Hauptnavigation
- 1: Presse.
- 1.1: Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk).
- 1.2: Archiv.
- 1.3: Sondermeldungen.
- 1.4: Podcast.
- 1.5: DGK-Gesundheitstipps .
Auszeichnungen / Qualitätssiegel


Service-Content
Gesundheitslinks
www.ibera-online.de
IBERA Impfberatung online
www.agmv.de
Arbeitsgemeinschaft Varizellen (AGV)
www.forum-schmerz.de
Forum Schmerz
www.agmk.de
Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)
www.altern-in-wuerde.de
Altern in Würde (AiW)
www.rki.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut
Weitere Links finden Sie hier
Textanfang / Content
pgk, Jg. 39, 7/8 - 2005
Masern-Epidemie in Bayern
Warnung vor ‚Masern-Partys’
(2.156 Zeichen)
(pgk) In Südbayern grassiert eine Masernwelle, und eine Montessorischule veranstaltet "Masern-Partys", bei der kranke Kinder gesunde anstecken sollen.
Von den staatlichen Gesundheitsämtern wurden bislang in München, Freising und in den Landkreisen Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen südlich der Landeshauptstadt 148 Fälle der Kinderkrankheit gemeldet, zumeist Kinder. Hinzu kämen 18 Verdachtsfälle, sagte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums in München.
Allein 40 Fälle wurden nach Angaben des Gesundheitsamtes in Weilheim an der Montessori-Schule in Peißenberg im Landkreis Weilheim-Schongau gezählt. Die Schule habe ein Impfangebot mehrfach abgelehnt, teilte der Leiter des Gesundheitsamtes mit, und es bestehe der Verdacht, Eltern der Schule hätten „Masern-Partys“ organisiert: Kranke Kinder sollen gesunde anstecken.
Bayerns Gesundheitsminister Werner Schnappauf (CSU) bezeichnet solche „Masern-Partys“ als unverantwortlich. Er appelliert an die Eltern, ihre Kinder gegen Masern zu impfen. Bereits erkrankte Kinder sollten unter keinen Umständen den Kindergarten oder die Schule besuchen; das verlangt auch das Infektionsschutzgesetz – IfSG.
Die letzte Masern-Epidemie in Bayern mit 1.200 Erkrankten hatte es 2002 in Coburg gegeben. Die Erkrankten waren nicht oder nicht vollständig geimpft. In der Region waren nur 76 Prozent der Kinder geimpft. Um solche Epidemien zu unterbinden, müssen aber mindestens 95 Prozent geschützt sein.
Die von der Weltgesundheitsorganisation angestrebte Ausrottung der Masern hinkt in Deutschland wegen Impfmüdigkeit und Impfvorbehalten hinterher.
Masern begünstigt Lungen- und Mittelohrentzündungen
Masern gelten fälschlicherweise als harmlose Kinderkrankheit. Sie führen jedoch zu einer etwa sechswöchigen Immunschwäche, die bakterielle Zweitinfektionen, am häufigsten Lungenentzündungen, Mittelohrentzündungen und Durchfall, begünstigt. Eine sehr ernsthafte Komplikation ist die Masern-Hirnentzündung. Zwischen 10 und 20 Prozent der Kinder sterben daran. Bei weiteren 20 bis 30 Prozent bleiben mehr oder minder schwere Dauerschäden am Gehirn zurück. In seltenen Fällen kann fünf bis zehn Jahre nach einer Masernerkrankung eine schleichende chronische Hirnerkrankung, die subakut sklerosierende Panenzenphalitis (SSPE), auftreten, die mit Nervenausfällen und Gehirnfunktionsstörungen einhergeht. Sie endet stets tödlich.
Mehr dazu unter www.dgk.de

Foto: Prof. Dr. Dr. F.C. Sitzmann, Homburg/Saar Copyright: DGK
Kinder für Kinder gegen Malaria
(2.007 Zeichen)
Der Präsident des Deutschen Grünen Kreuzes e. V. (DGK) lobt das beispielhafte Engagement der Kinder, die (oftmals in ihrer Freizeit) mit vielen tollen Ideen Geld für ihre Altersgenossen in Afrika gesammelt haben.
