DGK e.V. -Mit einer groß angelegten Pressekonferenz startete vor wenigen Wochen die Nationale Initiative gegen Osteoporose (NIO) in Berlin.
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Nationale Initiative gegen Osteoporose (NIO) hat die Arbeit aufgenommen

(Marburg, 10.03.2003) Mit einer groß angelegten Pressekonferenz startete vor wenigen Wochen die Nationale Initiative gegen Osteoporose (NIO) in Berlin. Um möglichst viele Menschen über das tückische Knochenleiden zu informieren, versammelten sich zahlreiche Vertreter von Presse, Funk und Fernsehen im Berliner Virchow-Haus. Als Schirmherrin engagiert sich Professor Dr. Rita Süssmuth für die Initiative. "Osteoporose zählt zu den schlimmsten chronischen Krankheiten in Europa, doch kaum eine Frau in Deutschland kennt ihr individuelles Risiko, an Osteoporose zu erkranken", stellte die ehemalige Bundestagspräsidentin und Bundesgesundheitsministerin fest. Durch die Konferenz führte Fernsehmoderatorin Dr. Franziska Rubin.

In den westlichen Industrienationen wächst die Zahl der Osteoporose-Patienten deutlich schneller als erwartet. Allein in Deutschland leiden mittlerweile bis zu sechs Millionen Menschen unter Knochenschwund. Damit zählt Osteoporose zu den großen Volkskrankheiten unserer Zeit.

Doch in der Gesundheitspolitik nimmt das Leiden nur einen geringen Stellenwert ein: Weder werden Präventionsstrategien konsequent umgesetzt, noch die therapeutischen Möglichkeiten ausgeschöpft, die das Leid der Patienten lindern oder gar verhindern könnten. In den meisten Fällen wird die Krankheit sogar erst dann diagnostiziert, wenn die ersten Knochenbrüche bereits aufgetreten sind. Für eine optimale Therapie ist es dann oft zu spät.

Die NIO ist eine Plattform, die die Interessen von Betroffenen, Verbänden und Organisationen bündelt. Auf diesem Weg möchte die Initiative die Patientenselbsthilfe stärken, moderne Therapieformen bekannt machen und dafür Sorge tragen, dass die tückische Knochenkrankheit frühzeitig erkannt und wirksam behandelt wird.

Um auf diese gesundheitspolitischen Mängel aufmerksam zu machen, hat das Deutsche Grüne Kreuz gemeinsam mit dem deutschen Netzwerk der Bone and Joint Decade am 10. Dezember 2002 die Nationale Initiative gegen Osteoporose ins Leben gerufen. Weitere Kooperationspartner sind der Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose (BfO) und die International Osteoporosis Foundation (IOF).

In näherer Zukunft sind zwei Hearings geplant - eines mit Vertretern der Krankenkassen und Ärzteschaft, ein weiteres mit Wissenschaftlern und Politikern.


Kontakt:

DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e.V.
Stichwort: Osteoporose
Schuhmarkt 4
35037 Marburg

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