DGK e.V. -Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk), Jahrgang 41, Ausgabe 1/2 - 2000 Themen: Influenza, Grippe-Welle, Haarausfall, Malariaprophylaxe, Arthrose, Hörschäden, Sylvesterknaller, chronische Schmerzen, Krebs, Krebsdiagnose, Virustest
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Deutsches Grünes Kreuz, Influenza, Grippe-Welle, Haarausfall, Malariaprophylaxe, Arthrose, Hörschäden, Sylvesterknaller, chronische Schmerzen, Krebs, Krebsdiagnose, Virustest
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Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz
dgk, Jg. 41, 1/2 - 2000

Wegen Grippe-Welle dreimal mehr Senioren ins Krankenhaus eingewiesen (2100 Zeichen)
 

Bettenzahl ausreichend


(dgk) In den letzten Wochen hat sich die Anzahl der Senioren über 60 Jahre, die wegen einer Atemwegserkrankung ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen, etwa verdreifacht. Ursache ist nach Aussagen der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) die aktuelle Influenza-Welle. Davon am stärksten betroffen sind derzeit die neuen Bundesländer (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg/Berlin und Mecklenburg-Vorpommern). Das Ende der Welle ist noch nicht abzusehen, allerdings erwarten die Experten der AGI in Zukunft mehr Erkrankungen in anderen Landesteilen, vor allem im Norden, und bei Schulkindern.


In Großbritannien hat es auf Grund des dortigen Gesundheitssystems Probleme bei der Behandlung von Influenza-Kranken gegeben. Beispielsweise waren die Intensivbetten so knapp, dass Patienten nach Frankreich verlegt werden mussten. Es wurde auch über Todesfälle wegen mangelnder medizinischer Versorgung berichtet. Eine ähnliche Situation ist in Deutschland jedoch nicht zu erwarten. Mehr als 22.000 Intensivbetten gibt es in öffentlichen, freigemeinnützigen und privaten Krankenhäusern. Im Jahresdurchschnitt sind sie zu 73 Prozent ausgelastet. Zudem ist nach den bisher vorliegenden Daten Deutschland in diesem Jahr von einer "normalen" Influenza-Welle betroffen. Wie im vergangenen Jahr zieht sich die Welle über mehrere Wochen hin, diesmal liegt der Beginn jedoch um sechs Wochen früher.

Das derzeit unter anderem zirkulierende "Moskau-Virus" ist ein Nachfolger der "Hongkong-Grippe", die vor 30 Jahren allein in den alten Bundesländern über 30.000 Opfer forderte. Der aktuelle Impfstoff bietet einen guten Schutz. Genutzt haben diesen Schutz allerdings nur rund 23 Prozent der Bevölkerung. Während sich in den neuen Bundesländern 40 Prozent der besonders gefährdeten Personengruppen impfen ließen, waren es in den alten Bundesländern nur 21 Prozent. Empfohlen wird die Impfung derzeit noch allen Personen mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko. Das sind alle Menschen ab 60, chronisch Kranke und beruflich besonders Gefährdete (zum Beispiel in medizinischen Berufen und Berufen mit viel Publikumsverkehr).


'Erblast' Haarausfall (2321 Zeichen)
 

Jeder dritte Mann unter 30 zeigt erste Symptome


(dgk) Erblicher Haarausfall (androgenetische Alopezie) beim Mann ist weit verbreitet. Mehr als die Hälfte der über 50-Jährigen ist betroffen, bei jedem Dritten unter 30 sind erste Anzeichen der ihm drohenden Glatze auszumachen. Die "Geheimratsecken" breiten sich langsam aus, und zentral am oberen Hinterkopf schimmert nach und nach immer deutlicher die Kopfhaut durch das Haar hindurch - bis sich schließlich immer größere kahle Stellen zu einer Glatze "auswachsen".


Auslöser für diese zumeist schleichende Veränderung ist eine Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber Dihydrotestosteron (DHT). Hierbei handelt es sich um ein Abbauprodukt des männlichen Geschlechtshormons Testosteron. Die Haarwurzel schrumpft, und anstelle eines normalen Haares bildet sie nur ein weiches, blasses Flaumhaar, das schließlich ausfällt.

Anlagebedingter Haarausfall ist zwar keine Krankheit, für viele betroffene Männer jedoch zumindest eine Katastrophe, vor allem für junge Männer. Welche Mittel und Wege gibt es, ihm entgegen zu wirken? "Mann" kann den Haarausfall beispielsweise durch künstlichen Haarersatz wie Perücken, Toupets und Hairweaving (ein künstliches Haarteil wird mit dem Resthaar verwoben) kaschieren oder sich die entstandenen Lücken durch eine Haartransplantation schließen lassen.