(pgk) „Ich wünsche mir Kinder mit Herz und Verstand, die Kindern in Afrika im Kampf gegen die Malaria helfen“, so Professor Rolf Harzmann, Präsident des DGK, zu Beginn der Aktion. Sein Wunsch ist in Erfüllung gegangen: Mehr als 11.000 Kinder in Afrika können künftig sicher unter einem Moskitonetz schlafen, ohne Angst vor Malaria haben zu müssen. Das ist dem großartigen Engagement von mehr als 5.000 Schülern zu verdanken. Bis zum Ende der Kampagne am 28. April 2005 sind insgesamt 33.209,16 Euro gesammelt worden. Das Deutsche Grüne Kreuz e. V. hat den Schulen Flyer und Poster zur Verfügung gestellt sowie Unterlagen, die aus dem Internet heruntergeladen werden konnten: einen Foliensatz mit Informationen über Malaria, Spiele wie Kreuzworträtsel und sogar ein Malaria-Bilderquiz, das man online spielen kann. Alles andere kam von den Schülern selbst, und da kann man nur sagen: Alle Achtung! Was hier an Ideen umgesetzt wurde, macht einer Werbeagentur alle Ehre. Vom Weihnachtsbasar mit selbst gebastelten Karten und Geschenkanhängern, über ein Riesenmoskito aus Pappmachée, das als Sparbüchse diente, dem Verkauf von selbstgebackenem Kuchen über gesponserte Wettlaufkämpfe – bei jeder gelaufenen Runde klingelte es in der Malariakasse – und es wurden noch viele andere tolle Ideen umgesetzt, die gar nicht alle aufgezählt werden können.Wir sagen allen Beteiligten Dankeschön! Den Schülerinnen und Schülern, den Lehrerinnen und Lehrern und nicht zuletzt den Gesundheitsämtern, die das Informationsmaterial verteilt und auf die Aktion aufmerksam gemacht haben. Das gesammelte Geld geht ohne Abzug an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Das Deutsche Grüne Kreuz e. V. hat die Aktion gleich mehrfach unterstützt: Einmal natürlich durch die Organisation der bundesweiten Kampagne, dadurch, dass es im vergangenen Jahr statt Weihnachtsgeschenken eine Spende aufs Malariakonto gab, und zum dritten wurden die Kosten für alle Materialien – Poster und Flyer – vom DGK bestritten. So ist es möglich, dass das gesamte Geld den Kindern in Afrika zugute kommt. Zum Schutz vor einer der gefährlichsten Infektionskrankheiten weltweit: der Malaria.
Bitterstoff für Tonic Water
Chininhaltige Getränke nichts für Schwangere
(1.866 Zeichen)
(pgk) Chinin ist ein Aromastoff in Tonic- oder Bitter-Lemon-Getränken. Schwangere und auch Menschen, denen vom Arzt wegen eines bestimmten Krankheitsbildes oder einer Überempfindlichkeit gegenüber Chinin, Chinarinde und ihren Zubereitungen abgeraten wird, sollten vorsorglich auf den Konsum verzichten, sagt Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR).
In Deutschland sind für alkoholfreie Erfrischungsgetränke maximal 85 Milligramm pro Liter (mg/l) erlaubt. Laut Auskunft eines Herstellers von Softdrinks sind je nach Produkt 24 bis 68 mg/l Chinin enthalten. Diese Menge Chinin ist bei normalem Verzehr (ein bis zwei Gläser/Tag) nicht relevant und eine schädliche Wirkung auf das ungeborene Kind unwahrscheinlich.
Vergleicht man beispielweise den Verzehr von 500 ml eines chininhaltigen Erfrischungsgetränkes am Tag (Aufnahme von max. 35 mg Chinin) mit der kritisch zu betrachtenden Therapie bei Malaria (ca. 600 mg Chinin bei einer 60 kg schweren Patientin), so erscheint das Risiko beim gelegentlichen Genuss von chininhaltigen Softdrinks als nicht relevant.
