DGK e.V. -Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk), Jahrgang 41, Ausgabe 6/7 - 2000 Themen: Nierensteine, Blasensteine, Narbenbildung, Narben, Operation, Venen, Rheopherese, Hörsturz, Sonnenschutzberatung, Sonne, Schulkampagne zum Schutz des Gehörs
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Deutsches Grünes Kreuz, Nierensteine, Blasensteine, Narbenbildung, Narben, Operation, Venen, Rheopherese, Hörsturz, Sonnenschutzberatung, Sonne, Schulkampagne zum Schutz des Gehörs
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Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz
dgk, Jg. 41, 6/7 - 2000

Achtung Steinschlag! (1580 Zeichen)
 

Neues Beratungstelefon gibt Auskunft bei Problemen mit Nieren- und Blasensteinen


(dgk) Rund vier Millionen Deutsche leiden an Harnsteinen. Diese entstehen aus Salzen, die im Nierenbecken, der Blase oder den Harnwegen auskristallisieren. Schmerzhaft und gefährlich wird es meist dann, wenn sich die Steine Richtung Harntrakt bewegen, stecken bleiben oder die Schleimhaut des Harnleiters verletzen. Heftige, krampfartige Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüche, Blut im Urin oder Schwierigkeiten beim Urinlassen zählen zu den typischen Beschwerden, die durch Harnsteine verursacht werden können. Auch chronische Nierenschäden sind möglich. Das Hauptproblem: Selbst wenn die Steine schon einmal entfernt wurden, tauchen sie bei 60 Prozent der Betroffenen irgendwann wieder auf.

Wer mehr darüber wissen will, wie man Nieren- und Blasensteinen wirksam vorbeugen kann, für den hat das Deutsche Grüne Kreuz in Marburg jetzt eine Telefon- Hotline eingerichtet. Jeden Mittwoch zwischen 16.00 und 18.00 Uhr beantworten unter der Nummer 06421/293-185 kompetente Experten alle Fragen zum Thema Harnsteine.

Die Ursachen für die Entstehung von Harnsteinen sind nicht klar. Begünstigt wird ihre Bildung jedoch durch zu geringe Flüssigkeitsaufnahme, Ernährungsfehler, erbliche Veranlagung oder Erkrankungen wie beispielsweise Harnwegsinfektionen. Es gibt allerdings die Möglichkeit, durch Blut- und Urinanalysen die individuellen Risikofaktoren aufzuspüren. Dann kann speziell auf den Patienten ein Behandlungsplan mit Trink-, Ernährungs-, und Verhaltensregeln zugeschnitten werden, mit dessen Hilfe die ständige Neubildung von Harnsteinen weitgehend verhindert wird.


Narbenbildung nach Operation verursacht chronische Schmerzen (2.688 Zeichen)
 

(dgk) Eine Bandscheibenoperation ist heute kein bedrohlicher Eingriff mehr. Die Mehrzahl der Patienten ist anschließend beschwerdefrei. Bei etwa fünf Prozent der Operierten verursacht jedoch die Narbenbildung, die zu jedem Heilungsprozess gehört, Schmerzen. Das harte Narbengewebe drückt dabei gegen die Nervenwurzeln oder verklebt mit ihnen. Dadurch kommt es zu den gleichen oder sogar noch stärkeren Schmerzen als durch den Bandscheibenvorfall selbst. Sie treten zirka einen bis drei Mo-nate nach dem Eingriff auf und haben die Tendenz, chronisch zu werden.


