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Valentinstag am 14.2.2012: Liebe ist die beste Medizin

Quelle: DGK(Marburg, 7. Februar 2012) Schmetterlinge im Bauch und Glückseeligkeit im Kopf: Wer frisch verliebt ist, befindet sich in einem echten Ausnahmezustand. Motivation, Glücks- und  Belohnungsgefühle werden verstärkt, was man im Gehirn nachweisen kann. Neuer ist die Erkenntnis, dass die gleichen Aktivitätsmuster des Gehirns auch bei Menschen ablaufen, die seit Jahren in einer glücklichen Partnerschaft leben. Zudem wirkt Liebesglück wie ein Zaubertrank: Es stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte, lindert Schmerzen, verbessert die Wundheilung, und es schützt vor Depressionen.
Lange verheiratete Menschen, die sich selbst als immer noch glücklich verliebt bezeichnen, weisen gleichen Aktivitätsmuster im Gehirn auf wie Frischverliebte. Das haben Wissenschaftler der Stony Brook Universität New York kürzlich herausgefunden. Gemessen wurde die Reaktion, die der Anblick des Partners auslöst – im Vergleich zum Anblick enger Freunde. Auch nach durchschnittlich 21 Jahren Ehe zeigte die funktionelle Magnetresonanztomografie überraschende Ergebnisse. Das Foto des Partners löste im Belohnungssystem, das vom Gehirnbotenstoff Dopamin gesteuert wird, deutlich stärkere Aktivitäten aus. "Wir fanden sehr starke Ähnlichkeiten zwischen denjenigen, die sich seit langer Zeit lieben und solchen, die sich gerade erst wie verrückt frisch verliebt hatten", erklärt Prof. Dr. Arthur Aron. Bei den Langzeitverliebten sind zudem noch weitere Hirnareale aktiv, die für Zuneigung und Paarbindung wichtig sind.
 
Das ausgelöste Glücks- und Belohnungsgefühl versetzt nicht nur in gute Stimmung, es kann auch Schmerzen lindern. Der Schmerzforscher Prof. Dr. Sean Mackey von der Stanford University School of Medicine untersuchte frisch verliebte Paare. "Wir wollten Versuchsteilnehmer, die sich euphorisch und energiegeladen fühlen und die wie besessen an ihren Liebsten denken und sich nach ihm sehnen", so Mackey.
Während die Handfläche der Versuchspersonen bis zu einem leichten Schmerz erhitzt wurde, zeigte man ein Foto des geliebten Menschen. Tatsächlich vertrieb dieser Anblick den Schmerz. Die gemessene Hirnaktivität zeigte, dass die Liebe ähnlich wirkt wie Schmerzmittel oder Drogen. Opium und Kokain aktivieren die gleichen Belohnungszentren.

„Zu fühlen, dass man geliebt wird und sich umeinander kümmert, verbessert das emotionale Wohlbefinden, indem es Depressionen und Ängste verringert und psychische Kräfte wie Selbstachtung und Selbstvertrauen steigert“, so Prof. Dr. Linda J. Waite von der Universität Chicago. Eine liebevolle Beziehung wirkt sich über das seelische auch auf das körperliche Wohlbefinden positiv aus. Prof. Dr. Janice Kiecolt-Glaser und Prof. Dr. Ronald Glaser, Ohio State University, konnten nachweisen, dass bei einem glücklichen Paar allein ein Gespräch über gemeinsame Unternehmungen den Wert des Stresshormons Cortisol im Blut senkt, was unter anderem das Immunsystem stärkt, die Wundheilung verbessert und entspannend wirkt.

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