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www.rki.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut
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(Marburg, 14.02.2004) Impfungen schützen immer nur gegen die Erreger, die im Impfstoff enthalten sind: Tetanus-Impfung gegen Wundstarrkrampf, Hepatitis-A- Impfung gegen die infektiöse Lebererkrankung durch Hepatitis-A-Viren. Aber die Grippeimpfung kann noch mehr, wie eine US-amerikanische Studie mit 280.000 älteren Menschen zeigt. Demnach erkrankten 19 Prozent weniger an Herz-Kreislauf- Störungen und bis zu 23 Prozent weniger an einem Hirninfarkt. Die Forscher erklären das Ergebnis damit, dass bei einer Grippe viele Entzündungsstoffe freigesetzt und somit Herz-Kreislauf- und Gehirnerkrankungen begünstigt werden.
Eine Grippeimpfung kann zudem möglicherweise das Sterblichkeitsrisiko und das Risiko weiterer Ereignisse von Patienten nach Herzinfarkt verringern. In der FLUVACS (FLU Vaccination Acute Coronary Syndrom)-Studie unter Leitung von Dr. Enrique Gurfinkel aus Buenos Aires wurden 200 Patienten mit Herzinfarkt sowie 101 mit stabiler KHK und Koronarintervention untersucht. 151 der Patienten erhielten eine Influenza-Impfung, 150 wurden ungeimpft der Kontrollgruppe zugeteilt. Das Ergebnis der Beobachtungen: Nach einem Jahr waren in der Kontrollgruppe 26 Patienten an einer kardiovaskulären Komplikationen gestorben, in der Impfgruppe neun. Das entspricht einer signifikanten Reduktion dieser Sterblichkeit um zwei Drittel. Die kardiovaskuläre Sterblichkeit war somit um 66 Prozent niedriger als bei Nichtgeimpften. Dies belegt, wie wichtig die Influenza-Impfung für solche Risikopatienten ist.
Quellen: NEJM 2003; 348: 1322-1332; European Heart Journal 25, 2004, 25.

