DGK e.V. -Seit Anfang Mai 2004 wird im zentralen Teil des Schweizer Kantons Waadt ein Masernausbruch verzeichnet, der vor allem Kinder und Jugendliche betrifft.
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Masern, Inmpfung, Röteln, Schweiz, Ausbruch, Mumps, DGK, Gesundheit, Krankheit, MMR
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Masernausbruch in der Schweiz

Aktuelle Informationen unter: Harmlose Kinderkrankheiten? 


(Marburg, 14.06.04) Seit Anfang Mai 2004 wird im zentralen Teil des Schweizer Kantons Waadt ein Masernausbruch verzeichnet, der vor allem Kinder und Jugendliche betrifft. Untersuchungen der schul- und kantonsärztlichen Dienste des Kantons ergaben mehr als 20 Fälle, von denen bis heute nur vier offiziell gemeldet worden sind, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in Bern mitteilte.

Infolge einer Lungenkomplikation musste ein zehnjähriges Kind in Payerne in die Klinik eingewiesen und anschliessend in das Klinikum der Universität Lausanne (CHUV) überwiesen werden. Die wenigen Fälle, bei denen der Impfstatus bekannt ist, waren nicht geimpft, was vergleichbar ist mit der Epidemie von 2003, wo bei fast 90 Prozent der Fälle keine Impfung vorlag. Der aktuelle Ausbruch ist noch nicht ganz unter Kontrolle. Vor kurzem noch wurden Fälle in der Region von Payerne gemeldet.

Masernepidemien in der Schweiz gab es 1987, 1997 und im Frühjahr 2003, was zeigt, dass die Masern hier noch längst nicht verschwunden sind. Auch 2001 wurden gemäss BAG insgesamt etwa 700 Fälle gemeldet.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfiehlt zwei Dosen der MMR-Impfung (Masern, Mumps, Röteln), die erste im Alter von 12 Monaten, die zweite zwischen 15 und 24 Monaten. Eine fehlende Impfung kann in jedem Alter nachgeholt werden. Der Impfstoff ist wirksam und sicher. Den Eltern wird eindringlich empfohlen, den Impfstatus ihrer Kinder zu überprüfen und sich wenn nötig an ihren Arzt/ihre Ärztin zu wenden. Nicht geimpfte junge Erwachsene, welche die Krankheit während ihrer Kindheit nicht durchgemacht haben, sollten ebenfalls geimpft werden, insbesondere wenn sie im Gesundheitsbereich oder mit Kindern arbeiten.

Alle deutschen Touristen, die in den Ferien in die Schweiz fahren wollen, sollten ihren Impfschutz überprüfen.

Laut Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) in Berlin bekommen nur etwa 80 Prozent aller Kinder in Deutschland die erste Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR), die zweite Impfung, die bis zum 23. Lebensmonat gegeben werden soll, erhält nur ein Bruchteil der Kinder. So wiesen bei der Schuleingangsuntersuchung im Jahr 2003 nur 35 Prozent aller Kinder eine zweite MMR-Impfung auf. Eltern sollten daher darauf achten, dass ihre Kinder nicht nur bei Reisen in die Schweiz ausreichenden Impfschutz erhalten.

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