DGK e.V. -Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk), Jahrgang 41, Ausgabe 11/12 - 2000 Themen: Hörprobleme, Insulin, Warzenviren, girfitge Lebensmittelfarben, Schmerzforum, Arthrose, Altersblindheit, Hörgeräte, Depressionen, Schnupfen
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Deutsches Grünes Kreuz, Hörprobleme, Insulin, Warzenviren, girfitge Lebensmittelfarben, Schmerzforum, Arthrose, Altersblindheit, Hörgeräte, Depressionen, Schnupfen
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Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz
dgk, Jg. 41, 11-12/2000

Taube und schwerhörige Wale (916 Zeichen)
 

(dgk) Vor den Kanarischen Inseln leben rund 300 Pottwale. Einige davon sind ertaubt. Ursache sind Schiffe, fanden Forscher der Universität von Las Palmas heraus.


Offenbar schädigt der Motorlärm der Schiffe das Gehör der großen Meeressäuger. Vor allem die Wale der viel befahrenen Wasserstraße zwischen Gran Canaria und Teneriffa haben zunehmend Hörprobleme. Auch Untersuchungen der Harvard- Universität zeigten, dass das Gehör von Walen genau in den Frequenzbereichen geschädigt ist, die für Schiffsmotoren typisch sind. Die Schwerhörigkeit oder Taubheit wirkt sich fatal für die Tiere aus: Die Kommunikation zwischen den Walen ist gestört, was zu Orientierungsproblemen und zum Tod der Tiere führen kann. Die lärmende Zivilisation ist also nicht nur für viele Hörprobleme bei Menschen verantwortlich, auch Wale sind betroffen. Im Gegensatz zu den Menschen können sich diese aber nicht mit Hörgeräten helfen lassen.


Hilfe bei Hörproblemen (707 Zeichen)
 

(dgk) Seit Januar dieses Jahres gibt es ein neues Service-Angebot für Menschen mit Hörproblemen: das bundesweite Beratungstelefon "Gutes Hören".


Immer mittwochs zwischen 14.00 und 16.00 Uhr können Ratsuchende jeweils einem Hörakustiker (0 800 – 0 112 112) und einem HNO-Arzt (0 800 – 0 112 113) ihre persönlichen Fragen zu technischen oder medizinischen Problemen stellen. Dieses Beratungstelefon ist eine Gemeinschaftsaktion der Fördergemeinschaft Gutes Hören, des Berufsverbandes der HNO-Ärzte und des Deutschen Grünen Kreuzes (DGK). Sehr viele Anrufer haben bereits die Möglichkeit genutzt, sich über Hörstörungen, Ohrgeräusche und Hörgeräte zu informieren oder einen zusätzlichen Rat einzuholen.


Blind für Insulin (2987 Zeichen)
 

Die eigentliche Ursache des Altersdiabetes kennen nur wenige


(dgk) Diabetes ist eine Volkskrankheit. Von der chronischen Stoffwechselerkrankung sind hierzulande etwa vier bis sechs Millionen Menschen betroffen. Doch diese Zahl wird in den kommenden Jahren sehr wahrscheinlich noch dramatisch ansteigen. Denn die Deutschen werden immer dicker: Bereits jeder Zweite hat Übergewicht, jeder Fünfte leidet an krankhafter Fettsucht –Übergewicht wiederum zählt zu den wichtigsten Risikofaktoren der Zuckerkrankheit.