Ein bis zwei Gläser Tonic oder Bitter-Lemon am Tag sind also auch während der Schwangerschaft durchaus erlaubt. Empfehlungen, nach denen schwangere Frauen mit chininhaltigen Getränken nächtlichen Wadenkrämpfen entgegenwirken oder morgendlicher Übelkeit begegnen können, sind jedoch schlecht. Chinin oder chininhaltige Medikamente sollten in der Schwangerschaft gemieden werden.
Auch als Durstlöscher eignen sich solche Getränke nicht, da sie gleichzeitig auch viel Zucker enthalten. Die besten Durstlöscher sind Trink- oder Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees und stark verdünnte Fruchtsäfte.
Weitere Informationen:
Chininhaltige Getränke können gesundheitlich problematisch sein
Gesundheitliche Bewertung Nr. 022/2005 des BfR vom 17. Februar 2005
www.bfr.bund.de/cm/208/chininhaltige%20Getraenke.pdf
Eine Übersicht zu der Frage „Welche Lebensmittel sind für Schwangere kritisch?“ (incl. einer Lebensmitteltabelle) finden Sie unter http://mutterundkind.aid.de/base/01_a2.html, einer Informationsseite des Infodienstes aid.
Finger weg von flüssigem Grillanzünder
Lebensgefahr für Kleinkinder
(1.765 Zeichen)
(pgk) Bei zwei Grillunfällen allein in Hessen haben im Mai 2005 ein neunjähriger Junge und ein Mann lebensgefährliche Verbrennungen erlitten. In beiden Fällen wurde unvorsichtig mit Spiritus hantiert. Bundesweit gibt es jährlich etwa 4.000 schwere Grillunfälle. Grund: fehlendes Wissen, Leichtsinn und ungeeignete Grillausrüstung.
Kaum steigen die Temperaturen, steigt von deutschen Gärten, Balkonen und Terrassen Grillgeruch in die Luft. Das Grillvergnügen kann jedoch schnell zur Gefahr werden, besonders wenn unvorsichtig mit Brennstoffen gezündelt wird. Besonders für neugierige Kinder. Feuer ist für sie etwas ganz Besonderes: Es raucht, es zischt, da tut sich was! Doch leider kommt es immer wieder vor, dass Kinder beim Grillen schwer verletzt werden. Seien Sie ein gutes Vorbild und beherzigen Sie folgende Tipps:
- Klären Sie die Kinder frühzeitig über die Gefahren beim Grillen auf und üben mit Ihnen den richtigen Umgang mit Grillfeuer.
- Verzichten Sie unbedingt auf Spiritus, Alkohol, Lampenöl oder Benzin. Die brennbaren Flüssigkeiten können sich explosionsartig entzünden.
- Verwenden Sie beim Grillen feste Anzünder wie Zündwürfel, Anzündriegel oder eine Grillpaste. Diese dürfen nicht in die Hände von Kindern gelangen, denn sie sind leicht entzündbar.
- Partygäste sollten immer einen Sicherheitsabstand von drei Metern rund um den Grill einhalten.
- Den Grill nie unbeaufsichtigt lassen.
- Der Grill muss stabil und eben stehen. Er darf nicht in der Nähe brennbarer Materialien aufgestellt werden (Schilfmatten, Gartenmöbel mit Sitzpolster, Holzbauten, Laub, Reisig, Benzinkanister) und nie in der Nähe spielender Kinder. Den heißen Grill nie bewegen oder versetzen.
- Zum Ablöschen der Restglut Wasser oder Sand verwenden. Brennendes Fett darf man aber auf keinen Fall mit Wasser löschen.
- Die gelöschte Glut niemals in brennbare Behälter füllen (keine Kartons, keine Kunststoffbehälter). Weiterverwendbare Restkohle im Grill lassen. Die Luftzufuhr zum Grill am besten durch Abdecken mit Deckel oder anderem Metallverschluss unterbinden.
