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Aschermittwoch einmal ohne Katerkopfschmerz
(Marburg, 28.01.05) Ob Fasching, Karneval oder Fastnacht - egal wo, gefeiert werden die tollen Tage auf jeden Fall. Wenn die Stimmung steigt, steigt auch oft der Alkoholkonsum. Das Deutsche Grüne Kreuz empfiehlt: Mehr als ein bis zwei Gläser Alkohol sollte man pro Tag nicht zu sich nehmen. Alkohol erhöht das Kalorienkonto und trägt nicht dazu bei, wieder erholt in den Alltag zu starten. Wie wäre es stattdessen mit einem alkoholfreien Fruchtpunsch? Der liefert jede Menge Vitamine und Mineralstoffe und schmeckt auch Kindern.
Doch wenn die guten Ratschläge nicht fruchten, bleibt die häufige Folge, der Kater danach, oft nicht aus. Er zeigt mit Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel seine Krallen. "Nie wieder Alkohol!", stöhnt mancher nach einer durchfeierten Nacht am nächsten Morgen, spätestens aber an Aschermittwoch. Doch ein Kater muss nicht sein.
Einige Tricks, damit auch der Tag danach erträglich wird:
- Auf keinen Fall ist der Alkoholgenuss auf nüchternen Magen zu empfehlen. Vorher ist ausnahmsweise eine fettreiche Mahlzeit erlaubt. Denn Fett hemmt die Aufnahme von Alkohol ins Blut.
- Durch den Genuss von Alkohol verliert der Körper Flüssigkeit und Mineralstoffe wie Natrium, Kalium oder Kalzium. Diese Beeinträchtigung verlangsamt den Stoffwechsel und Kreislaufprobleme können auftreten. Es kommt zu einer Austrocknung des Körpers (Dehydratation). Darauf reagiert vor allem das Gehirn empfindlich und protestiert mit heftigen Kopfschmerzen. Daher: Zusätzlich zum Alkohol Wassertrinken ist das Mittel der Wahl, um einen Brummschädel zu vermeiden. Trinken Sie vor, während und nach der Party viel Mineralwasser, zur Not auch Leitungswasser. Trinken Sie nicht verschiedene alkoholische Getränke durcheinander.
- Knabbern Sie ruhig zwischendurch Erdnüsse, Chips, Oliven und was es sonst noch an fett- und salzreichen Snacks gibt. Eine heiße Bouillon oder ein Salzhering, die altbekannten Hausmittel, sorgen am nächsten Morgen für Nachschub an Salz (Natriumchlorid).
- Essen Sie hingegen keine süßen Brötchen mit Marmelade oder ähnlichem, denn Zucker verschlimmert den Kater. Das Gleiche gilt für süße Cocktails. Honig wiederum soll Wunder wirken: Im Gegensatz zu anderen Zuckerquellen enthält Honig Fruchtzucker (Fructose), der um den Stoffwechsel mit Alkohol konkurriert. 30 Gramm davon, vor dem Schlafengehen eingenommen, können die Konzentration von Verunreinigungen wie Fuselstoffen im Blut reduzieren und den Alkoholabbau beschleunigen. Bis zum Aufwachen sind die Kopfschmerz verursachenden Stoffe bereits zum großen Teil verschwunden.
- Wenn der Kater sich nicht vertreiben lassen will, hilft Sauerstoff. Ein langer Spaziergang an der frischen Luft tut dem strapazierten Körper gut. Und wenn das nicht reicht, um die Schmerzen zu vertreiben, versuchen Sie es mit einem alten Hausmittel: Trinken Sie einen starken schwarzen Kaffee mit Zitrone. Untersuchungen der Universität Freiburg zeigen, dass Koffein eine schmerzlindernde Wirkung hat.

