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Weltpoliotag 2015: ein historischer Tiefstand wurde erreicht
Foto: XL shock-Fotolia.com

Seit 1988 bemühen sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und ihre Partner, Kinderlähmung weltweit auszurotten. Dabei wurden beachtliche Erfolge erzielt: Durch die Impfprogramme konnte die Zahl der Polioerkrankungen um 99,9 Prozent reduziert werden. 80 Prozent der Weltbevölkerung lebt in mittlerweile poliofreien Gebieten, und vier von sechs WHO-Regionen sind poliofrei. Poliowildviren sind nur noch in Afghanistan und Pakistan endemisch. Bislang wurden für 2015 lediglich 51 Fälle gemeldet – ein historischer Tiefstand und ein großer Erfolg.

Im Jahr 2014 hat es insgesamt 359 Poliofälle in neun Ländern gegeben, davon 306 allein in Pakistan, vor allem im Grenzgebiet zu Afghanistan. Die dort herrschenden Taliban verboten 2012 die Impfung gegen Polio, beschuldigen die Impfhelfer der Spionage für die USA und sehen in den Impfungen den Versuch, Muslime unfruchtbar zu machen. Seitdem arbeiten die dortigen Impfhelfer unter Lebensgefahr. Laut WHO-Angaben wurden in den vergangenen zweieinhalb Jahren mindestens 75 an Impfprogrammen beteiligte Mitarbeiter getötet.

Impfen unter extremen Bedingungen
Trotz aller Schwierigkeiten sollen seit Jahresbeginn in einer landesweiten Kampagne 35 Millionen Kinder geimpft werden. In den von den Taliban kontrollierten Landesteilen gehen Helfer begleitet von bewaffneten Sicherheitskräften von Haus zu Haus und informieren Eltern. Inzwischen gibt es auch Unterstützung von einigen religiösen Führern. Islamische Gelehrte in Pakistan erklärten, Kinder zum Schutz vor Polio impfen zu lassen, stehe in Einklang mit den Lehren des Islam.

Eine weitere Verringerung der Fallzahlen in Afghanistan und Pakistan ist nicht nur für die beiden Länder selbst bedeutsam. Denn ausgehend von den verbliebenen Endemiegebieten kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Übertragungen von Poliowildviren in bereits poliofreie Gebiete. Durch aufwendige Impfkampagnen ist es jedoch im vergangenen Jahr gelungen, neue Ausbrüche schnell zu stoppen.

Nigeria: kein Endemieland mehr
Den größten Erfolg konnte die Initiative 2015 in Afrika vermelden: Im einzigen dort verbliebenen Endemieland Nigeria sind seit Juli 2014 keine Poliofälle mehr aufgetreten, und das Land konnte vor einigen Wochen von der Liste der Endemieländer gestrichen werden. Noch 2012 registrierte man in Nigeria mehr als die Hälfte aller Polioerkrankungen weltweit.

Zur Situation in Deutschland
In Deutschland waren allein zwischen 1950 und dem Beginn der Massenimpfungen im Jahr 1962 mehr als 55.000 Menschen an Polio erkrankt. Mit der Einführung der Schluckimpfung kam es zu einer raschen Abnahme der Erkrankungs- und Todesfälle. Doch an den (Spät-) Folgen der Erkrankung, wie beispielsweise Lähmungen und einer eingeschränkten körperlichen Leistungsfähigkeit leiden heute noch viele Menschen. Der letzte in der Bundesrepublik Deutschland erworbene, d. h. autochthone Fall von Kinderlähmung wurde 1990 registriert.

 

Der Welt-Polio-Tag 2015 findet immer am 28. Oktober statt. Er fällt auf den Geburtstag des US-amerikanischen Arztes und Immunologen Jonas Salk, der den Polio-Tot-Impfstoff entwickelt hatte. Ziel des Welt-Polio-Tages ist, die Bevölkerung zu Auffrisch-Impfungen zu motivieren, um eine Rückkehr der Krankheit zu verhindern. Noch heute gibt in einigen Ländern der Welt schwere Ausbrüche von Polio, wie z.B. der in Tadschikistan mit Weiterverbreitung u.a. nach Russland im Jahr 2010.



Quellen:

  1. Welt-Poliotag 2015: Noch nie war die globale Situation für die Eradikation so günstig!
    Epidemiologisches Bulletin 43/2015
  2. Nationales Referenzzentrum für Poliomyelitis und Enteroviren (NRZ PE)
    www.rki.de/DE/Content/Infekt/NRZ/Polio/Polio_node.html
  3. Bundesverband Poliomyelitis e. V. Interessengemeinschaft von Personen mit Kinderlähmungsfolgen www.polio-selbsthilfe.de

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