DGK e.V. -Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk), Jahrgang 41, Ausgabe 5 - 2000 Themen: Reisekrankheiten, Tropen, Urlaub, Impfen, Zink-Histidin, Heuschnupfen, Kontaktlinsen, Sex, Herzinfarkt, chronische Schmerzen, Fußpilz, Augen, Sehen, Brillenträ
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Deutsches Grünes Kreuz, Reisekrankheiten, Tropen, Urlaub, Impfen, Zink-Histidin, Heuschnupfen, Kontaktlinsen, Sex, Herzinfarkt, chronische Schmerzen, Fußpilz, Augen, Sehen, Brillenträger
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Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz
dgk, Jg. 41, 5 - 2000

...die Reue als hinkender Bote... (2251 Zeichen)
 

Reisekrankheiten intimer Art - gestern und heute


(dgk) "Ganz besonders hat sich der Ankömmling in der heißen Zone, in welcher der Trieb des Fleisches mächtiger als der gute Vorsatz zu sein pflegt, vor geschlechtlichen Exzessen in Acht zu nehmen; Mäßigkeit im Genuss und Beständigkeit in der Wahl der Gefährtin sind hier vor allem geboten, wenn nicht bald durch Erschlaffung oder Ansteckung die Reue als hinkender Bote folgen soll."

Was Dr. Carl Ernst Bock 1883 in seinem "Rathgeber zur Reise in die Tropen" schrieb, liest sich heute zwar etwas altmodisch, aber das Problem besteht immer noch. Es sind nicht nur die Insassen der so genannten Sexbomber, die Geschlechtskrankheiten und Aids vorbeugen müssen. Auch den ganz normalen Reisenden kann die "schönste Nebensache der Welt" reizen, manchmal entgegen jedem guten Vorsatz.

Bezeichnend für die meisten Geschlechtskrankheiten ist, dass sie auch durch scheinbar gesunde Personen übertragen werden. Zudem sind Aids und andere Sexualinfektionen (z. B. Gonorrhoe, Hepatitis B, Syphilis, Chlamydien) in vielen Ländern außerhalb Europas erheblich stärker verbreitet als bei uns. Ungeschützter Sex ist der häufigste Übertragungsweg; aber auch durch verunreinigte Injektionsnadeln oder verunreinigte Blutprodukte können Erreger, beispielsweise von Aids oder Hepatitis B, übertragen werden.

Eine sichere Vorbeugung gegen Geschlechtskrankheiten bietet z. B. eine treue Partnerschaft. Hier ist beispielsweise hilfreich, wenn bei längeren Auslandsaufenthalten auch die Ausreise des Lebenspartners vom Arbeitgeber mit finanziert wird. Denn Alleinreisende haben ein erhöhtes Risiko, sich mit Geschlechtskrankheiten zu infizieren.

Sexuelle Enthaltsamkeit zur Vermeidung von Infektionen ist nur eingeschränkt geeignet, denn sie folgt ähnlichen Gesetzten wie das Fasten - ist der Wille nicht stark genug, führt der Hunger möglicherweise zu einer unkontrollierten Nahrungsaufnahme.

Vor Aids und den meisten anderen Geschlechtskrankheiten schützt der Gebrauch von Kondomen. Diese gibt es in manchen Urlaubsländern nicht in der gewohnten Qualität. Damit dann nicht durch eine Infektion die Reue als hinkender Bote folgt, sollten Reisende eine Packung geprüfter Kondome im Koffer haben - und sie bei sexuellen Kontakten mit neuen Partnern auch benutzen. Immer!


Wenn Allergien aufs Auge schlagen (1613 Zeichen)
 

Harte Kontaktlinsen bei Heuschnupfen besser geeignet


(dgk) Wenn in der "blühenden" Jahreszeit die Pollen der verschiedensten Baum-, Gras- und Getreidearten durch die Luft wirbeln, dann ist es für viele Allergiker wieder so weit: die Nase läuft, Husten- und Niesreiz setzen ein, die Haut juckt und die Augen tränen.

Vor allem rote, juckende und brennende Augen werden für die Allergiker unter den rund vier Millionen Kontaktlinsenträgern zum Problem. Durch die Linsen werden die Augen zusätzlich gereizt, außerdem vertragen sie sich oft nicht mit den antiallergisch wirkenden Augentropfen. Augenärzte und Optiker haben für die allergiegeplagten Träger von Kontaktlinsen folgende Empfehlung parat: Grundsätzlich gilt, dass harte Kontaktlinsen für Pollenallergiker besser geeignet sind als weiche Linsen. Harte Linsen können gut eine Viertelstunde nach der Anwendung antiallergischer Augentropfen wieder eingesetzt werden.

