apothekerin Irene von Majewski. Studien belegen mittlerweile, dass es auch bei längerer Anwendung nicht zu bleibenden Schäden kommt. Cayennepfeffer als Salbe ist für viele sogar ein richtiger Geheimtipp, der auch bei Nervenschmerzen aufgrund von Diabetes bzw. gegen Juckreiz bei Schuppenflechte sehr gut wirkt.


Jedes Böhnchen gibt ein...-kleiner Pup tut gut (2705 Zeichen)
 

(dgk) Ob im Büro, im Bus, im Kino oder beim gemütlichen Zusammensein mit Freunden, der Bauch wird immer dicker und verkrampft sich, die Hose kneift, doch die Umgebung erlaubt es nicht, endlich "Luft abzulassen".


Auch wenn es viele häufig stört und unangenehm ist: Ein wenig Luft im Darm zu haben, und sie - heimlich still und leise oder deutlich hörbar - über den After zu entlassen, das ist völlig normal und erleichtert enorm. Auch für den möglichen Geruch sollte sich keiner schämen. Er wird durch Bakterien verursacht, die im Dickdarm durch Gärungs- und Fäulnisvorgänge schwefelhaltige Gase produzieren. Das ist mal mehr, mal weniger der Fall. Blähungen, die ohne weitere begleitende Beschwerden auftreten, haben keinen Krankheitswert und verschwinden häufig von allein.

Kommen zu den Blähungen jedoch Bauchschmerzen, Erbrechen, Übelkeit oder verändertes Stuhlverhalten hinzu, so sollten die Ursachen abgeklärt werden. Der wohl häufigste Grund für Blähungen ist eine falsche und blähungsfördernde Ernährung. Schon allein bei hastigem Essen wird etwa doppelt so viel Luft mit herunter geschluckt wie normalerweise. Auch Nahrungsmittel, wie beispielsweise Hülsenfrüchte, Kohl, Paprika, frisches Schwarzbrot, Softeis, Sahne, Getränke mit viel Kohlensäure oder Bier, verursachen Blähungen. Auch Kaffee und Nahrungsmittelzusätze wie Sorbit fördern Blähungen, wenn die Mahlzeiten zudem nicht ausgewogen und abwechslungsreich gestaltet sind.

Eine häufige Erkrankung, die zu Blähungen führen kann, ist die Milchzucker- Unverträglichkeit. Sie äußert sich außerdem durch Durchfall und Bauchkrämpfe nach dem Genuss von Milch, Milchprodukten (nicht Käse) oder milchzuckerhaltigen Nahrungsmitteln. Ursache für diese Reaktion ist das Fehlen des Verdauungsferments Laktase im Dünndarm. Dadurch kann der Milchzucker nicht gespalten werden.

Nahezu 50 Prozent aller Menschen mit Magen-Darm-Beschwerden leiden unter einem so genannten Reizkolon mit wechselnden Beschwerden: Schmerzen im Bauch an unterschiedlichen Stellen, Völlegefühl, Blähungen, Rumoren und vermehrten Winden, Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung oder auch häufigem Stuhlgang. Sinnvolle Ernährung und Stressabbau können schon Abhilfe schaffen.

Auslöser für Beschwerden sind des Weiteren die Einnahme von Medikamenten, eine Allergie oder Überempfindlichkeit. Ein zusätzliches ständiges Aufstoßen nach fettreichem Essen könnte beispielweise ein Zeichen für eine Gallenblasenerkrankung, starker Durchfall durch eine Infektion ausgelöst sein. Falls Sie sich unsicher sind, fragen Sie Ihren Arzt. Für die schnelle Abhilfe zu Hause: Viel Bewegung sowie auch Kümmel, Ingwer und Pfefferminzöl lindern Blähbeschwerden.


Haltungsnoten für hohe Hacken (2169 Zeichen)
 

(dgk) Das Ergebnis einer amerikanischen Studie mit 356 Frauen im Alter zwischen 20 und 60 Jahren ergab, dass acht von zehn Frauen deformierte Füße und Schmerzen beim Gehen haben. Wahrscheinlich sind das die Folgen eines schlechten Schuhwerks.


Absätze, die höher als 5,7 Zentimeter sind, sehen zwar gut aus und machen schlanke Beine, sie schaden jedoch der Gesundheit. Sie beeinträchtigen die gleichmäßige Verteilung des Gewichts, das unsere Füße tragen müssen, verlagern vielmehr die ganze Last des Körpers auf den Vorderfuß. Das kann auf Dauer zu Spreizfüßen führen und verstärkt eine Hohlkreuzhaltung. Außerdem stehen die Knochen um den großen Zeh unter übermäßigem Druck. Vor allem Rückenschmerzen sind die Folgen der ungewöhnlichen Beanspruchung des Rückgrates. Zu hohe Schuhe verkürzen zudem langfristig die Wadenmuskulatur und beanspruchen die Sehnen zu sehr.

