DGK e.V. -Pressedienst das gesunde Kind (pgk), Jahrgang 37, Ausgabe 7/8 - 2003 Themen: Reisen mit Kindern, Erste-Hile-Tipps, Varizellenprävention, Allergie-Mobil, Risikofaktoren, HÖRtest-Woche, Kinder-Bauchschmerz, Migräne, Bulimie
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Deutsches Grünes Kreuz, Reisen mit Kindern, Erste-Hile-Tipps, Varizellenprävention, Allergie-Mobil, Risikofaktoren, HÖRtest-Woche, Kinder-Bauchschmerz, Migräne, Bulimie
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www.ibera-online.de
IBERA Impfberatung online

 

www.agmv.de
Arbeitsgemeinschaft Varizellen (AGV)

 

www.forum-schmerz.de
Forum Schmerz

 

www.agmk.de
Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)

 

www.altern-in-wuerde.de
Altern in Würde (AiW)

www.rki.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut

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das gesunde Kind
pgk, Jg. 37, 7/8 - 2003

Urlaub auf dem Bauernhof oder an tropischen Stränden?
Reisen mit Kindern richtig planen (3.313 Zeichen)
 
(pgk) Die neue Badehose für Max, das Schwimmtier für Julia, Papas Luftmatratze und Mamas Sonnenschirm - alles liegt zum Einpacken bereit. Bald geht sie los, die große Ferientour. Und vielerorts herrscht jetzt das Reisefieber. Ob Badeurlaub, Tropenreise oder Fahrradtour - damit aus dem Reisefieber kein echtes Fieber wird, ist eines immer entscheidend: die richtige Vorbereitung. Und für Urlaub mit Kindern gilt: Urlaub mit Kindern sollte immer auch Urlaub für Kinder sein!

Von kurzzeitigen touristisch orientierten Reisen in tropische Länder haben kleine Kinder gar nichts, außer dem Risiko, aufgrund der extremen Hitze, der ungewohnten Nahrung und neuen Krankheitserregern - oftmals durch die Nahrung übertragen - gesundheitliche Probleme davonzutragen. Malaria zum Beispiel verläuft bei Kleinkindern schwer, häufig auch ohne die typischen Symptome und wird dann nicht rechtzeitig erkannt. Auch Durchfallerkrankungen sind für den kindlichen Organismus eine viel größere Gefahr als für Erwachsene.
Eltern sollten es sich also gut überlegen, ob sie ihre Kleinkinder (unter fünf Jahren) auf eine kurz dauernde Reise in die Tropen mitnehmen. Lieber sollten Reiseziele gewählt werden, die den Bedürfnissen von Säuglingen und Kleinkindern eher entsprechen. Am besten, Sie suchen sich ein Ziel aus, in dem ähnliche klimatische Bedingungen herrschen wie bei Ihnen zu Hause. Dann braucht sich das Kind nicht umstellen und wird es Ihnen danken, indem es nicht nächtelang durchschreit. Wenn die Kinder älter sind, wird auch für sie ein Urlaub in exotischer Umgebung ein Erlebnis sein.

Etwas anderes sind natürlich länger dauernde Aufenthalte in den Tropen, zum Beispiel aus beruflichen Gründen. Dabei ist es selbstverständlich, dass Eltern Kinder jeden Alters in die Tropen mitnehmen. Der Aufenthalt sollte jedoch gut geplant werden; bei den Vorbereitungen spielt der Kinderarzt eine entscheidende Rolle. Grundsätzlich gilt: Je entlegener das Reiseziel und je individueller die Reise um so intensiver muss die Gesundheitsvorsorge sein.