Hilfe, wir haben Läuse!
Kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken
(2. 185 Zeichen)
(pgk) Sie sind winzig, sorgen aber in Kindergärten und Schulen immer wieder für große Aufregung: Kopfläuse sind lästige Parasiten, die es vor allem auf Kinderköpfe abgesehen haben.
Die etwa drei Millimeter großen Tierchen können zwar nicht fliegen oder springen, krabbeln jedoch beim Spielen und Toben flink von einem Kopf zum nächsten. Bei der Übertragung spielen Gegenstände wie Kämme oder Mützen keine so große Rolle. Erst einmal auf dem Kopf angekommen, legen die vermehrungsfreudigen Parasiten in Kopfhautnähe ihre Eier ab. Die Nissen sind tropfenförmige Gebilde von knapp einem Millimeter Größe, die wie Perlen an einer Schnur im Haar kleben. Der heftige Juckreiz entsteht durch Speichel, den die Kopflaus beim Blutsaugen in die Haut spritzt.
Nach der Entdeckung eines Lausbefalls sollten umgehend alle Kontaktpersonen auf Läuse untersucht und gegebenenfalls sofort eine Behandlung mit einem geeigneten Mittel begonnen werden, rät Heike Stahlhut vom Deutschen Grünen Kreuz e.V. (DGK). Zuverlässig wirksam sind nur Kopflauspräparate, die als Arzneimittel zugelassen sind. Hierfür stehen in Deutschland Präparate mit folgenden Wirkstoffen zur Verfügung: Permethrin, Pyrethrum, Allethrin und Lindan. In der Apotheke gibt es die entsprechenden Mittel zu kaufen.
Nach acht bis zehn Tagen ist eine Zweitbehandlung notwendig, da Lauseier, aus denen weitere Läuse schlüpfen können, die erste Anwendung oftmals überleben.
Läuse benötigen etwa alle drei Stunden eine Blutmahlzeit und ein warmes und molliges Klima. Außerhalb des menschlichen Haarschopfes können Läuse deshalb nicht lange überleben. Dennoch sollten sicherheitshalber Kämme, Bürsten und Haarschmuck gereinigt werden. Handtücher, Bettwäsche und Kleidung sollten entweder bei 60 Grad Celsius gewaschen oder für eine Woche in einem gut verschließbaren Plastikbeutel gelagert werden. Kuscheltiere bei mindestens minus zehn Grad für einen Tag im Gefrierfach deponieren. Teppiche, Böden und Polstermöbel mit dem Staubsauger reinigen. Laut DGK ist es jedoch noch viel wichtiger, mehrmals Nachkontrollen der Kinderköpfe durchzuführen. Dabei werden die Haare mit einem speziellen Kamm, einem engzinkigen Nissenkamm, auf Läuse untersucht.
Laut Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin dürfen Kinder direkt nach der korrekten Behandlung mit den oben aufgeführten Mitteln wieder Schule oder Kindergarten besuchen. Die Behandlung muss von den Eltern schriftlich bestätigt werden.
Foto: EyewireMehr zum Thema Läuse lesen Sie auch im nächsten Ratgeber aus Ihrer Apotheke / Ausgabe 7B/2005 (15. Juli 2005)
WHO/UNICEF-Initiative „Stillfreundliches Krankenhaus“
Muttermilch trotz Schadstoffbelastung die beste Form der Säuglingsernährung
(1.944 Zeichen)
(pgk) Trotz gestiegener Schadstoffbelastung ist Muttermilch die beste Säuglingsnahrung. Darauf weist die WHO/UNICEF-Initiative „Stillfreundliches Krankenhaus“ hin. Kürzlich hatte der BUND eine Studie zur höheren Belastung der Muttermilch veröffentlicht. Muttermilch werde zunehmend durch Stoffgruppen wie Weichmacher, Flammschutzmittel und Duftstoffe belastet. Der BUND fordert, die Grenzwerte für Giftstoffe europaweit zu verschärfen. Die WHO/UNICEF-Initiative unterstützt diese Forderung. Trotz Schadstoffbelastung überwiegen jedoch die Vorzüge der Muttermilch, so dass beide Organisationen zum Stillen raten, denn Muttermilch hat viele Vorteile für das Baby.