Diabetes ist häufig eine Folge des modernen Lebenswandels – zu wenig Bewegung, zu viel und falsche Ernährung sind der Grundstein für das Entstehen der Stoffwechselstörung. Über 90 Prozent der Menschen mit "Alterszucker" (Typ-2- Diabetes) sind zu dick, mit der Folge, dass die Körperzellen – vor allem in den Muskeln und der Leber – immer unempfindlicher gegen das Insulin werden.
Das Hormon Insulin ist dafür verantwortlich, dass der Energielieferant Glukose (Blutzucker) von den Zellen aufgenommen wird. Funktioniert das nicht mehr optimal, spricht man von einer so genannten Insulinresistenz. Diese Unempfindlichkeit der Körperzellen für Insulin ist somit die eigentliche Ursache des Typ-2-Diabetes und kann mittels einer Blutanalyse einfach nachgewiesen werden.
Als entscheidende vorbeugende Maßnahme zur Diabetes-Vermeidung sollte daher ein zu hohes Körpergewicht durch eine ausgewogene, fettarme, ballaststoffreiche Ernährung und vermehrte körperliche Bewegung abgebaut werden. Der nächste Schritt ist die regelmäßige Überprüfung der Blutzuckerwerte. Dieser Rat gilt nicht nur für Ältere, immer häufiger sind auch schon junge Erwachsene, teilweise sogar Jugendliche vom Typ-2-Diabetes betroffen. Je früher ein Diabetes entdeckt und mit entsprechenden Medikamenten behandelt wird, umso besser lassen sich gefährliche Folgeschäden vermeiden. Experten versprechen sich hier von der in diesem Jahr in Deutschland eingeführten Wirkstoffgruppe der Glitazonen eine weitere Verbesserung beispielsweise greift direkt am Hauptübel, der Insulinresistenz, an, indem er die Körperzellen wieder empfindlicher für das Insulin macht. Damit senkt Pioglitazon nicht nur effektiv den Blutzuckerspiegel, sondern verbessert auch die Fettwerte und beeinflusst den Blutdruck positiv. Das Spritzen von Insulin kann somit bei einer frühzeitigen Behandlung mit Glitazonen oft noch etliche Jahre vermieden werden, weil das körpereigene Insulin länger ausreicht. Damit eröffnen sich für die Therapie des Typ-2-Diabetes neue Chancen. Das A und O für die Vorbeugung bleibt aber bestehen: Die Gewichtsreduzierung – denn jedes Kilogramm weniger kann die Blutzuckereinstellung erheblich verbessern.

Mehr Informationen zum diesem Thema enthält Broschüre "Typ-2-Diabetes – Insulinreaktivierung ist das Ziel". Sie kann gegen Einsendung eines mit 1,50 DM frankierten und rückadressierten DIN-A5-Umschlags angefordert werden bei: Deutsches Grünes Kreuz, Stichwort "Diabetes", Postfach 1207, 35002 Marburg.


Das kann ins Auge gehen! (1386 Zeichen)
 

Augenverletzungen beim Sport


(dgk) 70 Prozent aller Sportverletzungen am Auge gehen auf Ballsportarten zurück. Weltweit führen zehn Prozent davon zum Erblinden. Maßgeblich für den Schweregrad der Verletzungen ist die Geschwindigkeit. Besonders augengefährdend sind deshalb Squash- und Tennisbälle, die kurz nach dem Abschlag Höchstgeschwindigkeiten von über 250 km/h erreichen können.
Das Verletzungsrisiko ist beim Squash am größten, gefolgt vom Eishockey. 25 Prozent der Verletzungen beim Squash sind Augenverletzungen, zwei Drittel davon werden als schwer beurteilt. Durch die schnellen Bälle können am Auge Prellungen entstehen, die zu Schäden an Hornhaut, Iris oder Linse führen. Außerdem kann es zu Blutungen der Aderhaut und des Sehnervs kommen, wodurch die Sehfähigkeit für immer beeinträchtigt werden kann. Durch Schutzmaßnahmen ist es allerdings möglich, das Risiko drastisch zu verringern: Seitdem beispielsweise in den USA jeder Eishockey- bzw. Squashspieler verpflichtet ist, einen Schutz zu tragen, gibt es dort keine Erblindungen mehr durch Sportverletzungen.
In Deutschland ist weder beim Squash noch beim Eishockey, zumindest für Erwachsene, ein Gesichtsschutz bzw. Augenschutz vorgeschrieben. Dennoch sollte jeder verantwortungsvolle Sportler bei diesen Sportarten eine Schutzbrille tragen. Gute Schutzbrillen, die passen und keine Spieleinschränkung darstellen, gibt es schon ab ca. 70,-- DM.