Impfschutz nicht vergessen


Nicht nur Erwachsene brauchen Reiseimpfungen, auch für Kinder können Impfungen wie die Gelbfieber-Impfung oder die Impfung gegen Hepatitis A notwendig werden. Manche Länder verlangen bei der Einreise bereits von Säuglingen ab sechs Monaten eine Gelbfieber-Impfbescheinigung. Selbstverständlich sollten die Kinder ihrem Alter entsprechend auch alle Impfungen erhalten haben, die die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) für Kinder empfiehlt: gegen Diphtherie, Tetanus, Poliomyelitis, Keuchhusten, Haemophilus-influenzae-Typ-b-Infektionen, Hepatitis B, Masern, Mumps und Röteln. Alle so genannten Kinderkrankheiten kommen in den meisten tropischen Gebieten noch häufig vor. So sterben an Masern weltweit jedes Jahr fast eine Million Kinder, und an Keuchhusten bis zu 400.000.
Und ein Schutz vor Malaria ist in den entsprechenden Risikogebieten ebenfalls ein Muss.

Vor einer Reise ist eine rechtzeitige Impfberatung für alle Familienmitglieder wichtig
Vor einer Reise ist eine rechtzeitige Impfberatung für alle Familienmitglieder wichtig. Foto: DGK

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Anfragen an: Michaela Berg
Tel.: 0 64 21 / 2 93 - 1 40
E-Mail: michaela.berg(à)kilian.de


Sommer, Sonne, Strand
Die wichtigsten Tipps für Kinder (5.760 Zeichen)
 

(pgk) Sommer, Sonne, Strand. Erwachsene und Kinder freuen sich über die warme Jahreszeit. Doch Sonnenlicht und Hitze bergen auch gesundheitliche Risiken.

Sonnenschutz


Die Haut von Kindern ist um ein vielfaches dünner und empfindlicher als die Haut von Erwachsenen. Sie besitzt auch noch keinen Eigenschutz. Dieser baut sich erst langsam ab dem zweiten Lebensjahr auf. Kinderhaut muss daher besonders durch Eincremen vor Sonnenbränden geschützt werden. Heike Stahlhut vom Deutschen Grünen Kreuz e.V. rät: "Kleinkinder bis zum vollendeten zweiten Lebensjahr sollten überhaupt nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden. Säuglingen zieht man am besten auch im Schatten sonnendichte Kleidung aus Naturfasern, Baumwolle oder Seide an. Unbedeckte Stellen können zusätzlich mit Sonnencreme geschützt werden."
Am besten geeignet sind wasserfeste Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor (20 oder mehr) oder Sunblocker. Gele hingegen wirken austrocknend. Ein guter Sonnenschutz ist vor allem beim Urlaub am Strand wichtig - und das auch bei Wolken am Himmel.
Aber auch auf dem Schulhof oder im Kindergarten hierzulande ist häufiges Cremen bei starker Sonneneinstrahlung wichtig. Ohren, Gesicht und Kopfhaut sind Körperstellen, die dem Sonnenlicht besondere Angriffsflächen bieten. Tuch, Kappe oder Hut zieren nicht nur den Kopf der Kleinsten, sondern schützen ihn auch.

Sonnenbrillen


Sie sind für Kids sowohl ein buntes, lustiges als auch wichtiges Accessoire im Sommer. Kinderaugen können sich noch weniger vor der gefährlichen Strahlung schützen als die Augen von Erwachsenen. Eine gute Brille ist daher für alle Kinder ab zwei Jahren empfehlenswert. Für das hiesige Sonnenbad und den Urlaub eigen sich mittelstark bis stark getönte Gläser (Stufe zwei und drei). Wichtig ist der Aufkleber UV 400. Er garantiert, dass die Brille schädliche UV-Strahlen bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometern fast vollständig herausfiltert.

Viel trinken!