Männer, die bemerken, dass sich ihre Haarpracht lichtet, können aber auch mittels einer medikamentösen Behandlung den Haarverlust aufhalten. Die tägliche Einnahme einer Tablette mit dem Wirkstoff Finasterid, der die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron unterbindet, verhindert bei über 80 Prozent der Betroffenen den weiteren Haarausfall, bei einem Teil der Männer wird das Haar sogar wieder dichter. Das Medikament kann aber nur dann helfen, wenn sich noch keine ausgeprägte Glatze ausgebildet hat und wenn es jeden Tag eingenommen wird - über Nacht kommt die verlorene Fülle nicht wieder.

Ein weiterer oft praktizierter Behandlungsansatz liegt in der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, beispielsweise mit Vitamin- oder Mineralstoffpräparaten. Diese können zwar unter Umständen die Haarstruktur verbessern, helfen jedoch nicht gegen erblich bedingten Haarausfall. Genauso verhält es sich mit der Wirksamkeit von Tinkturen mit Birken-, Brennessel- oder Sägepalmextrakten, die medizinisch bislang nicht bewiesen ist.


3000 Hörgeschädigte durch Silvesterknaller (1745 Zeichen)
 

(dgk) Zum Jahreswechsel ließ so mancher die Sektkorken oder Feuerwerkskörper fliegen, schoss Böller ab oder ließ Knaller krachen. Mindestens 3000 Menschen haben eine bleibende Erinnerung an die Silvesternacht: eine Hörminderung. Dies berichtete Prof. Dr. Dr. Hans-Peter Zenner aus Tübingen beim 24. Interdisziplinären Forum der Bundesärztekammer in Köln.


Prof. Zenner nannte die Zahl am 12. Januar als vorläufiges Ergebnis einer repräsentativen Erhebung, an der bundesweit 1000 Ärzte und Kliniken beteiligt sind. Dort werden alle Patienten registriert, die seit der Silvesternacht unter einer Hörminderung leiden. Vorläufig ist die Zahl deshalb, weil manche Patienten noch länger abwarten, bevor sie einen Arzt aufsuchen. Doch die Hoffnung, dass die Hörprobleme von alleine zurückgehen, ist unbegründet. "Bei 90 Prozent der bisher Registrierten", so Prof. Zenner, "sind die Sinneszellen im Innenohr verletzt. Dies geschieht meist auf beiden Seiten und ist unheilbar. In einigen anderen Fällen ist das Trommelfell zerrissen und die Gehörknöchelchenkette geschädigt." Innenohrschwerhörigkeit ist zwar nicht heilbar, kann und sollte aber mit modernen Hörsystemen ausgeglichen werden.

Silvesterböller erreichen eine Lautstärke von 130 bis 175 dB (Dezibel). Das ist lauter als ein Presslufthammer oder eine Motorsäge. Das Tückische ist, dass diese lauten Knalle - auch bei Spielzeugpistolen und richtigen Waffen - gar nicht so laut empfunden werden. "Durch Zündplättchen oder Silvesterknaller bekommt quasi das Ohr eine heftige Ohrfeige, und das Gehirn bekommt es gar nicht mit", so Prof. Dr. Martin Ptok aus Hannover während des Interdisziplinären Forums. Den Ohren jedoch entgeht nichts: Wer diesen Knallern zu nahe kommt, schädigt sein Gehör.


Chronische Schmerzen - Leiden ohne Ende (1350 Zeichen)
 

Info-Broschüre des Deutschen Grünen Kreuzes klärt auf


(dgk) Akute Schmerzen sind zwar äußerst unangenehm, erfüllen aber eine wichtige Warnfunktion. Chronische Schmerzen haben dagegen diese sinnvolle Meldefunktion verloren. Sie sind Folge bleibender Veränderungen des Nervensystems und werden oft zur eigenständigen Schmerzkrankheit, die unbehandelt den Betroffenen das Leben zur Hölle macht.


Experten schätzen, dass in Deutschland etwa 8 bis 10 Millionen Menschen unter dauerhaften Schmerzen leiden. Dabei könnte viel unnötiges Leid vermieden werden, wenn die Betroffenen mit der verfügbaren medikamentösen Therapie schnell und der Schmerzstärke entsprechend behandelt würden. Doch die Realität sieht leider anders aus. Mangelhafte Information der Patienten und die unbegründete Angst vieler Ärzte vor dem Einsatz starker Schmerzmittel verhindern oft eine angemessene Behandlung.