Weiche Kontaktlinsen sind nach Mitteilung von Dr. Gudrun Bischoff, Leiterin des Arbeitskreises Kontaktlinsen im Verband Deutscher Augenärzte, sehr viel empfindlicher: Durch die im Gegensatz zu den harten Linsen größeren Poren lagern sich in den weichen Linsen Moleküle der Augentropfen ein, weichen die Linsen auf, verfärben sie und lösen Substanzen heraus, die zu Bindehaut- und Hornhautreizungen führen können.

Allergiker, die Probleme mit ihren weichen Linsen haben, sollten also entweder auf harte Kontaktlinsen ausweichen oder - so der Rat der Augenärzte - die Brille aus der Schublade kramen und diese während der akuten allergischen Phase als stress- und beschwerdefreie Sehhilfe tragen - bis die schlimme Pollenzeit wieder vorbei ist.


Mit Zink-Histidin gegen Heuschnupfen (2704 Zeichen)
 

Das Spurenelement Zink stärkt das Immunsystem und hilft Allergikern


(dgk) Die ersten warmen Tage liegen bereits hinter uns, und viele freuen sich schon auf einen sonnigen Sommer. Viele, aber nicht alle. Denn für Allergiker beginnt spätestens jetzt die Leidenszeit mit brennenden, roten Augen, Niesanfällen und tropfender Nase. Fast 10 Millionen Bundesbürger im Alter zwischen 18 und 80 Jahren haben oder hatten schon einmal einen Heuschnupfen, über drei Millionen leiden an Bronchialasthma, gab das Robert Koch-Institut in Berlin kürzlich bekannt. Und diese Zahl steigt weiter an: So nahm die Häufigkeit des allergischen Schnupfens allein von 1992 bis 1998 um rund 70 Prozent zu.

Allerdings muss man sich in sein Schicksal nicht widerstandslos ergeben, darauf weist das Deutsche Grüne Kreuz in Marburg hin. Mit einer frühzeitigen Stärkung des Immunsystems könnten pollengeplagte Menschen ihr Leben nicht nur deutlich erträglicher gestalten, sondern auch einer Verschlimmerung der Symptome bis hin zum Asthma wirksam vorbeugen.

Neuere Untersuchungen zeigen, dass bei Allergikern überdurchschnittlich oft ein Mangel an dem wichtigen Spurenelement Zink vorliegt. Zu wenig Zink aber schwächt das Abwehrsystem des Körpers. Experten, wie der Mainzer Allergologe Professor Rudolf Schopf, raten daher allen Allergikern dazu, ihren Körpervorrat an Zink rechtzeitig aufzufüllen und ausreichend hoch zu halten. "Zink verfügt über ganz spezielle immunmodulierende und direkt antiallergische Eigenschaften. Mehr als 300 Enzyme können ohne Zink nicht ordnungsgemäß funktionieren", erklärt Professor Schopf.

Als besonders wirksam im Kampf gegen Allergien hat sich in der Praxis eine neu entwickelte Kombination aus Zink und der körpereigenen Aminosäure Histidin erwiesen. "An Histidin gekoppelt wird Zink vom Körper schneller aufgenommen und in die Zellen transportiert. Darüber hinaus wirkt das Histidin selbst entzündungshemmend und zeichnet sich durch ausgeprägte antioxidative Eigenschaften aus. Das heißt, die bei allergischen Reaktionen entstehenden, zellschädigenden 'freien Radikale' werden abgefangen und unschädlich gemacht", erläutert Professor Schopf weiter.

Komplett beseitigen ließe sich ein Heuschnupfen, wenn er erst einmal eingesetzt hat, zwar auch mit Zink-Histidin nicht so ohne weiteres, meint Professor Schopf, aber zumindest würden sich die Symptome deutlich bessern. Damit sei das wichtigste Ziel einer medikamentösen Behandlung, nämlich die Lebensqualität des Allergikers zu steigern, erreicht. Zink-Histidin, das es rezeptfrei als Kapseln in der Apotheke gibt, kann somit als effektive und vor allem gut verträgliche Ergänzungstherapie zu herkömmlichen Allergie-Arzneimitteln betrachtet werden und so manchen "Verschnupften" über die Pollenflugzeit helfen.

