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Aktionstag 'In Würde altern' mit vielen Aktionen
(Marburg, 23.10.2002) Etwa 3.500 Partner haben sich bislang für den Aktionstag "In Würde altern" am 29. Oktober 2002 angemeldet. Darunter sind vor allem Apotheken und Gesundheitsämter, aber auch zahlreiche Altenpflegeschulen, Selbsthilfegruppen, Seniorenheime und Krankenkassen.
So vielfältig wie die Aktionspartner sind auch die Aktivitäten: Geplant sind neben dem Verteilen von Informationsmaterial "Tage der offenen Tür" und Beratungsgespräche.
Ziel dieses ersten bundesweiten Aktionstages ist es, die Situation demenzkranker Menschen und ihrer Angehörigen zum Tagesthema zu machen. Bevölkerung, politisch Verantwortliche und die Medien sollen aufmerksam gemacht werden auf eine bislang wenig beachtete Seite der Krankheit Demenz: den Verhaltensstörungen.
Darunter versteht man Symptome wie Unruhe, die mit Fortschreiten des Tages zunimmt (so genanntes "Sundowning") und - auch für die Angehörigen - bis zu nächtlicher Schlaflosigkeit führt, grantiges und misstrauisches Verhalten, verbale und tätliche Aggressivität, depressive Stimmungen und viles mehr.
Verhaltensstörungen werden oft als Grund für eine Heimeinweisung des Demenz- Patienten genannt, denn die Belastung für den Pflegenden wird durch sie zusätzlich erhöht. Auch wenn Demenz heute nicht heilbar ist, so ist sie doch medikamentös behandelbar und das Fortschreiten der Krankheit verlangsambar. Gleiches gilt für die Verhaltensstörungen, die sich mit modernen Medikamenten gut behandeln lassen.
Initiiert wurde der Aktionstag von der Initiative Altern in Würde und dem Deutschen Grünen Kreuz e.V.. Ausführliche Informationen auch zur Auftakt-Pressekonferenz am 24. Oktober 2002 finden sich auf der Homepage www.altern-in-würde.de.

