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Das sächsische Sozialministerium rät in den Hochwassergebieten vorsorglich zum Abkochen des Trinkwassers für Säuglinge, Kleinkinder, Kranke und ältere Menschen. Eine Verschmutzung des Trinkwassers durch die Hochwasserfluten sei nicht vollkommen auszuschließen, sagte Ministeriums-Sprecherin Susanne Meves am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
"Generell soll Wasser ausschließlich aus dem zentralen Trinkwassernetz verwendet werden", empfahl sie. Sofern es rieche oder anders gefärbt sei, solle es abgekocht werden. Der Grund: Auch Kläranlagen und Fäkaliengruben wurden überflutet. Die Nutzung von Wasser aus Einzelbrunnen in den Hochwasserregionen sei zur Zeit problematisch. Menschen, die sich normalerweise mit Brunnenwasser versorgten, sollten ihr Wasser kaufen. In einigen Regionen seien bereits seit Dienstag die Wasserwagen des Technischen Hilfswerks im Einsatz. Die Trinkwasserversorgung sei in einigen Regionen wegen Stromausfalls nicht mehr gewährleistet.
Bei Reinigungs- und Aufräumarbeiten sollten Handschuhe und Gummistiefel getragen werden, warnt Dr. med. Funke vom Gesundheitsamt Freiberg. Der direkte Hautkontakt mit dem Hochwasser und dem verbleibenden Schlamm sollte weitgehend vermieden werden. Die Gesundheitsämter warnen vor Infektionen. Lebensmittel, die mit dem Hochwasser in Berührung gekommen sind, sollten weggeworfen werden.
Quellen: dpa, Pressemitteilung / Bürgerinformation des Gesundheitsamtes Freiberg vom 14.08.2002