Seit etwa drei Jahren leidet die 36-jährige Helga F. unter andauernden starken Schmerzen aufgrund einer Narbenbildung. Auch eine Nachoperation brachte keinen Erfolg. Ihren Beruf musste die Krankenschwester inzwischen aufgeben und im Freundeskreis schwindet das Verständnis für ihr Leid. Sie teilt damit das Schicksal vieler chronisch Schmerzkranker, wie Dr. med. Sigrid Ley vom Deutschen Grünen Kreuz zu berichten weiß. "Die Erfahrungen zeigen uns, dass chronische Schmerzpatienten häufig Dinge des täglichen Lebens nicht mehr durchführen können. Der andauernde Schmerz zermürbt die Patienten körperlich und geistig, macht sie depressiv und treibt sie in die soziale Isolation." Um diese Abwärtsspirale zu stoppen, fordern Schmerztherapeuten den frühzeitigen Einsatz starker Schmerzmittel. "Durch die rechtzeitige Gabe ausreichender Schmerzmittel verhindern wir, dass die Nervenzellen überempfindlich werden und ein Schmerzgedächtnis entsteht", erläutert Ley.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Opioide für die Behandlung starker und stärkster Schmerzen. Diese Substanzen ahmen die körpereigenen Mechanismen nach und können über einen langen Zeitraum eingenommen werden, ohne an Wirkung zu verlieren oder, wie andere Schmerzmittel, Organschäden zu verursachen. Neben der Tablettengabe wird bei der Opioidtherapie seit einigen Jahren ein neuer Weg in der Behandlung von starken chronischen Schmerzen beschritten. Ein Pflaster, das den Wirkstoff Fentanyl enthält, ermöglicht es den Patienten, drei Tage lang ohne Schmerzen zu leben. Der Wirkstoff befindet sich dabei in einem Reservoir und wird durch eine Kontrollmembran langsam und gleichmäßig an die Haut abgegeben und von dort aus ins Blut transportiert. Der Vorteil für die Betroffenen liegt nach Meinung von Dr. med. Jansen, Schmerztherapeut in Berlin, darin, dass das ständige Mitführen von Tabletten entfällt und der Tagesablauf freier gestaltet werden kann. Daraus ergibt sich ein erheblicher Zugewinn an Lebensqualität und "die Patienten können ihren Schmerz drei Tage lang vergessen".


Das Blut in Fahrt bringen (1444 Zeichen)
 

Mit Venenerkrankungen verreisen


(dgk) Geschwollene Beine und dicke Füße, die nicht mehr in die Schuhe passen, vermiesen nach einer langen Flug- oder Fahrtzeit nicht nur älteren Menschen häufig die Urlaubsfreuden. Auch wer noch nie Probleme mit geschwollenen Beinen hatte, kann vom Venenstau erwischt werden.


Normalerweise wird der Rückfluss des Blutes zum Herzen durch die Bewegungen der Wadenmuskeln unterstützt. Sie bilden eine richtige "Muskelpumpe", die beim Gehen das Blut nach oben drückt. Wenn diese Pumpe bei langen Fahrten oder Flügen außer Betrieb ist, staut sich das Blut in den Beinen und im Gewebe sammelt sich das "Wasser".
Jeder achte Erwachsene hat eine chronische Venenerkrankung. Veranlagung, Hormone (z. B. durch die Schwangerschaft) und Bewegungsmangel sind die Ursachen, dicke Beine, Krampfadern und "offene" Beine die Folge.

Alle Reisende, besonders aber solche mit Venenerkrankungen, sollten daher auf langen Fahrten oder Flügen regelmäßig ein wenig auf- und abgehen oder zumindest die Füße kreisen lassen. Wer schon Probleme mit seinen Venen hat, sollte versuchen, einen Sitzplatz mit viel Beinfreiheit zu bekommen. Die Beine sollten dann möglichst hochgelegt (zum Beispiel auf den Kosmetikkoffer) und keinesfalls übereinandergeschlagen werden. Bei starken Krampfadern oder Thromboseneigung dienen Stütz- oder Kompressionsstrümpfe der Vorbeugung. Wenn dann noch auf bequeme Kleidung geachtet wird, die nichts einschnürt, hat das Blut freie Fahrt.