Vor allem bei sommerlichen Temperaturen ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr bei Kindern absolut notwendig, da sonst der Kreislauf schlapp macht. Deshalb ist im Sommer die erste Devise: "Ran an die Pulle - bloß das Trinken nicht vergessen". Klein- und Kindergartenkinder benötigen täglich etwa knapp einen Liter Flüssigkeit, Schulkinder je nach Alter 1 bis 1,5 Liter. "An heißen Tagen, beim Spielen oder Toben kann der Bedarf auf mehr als das Doppelte ansteigen", betont Heike Brinkmann-Reitz vom Deutschen Grünen Kreuz e.V. Denn der Wasseranteil im Körper von Kleinkindern ist mit knapp 70 Prozent deutlich höher als bei Erwachsenen. Hinzu kommt, dass Kinder beim Herumtollen schwitzen und dabei eine Menge Flüssigkeit verlieren.
"Halten Sie daher immer ein Getränk für die Kleinen bereit, noch bevor sie durstig werden", empfiehlt Heike Brinkmann-Reitz, "denn der Durst stellt sich erst ein, wenn der Körper bereits unter Flüssigkeitsmangel leidet". Ideale Durstlöscher sind Mineralwasser, Früchtetee oder Fruchtsaftschorle. Zuckerhaltige Erfrischungsgetränke wie Limonade oder Cola sowie Fruchtsaftgetränke oder -nektare sind nicht gut geeignet, weil sie viel Zucker enthalten. (Cola sollten Kinder sowieso erst bekommen, wenn sie größer sind.)

Sicherer Badespaß


"Beim Baden im Freibad oder am Strand sollten Kinder niemals mit überhitztem Körper ins kalte Wasser springen. Bei plötzlicher Abkühlung droht ein Kreislaufkollaps. Immer erst eine Abkühlung unter der Dusche", rät Heike Brinkmann-Reitz. Kreislaufprobleme, Kopfweh oder sogar Übelkeit können Anzeichen von Hitzeerschöpfung sein. In solchen Fällen heißt es, sofort den Körper abkühlen, viel trinken und ein kühles Fußbad nehmen. Anschließend sollten sich die Betroffenen in kühlen Räumen aufhalten.

Mückenschutz


Zwar werden in Europa - im Gegensatz zu tropischen Gefilden - in der Regel keine Krankheiten durch Mücken übertragen. Aber auch hier können die Blutsauger echte Plagegeister sein. "Um Kleinkinder und Säuglinge vor Stichen zu schützen, ist es am besten, die Mücken möglichst von den Kindern fernzuhalten", sagt Dr. Ute Arndt vom Deutschen Grünen Kreuz e.V. Ein Fliegengitter vorm Fenster des Kinderzimmers hindert die meisten Insekten am Eindringen. Die größte Sicherheit für Säuglinge bietet ein Moskitonetz über dem Kinderwagen oder dem Bettchen. Es schützt - zumindest nachts - auch Kleinkinder vor den Blutsaugern.
Wenn Kleinkinder zu Mückenzeiten draußen spielen, sollten sie weite, helle langärmelige Kleidung mit langen Hosen und Baumwollstrümpfen tragen. Die ungeschützte Haut (nicht aber die Hände) kann bei Kindern ab zwei Jahren mit Mückenabwehrmitteln (Repellentien) eingerieben oder besprüht werden. Vorher unbedingt die Packungsbeilage durchlesen, damit das Mittel korrekt angewendet wird. Das Risiko des Schleimhautkontakts ist auch einer der Gründe, warum Babys nicht eingerieben werden sollten. Trotz richtigen Auftragens ist ein späteres Verreiben in die Augen oder Fingerlutschen kaum zu vermeiden. Auch das Besprühen der Kleidung hält Mücken fern. Bedeckte Haut sollte nicht mit Repellentien behandelt werden. Zur Mückenabwehr kommen für Säuglinge und Kleinkinder unter zwei Jahre höchstens ätherische Öle in Betracht, zum Beispiel Lavendelöl, die aber aufgrund des hohen Allergiepotenzials nur bedingt geeignet sind.


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Sonnenlicht und Hitze bergen Risiken besonders für Kinder.
Den Sommer gesund genießen: Sonnenlicht und Hitze bergen Risiken besonders für Kinder. Foto: MEV

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Babys on Tour
Sommerzeit ist Ausflugszeit: So tragen Sie Ihr Kind richtig (1.971 Zeichen)
 
(pgk) Mit Kind und Kegel über Stock und Stein. Sobald Kinder im lauffähigen Alter sind, ist das oft ein Spaß für die ganze Familie. Nur was tun mit Kleinkindern und Säuglingen?