Warzenviren lieben Frauen (2682 Zeichen)
 

(dgk) Spätestens seit AIDS ist bekannt, dass durch den Geschlechtsverkehr auch gefährliche Viren übertragen werden können. Viel häufiger als das HI-Virus kommen in unseren Breiten jedoch die Papillomaviren vor, die Entzündungen und Warzen hervorrufen können. Experten warnen davor, dass bestimmte Papillomaviren auch das Risiko von Krebserkrankungen, z. B. an der Gebärmutter, erhöhen.
Von den über 100 Warzenviren, die man mittlerweile kennt, befallen allein etwa 20 die Geschlechtsorgane des Menschen und verursachen dort so genannte Feigwarzen. Schon heute sind etwa 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung mit solchen Warzenviren infiziert. Frauen trifft es deutlich öfter als Männer, weil die Schleimhaut der weiblichen Geschlechtsorgane dünner und verletzungsanfälliger ist. Glücklicherweise verhindert ein gut funktionierendes Immunsystem in den meisten Fällen den Krankheitsausbruch, doch besonders bei infizierten Frauen, die zusätzlich auch noch rauchen, steigt das Krebsrisiko. Die Gefährlichkeit von Feigwarzen sollte also nicht unterschätzt werden.
Bemerkbar machen sich Feigwarzen oft mit Juckreiz, Schmerzen und manchmal auch mit Blutungen. Spätestens dann sollte mit einer Behandlung begonnen werden. Lange Zeit wurden Feigwarzen mit Podophyllin-Lösung verätzt, die aus einer Pflanzenwurzel gewonnen und von Apothekern selbst zusammengerührt wurde. Abgesehen davon, dass diese individuell hergestellten Lösungen oft ganz unterschiedliche Wirkstoffzusammensetzungen und -mengen enthalten, können sie auch erhebliche krebserregende Nebenwirkungen haben, wie man heute weiß. Deutsche und europäische Experten sowie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) diskutierten dieses Problem im Frühjahr 2000 und raten nun von einer weiteren Verwendung von Podophyllin-Rezepturlösungen zur Behandlung von Feigwarzen dringend ab.
Die Mediziner empfehlen stattdessen den Einsatz von hochgereinigtem Podophyllintoxin, dem Hauptbestandteil des Podophyllins, das in Form von Cremes verwendet wird und das Wachstum der Feigwarzen unterbindet. In umfangreichen Studien hatte sich Podophyllintoxin mit Heilungsraten von bis zu 78 Prozent als wirkungsvoller, sicherer und besser verträglich erwiesen. Diese Therapie habe zudem den Vorteil, dass häufige Arztbesuche, wie sie früher notwendig waren, entfallen können, weil der Patient nach einer ersten Einweisung durch den Arzt die weitere Anwendung der Podophyllotoxin-Creme selbstständig weiterführen kann. Meist reichen schon wenige Behandlungstage aus, um die Feigwarzen verschwinden zu lassen. In besonders schweren Fällen können die Feigwarzen auch durch einen operativen Eingriff, zum Beispiel mittels Laser, entfernt werden.


Rotschimmelreis: giftiger Farbcocktail in Lebensmitteln ? (1277 Zeichen)
 

(dgk) Nicht alles, was Mutter Natur uns auftischt, ist gut für die Gesundheit: Rotschimmelreis, ein natürlicher Farbstoff, der in Ostasien traditionell zum Färben von Lebensmitteln benutzt wird, ist ins Visier der Forscher geraten. Neueste Untersuchungen der Bundesanstalt für Fleischforschung (BAFF) zeigen, dass das Färbemittel neben den schönen gelben oder roten Farbstoffen auch das Pilzgift Citrinin enthalten kann.
Dr. Dieter Wild vom Institut für Mikrobiologie und Toxikologie der BAFF konnte in vier von 16 untersuchten kommerziellen Rotschimmelreis-Proben bedenkliche Konzentrationen von Citrinin nachweisen. Citrinin ist ein Stoff, der im Tierversuch Nierenschäden hervorruft. Obwohl Rotschimmelreis nicht als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen ist, taucht er in bestimmten Lebensmitteln auch in Europa auf. Wild fand ihn beispielsweise in vegetarischen Sojawürstchen, in deren Zutatenliste "fermentiertes Reismehl" aufgeführt war.
Produziert wird der ins Zwielicht geratene Farbstoff von Schimmelpilzen der Gattung Monascus, die Reis oder andere stärkhaltige Substrate besiedeln können. Neben den Farbstoffen selbst und dem Citrinin produzieren diese Pilze noch eine Reihe weiterer, bisher nicht identifizierter Substanzen. Insgesamt ein fragwürdiger Cocktail!


