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SARS-Kranke, Verdachtsfall, Entwarnung, Rückkehr
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Weitere neue SARS-Fälle in China

Bisher drei SARS-Kranke
 

(Marburg, 19.01.04) China hat zwei weitere Fälle der Lungenkrankheit SARS bestätigt. Bei den Erkrankten handelt es sich um eine 20-jährige Kellnerin und einen 35-jährigen Geschäftsmann, der erst vor einer Woche in ein Spezialkrankenhaus verlegt worden war. Ein Sprecher der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte jedoch, für eine endgültige Diagnose seien weitere Tests erforderlich. Es sei nicht auszuschließen, dass die beiden Patienten sich mit einem einfachen Erkältungsvirus infiziert hätten.

Die Kellnerin wurde nach Angaben der Provinzregierung in Guangdong am Samstag wieder aus dem Krankenhaus entlassen. 100 Personen, die Kontakt zu ihr hatten, stünden nicht länger unter medizinischer Beobachtung. Keine von ihnen habe Symptome der Lungenkrankheit gezeigt. Der Zustand des Geschäftsmanns sei stabil.

Die WHO hatte am Freitag neue Belege für eine Übertragung der Krankheit durch Wildtiere veröffentlicht. In Proben von Tiermärkten waren mit dem SARS-Erreger verwandte Coronaviren entdeckt worden. Die Ergebnisse wiesen laut WHO darauf hin, dass auch die erste SARS-Epidemie von Wildtieren ausgelöst wurde. Eine Gefahr für die Bevölkerung sieht die WHO nicht.


China bestätigt dritten SARS-Verdachtsfall
 

(Marburg, 12.01.04) Ein 35-jähriger Mann mit SARS-Symptomen sei in einem Krankenhaus in der südchinesischen Stadt Guangzhou in der Provinz Guangdong unter Beobachtung, berichtete die offizielle Tageszeitung "China Daily" unter Berufung auf das chinesische Gesundheitsministerium. Der Patient werde aber noch nicht offiziell als SARS-Verdachtsfall geführt. Er habe offenbar keinen Kontakt mit anderen SARS- Patienten oder wilden Tieren gehabt, die als Träger des Virus in Frage kämen.

Mediziner in Hongkong haben mittlerweile keinen der drei SARS-Verdachtsfälle der vergangenen Tage bestätigt. Auch bei dem dritten auf SARS untersuchten Mitarbeiter eines Fernsehteams wurden keine entsprechenden Viren entdeckt. Das teilte das Queen Mary Hospital in Hongkong am Freitag mit. Seine beiden auf das Schwere Akute Atemwegssyndrom getesteten Kollegen galten schon am Vortag als SARS-frei. Das Team war kürzlich in der Provinz Guangdong, um über den ersten SARS-Fall seit dem Sommer in China zu berichten.

Über die 20-Jahre alte Kellnerin eines Spezialitätenlokals, die seit vergangenen Donnerstag auf einer Quarantäne-Station in der Provinzhauptstadt Kanton untersucht wird, gibt es noch keinen neueren Erkenntnisse. In dem Lokal sollen auch Schleichkatzen auf der Speisekarte stehen. Nach Angaben des chinesischen Gesundheitsministeriums zeigten die etwa 100 Kontaktpersonen der Frau keine SARS-ähnlichen Symptome.


Vier neue Verdachtsfälle
 

(Marburg, 08.01.04) Vor wenigen Tagen hatte die chinesische Regierung erstmals seit mehr als fünf Monaten wieder eine SARS-Erkrankung bestätigt. Die Angst vor einer erneuten Ausbreitung der gefährlichen Lungenkrankheit SARS hält weiter an. China meldete vier neue Verdachts-Fälle aus Kanton und Hongkong.
Bei den verdächtig Erkrankten handelt es sich nach Angaben von chinesischen Behörden und Medien um drei Journalisten aus Hongkong und eine Kellnerin eines Restaurants in Kanton.

Die Medienvertreter, zwei Fernsehjournalisten und ein Kameramann, hatten in der Provinz Guangdong über die Rückkehr der Krankheit berichtet. Sie würden in einem Krankenhaus in Hongkong auf die lebensbedrohliche Krankheit getestet. Ergebnisse seien im Laufe des Nachmittags zu erwarten, teilte die Gesundheitsbehörde in Hongkong mit.
Der 32 Jahre alte Mann in Kanton, der an SARS erkrankt war und über den die Journalisten berichtet hatten, wurde am Donnerstag als völlig geheilt aus dem Krankenhaus entlassen.

In Kanton sei am Donnerstag eine 20-jährige Kellnerin mit SARS-Verdacht auf die Quarantänestation eines Krankenhauses gebracht worden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Fast 50 Personen, die näheren Kontakt mit der Frau hatten, wurden ebenfalls isoliert.


