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Osterhasen oder Tafel: Was bei Menschen eher Probleme auf den Hüften verursacht, kann für Hunde tödlich sein
(Marburg, 03.06.2003) Auch unsere Haustiere essen gerne etwas Süßes. Besonders Hunde, aber auch Katzen und sogar Kaninchen sind einem Stück Schokolade gegenüber nicht abgeneigt. Insbesondere zu den großen Festtagen wie Ostern sind Schokolade in Form von Osterhasen, -eiern oder als Tafel nicht wegzudenken. Was bei Menschen eher Probleme auf den Hüften verursacht, kann speziell für Hunde tödlich sein.
Sie enthält Koffein und einen ähnlichen Stoff, das Theobromin. Beide Stoffe können zu schweren Herzproblemen führen. Die Symptome der Vergiftung hängen von der Menge und der Art der aufgenommenen Schokolade ab. Zartbitter- bzw. Blockschokolade ist besonders gefährlich. Kleine Hunde von wenigen Kilogramm Körpergewicht können schon nach der Aufnahme von 20 bis 30 Gramm sterben. Bei großen Hunden wie zum Beispiel Schäferhunden sind 120 bis 250 Gramm gefährlich. Milchschokolade führt in etwa zehnfacher Menge zum Tode. Bei Aufnahme einer geringeren Menge kommt es meist lediglich zu Magen-Darm-Problemen wie Durchfall und Erbrechen.
Etwa drei Tafeln Vollmilchschokolade oder eine Tafel Zartbitterschokolade könnten einen 10 bis 15 kg schweren Hund töten. Die Hunde zeigen nach etwa vier bis zwölf Stunden nach der Aufnahme Erbrechen und Durchfall, im weiteren Verlauf Erregung, Zittern, Muskelkrämpfe, Lähmung der Hinderhand, Delirium und plötzlichen Tod durch Herzversagen. Hunde, die an Epilepsie leiden, können auf geringe Dosen von Theobromin mit Anfällen reagieren.
Legen Sie daher Ihrem Haustier keine Schokolade und Pralinen ins Osternest. Wenn Sie dies dennoch tun möchten, dann geben Sie Ihrem Haustier ein kleines Stück Hundeschokolade, die die genannten Stoffe in geringeren Mengen enthält als herkömmliche Schokolade.
Hinweis für Journalisten
Nichts beschäftigt Hundehalter, Katzenbesitzer, Reiter und andere Tierfreunde so sehr, wie die Gesundheit ihrer Vierbeiner. Mit unserem neu aufgelegten Pressedienst animal möchten wir uns in Zukunft auch wieder ausführlich den Themen Tiermedizin und Tierhaltung widmen.
In unserem ab sofort regelmäßig erscheinendem Informationsdienst können Sie sich ausführlich über verschiedene Krankheiten, Krankheitsrisiken und Therapie informieren, sie erhalten wertvolle Tipps für den Alltag, erfahren Wissenwertes und Aktuelles aus Forschung und Wissenschaft sowie über neueste Entwicklungen der Veterinärmedizin.
Kontakt:
DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e. V.
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Michaela Berg
Schuhmarkt 4
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