DGK e.V. -WHO warnt vor Wiederausbruch von SARS
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Sie sind hier: Home / Meldungen / Archivmeldungen 3 / Peking befürchtet neue SARS-Welle
Peking befürchtet neue SARS-Welle

WHO warnt vor Wiederausbruch von SARS
 

(Marburg, 24.10.03) Auf einer zweitägigen SARS-Konferenz in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi warnte auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor einem Wiederausbruch der Lungenkrankheit SARS.

45 Experten aus der ganzen Welt untersuchen in dieser Woche in Genf die existierenden Überwachungsmechanismen und erarbeiten eine Prioritäten-Liste, um die Lücken im Informationssystem zu schließen. Sie diskutierten auch Möglichkeiten zur Verbesserung der Diagnose bei Patienten mit Fieber und Husten, um diese schneller von Sars-Fällen unterscheiden zu können.

Die Weltgesundheitsorganisation erklärte zugleich, SARS werde nicht über die Luft übertragen. Die Krankheit werde vielmehr durch direkten Kontakt und in Form einer Tröpfcheninfektion weitergegeben, hieß es in dem am 20. Oktober in Manila veröffentlichten Expertenbericht. Schon so einfache Maßnahmen wie häufiges Händewaschen könne die Verbreitung eindämmen. Kinder seien generell wenig gefährdet.


China rechnet mit Rückkehr von SARS
 

(Marburg, 14.10.03) China rechnet in den nächsten Wochen mit einer Rückkehr der lebensgefährlichen Lungenkrankheit SARS. Wegen eines plötzlichen Temperaturrückgangs warnten die Behörden am Montag, die Infektionskrankheit könne in der kälteren Jahreszeit wieder ausbrechen.

Chinas Vizeministerpräsidentin und amtierende Gesundheitsministerin Wu Yi warnte vor "Problemen" bei der Vorbeugung. Die Behörden an einigen Orten seien "nachlässig, schlampig und nicht wachsam", wurde die Vizeregierungschefin zitiert.
An einigen Orten seien schlechte Gewohnheiten wie der Verzehr wilder Tiere wieder aufgenommen worden, kritisierte Wu Yi mit Blick auf den Verdacht, dass das Coronavirus von Wildtieren auf den Menschen übertragen worden ist.

Auch der prominente SARS-Forscher Zhong Nanshan rechnet mit einer Rückkehr des Schweren Akuten Atemwegssyndroms in diesem Winter. Mit dem strikten Berichtsystem und den Erfahrungen der vergangenen Krise werde SARS aber keine schweren Schäden anrichten. Die ersten Fälle mit dem bis dahin unbekannten Virus waren im November 2002 in Südchina aufgetreten. Die atypische Lungenentzündung hatte sich in 29 Länder ausgebreitet. Mehr als 8.000 Menschen wurden infiziert und 778 starben nach neuen Statistiken der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Allein in China gab es 5327 Fälle und 349 Tote.

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