WHO gibt Entwarnung
 

(Marburg, 07.01.04) Der jüngste SARS-Patient in China hat eine Infektion durch die als Überträger verdächtigten Zibetkatzen, die auch Larvenroller genannt werden, ausgeschlossen. Er habe noch nie eine Zibetkatze berührt oder gegessen, zitierten ihn staatlichen Medien am Mittwoch. Er habe keine Ahnung, wie er sich angesteckt haben könnte, sagte der 32-jährige Patient, lediglich eine kleine Maus habe er einmal in die Hand genommen und aus dem Fenster geworfen.
Er gilt inzwischen als geheilt und soll am Donnerstag bereits wieder das Spital verlassen können. Die Weltgesundheitsorganisation WHO sah am Dienstag keine Notwendigkeit, einen SARS-Alarm oder Handels- und Reisebeschränkungen auszurufen. Es handle sich um einen isolierten Fall, sagte WHO-Sprecher Ian Simpson in Genf. China hat unterdessen aus Angst vor einer Ausbreitung des Schweren Akuten Atemwegssyndroms mit der Tötung von 10.000 Schleichkatzen begonnen, die als Überträger der Krankheit vermutet werden.

Der Verdacht auf einen neuen SARS-Fall auf den Philippinen hat sich nicht bestätigt. Erste Tests hätten ergeben, dass die Frau, die nach ihrer Rückkehr aus Hongkong Symptome der Lungenkrankheit gezeigt hatte, offenbar nicht mit dem Erreger infiziert sei, sagte der Direktor des Instituts für Tropenmedizin, Remigio Olveda, in Manila.
Die 42-Jährige und ihr Ehemann waren am Wochenende unter Quarantäne gestellt worden. Außerdem wurden 38 Personen, die mit der Frau in Kontakt gekommen waren, aufgefordert, zu Hause zu bleiben.


Rückkehr des SARS-Virus?
 

(Marburg, 05.01.2004) In China ist erstmals seit der Epidemie im vergangenen Jahr wieder ein SARS-Fall nachgewiesen worden. Das Virus der gefährlichen Lungenkrankheit hat offenbar erneut vom Tier auf den Menschen übergegriffen. Aus Angst vor einer neuen Epidemie sollen in China nun Tausende als Überträger geltende Zibetkatzen getötet werden.

Bei dem erkrankten Patienten handelt es sich um einen 32-jährigen Mann, teilte der Leiter des Instituts für Atemwegserkrankungen von Guangzhou (Kanton), Zhong Nanshan, am Montag in Hongkong mit. Der Patient war im Dezember in ein Krankenhaus in Guangzhou eingeliefert worden, mehrere Tests waren zunächst nicht eindeutig ausgefallen. 81 Menschen, die in engerem Kontakt zu dem Erkrankten standen, wurden unter Quarantäne gestellt. 25 Personen stehen noch unter medizinischer Beobachtung, zeigen aber keine Symptome.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte zuvor erklärt, auch wenn sich der SARS-Fall bestätige, sei dies noch kein Grund eine Reisewarnung für China auszusprechen. Die Experten rechnen nicht mit einer Epidemie ähnlichen Umfangs wie im vergangenen Jahr. Damals hatte sich die Lungenkrankheit von Südchina aus in 29 Länder ausgebreitet. Mehr als 8000 Menschen erkrankten, 774 starben.

Forscher der Universität von Hongkong brachten den jüngsten SARS-Fall mit Zibetkatzen, einer Schleichkatzenart, in Verbindung. Es gebe Ähnlichkeiten zwischen dem bei dem Patienten entdeckten Coronavirus und demjenigen, der bei Zibetkatzen gefunden worden sei, hieß es in einer Presseerklärung. Das lege nahe, dass der Erreger wieder vom Tier auf den Menschen übergriffen habe. Bereits nach der SARS-Epidemie im vergangenen Jahr hatten die Wissenschaftler mitgeteilt, das Virus stamme vermutlich von der Zibetkatze, die in Teilen Chinas als Delikatesse gilt.

Aus Angst vor einer Übertragung der lebensgefährlichen Lungenkrankheit will die Regierung staatlichen Medien zufolge nun in der südlichen Provinz Guangdong 10.000 Zibetkatzen töten und zahlreiche Märkte für Wildtiere schließen. Die Wildkatzen werden auf örtlichen Märkten als Delikatesse verkauft.

Weiterer Verdachtsfall

Auf den Philippinen wurden wegen SARS-Verdachts eine 41-Jährige Frau und ihr Mann unter Quarantäne gestellt. Die Frau arbeitete nach Angaben der Behörden als Haushaltshilfe in Hongkong und wird wegen einer Lungenentzündung behandelt. Ihr Mann habe Fieber. Noch sei es jedoch zu früh um von einem SARS-Fall zu sprechen. Testergebnisse würden am Mittwoch erwartet. Als Vorsichtsmaßnahme sei auch der Arzt unter Quarantäne gestellt worden, der das Paar zuerst behandelt hatte. Er weise jedoch keinerlei Symptome der Krankheit auf.

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