Solche und andere nützliche Tipps zu Gesundheitsfragen auf Reisen bietet das Taschenbuch "Kompass für gesunde Ferien", DM 9.90, Verlag im Kilian, ISBN 3- 932091-44-2


Rheopherese - neue Hoffnung für Patienten mit akutem Hörsturz (3064 Zeichen)
 

(dgk) Bei einem Mitgliedertreffen des Berufsverbandes der deutschen HNO-Ärzte in Köln wurde mit der Rheopherese eine neue Behandlungsmethode für Hörsturz-Patienten vorgestellt. Dieses Blutfiltrationsverfahren wird gegenwärtig von führenden deutschen Innenohrspezialisten an Kliniken in Köln, Lüdenscheid, Hannover, Tübingen und Mannheim erprobt. Allerdings können dort nur Patienten mit akutem (das heißt wenige Stunden altem) Hörsturz aufgenommen werden. Bei der vom Apherese Forschungsinstitut (AFI) in Köln konzipierten Studie werden die Ergebnisse der ambulant durchführbaren Rheopherese mit denen der konventionellen zehntägigen Infusionsbehandlung im Krankenhaus verglichen.


Der Hörsturz ist gekennzeichnet durch eine plötzliche, meist einseitige Schwerhörigkeit. Ohrgeräusche im betroffenen Ohr sind häufige Begleiterscheinungen dieser Funktionsstörung des Innenohres. Der Altersgipfel liegt bei 45 Jahren, zunehmend sind aber auch jüngere Menschen betroffen. Der Hörsturz wird heute als eine Antwort des geschädigten Innenohres auf verschiedene Ursachen verstanden. Als Auslöser sind Stress, erhöhte Viskosität des Blutes, Virusinfektionen und gegen das Innenohrgewebe gerichtete Antikörper bekannt. Eine Reihe von Erkenntnissen spricht dafür, dass diese unterschiedlichen Faktoren in einer Durchblutungsstörung des Innenohres mit nachfolgendem Hörverlust münden.

Die heute bei Hörsturz üblichen Infusionsbehandlungen zielen auf eine Verbesserung der Durchblutung in den kleinsten Blutgefäßen des Ohres - der Mikrozirkulation - ab. Die Heilungserfolge sind allerdings noch nicht zufriedenstellend. Einerseits bessert sich bei vielen der Hörsturz spontan, häufig erholt sich das Gehör aber nur unvollständig, so dass ein Hörschaden, ein Tinnitus und auch eine Schwerhörigkeit zurückbleiben können. "Es ist dringend erforderlich, die Zahl der Patienten mit bleibendem Hörschaden erheblich zu reduzieren. Mit dem neuen Verfahren der Rheopherese soll das ermöglicht werden", so Dr. Bernard Erdtracht, Leiter des Hörsturzprojektes im Kölner AFI. Den Zeitfaktor darf man jedoch nicht außer Acht lassen. Der Hörsturz ist ein medizinischer Eilfall - er muss umgehend behandelt werden. Die Chancen, dass die neue Methode hier hilfreich ist, sind gut, denn auch bei der Behandlung von Augenerkrankungen - so beispielsweise der altersbedingten Makuladegeneration, der häufigsten Erblindungsursache in der westlichen Welt - wurden mit der Rheopherese bereits gute Erfolge erzielt.

Das bereits zugelassene Verfahren hat mehrere Ansatzpunkte. Die Entfernung von definierten Eiweißkörpern aus dem Blut wie das alpha-2 Makroglobulin, Cholesterin und Fibrinogen bewirkt eine sofortige Verbesserung des Blutflusses. Die Neigung der Blutzellen zu verklumpen nimmt ab, die Flexibilität der roten Blutkörperchen verbessert sich. Eine wichtige Funktion der Gefäßwände zur Gefäßerweiterung - die Produktion des Stickstoffoxides als "körpereigenes Nitrospray" - wird regeneriert. Gleichzeitig werden Antikörper, die Strukturen des Innenohres angreifen, eliminiert.