„Hinweise auf Schädigungen durch die Schadstoffbelastung der Muttermilch gibt es bislang nicht“, so Dr. Michael Abou-Dakn, Erster Vorsitzender der WHO/UNICEF-Initiative, „Es ist aber nachgewiesen, dass Stillen das Immunsystem des Säuglings stärkt.“ Laut BUND könnten die untersuchten synthetischen Chemikalien bei Säuglingen und Kleinkindern zu Krebserkrankungen sowie Schädigungen des Immunsystems führen und die Gehirnentwicklung beeinträchtigen.
Gesetzliche Regelungen können Schadstoffgehalt der Muttermilch reduzieren
„Verschärfte Lebensmittelkontrollen und Umweltschutzbestimmungen senkten den Schadstoffgehalt der Muttermilch in den 80er- und 90er-Jahren deutlich. Dies muss auch jetzt wieder möglich sein“, so Dr. Michael Abou-Dakn. Alarmierende Studienergebnisse deckten bereits in den 70er-Jahren eine steigende Belastung der Muttermilch durch Organochlorverbindungen auf. Schlagzeilen wie „Ist Muttermilch Sondermüll?“ verunsicherten stillende Mütter. In Folge der Studien und des öffentlichen Drucks wurden Vorschriften und Grenzwerte verschärft. Die Belastung der Muttermilch sank um 50 bis 80 Prozent. Mitte der 90er konnte die Nationale Stillkommission, heute am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Entwarnung geben. Sie riet allen Müttern zum uneingeschränkten Stillen.
Bei Rückfragen und Interviewwünschen wenden Sie sich bitte an die
WHO/UNICEF- Initiative „Stillfreundliches Krankenhaus“
Geschäftsführerin: Gisela Meese (M.A.), Tel.: (02 21) 3 40 99 80
Weitere Informationen im Internet unter www.stillfreundlich.de
MELDUNGEN
Joggen mit Baby
(1.133 Zeichen)
(pgk) Dem täglichem Frühsport frönen, Joggen oder Inlineskaten und gleichzeitig das Kind an die frische Luft – das ist heutzutage „in“. Allerorts sieht man sportliche Kinderwagen, die so genannten Jogger-Buggys, mit denen dies möglich ist. Drei luftgefüllte, große Räder machen die Wagen sowohl geländegängig als auch laufruhig bei größeren Geschwindigkeiten auf Asphalt, und sind dabei leicht zu lenken. Handbedienbare Bremsen am Schieber geben die notwendige Sicherheit auch bei schnellerer Fahrt.
Was viele nicht wissen: Bis zum ersten Lebensjahr sollte dieser „Sport“ für Babys allerdings tabu sein. Frühestens im Alter von einem Jahr sollten Kinder im Kinderwagen zum Joggen mitgenommen werden. Erst dann hat die Wirbelsäule des Kindes die notwendige Stabilität. In jüngerem Alter ist die Gefahr einer Stauchung der Wirbelsäule groß. Aber auch wer sein Kind im zweiten Lebensjahr zum Laufen mitnimmt, sollte darauf achten, dass der Kinderwagen möglichst gut gepolstert ist.
Da die Kinder in den Sportwagen näher zum Boden sind, wo die Schadstoffkonzentration vergleichsweise hoch ist, ist es empfehlenswert, auf das Joggen an stark befahrenen Straßen zu verzichten. Das Kind sollte zudem entgegen der Fahrtrichtung in den Kinderwagen gesetzt werden. Sonst fliegen den Kleinen schnell Staub und andere Partikel in die Augen.
Auch Kinder haben Osteoporose: Helfen Sie!
