DGK e.V. -Vor allem Schulkinder betroffen, zunehmend aber auch ältere Menschen
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Grippewelle: Höhepunkt soll noch folgen

Vor allem Schulkinder betroffen, zunehmend aber auch ältere Menschen
 

(Marburg, 06.03.03) Die Influenza Aktivität ist in der 9. Kalenderwoche (KW), nochmals stark angestiegen und erreicht ein "außergewöhnlich hohes Niveau". Dies beobachtet die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) und das Robert-Koch-Institut (RKI) anhand der Patienten, die mit akuten Atemwegsinfekten in den etwa 700 Beobachtungspraxen bundesweit vorstellig werden. Seit circa einer Woche steigt die Zahl der Grippe-Kranken weit über das Maß hinaus, das noch als übliche Influenzawelle bezeichnet wird. Wahrscheinlich ist der Höhepunkt aber noch nicht erreicht, befürchten die Epidemiologen.

In Deutschland trifft es bislang am härtesten die Süddeutschen, die Menschen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen, in Berlin/Brandenburg, Rheinland- Pfalz und im Saarland. In den übrigen Bundesländern sind im Durchschnitt doppelt so viele Menschen mit einem Atemwegsinfekt zum Arzt gegangen wie vor vier Wochen.

Vor allem unter Schulkindern erreicht die Grippewelle bereits "epidemisches Niveau", so der Bericht des RKI. Wenn es ganz schlimm kommt, schickt der Arzt Influenza- Patienten ins Krankenhaus. Jetzt schon übersteigt die Zahl der Einweisungen von Kleinkindern und über 60-Jährigen die Werte vom vergangenen Jahr.

Nicht alle Menschen, die mit einer Erkältung zum Arzt gehen, haben eine Influenza. Die so genannte Positivrate steigt in der für eine Abstrichnahme ausgewählten Stichprobe jedoch rapide und liegt zur Zeit bei 69 Prozent. Es dominiert die Influenza A (H3N2).

Woher weiß man, dass man sich eine Virus-Grippe eingefangen hat? Hat man hohes Fieber, Schüttelfrost, fühlt sich schwer krank mit Kopf und Gliederschmerzen, sind die Atemwege entzündet und kommt später ein trockener Husten dazu, ist es höchstwahrscheinlich eine Influenza-Erkrankung. Typisch sei ihr plötzlicher Beginn, so Dr. Helmut Uphoff von der AGI in Marburg. Nach einer Woche ist man bei unkomplizierten Verlauf in der Regel wieder fit, mancher Erkrankte fühlt sich aber noch wochenlang schlapp. Dieser Zustand ist nach einer Influenza nicht selten und wird als "Postgrippale Asthenie" bezeichnet.

Die detaillierte Auswertung nach Bundesländern finden Sie unter http://influenza.rki.de/agi

Unsere Nachbarn
In den Nachbarländern sieht es ähnlich aus. Zumindest erhöhte Influenza-Aktivitäten melden Belgien, Frankreich, Italien, die Schweiz, die Slowakische Republik, die Tschechische Republik und Slowenien.

Lokal hohe Werte ("ausgedehnte Aktivität") werden aus Dänemark und Polen berichtet. In Spanien ist die Influenza-Aktivität rückläufig.

In Russland wurden Mitte/Ende Februar in vielen Städten die epidemischen Schwellenwerte überschritten.

Die USA scheint die Grippewelle überstanden zu haben. Dort nimmt die Anzahl der Grippefälle zur Zeit ab.

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