Sonnenlicht lässt Haut schnell alt aussehen (2345 Zeichen)
 

(dgk) Sonnenlicht hat vielfältige positive Wirkungen auf den Organismus. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Nach Auffassung von Hautärzten sollte "der Mitteleuropäer" zur Vermeidung von Lichtschäden fünfzig Sonnenexpositionen im Jahr nicht überschreiten. Das klingt nach mehr, als es ist, denn mit Sonnenexpositionen sind nicht nur die Nachmittage am See oder im Schwimmbad gemeint. Auch der Stadtbummel, die zwanzig Minuten vom Auto ins Büro und zurück, die Stunde im Straßencafé zählen dazu. Denn die Frist, in der ungeschützte Haut Besonnung unbeschadet übersteht, ist mit fünf bis 30 Minuten täglich sehr kurz. Dabei reagiert die lichtbelastete Haut nicht spontan. Die Auswirkungen der täglichen Dosis machen sich vielmehr über die Jahre bemerkbar.


Nicht nur strahlender Sonnenschein belastet das "Sonnenkonto". Licht wird gebeugt, das ist eine uralte Regel aus der Physik. Das bedeutet: Auch im Schatten und bei bedecktem Himmel wirkt das Tageslicht. Zwar ist vielen Menschen bekannt, dass die Sonne in der Mittagszeit am stärksten ist. Doch bei einem Teil des Lichtspektrums bleibt die Intensität über den Tages- und sogar im Jahresverlauf annähernd konstant. Es ist der UVA-Anteil, der auch Fensterglas durchdringt.

Die langfristige Folge der täglichen Dosis Licht ist vorzeitige Hautalterung. Während sonnengeschützte Haut im Alter eher dünner wird und zu zarter Fältelung neigt, wird lichtgeschädigte Haut frühzeitig faltig und ist sichtbar verdickt. Um derartige Veränderungen zu vermeiden, helfen nur der Verzicht auf ausgedehnte Sonnenbäder und Solarienbesuche sowie die konsequente Anwendung von Sonnenkosmetik mit hohen Schutzfaktoren. Doch für manche Haut sind diese Maßnahmen nicht ausreichend. Gesicht und Hände verlangen auch bei bedecktem Himmel oder am Bürofenster nach Schutz. Nach Auskunft der Apotheker leisten hier Cremes, die sowohl einen Lichtschutzfilter als auch einen Vitaminkomplex enthalten, gute Dienste. Allmorgendlich aufgetragen können sie die bindegewebsschädigende Wirkung freier Radikale, die unter UV-Licht entstehen, verhindern und das "tägliche Lichtzeitguthaben" verlängern. Mit dem gecremten Schutz ist der natürliche Prozess der Hautalterung nicht aufgehoben. Aber Falten und Pigmentflecke im Gesicht und auf dem Handrücken kommen dann, wenn die biologische Uhr es vorsieht - und nicht früher.


Mobile Sonnenschutzberatung des Deutschen Grünen Kreuzes (1406 Zeichen)
 

(dgk) In 25 deutschen Städten informierte ein Infomobil des Deutschen Grünen Kreuzes im Mai und Juni rund um das Thema "Sonnenschutz, UV-Strahlung und Hautkrebs". Die Resonanz, egal ob in Frankfurt, München, Berlin oder anderswo, zeigte deutlich: Viele Menschen sind unsicher, wie sie sich richtig in der Sonne verhalten können. Viele wissen auch nicht, wie kurz eigentlich die Zeit ist, die sie ungefähr in der Sonne verbringen können.


Häufig drehte es sich auch um das Thema "Sonnenallergie". Bei der Sonnenallergie handelt es sich um eine Entzündungsreaktion der oberen Hautschichten, die meist durch eine zu starke Belastung durch UV-Strahlung ausgelöst wird. Um diese polymorphe Lichtdermatose, wie die Experten die Sonnenallergie nennen, zu verhindern, sollten Sonnenschutzmittel möglichst hyperallergen und konservierungsmittelfrei sein und einen hohen UVA- und UVB-Schutzfaktor haben.
Welchen Hautschutzfaktor benötige ich? Dies war eine weitere Frage, die sehr häufig gestellt wurde. Die Experten ermittelten bei den Passanten die Eigenschutzzeit der Haut. Dieser Wert gibt an, wie lange man sich ohne Sonnenschutz direkt der Sonne aussetzen kann. Er wird häufig überschätzt; bei den in Mitteleuropa hauptsächlich vorkommenden Hauttypen 1 und 2 beträgt er meist nicht mehr als 10 bis 20 Minuten. Wer sich länger in der Sonne aufhält, sollte sich durch Kleidung und Sonnenschutzcremes schützen.