Wer sein Kind auf ausgedehnten Spaziergängen oder Wanderungen tragen will, sollte sich die Anschaffung einer Rückentrage überlegen. Diese ist geeignet, sobald das Kind sicher sitzt - also frühestens mit zehn Monaten. Darin sollte es für maximal ein bis zwei Stunden pro Tag transportiert werden. Längere Strecken im Sitzen, verbunden mit den beim Wandern durch den wiegenden Gang ausgelösten Auf- und Ab-Bewegungen, sind für den noch instabilen Halteapparat eine zu große Belastung.

Korrekte Beinhaltung und ausreichendes Unterstützen des Rückens sind oberstes Gebot. Ein gut gepolsterter und höhenverstellbarer Sitz ist optimal. Eine stabile Rückenlehne stützt Rücken, Nacken und Kopf. Es ist günstig, wenn sich auch die Rückenneigung je nach Größe des Kindes verstellen lässt. Die Beine des Kindes dürfen nicht zwischen Sitz und Rücken des Tragenden eingeklemmt werden. Wichtig sind auch Sicherheitsgurte, die das Kleine am überraschenden Aussteigen hindern.

Beim Anwenden von Tragetüchern gilt grundsätzlich das Gleiche. Nur bei richtiger Verwendung eines Tragetuches werden Rumpf und Beine des Säuglings hinreichend unterstützt, sowohl bei einem seitlichen Hüftsitz (Reitsitz) als auch einer so genannten face-to-face Haltung zum Tragenden oder beim Tragen auf dem Rücken. Deshalb muss der Sitz in Tragetüchern immer wieder überprüft werden. Die Verwendung eines Tragetuches erfordert einige Übung. Das korrekte Binden sollte deshalb unter Anleitung geübt werden. Hierzu werden beispielsweise von Geburtshäusern und Hebammen spezielle Kurse angeboten.

Lesen Sie mehr zum Thema Kinderwagen, Tragetaschen, Buggy und Co. auf www.dgk.de.


Was für den Rücken gut ist
Buchtipp:
Dietmar Krause, Helga Freyer-Krause: Was für den Rücken gut ist, VERLAG im KILIAN, Reihe: KILIAN mini, bereits in der zweiten Auflage!, Preis: 5,00 €, ISBN: 3- 932091-47-7, Bestellen: verlag(à)kilian.de Mit dem Baby unterwegs


Zahnlos in Marburg - Lücken schließen
Zahnrettungsbox und Erste-Hilfe-Tipps (3.574 Zeichen)
 
(pgk) Zahnlücken im Kindesalter sind oft Heldenspuren: Nicht selten kommt es beim Sport, durch einen Sturz am Schwimmbeckenrand, beim Skaten oder bei Raufereien zu Zahnverletzungen. Aufgrund ihrer Stellung im Zahnbogen sind die Frontzähne bei Verletzungen im Gesicht besonders gefährdet. So erleiden etwa 40 Prozent der zwei- bis vierjährigen Kinder Verletzungen der Milchschneidezähne und etwa 30 Prozent der acht- bis zwölfjährigen Jugendlichen traumatische Schädigungen der bleibenden Zähne, so die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DZMK).

Art und Umfang der Zahnverletzungen reichen vom Abbrechen einer kleinen Zahnschmelzecke bis zum Totalverlust des Zahnes. Aber bei korrektem Vorgehen können verletzte Zähne einen Unfall meist überleben, wenn schnell gehandelt wird. Dies ist auch bei Milchzähnen dringlich, damit die nachfolgenden Zähne nicht gefährdet werden.

Erste-Hilfe-Tipps


Hat sich Ihr Kind eine Zahnecke oder einen ganzen Zahn ausgeschlagen und blutet im Mund? Telefonieren Sie so schnell wie möglich Ihrem Zahnarzt. Er wird Ihnen sagen können, ob Sie sofort vorbeikommen müssen oder ob es nicht so eilt. Stillen Sie die Blutung, indem Sie steriles Verbandsmaterial auf die Wunde pressen. Sollte dieses nicht zur Hand sein, nehmen Sie ein möglichst sauberes und fusselfreies Textilstück. Wenn es nicht mehr blutet, eignen sich feuchtkalte Waschlappen, Taschentücher oder Ähnliches zum Kühlen.