Das Deutsche Grüne Kreuz hat aus diesem Grund seine Informationsbroschüre über chronische Schmerzen für Patienten neu aufgelegt und erweitert. Dabei werden jetzt die häufigsten Krankheitsbilder wie z. B. Rückenschmerzen, Rheuma, Arthrose, Osteoporose, Nerven- und Tumorschmerzen erklärt, die Ursache für chronische Schmerzen sein können. Außerdem werden die Grundregeln einer erfolgreichen Schmerztherapie sowie moderne Behandlungsmöglichkeiten mit langwirksamen Tabletten oder einem Schmerzpflaster verständlich dargestellt.

Die Broschüre "Keine Angst vor Schmerzen" erhalten Sie bei Einsendung eines mit DM 1,50 frankierten Rückumschlages (DIN A5) kostenlos bei Deutsches Grünes Kreuz e.V., Stichwort "Schmerz", Postfach 1207, 35002 Marburg.


Malariaprophylaxe für Dominikanische Republik empfohlen (1051 Zeichen)
 

(dgk) Im letzten Jahr erkrankten mehrere Dutzend Europäer nach Besuch der Domi- nikanischen Republik an Malaria. Darunter waren viele, die sich ausschließlich in den Touristengebieten im Südosten des Landes aufgehalten hatten. Bisher bestand nur im Westen des Landes ein Malariarisiko. Aufgrund der vermehrten Fälle empfiehlt das Robert Koch-Institut in Berlin seit Ende Januar auch Reisenden in die südöstliche Provinz Altagracia neben einem guten Mückenschutz eine Prophylaxe mit Chloroquin. Von dieser Empfehlung sind auch die Touristengebiete Bavaro Beach, Punta Cana und Juanillo betroffen. Tritt während einer Reise in die Dominikanische Republik oder auch noch längere Zeit danach Fieber auf, sollte außerdem unbedingt abgeklärt werden, ob es sich um eine Malaria handelt.

Der Anstieg der Malariafälle bei Touristen und Einheimischen im Südosten der Dominikanischen Republik ist wahrscheinlich durch die vielen Hotelbaustellen begründet, auf denen eine Menge Wanderarbeiter beschäftigt sind. Diese könnten den Erreger eingeschleppt haben.


Unklare Krebsdiagnose: Virustest hilft weiter (1118 Zeichen)
 

Neuer Test gibt mehr Sicherheit beim Gebärmutterhalskrebs


(dgk) Über 6000 Frauen erkranken in Deutschland jährlich an Gebärmutterhalskrebs. Bei frühzeitiger Diagnose ist eine Behandlung sehr erfolgversprechend. Ein neuer Virustest könnte die Früherkennung wesentlich verbessern - wenn mehr Frauenärzte ihn anbieten würden, so die Apothekenzeitschrift "Gesundheit". Als Standardmethode wird bisher ein Zellabstrich vom Gebärmutterhals mikroskopisch beurteilt (Pap-Test). Er liefert dem Untersucher häufig aber keinen eindeutigen Befund. In diesen Fällen sollte nach Meinung von Professor Ernst Rainer Weissenbacher, Gynäkologe am Münchner Universitäts-Klinikum Großhadern, ein neuer Virustest eingesetzt werden. Er erkennt das Vorhandensein von bestimmten Papilloma-Viren, von denen bekannt ist, dass sie den Gebärmutterhalskrebs begünstigen. Sie werden inzwischen als mit Abstand wichtigste Risikoquelle für diesen Krebs angesehen. Der Virustest kann die Diagnose sichern. Ein unklarer Pap-Test stürzt Frauen und Ärzte oft in monatelange Unsicherheit. In Zukunft, so hoffen die Gynäkologen, könnte das Papilloma-Virus mit einer vorbeugenden Impfung in Schach gehalten werden.


Arthrose kann jeden treffen (674 Zeichen)
 

(dgk) Arthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung überhaupt. Alleine in Deutschland leiden rund 20 Millionen Menschen an den unerträglichen Schmerzen, die durch die übermäßige Abnutzung der Gelenke verursacht werden.


Hilfe und Rat für alle Betroffenen vermittelt das Beratungstelefon Arthrose des Deutschen Grünen Kreuzes, das jeweils mittwochs in der Zeit von 16.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Rufnummer 0 64 21 / 29 32 90 geschaltet ist.

Eine Broschüre zu dem Thema kann gegen Einsendung eines mit DM 1,50 frankierten und adressierten DIN A5 Rückumschlages beim Deutschen Grünen Kreuz e. V., Postfach 1207, 35002 Marburg unter dem Stichwort "Arthrose" angefordert werden.

 

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