DGK e.V. -"Canario Caipi", "Puschkin Vibe" oder "Smirnoff Ice": Sie schmecken wie Saft, enthalten aber fünf bis sechs Prozent Alkohol - mehr als Bier.
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Mischgetränke, Minderjährige, Alkohol-Sucht, Strafsteuer
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Schneller Vollrausch - Gefährliche Alcopops

(Marburg, 05.12.03) "Canario Caipi", "Puschkin Vibe" oder "Smirnoff Ice": Sie schmecken wie Saft, enthalten aber fünf bis sechs Prozent Alkohol - mehr als Bier. Die so genannten Alcopops sind derzeit der Hit unter den Jugendlichen in Discos oder auf Partys. Diese trendigen Mischgetränke auf der Basis von Rum, Wodka und Whiskey können den Kids gefährlich werden, warnt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marion Caspers-Merk (SPD). Der Einstieg in die Sucht sei programmiert.

Aktuelle Studien aus der Schweiz und Deutschland belegen, dass ein gehöriger Anteil des Konsums auf Minderjährige entfällt. In einer internationalen Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gaben bereits 3,6 Prozent der Elfjährigen an, regelmäßig Alcopops zu trinken. Schon 13- bis 15-Jährige greifen regelmäßig zu den bunten Flaschen. Bei den 15- bis 16-Jährigen haben die Alcopops dem Bier längst den Rang abgelaufen.

Gefährlich ist: Der Alkoholgeschmack wird durch die Süße überdeckt. Junge Menschen gewöhnen sich so schnell an einen regelmäßigen Konsum von Alkohol. Alcopops sind daher die Einstiegsdroge in die Alkoholabhängigkeit, sagen Suchtexperten.

Die Bundesregierung erwägt drastische Maßnahmen, um den Alkoholkonsum von Jugendlichen einzuschränken. Marion Caspers-Merk fordert eine Strafsteuer für alkoholische Mixgetränke. Der Flaschenpreis für derartige "Limonaden" müsse verdoppelt werden, erklärte die Sozialdemokratin. Alcopops seien eine gefährliche Einstiegsdroge, da ihr Alkohol kaum zu schmecken sei. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) hat die von der Bundesregierung erwogene Zusatzsteuer auf Alkoholmixgetränke begrüßt.
Unterstützung erhielt Caspers-Merk auch von Verbraucherministerin Renate Künast. Die Grünen-Politikerin verlangte von den Getränkeherstellern, Flaschen mit hochprozentigen Mixgetränken deutlicher zu kennzeichnen.

Quellen:
dpa, Verbraucherorgansiation Foodwatch, Presseinformationen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS), Oktober 200 sowie des Berufsverbandes der Kinder-und Jugendärzte, November 2003

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