Hauptnavigation
- 1: Gesundheitsthemen.
- 2: Fachleute.
- 3: Presse.
- 4: Das DGK.
- 5: Veranstaltungen.
- 6: Gesundheitstests.
- 7: Telefon-Hotlines.
- 8: DGK-Shop.
- 9: Links.
- 10: A - Z.
Auszeichnungen / Qualitätssiegel


Service-Content
Gesundheitslinks
www.ibera-online.de
IBERA Impfberatung online
www.agmv.de
Arbeitsgemeinschaft Varizellen (AGV)
www.forum-schmerz.de
Forum Schmerz
www.agmk.de
Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)
www.altern-in-wuerde.de
Altern in Würde (AiW)
www.rki.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut
Weitere Links finden Sie hier
Textanfang / Content
Affenpocken in den USA
US-Behörden raten zur Impfung gegen Affenpocken
(Marburg, 24.06.03) 87 Menschen in fünf amerikanischen Staaten haben sich nach Angaben des CDC ( www.cdc.gov ) inzwischen nachweislich mit Affenpocken (Monkeypox) infiziert (Stand 18. Juni). Die amerikanische Seuchenbehörde CDC empfahl allen Bürgern, die sich an Tieren oder an Kranken infiziert haben könnten, eine Pockenimpfung.
EU-Importverbot für Präriehunde
(Marburg, 18.06.03) 82 Menschen in fünf amerikanischen Staaten haben sich nach Angaben des CDC ( www.cdc.gov ) inzwischen nachweislich mit Affenpocken (Monkeypox) infiziert (Stand 17. Juni). Ein afrikanisches Nagetier, eine aus Gambia stammende Hamsterratte, hatte die Erkrankung an Präriehunde weitergegeben. Diese übertrugen die Affenpocken durch Bisse oder Kratzer an ihre Halter.
Um einer Ausbreitung der Affenpocken vorzubeugen, hat das US- Gesundheitsministerium bereits vorige Woche ein Einfuhrverbot für afrikanische Nagetiere verhängt. Auch der Transport und Verkauf von Präriehunden bleibt vorerst verboten. Erst am vergangenen Montag verhängte die EU dann ein Importverbot für Präriehunde, berichtet die New York Times ( www.nytimes.com ).
Amerikanische Epidemiologen warnen nun vor dem uneingeschränkten Import sämtlicher exotischer Haustiere aus fremden Ländern. Viele vierbeinigen Freunde trügen häufig Krankheiterreger in sich, die auch für den Menschen gefährlich werden können. Dazu zählen Viren, Bakterien, Parasiten und andere Keime.
In der Medizin gebe es bereits genügend Hinweise für Erkrankungen, die aus Tieren stammen und auf den Menschen überspringen wie etwa Aids, Ebola oder die virulente Form von E. coli, das so genannte Nipah-Virus, das von Fledermäusen auf Schweine und weiter auf Menschen übertragen wurde und 1998 in Malaysia zu einer Reihe von Krankheitsfällen führte.
Affenpocken ist keine neue Krankheit. 1959 wurde die Erkrankung bei Affen entdeckt. Dass die Krankheit auch auf Menschen übertragen werden kann, war den Forschern bis 1970 nicht bekannt. Sie ist zwar leichter, als die normale Form der Pocken, in afrikanischen Staaten liegt die letale Rate aber bei bis zu 10 Prozent, verglichen mit einer 30-Prozent-Rate bei herkömmlichen Pocken. Obwohl die Erkrankung Affenpocken heisst, wird sie in erster Linie von Nagetieren, Eichhörnchen, Kaninchen, Mäuse und Ratten, übertragen. Experten schätzen, dass 75 Prozent der Eichhörnchen damit infiziert sind. Auf den Menschen wurde sie durch den Verzehr des Fleisches übertragen.
Übertragung von Mensch zu Mensch?
(Marburg, 16.06.03) Die Affenpocken sind in den USA erstmals auch von Mensch zu Mensch übertragen worden. Das berichtete am vergangenen Freitag die Seuchenbehörde CDC in Atlanta. Ein Mitarbeiter eines Krankenhauses habe sich bei einem schwer kranken Kind mit Affenpocken angesteckt. Möglich ist eine solche Übertragung über Tröpfchen in der Atemluft, über eitrige Bläschen auf der Haut oder über längeren Kontakt mit Kleidung oder Bettzeug des Erkrankten.
Affenpocken werden normalerweise fast ausschließlich von Tieren auf Menschen übertragen. Die Hauptwirte des Virus und damit die wichtigste Ansteckungsquelle ist die große Gruppe der Nagetiere. Insbesondere bei afrikanischen Hörnchen, Bilchen, Waldmäusen und Stachelschweinverwandten wurde das Virus gefunden.
Der Impfstoff ist derselbe wie gegen die Pocken. In 85 Prozent der Fälle wirkt er auch gegen die Affenvariante, zeigten Studien.
Inzwischen hat sich die Zahl der nachweislich Infizierten auf 62 erhöht. Die Betroffenen kommen aus den vier amerikanischen Bundesstaaten Wisconsin, Indiana, Illinois und New Jersey. Nach Auskunft des Robert-Koch- Instituts in Berlin besteht für Deutschland zurzeit keine akute Gefährdung.
Erstmaliger Ausbruch der seltenen Krankheit
(Marburg, 12.06.03) In den USA ist erstmals die seltene Krankheit der "Humanen Affenpocken" ausgebrochen. Seit Mitte Mai seien in den drei nördlich gelegenen Bundesstaaten Wisconsin, Illinois und Indiana insgesamt 33 Menschen an den Affenpocken erkrankt, so das Zentrum für Seuchenkontrolle (CDC) in Atlanta.
Derweil gibt es keinen Zweifel mehr, dass sich alle Patienten bei Präriehunden angesteckt haben, die sie entweder als Haustiere hielten oder in Zoohandlungen betreuten. Nach bisherigen Erkenntnissen war die Krankheit von einer aus Gambia stammenden Hamsterratte eingeschleppt worden. Diese sei von einem Tierhändler in Illinois zusammen mit Präriehunden gehalten worden, die sich infiziert hätten.
Die Präriehunde übertrugen die Affenpocken durch Bisse oder Kratzer an ihre Halter. Sieben Patienten wurden mit Symptomen wie hohem Fieber, Schwäche und Pusteln auf der Haut ins Krankenhaus gebracht. Einer von ihnen ist inzwischen wieder zu Hause. Keiner der isolierten Patienten schwebt in Lebensgefahr. Es gibt bisher kein wirksames Medikament gegen Affenpocken.
Affenpocken kommen normalerweise vor allem in den tropischen Regenwäldern West- und Zentralafrikas vor. Dort wurden von 1970 bis 1994 wurden etwa 400 Erkrankungen registriert. In den USA und in Europa (Niederlanden und Dänemark) traten Affenpocken bei importierten Affen auf.
Das verantwortliche Virus, das so genannte Orthopoxvirus simiae, gehört zur selben Familie wie der Erreger der "normalen" Pocken. Die Krankheit macht sich beim Menschen durch Fieber, Schweißausbrüche, Schüttelfrost, Husten und blasenartigen Hautausschlag bemerkbar. Dabei können ähnliche Narben wie bei Pocken entstehen. Erkrankungen verlaufen selten tödlich, die Todesrate beträgt "nur" 1 bis 10 Prozent, während normale Pocken eine Sterblichkeitsrate von 30 Prozent haben.

