DGK e.V. -Auf Kälte reagieren viele Menschen mit Kopfschmerzen
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Winterzeit ist Eiszeit: Warm anziehen!

Auf Kälte reagieren viele Menschen mit Kopfschmerzen
 

(Marburg, 04.12.2003) Kurze Tage, lange Nächte und klirrende Kälte - für manche bedeutet das Romantik pur. Sie denken an ausgedehnte Spaziergänge in der verschneiten Landschaft und das knisternde Feuer im offenen Kamin, ein Glas Glühwein in der Hand. Für andere kann dies allerdings eine Horrorvorstellung sein. Kalte Luft und die obligatorische Erkältung im Winter bringen für sie vor allen Dingen eines mit sich: Kopfschmerzen.

Dass "extreme" Temperaturen einen Einfluss darauf haben, konnte eine schwedischen Studie1 zeigen, an der 669 Frauen teilnahmen. Danach bekam jede Dreizehnte Kopfschmerzen, wenn sie 150 Milliliter eiskaltes Wasser in einem Zug mit einem Strohhalm austrank. Frauen, die eine aktive Migräne hatten, also ein oder mehrmals in dem vergangenen Jahr an einer Migräneattacke litten, waren sogar doppelt so häufig von Kopfschmerzen betroffen. "Wenn etwas sehr Kaltes den Gaumen oder die Rachenwand berührt, wird dieser Reiz auf die dahinter liegenden Blutgefäße übertragen. Die Blutgefäße "verkrampfen" sich dadurch gewissermaßen und führen zu heftigen Kopfschmerzen, meist im Stirnbereich oder an den Schläfen", erklärt Dr. Jan-Peter Jansen von der Stiftung Kopfschmerz in Berlin das Phänomen.

Auch kalter Wind kann Kopfschmerzen hervorrufen. "Durch den Kältereiz ziehen sich die dünnen Muskeln auf der Schädeldecke krampfartig zusammen und verursachen die Schmerzen", weiß Dr. Martin Gessler, Neurologe aus München. "Wärme und vorsichtige Massage helfen dann, den Muskel wieder zu lockern." Empfindliche Menschen sollten den Kopf deshalb mit einer Mütze schützen, rät der Experte. Außerdem sollten Füße und Hände warm gehalten werden. Denn eine besondere Art von Kopfschmerzen, die häufig in der kalten Jahreszeit auftritt, ist der Husten- Kopfschmerz. Die starken, kurz andauernden Beschwerden treten nicht nur bei Husten, sondern auch beim Niesen, Lachen, Heben schwerer Gegenstände oder sonstigen Überanstrengungen auf. Die Kopfschmerzen sind gutartig und können durch Magnetresonanztomographie2 von strukturellen Erkrankungen des Gehirns unterschieden werden3.

Menschen, die auf Kälte mit Kopfschmerzen reagieren, tun gut daran, starke Temperaturschwankungen zu meiden. Sind die Kopfschmerzen aber erst einmal da, raten Experten wie die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG), bei starken Beschwerden zu Kombinationspräparaten mit den Wirkstoffen Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Koffein. Bei Husten-Kopfschmerzen hat sich auch der Wirkstoff Indomethacin als hilfreich erwiesen. Betroffene, die nicht genau wissen, ob die Temperatur oder ein Husten die Beschwerden ausgelöst hat, sollten zur Diagnose besser einen Arzt aufsuchen.

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