Eine Ratgeber-Broschüre mit ausführlichen Informationen zum Thema "Auf in die Sonne!", können Sie beim Deutschen Grünen Kreuz, Postfach 12 07 (Stichwort "Sonne"), 35002 Marburg, gegen Einsendung eines mit Ihrer Anschrift versehenen und mit 3,-- DM frankierten DIN A5-Rückumschlags anfordern.


Peter Maffay startet Schulkampagne zum Schutz des Gehörs (2732 Zeichen)
 

Interessierte Lehrerinnen und Lehrer können sich jetzt noch anmelden!


(dgk) Immer mehr Kinder und Jugendliche in Deutschland weisen gravierende Hörschäden auf. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung des Umweltbundesamtes zur Jugendschwerhörigkeit. Ursache hierfür sind vor allem die Lärmbelastung, zum Beispiel durch lautes Musikhören, der sich die Heranwachsenden in ihrer Freizeit zunehmend aussetzen.


Höchste Zeit also, dagegen etwas zu unternehmen, dachten sich Musikpädagogen und Hals-Nasen-Ohrenärzte und beschritten dazu einen ganz neuen Weg: Spätestens mit Beginn des kommenden Schuljahres wird in zahlreichen Schulen der Musikunterricht einmal anders als gewohnt ablaufen. Dann nämlich startet bundesweit die Aktion "Take care of your ears - pass auf deine Ohren auf!", mit der die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen darüber aufgeklärt werden, wie wertvoll und schützenswert ein gesundes Hörvermögen ist. Die Kampagne will dabei nicht mit dem erhobenen Zeigefinger drohen, sondern die Kinder durch eindrucksvolle Hörerlebnisse für die Fähigkeiten und Funktionen des Gehörs sensibilisieren.

In dieses Konzept passt auch Peter Maffay, der die Schirmherrschaft für die Schulkampagne übernommen hat. Er betont, dass es nicht das Ziel sei, den Heranwachsenden lautes Musikhören grundsätzlich zu verbieten. Vielmehr sollen die Kinder dazu angehalten werden, ihren Ohren öfter mal eine Pause zu gönnen. Im Laufe seiner Karriere als Musiker habe auch er erst lernen müssen, mit seinem Gehör sorgsamer umzugehen. Diese Erfahrung will er nun im Rahmen dieser Aktion an die Schüler weitergeben.

Mehr als 1.000 Schulen haben sich bereits vor den Sommerferien für eine Teilnahme bei "Take care of your ears" angemeldet. "Doch das ist nur ein Anfang", erklärt Dr. Hans-Michael Strahl, der Initiator der Aktion, und gibt die Zielrichtung vor: "Von den rund 16.000 Schulen in Deutschland wollen wir mindestens 5.000 erreichen. Gelingen kann das allerdings nur durch die weiterhin tatkräftige Unterstützung durch die Hörgeräte-Akustiker der Fördergemeinschaft Gutes Hören und der Hörgeräte- Industrie, ohne die diese Schulkampagne nie ins Rollen gekommen wäre", erläutert Strahl weiter. Denn von staatlicher Seite werde die Aktion zwar ausdrücklich begrüßt, finanziell sehe man sich jedoch außer Stande, einen Beitrag zu leisten.

Die Gesamtorganisation von "Take care of your ears - pass auf deine Ohren auf!" hat das Deutsche Grüne Kreuz e. V. übernommen. Musiklehrer oder Schulen, die sich für eine Teilnahme an der Aktion interessieren, erhalten dort unverbindlich weiter gehende Information zu den Unterrichtseinheiten und zum Ablauf der Kampagne. Die Anschrift lautet:

Deutsches Grünes Kreuz
Schulkampagne "Hören"
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Telefon: 06421/293 161 Fax: 06421/22910

 

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