Auch wenn Füße in zu enge und spitze Schuhe gezwängt werden, können sich an den Fersen wunde Stellen und Blasen bilden. Zu enge Schuhe führen zu Fehlstellungen. Dünne und harte Schuhsohlen verursachen eine dicke Hornhaut.

Erheblich wohler lässt es sich in Schuhen laufen, die einen drei bis vier Zentimeter hohen Absatz und ein weiches Fußbett haben. Ein kleiner und auch etwas breiterer Absatz ist schonender für den Fuß als zu flache Schuhe, denn dabei überstreckt das Knie und das Becken fällt nach vorne, was eine schlechte Haltung zur Folge hat.

Unser Tipp: Wenn es denn unbedingt der Balanceakt in schwindelnder Höhe sein muss, egal ob mit Pfennigabsatz oder Plateau-Sohle, gönnen Sie Ihren Füßen auch mal eine Pause. Wechseln Sie die Schuhe mehrmals, wenn Sie tagsüber viel stehen müssen. Bei jeder Gelegenheit raus aus den Tretern, damit Ihre Füße Sie auch weiterhin meilenweit tragen können.

Buchtipp:
Weitere Informationen und Tipps für den Kauf gesunder Schuhe können Sie unter anderem in dem Buch "Was für den Rücken gut ist", Autoren Dietmar Krause/Helga Freyer-Krause, nachlesen. Dieser Ratgeber ist in der Reihe KILIAN mini erschienen und kostet DM 9,90/ab 01.01.2002 € 5,- (D); ISBN 3-932091-47-7
Telefon: 0 64 21 / 2 93 - 3 23; Fax: 0 64 21/16 38 94; e-mail: kilian.verlag@kilian.de

Bei Mäusen wirkt Rotwein nicht (662 Zeichen)
 

(dgk) Rotwein schmeckt nicht nur gut, sondern wird auch seit dem Altertum wegen seiner gesundheitlichen Vorzüge geschätzt. Selbstverständlich führt übermäßiger Genuss durch den Alkoholgehalt zur gegenteiligen Wirkung. Regelmäßig ein Gläschen in Ehren: Das soll vor Herzinfarkt schützen und einen positiven Einfluss auch auf die Verdauung, das Nervensystem, den Bewegungsapparat, auf die Haut und das Immunsystem haben, heißt es stets. Einer Studie mit Mäusen zufolge hat Rotwein jedoch keinen solchen Schutzeffekt. Als Herzinfarkt-Prophylaxe sollte man lieber auf cholesterinarme Nahrung mit viel Gemüse, Obst und pflanzliche statt tierische Fette vertrauen.


Rückwärts gegen die Pfunde? (803 Zeichen)
 

(dgk) Wissenschaftler aus Boston raten dazu, rückwärts zu joggen, um schneller abzunehmen. Im amerikanischen Wissenschaftsmagazin "Journal of Experimental Biology" schreiben die beiden Zoologen Setz Wright und Peter Weyand, dass Rückwärtslaufen im Vergleich zum normalen Jogging größere Muskelpartien beanspruche. Alleine die Haltearbeit der Muskulatur würde um 30 Prozent erhöht. Dadurch benötigt man für die gleiche Strecke mehr Energie. Das leuchtet ein. Leider ist die Abnehm-Untersuchung mit nur vier Testpersonen alles andere als gesichert zu nennen. Außerdem läuft der Rückwärts-Jogger immer Gefahr, blindlings ins eigene Verderben zu rennen - zum Beispiel gegen einen Laternenpfahl. Aber bei der meist faden Kost, die man dann im Krankenhaus bekommt, fällt das Abnehmen bestimmt auch leicht.


Empfängnisverhütung im 21. Jahrhundert (1100 Zeichen)
 

(dgk) Die Pille ist nach wie vor das Verhütungsmittel Nummer Eins. Das zeigen die Ergebnisse der jüngsten Untersuchung zum Kontrazeptionsverhalten von Frauen und Männern. Diese wurde im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) von forsa (Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbh) im Jahr 2000 durchgeführt. Danach verlassen sich 44 Prozent der befragten 20- bis 44- jährigen Frauen und Männer auf die Pille, 18 Prozent auf Kondome und 12 Prozent verhüten mit Spirale. Sechs Prozent wenden Pille und Kondome gleichzeitig, das heißt in Kombination, fünf Prozent abwechselnd an. Die hohe Sicherheit und Zuverlässigkeit sowie eine einfache und bequeme Anwendung (73 Prozent der Befragten) sind die ausschlaggebenden Argumente für die Wahl der Pille. Allerdings wird sie als ausschließliches Kontrazeptivum in erster Linie von befragten Frauen mit einem festen Partner eingenommen (52 Prozent nennen Pille, 12 Prozent Kondome), Befragte ohne feste Beziehung greifen vergleichsweise häufiger auf Kondome zurück (33 Prozent nennen Pille, 28 Prozent Kondome).

 

Fusszeile / Impressum