Ausgeschlagene Zähne - hierzu kommt es bei immerhin 16 Prozent aller Zahnverletzungen. Handelt es sich um einen bleibenden Zahn, kann dieser vom Zahnarzt oder Chirurgen wiedereingesetzt (reimplantiert) werden. Voraussetzungen für eine solche "Wiedereingliederung": Der Zahn darf sich nicht länger als wenige Stunden außerhalb des Mundes befunden haben oder ausgetrocknet sein. Damit die Zellen auf der Wurzel nicht geschädigt werden, sollte der Zahn so schnell wie möglich wieder eingesetzt werden. Ist er stark verschmutzt, sollte er mit Leitungswasser abgespült werden. Auf keinen Fall desinfizieren und nur die Zahnkrone, nicht aber die Wurzel berühren.

Beim Transport in die Praxis oder Klinik sollte er am besten in einer Zahnrettungsbox aufbewahrt werden. Sie enthält spezielle Zellkultur- beziehungsweise Zellnährmedien und ist in Apotheken erhältlich. Wenn keine solche zur Verfügung steht, eignen sich folgende Flüssigkeiten für den Transport in einem Becher am besten: Kochsalzlösung, Milch oder Speichel. Leitungswasser ist nur bedingt empfehlenswert. Bis zum Besuch beim Zahnarzt kann er auch in der Wange aufgehoben werden.

Wieder in Reih und Glied


Bei einer frühzeitigen Behandlung gelingt das "Wiederanwachsen" des Zahnes bei mehr als 90 Prozent der Fälle. Der Zahn wird mit einer Schiene für 10 bis 14 Tage fixiert. Bei den Betroffenen wird außerdem der Tetanusschutz überprüft und es werden Antibiotika gegeben. Im Milchgebiss erfüllt der so erhaltene Zahn seine Platzhalterfunktion für den folgenden bleibenden Zahn. Es wird verhindert, dass sich die Nachbarzähne in die Lücke schieben. Bei Kindern und Jugendlichen, bei denen bleibende Zähne betroffen sind, ist das Wiedereinpflanzen herausgeschlagener Zähne wichtig. Einerseits werden die benachbarten und gegenüberliegenden Zähne daran gehindert, zu wandern. Vor allem aber gelingt es im bleibenden Gebiss auf diese Weise, den Kieferknochen zu erhalten, der sonst an dieser Stelle unweigerlich abgebaut würde. Wenn das Schädelwachstum beendet ist und die Kieferform feststeht, kann der geschädigte Zahn dann durch ein Implantat oder eine Brücke ersetzt werden.


Windpocken - Gefahr für Mutter und Kind
Ärzte-Merkblätter zur Varizellenprävention (1.979 Zeichen)
 

(pgk) Jedes Jahr treten in der Bundesrepublik Deutschland zwischen 600.000 und 800.000 Varizellen-Erkrankungen (Windpocken) auf. Am meisten sind Kinder zwischen dem vierten und sechsten Lebensjahr betroffen.

Bei den Windpocken kommt es neben allgemeinen Krankheitssymptomen zu einem typischen, bläschenbildenden und heftig juckenden Ausschlag. Infizieren sich Erwachsene, sind schwere Krankheitsverläufe und Komplikationen häufiger als bei Kindern. Eine mögliche Zweiterkrankung durch dasselbe Virus ist die Gürtelrose, die meist im höheren Lebensalter auftritt. Varizellen in der Schwangerschaft können bis zur 20. Woche es bei etwa zwei Prozent der betroffenen Frauen zu schweren Fehlbildungen beim Ungeborenen kommen. Wenige Tage vor und nach der Geburt kann die Krankheit der Mutter zu einem schweren Krankheitsverlauf beim Neugeborenen führen.

Vor Eintritt einer Schwangerschaft haben in der Bundesrepublik noch etwa drei bis fünf Prozent aller Frauen keine Windpocken-Antikörper im Blut, das heißt 20.000 bis 30.000 Frauen gehen jedes Jahr ungeschützt vor Windpocken und deren Komplikationen in eine Schwangerschaft.

Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO) empfiehlt daher eine Impfung für alle 12- bis 15-jährigen Jugendlichen, die keine Varizellen durchgemacht haben. Frauen mit Kinderwunsch, Personal im Gesundheitsdienst oder Leukämiekranke sollten sich ebenfalls impfen lassen. Bei Kindern und Jugendlichen bis zum vollendeten 13. Lebensjahr besteht die Varizellen-Immunisierung aus einer Impfdosis, während bei Jugendlichen ab 13 Jahren und Erwachsenen zwei Impfdosen im Abstand von sechs Wochen erforderlich sind.

Tipp
: Gynäkologen und Beschäftigte im Gesundheitswesen erhalten Merkblätter zur Prävention von Varizellen und deren Komplikationen (Stand: November 2002) beim:

DVV Fachausschuss VZV
Sekretariat am Klinikum der FSU Jena
Institut für Virologie und Antivirale Therapie
Winzerlaer Str. 10
07745 Jena
Tel.: 0 36 41 / 65 73 00
Fax: 0 36 41 / 65 73 01


MELDUNGEN
Allergie? - Risikofaktoren erkennen, vermeiden - früh behandeln
Allergie-Mobil fährt durch Deutschland (1.177 Zeichen)
 
(pgk) Das Aktionsbündnis Allergieprävention (abap) startet mit "abap mobil" erstmals in die-sem Jahr eine deutschlandweite Kampagne, mit der auf die zunehmende Häufigkeit allergischer Erkrankungen und die Bedeutsamkeit einer frühen Diagnose und Behandlung hingewiesen wird. Im Mittelpunkt der Aktionen und stehen Risikofaktoren und Maßnahmen zur Vorbeugung von Allergien.
Zielgruppe der Kampagne sind außer bereits an Allergien Erkrankte besonders junge Familien mit Kindern oder Kinderwunsch. Kostenlos bekommen Interessierte ein persönliches Risikoprofil. Zudem sollen beispielsweise Erzieher/-innen und Lehrer/- innen, die in zunehmendem Maße allergiekranke Kinder betreuen, angesprochen werden, sowie, im Rahmen der Vorbeugung berufsbedingter Allergien, auch Jugendliche.

Folgende Städte werden besucht
:

  • Dresden, 28./29.08.2003
  • Berlin, 01.09.2003
  • Lübeck, 02.09.2003
  • Hamburg, 03.09.2003
  • Köln, 05.09.2003
  • Frankfurt/M., 06.09.2003
  • Stuttgart, 08.09.2003
  • München, 10.09.2003


Weitere Informationen finden Sie unter www.allergiepraevention.de oder sind unter der Telefonnummer des abap-Sekretariates (bitte diese Telefonnummer nicht veröffentlichen): 0 64 21 / 2 93 -1 71 zu erfragen.


Erste Deutsche HÖRtest-Woche: 50.000 Menschen ließen ihr Gehör testen
Großer Erfolg für bundesweite Kampagne zur Gesundheitsvorsorge (1.480 Zeichen)
 
(pgk) Im normalen Alltag kommen die meisten nicht auf den Gedanken, dass die Ohren regelmäßig auf den Prüfstand sollten. Gutes Hören ist in jedem Lebensalter, besonders für Kinder, wichtig. Wer nicht mehr gut, bleibt bei Gesprächen häufig außen vor. Unsicherheit, Vereinsamung, schlechte Schulnoten und gestörte Sprachentwicklung sind mögliche Folgen einer Hörminderung.

Wenn die Menschen nicht zum Hörtest gehen, dann kommt der Hörtest zu den Menschen: Dies war das Motto der Ersten Deutschen HÖRtest-Woche, die vom 23. bis 29. Juni in vielen Städten und Ortschaften mit zahlreichen Hörtest- Veranstaltungen aufwartete. Die Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) - zusammen mit dem Deutschen Grünen Kreuz e.V. (DGK) für Gesundheit Initiatorin der Kampagne - meldet die stolze Zahl von insgesamt 50.000 Hörtests, die in der Aktionswoche durchgeführt wurden. Angeboten wurde der kostenlose Ohren-TÜV von 400 Hörakustikern, die sich in der FGH engagieren. Das Interesse von Betrieben, Verbänden, Schulen, Seniorenheimen und öffentlichen Einrichtungen, wie zum Beispiel Rathäusern, war sehr groß. Viele Menschen absolvierten zum ersten Mal einen Hörtest; bei anderen lag der letzte Test "erst wenige Monate" bis hin zu "etlichen Jahren" zurück.

