DGK e.V. -Tour des UV-Mobils erfolgreich beendet
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Sonne, UV-Mobil, Dermatologe, Braunsein, Sonnenschutz, Sonnenbaden, Empfindlichkeit, Hautkrebs
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Braunsein um jeden Preis ist out

Tour des UV-Mobils erfolgreich beendet
 


Vom 22. Mai bis 5. Juli 2001 gastierte das UV-Mobil des Deutschen Grünen Kreuzes, des Berufsverbandes Deutscher Dermatologen und der Firma Vichy in 27 deutschen Städten. Das Expertenteam an Bord beriet Passanten zu allen Fragen rund um das Thema "Sonne und Haut" und führte kostenlose Hautchecks durch.

Die intensiven Beratungsgespräche mit den über 3000 Besuchern machten deutlich: Braunsein um jeden Preis ist out! Ob alt, ob jung, hippig oder flippig: Das Thema
Sonnenschutz ist im Bewusstsein der Menschen stärker verankert als noch vor einigen Jahren. Zwar möchten viele Menschen gern "ein wenig Farbe" haben, aber eben nur, wenn es nicht schadet. Unsicherheit herrschte allerdings darüber, wie der optimale Sonnenschutz aussieht, und wie man trotz Sonnenbadens mit heiler Haut davon kommt.

Bei fast allen Besuchern des Infomobils wurde die Eigenschutzzeit der Haut errechnet (Phototypbestimmung). Dieser Wert gibt an, wie lange man sich ohne Sonnenschutz direkt der Sonne aussetzen kann. Er wird häufig überschätzt: Der Mittelwert aller Messungen beträgt nur 15 Minuten (entspricht Phototyp II). Wer sich länger in der Sonne aufhält, schadet seiner Haut, auch wenn er es nicht spürt: "Erst circa zehn Jahre nach übermäßiger Sonnenbelastung machen sich Schäden bemerkbar", erklärt Frau Dr. Annett Haertel, Oberärztin der Dermatologischen Abteilung am Krankenhaus Berlin-Spandau. Und: "Hautkrebs ist einer der häufigsten Tumorerkrankungen in Deutschland". Das bedeutet, der "Durchschnittsbürger" würde, um auf der sicheren Seite zu bleiben, für einen vierstündigen Aufenthalt im Freien ein Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 18 bis 20 benötigen. Nach den vier Stunden ist das "Zeitguthaben" aufgebraucht - auch nochmaliges Eincremen nützt dann nichts mehr.

Ein häufiges Problem waren Lichtüberempfindlichkeits-Reaktionen, sogenannte "Sonnenallergien", unter denen 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung leiden. Diese Überempfindlichkeitsreaktion, von der Frauen häufiger betroffen sind als Männer, kann verschiedene Ursachen haben. Typisch für alle Formen ist das Auftreten von juckenden Pickelchen oder Bläschen wenige Minuten oder Stunden nach dem ersten Sonnenbad im Frühjahr oder Sommer. Die wichtigste Regel, die allen Betroffenen mit auf den Weg gegeben wurde, lautet: behutsame Sonnengewöhnung und guten UV- Schutz (Sonnencreme, Kleidung, Schatten)! Außerdem kann man eine Prophylaxe mit Betacarotin oder Caliciumbrausetabletten versuchen. Unter Ärzten sind diese Maßnahmen umstritten, viele unserer Besucher berichteten aber von positiven Erfahrungen mit diesen Mitteln.

Pro 100 Besuchern fand der Dermatologe an Bord des UV-Mobils etwa ein bis drei Personen mit Verdacht auf Hautkrebs. Darunter waren nicht nur Menschen, die ihren Urlaub häufig in sonnenreichen Ländern verbringen. "Die Sonne hierzulande wird meist unterschätzt," meint Dr. Annett Haertel, "besonders gefährdet sind aber bestimmte Personengruppen, wie zum Beispiel Wassersportler an unseren Seen oder Kleingärtner". Gut schützen sollte man Nase, Ohren und - aufgepasst, liebe Männer - die Glatze! Lacht die Sonne vom Himmel, sollten Männer mit spärlichem Haarwuchs immer einen Hut tragen.

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