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(Marburg, 08.04.2003) Schadstoff- und Lärmbelastung durch zunehmenden Straßenverkehr, Passivrauchen, belastete Nahrungsmittel und Wasser sowie fehlende Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten und ihre Folgen: Jedes Jahr sterben weltweit fünf Millionen Kinder an umweltbedingten Krankheiten. Darauf weist die Weltgesundheitsorganisation WHO aus Anlass des Weltgesundheitstages (7. April) hin, den die Organisatoren unter das Motto "Gesunde Umwelt - gesunde Kinder" gestellt haben.
Die größten Gefahren für die Gesundheit der Kinder lauerten gerade dort, wo sich Kinder am sichersten fühlen sollten: zu Hause, in der Schule und in ihrem Lebensumfeld. Verunreinigtes Wasser, verschmutzte Luft sowie der mangelnde Zugang zu sanitären Anlagen seien Gefahren, die Kinder am härtesten träfen, so die WHO. Weltweit entfielen 40 Prozent der durch Umweltrisiken ausgelösten Krankheiten auf Kinder unter fünf Jahren, obwohl diese nur zehn Prozent der Weltbevölkerung ausmachten. Umweltbedingt erkranken Kinder am häufigsten an Durchfall, an den Atemwegen und an Malaria.
In Europa setzt die WHO den Schwerpunkt des diesjährigen Weltgesundheitstages auf Asthma und Allergien. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation hat die Zahl der unter Asthma-Symptomen leidenden Kinder in den 20 Jahren zwischen 1975 und 1995 um 200 Prozent zugenommen. In den Ländern der Europäischen Union seien Allergien die am häufigsten vorkommenden chronischen Krankheiten in der Kindheit - in manchen dieser Länder leide jedes vierte Kind an einer Allergie. Durchschnittlich zeigen zehn Prozent der Kinder Asthma-Symptome, wobei die Rate in Westeuropa bis zu zehn Mal höher ist als in osteuropäischen Ländern.