Für alle, die die HÖRtest-Woche verpasst haben: Mit Hilfe eines jederzeit möglichen Hörtests beim HNO-Arzt oder Hörgeräteakustiker lässt sich schnell klären, ob man noch "ganz Ohr" ist und was man tun kann, wenn man nicht (mehr) gut hört.


Neuer Internet-Auftritt der WHO/UNICEF-Initiative 'Stillfreundliches Krankenhaus' (2.448 Zeichen)
 

Unter der Adresse www.stillfreundlich.de ist ab sofort die neue Website der WHO/UNICEF-Initiative "Stillfreundliches Krankenhaus" zu erreichen. Auf rund dreißig Seiten können sich sowohl Fachleute aus Krankenhäusern als auch werdende Eltern über die Initiative informieren. Die WHO/UNICEF-Initiative hat das Ziel, die Stillförderung in Geburtskliniken zu verbessern.
Nach Einschätzung des Vorsitzenden der WHO/UNICEF-Initiative, Michael Abou- Dakn, ist die Initiative von Weltgesundheitsorganisation WHO und Kinderhilfswerk UNICEF in Deutschland noch viel zu wenig bekannt. "Unsere Website ist ein wichtiges und zeitgemäßes Medium, um bei Eltern die Nachfrage nach mehr `Stillfreundlichkeit´ in Krankenhäusern zu steigern und dem Fachpersonal zu helfen, dieser Nachfrage zu entsprechen", sagt Abou-Dakn.
Auf den neuen Internetseiten können sich Eltern darüber informieren, ob es stillfreundliche Krankenhäuser in ihrer Nähe gibt. Interessierte Krankenhäuser erhalten alle Informationen für den Einstieg in die Initiative.

Wissenswertes für Eltern


Die Plakette von WHO und UNICEF macht das Betreuungsangebot einer Klinik für Eltern transparent und ist deshalb eine wichtige Orientierungshilfe bei der Auswahl der geeigneten Geburtsklinik. Eltern können auf der neuen Website die Adressen der stillfreundlichen Krankenhäuser abrufen. Sie erhalten außerdem wertvolle Informationen zum Stillstart.

Informationen für Krankenhäuser


Alle internationalen Unterlagen zur Umsetzung der Initiative in Geburtskliniken stehen im Downloadbereich zur Verfügung. Per E-Mail können weitere Unterstützungs- und Beratungsangebote für Krankenhäuser angefordert werden.

Noch Sponsoren gesucht


Der neue Basisauftritt soll möglichst bald erweitert werden. Beispielsweise sollen in einem Forum Fachleute über aktuelle Fragen der Stillförderung diskutieren können. Ein Kalender soll über wichtige Veranstaltungen des Vereins informieren. Eltern werden Experten zum Stillen befragen können und erhalten sachgerechte Informationen. Geplant sind auch Linklisten zu deutschen und internationalen Partnerorganisationen der Initiative. Für die Entwicklung der neuen Seiten werden Sponsoren gesucht.

Bei Rückfragen und Interviewwünschen wenden Sie sich bitte an
Verein zur Unterstützung der WHO/UNICEF- Initiative
"Stillfreundliches Krankenhaus" (BFHI) e.V.

Ansprechpartnerin: Gisela Meese, Telefon: (02 21) 3 40 99 80

Weitere Informationen im Internet unter
www.stillfreundlich.de


AUS WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG
Kinder-Bauchschmerz kann Migräne sein (1.366 Zeichen)
 
(pgk) Manche Kinder klagen immer wieder über Bauchschmerzen, ohne dass der Arzt eine organische Ursache findet. Möglicherweise handelt es sich in diesen Fällen um eine besondere Form der Migräne: die abdominale Migräne.