Eine ausführliche Broschüre zum Thema "Gesünder mit Zink" kann gegen Einsendung eines mit DM 1,50 freigemachten und mit der eigenen Anschrift versehenen DIN-A5-Rückumschlags angefordert werden bei: Deutsches Grünes Kreuz, "Stichwort Zink", Postfach 1207, 35002 Marburg.


Kein Sex nach dem Herzinfarkt? (1445 Zeichen)
 

(dgk) Viele Patienten sind der Meinung, dass sie sich nach einem überstandenen Herzinfarkt in sexueller Enthaltsamkeit üben sollten, um gegen eine weitere Attacke gewappnet zu sein. "Infarkt überstanden - Liebesleben tot!" Aus Sicht der Kardiologen ist diese Vorsicht meist unbegründet. Nach Mitteilung der Amerikanischen Herzgesellschaft ist Sex sogar schon sieben bis zehn Tage nach einem Herzinfarkt wieder erlaubt. Denn ein noch so intensiver "Akt" mit der Partnerin belasten Herz- und Kreislauf nicht mehr, als wenn man 10 Minuten lang Schnee schippt, die Treppe ohne Pause bis zum dritten Stock hinauf läuft oder mit dem Fahrrad auf ebenem Gelände unterwegs ist. Trotzdem ist die Angst bei den meisten Männern vor der nächsten Herzattacke und dem Kammerflimmern so groß, dass bei rund einem Drittel der Betroffenen die geschlechtlichen Aktivitäten meist noch sechs Wochen nach dem Ereignis "auf Eis" liegen.

Wie Professor Susanne Oparil, Kardiologin aus Birmingham (Alabama), errechnet hat, beträgt das Infarktrisiko eines 50 Jahre alten Herzpatienten etwa 10 Prozent pro Jahr und zehn zu einer Million pro Stunde. Die Gefahr, einen Infarkt in einer ganz bestimmten Stunde, also zum Beispiel während des Geschlechtsverkehrs zu erleiden, ist also statistisch gesehen mehr als gering. Und die Amerikanische Herzgesellschaft hält noch eine einfache Faustregel bereit: Infarktpatienten, die wieder Auto fahren, können auch unbesorgt Sex haben.


Fußpilz - klein, aber gemein (1130 Zeichen)
 

(dgk) Alle Jahre wieder bringt der Sommer sie ans Licht: nackte Füße. Dann erst wird offensichtlich, was in der kühlen Jahreshälfte noch leicht zu verbergen ist: rote, sich schuppende Haut, Bläschen, gelblich-braun bis schwarz verfärbte Zehennägel. Rund ein Drittel der Bundesbürger hat einen Fuß- und/oder Nagelpilz, so das Ergebnis einer Studie zur Fußgesundheit, bei der in den letzten beiden Jahren mehrere zehntausend Personen untersucht wurden.


Pilze lauern überall dort, wo es feucht und warm ist und wo Menschen gerne und ausgiebig barfuss gehen. Schwimmbäder sind eine der Hauptquellen für Infektionen, aber auch öffentliche Dusch- und Umkleidekabinen z. B. in Saunen, Fitnessstudios sowie Sportvereinen und sogar die eigene Wohnung. Hat erst einmal ein Familienmitglied Fußpilz, kann dieser schnell auf alle anderen Personen überspringen.
Das Deutsche Grüne Kreuz e. V. gibt eine Informationsbroschüre mit dem Titel "Fußpilz - wo er lauert, und wie man ihn wieder los wird" heraus. Sie enthält Informationen über Ansteckungswege und Behandlungsmöglichkeiten von Fuß- und Nagelpilz sowie wertvolle Tipps zur Vorbeugung.

Gegen Einsendung eines mit 3,-- DM frankierten DIN-A5-Rückumschlags kann die Broschüre bei folgender Adresse bestellt werden: Deutsches Grünes Kreuz, Stichwort: Fußpilz, Postfach 12 07, 35002 Marburg.