Neues Schmerzforum im Internet (599 Zeichen)
 

(dgk) Auf der Suche nach kompetenter Information rund ums Thema Schmerz werden Internet-Nutzer jetzt auf der Homepage der Schmerzakademie fündig. Unter der Adresse www.schmerzakademie.de erhalten Interessierte nützliche Hinweise zur Erkennung und Behandlung von Schmerzen. Betroffene haben außerdem die Möglichkeit, Fragen direkt an ein Expertenteam zu richten. Mit einem Diskussionsforum bietet die Schmerzakademie darüber hinaus eine Plattform zum Erfahrungsaustausch. Eine umfangreiche Link-Sammlung und ein Servicebereich, zum Beispiel mit Adressen von Selbsthilfegruppen, ergänzen das Angebot.


Arthrose: Gezielt gegen den Schmerz (2047 Zeichen)
 

(dgk) Sport hält unseren Körper fit und gesund – normalerweise. Bereits ein kleiner Sportunfall kann jedoch ernsthafte Beschwerden auslösen, manchmal erst Jahre später. Oft nämlich resultieren aus kleinsten Verletzungen Arthrosen, die das Leben der meist noch jungen Betroffenen radikal verändern. Unerträgliche Schmerzen und massive Bewegungseinschränkungen mindern die Lebensqualität dann drastisch.
Unter Arthrose versteht man die übermäßige Abnutzung in einem oder mehreren Gelenken. Fast jeder Mensch bekommt im Alter mehr oder weniger ausgeprägte Arthrosen. Problematisch dabei: Arthrose ist bis heute nicht vollständig zu heilen. Der Verlauf der Krankheit kann jedoch erheblich verbessert werden, wenn man bereits in einem frühen Stadium mit der Therapie beginnt.
Die Behandlung konzentriert sich nicht auf eine einzelne Methode. Neben der physikalischen Therapie, Krankengymnastik und der Erhaltung und Verbesserung Schmerzen im Vordergrund. Am häufigsten werden hierzu die so genannten "nichtsteroidalen Antirheumatika" (NSAR) eingesetzt. Sie wirken zwar gut gegen Schmerz und Entzündung, bergen jedoch eine große und oft unterschätzte Gefahr: Sie stören die Schutzfunktionen der Magenschleimhaut und verschlechtern die Durchblutung der Magenwand. Wesentlich moderner sind hier die so genannten selektiven COX 2-Hemmer, beispielsweise mit dem Wirkstoff Rofecoxib. Sie wirken zuverlässig gegen den Schmerz, haben dabei jedoch kaum Auswirkungen auf den empfindlichen Magen-Darm-Trakt.

Wer mehr zum Thema Arthrose wissen möchte: Das Deutsche Grüne Kreuz gibt die Broschüre "Volkskrankheit Arthrose" heraus, die gegen Einsendung eines mit DM 3 frankierten und adressierten Rückumschlages beim Deutschen Grünen Kreuz, Stichwort "Arthrose", Schuhmarkt 4, 35037 Marburg angefordert werden kann.

Tipps und Ratschläge gibt es zudem beim Beratungstelefon Arthrose, das jeden Mittwoch in der Zeit von 16.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Rufnummer 0 64 21/2 93-2 90 geschaltet ist.


Altersblindheit: Neue Therapieform kann sie verhindern (1082 Zeichen)
 

"Photodynamische Therapie" hilft einem Teil der Betroffenen


(dgk) Jeder Dritte, der seinen 75. Geburtstag hinter sich hat, ist von der "Altersabhängigen Makula-Degeneration" (AMD) bedroht. Hierbei lässt die Sehkraft besonders im Zentrum des Blickfeldes nach. Die AMD ist die häufigste Erblindungsursache bei älteren Menschen. Einem Teil von ihnen kann nun besser geholfen werden. Wie die Apothekenzeitschrift "Senioren Ratgeber" berichtet, hilft die "photodynamische Therapie" bei solchen Patienten, deren AMD frühzeitig entdeckt wird, die an der "feuchten" Variante der Krankheit leiden und bei denen der Augenarzt bestimmte Gefäße am Augenhintergrund gut erkennen kann.
Die AMD spielt sich unglücklicherweise an der Stelle der Netzhaut ab, mit der wir am schärfsten sehen. Entweder degenerieren dort die Sehzellen, oder krankhafte Gefäße verdrängen sie. Diese Gefäße werden mit der photodynamischen Therapie mit Hilfe eines Farbstoffes und eines besonderen Lasers zerstört. Bei rund 60 Prozent der Patienten, so der Münchner Augenarzt Prof. Dr. med. Klaus Riedel, stabilisierte sich die Sehkraft, bei einigen verbesserte sie sich sogar.