Wissenschaftler von der Universität Aberdeen in Schottland haben 54 Kinder mit unklaren Bauchschmerzen sieben bis zehn Jahre beobachtet und mit 54 Kindern ohne Bauchschmerzen verglichen, wie die Zeitschrift Archives of Disease in Childhood berichtet. Ergebnis: Bei 61 Prozent der Kinder hörten die Bauchschmerzattacken im Laufe der Jahre auf. 70 Prozent klagten über typische Migräne-Kopfschmerzen. Bei den Kontrollpersonen lag dieser Anteil nur bei 20 Prozent. Diese Zahlen sprechen dafür, dass es sich bei den Bauchschmerzen tatsächlich um eine Form der kindlichen Migräne handelt.

Von einer abdominalen Migräne - also einer Migräne des Bauchraums - sprechen die Forscher, wenn Kinder ohne erkennbare Ursache mindestens zweimal im Jahr über mehrere Stunden anhaltende Bauchschmerzen klagen, die mit Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen und einer auffallenden Blässe einhergehen. Die dumpfen Schmerzen treten rund um den Bauchnabel auf und sind so stark, dass die Kinder sich hinlegen müssen. Zwischen den Attacken sind die kleinen Patienten völlig gesund. Auch leiden sie offenbar nicht unter Angst, Stress oder anderen psychischen Problemen.


Tödliche Kiwi-Allergie: Große Gefahr für kleine Kinder (743 Zeichen)
 

(pgk) Laut aktuellen Studienergebnissen stieg die Zahl der unter fünfjährigen Kinder mit Kiwi-Allergie in den vergangenen Jahren signifikant. Das berichteten Forscher der Infection, Inflammation and Repair Division an der University of Southampton (www.soton.ac.uk). Die Symptome der Allergie seien aus noch unbekannten Gründen bei Kindern viel stärker ausgeprägt als bei Erwachsenen; bei einigen jungen Patienten nähmen sie ein lebensbedrohendes Ausmaß an, so Forschungsleiterin Jane Lucas .

Das Forscherteam untersuchte die Krankengeschichte von 300 an einer Kiwi-Allergie leidenden Kindern und Erwachsenen. Die Daten beinhalteten unter anderem Angaben zum Auftreten der ersten Symptome und zu deren Ausprägung. 40 Prozent der Kinder unter fünf Jahren hatten demnach bereits lebensbedrohende Situationen erlebt, die durch die Allergie ausgelöst worden waren, wie Atemschwierigkeiten und der anaphylaktische Schock. Zwei Drittel der Kinder zeigten die ersten Reaktionen bereits nach dem ersten Verzehr der Frucht, während nur ein Fünftel der Erwachsenen schon beim ersten Mal allergische Reaktionen zeigte. Weitere Tests zeigten, dass viele der Kinder auch unter Allergien gegen Erdnüsse, Milch und Eier litten. Lucas sagt, es sei nicht klar, ob der in den vergangenen zehn Jahren vermehrte Verzehr von Kiwi für die steigende Zahl allergischer Kinder verantwortlich ist oder ob die Menschen generell empfindlicher werden.


Bulimie bei Buben?
Essstörungen schon vor der Pubertät (1.077 Zeichen)
 
(pgk) Etwa jedes zweite Mädchen und jeder dritte Junge im Alter zwischen 9 und 13 Jahren ist mit seiner Figur unzufrieden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Therapie-Centrums für Essstörungen (TCE) am Münchner Max-Planck-Institut für Psychiatrie. Eine Befragung von 488 Schülerinnen und 266 Schülern der fünften Klasse ergab: 34 Prozent der Mädchen und 30 Prozent der Buben hatten sogar schon einmal versucht abzunehmen. An Essstörungen erkranken vor allem Mädchen und junge Frauen. Dass nun auch vermehrt Jungen betroffen sind, ist überraschend. Nach Auffassung der Studienautoren sollte deshalb die Prävention von Bulimie und Magersucht bereits im Kindesalter ansetzen, heißt es in einer Presseinformation der Max-Planck-Gesellschaft.


V.i.S.d.P.
 

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