Hilfe bei chronischen Schmerzen in Sicht (1150 Zeichen)
 

(dgk) Das Ausschalten bestimmter Nervenzellen im Rückenmark könnte Patienten mit chronischen Schmerzen helfen. Wie das Wissenschaftsmagazin "Science" berichtet, gelang es amerikanischen Wissenschaftlern, im Rückenmark von Ratten jene Nerven lahm zu legen, die Schmerz-Impulse an das Gehirn weiterleiten. "Bevor dieses Verfahren jedoch Routine beim Menschen wird, sind weitere Untersuchungen nötig," dämpft Dr. Jansen, Praktischer Arzt und Anästhesist aus Berlin, die Hoffnungen. "Für die Behandlung stärkster, chronischer Schmerzen sind Opioide wie Fentanyl-TTS oder Morphin Mittel der Wahl."


Nach den Erfahrungen des Schmerz-Experten kommen bei der Opioidtherapie viele Patienten mit dem Fentanyl-Pflaster gut zurecht. Mit Hilfe einer speziellen Membran wird der Wirkstoff kontrolliert über die Haut in den Körper transportiert. "Der Vorteil liegt in der langen Wirkdauer von drei Tagen. Dadurch werden die Patienten nicht ständig an ihr Leiden erinnert und gewinnen so an Lebensqualität", unterstützt Dr. Jansen den Einsatz dieser Methode. Außerdem werden chronisch Schmerzkranke, die meist noch andere Tabletten einnehmen müssen, dadurch entlastet.


Jeder fünfte Erwachsene hört schlecht (890 Zeichen)
 

(dgk) Neunzehn von hundert Bundesbürgern haben Hörprobleme. Dies ergab eine repräsentative Studie von Dr. Wolfgang Sohn, Universität Witten/Herdecke. Untersucht wurden 2051 Personen ab dem 14. Lebensjahr. Demnach haben bereits acht Prozent der 14- bis 39-Jährigen eine deutliche Einschränkung des Hörvermögens. Bei den 40- bis 49-Jährigen haben sechs Prozent ein vermindertes Hörvermögen, von den 50- bis 59-Jährigen ist jeder vierte betroffen und von den 60- bis 69-Jährigen 37 Prozent. Bei den über 70-Jährigen hat jeder zweite (54 Prozent) ein Problem mit dem Hören und Verstehen. Doch nur neun Prozent aller Hörgeminderten haben Hörhilfen, und hier ist die Mehrzahl mit nur einem statt mit zwei Geräten versorgt. Dr. Sohn bezeichnet dies als unsinnig: "Würde der Augenarzt einem Sehbehinderten anbieten, es erst einmal mit einem Monokel zu probieren, würde das auch nicht akzeptiert."


Gesundheit für Herz und Gefäße (744 Zeichen)
 

Ein Wegweiser zu mehr Lebensfreude


(dgk) Für viele Menschen ist das Herz als Motor des Lebens das wichtigste Körperorgan. Doch allzu oft wird es von denselben Menschen gedankenlos überstrapaziert. Etwa 300.000 Herzinfarkte pro Jahr in Deutschland sind ein deutliches Zeichen dafür. Aus diesem Grund hat die Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitserziehung e. V. (HAGE) einen neuen Ratgeber zum Thema Herz und Gefäße herausgebracht. Die 40-seitige Broschüre erklärt knapp und verständlich alles Wichtige über Herz und Kreislauf. Außerdem bekommen die Leser zahlreiche praxisnahe Tipps zur Gesundheitsvorsorge.

Die Broschüre kann gegen eine Schutzgebühr von DM 5,50 plus Porto bei der HAGE, Heinrich-Heine-Str. 44, 35039 Marburg, Telefon 06421/6007-0, angefordert werden.


Deutsche bald ein Volk von Brillenträgern? (753 Zeichen)
 

38 Millionen Erwachsene brauchen eine Sehhilfe


(dgk) Immer mehr Deutsche sehen schlecht. 61 Prozent der Erwachsenen - das sind fast 38 Millionen Menschen - brauchen inzwischen eine Brille. Das berichtet die Gesundheitszeitschrift "Apotheken Umschau". Einer der Hauptgründe sei die Bildschirmarbeit. Bei jüngeren Computernutzern treten Sehschwächen früher zu Tage. Immer häufiger lassen sie deshalb ihre Sehschärfe untersuchen. 68 Prozent der erwachsenen Bundesbürger gaben bei einer Umfrage an, sich innerhalb der vergangenen drei Jahre einer Augenuntersuchung oder einem Sehtest unterzogen zu haben. Immer mehr benutzen zur Korrektur aber bereits Kontaktlinsen, überwiegend übrigens Frauen. Unter den rund vier Millionen Deutschen, die die unsichtbaren Sehhilfen einsetzen, stellen sie 70 Prozent.

 

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