Hörgeräte vermindern Depressionen (836 Zeichen)
 

(dgk) Eine amerikanische Studie zeigt: Wenn Schwerhörige mit Hörsystemen versorgt sind, verbessert sich ihre Lebenssituation deutlich. Sie haben bessere zwischenmenschliche Beziehungen, eine stabilere Gefühlslage, fühlen sich gesünder und sind aktiver innerhalb von Gruppen. Ärger, Frustration, Depressionen, Selbstkritik, zurückgezogenes Verhalten und Diskriminierung vermindern sich durch das Tragen von Hörgeräten spürbar.
Diese kürzlich beim Akustiker-Kongress in Köln vorgestellten Ergebnisse sind von besonderer Bedeutung angesichts der Zahlen in Deutschland: Von den rund 14 Millionen Schwerhörigen hierzulande sind weniger als drei Millionen mit Hörgeräten versorgt. Das heißt, mehr als elf Millionen Menschen in Deutschland könnte es –körperlich wie auch emotional – deutlich besser gehen, wenn sie Hörsysteme tragen würden.


Schnupfenkiller Zink (2419 Zeichen)
 

(dgk) Vor Erkältungen ist kaum einer dauerhaft gefeit. Tat-sächlich werden die Deutschen im Durchschnitt zwei bis sechs Mal im Jahr von einer laufenden Nase oder bellendem Husten heimgesucht. Eine wirksame Impfung gegen die fast überall lauernden Schnupfenviren gibt es bislang aufgrund der Vielzahl unterschiedlicher Erreger immer noch nicht.


Jetzt glauben amerikanische Forscher aber, mit dem Spurenelement Zink endlich ein wirksames Mittel gefunden zu haben. Zwar lässt sich eine Infektion damit kaum verhindern, wohl aber wird die Dauer und Schwere der Erkrankung deutlich verringert. Dass Zink bei Erkältungen helfen kann, vermutete man schon lange, wissenschaftlich haltbare Beweise für seine Wirksamkeit lagen bisher aber nicht vor. In der in dem angesehen Fachmagazin "Annals of Internal Medicine" veröffentlichten Studie wurde jetzt erstmals medizinisch zweifelsfrei festgestellt, dass die regelmäßige Einnahme von Zink die unangenehmen Symptome der Erkältungskrankheit wie Niesen, Nasenlaufen oder -verstopfung, Husten, Heiserkeit sowie Muskel- und Kopfschmerzen deutlich verringert. Während Personen, die kein Zink erhielten, mehr als acht Tage krank waren, erholten sich die Zink-Patienten wesentlich schneller und waren schon nach etwa vier Tagen wieder auf den Beinen.

Die Forscher führen die Anti-Schnupfen-Eigenschaften die-ses Spurenelements vor allem darauf zurück, dass Zink die Entzündungsreaktionen lindert, die für die Schupfenbeschwerden maßgeblich verantwortlich sind. Außerdem verhindert Zink die Bindung der Rhinoviren an die Schleimhautzellen in Nase und Rachen, so dass das Virus nicht in mehr in die Zellen eindringen und sich weiter ausbreiten kann.

Wichtig ist offenbar, dass man mit der Zinkbehandlung innerhalb von 24 Stunden beginnt, nachdem die ersten typischen Anzeichen einer Erkältung auftauchen. Rudolf Schopf, Allergologe und Zink-Experte von der Universitätsklinik-Klinik Mainz, weist auch darauf hin, dass es darauf ankommt, Zink in einer vom Körper optimal verwertbaren Form aufzunehmen. Er empfiehlt hier eine Kombination von Zink mit der körpereigenen Aminosäure Histidin. Dieser Komplex habe gegenüber üblichen Zinksalzen nicht nur eine auf das dreifache gesteigerte so genannte Bioverfügbarkeit, sondern auch ausgeprägt antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften, was sich bei der Behandlung von Erkältungserkrankungen zusätzlich positiv bemerkbar mache.

 

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