(635 Zeichen)
(pgk) Mit Aktaufnahmen von Osteoporosepatienten macht Starfotograf Oliviero Toscani darauf aufmerksam, dass der Knochenschwund zu selten und zu spät erkannt und deshalb auch zu spät behandelt wird.
Ausgestellt wurden die Fotos in zahlreichen europäischen Hauptstädten, so auch in Berlin. Die Einnahmen aus dem Verkauf des Katalogs (5 Euro) gehen an das Forschungsprogramm „Auf die Beine“ der Uni-Kinderklinik Köln, in dem ein spezielles Muskelaufbau-Training bei Kindern mit Osteoporose erprobt wird.
Helfen Sie mit Ihrer Spende! Den Katalog zum Preis von 5 Euro (zuzüglich Versandkosten) können Sie bestellen bei: VERLAG im KILIAN, Nikolaistraße 3, 35037 Marburg, Telefon: 0 64 21 / 2 93 - 3 23, Fax: 0 64 21 / 2 93 - 1 70, E-Mail: anette.weber(à)kilian.de
Schnaps-Idee: Instant-Alcopops
(1.555 Zeichen)
(pgk) Alcopops in Tüten ist der neueste Schrei bei Jugendlichen. Die Pulver mit Alkoholbestandteilen aus Rum oder Wodka werden in Wasser aufgelöst, sind überall konsumierbar, allerdings keineswegs so harmlos wie herkömmliches Brausepulver.
Der Vertrieb der Tütchen geht hauptsächlich über das Internet. Damit besteht die Gefahr, dass sich Jugendliche das „Pulver mit Promille“ ohne größere Hindernisse bestellen können. An einigen Tankstellen und in Getränkemärkten ist das Pulver ebenfalls zu haben. Dort wird es teilweise auch an Minderjährige verkauft, wie Experten der Verbraucherzentrale herausfanden.
Der Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure hat sich auf seiner Jahres-Pressekonferenz in Frankfurt nun von diesen Produkten distanziert. Die Umgehung der Sondersteuer dürfte das eigentliche Erfolgsgeheimnis der neuen Schnapsbrause sein, denn weil der Alkohol sich erst unter Hinzugabe von Wasser bildet, bleibt der Verkauf von Brausebeuteln sondersteuerfrei.
Auch der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ) spricht sich vehement gegen ein alkoholhaltiges Mixgetränke-Pulver aus. Der Verband hält diese Produkte für einen weiteren Versuch, Jugendliche frühzeitig an Alkohol heranzuführen und hat deshalb angekündigt, zusammen mit der Bundesregierung nach Möglichkeiten zu suchen, dieses neue Produkt von Jugendlichen fernzuhalten.
Der Alkoholkonsum Jugendlicher hat auch ohne die alkoholischen Mixgetränke bedrohliche Ausmaße angenommen. Etwa 250.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahre gelten nach Angaben des BVKJ in der BRD als alkoholabhängig oder stark gefährdet; Das sind 10 Prozent der Alkoholabhängigen insgesamt. Einer von vier Todesfällen bei jungen Männern zwischen 15 und 29 Jahren ist auf Alkohol zurückzuführen.
SERVICE
Bildmaterial
Fotos können von Redaktionen in Schwarz-Weiß oder Farbe kostenlos per E-Mail angefordert werden unter:
michaela.berg(à)kilian.de
regina.richter(à)kilian.de (Sekretariat)
Ansprechpartner
Bei Fragen, Anregungen oder Wünschen können Sie sich gerne wenden an:
Michaela Berg
Telefon: 0 64 21 / 2 93 - 1 40
E-Mail: michaela.berg(à)kilian.de
V.i.S.d.P.
Herausgeber:
DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e.V.
Redaktion:
Michaela Berg (verantwortl.)
Dr. rer. physiol. Ute Arndt
Dr. med. Sigrid Ley
Abdruck honorarfrei
Beleg erbeten an:
Deutsches Grünes Kreuz
im Kilian
Redaktion pgk
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Telefon: 0 64 21 / 2 93 -140
Telefax: 0 64 21 / 2 93 -740

